Samstag, 15. Juni 2019

Rezension "Pipi, Pups und Zähneputzen"

Titel: Pipi, Pups und Zähneputzen
Autor: Petra Klose (Text) / Denitza Gruber (Illustrationen)
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 18
ISBN: 978-3-551-25236-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: 2-4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder einen Band aus der Reihe "Frag doch mal ... die Maus" für euch. Ein Sachbuch, welches sich mit einem extrem spannenden und für kleine Kinder sehr relevanten Thema beschäftigt. Darum finde ich schon den Titel richtig super. Wieviele Kinder sagen sie müssen Pipi? Wie viele Kinder finden pupsen extrem witzig? Schon der Titel nennt die Dinge beim Namen, was ich für kleine Kinder bei jeglichen Themen wichtig finde.

Doch das Buch bietet noch viel mehr, als der Titel erahnen lässt. Es geht nicht nur ums "Aufs Klo gehen" und Zähneputzen, nein, noch viele weitere Themen, die Kinder beschäftigen, werden hier angesprochen. Es geht darum, warum Menschen schlafen müssen und warum man nicht im Schlafanzug in den Kindergarten gehen kann. Außerdem ist die Körperpflege ein großes Thema. Ob Nägel oder Haare schneiden oder aber auch Händewaschen und Baden.

Das Thema "Klogang" ist jedoch defininitiv das, welches am meisten Raum einnimmt. Ich finde das gerade mit diesem Thema wirklich schön umgegangen wird. Nicht wenige Eltern machen sich sicherlich viel Druck damit, wann es denn endlich klappt mit dem Klogang. Auch ich kann mich da nicht rausnehmen. Das Buch jedoch versucht eine ganz ruhige Beziehung zu dem Thema aufzubauen, die hier auch bitter nötig ist. Es fängt an mit der Frage, wieso man morgens aufs Klo muss, befasst sich aber auch damit, ob man denn schon alleine aufs Klo gehen kann und dass es gar nicht schlimm ist, wenn mal was in die Hose geht. Zudem hat das Mädchen Mila, um die es in diesem Buch geht, nachts noch eine Windel und es klappt nicht alles super perfekt am Anfang. Das finde ich super, denn es ist absolut realistisch.

Auch die Infoboxen finde ich in diesem Band wieder sehr interessant. Ob eine Erklärung zum Thema Pupsen oder wie Menschen in anderen Ländern aufs Klo gehen. Oder aber auch, warum es sich lohnt immer seine Zähne gut zu putzen und warum es früher keine Waschmaschinen gab. Hat man Lust, kann man diese Themen durch die Infoboxen noch mehr vertiefen.

Schön finde ich, dass auch hier wieder alles in eine Geschichte verpackt wird. Diese Geschichte erzählt von Theos und Milas Tag, beginnt beim Aufstehen geht weiter im Kindergarten und endet beim Schlafengehen. So kann man selbst entscheiden, ob man nur die Geschichte vorliest oder ob man auch die "wissenschaftlichen" Fakten mit erzählt.

Auch die Bilder sind wieder einmal ein echter Hingucker. So liebevoll gezeichnet, guckt sich schon meine noch nicht mal zweijährige Tochter das Buch sehr gerne an. Vorlesen mag sie noch nicht so gerne, aber Bilder angucken und Dinge, die sie aus ihrem Alltag kennt, anschauen, das gefällt ihr gut. Und genau das bietet dieses Buch. Die liebevollen Details, die Tiere, das Essen und auch die Kinder mag meine Tochter sehr gerne.

Am Ende des Buches gibt es ein kleines Rätsel, was wiederum total passend für meine große Tochter ist. Sie liebt Rätsel und so vereint das Buch die Interessen meiner beiden Töchter, was ein weitere Pluspunkt für dieses Buch ist. Zudem überprüft das Rätsel, ob die Kinder gut aufgepasst haben, als man ihnen das Buch vorgelesen hat. Denn sie müssen einige Dinge, die im Buch versteckt sind wieder finden. Für uns Erwachsene gibt es als kleine Hilfe Lösungshinweise ;)

Fazit:
Ein weiteres tolles Buch aus der Reihe "Frag doch mal ... die Maus", welches beide meiner Kinder lieben und sicher noch sehr oft angeschaut wird.


