Sonntag, 13. Oktober 2019

Rezension "Dahin.Dorthin.Wohin?"

Titel: Dahin.Dorthin.Wohin?
Autor: Ulrike Holzwarth-Raether
Verlag: Duden
Seitenzahl: 48
ISBN: 978-3-411-70266-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,00 €
Alter: ab 5
Reihe: Weltenfänger

(c) Duden
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Ich habe ja schon öfters erzählt, dass meine Tochter Rätselhefte mag und ich immer wieder auf der Suche nach neuen Rätseln für sie bin.

Außerdem bastelt meine Tochter sehr gerne. Ausschneiden und kleben ist für sie das größte und heute kann ich sagen, dass ich mit diesem Band der Weltenfängerreihe die perfekte Mischung gefunden habe. Da meine Tochter zwar erst knapp vier ist, sind noch nicht alle Rätsel in diesem Buch für sie geeignet, aber ich habe schon einige entdeckt, die sie auf jeden Fall hinbekommen wird.

Da sind Reihen, die ergänzt werden müssen oder in denen das falsche Teil herausgefunden werden muss. Da sind Seiten auf denen gemalt werden darf, oder auch ausgeschnitten und geklebt. Das Motto des Buches ist "Konzentration stärken" und ich bin mir sicher, dass das mit den enthaltenen Aufgaben definitiv gelingen wird.

Ich finde dass es diesem Buch besonders gut gelingt, die Inhalte spielerisch zu vermitteln. Oft werden auch Dinge aus dem Alltag eingebaut, was die Aufgaben für die Kinder besonders greifbar macht. Da sind Deckel, die Töpfen zugeordnet werden müssen oder Besteck, dass in eine Schublade einsortiert werden muss. Oder aber auch der Einkauf der an die richtigen Stellen in der Küche sortiert werden muss.

Mir gefällt ebenfalls die sehr bunte Aufmachung des Buches. Was auf den ersten Blick etwas wild wirkt, ist glaube ich für Kinder super passend. Es wirkt alles nicht so ernst und steif und vermittelt dadurch auch nicht unbedingt einen Lerncharakter, sondern der Spaßfaktor steht im Vordergrund. Das finde ich richtig gut.

In diesem Buch gibt es so viel zu entdecken, dass die Kinder eine sehr lange Zeit damit beschäftigt sind. Die Mischung aus rätseln, lernen und basteln finde ich richtig toll und so wird das sicher nicht der letzte Band der Weltenfängerreihe gewesen sein, mit dem wir uns gemeinsam beschäftigen.

Fazit:
Ein tolles Buch, das beste Unterhaltung für Kinder ab 5 Jahren bietet. Ob Rätseln oder Basteln. Hier kommen alle auf ihre Kosten und lernen nebenein auch noch etwas.

Samstag, 12. Oktober 2019

Rezension "Katz und Maus wollen hier raus"

Titel: Katz und Maus wollen hier raus
Autor: Günther Jakobs 
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 40
ISBN: 978-3-551-51201-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 10,00 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein Bilderbuch für euch, das ich ganz große Klasse finde. Das Buch ist rundum stimmig und hat uns viele Lacher entlockt.

Das Format des Buches ist recht klein und so ist es schön handlich und lässt sich auch von kleinen Kinderhänden problemlos halten. Und auch die restliche Aufmachung gefällt mir richtig gut. Das Buch hat Löcher sodass es auch ein haptisches Erlebnis für die Kinder bietet. Zudem sind die Bidler von Maus und Katze so lustig und liebevoll, dass wir ständig lachen mussten.

Das Buch ist aus der Sicht der Katze erzählt. Diese befindet sich in dem Buch und möchte gerne raus. Dabei soll ihr das Kind helfen. Denn das Buch ist ein Mitmachbuch. Immer wieder wird das Kind aufgefordert gewisse Dinge zu tun. Das Buch umdrehen, schütteln oder auch die Katze streicheln sind nur ein paar Dinge, bei denen das Kind in die Geschichte mit einbezogen wird. Meine Tochter liebt solche Bücher, geben sie ihr doch das Gefühl mitten im Geschehen zu sein.

