Donnerstag, 24. April 2014

Rezension "Der beste Sommer meines Lebens"

Titel: Der beste Sommer meines Lebens
Autor: Shannon Greenland
Verlag: bloomoon
Seitenzahl: 237
ISBN: 978-384580182-7
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,99 €
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(c) bloomoon
Zum Inhalt:
Em ist die perfekte Tochter. Klassenbeste, brav, gut erzogen und drauf und dran Anwältin zu werden. Doch glücklich ist sie damit nicht. Ihre wahre Leidenschaft, das Kochen, musste sie ihr Leben lang vor ihren Eltern verstecken. Umso mehr freut sie sich, als ein Brief ihrer bisher unbekannten Tante kommt, mit der Einladung doch den Sommer bei ihr zu verbringen. Nicht lieber als das, tut Em dann auch. Sie packt ihre Sachen und kann es kaum abwarten loszufahren. Bei ihrer Tante angekommen ist alles überraschend unkonventionell und Em kann endlich das tun, was sie schon immer so gerne macht. Sie kann kochen und muss sich dabei nicht verstecken. Und dann ist da auch noch Cade. Cade, der teilweise so abweisend, aber dann auch wieder so anziehend ist. Ems Gefühle spielen verrückt und lassen sie ihr komplettes Leben überdenken. Dieser Sommer verändert Em von Grund auf. Sie wird erwachsen und erfährt dabei Dinge, mit denen sie so niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Schon auf den ersten Blick dachte ich: Das klingt nach einer tollen, leicht zu lesenden Sommergeschichte für Zwischendurch. Und genau das war es auch. Herrlich leicht kommt die Geschichte daher und ist dabei nur leider manchmal etwas vorhersehbar.

Em mit ihrer doch sehr rebellischen und unkonventionellen Art war mir gleich von Anfang an sympathisch. Ihre Familie hingegen fand ich grauenhaft. Ich fragte mich, wie man ernsthaft in der heutigen Zeit seine Kinder noch so dermaßen unterdrücken und in Formen reinpressen kann. Em tat mir ein ums andere Mal Leid und so war ich extrem froh, als sie sich entschied, den Sommer bei ihrer Tante zu verbringen. Etwas besseres konnte ihr zu diesem Zeitpunkt nicht passieren. Und auch Tilly, die Tante, kommt so sympathisch rüber, dass ich ihr am liebsten gleich selber einen Besuch abstatten möchte. Em fühl sich sofort zu hause und das kann ich so gut nachvollziehen.

Die Autorin beschreibt Tillys Wohnort so detailliert und schön, dass man am Liebsten selbst dort hinfahren und in ihrer Pension Urlaub machen will. Auch die Entwicklung die Em durchlebt ist schön beschrieben. Man sieht richtig, wie sie in diesen wenigen Wochen erwachsen wird.

Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der dafür sorgt, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe gerade mal einen Tag gebraucht, dann war ich schon fertig mit dem Buch. Natürlich ist dafür auch die wenige Anzahl an Seiten verantwortlich, aber durchaus auch der tolle, leicht zu lesende Stil und die flotte Geschichte.

Natürlich fehlt auch - zum Glück - die obligatorische Liebesgeschichte nicht, sodass ich auch hier voll auf meine Kosten kam und das ganze richtig genießen konnte. Zwar ist es keine Liebesgeschichte die grundsätzlich von der heilen Welt lebt und bei der alles super ist, aber genau das macht sie so glaubwürdig.

Allerdings gibt es bezüglich der Liebesgeschichte auch das ein oder andere negative zu sagen. Ich kann nicht viel darüber schreiben, ohne zu spoilern. Nur so viel: Em, steht zunächst zwischen zwei Stühlen, obwohl man als Leser genau weiß, dass sie dieß eigentlich nicht tut (klingt kryptisch, werden aber alle verstehen, die das Buch kennen). Und diese Dreiecksgeschichte wird so extrem ausgedehnt und es passieren so komische "Zufälle" die verhindern, dass die Missverständnisse geklärt werden, dass es mich nach einer Zeit echt genervt hat. Schade, das hätte die Autorin bei ihrer tollen Geschichte eigentlich gar nicht gebraucht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Geschichte sehr sehr vorhersehbar war. Es gab keine einzige Wendung, die ich nicht vorher schon geahnt habe und das passiert wirklich selten. Sei es Ems Familiengeheimnisse betreffend oder Cades. Es lag alles so sehr auf der Hand, sodass mir hier ein wenig der Pepp, das Überraschende gefehlt hat.

Ansonsten hält das Buch, was der Titel "Der beste Sommer meines Lebens" verspricht. Em erlebt wirklich den besten Sommer ihres Lebens und lässt uns als Leser daran teilhaben. Sie muss durch einige Höhen und Tiefen, um am Ende zu sich selbst zu finden und erwachsen zu werden.

Fazit:
Schöne Sommerlektüre, die einen von Urlaub träumen lässt, mir jedoch an manchen Stellen etwas zu vorhersehbar war.

3,5 Kerzen

1 Kommentar:

  1. Ach schade, ich dachte als erstes, dass das definitiv ein Buch für mich ist, aber Dreiecksgeschichten kann ich nicht mehr lesen...

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