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Freitag, 31. August 2018

Rezension "Brumm, tipptapp und hopp"

Titel: Brumm, tipptapp und hopp! - Mein lustiges Fingerspuren-Buch
Autor: Floran Ahle (Text) / Denitza Gruber (Illu.)
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551171001
Seitenzahl: 14
Einbindungsart: Hardcover - bunt & filzfederleich
Preis: 12,99 €
Alter: ab 12 Monaten

Meine Meinung:
Meine jüngste Tochter ist gerade ein Jahr alt geworden und man kann ja nicht früh genug anfangen den Grundstein für die Bücherliebe zu legen oder?

Also müssen jetzt natürlich passende Bücher für ihr Alter her und dies ist eines davon. Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich die Reihe "bunt + filzfederleicht" aus dem Carlsen-Verlag wirklich sehr schön finde und es nicht ganz verstehe bzw. es sehr schade finde, wieso bzw. dass es sie nicht mehr zu geben scheint. Auf der Carlsen-Homepage konnte ich das Buch nämlich nicht finden.

Was ich besonders an der Reihe mag, sind eben die Seiten aus Filz, die perfekt für kleine Kinderhände sind. Die Seiten lassen sich total einfach greifen und umblättern und so hat auch meine kleine Tochter keine Schwierigkeiten damit. In diesem Band aus der Reihe finden sich neben den Bildern lustige Fingerspuren. Diese passen immer zum jeweiligen Text auf der Seite. Die kleinen Finger können so den Weg nachfahren, die die verschiedenen Tiere oder Fahrzeuge genommen haben.

Der Text auf jeder Seite ist kurz und knapp und zudem in Reimform, was kleine Kinder ja nachweislich sowieso gut finden. Auch die Bilder des Buches mag ich sehr gerne. Ob es die Schnecken sind, die ein Schneckenrennen machen, das Boot das zu einer Insel fährt oder auch der Bus der einfach nur irgendwelche Leute von A nach B transportiert. Alle Bilder sind liebevoll und kindgerecht gezeichnet und nicht überfrachtet. Selbst meine große Tochter, die bald 3 wird, hat großen Spaß mit dem Buch und freut sich immer darüber die Spuren mit ihren Fingern nachzumalen.

Fazit:
Ein absolut schönes, handliches und wunderbar anzuschauendes Buch, das genau richtig für die angegebene Zielgruppe ist.

Rezension "Rhtythm and love - Sammy und Jayden"

Titel: Rhythm and love - Sammy & Jayden
Autor: Sophie Fawn
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-646-60443-6
Seitenzahl: 313
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab14
Band: 2/?

(c) Impress
Zum Inhalt:
Die "Bad Weeds" sind zurück. Sammy darf ihre großen Brüder auf die Amerika-Tour begleiten und ist völlig im Glück. Womit sie nicht gerechnet hat, ist dass sie den Sänger der Vorband nicht ganz unattraktiv findet und eine merkwürdige Anziehungskraft on ihm ausgeht. Allerdings scheint ihn auch ein Geheimnis zu umgeben. Auch Jayden findet Sammy von Anfang an toll, ist jedoch an einen Vertrag gefesselt, der ihm eine Freundin verbietet. Und dann ist da ja auch noch etwas, was keiner wissen darf. Eine Tour voller Liebe, Geheimnisse und Missverständnisse wartet auf die beiden und deren Ausgang ist zunächst recht unklar.

Meine Meinung:
Den ersten Band von Rhythm and love fand ich gut. Zwar nicht herausragend aber gut. Ich hab ihn gerne gelesen und so war für mich klar, dass ich auch diesen zweiten Band unbedingt lesen muss.

Dieses Mal gibt es eine andere Hauptperson bzw. zwei andere Hauptpersonen. Statt Luna und David, sind dies nun Sammy und Jayden. Doch auch Luna, David und die anderen Bandmitglieder bekommen in dieser Geschichte ihren Platz. Man bekommt als Leser weiterhin einiges von der Liebesgeschichte zwischen Luna und David mit, die ich doch ziemlich kitschig, aber nett zu lesen fand.

Sammy gefiel mir schon in Band 1 recht gut und auch hier mochte ich sie echt gerne. Sie ist ein junges Mädchen, das weiß, was es möchte und kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie sagt was sie denkt und folgt ihrem Herzen. Ich fand sie echt cool. Jayden ist zunächst recht undurchsichtig. Ich fragte mich recht lange, welches Geheimnis ihn wohl umgibt, doch nach einer Weile war es mir dann recht klar.