Die Menge des Textes ist recht gering, aber sehr einprägsam. Die Aufforderungen klar. Es gibt auch einige Seiten, bei denen einfach nur vorgelesen wird, aber auch diese sind sehr unterhaltsam. Selbst ich war gespannt, ob es die Maus schlussendlich aus dem Buch schaffen würde.

Für uns ist das ein richtig tolles Buch. Kaum hatte ich zu Ende gelesen hat meine Tochter gesagt, dass ich es nochmal vorlesen soll. Das ist wirklich ein gutes Zeichen, denn Bücher, die meine Tochter nicht so überzeugen legt sie gerne auch mal recht schnell zur Seite. Hier aber hätte sie glaueb ich gerne gehabt, dass ich es in Dauerschleife vorlese.

Fazit:
Ein gelungenes Kinderbuch, dass die Kinder zum Mitmachen auffordert und uns so viele Lacher entlockt hat. Ein Spaß für Groß und Klein, den wir sicherlich noch häufiger genießen werden. 

Samstag, 5. Oktober 2019

Rezension "Mia und das oje-du-fröhliche Weihnachtsfest"

Titel: Mia und das oje-du-fröhliche-Weihnachtsfest
Autor: Susanne Fülscher
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 256
ISBN:978-3-551-65077-1 
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 € / 6,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mias Papa ist in letzter Zeit total komisch. Er ist mürrisch und sehr verschlossen und eigentlich nur genervt von allem. Eines Tages erzählt er seiner Familie, dass er eine Auszeit braucht und mit seinem Freund verreisen wird. Mia ist geschockt, denn das heißt, dass ihr Papa auch über Weihnachten weg sein wird. Und was ist das bitte für ein Weihnachten, wenn ihr Papa nicht mit dabei ist. Zum Glück hat Mia ihre Freundinnen, die immer für sie da sind und ihr helfen sich abzulenken. 

Meine Meinung:
Schon im letzten Jahr habe ich einige Bücher aus der Mia-Reihe gelesen, die mir sehr gut gefallen haben. Und so habe ich mich sehr gefreut, dass dieses Jahr ein neuer Band erschienen ist, vor allem weil es um Weihnachten geht.

Ich freue mich schon so auf die weihnachtliche Zeit, die Düfte und die gemütliche Stimmung und was passt da besser als ein Weihnachtsbuch. Gerade wenn ich aus dem Fenster schaue, kann man bei diesem Wetter doch eigentlich nichts besseres machen als lesen.

Mia ist eine wunderbare Kinderbuchreihe, die richtig klasse und kindgerecht geschrieben ist und es trotzdem jedes Mal schafft, auch ernste Themen zu verarbeiten. In diesem Fall die Auszeit von Mias Papa und ihre Angst, dass ihre Eltern sich vielleicht trennen könnten. Susanne Fülscher schafft es dieses Thema nie zu ernst und bedrückend wirken zu lassen, es aber trotzdem gut rüber zu bringen, wie traurig Mia tatsächlich ist. Allerdings gibt es trotzdem sehr viele schöne Momente. Da sind die Weihnachtsmarktbesuche oder die Treffen mit ihren Freundinnen oder auch die mit Oma Olga.

Die weihnachtliche Stimmung wird so toll transportiert, dass ich sofort Lust auf Lebkuchen, Punsch und Weihnachten bekam. Der viele Schnee in der Geschichte, tat sein übriges, dass ich mich sofort weihnachtlich fühlte.

Und auch die Charaktere in den Miabüchern mag ich so gerne. Oma Olga ist richtig cool und Mia und ihre Freundinnen, verbindet eine Freundschaft, um die ich sie sehr beneide. Es ist nicht immer alles rosarot und sie streiten sich auch mal, aber wenn es drauf ankommt, dann sind sie füreinander da. Wirklich sehr schön.

Das Buch ist die perfekte Lektüre für die Vorweihnachts- und Adventszeit oder auch das perfekte Geschenk zum Nikolaus. Mia überzeugt mal wieder auf ganzer Linie und am Ende warten auf den Leser ein geniales Weihnachtsfest und eine tolle Silvesterfeier.

