Mittwoch, 29. März 2017

Rezension "Die Ungehörigkeit des Glücks"

Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Autor: Jenny Downham
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-570-10292-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) C.Bertelsmann
Zum Inhalt: (übernommen von Randomhouse.de)
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück … (c) Randomhouse.de

Meine Meinung:
Bisher habe ich noch kein Buch von Jenny Downham gelesen, doch immer wieder gehört, dass sie richtig toll schreiben kann.

Dies kann ich nun nach dem Lesen dieses Buches definitiv bestätigen. Die Autorin weiß das Leben der 17-jährigen Katie auf eine berührende Art zu schildern, die wohl niemanden kalt lassen wird. Besonders viele Emotionen erhält die Geschichte durch die Alzheimerkranke Oma von Katie. Das dies kein einfaches Thema ist, weiß wohl jeder von uns. Umso beeindruckender ist es, wie Downham mit dem Thema umgeht. Sie beschönigt nichts und zeigt die nackte Wahrheit. Die Großmutter macht mal peinliche, mal unverständliche Dinge und dann ist sie kurze Zeit wieder sie selbst. Dies schildert Downham auf ihre ganz eigene Art und trifft dabei genau den richtigen Ton.

Von der ersten Seite an nahm mich die Geschichte um die drei Frauen gefangen. Katie und Caroline haben sowieso kein ganz einfaches Leben, da Caroline Katie und ihren etwas zurückgebliebenen Bruder alleine erzieht. Als dann auch noch Mary in ihr Leben platzt passt das vor allem Caroline so gar nicht. Katie ist dem allen gegenüber deutlich mehr aufgeschlossen. Schon durch den Klappentext wird klar, dass es ein Geheimnis gibt. Dieses zu ergründen macht Katie sich zur Aufgabe. Zudem ist sie nicht bereit ihre Großmutter einfach so vor sich hin vegetieren zu lassen, viel mehr möchte sie ihr noch viele Momente des Glücks schenken.

Dies machte Katie von der ersten Seite an zu einer beeindruckenden Persönlichkeit. Natürlich hat auch sie zunächst Schwierigkeiten mit der Alzheimererkrankung umzugehen. Jedoch merkt man als Leser schnell, wie reif Katie für ihr Alter schon ist und wie schnell sie sich zudem entwickelt. Alle drei Frauen haben ganz eigene tiefe Persönlichkeiten, die Downham ebenfalls wunderbar zu schildern weiß.

Dieses Buch hat wahrlich kein leichtes Thema. Doch dem Alzheimer gegenüber steht die Ungehörigkeit des Glücks. Dies ist ein wunderbarer Gegensatz, der das Buch zu einem wunderbaren Erlebnis macht. Dieses Buch wird sicher nicht mein letztes der Autorin bleiben.

Fazit:
Ein gut geschriebenes Buch mit Tiefgang, welches ein nicht ganz einfaches Thema sensibel behandelt. 

Sonntag, 19. März 2017

Rezension "Drei (fast) perfekte Wochen"

Titel: Drei (fast) perfekte
Autor: Christina Erbertz
Verlag: Beltz
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-407-82173-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,95 €
Hier bestellen *KLICK* 

(c) beltz&gelberg
Zum Inhalt:
Nele macht drei Wochen Sportferien. Sie trainiert dort ein ganz bestimmtes Lauftraining. Schnell findet sie in Rita eine Freundin und auch die Liebe macht keinen Halt vor ihr. Nico hat es ihr vom ersten Tag an angetan, doch auch Rita interessiert sich für ihn. Nachdem diese Sache geklärt ist, wird Rita jedoch beim Training im Wald angegriffen. Da sie nicht darüber redet, weiß keiner, was wirklich passiert ist. Nele will ihr helfen, doch Rita möchte sich nicht helfen lassen. Und so scheinen die Sportferien einen ganz anderen Ausgang zu nehmen, als Nele dachte. 

Meine Meinung:
Erneut habe ich einen Titel aus dem Hause beltz&gelberg für euch und endlich war ich mal wieder nicht enttäuscht von einem Buch aus diesem Verlag.