Freitag, 7. Juni 2019

Rezension "Bus 57"

Titel: Bus 57
Autor: Dashka Slater
VerlagLoewe
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-7432-0363-1
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,95 €
Alter: ab 14

(c) Loewe
Zum Inhalt:
Sasha und Richard sind zwei Teenager, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Richard, ein dunkelhäutiger Junge aus schwierigen Verhältnissen, der schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt kam. Sasha eine Person, die sich selbst als geschlechtsneutral, als agender definiert. Die Wege der beiden kreuzen sich in der Buslinie 57. Sasha vom Aussehen her ein Junge, trägt aber einen Rock und wird so schnell Ziel der Aufmerksamkeit von Richard und seinen Freunden. Von diesen angestachelt setzt Richards Sashas Rock in Brand und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Meine Meinung:
Dieses Buch basiert auf einem wahren Erlebnis. Die Autorin begleitete den Prozess rund um Richard und sein Vergehen und sprach mit den Betroffenen. Basierend auf diesen Informationen schrieb sie diese Geschichte nieder.

Als ich den Klappentext dieses Buches las, war ich sofort Feuer und Flamme für diese Geschichte. Biographien und biographische Geschichten lese ich eigentlich eher selten, doch ab und an ist eine drin und so kam dieses Buch genau richtig.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Der Schreibstil der Autorin ist total angenehm zu lesen, ich fühlte mich so, als wäre ich selbst hautnah am Geschehen dran gewesen. Die Kapitel sind stellenweise sehr kurz, manchmal sogar nur eine Seite lang und genau das finde ich hier richtig super. Die Kürze der Kapitel vermittelt ein Gefühl, welches perfekt zur Erzählung passt. Man springt von Ereignis zu Ereignis, stellenweise fühlte ich mich gehetzt, aber in einem positiven Sinn. Denn das passt einfach wie die Faust aufs Auge zu den Geschehnissen.

Was die Autorin hier beschreibt ist dermaßen schockierend und traurig. Die Geschichte war extrem tragisch, wobei für mich schlussendlich nicht feststeht, ob es sich wirklich um ein "Hassverbrechen" handelte, nur weil Sasha anders aussieht. Viel mehr erschien es mir wie eine "leichtsinnige" Tat eines überforderten Jugendlichen, der angestachelt von seinen Freunden viel zu weit geht und damit ein tragisches Ereignis auslöst. Auch wenn das natürlich nichts entschuldigt. Jedoch wirkte dieser Fall für mich zu sehr von der Presse aufgebauscht und viel mehr daraus gemacht, als es eigentlich war. Dies hat mit der Qualität des Buches aber eigentlich nichts zu tun, ist nur einer der Eindrücke, die ich durchs Lesen hatte.

Was ich total interessant fand, ist dass man durch die Geschichte nebenbei sehr viel über die amerikanische Justiz und das Strafvollzugssystem erfährt. Es gibt Zahlen, Daten und Fakten und viel darüber zu erfahren, wie Gerichtsverfahren ablaufen und wie es in den Gefängnissen so zugeht. Das alles fand ich wirklich spannend zu erfahren und stellenweise auch etwas erschreckend.

Es gibt eine Sache mit der ich allerdings recht große Schwierigkeiten hatte. Sasha bezeichnet sich selbst ja als agender, sprich weder männlich noch weiblich. Da hierfür weder er noch sie verwendet werden kann gibt es für das dritte Geschlecht eigene Pronomen. Dies brachte mich immer wieder aus dem Lesefluss und ich musste diese Stellen häufiger lesen, da ich diese Pronomen einfach gar nicht kannte. Mit der Zeit ging es etwas besser, doch blieben diese Stellen auch weiterhin kleine Stolperfallen.

Fazit:
Eine total interessante Geschichte, die eigentlich gar keine ist, denn sie erzählt von einer wahren, sehr erschreckenden Begebenheit. Die Autorin kann super schreiben, auch das Wissen welches nebenbei über die Justiz in den USA vermittelt wird, ist hochinteressant. Einzig mit den geschlechtsneutralen Pronomen hatte ich so etwas meine Probleme, da sie für mich komplett neu waren. Ansonsten hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen.