Fazit:
Eine weitere tolle Miageschichte, nicht ganz ohne Probleme, dafür mit einer unheimlich tollen weihnachtlichen Stimmung und wahnsinnig gelungenen Protagonisten.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Rezension "Ich ging in die Dunkelheit"

Titel: Ich ging in die Dunkelheit
Autor: Michelle McNamara
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-85535-060-5   
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,00 €

(c) Atrium
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Als Michelle noch ein Kind war, wurde in ihrer Nachbarschaft ein Mädchen ermordet. Dies weckte ihre Faszination für das Dunkle, das Böse im Menschen, für unaufgeklärte Morde. Als Erwachsene verschrieb sie sich der Suche nach Monstern, die bisher unerkannt entkommen konnten.

Und von dieser Suche berichtet dieses Buch. Denn dieses Buch erzählt von der Suche nach einem Mörder. Von der Suche nach einem Mörder und Vergewaltiger, der Kalifornien zehn Jahre (1976-1986) lang in Angst und Schrecken versetzte und immer wieder ungesehen davon kam. Ein Mann, der Frauen vergewaltigte und ermordete. Ein Mann, der die Ehemänner und Kinder dabei zusehen ließ. Ein Mann, der mit äußerster Brutalität vorging und vor nichts Halt machte. Ein Mann, der nie gefasst wurde, da sich die Ermittlungsmöglichkeiten damals einfach noch in Grenzen hielten. 

Michelle beschloss dem auf den Grund zu gehen und rollte die Fakten von damals nochmal komplett aus. Ging an Tatorte und sprach mit Ermittlern und Angehörigen. Forschte im Netz und in Archiven und schnappte nach jedem Schnipsel an Informationen, den sie bekommen konnte. Diese Suche schildert sie äußerst spannend und packend und ich grußelte mich stellenweise so sehr, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre selbst bei der Suche dabei gewesen. Denn die Taten werden doch sehr detailliert beschrieben und man muss als Leser schon einiges abkönnen um das lesen zu können. Denn was in Thrillern noch fiktiv ist, beruht hier auf wahren Tatsachen, was das Buch schon zu sehr hartem Tobak macht.

Die Autorin verstarb leider vor Fertigstellung des Buches, was man diesem leider stellenweise anmerkt. Einige Kapitel wurden lediglich aus ihren Notizen zusammengesetzt. Und das merkt man am Stil total, finde ich. Da die Stellen markiert sind, fällt das sofort auf, aber man würde es vermutlich auch so merken. Die Stellen sind deutlich holpriger, als die, die sie selbst verfasst hat. Was man natürlich auch irgendwie verstehen kann. Natürlich kann man nichts dagegen tun, dass die Autorin verstarb, aber es ist schon schade, dass an diesen Stellen der Fluss etwas fehlt.

Was mich ziemlich gestört hat, war das Durcheinander im Buch. Die Fälle werden durcheinander geworfen und befinden sich chronologisch in keiner logischen Reihenfolge. Wahrscheinlich ist das schon Absicht so, aber für mich war das irgendwie anstrengend, da ich mir mittendrin nicht mehr wirklich sicher war, ob es sich jetzt wirklich nur um einen Täter handelt, um den es in dem Buch geht.

Was ich jedoch total spannend fand waren die Informationen, abseits der Fälle. Nämlich die, wie sich die Kriminaltechnik weiterentwickelt hat und dass den Ermittlern heutzutage viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen, als jetzt. Ich vermute in der heutigen Zeit wäre der Täter auch nicht so lange ungeschoren davon gekommen. Besonders spannend fand ich die Entwicklung der DNA-Analyse und die Fakten dazu.

Und so ist das Buch durchaus sehr lesenswert, ist aber definitiv nichts für schwache Nerven. Mich zog es stellenweise so runter von einem Mord nach dem nächsten zu lesen, dass ich das Buch immer wieder pausieren musste. Allerdings ist das bei True Crime wohl so und nun habe ich wieder was dazu gelernt.

Das Buch hat dann auch ein befriedigendes Ende, auch wenn die Autorin das leider nicht mehr mitbekommen hat. Der Täter wurde nach so vielen Jahren des Schreckens und der vergeblichen Suche nämlich gefasst und das war ja letztendlich alles, was McNamara wollte.