Das Buch ist mit nur 160 Seiten wirklich sehr kurz. So hat es nicht viel Zeit seine Geschichte zu erzählen, in Fahrt zu kommen. Zum Glück schafft es das Buch, trotz des geringen Umfangs zu fesseln. Die Geschichte selbst ist jetzt nicht wahnsinnig spannend, aber sie ist einfach gut geschrieben.

Zudem hat sie einen weiteren Pluspunkt. Die Protagonisten wissen zu überzeugen. Vor allem Nele war mir von Anfang an sympathisch und als sie mit Nico anbandelt drückte ich den beiden natürlich die Daumen, denn wie meine Leser wissen, liebe ich so kleine, zarte Liebesgeschichten. Und genau diese bekam ich auch. Auch Nico weiß von der ersten Seite an zu überzeugen. Zudem sind die Protagonisten wunderbar unterschiedlich und toll herausgearbeitet. Rita war mir zwar nicht wirklich sympathisch, aber das müssen Protagonisten auch nicht immer sein. So lange sie Charakter haben und ausdrucksstark sind und zudem nicht permanent nerven, sind sie für mich gelungen. Dies kann man von dieser Geschichte absolut sagen. Mir gefällt vor allem, dass sie wirklich alle unterschiedlich sind. Jeder hat seinen eigenen Charakter mit dem er zu überzeugen weiß.

Die Umgebung, in der die Geschichte spielt ist ebenfalls sehr gelungen und gefällt mir gut. Sie ist gut beschrieben und passt zur Geschichte. Obwohl das Buch nur so dünn ist, weiß es trotzdem eine gute Geschichte zu erzählen, die überzeugt. Von Anfang an fragte ich mich, was Rita wohl passieren wird, doch dies ist gar nicht unbedingt der zentrale Punkt der Erzählung. Viel mehr geht es um das Sportcamp selbst, die Protagonisten und wie diese sich im Verlauf der Handlung weiterentwickeln .

Auch das Ende bietet einen befriedigenden Abschluss der Geschichte. Eigentlich hätte ich gerne noch mehr über die Protagonisten erfahren, noch etwas mehr Zeit mit ihnen verbracht, doch das ist ja immer ein gutes Zeichen und spricht für die Geschichte.

Fazit:
Ein gutes Jugendbuch, das sogar noch ein paar Seiten mehr vertragen hätte. Es strotzt jetzt nicht so vor Spannung, hat mir aber trotzdem viel Spaß gemacht, besonders weil mir die Protagonisten und die Umgebung richtig gut gefallen haben.

Samstag, 18. März 2017

Rezension "Das schwarze Loch in mir"

Titel: Das schwarze Loch in mir
Autor: Anders Johansen
Seitenzahl: 295
ISBN: 978-3-407-82172-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €

(c) Beltz & Gelberg
Zum Inhalt:
David ist Autist. Er lebt in seiner eigenen kleinen Welt, in einem kleinen geschützten Dorf. Als diese heile kleine Welt plötzlich nicht mehr dieselbe ist ändert sich alles für David. Doch das Dorf, in dem er wohnt verändert sich ebenfalls, sein Vater kämpft dagegen an. Sein Bruder ist für ihn da, doch trotzdem verursacht er einen tragischen Unfall und sein Leben ändert sich aufs Neue.

Meine Meinung:
Diese Rezension fällt mir echt schwer. Ich lese total gerne Jugendbücher und auch wirklich sehr gerne Jugendbücher über Jugendliche mit Problemen aller Art. Darum dachte ich, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein könnte. Zudem steht der Verlag Beltz&Gelberg für gut geschriebene und tiefgreifende, anspruchsvolle Literatur für junge Leute.

Leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Ich finde auch nicht wirklich einen Punkt, den ich positiv finden kann. Von der ersten Seite an nervte mich dieses Buch einfach nur. Der Schreibstil ist total schrecklich und hat mir überhaupt nicht gefallen. Schon nach 5 Seiten verdrehte ich genervt die Augen und beschwerte mich bei meinem Mann über den unerträglichen Schreibstil. Ich konnte dieses Buch einfach nicht genießen oder irgendeinen Spaß daran finden.