Sonntag, 2. Juni 2019

Rezension "Mine"

Titel: Mine - erotischer SM-Roman
Autor: Myriam Brixton 
Seitenzahl: 336
Einbindungsart: ebook
Preis: 9,99 €

(c) bluepantherbooks
Zum Inhalt:
Isabell hat alles in ihrem Leben verloren, was ihr am Herzen lag. Ihre Eltern sind tot, das Heim, in dem sie danach unterkam, musste sie wieder verlassen und ein Leben in Einsamkeit und im Verborgenen führen. Nun, zehn Jahre später ist aus dem Kind von damals eine junge Frau geworden, die studieren möchte. Und für sie gibt es nur einen Weg um an das nötige Geld dafür zu kommen - sie muss ihren Körper verkaufen. Dies macht sich der reiche Geschäftsmann Jonathan zu Nutze. Doch womit er niemals gerechnet hätte, ist dass Isabell Gefühle in ihm weckt, die er so von sich selbst nicht kannte. 

Meine Meinung:
Ein erotischer SM-Roman, nun ja dachte ich, probiere ich mal was neues aus. Ich habe zwar schon den ein oder anderen erotischen Roman gelesen, ein SM-Roman war bisher nicht darunter. Da ich die Definition von SM nicht so genau kenne und auch nach einer Google-Recherche nicht viel schlauer bin, war ich mir lange Zeit nicht sicher, ob der Roman tatsächlich SM enthält oder der Protagonist Jonathan einfach nur ein riesiges Problem hat.

Dass es verschiedene Formen der Sexualität gibt, ist mir durchaus bewusst. Allerdings blieb die eben genannte Frage auch bis zum Ende bestehen. Ich dachte immer SM ist die Lust am Schmerz, entweder Schmerz empfinden oder aber zufügen. Dies tut Jonathan auch, er fügt Schmerzen zu. Jedoch auf äußerst brutale Art und Weise und oft so, dass es die Frauen gar nicht mitbekommen - nämlich mit KO-Tropfen. Das schockte mich schon ziemlich, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand, der SM praktiziert immer so brutal ist. Da bin ich aber tatsächlich dank mangelnder Kenntniss dieser Richtung etwas überfragt und kann nur sagen, dass mich die Geschehnisse dieses Buches stellenweise sehr schockiert und mit offenem Mund haben dasitzen lassen.

Isabell ist eine Protagonistin mit der ich sehr mitgelitten habe. Schon in sehr jungem Alter verliert sie ihre Eltern, kommt dann in ein Heim, in dem es ihr auch nicht gut geht, dann zu ihrer Tante, die ebenfalls eine Katastrophe ist. Die Schicksalsschläge häufen sich und ihr Leben wird schon im Kindesalter zum nackten Überlebenskampf. Isabell hat trotzdem eine beeindruckende - wenn auch recht naive Persönlichkeit. Dass sie den Schritt geht ihren Körper zu verkaufen, schockierte mich. Trotzdem mochte ich sie gerne und wünschte ihr ein gutes Ende.

Der Schreibstil der Autorin ist recht angenehm zu lesen und so kam ich recht schnell vorwärts in der Geschichte. Die Sexszenen sind recht explizit und auch hier nimmt die Autorin kein Blatt vor dem Mund. Die Sprache ist stellenweise sehr vulgär. Die Sexszenen ziemlich heftig und durchaus nichts für schwache Gemüter. Jonathan ist, wie oben schon beschrieben, alles andere als zimperlich und so ist dieses Buch definitiv erst ab 18 Jahren geeignet.

Die Geschichte ist spannend zu lesen. Sie bringt ein Auf und Ab der Gefühle mit sich und oft wusste ich nicht, in welche Richtung es gehen würde. Ja, die Autorin schafft es tatsächlich überraschende Wendungen einzubauen, womit ich ehrlicherweise nicht gerechnet hätte. Zudem bleibt auch die Romantik nicht auf der Strecke. Auch wenn sie nur selten zum Tragen kommt, so ist sie doch vorhanden, was mir gut gefallen hat. 

Das Ende überraschte mich, das muss ich ehrlich zugeben. Ich hätte mit einem ganz anderen Verlauf der Geschichte gerechnet und so war ich mehr als erstaunt, in welche Richtung die Autorin die Geschichte laufen ließ. Dies gefiel mir gut, denn ich mag Überraschungen während dem Lesen. 

Fazit:
Ein erotischer Roman, der viele Gefühle in mir auslöste. Er schockierte und überraschte mich gleichermaßen, ließ sich wirklich gut lesen und hat mich dabei auch noch gut unterhalten. 

