Montag, 7. November 2016

Rezension "Ben & Helena - Dir für immer verfallen"

Titel: Ben & Helena - Dir für immer verfallen
Autor: Veronika Mauel
Seitenzahl: 369
ISBN:  978-3-646-60268-5
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress
Zum Inhalt:
Ben und Helena. Viel unterschiedlicher könnten zwei Personen gar nicht sein. Er ein Punk, der weitestgehend auf der Straße lebt, die Schule schwänzt und auf die schiefe Bahn geraten ist. Sie ein Mädchen aus gutem Haus, Klassenbeste und seit dem Unfall ihrer Schwester völlig in sich gekehrt. Zufällig begegnen sich die beiden auf der Straße. Was zunächst mit Ablehnung beginnt, wird schnell mehr. Sie beginnen hinter die Fassaden des jeweils anderen zu schauen und merken, dass da mehr dahinter steckt, als man zunächst annimmt. Doch das Schicksal scheint es nicht gut mit ihnen zu meinen. Der Unfall von Helenas Schwester und Bens kriminelle Laufbahn legen ihnen nicht nur einen Stein in den Weg. Und bald schon geraten beide in Lebensgefahr.

Meine Meinung:
Ben und Helena ein tolles Protagonistenpaar, das diese Geschichte zu etwas ganz besonderem gemacht hat.

Diese Geschichte bietet viel mehr, als man zunächst annehmen mag. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine bloße Liebesgeschichte, nein, diese Geschichte geht viel tiefer. Der Unfall, Drogen, Koma, Magersucht, Gewalt. All dies findet man in diesem Buch. Das Buch ist bei weitem kein Eitel-Sonnenscheinbuch. Es machte mich stellenweise ziemlich traurig. Vor allem das Schicksal von Helenas Schwester nahm mich ziemlich mit. Die Autorin beschreibt dies sehr ergreifend und trieb mir dadurch einige Male fast die Tränen in die Augen.

Die Autorin verwendet ziemlich viel Jugendsprache. Der Punker Ben kann sich nicht besonders gut ausdrücken. Dies macht seine Herkunft und seine Laufbahn zwar besonders authentisch, war jedoch einige Male auch ein bisschen nervig. Bei Ben geht es zu einem großen Teil nur um Sex. Und dabei nicht um Liebe, sondern um die schnellen Nummern. Dies machte ihn an vielen Stellen nicht besonders sympathisch. Die billigen Beschreibungen und Wörter, die er in den Mund nimmt, gefielen mir nicht immer so wirklich.

Ein Punkt, der mich allerdings noch viel viel mehr störte und über den ich leider überhaupt nicht wegsehen kann sind die vielen Rechtschreib - und Grammatikfehler. Bei den ersten zwei, drei Stück, dachte ich noch, dass das ja mal passieren kann, doch als alle paar Seiten immer wieder ein gravierender Fehler auftauchte, wurde ich mit der Zeit ziemlich aggressiv. Die Fehler nahmen mir den Spaß am Lesen und störten meinen Lesefluss. Immer wieder las ich meinem Mann die betreffenden Stellen vor, weil ich so genervt war. Ich frage mich schon ein bisschen wie es zu so vielen Fehlern kommen konnte. Ich finde das so schade, weil die Geschichte das echt nicht verdient hat.

Trotzdem muss ich sagen, dass mir das Buch richtig gut gefallen hat. Die Geschichte war toll. Ben und Helena auf ihrem Weg zu begleiten war toll. Die beiden machten in den Verlauf eine tolle und beeindruckende, aber hierbei auch immer glaubwürdige Entwicklung durch. Die Autorin spielt stellenweise mit den Gefühlen des Lesers. Mal empfand ich tiefe Trauer, dann wieder große Wut auf Helenas Eltern, dann war ich zusammen mit Helena verliebt, dann wieder richtig traurig.

Auch an Spannung mangelt es der Geschichte nicht. Dazu trägt natürlich Bens kriminelle Laufbahn bei. Die Frage, wie das zwischen den beiden steht, ob er den Absprung schafft und ob die beiden wirklich glücklich miteinander werden und wieder außer Lebensgefahr geraten. Dies alles fesselte mich extrem.

Schön finde ich ebenfalls die Erwähnungen von Kai und Annabel, aus dem Vorgängerband. Diesen habe ich zwar selbst nicht gelesen, doch das werde ich jetzt nachholen. Ben und Helena verrät nicht zu viel, sondern gerade genug um auch auf den Vorgänger Lust zu bekommen.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch. Teilweise war es etwas zu viel Jugendsprache, was der Spannung aber keinen Abbruch tut und zudem ziemlich authentisch ist. Was mich allerdings leider sehr gestört hat und zu einem Punkt Abzug führt, sind die vielen Rechtschreibfehler, die meinen Lesefluss immer wieder sehr gestört haben. Schade!

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