Mir hat dieser zweite Teil persönlich fiel besser gefallen als der erste. Fand ich den ersten noch vorhersehbar, so bot dieser Band viele Momente, die mich überraschten und die ich sehr gerne gelesen habe. Der Schreibstil der Autorin ist toll und man kann ihm leicht folgen. Ich habe es richtig genossen, die Band auf ihre Tour zu begleiten und hoffe sehr, dass es noch mehr Bände über die anderen Bandmitglieder geben wird. Denn um ein Bandmitglied wird ein recht großes Geheimnis gemacht und immer wieder etwas angedeutet und ich möchte unglaublich gerne wissen, was dahinter steckt.

Auch von der Spannung her, bot dieser Band deutlich mehr als der erste. So sorgt das Geheimnis von Jayden dafür, dass ich stellenweise förmlich an den Seiten klebte. Und auch die Liebesgeschichte zwischen Sammy und Jayden mochte ich mehr, wie die zwischen Luna und David. Auch wenn sie letzterer was das kitschige angeht, in nichts nachsteht.

Fazit:
Ein zweiter Band, der theoretisch unabhängig vom ersten gelesen kann und mich deutlich mehr überzeugte als sein Vorgänger. Das Buch bietet alles was ein gutes Buch braucht, Spannung, tolle Protagonisten, einen schönen Schreibstil und eine ordenliche Portion Romantik.

Donnerstag, 30. August 2018

Rezension "Belle et la magie - Hexenherz"

Titel: Belle et la magie - Hexenherz
Autor: Valentina Fast
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60265-4
Seitenzahl: 468
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14
Band: 1/2

(c) Impress
Zum Inhalt:
Belle lebt im magischen Walt, gemeinsam mit ihrer Mutter - der Hexenkönigin -, ihrer besten Freundin und ihrem besten Freund. Als ihr eines Tages auf einer Party ein Zauber misslingt, hat sie plötzlich einen Menschen an der Backe, denn sie muss den Fluch rückgängig machen. Gaston tut ahnungslos, dabei ist es gar nicht so unscheinbar wie er tut. Er verbirgt selbst jede Menge Geheimnisse und Belle gerät in große Gefahr, als sie anfängt dahinter zu kommen.

Meine Meinung:
Valentina Fast ist sicherlich vielen von euch ein Begriff. Und auch ich habe ihre Royal-Reihe gelesen, nein was sag ich, verschlungen und absolut geliebt und gefeiert. Als ich vor kurzem entdeckte, dass noch zwei Bücher der Autorin ungelesen auf meinem SUB schlummern, war ich ganz erschrocken, das musste ich ändern.

Und so begann ich "Belle et la magie" zu lesen und war schnell versunken in der Geschichte. Die Namen und auch die Entstellungen in Gastons Gesicht erinnerten mich schnell an "Die Schöne und das Biest", doch konnte ich selbst keine großen Parallelen entdecken, wobei ich mich auch zugegebenermaßen nicht mehr wirklich an "Die schöne und das Biest" erinnern kann.

Von der ersten Seite an, gefiel mir die Geschichte richtig gut. Genauso muss Fantasy für mich sein. Eine Menschenwelt in der es aber Hexen und Zauberer gibt, die im Verborgenen leben. Die Spannung nahm von Seite zu Seite zu, vor allem weil Gastons Absichten sehr lange im Dunkeln blieben. Ich fieberte mit und fragte mich über die komplette Zeit, was es wohl mit dem mysteriösen Mann auf sich hat. Als dann der magische Wald ins Spiel kommt wurde die Geschichte immer spannender und rasanter, die Ereignisse überschlugen sich und ich kam kaum dazu Atem zu holen.

Die Charaktere sind, wie von Fast gewohnt, gut ausgearbeitet und sehr solide. Keiner bleibt dabei blass, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Dabei war mir Gaston sogar fast ein bisschen zu schleimig, allerdings erfährt man im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr von ihm bzw. lernt immer weitere Facetten von ihm kennen und merkt dabei, dass er ganz anders ist wie es zunächst den Anschein hat.

Da die Geschichte recht offen endet, bin ich sehr froh, dass sich der zweite Teil auch schon auf meinem Reader befindet und ich gleich weiterlesen konnte. Ich bin gespannt, wie es im magischen Wald weitergeht und welche große Sache hinter allem was in Band 1 passiert ist steckt.

Fazit:
Ein ebenfalls gelungenes Werk von Valentina Fast. Es konnte mich zwar nicht ganz so begeistern wie die Royal-Reihe, aber das ist auch schwer. Allerdings überzeugen auch hier erneut die Charaktere, das Setting und die Story selbst und ich bin sehr gespannt auf Band 2.