Rezension "Willkommen in Lake Success"

Titel: Willkommen in Lake Success
Autor: Gary Shteyngart
VerlagPenguin
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3-328-60069-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,00 €


(c) Penguin
Zum Inhalt:
Barry ist besessen von Uhren. Und völlig überfordert mit seinem autistischen Sohn Shiva. Nachdem seine Firma den Bach hinuntergeht beschließt er aus seinem Leben, welches ihn zutiefst unglücklich macht, auszubrechen. Die Ehe mit seiner Frau ist am Ende und so macht Barry sich auf die Suche nach seiner Jugendliebe Layla. Für diesen Roadtrip nimmt er den Greyhoundbus und trifft dabei auf Charaktere, die ihn prägen, zum Nachdenken bringen, ihn selbst aber nur wenig verändern.


Meine Meinung:
Mir fällt es nicht ganz leicht für dieses Buch eine Rezension zu schrieben. Es handelt sich mit Abstand um den größten Flop, den ich dieses Jahr gelesen habe.


Hin und wieder lese ich gerne Geschichten über einen Roadtrip. Hier erwartete ich mir einen Roadtrip mit politischem Hintergrund. Diesen bekam ich auch irgendwie. Aber auch nur irgendwie. Über die meiste Zeit folgen wir Barry im Greyhoundbus durch Amerika. Wir begegnen gemeinsam mit ihm den verschiedensten Personen, erleben wie er hier und da eine Affäre hat. Leider ist diese Geschichte sowas von nichts sagend, dass mir eigentlich fast die Worte für eine Rezension fehlen. Die Botschaft der Geschichte hat sich mir bis zum Ende nicht erschlosse und so frage ich mich nach über 400 Seiten, wofür ich eigentlich meine Zeit verschwendet habe.


Die Charaktere sind ebenso nervig, wie nichts sagend. Da ist zum einen Seema, Barrys Frau, die sofort nach seinem Weggang eine Affäre mit ihrem Nachbarn anfängt und zudem überall den Schein wahren will. Ihr Sohn Shiva scheint ihr dabei nur peinlich und eine Last zu sein, auch wenn sie ihn liebt. Shiva ist ein autistischer dreijähriger Junge, von dem man nicht mehr mitbekommt, als dass er Wutanfälle bekommt und nur durch wenig zu beruhigen ist. Und dann ist da noch Barry selbst. Selten habe ich so einen schrecklichen Protagonisten erlebt. Egoistisch, selbstverliebt und nur an seine Uhren denkend ist dieser Mann nicht als nervtötend. Ich verstehe diesen Charakter auch überhaupt nicht, weiß nicht, was ich von ihm lernen soll, wie ich eine Verbindung zu ihm hätte finden sollen. Mehr als Geld und hin und wieder mal Sex hat er nicht im Sinn.


Der Schreibstil passt leider ins Bild und trägt einiges dazu bei, dass das Lesen für mich mehr und mehr zur Qual wurde. Er ist holprig, übertrieben und vieles wirkt zu gewollt. Es macht keinen Spaß der Geschichte zu folgen. Es gibt Bücher, die sind so gut geschrieben, dass man die Sätze förmlich aufsaugen und immer wieder lesen will. Dieses Buch gehört mit Abstand nicht dazu und ist in so ziemlich allem das genaue Gegenteil. Sehr schade um diese doch so intelligent und gut wirkende Idee.


Fazit:
Mein bisheriger Flop des Jahres. Das Lesen wurde von Seite zu Seite immer mehr zur Qual. Anstrengende Charaktere, ein extrem anstrengender Schreibstil und eine Handlung, deren Sinn sich mir bis zum Ende nicht erschlossen hat, machten dieses Buch zu einem meiner größten Negativerlebnisse.



Samstag, 1. Juni 2019

Rezension "Hops & Holly - Die Schule geht los"

Titel: Hops & Holly - Die Schule geht los
Autor: Katja Reider / Sabine Straub
Seitenzahl: 112
ISBN: 978-3-480-23450-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 13,00 €
Alter: ab 5

(c) Thienemann-Esslinger
Zum Inhalt:
Holly und Hops dürfen endlich in die Schule gehen. Dort haben sie den besten Lehrer der Welt, der immer für einen Spaß zu haben ist. Leider ist Herr Blütenkranz für einige Zeit verhindert, doch die Schulleiterin Frau Dr. Kohl-Rabi sorgt für Ersatz und auch dieser Lehrer ist gar nicht so schlecht, wie die beiden zunächst dachten. Und so müssen die beiden feststellen, dass die Schule richtig super ist und auch die ein oder andere Überraschung bereit hält. 

