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Dienstag, 27. März 2018

Rezension "Annähernd Alex"

Titel: Annähernd Alex
Autor: Jenn Bennett
VerlagKönigskinder
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-551-56035-3
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 19,99 € / 13,99 €

(c) Königskinder
Zum Inhalt:
Nach der Scheidung und der erneuten Heirat ihrer Mutter, beschließt Bailey zu ihrem Vater zu ziehen. Dieser Umzug ist für sie etwas ganz besonderes, denn in dem Bundesstaat, in dem ihr Vater lebt, wohnt auch Alex, mit dem sie schon eine ganze Weile über das Internet Kontakt hat und der sie schon seit Ewigkeiten persönlich treffen will. Doch Bailey scheut sich und versucht erstmal ihr Leben in ihrer neuen Heimat in den Griff zu bekommen. Sie sucht sich einen Job im Museum und trifft dort auf Porter, der zunächst einmal ein absolutes Ekelpaket ist. Doch schnell merkt sie, dass hinter dieser Fassade mehr steckt. Bailey gerät in eine Zwickmühle, denn eigentlich ist da ja auch noch Alex, doch Porter lässt sie einfach nicht mehr los.

Meine Meinung:
Das sommerliche Cover verspricht eine sonnige Geschichte und genau die bekommt man als Leser auch.

Bailey und Alex - beides absolute Filmfreaks - lernen sich in einem Filmforum kennen und verstehen sich sehr schnell sehr gut. Als Leser erfährt man dadurch viel über alte Filmklassiker, was ich total interessant fand. Ich fand es witzig und interessant über Filme zu lesen, die mir zwar vom Titel her etwas sagten, mehr aber auch nicht. Zudem beginnt jedes Kapitel mit einem Filmzitat aus sehr bekannten Filmen, was ich sehr gelungen fand, denn das passt absolut in das große Ganze.

Bailey mochte ich von Beginn an. Sie hat es, als Scheidungskind nicht ganz leicht, zudem steht die neue Beziehung ihrer Mutter auch schon wieder auf der Kippe. Und so ist ihr Entschluss, zu ihrem Vater zu ziehen, absolut nachvollziehbar. Sie findet sich in ihrer neuen Umgebung schnell ein und da gerade Schulferien sind, sucht sie sich einen Ferienjob, den sie dann auch in einem Museum antritt. Schnell freundet sie sich mit einer Kollegin an, gerät aber sofort auch mit Porter aneinander. Dieser benimmt sich ihr gegenüber wie ein echter Macho und macht sich über sie lustig. Ich finde jedoch dass man schnell merkt, dass zwischen den beiden die Chemie stimmt. Und so wunderte es mich nicht, dass die gereizte Stimmung schnell umschlug und die beiden sich gegenseitig anzogen wie Magneten.

Dadurch geraten Alex und das Filmforum etwas in den Hintergrund, was ich ein wenig schade fand. Findet man am Ende der ersten Kapitel noch Chatnachrichten von Alex und Bailey so wird das immer weniger und ich wunderte mich, dass die beiden so gar nicht mehr kommunizierten. Auf der anderen Seite finde ich das widerrum auch sehr logisch. Denn Bailey ist mit Porter beschäftigt und hat so keinen Kopf mehr für Alex. Dass sich ihr Focus nun verlegt ist also einfach nur der Lauf der Dinge. Als die beiden dann wieder kommunizieren merkt man ihnen die Unsicherheit der langen Abstinenz auch an, was ich sehr authentisch fand.

Als Leser merkt man recht schnell (falls man es nicht schon durch den Klappentext weiß), dass Porter Alex ist. Bailey merkt davon jedoch nichts. Für den Leser gibt es immer wieder Hinweise, doch auch Porter kommt erst sehr spät hinter das große Geheimnis. Dies fand ich aber gar nicht schlimm, da ich es ganz spannend fand, wie Bailey und Porter sich umkreisten und dabei immer Alex im Hintergrund schwebte. Ich finde es eine grandiose Idee und auch Message, dass sich Bailey und Porter sowohl virtuell, als auch im realen Leben anziehend finden und ohneeinander fast nicht können. Die beiden haben eine viel tiefere Verbindung zueinander, als sie selbst ahnen.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und bis auf ein paar Längen im Mittelteil habe ich diese Geschichte sehr genossen. Sie strahlte für mich eine absolute Wohlfühlatmosphäre aus. Ich mochte es so gerne Porter und Alex zu begleiten und dabei zu sehen, wie die Beziehung der beiden immer weiter wächst. Wie die anfängliche Antipathie in Sympathie und dann sogar Liebe umschlägt. Da mir beide Charaktere sehr schnell ans Herz wuchsen, hoffte ich sehr auf ein Happy End für die beiden. Und ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass die Autorin die Geschichte zu einem befriedigenden, wenn auch für mich etwas plötzlichen Ende führte.

Fazit:
Die Liebesgeschichte zweier Filmliebhaber, die so viel mehr füreinander sind, als sie anfänglich dachten. Ein Versteckspiel, eine tolle Umgebung und wunderbare Charaktere lassen einen die Längen im Mittelteil schnell vergessen und machen die Geschichte zu einem tollen Erlebnis aus dem Hause Königskinder (wie kann es auch anders sein ;)).

1 Kommentar:

  1. Liebe Caro

    Das klingt nach einem wirklich tollen Buch und es scheint zu Recht auf meiner Wunschliste zu warten. Da sitzen auch schon die anderen Königskinder und warten darauf, von mir gelesen zu werden.

    Alles Liebe dir und auf bald
    Livia

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