Rezension "Bloody Marry Me - Blut ist dicker als Whisky"

Titel: Bloody Marry Me - Blut ist dicker als Whisky
Autor: M. D. Hirt
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-30132-8
Seitenzahl: 255
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 16

(c) Dark Diamonds
Zum Inhalt:
Vampire gibt es wirklich. Sie leben unter uns, trinken synthetisch hergestelltes Blut und müssen deswegen niemanden mehr verletzten um zu überleben. Auch Holly hat sich inzwischen mit diesem Gedanken angefreundet. Nicht so toll findet sie es allerdings, dass sie sich plötzlich auf Tour mit einer berühmten Vampirband befindet. Dies ist nämlich die Bedingung, damit Holly einen Platz bei einer wichtigen Preisverleihung bekommt - was ihr größter Traum ist. Auf der Tour lernt Holly die Besonderheiten der Vampire hautnah kennen und erfährt so einiges über ihre Vergangenheit. Dabei entwickelt sie Gefühle für einen von ihnen, mit denen sie so nie gerechnet hatte.

Meine Meinung:
Vampirbücher lese ich eigentlich bis heute gerne. Trotz des ganzen Hypes um diese Wesen und dem damit verbundenen Überdruß bei vielen Lesern, habe ich diesen nie entwickelt und mag die Geschichten immer noch gerne.

Allerdings muss man hierzu sagen, dass die Vampire in Bloody Mary Me weit von jeglichen Twilight Vampiren entfernt sind und zwar so weit wie es geht. Kitsch sucht man hier vergeblich. Viel mehr knistert die Geschichte nur so vor prickelnder Erotik. Ich verstehe absolut wieso das Buch ab 16 ist. Zwar gibt es keine expliziten Szenen und es passiert auch gar nichts, aber die Gedanken der Protagonistin sind nicht immer ganz jugendfrei. Die Autorin trifft hierbei immer den richtigen Ton. Immer bleibt sie geschmackvoll und fern von billigen oder vulgären Floskeln.

Zu Beginn reizte mich die Geschichte sehr. Beleuchtet sie das Thema Vampire doch mal von einer ganz anderen Seite. Vampire leben nicht im Verborgenen, sondern mitten unter den Menschen. Die Idee einer Vampirband, mit der die Protagonistin auf Tour geht, fand ich kreativ und war gespannt, was mich so erwarten würde. Und so flogen die ersten Seiten nur so dahin. Doch dies hielt leider nicht so arg lange an, denn leider fand ich die Geschichte recht schnell ziemlich schleppend. Es passierte nach den ersten turbulenten Seiten einfach so gar nichts mehr. Holly und die Vampirband fuhren lediglich von einem Ort zum nächsten - nachts - und schliefen tagsüber. Trotz des tollen Schreibstils fand ich das recht langweilig.

Was mir allerdings gut gefiel waren die Charaktere selbst. Denn die Vampire sind sehr facettenreich und gut durchdacht. Ich fand es spannend immer mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren und folgte gespannt ihren Erzählungen. Holly fand ich etwas nervig, sie verhält sich teilweise wie ein typischer Groupie und das wo sie doch ach so emanzipiert ist. Naja, vielleicht entwickelt sie sich im zweiten Band ja noch weiter.

Ich muss zugeben, dass es gegen Ende nochmal recht spannend wird und das Ende wirklich böse ist. Ich bin froh, dass der zweite Band bereits heute erschienen ist, denn das Buch endet mit einem echten Cliffhanger der mich in der Luft hängen und erstaunt nach Luft schnappen ließ.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nicht vollständig überzeugen konnte. Den Schreibstil und die Vampire fand ich klasse, an Spannung fehlte es mir - bis auf den Schluss - doch recht häufig.

Mittwoch, 29. August 2018

Rezension "Let's play"

Titel: Let's play - verspieltes Herz
Autor: Jennifer Wolf
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60310-1
Seitenzahl: 275
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Helena hat keine ganz einfache Vergangenheit. Vor ihrem gewaltätigen Exfreund flüchtete sie von München nach Köln. Seitdem versucht sie ihren Platz im Leben zu finden, was gar nicht so leicht ist. Ihre Freunde Jean und Emilie helfen ihr dabei, wo sie nur können. Und nicht nur diese beiden, eine weitere große Hilfe ist Helena tatsächlich ein Youtuber, der sich beim Spielen verschiedener Games filmt und dies online stellt. Das Schauen seiner Videos holt Helena aus ihrem tiefen Loch, sie fühlt sich geborgen und nicht alleine, wenn sie ihm beim Spielen zuschaut. Zudem ist da noch die Bibliothek, die ihr Halt gibt. Und nicht nur die, nein in junger Mann in ihrem Alter ist ebenfalls häufig dort anzutreffen und dieser löst bei Helena ein Kribbeln aus, welches sie schon lange vergessen zu haben glaubt.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Jennifer Wolf. Nachdem sie gerade überall im Gespräch ist mit ihrer "No-Return"-Reihe, musste es zunächst mal dieses sein, da es einfach schon viel zu lange auf meinem SUB liegt.

Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Jennifer Wolf kann unheimlich toll schreiben. Ihre Charaktere sind lebensnah und authentisch, ich fühlte mich Helena stellenweise so nah, dass ich sie persönlich zu kennen glaubte. Ihr Schicksal machte mich unfassbar wütend und traurig zu gleich. Ich konnte es nicht glauben, was ihr alles passiert ist. Die Gewissheit, dass es so etwas tatsächlich gibt, macht mich unglaublich traurig. Umso schöner ist es die Entwicklung von Helena im Verlauf der Geschichte zu beobachten. Als sie Josh kennenlernt, der ihr schon so oft in der Bibliothek begegnet ist, als sie Aiden persönlich begegnet, der ihr durch seine Youtube-Videos schon immer sehr nah war. Und als sie den Kampf gegen ihren Exfreund Tom auf sich nimmt und sich endlich beginnt zu wehren. Stellenweise muss ich zwar zugeben, dass ich Helena etwas anstrengend fand, da sie doch recht weinerlich und impulsiv ist, auf der anderen Seite ist das bei ihrer Geschichte auch nicht groß verwunderlich.

Die Liebesgeschichte die sich zwischen Helena und einem jungen Mann entwickelt ist total schön zu beobachten, aber auch sehr sehr kitschig. Die beiden können kaum die Finger, geschweige denn die Blicke voneinander lassen. Ich glaube wenn ich einer ihrer Freunde gewesen wäre, wäre ich leicht wahnsinnig geworden. Mit kitschiges Mädchenherz schmolz jedoch von Seite zu Seite immer mehr dahin und ich gönnte es Helena so sehr, dass sie endlich einen anständigen Kerl gefunden hatte.

Nachdem die Liebesgeschichte doch einen sehr großen Raum in der Story einnimmt, war ich doch recht überrascht als es dann nochmal richtig spannend wurde, als Tom auf den Plan tritt. Ich fieberte total mit und hoffte dass Helena die richtige Entscheidung für sich und ihr Leben treffen wird. Das Ende passt völlig zu der Geschichte und machte mich rundum zufrieden.

Ein weiteres Hauptthema neben der Liebesgeschichte, sind die vielen Games, die Aiden spielt und auf seinem Youtube-Kanal vorstellt. Da ich früher selbst viel gezockt habe, konnte ich mich recht schnell in diese Welt einfinden, auch wenn ich keines der Spiele kannte, die er gespielt und vorgestellt hat. Man sollte vielleicht schon ein kleiner Nerd sein, ansonsten könnten einem die Thematik vielleicht etwas auf die Nerven gehen. Ich jedoch fand es mal einen spannende Abwechslung zu dem sonstigen Einheitsbrei und habe das Buch sehr gerne gelesen.

Fazit:
Ein Buch mit einer recht kitschigen Liebesgeschichte, die aber runter geht wie Öl, einer Handlung, die spannender ist, als ich zunächst erwartet hatte und dem Thema Zocken, welches ein schönes Neuland im Einheitsbrei der Jugendbücher ist.

Donnerstag, 23. August 2018

Rezension "Du wolltest es doch"

Titel: Du wolltest es doch
Autor: Louise O'Neill
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-551-58386-4
Seitenzahl: 368
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,00 €
Alter: ab 16

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Emma ist jung, hübsch und beliebt. Sie macht gerne Party und dabei vor keinem Jungen halt. Dabei ist sie selbstsüchtig, eiskalt und nur auf ihren Vorteil bedacht. Auf einer Party passiert dann jedoch etwas womit Emma niemals gerechnet hätte. Mehrere Jungen werden zudringlich und filmen das Ganze auch noch. Emma wird zum Gespött im Internet und als Schlampe verschrien. Dabei kann sie sich selbst nicht an jene schicksalshafte Nacht erinnern und weiß nicht was passiert ist. Nachdem der Vorwurf der Vergewaltigung im Raum schwebt wird Emma endgültig von allen geschnitten und muss auf schmerzhafte Art und Weise lernen, wer ihre wahren Freunde sind.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich eine Trigger - Warnung aussprechen. Eine Warnung an all jene, die Schwierigkeiten oder persönliche Erfahrungen mit dem Thema Vergewaltigung und / oder sexuelllem Missbrauch gemacht haben. Das Buch beschreibt einige Szenen recht explizit und das nicht nur einmal. Insofern sollte man von dieser Geschichte Abstand nehmen, wenn man das nicht verkraftet.