Fazit:
Ein düsteres Buch von der Suche nach einem Mörder, das packend geschrieben ist, mit wissenschaftlichen Fakten punkten kann, mir aber stellenweise etwas zu durcheinander war.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Rezension "Wie kleine Tiere groß werden - Die Raupe"

Titel: Wie kleine Tiere groß werden - Die Raupe
Autor: Agnese Baruzzi / Sandra Grimm
VerlagRavensburger
Seitenzahl: 24
ISBN: 9783473438273  
Einbindungsart: Hardcover
Preis:12,99 €
Alter: ab 2

(c) Ravensburger
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder ein Buch für die ganz kleinsten für euch. Das Pappbilderbuch ist ab zwei Jahren empfohlen und erinnert mich ein wenig an die kleine Raupe Nimmersatt.

Denn die Thematik ist im Prinzip die gleiche. Das Buch erzählt von einer kleinen Raupe, die ganz viel frisst und am Ende dann zu einem großen Schmetterling wird. Allerdings ist die Aufmachung eine ganz andere. Ich finde die Gestaltung des Buches total klasse, denn die Seiten sind ganz besonders geschnitten.

Da gibt es Löcher durch die man schon auf die nächste Seite durchschauen kann, oder auch Seiten die schon in der Hälfte durchgeschnitten sind und so mit der hinteren Seite ein gemeinsames Bild ergeben. So ist alleine durch die Gestaltung schon ein absolutes Leseerlebnis garantiert. Die Kinder haben viel zu schauen, aber auch nicht zu viel. Die Bilder sind nicht überladen und sehr klar gezeichnet.

Ich muss ja zugeben, dass ich mehr auf so liebevolle Zeichnungen stehe. Also Zeichnungen die einfach richtig niedlich sind. Das ist hier nicht unbedingt der Fall. Ich empfinde die Bilder als recht nüchtern und auch so ein bisschen künstlerisch und das ist definitiv nicht mein Lieblingsstil. Trotz allem gefällt mir vor allem die haptische Gestaltung sehr gut, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kindern ein Buch viel besser gefällt, wenn sie etwas zum Anfassen haben.

Der Text ist sehr kurz und so auch für kleine Zuhöremuffel, wie meine Tochter es im Moment noch ist, bestens geeignet. Sie blättert meistens schnell weiter wenn ich vorlese, da sie noch nicht lange zuhören möchte. Und da ist die Menge an Text, die in diesem Buch zu finden ist einfach bestens geeignet, weil er sehr schnell vorzulesen ist.

Fazit:
Ein Bilderbuch dessen haptische Gestaltung ich richtig super finde. Die Geschichte von der kleinen Raupe die zum Schmetterling wird überzeugt durch klare Bilder und wenig Text und ist so bestens geeinget für Kinder ab zwei Jahren.


Montag, 30. September 2019

Rezension "Schokopokalypse"

Titel: Schokopokalypse
Autor: Chris Callaghan
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 192
ISBN:  978-3-551-52094-4 
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,99 € / 8,99 €
Alter: ab 9

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mampfton ist ein kleines Dorf in dem es die beste Schokolade weit und breit gibt. Zudem lebt das Dorf einzig von der Schokoladenherstellung und alle Bewohner sind selbstverständlich süchtig nach Schokolade. So auch Jelly und ihre Familie. Als dann eines Tages die Meldung kommt, dass die Schokopokalypse bevorsteht und es bald überhaupt gar keine Schokolade mehr geben wird, bricht das Chaos aus. Jeder versucht so viel Schokolade wie möglich zu horten. Und dabei merken alle gar nicht, was für ein Spiel eigentlich in Mampfton gespielt wird und was hinter der Katastrophe steckt.

Meine Meinung:
Schokolade, wer liebt sie nicht? Also ich könnte mir auf jeden Fall kein Leben ohne Schokolade vorstellen und so wäre der Zustand in diesem Buch der absolute Horror für mich. Ich war deswegen auch sehr gespannt, wie es wohl zu dieser Katastrophe kommen konnte und was die Bewohner dagegen tun wollen.

Das Buch ist recht dünn und so habe ich es tatsächlich sehr schnell gelesen. Der Schreibstil ist angenehm und kindgerecht und ich bin mir sicher, dass das Buch vielen Kindern große Freude bereiten wird. Es geht um Schokolade und ist dabei noch spannend und witzig, was will man mehr. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und stellenweise köstlich amüsiert. Zudem hatte ich ganz plötzlich ganz große Lust auf Schokolade. Na wo das wohl herkam?