Auch die Personen konnten mich nicht überzeugen. Natürlich ist es klar, dass ein autistischer Junge merkwürdige Dinge macht, die man als Leser nicht sofort nachvollziehen kann. Doch auch die restlichen Personen, die Bewohner des Dorfes waren nicht überzeugend und sehr anstrengend.

Auch das komplette Konstrukt des Buches, die Welt in der David lebt, ist komisch und überzeugte mich nicht. Natürlich ist es trotzdem interessant über einen autistischen Jungen zu lesen, doch wenn einen der komplette Rest nicht überzeugen kann, dann ist auch die Grundidee nicht hilfreich um Freude an dem Buch zu haben.

Fazit:
Ein Jugendbuch, welches mich nicht überzeugen konnte. Weder der Schreibstil, noch die Personen oder die Umgebung konnten mich in irgendeiner Weise fesseln. Die Grundidee ist nicht schlecht, wurde aber für meinen Geschmack nicht gut umgesetzt, sodass das Buch leider so gar nicht mein Fall war.

Freitag, 17. März 2017

Rezension "Survive the night"

Titel: Survive the night
Autor: Danielle Vega
Seitenzahl: 268
ISBN: 978-3-407-74731-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €

(c) beltz&gelberg
Zum Inhalt:
Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich . Sie ist noch nicht wieder richtig stabil und als sie auf ihr altes labiles Umfeld trifft gerät ihre Welt komplett aus den Fugen. Sie fängt sofort wieder an sich ihrer alten Clique anzuschließen, die sie mit auf eine merkwürdige Party nimmt. Alle haben Spaß, bis eine ihrer Freundinnen tot aufgefunden wird. Alle wollen fliehen, doch da gibt es schon die nächste Tote. Der Mörder ist unter ihnen, doch keiner hat eine Ahnung, wer es ist. Ob sie die Nacht überleben steht in den Sternen.

Meine Meinung:
Wieder ein Buch aus dem Hause beltz&gelberg. Wieder ein Titel, der mich leider nicht überzeugen konnte. Langsam werde ich wohl meine Meinung über Titel aus dem Verlag ändern müssen. Bisher dachte ich immer, der Verlag steht für gute, anspruchsvolle Unterhaltung, doch dies ist der zweite Titel in Folge, der mich nicht überzeugen konnte.

Auch bei diesem Buch gab es vor allem wieder zwei Punkte, die mich gestört haben. Zum Einen sind da wieder mal die Protagonisten. Casey ist die einzige die mich halbwegs überzeugen konnte. Allerdings wird sie gleich zu Beginn sehr leichtsinnig, was mich immer wieder mit den Augen rollen ließ. Die restlichen Protagonisten sind einfach nur wahnsinnig unsympathisch. Gerade Caseys alte Clique ist extrem schrecklich. Natürlich sollen die Protagonisten auch so sein, davon lebt die Geschichte. Doch dies machte es nicht einfach eine Bindung zu ihnen aufzubauen.

Schon das Cover vermittelt eine düstere Stimmung, die in der Geschichte fortgeführt. Dies ist vollkommen in Ordnung, ja geradezu sogar sehr passend. Denn bei dem Buch handelt es sich um einen Psychothriller. Die Stimmung macht die Geschichte also durchaus rund.

Allerdings fiel es mir trotzdem irgendwie schwer der Handlung zu folgen. Trotz der spannenden Grundidee. Für meinen Geschmack kam die Geschichte viel zu langsam in Fahrt. Sie plätschert über recht viele Seiten nur so dahin, es passiert einfach nichts. Die Mädchen fahren durch die Gegend von a nach b und dafür dass das Buch so wenige Seiten hat dauert es ganz schön lange bis sie auf der besagten Party landen. Ich finde die Geschichte hätte durchaus etwas mehr Pfiff vertragen können.