Ich selbst muss zugeben, dass ich mir eine Weile überlegt habe, ob ich dieses Buch lesen soll. Ich habe vom Grundsatz her kein Problem mit schlimmeren Themen in Büchern und schaffe es meistens auch, das ganz gut wegzustecken. Doch hier musste ich mir wirklich dreimal überlegen ob das nicht zu heftig wird. Dies lag jedoch vor allem daran dass die Protagonistin den Namen meiner Tochter trägt und ich mir nicht sicher war, ob ich das so einfach wegstecken würde.

Als ich mich dann dazu entschloss das Buch zu lesen, war ich sehr erleichtert, dass die Geschichte aus Emmas Sicht erzählt wird, denn dadurch bekam ich den Nament nicht so oft zu lesen, was es mir leichter machte die Geschichte zu verkraften und ertragen. Der Schreibstil der Autorin ist präzise und auf den Punkt. Sie nimmt keinerlei Blatt vor den Mund, was die Erzählung recht heftig macht. Sie schildert die Geschehnisse genauso wie sie passiert sind. Dabei drückt sie sich so aus, wie Jugendliche es im Netz häufig tun. Zuddem schafft sie es mit ihrem Schreibstil die düstere Stimmung zu vermitteln, die von Emma ausgeht. Als Leser wird man in diesen düsteren Sog hineingezogen und findet nur schwer wieder hinaus.

Auch die Protagonisten beschreibt O'Neill äußerst authentisch und facettenreich. Mit Emma schafft sie eine Hauptperson, die zunächst alles andere als ein Sympathieträger ist. Ich konnte sie einfach nicht leiden, ihre arrogante selbstverliebte Art, ihre Art wie sie ihre Freundinnen ausnützt und der pure Egoismus der ihr zu eigen ist, machten mich stellenweise sogar aggressiv. Dies führte dazu, dass mich ab und an sogar die Lust verließ, das Buch weiterzulesen, denn Emma ist einfach keine Person mit der man mitfiebern möchte. Grandios vollzieht O'Neill dann die Charakterwendung und auch die Beziehung die man als Leser zu Emma aufgebaut hat. Nach der schrecklichen Nacht ist nämlich nichts mehr wie vorher. Man hat Mitleid mit Emma und kann es nicht fassen was ihr passiert ist. Emma selbst verändert sich ebenfalls extrem, dies betrifft jedoch fast nur ihr Innenleben. Nach außen versucht sie den schönen Schein, die harte Fassade zu wahren, auch wenn sie sich nach und nach von allen abschottet.

Die Eltern von Emma sind schlicht und einfach unmöglich. Anstatt ihrer Tochter zu helfen, schämen sie sich für sie und wollen den Vorfall am Liebsten vergessen. Sie haben nur Angst um ihren guten Ruf und man merkt, dass sie ihrer Tochter nicht wirklich glauben. Ich wäre so gerne in das Buch gesprungen und hätte sie am Kragen gepackt, geschüttelt und gefragt ob sie noch ganz bei Trost sind. Man merkte Emma deutlich an, dass etwas nicht stimmte und auch die Fotos zeigen wohl eindeutig, dass da was gegen ihren Willen passiert ist. Emmas Bruder ist der Einzige der zu ihr steht, was ich schon sehr beängstigend finde. Dieser Umstand machte mich echt wütend und so schaffte es die Autorin innerhalb kürzester Zeit die verschiedenstens Emotionen in mir hervorzurufen.

Der Verlauf der Geschichte ist bedrückend und traurig. Die Resignation die von Emma ausgeht ist mit den Händen greifbar. Nachdem ich einige Aussagen von Opfern gelesen habe, weiß ich nun, dass die Geschichte leider einen relativ realistischen Verlauf genommen hat. Leider ist es im wahren Leben oft so, dass die Opfer als die Schuldigen hingestellt werden. Deshalb auch der sehr passende Titel "Du wolltest es doch". Auch Carlsen und die Autorin äußern sich im Nachwort zu dieser recht heiklen Thematik, was ich wirklich gut finde. Das Ende ist dadurch für einen selbst als Leser natürlich nicht wirklich befriedigend. Ich verstehe die Stimmen, die enttäuscht davon sind, doch ich finde den Weg den die Autorin gewählt hat sehr gut, denn nur so schafft sie es authentisch zu bleiben.

Fazit:
Ein Buch bei dem es mir schwerfällt Punkte zu vergeben, denn es wühlt auf, berührt und schockiert gleichermaßen. Ich bin traurig über den Verlauf den die Geschichte genommen hat, ziehe aber gleichzeitig meinen Hut für die schonungslose und offene Art der Autorin dieses harte Thema anzupacken und dabei immer authentisch und realistisch zu bleiben. Ein Buch welches ich sicher noch sehr lange mit mir herumtragen werde.