Die Geschichte wird von Seite zu Seite tatsächlich auch immer spannender und steuert dann auf einen richtigen Höhepunkt zu. Hierbei kommt auch die Action nicht zu kurz. Und so halte ich das Buch gerade auch für Lesemuffel bestens geeignet. 

Die Protagonisten gefielen mir ebenfalls sehr gut. Sie sind ganz besondere Persönlichkeiten, etwas schrill und skurril, aber sehr passend zu dieser Geschichte. Gerade Jelly ist sicherlich ein Kind, das auch gut bei jungen Lesern ankommt. Ein ganz normales Mädchen, dass mutig versucht die Geheimnisse um die Schokopokalyse zu lösen.

 Das Ende rundet die Geschichte wunderbar ab. Alle Rätsel sind gelöst und alle sind glücklich und zufrieden. Genauso muss das bei so einem Buch sein und so passt hier alles hervorragend zueinander, was das Buch zu einer runden Geschichte macht.

Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Kinderbuch, das mich bestens unterhalten hat.


Sonntag, 29. September 2019

Rezension "Das Ende"

Titel: Das Ende
Autor: Mats Strandberg
VerlagArctis
Seitenzahl: 352
ISBN:  978-3-03880-029-3
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 19,00 €
Alter: ab 14

(c) Arctis
Zum Inhalt:
Simon und Lucinda sind Teenager und sie verbindet eigentlich nicht besonders viel. Gut, da ist die Tatsache, dass Simons Exfreundin auch Lucindas beste Freundin war. Und dieses Mädchen wurde nun ermordet. Und als wäre das nicht tragisch genug, so bleibt nicht viel Zeit den Täter ausfindig zu machen. Denn ein Komet rast unaufhaltsam auf die Erde zu und wird diese binnen weniger Wochen auslöschen. Das Ende steht unaufhaltsam bevor, die Menschen verlieren die Kontrolle und ein Mörder will gefunden werden.

Meine Meinung:
Ich liebe ja Dystopien. Die Szenarien in Dystopien sind eigentlich immer beklemmend aber auch auf eine ganz besondere Art fesselnd und beeindruckend, zeigen sie doch Facetten von Menschen, die man sonst niemals zu Gesicht bekommen hätte.

"Das Ende" ist nicht wirklich eine Dystopie, sondern eher eine Endzeitgeschichte, geht darum aber in eine ähnliche Richtung. Ich war total gespannt, was mich in diesem Buch erwarten würde und wie die Sache mit dem Komet ausgehen würde. Denn irgendwie überlegt man naütrlich schon rum, ob die Geschichte vielleicht gut ausgeht, ob es vielleicht letztendlich eine Lösung gibt, wie dieser aufgehalten werden kann.

Die Geschichte beginnt zu der Zeit, als die Menschen von dem Kometen erfahren. Man merkt sofort wie sich die Wesen der Menschen verändern. Sie hören auf zur Arbeit zu gehen und plötzlich verändern sich die Prioritäten komplett. Das fand ich total spannend zu beobachten. Ich finde auch dass solche Szenen zum Nachdenken anregen, denn ich überlege mir dann immer, was ich wohl in so einer Situation machen würde.

Nach und nach lernt man die Protagonisten näher kennen. Hierzu wird die Geschichte sowohl aus der Perspektive von Simon, als auch von Lucinda erzählt. Das fand ich super, denn so erschließen sich einem Dinge viel besser und man lernt die beiden immer besser kennen.

Ich muss sagen, dass diese Geschichte definitiv nichts für schwache Nerven ist. Mich hat sie stellenweise schon ziemlich mitgenommen und auch runtergezogen. Das spricht natürlich absolut für den Autor und seine authentische Geschichte. Geschichten die Emotionen auslösen sind immer gut. Doch ist die Geschichte auch viel von Gewalt und Co. geprägt und das nahm mich stellenweise extrem mit. Ich habe tatsächlich auch zwischendurch immer wieder eine Geschichte mit ganz viel Liebe und positiven Elementen gebraucht, quasi als Gegengewicht.