Meine Meinung:
Passend zum baldigen Schuljahresanfang habe ich heute ein Buch für euch, welches bestens als Geschenk für diesen Anlass geeignet ist.
 
Das Buch wirbt damit, dass es Zehn Geschichten enthält, sie zum Vorlesen und ersten Selbstlesen geeignet sind. Gleichzeitig erhält es vom Verlag die Altersangabe ab 5. Darum denke ich, dass das Bch zum Selbstlesen wohl noch etwas schwierig ist. Auch weil das Buch von der Menge des Textes her doch sehr umfangreich ist. Allerdings ist es wohl so, dass man das Buch zunächst gut seinen Kindern vorlesen kann, um es ihnen dann ein oder zwei Jahre später zum Selbstlesen zu geben. Das gefällt mir ebenfalls sehr gut, denn so haben die Kinder länger etwas von dem Buch. Erstlesebücher können schnell langweilig werden, wenn die Kinder gut lesen können. Bei diesem Buch dürfte das nicht so schnell der Fall werden.

Die Geschichten sind sehr einfach geschrieben, wie aber oben schon erwähnt, ziemlich umfangreich. Die Schriftgröße ist angenehm groß, jedoch nicht so groß, wie ich es von anderen Erstlesebüchern gewöhnt bin. Das macht aber nichts, dadurch müssen die Kinder lediglich etwas besser lesen können. 

Ebenfalls sehr gut gefallen mir die liebevollen Bilder in diesem Buch. Schon das Cover ist richtig ansprechend. Es strahlt die Freude aus, die Kindern vor dem Schulbeginn vermittelt werden sollte. Ich finde die kleinen Hasen unfassbar knuffig und sehr passend zu diesem Buch. Auch im Inneren ziehen sich diese liebevollen Illustrationen durch und somit ist das Buch auch ein echter Hingucker.

Das Lesezeichen, welches in dem Buch intergriert ist, finde ich richtig super. Eigentlich ist Lesezeichen der falsche Begriff, denn es handelt sich um ein Lesebändchen, an dem eine kleine Tafel aus Papier hängt. Passend zum Thema, kann man hiermit markieren wo man sich in der Geschichte befindet. Ich finde es immer super, wenn ein Buch das Lesezeichen gleich selbst mitbringt, das ist für mich jedes Mal ein absoluter Pluspunkt.

Fazit:
Ein Buch für Erstlester, die schon etwas besser lesen können, welches wunderbar liebevoll illustriert ist und Geschichten enthält denen es einfach nur Freude macht, zu folgen.

Freitag, 31. Mai 2019

Rezension "Mein fantastisch-verrücktes erstes Schuljahr"

Titel: Mein fantastisch-verrücktes erstes Schuljahr
Autor: Estelle Billon-Spagnol
Verlag: Duden 
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-411-72353-9
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 10,00 €
Alter: erste Klasse

(c) Duden
Meine Meinung:
Meine Tochter liebt Rätsel. Noch ist sie zwar kein Schulkind, doch denke ich oft schon an die Zukunft und versorge uns auch mit Büchern für die Zukunft. Ja, ich gebe zu, ich bin etwas büchersüchtig. Aber wenn ich ein Buch sehe, welches interessant sein könnte, so muss ich einfach zugreifen. Und so freute ich mich auch über das Angebot, dieses Buch mit Rätseln für den Schulanfang rezensieren zu dürfen. 

Auf den ersten Blick ähnelt das Rätselbuch jenen, die ich mit meiner Tochter im Moment mache. Doch sind diese hier deutlich komplexer. Ob Fehlersuche, Labyrinthe oder auch Bilder zum Ausmalen. Dies alles findet man hier in dem Buch. Allerdings findet man hier auch noch viel mehr. Man muss definitiv lesen können, um die Rätsel in diesem Buch machen zu können, alleine daran merkt man, dass das Buch für ältere Kinder gedacht ist. Das Buch ist sehr umfangreich, die Kinder haben hier sehr viel zu tun.