Das Buch ist nicht richtig schlecht, aber leider auch irgendwie nicht so richtig gut. Es ist komplett mittelmäßig und genau das ist das Problem. Es schafft es nicht aus der Masse herauszustechen und so kann mich auch dieser Titel aus dem Hause beltz&gelberg nicht überzeugen.

Fazit:
Ein Buch das leider komplett mittelmäßig ist. Eine spannende Grundidee braucht leider viel zu lange um Fahrt aufzunehmen und so bleiben ich etwas enttäuscht zurück.

Donnerstag, 16. März 2017

Rezension "Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft"

Titel: Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft
Autor: Sabine Ludwig
Verlag: Dressler 
Seitenzahl: 284
ISBN: 978-3-7915-0014-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) Dressler
Zum Inhalt:
Diese Fortsetzung von "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" erzählt vom 12-jährigen Felix. An seiner Schule passieren merkwürdige Dinge. Ihn und seine Freunde beschäftigen vor allem die unheimlichen Graffitis, die immer wieder nachts an der Schule auftauchen. Felix gerät in Verdacht, doch er versucht alles um zu beweisen, dass er nichts für die vielen merkwürdigen Vorgänge kann. Zu allem Übel haben sich seine Eltern getrennt und er pendelt zwischen zwei Wohnungen. Alles keine leichte Situation, doch zum Glück gibt es seine beste Freundin Ella.

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Kinderbücher von Sabine Ludwig gelesen. Jedes hat mir viel Spaß gemacht, jedes Mal habe ich mich köstlich amüsiert. Zwar habe ich selbst den ersten Teil "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" nicht gelesen, trotzdem hatte ich Lust diesen Titel zu lesen.

Für alle, denen es geht wie mir, kann ich gleich sagen, dass man dieses Buch problemlos ohne die Kenntnisse der Vorgängers lesen kann. Zwar werden immer wieder Dinge erwähnt, die im ersten Band passiert sind, doch stören sie den Lesefluss in keiner Weise.

Auch bei diesem Buch habe ich mich wieder sehr amüsiert. Sabine Ludwig versteht es einfach witzige Kinderbücher zu schreiben und punktet dabei jedes Mal aufs Neue mit originellen Ideen. Kinder werden sicher mit jedem einzelnen Titel ihren Spaß haben. Allen ab 10 kann ich ihre Bücher und auch im Speziellen dieses sehr ans Herz legen und auch für Erwachsene eignet sich Sabine Ludwig bestens.

Felix wuchs mir sofort ans Herz. Der kleine pfiffige Junge, der kein Blatt vor den Mund nimmt, dabei aber ein ganz normaler 12-jähriger ist. Er ist weder besonders gut in der Schule, noch anderweitig besonders talentiert. Er ist einfach wie du und ich. Die trägt dazu bei, dass sich Kinder, die dieses Buch lesen mit ihm identifizieren können.

Auch zum Lachen bietet Sabine Ludwig genug Stellen und Momente. Ich mochte ihren Schreibstil schon immer und auch hier kann sie wieder auf ganzer Linie überzeugen. Sabine Ludwig bietet mit jedem ihrer Bücher wunderbare Unterhaltung für Groß und Klein und so lege ich auch dieses allen ans Herz.

Fazit:
Ein weiteres gelungenes Kinderbuch aus der Feder von Sabine Ludwig. Lustig, unterhaltsam und wie immer gut geschrieben ist es die perfekte Unterhaltung für Groß und Klein.

Mittwoch, 15. März 2017

Rezension "Nur die Liebe fehlt"

Titel: Nur die Liebe fehlt - Von Depression nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten
Autor: Petra Wiegers
Verlag: Patmos
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-8436-0698-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,99 €

(c) Patmos
Meine Meinung:
Vor etwas über einem Jahr bekam ich selbst ein Kind. Ich hatte zum Glück keine Depressionen nach der Geburt, doch trotzdem könnte dies ja bei einem weiteren Kind immer wieder passieren. Zudem findet ich es wichtig sich über dieses Thema zu informieren, da es Verständnis schafft, mehr darüber zu wissen.