Der Autor ist nämlich auch ziemlich schonungslos. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und so tun sich im Laufe der Geschichte menschliche Abgründe auf, die schon heftig sind. Zudem wird die Angst und Beklemmung der Protagonisten auf jeder Seite mehr spürbar und nahm auch mich völlig gefangen. Ich stellte mir vor, wie es wohl wäre, wenn wir wüssten, dass in nur wenigen Tagen ein Komet unseren Planenten zerstören wird. Diese Vorstellung ist schon ziemlich krass.

Über das Ende möchte ich gar nicht so viel verraten, denn ich möchte niemanden spoilern. Aber das Ende ist krass und so bewegend, dass ich stellenweise fast mit den Tränen kämpfen musste. Es ist unfassbar emotional und hat mich mit einem großen Kloß im Hals zurück gelassen.

Alles in allem ist "Das Ende" ein unheimlich faszinierendes und zugleich erschreckendes Buch. Es zeigt, was aus Menschen wird wenn sie vor dem Ende stehen. Es zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist und was wir mit der kostbaren Zeit machen sollten, die uns bleibt. Und letztendlich zeigt es, dass es nichts wichtigeres als Familie und Freundschaft im Leben gibt und alles andere unwichtig wird, wenn man vor einem unausweichlichen Ende steht.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich sehr berührt und mitgenommen, aber auch emotional fertig gemacht hat. Eine Geschichte die eine emotionale Achterbahnfahrt ist und zeigt wozu Menschen bereit sind, wenn das Ende unausweichlich bevorsteht.


Rezension "Nova & Avon - Avons Rückkehr"

Titel: Nova & Avon - Avons Rückkehr
Autor: Tanja Voosen
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-551-65382-6
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 13,00 € / 7,99 €
Alter: ab 11
Band: 2/2

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Und da dachte Nova sie wäre Avon endgültig los. Weit gefehlt, denn Nova hat ein Problem - ihre Eltern sind weg. Und dabei kann ihr niemand geringeres helfen als Avon. Also wird diese fix wieder hergezaubert, doch was Nova und ihre Freundin Fee sich damit einbrocken, damit hatten sie so gar nicht gerechnet. Ob Nova ihre Eltern unversehrt wieder finden wird?

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Reihe rund um Nova und Avon. So wie ich es verstanden habe, ist dies wohl gleichzeitig auch der letzte Teil.

Den ersten Band fand ich wirklich ganz nett und unterhaltsam zu lesen und auch dieser zweite Band liest sich definitiv gut, denn ich mag einfach den Schreibstil von Tanja Voosen sehr gerne. Sie schreibt so herrlich locker leicht und immer mit einer Prise Humor. Das gefällt mir sehr gut.

Trotzdem hat mir dieser zweite Band nicht ganz so gut gefallen wie der erste. Ich glaube dies lag vor allem an der Handlung, die zwar durchaus spannend war, aber mir leider auch etwas zu übertrieben. Gerade der Showdown ist schon sehr actionreich und hektisch. Es wirkte alles etwas gewollt und das hat mir dann nicht so richtig gefallen.

Ansonsten ist die Handlung ganz okay, aber irgendwie konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht so richtig packen. Ich denke, es fehlte mir einfach auch etwas an Spannung, da ich vieles sehr vorhersehbar fand. Die Grundidee mit Nova und ihrem bösen Zwilling finde ich nach wie vor sehr gut. Ich finde dass die Idee tatsächlich viel Potential hat und man noch viel mehr daraus hätte machen können. Allerdings darf man natürlich auch nicht vergessen, dass dies ein Kinderbuch ab 11 Jahren ist und somit mit dem Spannungsgrad auch etwas vorsichtig umgegangen werden muss.

Ich muss zugeben, dass ich es manchmal echt schwer finde, das zu formulieren, warum mich ein Buch nicht so richtig gekriegt hat. Das ist dann mehr so ein Gefühl beim Lesen, das man nicht so in Worte fassen kann. Ich denke viele Leser von euch kennen das Gefühl. Entweder man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen, muss ständig daran denken und will die ganze Zeit darin lesen, oder eben eher nicht. Und dieses Buch gehörte so leid es mir tut, eher zur zweiten Kategorie.

