Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension "Grimmbart"

Titel: Grimmbart
Autor: Klüpfel/Kobr
Verlag: Droemer
Seitenzahl: 479
ISBN: 978-3-426-19938-1
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Droemer
Zum Inhalt:
Kluftinger is back. Und das mit einem Fall der grausamer ist, als vieles, was Kluftinger bisher gesehen hat. Die Frau eines Barons wird auf brutale Art ermordet. Zunächst tappt Kluftinger im Dunkeln, bis er recht schnell auf eine heiße Spur stößt. Doch der Fall entpuppt sich als vielschichtiger als Kluftinger dachte. Ein düsterer Märchenwald und ein verschwundenes Bild spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Und gleichzeitig muss Kluftinger die Hochzeit seines Sohnes vorbereiten und sich um seine japanischen Gäste kümmern, was ihn nicht nur einmal ins Schwitzen bringt.

Meine Meinung:
Mein letzter Kluftinger ist schon ziemlich lange her. Damals war ich begeistert. Dann habe ich dieses Jahr mal wieder zu einem gegriffen, der mich so gar nicht fesseln konnte. Trotzdem wollte ich diesen neuen Fall gerne lesen. Und nun bin ich sehr froh darüber, denn er hat mich bestens unterhalten.

Zunächst einmal aber zum Cover. Das ist toll gelungen. Es ist zwar sehr düster, greift aber den Inhalt perfekt auf. Der Dachs ganz vorne, spielt in der Geschichte eine große Rolle, nicht zuletzt weil der Name des Dachses in der Fabel Grimbart ist. Zudem spielt auch das Schloss, das auf dem Cover zu sehen ist eine zentrale Rolle. Der Ort des Geschehens ist super in das Cover eingearbeitet und so finde ich, dass es die perfekte Stimmung ausstrahlt.

Die Geschichte selbst hat alles was ein guter Kluftinger-Krimi haben muss. Humor, Spannung und genau die richtige Portion Privatleben. Gerade die humorvolle Seite kommt dieses Mal wieder hervorragend zur Geltung. Häufig musste ich schmunzeln, nicht selten sogar richtig lachen. Die herrlich tollpatschige Art Kluftingers, die er privat an den Tag legt ist unnachahmlich. Beruflich ist er eine echte Leuchte, nur daheim steht er meistens ziemlich unter der Fuchtel seiner Frau. Doch genau dieser Kontrast macht die Geschichte aus. In diesem Band bekommt Kluftinger Besuch aus Japan. Die herrlichen Gespräche in gebrochenem Englisch trieben mir fast die Tränen in die Augen vor lachen. Missverständnisse sind hier vorprogrammiert. Das Privatleben des Kommissars steht in diesem Band besonders, aufgrund einer Hochzeit, im Vordergrund. Ich finde es toll, wie sich von Band zu Band diese Geschehnisse weiterentwickeln und man so das Gefühl hat man würde alte Verwandte wiedertreffen, sobald man wieder einen Kluftinger-Krimi aufschlägt. Dieses Gefühl des "Heimkommens" finde ich besonders gelungen.

Der Fall selbst war wahnsinnig spannend und packend. Es gab auch schon Kluftingerfälle, da plätscherte die Kriminalgeschichte nur so vor sich hin und der Fokus lag mehr auf dem Privatleben. Zwar war das Privatleben hier auch sehr im Vordergrund doch der Fall war trotz allem sehr sehr spannend. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar, wie die Auflösung sein würde. Zwar hatte ich zwischendrin auch so meine Vermutungen, doch bin ich Kluftinger auf viele seiner falschen Spuren gefolgt und wurde so am Ende doch noch überrascht. Die vielen Wendungen und die flotte Erzählweise machten die Geschichte packend, sodass mich nur der Schlaf vom Weiterlesen abhalten konnte.

Fazit:
Ein richtig spannender und humorvoller Kluftinger, der mir manchmal vor lachen fast die Tränen in die Augen trieb und mich von der ersten bis zur letzten Seite fesselte. Bitte mehr davon!
 

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