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Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension "Sublevel - Zwischen Liebe und Leid"

Titel: Sublevel - Zwischen Liebe und Leid
Autor: Sandra Hörger
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 318
ISBN:  978-3-646-60304-0
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 1/3

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sunrise Garcia und ihre Familie leben im Sublevel. Sie gehören zur untersten Schicht der Gesellschaft. Sunrise ist eine Hoffnungsträgerin. Sie ist dafür verantwortlich nach einer guten Schulbildung eine gute Arbeit zu bekommen um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch eines Tages lernt Sunrise durch einen Zufall den Präsidentensohn Corvin kennen und ihr Leben wird völlig über den Haufen geworfen. Sie rettet ihm das Leben und er verliebt sich in sie. Und so nimmt ein Drama seinen Lauf und die gesamte Zukunft von Sunrise' Familie steht auf dem Spiel.

Meine Meinung:
Inzwischen ist der Dystopienhype ja etwas abgeflaut, doch ich lese sie immer noch sehr gerne. Und so freute ich mich, als ich bei Impress eine schon komplett erschienene Reihe entdeckte, denn so wusste ich, dass ich alles am Stück lesen kann.

Dies ist der erste Band in dem wir Leser zunächst Sunrise und ihre Familie, sowie deren Lebensraum kennenlernen. Man erfährt auf erschreckend schonungslose Weise wie schrecklich die Zustände im Sublevel sind. Die Autorin zeichnet hier ein Szenario, welches mir stellenweise den Magen fast umdrehte. Der bildhafte Schreibstil tut sein übriges, dass ich sehr schnell in die Lebensumstände von Sunrise und ihrer Familie eintauchte.

Der Schreibstil der Autorin muss hier sowieso nochmals sehr hervorgehoben werden. Ich finde man merkt dass die Autorin schon etwas "älter" als die übrigen Impress-Autoren ist. Und dies ist hier gar nicht im negativen Sinn gemeint, man merkt ihrer Sprache einfach die Reife und die jahrelange Erfahrung als Drehbuchautorin an. Ihre bildgewalte Sprache ruft Emotionen hervor, die ich so selten erlebt habe. Eine witzige Idee finde ich die verschiedenen Slangs der verschiedenen Wohnbereiche. Die bessere Gesellschaft spricht Latein, welches tatsächlich auch viel in der Geschichte vorkommt, jedoch immer im nächsten Satz gleich nochmal auf deutsch wiederholt wird. Dies war zwar kurz gewöhnungsbedürftig, jedoch hatte ich mich nach kurzer Zeit daran gewöhnt. Die niedere Gesellschaft spricht ein Englischkauderwelsch, welches mich nicht nur einmal zum Lachen brachte. Die Ideen der verschiedenen Slangs ist wirklich super.

Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte zu Beginn sehr an "The 100" erinnert hat. Und auch im weiteren Verlauf gibt es immer wieder Passagen die an die Dystopie von Kass Morgan erinnern. Doch es gibt zum Glück genügend Punkte, die sich von "The 100" unterscheiden. Sandra Hörger hat viele spannende Ideen, die sie brilliant und raffiniert umsetzt, mit einer Sprachgewandtheit, die ihres gleichen sucht.

Das Ende ist zwar offen, jedoch kein absoluter und klassischer fieser Cliffhanger. Trotzdem musste ich gleich zu Band 2 greifen und war froh, dass dieser schon erschienen war.

Fazit:
Eine Dystopie die spannend und raffiniert geschrieben ist. Eine Autorin die schreiben kann und sprachlich so gut ist, dass es ein absoluter Genuss ist, diese Geschichte zu lesen.

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