Sonntag, 7. August 2011

Rezension "Forbetter your English"

Autor: Eric T. Hansen
Verlag: Langenscheidt
Seitenzahl: 191
ISBN: 978-3-468-73821-0
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 12,99 €

Zum Inhalt:
"Forbetter your English" ist ein Sachbuch, dass den Lesern auf humorvolle Art und Weise die englische Sprache nahebringt. Mit lustigen Beispielen werden häufige Fehler aufgezeigt und Vorschläge gemacht, wie man sie am Besten vermeidet. Eric T. Hansen schafft es, dass der Leser nicht nur einmal über sich selbst schmunzeln muss. Jeder findet sich in irgendeinem Beispiel wieder, denn die Fehler sind wirklich typisch deutsch! Der auf Hawaii aufgewachsene Autor bringt dies sehr authentisch dem Leser nahe, da er selbst Muttersprachler ist und sich schon das ein oder andere Mal selbst über die deutschen Eigenarten gewundert hat. Die Deutschen werden in dem Buch stellenweise liebevoll auf die Schippe genommen, in dem Hansen anhand von Beispielen zeigt, wie schwer die deutsche Sprache für Ausländer ist.

Meine Meinung:
"Forbetter your English" ist kein Buch, welches ich am Stück lesen konnte. Immer wieder habe ich kleine Abschnitte bzw. Häppchen gelesen und mich stellenweise köstlich amüsiert. Hätte ich es am Stück gelesen wäre es vermutlich relativ schnell anstrengend geworden, da es eben ein Sachbuch ist und so auch in die Kategorie "kurz mal reinlesen" fällt.

Allein die Einleitung fand ich so gelungen, dass ich sie gleich meinem Freund vorlesen musste und er sich ebenfalls köstlich amüsiert hat. Eric T. Hansen nimmt schon hier die deutsche Sprache auf die Schippe und macht sich über die angeblich schwerste Sprache der Welt lustig.

Die einzelnen Abschnitte sind so kurz, dass man immer ein paar lesen kann und trotzdem nicht länger als 10 Minuten an dem Buch sitzt. Vorallem am Anfang fand ich die Beispiele die Hansen bringt sehr gelungen. Er schreibt zum Beispiel:

Zitat aus "Forbetter your English":
"Wie erkennt man einen Deutschen im Ausland? Ganz einfach. Sagen wir, Sie begegnen irgendwo auf der Welt , zum Beispiel in Hawaii, einer bunt zusammengewürfelten Gruppe von Touristen. [....] Falls sie wissen wollen, ob Deutsche darunter sind, sprechen Sie die Touristen einfach auf Englisch an und achten Sie darauf, wie sie reagieren: [...] Die Deutschen werden ebenfalls auf Englisch antworten - allerdings mit zwei Unterschieden: Sie sprechen es meist ausgezeichnet und der zweite Satz heißt immer "Excuse me please, I speak very bad English." Bingo: Ein Deutscher."
Zitat Ende!

Hier musste ich sofort schmunzeln, da mich das ein bisschen an mich selbst erinnert hat. Ich hab mich zwar noch nie für mein Englisch entschuldigt, aber den Drang dazu hatte ich schon öfters. Immer wenn zu uns in den Buchladen ein Kunde kommt und plötzlich anfängt Englisch zu reden, möchte ich mich vorneweg schon für mein Englisch entschuldigen ;)

Eric T. Hansen bringt noch weitere solcher Beispiele, die mich immer wieder zum Lachen gebracht und an mich selbst erinnert haben. Außerdem erzählt er von Dingen, die man auf KEINEN FALL sagen sollte und stellt Wörter vor, die sich in Amerika und England in ihrer Bedeutung unterscheiden. Stellenweise wirklich sehr interessant, auch wenn ich mir sicherlich nicht alles merken kann. Vor einem England-/Amerikaaufenthalt sind diese Tipps & No-Go's sicher sehr nützlich.

Auch sich selbst nimmt Hansen auf die Schippe. Er beschreibt nämlich auch, was er teilweise für Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat/hatte. Für ihn unbegreiflich ist zum Beispiel folgende Tatsache:

Eine Familie sitzt am Tisch und isst. Der Vater fragt den Gast (in diesem Fall Hansen) ob er noch etwas vom Essen will. Hansen sagt höflich "Danke", da er schon noch gerne etwas hätte. Allerdings weiß er dabei nicht, dass hier in Deutschland "Danke" bedeutet "Nein, danke, ich möchte nichts mehr." Der Vater nimmt sich selbst den Rest, da der Gast ja abgelehnt hat. Hansen bleibt irritiert zurück, bis jemand so nett ist und ihn aufklärt.

Solche Beispiele machen einem erstmal bewusst, wie schwierig eigentlich die deutsche Sprache und die deutschen Begebenheiten für jemanden sein müssen, der nicht hier aufgewachsen ist.

Gestört an dem Buch haben mich teilweise die Beispiele. Hansen erklärt Fehler die, die Deutschen machen oder eben Dinge die für Ausländer hier in Deutschland schwierig sind und bringt dazu immer ein Beispiel. Im Prinzip finde ich das ja gut, da die Sache so nochmal verdeutlicht wird, aber leider kommt fast in jedem Beispiel Sex vor. Vorallem am Ende ging mir das total auf die Nerven. Stellenweise dachte "Kann er das nicht mal anders erklären, muss er nur Beispiele mit Sex finden". Das mag vielleicht prüde und verklemmt klingen, aber ich finde einfach, dass man auch durchaus andere Beispiele finden kann und nicht immer nur das Thema Sex im Kopf  haben muss.

Fazit:
Ein humorvolles Sachbuch, in dem ich mich oft wiedergefunden habe und das mich stellenweise wirklich zum Lachen gebracht hat.
 
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Nina Neureuter und Langenscheidt für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
 

1 Kommentar:

  1. Das war wirklich nett und amüsant zu lesen :-)

    AntwortenLöschen