Dieses Sachbuch berichtet von einigen Frauen, die genau diese Probleme nach der Geburt hatten. Die Autorin spricht mit jeder einzelnen von ihnen, jede kommt zu Wort. Alle vier erzählen ihre eigene, ganz persönliche Geschichte, denn jede hat ihre ganz eigene Vergangenheit, ihre eigenen "Gründe", wieso es zu den Depressionen kam. Bis heute ist nicht ganz klar, woher diese Depressionen kommen, doch dieses Buch hilft dabei, Frauen näher kennenzulernen und zu verstehen, die genau diese Probleme haben.

Die Grundidee finde ich total gut und auch das Buch an sich ist interessant. Doch leider gefiel mir der Schreibstil der Autorin nicht wirklich. Wobei ich zugeben muss, dass ich an dieser Stelle nicht sicher bin, ob mir einfach der Schreibstil nicht gefiel oder es schlicht und einfach daran lag, dass mir vor allem die erste Frau überhaupt nicht sympathisch war ( diese trinkt zum Beispiel Alkohol in der Schwangerschaft, wofür ich null Verständnis habe).

Trotzdem finde ich das Buch gut. Wie hinten schon drauf steht "Ein Buch, das aufklärt, bewegt und Mut macht". Genau diesem Satz kann ich zu 100% zustimmen. Für mich war das Buch interessant, für Betroffene wird es sicher auch hilfreich sein. Sie sehen, dass sie nicht alleine mit ihren Problemen sind und diese Probleme auch vollkommen ok sind.

Fazit:
Ein interessantes Sachbuch, das Verständnis schafft für Frauen, die nach der Geburt Depressionen haben. Eine wichtige und gute Idee, die Frauen Mut macht. Allein der Schreibstil konnte mich nicht ganz überzeugen, da er mir etwas zu locker und flapsig war.

Dienstag, 14. März 2017

Rezension "Das letzte Tabu - Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen"

Titel: Das letzte Tabu - Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen
Autor: Henning Scherf/Annelie Keil
Verlag: Herder
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-451-34926-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit verlor ich selbst einen mir sehr nahestehenden Menschen. Den Schmerz, den man empfindet, können wohl nur die von euch nachvollziehen, die selbst schon einmal Abschied nehmen mussten. Jeder geht auf seine Weise mit dem Schmerz um, jeder trauert anders.

Als ich dieses Buch entdeckte, dachte ich mir, dass es helfen könnte, auch die passende Lektüre zu diesem Thema zu lesen. Letztendlich kann ich sagen, wirklich geholfen hat es nicht, aber das war auch ziemlich unwahrscheinlich. Denn der Schmerz ist einfach all umfassend.

Trotzdem handelt es sich um einen sehr interessanten Titel, den ich gerne gelesen habe. Zunächst musste ich mich etwas an die Schreibweise gewöhnen. Da die beiden Autoren selbst schon etwas älter sind, drücken sie sich natürlich anders aus, als ich. So brauchte ich kurze Zeit, bis ich richtig in das Buch reinkam.

Durch das schwere Thema konnte ich den Titel immer nur in kleinen Dosen lesen. Dies ist allerdings nicht dem Buch geschuldet, sondern alleine meiner Gemütsverfassung.

Das Buch selbst ist ein sehr interessanter Titel, der tiefe Einblicke in das Privatleben und die Gefühle der Autoren bietet. Zu Beginn gibt es ein Interview mit beiden Autoren. Danach sind die Kapitel abwechselnd von Keil und Scherf geschrieben. Dies macht das Buch zu einem sehr persönlichen Titel.

Die Autoren beleuchten das Sterben in der heutigen Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln. Sowohl wie man dem Tod begegnet, wie man persönlich damit umgeht und wie man der Seite von Sterbenden bleibt. Wie schon erwähnt, ist dieses Buch natürlich ein Titel der nicht einfach zu verdauen ist. Man braucht Zeit und eine gewisse mentale Stärke um mit diesem schwierigen Thema fertig zu werden. Die Autoren schaffen es jedoch dieses sehr sensibel umzusetzen. Dies alles macht das Buch zu einem äußerst gelungenen Titel.

