Sonntag, 3. April 2016

Rezension "Und draußen stirbt ein Vogel"

Titel: Und draußen stirbt ein Vogel
Autor: Sabine Thiesler
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 448
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99
ISBN: 978-3-453-26968-2

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Rina ist eine erfolgreiche Autorin. Manuel das genaue Gegenteil. Und genau das, ist das Problem. Manuel empfindet tiefen Hass gegenüber Rina. Diese ahnt nicht, was sie in ihm für einen Feind hat. Manuel schleicht sich tief in Rinas Leben ein. Als er sich als Feriengast in ihre Gästevilla einmietet, ahnt sie nicht in was für einer Gefahr sie schwebt. Uns das ganz allein und fern ab von jeglichen Nachbarn. 

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Sabine Thiesler gelesen. Fast alle konnten mich überzeugen. An das letzte Buch erinnere ich mich nicht mehr so gut,  da es schon eine Weile her ist, allerdings weiß ich, dass ich etwas enttäuscht von der Story war. Nun hatte ich aber Lust mal wieder etwas von ihr zu lesen und so kam mir ihr neuestes Werk gerade recht. 

Eines von Thieslers Markenzeichen ist definitiv der Handlungsort ihrer Bücher - die Toskana. Diese beschreibt sie auf so authentische Weise, dass man das Gefühl hat selbst dort gewesen zu sein. Auch dieses Buch spielt wieder in den schönsten Regionen Italiens, unter anderem Rom. Diese Beschreibungen gelingen ihr jedes mal aufs Neue und geben den Büchern ein richtiges Urlaubsfeeling.

Auch der ermittelnde Kommissar ist immer der gleiche. Auch wenn Neri hier eher eine untergeordnete Rolle spielt und mit dem Fall nicht viel zu tun hat, so taucht er doch in jedem ihrer Bücher auf. So ganz sympathisch finde ich ihn zwar nicht, da er sich meistens bei den Ermittlungen ziemlich tollpatschig anstellt, aber auch das scheint ein Markenzeichen von Thiesler zu sein.

Dafür war mir die Hauptperson Rina Kramer sehr sympathisch, wenn ich auch großes Mitleid mit ihr hatte, da ihr Mann ein echter Vollidiot zu sein scheint. Trotz ihres Erfolges als Autorin ist sie eine bodenständige Frau, die ihren Sohn mehr als alles auf der Welt liebt und alles für ihn tun würde. Das konnte ich sehr gut nachempfinden.

Der Fall selbst ist sehr spannend, ohne das wirklich viel passiert. Mit leisen Tönen erschafft Thiesler eine Stimmung, die aufgeladen ist und einen auf jeder Seite den großen Knall vermuten lässt. Und so hatte ich mal wieder eine Lektüre vor mir, bei der die Seiten nur so dahin flogen. Ich wollte unbedingt wissen, wie weit Manuel gehen wird und wie das ganze Drama ausgeht.

Thiesler hat einen Schreibstil der zu fesseln weiß und sich außerdem noch super lesen lässt. Es gab Momente da wollte ich das Buch überhaupt nicht zuklappen so spannend fand ich die Handlung. Besonders beeindruckend finde ich hier eben, dass weder viel Blut vergossen wird noch sonderlich viele actionreiche Szenen zu finden sind. Allein mit ihrer Art zu erzählen, weiß Thiesler zu fesseln und zu überzeugen.

Fazit:
Ein super gelungener Thriller aus der Feder von Sabine Thiesler, der mit leisen Tönen zu fesseln und überzeugen weiß. Die wunderschön beschriebene Umgebung der Toskana tut ihr übriges für ein absolut gelungenes Buch.

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