Und so finde ich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich gut. Für Zehn Euro bekommen die Kinder Beschäftigung für eine sehr lange Zeit. Allein mit dem Ausmalen der vielen, detaillierten Bilder sind die Kinder eine ganze Weile beschäftigt.

Was ich ebenfalls cool finde sind die Bilder in diesem Buch. Sie sind super frisch und jugendlich und brachten auch mich immer wieder zum Schmunzeln. Ich glaube dass die Bilder perfekt für das angegebene Alter sind. Sie wirken locker leicht und herrlich unperfekt. Auch dass alles in schwarz-weis gehalten ist, ist sehr passend, denn die Kinder können durch das Ausmalen ja noch genug Farbe ins Spiel bringen.

Ich finde das Buch ist rundum gelungen und ich freue mich schon sehr darauf die Rätsel und alles weitere, was das Buch zu bieten hat, gemeinsam mit meiner Tochter zu entdecken.

Fazit:
Ein tolles Rätselbuch, welches für Kinder ab dem ersten Schuljahr geeignet ist und alles enthält, was man von einem solchen Buch erwartet.


Donnerstag, 30. Mai 2019

Rezension "Helmuts Herz"

Titel: Helmuts Herz
Autor: Nadine Eiringhaus
Verlag: Heartmut
Seitenzahl: 14
ISBN: 978-3-981-937-70-1
Einbindungsart: Pappbuch
Preis: 16,95 €
Alter: ab 3

(c) Heartmut
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein besonderes Bilderbuch für euch. Ein Recycling Pappbuch welches mit ökologischen Farben bedruckt ist.

Als ich gelesen habe, dass es um das Thema Gefühle geht, war ich recht gespannt und wollte das Buch gerne für meine Dreijährige Tochter haben. Ich finde ein erstes Indiz wie meiner Tochter ein Buch gefällt, ist wie sie auf die Buchpost reagiert. Oft stürzt sie sich geradezu auf Pakete die für mich ankommen, ohne vorher zu wissen, was darin ist. Ist ein Buch für sie darin, so verzieht sie sich meistens damit aufs Sofa und schaut sich das Buch sofort an. Hier war das leider anders. Meine Tochter legte das Buch recht schnell zur Seite und als ich sie fragte, ob ich es ihr vorlesen soll, wollte sie es nicht, was ebenfalls sehr ungewöhnlich ist.

Dies liegt vielleicht an den sehr besonderen Zeichnungen, die ich selbst eigentlich ganz nett finde. Da es aber nicht die typisch kindlichen Zeichnungen sind, nahm meine Tochter vielleicht auch erstmal Abstand von dem Buch. Auch das recht spezielle Papier macht das Buch zu einem etwas untypischen Kinderbuch. Allerdings finde ich es gut, dass es aus Recyclingmaterial ist und dadurch zum Umweltschutz beiträgt.

Die Idee der Geschichte finde ich sehr süß. Sie erzählt davon, wie ein Roboter seine Gefühle entdeckt. Zunächst hat er keine, aber im Verlauf der Geschichte trifft er immer wieder auf verschiedene Tiere, die die verschiedensten Gefühle haben. Bei jedem Tier lernt er wieder ein neues Gefühl dazu und lernt ebenso dieses Gefühl zu fühlen. Dies finde ich sehr schön dargestellt.

Allerdings finde ich das Thema wirklich schwierig für kleine Kinder. Das Buch ist ab drei Jahren empfohlen. Meine große Tochter ist nun dreieinhalb und ich glaube der Text ist noch etwas zu schwer für sie, obwohl ich ihr wirklich viel vorlese. Auch ist die Menge des Textes recht beachtlich. Allerdings ist das Thema "Gefühle" auch wirklich nicht leicht zu eklären. Und so werde ich es in naher Zukunft wieder probieren, denn mir gefällt die Idee wirklich gut. Ich hoffe, dieses Buch trägt dazu bei, dass Kinder ihre Gefühle etwas leichter zu fassen bekommen.

Fazit:
Die Grundidee des Buches ist schön. Das Papier und die Aufmachung etwas gewöhnungsbedürftig, was aber nicht negativ ist. Das Thema ist nicht leicht, die Menge des Textes etwas viel und somit die Altersangabe (ab 3) etwas hoch gegriffen. Ansonsten finde ich das Buch aber wirklich schön und bin gespannt, wann meine Tochter richtig daran interessiert ist und wann sie es richtig versteht.

