Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension "Die Attentäter"

Titel: Die Attentäter
Autor: Antonia Michaelis
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-7891-0456-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Drei junge Freunde, die im gleichen Haus in Berlin aufgewachsen sind. Ihre komplette Kindheit verbrachten sie zusammen, doch je älter sie werden, desto mehr leben sie sich auseinander. Besonders Cliff scheint seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden zu haben und so konvertiert er zum Islam und verschwindet spurlos. Für Alain und Margarete bricht eine Welt zusammen, hatten sie doch geglaubt, sie wären ewig miteinander befreundet. Als Cliff ein Jahr später wieder auftaucht, scheint alles gut zu werden, doch der Schein trügt, denn Cliff ist nicht mehr der, der er einmal war.

Meine Meinung:
Ich habe bereits vor diesem Buch etwas von Antonia Michaelis gelesen. Besonders "Der Märchenerzähler" blieb mir in sehr eindrücklicher Erinnerung. Leider nicht in durchweg positiver. Das Buch war zwar wahnsinnig packend geschrieben, doch die Erzählung selbst, war so düster, dass mich das Buch komplett runtergezogen und deprimiert zurück gelassen hat.

Trotzdem wagte ich mich an "Die Attentäter", ein hochaktuelles, brisantes und extrem wichtiges Thema. Auch dieses Mal hat Michaelis natürlich ein Thema gewählt, welches extrem düster und negativ ist, doch dieses Mal ging es mir irgendwie anders damit. Ich war sofort gefesselt von Michaelis' eindrücklichem und sehr besonderen Schreibstil, der das Thema Attentäter perfekt umsetzt. Von der ersten Seite an, zog mich Michaelis damit in ihren Bann. Ich war geschockt und gleichzeitig so gefesselt, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte.

Die drei Protagonisten lernt man schon als Jugendliche kennen und die Entwicklung, die diese durchmachen ist teilweise ebenfalls mehr als schockierend. Ich musste sofort meinem Mann davon erzählen, so entsetzt war ich stellenweise. Hier zeichnet sich vor allem schon bei Cliff ab, wie sein weiteres Leben aussehen könnte.

Michaelis hat hier ein - leider - sehr aktuelles Thema gewählt. Hier war vor allem eine gewisse Sensibilität gefragt, denn dieses so umzusetzen, ist sicherlich nicht ganz einfach. Doch sie trifft genau den richtigen Ton, der berührt und zu überzeugen weiß.

Ich bin beeindruckt, wie man ein solch schweres Thema so gut umsetzen kann. Sie schafft es das Thema Terror für Jugendliche und junge Erwachsene aufzubereiten und einem das Thema so nahe zu bringen.

Fazit: 
Ein tolles Jugendbuch, welches unglaublich gut geschrieben ist und ein schwieriges Thema sensibel umsetzt.

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