Mittwoch, 22. August 2018

Rezension "Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie"

Titel: Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie
Autor: Laurel Remington
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-551-52096-8
Seitenzahl: 256
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 10,00 €
Alter: ab10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Scarletts Mutter führt einen äußerst erfolgreichen Blog. Einen Blog auf dem sie ihr Leben als Mutter beschreibt, in dem sie private Anekdoten preisgibt. Scarlett macht sie damit zum Gespött der Schule. Zudem verschlechtert sich die Beziehung von Scarlett und ihrer Mutter dadurch zusehens, denn sie traut sich nicht, ihr noch mehr Stoff für ihren Blog zu liefern. Als sie durch Zufall auf die Küche ihrer alten Nachbarin stößt und dabei das Backen für sich entdeckt, ändert sich Scarletts Leben vom einen auf den anderen Tag. Sie findet Freunde und die Liebe zum Backen und merkt plötzlich, dass es viel wichtigere Dinge als eine nervige Mutter im Leben gibt.

Meine Meinung:
Schon allein die Optik dieses Buches ist anziehend. Als ich dann immer mehr begeisterte Meinungen über diese Geschichte gelesen habe, musste ich mich einfach selbst überzeugen. Zudem liebe ich selbst das Backen, weswegen die Geschichte eindeutig perfekt für mich ist.

Von der ersten Seite an zog mich die Geschichte in ihren Bann. Der Schreibstil der Autorin ist mit nicht weniger als genial zu bezeichnen. Selten fühlte ich mich in einer Geschichte so wohl und gut aufgehoben wie in dieser. Ich merkte gar nicht, dass es sich um ein Kinderbuch ab 10 handelte, so versunken war ich in dem Buch. Die Story ist spannend und abwechslungsreich und zudem stellenweise gleichzeitig humorvoll und ernst. Sie bietet extrem viel Tiefgang und Stoff zum Nachdenken und berührte mein Herz nicht nur einmal.

Die Autorin beschreibt die Charaktere so echt und nahbar, dass ich das Gefühl bekam ich würde sie selbst kennen, sie wären meine Nachbarn. Scarletts Mutter fand ich dabei - vor allem zu Beginn - echt unmöglich. Ich fragte mich nicht nur einmal, wie man seine Tochter nur so bloßstellen kann. Sie muss doch gemerkt haben, dass die Beziehung zwischen ihnen immer schlechter wurde. Allerdings gefiel es mir gut, wie sich die Beziehung der beiden im Verlauf der Geschichte veränderte und die beiden aneinander wuchsen. 

Scarlett selbst ist eine tolle und starke Persönlichkeit. Auch sie entwickelt sich im Verlauf der Geschichte immer weiter. Ich fand es toll zu beobachten, wie sie aus ihrem Schneckenhaus gekrochen kam und endlich Freunde fand, wieder am Leben teilnahm und den Mut fand mit ihrer Mutter über alles zu reden.

Besonders gut haben mir die Szenen gefallen, in denen es ums Backen geht. Da ging mein Herz auf. Ich konnte förmlich den Geruch der süßen Teilchen riechen und wollte am liebsten in das Buch reinkriechen um eines der Gebäcke zu kosten. Das Rezept für die Zimtteilchen, welches im Buch nachzulesen ist, muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, wie sehr ich dieses Buch geliebt habe und wie sehr ich mich beim Lesen wohlgefühlt habe. Dass mich ein Kinderbuch so mitnehmen und verzaubern kann, hätte ich vorher niemals gedacht. Ich liebe die Story, die Ideen, die Charaktere, das Cover. Ich liebe einfach alles an diesem Buch und da ich es bisher nur als ebook besitze muss ich es unbedingt noch als Hardcover haben.

Fazit:
Eines meiner Jahreshightlights. Ein wunderbar atmosphärisches Kinderbuch, dass für jung und alt gleichermaßen ein wunderbares Lesevergnügen bietet. Ein Buch zum Wohlfühlen, zum Versinken und vor allem ein Buch für alle Backliebhaber und solche die es werden wollen. Absolute Leseempfehlung!!!