Montag, 27. Mai 2019

Rezension "Mein Kochbuch für die Seele"

Titel: Mein Kochbuch für die Seele
Autor: Claudia Peters / Dorothea Siegert-Binder
Seitenzahl: 64
ISBN:  978-3-86917-688-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 15,00 €


(c) Verlag am Eschbach
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein besonderes Buch für euch. Ich muss zugeben, dass ich mit etwas anderen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, was aber vielleicht auch daran lag, dass ich mir die Inhaltsangabe nicht aufmerksam genug durchgelesen habe.

Somit darf ich das nicht in meine Bewertung einfließen lassen. Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, dessen Untertitel "Mit vielen Lebensglücksrezepten" ist. Im Vorwort erklärt die Autorin auch gleich, was sie damit meint. Sie stellt dar, wie wichtig es ist, auch unserer Seele Nahrung zu geben und diese nicht verhungern zu lassen. Damit hat sie durchaus recht, denn nicht nur Brot und Wasser halten uns am Leben. Wir alle brauchen doch hin und wieder Zuwendung für unsere Seele und so wartet dieses Buch mit Texten auf, die zum Nachdenken bringen und Seelenfutter sein sollen.

Manche Texte sind in Reimform, andere in Erzählform. Die verschiedensten Autoren steuern hier ihr Gedankengut bei. Viele der Texte erzählen vom tatsächlichen Essen, viele bringen einen diesbezüglich zum Nachdenken. Solche Bücher sind definitiv dafür gedacht, sie immer wieder in die Hand zu nehmen. Immer wieder einen der Texte zu lesen, keineswegs am Stück.

Ich war noch nie wirklich ein Fan von Poesie und werde es wohl auch nie wirklich werden. Allerdings schätze ich gute Literatur, gute Sprache und Dinge die mich zum Nachdenken bringen und mir im Gedächtnis bleiben. Hiervon gibt es hier definitiv den ein oder anderen, was mir gut gefällt.

Was mir hingegen weniger gefällt sind die Zeichnungen, die Illustrationen. Schon das Cover gefällt mir überhaupt nicht. Leider ziehen sich diese Bilder komplett durch das Buch durch, weswegen dies die Freude trübt, immer wieder in dem Buch zu blättern. Wahrscheinlich sollen die Bilder eine gewisse Form von Kunst darstellen, leider gefällt mir diese überhaupt nicht.

Fazit:
Ein Buch welches mit seinen Texten zum Nachdenken bringt, dessen Optik mir allerdings so gar nicht gefällt.


Sonntag, 26. Mai 2019

Rezension "Wie kommt ein Baby auf die Welt?"

Titel: Wie kommt ein Baby auf die Welt?
Autor: Katja Reider (Text) / Irmgard Paule (Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 14
ISBN:   978-3-551-25277-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: 3
Reihe: Guck mal 

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich wieder einen Band aus der Reihe "Guck mal" für euch. Da meine Tochter nun dreieinhalb ist fange ich mich langsam an zu fragen, wie das mit dem Thema Aufklärung wohl sein wird.

Sie hat eine kleine Schwester und mich auch schon mal gefragt, wie sie selbst denn aus meinem Bauch kam. Da sie ein Kaiserschnitt war, fiel mir die Erklärung bisher recht leicht. Doch sollte sie fragen, wie ein Baby in den Bauch kommt oder wie ihre Schwester raus kam, wäre ich recht ratlos. Mit drei Jahren ist sie ja noch recht klein und ich wusste nicht genau, wie ich das kindgerecht, aber ehrlich erkläre. Und so habe ich mich sehr gefreut, als ich entdeckte, dass es aus der Reihe "Guck mal" aus dem Carlsen-Verlag auch ein Buch zum Thema Aufklärung gibt.

Ich mag diese Reihe unglaublich gerne. Wir haben bereits zwei Conni-Bücher die ebenfalls zur "Guck mal" - Reihe gehören und haben festgestellt, dass es dort einfach unglaublich viel zu entdecken gibt, die Bücher sehr vielseitig sind.

