Dienstag, 13. Oktober 2015

Rezension "Immer Montags beste Freunde"

Titel: Immer Montags beste Freunde
Autor: Laura Schroff/Alex Tresniowski
Verlag: Diana Verlag
Seitenzahl: 303
ISBN: 978-3-453-29175-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,99
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(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Laura Schroff führt ein gutes Leben. Zwar ist sie Single und hat noch keine Kinder, doch es geht ihr finanziell und beruflich bestens. Die Bettler auf New Yorks Straßen nimmt sie kaum mehr wahr, denn sie gehören einfach in das Stadtbild der 70er Jahre. Als sie eines Montags von einem kleinen Jungen angesprochen wird, ignoriert sie diesen zunächst und läuft weiter. Doch aus einem bis heute unerfindlichen Grund dreht sie um und geht zu dem Jungen. Dieser bittet sie um etwas Kleingeld, da er wahnsinnigen Hunger hat. Laura Schroff läd ihn daraufhin kurzerhand zum Essen ein und eine faszinierende Freundschaft die ungleicher nicht sein könnte entsteht und hält bis heute an.

Meine Meinung:
In" Immer Montags beste Freunde" erzählt Laura Schroff gemeinsam mit ihrem Co-Autor ihre eigene Geschichte. Die, wie sie den Jungen Maurice kennenlernte und wie reich sie diese Begegnung machte. Es handelt sich um eine biographische Erzählung und doch liest sie sich fast wie ein Roman.

Von Beginn an war ich fasziniert von Lauras Erlebnissen. Von ihrer Güte, ihrem Mut und ihrem Vertrauen Maurice gegenüber. Auf faszinierende Weise lässt sie uns als Leser an ihrer einmaligen Geschichte teilhaben und nicht selten fragte ich mich beim Lesen, wieso wir nicht alle so handeln. Mit recht kleinen Mitteln schaffte es Laura Schroff dem damals mittellosen Maurice ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihm gleichzeitig zu zeigen, was im Leben wichtig ist.

Die Art, wie die Geschichte erzählt wird, gab mir das Gefühl, ich sei beim Lesen hautnah mit dabei. Ich würde mit Laura durch New York laufen und neben Maurice in seinen heruntergekommenen Behausungen stehen. Das Buch schaffte es, mich auf eine einzigartige Weise zu berühren. Gleichzeitig fasziniert und geschockt konnte ich nicht mit lesen aufhören. Die Authentizität mit der diese Geschichte erzählt wird, ging mir unter die Haut.

Normalerweise bin ich gar nicht wirklich so der Biographienleser, doch diese Geschichte ist etwas ganz anderes. Sie ist weit mehr als nur eine Biographie. Sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft und dabei so berührend, dass es sich kaum in Worte fassen lässt. Was dieses Buch wohl ebenfalls von anderen biographischen Erzählungen unterscheidet, ist eben die Art wie sie erzählt wird. Man merkt, dass sich Laura Schroff einen Co-Autor ins Boot geholt hat, der etwas von seinem Job versteht.

Doch als Leser lernt man nicht nur etwas über die Beziehung von Laura und Maurice, nein auch Lauras Leben lernt man von Seite zu Seite immer besser kennen. Denn immer wieder streut sie Erinnerungen aus ihrer eigenen Kindheit in die Geschichte ein. Kennt man ihre Vergangenheit wirkt ihr Handeln nur umso beeindruckender. Auf den ersten Blick mag es vielleicht nicht groß erscheinen, dass Laura ein Kind zum Essen eingeladen hat. Doch sie wird im Laufe der Zeit so viel mehr für Maurice, als nur die weiße Frau, die eben viel Geld hat. Sie wird Vorbild und Mutterfigur zugleich, obwohl sie das so nicht unbedingt geplant hatte.

Was die Geschichte ebenfalls authentisch macht, ist dass in der Beziehung zwischen Maurice und Laura nicht unbedingt alles immer ohne Probleme verläuft. Auch Laura macht ihre Fehler und kann Maurice nicht vor allem bewahren, was ihn in der Welt erwartet. Laura stellt sich selbst nicht als die tolle Heilsbringerin hin. Viel mehr macht sie deutlich wie sehr sie von der Beziehung zu Maurice profitiert hat. Niemals gönnerhaft und immer selbstverständlich, dass ist es was die Autorin sehr sympathisch macht.

Ich denke wir alle können viel von dieser Geschichte lernen. Deshalb lest dieses Buch! Es bringt so viel mit sich, was zum Nachdenken, zum Lachen und auch zum Weinen anregt. Einige kleine Fotos in den Umschlägen zeigen zudem wie die Beziehung von Laura und Maurice verlaufen ist, was ich sehr schön finde, denn so hat man von beiden ein Bild im Kopf.

Fazit:
Ein berührendes Buch, einer Frau, die durch einen Straßenjungen merkt, was wirklich wichtig im Leben ist und dadurch einen Freund fürs Leben findet! Unbedingt lesen!!!


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