Dienstag, 21. August 2018

Rezension "Herz über Klick"

Titel: Herz über Klick
Autor: Amelie Murmann
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31568-7  
Seitenzahl: 112
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 4,99 €
Alter: ab 13

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Caro hält so gar nichts von Youtube und seinen "Stars". Für Jungs hat sie eigentlich auch keine Zeit, denn ihr Abitur geht ihr über alles und sie verbringt die meiste Zeit mit lernen. Als ihre Freund Mariella sie überredet zu einem Wettbewerb für ein Youtube-Video mitzukommen, ist sie alles andere als begeistert und natürlich erkennt sie auch die anwesenden "Stars" nicht. Doch obwohl sie eigentlich nichts von Youtube hält, geht ihr Felix plötzlich nicht mehr aus dem Kopf, seinen grünen Augen und seine sympathische Art, lassen die Schmetterlinge in ihrem Bauch fliegen. Und auch Felix scheint sie auf den ersten Blick zu mögen. Als seine Fans das jedoch mitbekommen sind sie alles andere als erfreut und Caro sieht sich fies beschimpft und bloß gestellt im Internet wieder.

Meine Meinung:
Ich mag Amelie Murmanns Schreibstil ja total gerne. Und so habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass dieses kurzweilige Buch, von ebenjener Autorin ist.

Wer eine Lektüre sucht,  die er an einem Abend durchlesen kann, der ist hier genau richtig. Die gut 100 Seiten habe ich relativ schnell verschlungen und auch die Handlung trägt dazu dabei, dass die Geschichte sehr schnell zu lesen ist. Die gut 100 Seiten, sind die perfekte Sommerlektüre und lassen sich in nur wenigen Stunden lesen.

Die Geschichte selbst ist jetzt nicht unbedingt groß etwas Neues oder besonderes, trotzdem habe ich sie gerne gelesen. Die Liebesgeschichte geht für meinen Geschmack etwas zu schnell vorwärts, denn eigentlich kennen sich Felix und Caro gar nicht und plötzlich bekommt Caro ihn nicht mehr aus dem Kopf. Das fand ich dann doch etwas unrealistisch, ist aber bei der wenigen Seitenzahl auch nicht weiter verwunderlich, denn irgendwie muss die Geschichte ja in Schwung kommen.

Felix mochte ich echt gerne. Er macht sich nicht wirklich viel aus seinem Erfolg bei Youtube, hebt nicht ab und bleibt bodenständig. Dazu ist er charmant und witzig und ziemlich gut aussehend. Caro merkt schnell dass sie ihn gar nicht mal so schlecht findet. Caro selbst fand ich etwas blass und auch nicht besonders charakterstark. Sie ist so der typische Streber, aber auch nicht sonderlich unsympathisch.

Fazit:
Auch dieses Buch von Amelie Murmann hat mich vor allem aufgrund des lockeren Schreibstils bestens unterhalten. Ich lege es allen ans Herz, die leichte Lektüre suchen, die gute Unterhaltung für einige wenige Stunden bietet.

Donnerstag, 16. August 2018

Rezension "Baby - vorher ... nachher""

Titel: Baby - vorher ... nachher"
Autor: Shiva Shaffii / Elisa Bastet
Verlag: Heyne
ISBN:  978-3-453-60413-1
Seitenzahl: 192
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Heyne
Meine Meinung:
Wer kennt das nicht? Bevor man ein Kind bekommt, sagen einem alle anderen "es wird sich so viel ändern", "genießt noch die restliche Zeit zu zweit", "schlaft nochmal so richtig schön aus", usw. Und man selbst denkt sich dann, so schlimm wird es sicher nicht werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht schlimm in dem Sinn ist, aber dennoch eine richtig krasse und heftige Veränderung, auf die man sich auch einfach nicht vorbereiten kann. Man gibt sich selbst - zumindest für eine ganze Weile - ziemlich auf und hat kaum noch Zeit für die Dinge, die man vor der Geburt getan hat. Natürlich ist hier jedes Kind und jede Eltern anders. Die einen nehmen sich die Zeit, die anderen sind von ihren Kindern so gefordert, dass sie selbst auf der Strecke bleiben,

Dieses Buch nimmt sich genau dieses Thema vor und zwar auf sehr humorvolle Art und immer mit einem Augenzwinkern. Es ist ein perfektes Geschenkt zur Geburt. Text ist kaum welcher vorhanden, dafür sind alle Seiten farbig illustriert, sodass man selbst wenn man durch das neue Baby wenig Zeit hat, immer wieder in diesem Buch blättern kann und viele Dinge zum Schmunzeln und sich selbst sicher auch oft wieder findet.

Auf humorvolle Weise stellt man fest, in wie vielen kleinen Bereichen des Lebens sich doch etwas ändert. Wie sich die Prioritäten verschieben und auf was man plötzlich zu achten beginnt. Und so haben sicherlich auch Eltern von schon etwas größeren Babys etwas zu lachen. Denn je älter das Baby ist umso mehr Seiten findet man, die einem bekannt vorkommen. Das geht von "Zeit für sich" über "Reisegepäck" bis zur Frisur und dem Essverhalten. Auf der linken Seite bekommt man immer ein aussagekräftiges Bild präsentiert, wie es vor dem Baby war und auf der rechten wie es sich mit Baby bzw. Kind verändert hat. Selbst jetzt während der Rezension musste ich nur eine Seite aufschlagen und fing schon wieder an zu schmunzeln.