Und so war ich mir sicher, dass dieses Buch genau das richtige sein wird, um mit dem Thema Aufklärung zu starten. Kaum dass ich es aus dem Briefkasten gezogen hatte, schnappte meine Tochter es sich auch schon und wir fingen an uns das Buch anzuschauen. Zwar erwarten wir im Moment kein Baby, doch kann ich mir gut vorstellen das Buch auch mit Kindern anzuschauen, die ein Geschwisterchen bekommen. Es dient nämlich nicht nur der Aufklärung, nein es ist gleichzeitig auch eine Geschichte, die von Mia erzählt, die einen kleinen Bruder bekommt.

Ich finde es schön, dass das Thema Aufklärung zunächst in eine recht einfache Geschichte verpackt wird. Diese beginnt damit, wie die Eltern Mia von dem Baby in Mamas Bauch erzählen. Auf der nächsten Seite erfährt Mia wie ein Baby entsteht, dann begleiten wir Mia und ihre Mama zum Frauenarzt und zum Ultraschall. Weiter geht es mit den vielen Vorbereitungen vor einer Geburt und der Geburt selbst. Am Schluss geht es für die Familie nach Hause und die gemeinsame Zeit beginnt. Dies alles wird zwar recht einfach erzählt, jedoch wird alles direkt beim Namen genannt. Der Geschlechtsverkehr, die Geschlechtsteile und auch wie ein Baby auf die Welt kommt. Ich finde es gut, dass hier nichts verniedlicht wird, denn davon hat niemand etwas, wenn es um das Thema Aufklräung geht.

Neben der Geschichte rund um Mia und ihre Familie finden sich auf jeder Seite viele Klappen hinter denen es noch zusätzliche Informationen gibt. Zudem gibt es immer wieder einen Abschnitt mit "wissenschaftlichen" Informationen zum Thema Befruchtung, der Nabelschnur und der Entwicklung des Babys im Mutterleib. Dies sind defininitiv Informationen, die recht weit führen und die meine kleine Tochter mit drei noch nicht versteht. Das ist aber mit ein Grund, warum mir diese Reihe so gut gefällt. Sie ist langlebig und Kinder haben eine sehr lange Zeit etwas von ihr. Je älter sie werden, desto mehr Informationen kann man ihnen mitteilen.

Während meine Tochter und ich das Buch aufmerksam anschauten, beobachtete ich sie genau und fragte mich, wie viel sie wohl verstehen würde. Um das zu testen, fragte ich sie danach, ob sie denn nun wüsste, wie ein Baby in den Bauch kommt. Geblieben ist bei ihr nur die Information, dass Mama und Papa sich nackig machen müssen, was ich aber gar nicht schlimm finde. Ich habe gemerkt, dass sie alle "relevanten" Informationen gefiltert hat und somit noch nicht wirklich bereit dafür zu sein scheint. Ich finde das Buch jedoch trotzdem super und bin richtig glücklich, dass ich nun ein Aufklärungsbuch für meine beiden Mädels habe, welches sehr kindgerecht ist und alles so einfach erklärt, dass es meine Große sicherlich bald verstehen wird.

Einmal mehr tragen die Illustrationen, die in diesem Buch von Irmgard Paule sind, dazu bei dass ich das Buch von vorne bis hinten gelungen finde. Die Bilder sind liebevoll und kindgerecht gezeichnet und fangen die einzelnen Situationen super ein. Man sieht nicht zu viel und auch nicht zu wenig, zudem sind die Bilder klar und die Seiten nicht zu überfrachtet.

Fazit:
Ein wunderbares Buch zum Thema "Aufklärung" welches auch schon für die ganz kleinen geeignet ist. Liebevoll, kindgerecht, jedoch auch klar und deutlich wird erklärt, wie das Baby in Mamas Bauch kommt und alles weitere, was Kinder zum Thema Baby wissen sollten.

[Aktion] Gewinner Muttertags-Gewinnspiel


Hallo ihr Lieben,

vor einer Woche ging das Gewinnspiel zum Muttertag zu Ende. Nun habe ich endlich die Gewinnerin für euch. Gewonnen hat: 

Sandra von Büchernische

Herzlichen Glückwunsch! 

Da du mir deine Email-Adresse leider nicht hinterlassen hast, bitte ich dich, dich innerhalb einer Woche bei mir unter caro.meike@gmail.com zu melden und mir deine Adresse für den Versand mitzuteilen.

Allen anderen danke ich für ihre lieben Worte und ihre Teilnahme und hoffe, dass sie auch beim nächsten Gewinnspiel wieder mit dabei sind.