Ich finde es trotzdem schade, dass kein weiterer Band mehr erscheinen wird, denn wie oben schon erwähnt, mag ich den Schreibstil und die Ideen von Tanja Voosen sehr gerne und freue mich jedes Mal wieder, wenn ich ein neues Buch von ihr in der Hand  haben.

Fazit:
Ein zweiter Band, der nicht ganz an den ersten heranreicht. Trotz des super zu lesenden Schreibstils fehlte mir etwas die Spannung, zudem war das Ende etwas zu übertrieben. Trotzdem schade, dass es keinen weiteren Band geben wird.


Samstag, 28. September 2019

Rezension "Was brauchst du?"

Titel: Was brauchst du?
Autor: Hanna Grubhofer / Sigrun Eder / Barbara Weingartshofer
Seitenzahl: 80
ISBN: 978-3-99082-022-3
Einbindungsart: Paperback
Preis: 19,90 €

(c) edition riedenburg
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein ganz besonderes Bilderbuch für euch. Ein Bilderbuch, in dem es um gewaltfreie Kommunikation geht und das sich sowohl an Kinder, als auch Erwachsene richtet.

Vorneweg sei mal gesagt, dass ich gewaltfreie Kommunikation gut und richtig finde und diese eigentlich selbstverständlich sein sollte. Darüber zu reden ist ebenfalls wichtig. Ich denke jeder hat auch irgendetwas was er in seiner Erziehung verbessern kann. Ich weiß von mir selbst zum Beispiel, dass ich recht schnell genervt bin. Daher war ich sehr gespannt auf das Buch und erhoffte mir noch friedlichere Lösungen für Konflikte, Lösungen mit denen alle zufrieden sind.

Und ja, ich kann sagen, dass Buch gibt definitiv Alternativen vor. Anhand von Beispielen, also Konflikten, die zwischen zwei Tieren entstehen, zeigt das Buch, wie man diese Situationen lösen könnte. Hierbei wirkt Gino Giraffe als Vermittler, um die Situation friedlich und für alle zufriedenstellend zu lösen. Sie geht auf die Probleme beider Seiten ein. Hinten im Buch gibt es dann weitere Seiten zu den einzelnen Situationen, in  denen es verschiedene Lösungsvorschläge für den Konflikt gibt. Die Kinder können die Lösung ankreuzen, die für sie am besten passt, oder selbst einen Vorschlag machen.

Zudem wird das Kind angeregt selbst über Situationen nachzudenken, in denen es sich in einer ähnlichen Konflikstituation befunden hat. Es bekommt den Anstoß darüber nachzudenken, wie es ihm damit ging, was es dabei empfunden hat und vielleicht auch welche Lösung es sich da gewünscht hätte.

Grundsätzlich finde ich das Thema wirklich spannend und gut. Ich mag es wenn man Konflikte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, bzw Alternativen gezeigt bekommt, wie man auch hätte mit einem Konflikt umgehen können. Und ich selbst habe schon gemerkt, dass man mit Verständnis und indem man friedlich nach einer Lösung sucht, viel weiter kommt, wie wenn man immer genervt ist oder schimpft. Und erstere Variante ist einfach für alle Beteiligten viel schöner. Insofern finde ich das Buch tatsächlich nicht so schlecht, da es eben einfach mal zum Nachdenken anregt.

Allerdings ist es mir einfach auch ein bisschen zu viel. Für mich gibt es immer noch ein paar Situationen in denen ich sage, was Sache ist und dann sollte das auch so gemacht werden. Für mich ist es im Alltag nicht immer unbedingt praktikabel für alle Situationen immer nur Verständnis zu haben und gefühlt stundenlang nach einer Lösung zu suchen. Und da ist mir dieses Buch einfach in manchen Situationen zu "soft" sage ich jetzt mal. Es gibt einige Konfliktbeispiele da musste ich beim Lesen wirklich die Augen verdrehen. Es ist nämlich schon anstrengend, wenn Kinder sich quasi selbst erziehen dürfen und man immer für alles Verständnis hat, auch im wahren Leben.