Fazit:
Ein Buch zu einem sehr schweren Thema, das die Autoren aber sehr sensibel und persönlich umsetzen. Ein gelungenen Werk, das sehr informativ und interessant ist.

Montag, 13. März 2017

Rezension "Die Shannara Chroniken - Elfensteine"

Titel: Die Shannara Chroniken - Elfensteine
Autor: Terry Brooks
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 735
ISBN: 978-3-7341-6104-9
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) blanvalet
Zum Inhalt:
Der Elcrys stirbt. Der heilige Baum der Elfen schützt die Welt vor den Dämonen, in dem er diese durch einen Bann gefangen hält. Doch stirbt er, kommen alle Dämonen frei und die Welt ist verloren. Amberle bekommt die Aufgabe den Elcrys und somit auch die Welt zu schützen. Doch leider sind einige Dämonen schon frei gekommen und versuchen dies zu verhindern. Gemeinsam mit Will und den Elfensteinen von Shannara versucht sie ihr bestes um die Welt vor allem Unheil zu beschützen.

Meine Meinung:
Nachdem ich im Fernsehen die Serie "The Shannara Chronicles" gesehen hatte und entdeckte, dass es mehrere Bücher zu der Serie gibt, beschloss ich mal in eines hineinzulesen. Hierbei handelt es sich eigentlich um einen zweiten Band bzw. es gibt ein Buch, das noch vor diesem hier spielt. Doch dieses hier beginnt genau da, wo auch die Serie beginnt und so fand ich es ganz passend mit diesem zu beginnen.

Nach dem Lesen kann ich sagen, dass ich sowohl die Serie als auch das Buch empfehlen kann, jedoch würde ich es in Zukunft wieder so machen, dass ich das Buch zuerst lesen würde. Denn natürlich hat man nach der Serie schon einige Bilder im Kopf und nimmt sich so die eigene Vorstellungskraft ein wenig.

Geschrieben ist das Buch jedoch toll und macht trotz der Kenntnisse aus der Serie großen Spaß zu lesen. Denn natürlich ist das Buch viel umfangreicher als die Serie selbst und so erfährt man vieles mehr, was so in der Serie nicht zu sehen ist. Der Autor hat einen tollen Schreibstil, der sich super lesen lässt und obwohl ich mittlerweile nicht mehr der größte Fantasyfan bin, habe ich diese Geschichte gerne verfolgt.

Mit diesem über 700 Seiten starken Wälzer werden Fantasyfans sicherlich ihren Spaß haben. Da es noch einige Teile mehr von dieser Serie gibt, endet das Buch natürlich - wie die Serie auch - nicht komplett abgeschlossen. Einige Dinge sind geklärt, andere Dinge bleiben offen. Doch das ist nicht schlimm, da die anderen Bücher bereits erschienen sind. Und so kann man direkt weiterlesen.

Fazit:
Das Buch passend zur bekannten TV-Serie. Gut geschrieben, spannend und inhaltlich natürlich deutlich umfangreicher als die Serie, punktet dieses Buch auf ganzer Linie.

Rezension "Halten Sie Ihr Huhn fest!"

Titel: Halten Sie Ihr Huhn fest
Autor: Katharina von der Leyen
Verlag: Kosmos
Seitenzahl: 217
ISBN: 978-3-440-14951-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Kosmos
Meine Meinung:
Die Autorin beschließt nach vielen Jahren endlich ihren Traum wahr zu machen und mit ihren Hunden aufs Land zu ziehen. Sie erzählt in diesem Buch von ihrem Alltag außerhalb der großen Stadt, der so ganz anders ist. Ihr geht es anders, ihren Hunden geht es anders.

In der Mitte des Buches finden sich eine ganze Reihe Fotos der Autorin und ihrer Hunde, die zeigen, wie entspannt sie das Leben auf dem Land gemacht hat.

