Donnerstag, 8. Februar 2018

Rezension "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden"

Titel: Wie Zuckerwatte mit Silberfäden
Autor: Sophia Bennett
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 267
ISBN:  978-3-551-52010-4
Einbindungsart: Hardcover (vergriffen)/ Taschenbuch
Preis: 12,95 € / 7,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Nonie ist immer schrill angezogen. Keine ihrer Klamotten sind von der Stange, alles ist in irgendeiner Form selbst entworfen. Ihre Freundinnen Jenny und Edie sind dagegen eher relativ normal. Jenny ist eine aufstrebende Jungschauspielerin und Edie setzt sich für alle möglichen Krisen in der Welt ein. Doch eines verbindet sie alle. Und das ist das junge Mädchen Krähe. Die 12-jährige ist ein Flüchtling aus Uganda und hoch talentiert, was Mode angeht. Und so machen es sich die drei Freundinnen zum Ziel, Krähe ein besseres Leben zu ermöglichen und ihr dabei zu helfen ihren Traum zu verwirklichen.

Meine Meinung:
Das Cover von "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" ist absolut anziehend und macht sofort Lust das Buch aufzuschlagen. Auch der Titel klingt für mich verheißungsvoll und irgendwie auch sehr besonders.

Die Geschichte selbst konnte mich allerdings dann leider nicht so sehr von sich überzeugen. Dazu muss man vielleicht sagen, dass ich nicht so viel mit Mode anfangen kann, dem Buch jedoch trotzdem eine Chance geben wollte. Allerdings wirkt das Buch nicht nur so als hätte es den Schwerpunkt Mode, nein es ist tatsächlich auch wirklich so. Die Mode spielt die absolute Hauptrolle und für jemanden, der sich nicht für Mode interessiert sind dadurch doch viele etwas langatmige Passagen vertreten. Es wird viel über verschiedene Modemarken, Stile, Fashion Week, verschiedene Klamotten, Schuhmarken und so weiter geredet. Die Hälfte davon sagte mir nicht mal wirklich etwas.

Und so zog sich die Geschichte für mich immer wieder sehr in die Länge, weswegen ich nicht besonders schnell vorwärts kam und das Buch immer wieder zugunsten eines anderen zur Seite legte. Dennoch wollte ich wissen, ob die Geschichte mehr zu bieten hat, als das Thema Mode. Und ja, das hat sie. Wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, spielt Krähe aus Uganda eine große Rolle. Die Autorin greift das Thema, weswegen Krähe aus ihrem Land fliehen musste immer wieder auf und verleiht dem Buch so eine Tiefe, die es sonst nicht hätte. Zudem vermittelt sie sogar die Botschaft, dass Mode eigentlich gar nicht so wichtig ist und es viel wichtigere Dinge auf der Welt gibt. Das machte das Buch von einem normalen Jugendbuch zu etwas besonderem.

Die Charaktere waren alle sehr authentisch und charakterstark. Die Autorin schaffte es ein klares Bild der Protagonisten zu zeichen, sodass ich das Gefühl hatte, ich würde sie alle persönlich kennen. Ob sie mir wirklich sympathisch waren, kann ich gar nicht wirklich sagen. Sie sind alle irgendwie auf ihre eigene Art sehr schräg, dadurch zwar auch irgendwie liebenswert, aber so richtig gemocht habe ich sie nicht.

Auch wenn die Autorin durch die Mitternachtskinder und die Verfolgung in Uganda eine gewisse Tiefe in das Buch bringt, so ist das Thema Mode doch allgegenwärtig. Dadurch kam ich zu dem Entschluss, dass mich das Buch leider einfach nicht genug gefesselt hat um auch noch zu Band 2 & 3 zu greifen. Zwar interessiert es mich irgendwie schon, was aus Krähe und ihren Freundinnen wird, doch die langatmigen Stellen und die Dinge, die mich einfach so gar nicht interessierten waren einfach zu zahlreich.

Fazit:
Ein Buch über Mode, das sogar mit Tiefgang daher kommt, da die Autorin das Schicksal der Mitternachtskinder aus Uganda verarbeitet. Da ich jedoch leider so gar nichts mit Mode anfangen kann, konnte es mich auch nicht wirklich überzeugen oder fesseln und die Fortsetzungen werden von mir wohl nicht gelesen.

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