Mittwoch, 23. Juli 2014

Rezension "Glenlyon Manor - Das Geheimnis der Princess Helena School"

Titel: Glenlyon Manor
Autor: Gabriele Diechler  
Verlag: Carlsen Impress
Seitenzahl: 363 
ASIN: B00J289IJA
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
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Zum Inhalt:
Aoki ist eine eher durchschnittliche Schülerin. Da sie oft unkonzentriert wirkt, muss sie einen Test machen, bei dem herauskommt, dass sie hochbegabt ist. Fortan soll sie die Princess Helena School besuchen. Diese befindet sich in einem Gebäude, das früher Romantic House genannt wurde und Maria Stuart beherbergte. Voller Angst, aber auch Neugierde macht sie Aoki von Bayern aus, auf den Weg nach England, um dort unterrichtet zu werden. Dort angekommen sieht sie sofort einen Jungen, der ihr unglaublich gut gefällt. Doch irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen, irgendetwas scheint mit dem ganzen Haus nicht zu stimmen. Aoki kommt ins Grübeln und fragt sich, ob es tatsächlich Geister gibt.

Meine Meinung:
Eine Meinung zu dieser Geschichte zu formulieren fällt mir ziemlich schwer, da die Autorin sehr sympathisch ist und sich total viel Mühe gibt, Fragen zu ihrem Buch zu beantworten. Es gibt durchaus einige Dinge, die mir gefallen haben, aber vieles hat auch nicht so ganz meinen Geschmack getroffen.

Ich fange mal mit dem positiven an. Der Schreibstil der Autorin ist total angenehm zu lesen. Zwar hatte ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten mit den Vornamen der Protagonisten, doch das legte sich recht schnell wieder und ich kam ziemlich zügig vorwärts.

Die Autorin beweist bei ihrem Buch einiges an Kreativität. Angefangen bei den Namen der Protagonisten, über die sehr bildhafte Beschreibung von Romantic House und den Geschehnissen.

Was mir ebenfalls wirklich gut gefiel, waren die historischen Beschreibungen über Maria Stuart und deren Leben, welche die Autorin immer mal, wie nebenbei, in die Geschichte einfließen lässt. Im Nachwort klärt sie zudem auf, was der Realität entsprach und was ihrer Fiktion entsprang. Das finde ich bei Büchern mit historischem Hintergrund immer sehr wichtig und hier ist es toll gelungen.

Leider wurde ich trotz all der positiven Aspekte nie so richtig warm mit der Geschichte. Vieles war ziemlich abgedreht, manches für mich ein bisschen unlogisch. Einiges klärte sich im Gespräch mit der Autorin auch, aber einige Verwirrung blieb doch und so einige Handlungsstränge konnten mich nicht ganz zufrieden stellen.

Manches wurde für meinen Geschmack auch zu sehr an den Rand gedrängt, z.B. eine Nebengeschichte mit Aokis Vater. Und auch die Liebesgeschichte entsprach nicht so ganz meinen Vorstellungen, war sie doch ein bisschen zu übertrieben (dafür, dass Aoki den jungen Mann kaum kennt).

Oft war die Geschichte auch nicht so richtig spannend. Zumindest nicht so, dass ich fast nägelabkauend vor dem Buch gesessen wäre. Vieles dachte ich mir schon und so blieben große Überraschungen aus. 

Dadurch, dass ich nicht so ganz überzeugt war, fesselte mich die Geschichte auch nicht so sehr, wie es jetzt bei anderen Büchern der Fall ist. Und trotzdem fand ich, dass das Ende ein wenig plötzlich kam. Auf einmal wurde alles aufgelöst und war wieder gut. Der Weg dorthin war mir ein bisschen zu kurz.

Genau kann ich gar nicht schreiben, warum mich die Geschichte nicht ganz erreichen konnte. Es ist einfach so ein Gefühl. Bei Büchern, die mich richtig packen, habe ich fast so ein Kribbeln im Bauch wenn ich an das Buch denke oder nicht weiterlesen kann. Und leider fehlt das hier bei diesem Titel komplett.

Fazit:
Eine Geschichte, die Romantik, Geister und historisches über Maria Stuart zu bieten hat, mich aber leider nicht richtig erreichen konnte. Schade!

2,5 Kerzen

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