Dienstag, 30. August 2016

Rezension "Luca & Allegra - Küsse keine Capulet"

Titel: Luca & Allegra - Küsse keine Capulet (Band 2)
Autor: Stefanie Hasse
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-646-60226-5
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler für alle, die Band 1 nicht kennen! 

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Allegra kam zu spät. Luca hatte die Granatapfelkerne schon geschluckt. Doch glücklicherweise bekommen die beiden eine zweite Chance - jedoch ohne dass Allegra davon weiß. Sie hat die Aufgabe ihre wahre Liebe zu erkennen. Dabei geht jedoch so einiges schief und auf einmal finden sich alle in der Unterwelt wieder.

Meine Meinung:
Der erste Teil dieser Reihe konnte mich ja noch nicht so überzeugen, trotzdem wollte ich dem zweiten Band eine Chance geben. 

Zum Einen weil ich die Grundidee gar nicht schlecht finde und zum Anderen weil ich natürlich wissen wollte, wie es mit Allgra und Luca weitergeht und ob diese es schaffen den Dunklen zu besiegen. 

Leider hatte ich auch bei diesem Band sehr große Schwierigkeiten. Ich kam nicht so richtig in die Geschichte rein. Auf der einen Seite finde ich die Idee, Romeo und Julia und die römischen Götter in einer Geschichte zusammen zu bringen, richtig gut. Außerdem erfährt man viel interessantes über eben jene Götter, die Sagen und die einzelnen Zusammenhänge. Auf der anderen Seite, machte es das ganze für mich auch teilweise etwas unübersichtlich. Ich musste mich stellenweise sehr konzentrieren um nicht irgendwelche Namen und Zusammenhänge durcheinander zu werfen. Wer ist jetzt das Kind von wem, wer hat wen geheiratet und wer hasst wen. 

Zudem plätscherte die Geschichte für mich sehr lange einfach nur so dahin. Richtig in Fahrt kam sie erst, als es in die Unterwelt ging. Und diese Beschreibungen fand ich dann tatsächlich interessant und auch spannend. Es fiel mir plötzlich leichter an der Geschichte dran zu bleiben. Und ich las plötzlich deutlich schneller. 

Auch das Ende gefiel mir ganz gut. Es wurden einige überraschende Dinge aufgelöst, mit denen ich zugegebenermaßen nicht gerechnet hatte. Der Liebe wird ein optimaler Stellenwert eingeräumt und die Geschichte kommt zu einem zufriedenstellenden Ende. 

Leider lässt mich diese Neuinterpretation von Romeo und Julia nicht in große Begeisterungsstürme ausbrechen. Die Geschichte verläuft für meinen Geschmack zu lange deutlich zu harmlos und es passiert so gut wie nichts. Auch die Hauptperson Allegra war mir leider gar nicht sympathisch. Ich fand sie eher extrem anstrengend mit ihrem ständigen Gerede von der wahren Liebe. Die Idee den römischen Göttern einen Platz einzuräumen finde ich jedoch gut und auch das letzte Drittel gefiel mir recht gut. 

Fazit:
Auch dieser zweite Band konnte mich nicht vollständig überzeugen. Leider konnte ich mit diesem Zweiteiler nicht so richtig warm werden. Ob das jetzt an der, für mich etwas anstrengenden, Protagonistin lag oder der zu langatmigen Erzählung kann ich gar nicht so richtig sagen. Die römischen Götter, das spannende letzte Drittel und das gute Ende können das leider nicht komplett ausgleichen. 

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