Den Preis von knapp 10 € finde ich vielleicht etwas hoch gegriffen, da das Buch hierfür doch recht wenig Inhalt besitzt und auch nicht besonders aufgemacht ist. Hätte man hier eine schöne kleine Hardcoverausgabe gemacht, die perfekt zum Verschenken gewesen wäre, hätte ich es etwas schöner gefunden. So bleibt leider ein Taschenbuch, welches recht schnell die Gebrauchsspuren sehen lässt.

Fazit:
Ein äußerst amüsantes Buch, welches mich gut unterhalten hat und ein tolles Geschenk für alle (frischgebackenen) Eltern ist. Jeder von euch wird sich in der ein oder anderen Situation wiederfinden und etwas zum Lachen haben. 



Sonntag, 12. August 2018

Rezension "Das Fabelmädchen"

Titel: Das Fabelmädchen
Autor: Cosima Lang
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60419-1
Seitenzahl: 283
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Selibra Winterkind ist das Fabelmädchen. Sie wacht über die Bibliothek der neun Königreiche. Für jeden Bücherwurm eine wirklich tolle Aufgabe, doch auch eine sehr einsame. Wäre da nicht ihr persönlicher Leibwächter Dominik, der gleichzeitig ihr bester Freund ist wäre sie komplett auf sich gestellt. Als eine merkwürdige Dunkelheit die neun Königreiche befällt und alle Pflanzen zerstört, ist es an ihr, diese aufzuhalten. Mit dem Wissen dass ihr die Bibliothek mit auf den Weg gibt und loyalen Weggefährten an ihrer Seite macht sie sich auf die lange und beschwerliche Reise um der Dunkelheit Einhalt zu gebieten. Doch dies gestaltet sich schwerer, als zunächst angenommen, befindet sich doch ein Verräter innerhalb der neun Königreiche.

Meine Meinung:
Bücher, die von Büchern und Bibliotheken erzählen, sind für mich als Bücherwurm grundsätzlich ein Highlight. Doch hier brauchte ich tatsächlich einige Zeit, bis ich mit der Geschichte warm wurde. Die magische Bibliothek, die ein Eigenleben führt und das sonderbare Leben von Selibra, brauchten ihre Zeit bis sie mich erreichten.

Doch dann gefiel mir die Geschichte wirklich gut. Cosima Lang arbeitet ihre Figuren detailliert und liebevoll aus. Alle wirken glaubwürdig und auf ihre eigene Art authentisch. Zudem merkt man, dass alle mehr Facetten besitzen, als es zunächst den Anschein hat. Besonders Wolf - einer von Selibras Weggefährten - gefiel mir hier sehr gut.

Auch Spannung lässt die Geschichte nicht vermissen. Die Dunkelheit ist zunächst nur wenig greifbar. Man weiß, dass sie irgendwie durch einen Verräter ausgelöst wurde, doch wer dieser ist, bleibt lange im Dunkeln. Und so rätselte ich und war auf jeder Seite gespannt, ob Selibra und ihre Freund wohl in eine Falle tappen würden.

Die Umgebung der neun Königreich gefiel mir ebenfalls sehr gut. Es war erschreckend zu beobachten, wie diese sich im Verlauf der Geschichte veränderten und immer mehr kaputt gingen. Auch Bergland gefiel mir richtig gut. Die Welt die Cosima Lang unter der Erde erschaffen hat, gefiel mir sogar fast noch besser, als die der neun Königreiche. Hier hat Lang wirklich Schreibtalent bewiesen und tolle Bilder in meinem Kopf entstehen lassen.

Und wie es sich für eine gute Geschichte gehört, durfte auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese findet zwar nur am Rand statt und findet vor allem im Ende ihren Höhepunkt, doch ist sie über fast die komplette Geschichte, zumindest unterschwellig präsent. Dies gefiel mir sehr gut, so nimmt sie keinen übertrieben großen Raum ein und lässt der Handlung genug Platz zum Atmen.

Fazit:
Eine Geschichte, die uns Leser in die neun Königreiche enführt, Bekanntschaft mit der Dunkelheit machen lässt und dabei nie vergessen lässt, dass die Liebe auch in der Dunkelheit bestehen kann, bis zum Ende hoffnungsvoll bleibt und am Ende das Gute gewinnen lässt.