Freitag, 11. März 2016

Rezension "Neun Tage und ein Jahr"

Titel: Neun Tage und ein Jahr
Autor: Taylor Jenkins Reid
Verlag: Diana
Seitenzahl:366
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99
ISBN: 978-3-453-35794-5
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(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Elsie ist gerade einmal ein paar Tage mit Ben verheiratet, als dieser überraschend stirbt. Elsies Welt bricht von einem auf den anderen Tag, komplett auseinander. Auch wenn Ben und sie nur sehr kurz verheiratet waren, so war er doch die Liebe ihres Lebens. Im Zuge der Trauerangelegenheiten lernt sie Bens Mutter kennen. Dieser hatte sich nämlich bis zu seinem Tod nicht getraut, seiner Mutter von seiner großen Liebe zu erzählen. Elsies Schwiegermutter begegnet ihr zunächst mit großem Misstrauen und alles andere als Wohlwollend. Doch nach und nach merkt sie, dass ihr letztendlich nur noch Elsie bleibt und die beiden Frauen nähern sich an. Gemeinsam versuchen sie ihre Trauer zu bewältigen und Elsie gelingt es nach und wieder einen Schritt ins Leben zu machen.

Meine Meinung:
Das zweite Buch der Autorin "Zwei auf Umwegen" hat mir richtig gut gefallen, sodass ich auch Lust hatte ihren Erstling zu lesen.

Zunächst einmal kam ich in diese Geschichte nicht ganz so gut rein, wie in das andere Buch. Die Geschichte kam für mich nur recht schleppend vorwärts und ich wurde einfach nicht so richtig gepackt. Der Schreibstil der Autorin ist auch hier toll und die Idee die Geschichte aus zwei Richtungen zu erzählen gefiel mir ebenfalls. So bekommt man als Leser auf der einen Seite mit, wie Ben und Elsie sich kennenlernen, erlebt wie sie sich näher kommen und schließlich heiraten. Auf der anderen Seite erlebt man die Gegenwart, nach Bens Tod. Man bekommt Elsies Verlust hautnah mit und durchlebt mit ihr die verschiedenen Trauerphasen.

Doch es brauchte einige Zeit, bis ich mit der Geschichte richtig warm wurde. Elsie wuchs mir irgendwie nur sehr langsam ans Herz und dabei weiß ich gar nicht so richtig wieso. Der Verlust den Elsie in dieser Geschichte erleidet ist wahnsinnig tragisch und keiner von uns möchte sich wohl vorstellen, wie es wäre, wenn man in ihrer Situation wäre. Dies schildert die Autorin sehr einfühlsam und glaubwürdig. Das tiefe Loch, in das Elsie fällt, die Hilflosigkeit, die sie umgibt. Und auch die Menschen, die ihr helfen wollen und jedoch irgendwann ein stückweit genervt sind, von ihrer tiefen Trauer.

Nach einiger Zeit war ich dann richtig in der Geschichte drin und ich kam deutlich schneller vorwärts. Ich fühlte mit Elsie und laß die Geschichte sehr gerne. Besonders positiv hervorheben muss ich hier, dass die Dinge, von denen ich dachte sie seien vorhersehbar, es so gar nicht waren. Es gab sogar ein Ereignis, von dem ich dachte, dass es eintreffen würde, es traf aber genau das Gegenteil ein. Das hat mich sehr gefreut, denn oft ist es doch sehr enttäuschend, wenn man die Handlung so vorher sehen kann.

Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass nicht von einem auf den anderen Tag alles wieder gut und eitel Sonnenschein ist. Das ist ebenfalls sehr authentisch. Man merkt, welch langen Weg Elsie gehen muss und dass dieser noch lange nicht zu Ende ist, als man das Buch zuschlägt. Die Geschichte nimmt sehr wohl eine positive Wendung, allerdings endet sie mit keinem romantischen Happy End, was für den Verlauf der Erzählung absolut passend ist.

Fazit:
Eine Geschichte, bei der ich eine Weile gebraucht habe, bis ich richtig im Geschehen drin war. Dann konnte mich jedoch kaum noch etwas vom Lesen dieser authentisch beschriebenen tragischen Geschichte, die trotz der traurigen Handlung doch den ein oder anderen Hoffnungsschimmer bereit hält.

3,5 Kerzen

Kommentare:

  1. Huhu!
    Tolle Rezension. Ich habe das Buch auch noch da. Bin gespannt wie es ist.
    Lg Sonja

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    1. Hi Sonja,
      mal sehen, wie es dir gefällt :) Das andere Buch der Autorin ist auch toll!
      Liebe Grüße
      Caro

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