Die Idee der Stadt den Rücken zu kehren und aufs Land zu ziehen ist keine neue. Die Autorin erzählt hiervon. Da ich selbst irgendwann nicht mehr in der großen Stadt wohnen möchte, dachte ich dieses Buch könnte einen ganz schönen Einblick bieten. Dies tut es auch, allerdings konnte es mich nicht so richtig fesseln.

Die Autorin hat zwar einen erfrischenden und gut zu lesenden Schreibstil, der mich auch einige Male zum Lachen bringen konnte, doch so richtig spannend waren ihre Erzählungen nicht. Ich brauchte unglaublich lange um mit dem Buch vorwärts zu kommen. Es war stellenweise leider einfach ziemlich langweilig.

Ich muss zugeben, dass ich genau diese Schwierigkeiten auch mit meiner Rezension habe. Es lässt sich einfach nicht viel mehr über das Buch sagen, denn viel mehr bietet es auch nicht. Ich will damit nicht sagen, dass es total schlecht ist. Vom Leben auf dem Land zu berichten trifft definitiv den Nerv der Zeit. Wie viele Leute träumen heute von der Stadtflucht und genau für diese Leser ist dieses Buch auch bestens geeignet. Natürlich handelt es sich um nette Unterhaltung für Zwischendurch, da Biographien aber grundsätzlich nicht zu meinem Lieblingsgenre gehören, konnte es mich nicht über die komplette Zeit fesseln und vollständig überzeugen. Ich denke aber dass das Buch definitiv seine Leser findet und verdient hat.

Fazit:
Eine Biographie einer Autorin, die mit ihren Hunden aufs Land zieht und darüber berichtet. Es konnte mich nicht vollständig fesseln und überzeugen, da es mich nicht die komplette Zeit fesseln konnte, die Erzählung für mich zeitweise einfach zu belanglos war. Allerdings eignet es sich natürlich bestens für Leser die selbst über Stadtflucht nachdenken.

Donnerstag, 2. März 2017

Rezension "Ins Glück gebloggt"

Titel: Ins Glück gebloggt
Autor: Gabriela Kasperski
Verlag: storybaker
Seitenzahl: 230
ISBN: 978-3-906847061
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 10,99 €

(c) storybaker
Zum Inhalt:
Nina ist Mutter und Ehefrau. Doch ihr Mann möchte eine Auszeit von ihrer Ehe. Und so steht Nina plötzlich komplett ohne Aufgaben da, denn auch ihre Kinder sind zu alt um sie noch wirklich zu brauchen. Auch ihr Klassentreffen mit ihren ehemaligen Mitschülerinnen geht total in die Hose. Darum beginnt sie zu bloggen. Über alle möglichen Probleme die Frauen 40+ betreffen. Als sie jedoch auf einen hübschen Fußballtrainer trifft und ihr Mann plötzlich als verschwunden gilt, gerät ihr Leben erneut aus den Fugen.

Meine Meinung:
Dieses Buch klang nach erfrischender, leichter Unterhaltung. Leider muss ich auch bei dem "klang" bleiben, denn wirklich gefallen hat mir das Buch nicht.

Ich empfand Protagonistin Nina als ziemlich nervig und anstrengend und vor allem ihr sogenanntes "Hämmerli" im Kopf, das ihr immer wieder rein redet, so wie die sprichwörtliche Stimme im Kopf, ließ mich nicht nur einmal die Augen verdrehen. Ich konnte daran nur wenig lustig und ziemlich viel nerviges finden.

Auch Ehemann Max konnte bei mir keine Sympathiepunkte sammeln. Ein ziemlich unsympathischer Mann, der seine Frau im Regen stehen lässt. Besonders anstrengend fand ich hier, dass Nina immer ja und Amen zu ihm gesagt hat. Sie hat sich nie gewehrt und alles über sich ergehen lassen. Ich finde so Frauen wirklich schrecklich. Natürlich wird sie im Verlauf der Geschichte auch selbstbewusster, doch der Beginn ist echt sehr anstrengend.