Das Buch hat für mich hier einfach einen Stil, den ich als etwas anstrengend empfand. Vielleicht sind die Situationen auch bewusst so übertrieben dargestellt, aber ich habe einfach schon gemerkt dass dieser ganz sanfte Stil, bei dem Kinder gefühlt machen dürfen was sie wollen und man immer Verständnis hat, einfach nichts für mich ist.

Grundsätzlich finde ich die Thematik aber wie schon erwähnt ganz spannend und finde es gut, dass man angeregt wird darüber nachzudenken, wie man Konflikte komplett friedlich lösen könnte.

Fazit:
Ein Buch, das ich grundsätzlich gut und wichtig finde, dessen Stil ich aber etwas anstrengend und übertrieben fand, da es einfach nicht ganz meinen Einstellungen entspricht. 


Freitag, 27. September 2019

Rezension "Fips will keine Schildkröte mehr sein"

Titel: Fips will keine Schildkröte mehr sein
Autor: Simone Gruber / Jacqueline Kauer (Illustrationen)
Verlag: KaleaBook
Seitenzahl: 36
ISBN:978-3-906234-09-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 11,99 €
Alter: ab 4 Jahren

(c) KaleaBooks
Zum Inhalt:
Fips ist eine Schildkröte, doch eigentlich ist sie total unzufrieden. Sie möchte gar keine Schildkröte mehr sein, denn die sind doch total langweilig. Und so beginnt sie mit anderen Tieren zu tauschen. Mal bekommt sie das Fell eines Hasen, dann die Federn eiens Papageis und das Fell eines Fuches. Doch plötzlich merkt sie, dass ihr Panzer gar nicht so schlecht war und sie ihn eigentlich gerne wieder zurück hätte, denn durch die ganze Tauscherei weiß sie plötzlich, wie toll es eigentlich ist, eine Schildkröte zu sein.

Meine Meinung:
Heute habe ich ein echt tolles Bilderbuch aus einem etwas kleineren Verlag für euch. Ich bin so froh, dass es den Weg zu mir gefunden hat, denn es gefällt mir und meiner Tochter tatsächlich sehr gut.

Zunächst einmal finde ich die optische Gestaltung wirklich sehr schön. Die Zeichnungen von Fips sind so süß und kindgerecht, dass wir das Buch total gerne angeschaut haben. Zudem gibt es am Ende des Buches einen Bastelbogen. Daraus kann das Kind dann, entweder alleine oder mit Hilfe von Mama oder Papa Fips ausschneiden. Doch nicht nur das, nein es sind auch noch alle möglichen Verkleidungen vorhanden, sodass das Kind eine Anziehpuppe in Form von Fips hat, die es nach Herzenslust verkleiden kann. Das Ausschneiden ist tatsächlich eine etwas filigranere Geschichte, sodass ich meiner Tochter bei den kleineren Teilen helfen musste, aber das ist ja nicht weiter tragisch.

Die Geschichte selbst ist ebenfalls wunderschön. Ich mag Bilderbücher mit schönen Botschaften sehr gerne und da ich selbst nicht unbedingt das größte Selbstbewusstsein habe und nicht besonders zufrieden mit mir selbst bin, so wünsche ich mir sehr, dass meine Kinder es mit sich selbst sein werden. Dass sie wissen wie toll und gut sie sind, mit all ihren Ecken und Kanten. Und genau dazu trägt dieses Buch bei.

Ich denke nämlich, dass viele mal das Gefühl oder den Wunsch haben, dass sie gerne jemand anderes wären. Genau wie Fips, die es satt hat eine langweilig Schildkröte zu sein. Sie merkt dann ja aber, dass es gar nicht so toll ist, jemand anderes zu sein und das sie selbst eigentlich gut ist, wie sie ist. Das Buch vermittelt dies auch mit dem letzten Satz, der lautet "Unsere Unterschiede machen uns besonders. Sei stolz auf dich!". Und genau das halte ich für eine der wichtigsten Botschaften, die man einem Kind vermitteln kann. Das Buch schafft dies durch seine Geschichte perfekt und so werde ich es meinen Kindern immer wieder gerne vorlesen.

Fazit:
Ein wunderbares Kinderbuch, das eine tolle Botschaft vermittelt. Sei du selbst und sei stolz darauf. Die liebevollen Zeichnungen sind toll anzuschauen und machen das Vorlesen zu einem echten Vergnüngen.