Neben den Protagonisten konnte mich auch die Handlung nicht wirklich überzeugen. Es passiert einfach nichts und wenn dann ist es - zumindest für mich - völlig belanglos. Ich denke schon, dass sich das Buch gut eignet, um sich einfach mal berieseln zu lassen, um abzuschalten. Doch für mich ist es immer extrem schwer, egal ob Film oder Buch, dem Geschehen zu folgen, wenn ich die Protagonisten nicht mag. Und da hier von der ersten Seite an für mich klar war, dass vor allem Nina, Max und dessen Mutter gar nicht gehen, fand ich nur schwer in die Geschichte rein und konnte ihr so kaum eine Chance geben.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich nämlich durchaus gut lesen, doch dies machte leider die negativen Dinge für mich nicht wett und so bleibt am Ende eine Enttäuschung und nicht die erhoffte leichte Unterhaltung.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich leider nicht wirklich überzeugen konnte. Vor allem die Protagonisten fand ich schon zu Beginn an extrem nervig und anstrengend und auch die Handlung war zum größten Teil recht belanglos und konnte mich nicht überzeugen. Einzig der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar, kann aber nicht über den Rest hinwegtäuschen.

Mittwoch, 1. März 2017

Rezension "Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus"

Titel: Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus
Autor: David I. Kertzer
Verlag: Theiss
Seitenzahl: 607
ISBN: 978-3-8062-3382-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 38,00 €

(c) Theiss
Meine Meinung: 
Dieses Buch ist tatsächlich nur etwas für Leser, die sich wirklich für dieses Thema interessieren. Ich muss zugeben, dass ich mich da vielleicht auch ein bisschen überschätzt habe. 600 Seiten liest man einfach nicht mal so weg, vor allem dann nicht, wenn man nicht absolut für dieses Thema brennt.

Dieses Buch besteht komplett aus Text und hat nur sehr sehr wenige vereinzelte Bilder. Dies macht das Buch natürlich zu einem sehr mächtigen Werk, das einfach nicht so wirklich meins war. Das Thema Faschismus ist ja eigentlich ein durchaus interessantes, doch wenn man sich nur recht oberflächlich für ein Thema interessiert, geht dieses Buch einfach zu sehr in die Tiefe.

Unterteilt ist das Buch in unterschiedliche Kapitel, in denen sowohl Mussolini, als auch Hitler ihre Rolle spielen. Und trotz dass mir das Buch zu umfangreich war, muss ich sagen dass es echt gut geschrieben ist. Man bekommt hier kein Fachchinesisch serviert, sondern eine Art zu erzählen, die fast an eine Geschichte erinnert. Dies hilft natürlich dabei, an dem Buch dran zu bleiben - trotz des heftigen Themas und der Dicke des Buches. Zudem wird das eigentliche Thema nur über rund 400 Seiten behandelt, beim Rest des Buches handelt es sich um Nachweise und Anmerkungen. Dies sind dann sowieso meistens Dinge, die ich nicht unbedingt lese. Natürlich ist es hilfreich um gewisse Teile des Buches besser zu verstehen, doch den wichtigsten Teil findet man auf den ersten 400 Seiten.

Alles in allem also ein Buch, das ein wichtiges Thema behandelt. Der Schreibstil des Autors ist toll und gut zu lesen, jedoch ist mir das Buch einfach etwas zu umfangreich. Mir ist klar, dass man das Thema nicht auf 50 Seiten abhandeln kann. Natürlich braucht man dafür Zeit und Platz, dies ist wichtig um dem Thema auch die nötige Beachtung zu schenken. Vermutlich ist mein Interesse dafür dann aber einfach nicht groß genug, doch allen die dieses Thema sehr interessiert, sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

Fazit:
Ein sehr umfangreiches - mir etwas zu umfangreiches - sehr gut geschriebenes Buch zum Thema Faschismus. Interessierte werden sicherlich ihre Freude an diesem Buch haben. Mir gefiel vor allem der super leicht zu lesende Schreibstil des Autors.