Mittwoch, 17. April 2019

Rezension "Babymode zum Häkeln"

Titel: Babymode zum Häkeln - 40 Modelle für die ersten 12 Monate
Autor: Yolaine Fournier (Anleitungen) / Pierre Nicou (Fotos) 
VerlagBassermann
Seitenzahl: 128
ISBN: 978-3-8094-3686-7
Einbindungsart: Paperback
Preis: 12,99 €



(c) Bassermann
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Seit einigen Jahren häkle ich wieder sehr gerne. Und natürlich liegt es da nahe, zu schauen ob es auch Anleitungen gibt, um Babyklamotten zu häkeln, auch wenn man dafür vielleicht gar nicht mehr so viel Zeit hat, wenn man frisch Mama geworden ist.


Ich freute mich sehr, als ich dieses Buch von Bassermann entdeckte, welches Anleitungen für die ersten 12 Monate breithält. Was ich hier allerdings gleich schwierig finde, ist dass die Größenangaben bei den Anleitungen in Monaten sind. Das mag ich weder bei Anleitungen noch beim Klamottenkauf. Denn nur weil zwei Babys 3 Monate alt sind, können sie ganz unterschiedlich groß sein. Und die Angabe "3 Monate" als Größe finde ich völlig ungeeignet. Besser finde ich die Größenangabe in Zentimeter sprich den gängigen Angaben, wie 56/62/68/74.

Das Buch startet mit einer kurzen Inhaltsübersicht, an der man direkt sieht, dass die Anleitungen in die vier Jahreszeiten unterteilt sind. Was ebenfalls sofort auffällt, ist dass eine Einführung ins Häkeln und die Erklärung der verschiedenen Maschenarten komplett fehlt. Das bedeutet dass dieses Buch keinesfalls für Anfänger geeignet ist. Eigentlich kenne ich das, dass Häkelbücher zumindest immer eine kurze Bilderanleitung für feste Maschen, Stäbchen und Co. bietet. Dies gibt es hier gar nicht, was ich echt schade finde. Womöglich liegt das daran, dass das Buch in einem so genannten "Billigverlag" erschienen ist, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Finde es aber doch etwas enttäuschend.

Der Aufbau der Anleitungen ist auch etwas spezieller, was ich aber gar nicht schlecht finde. Denn es gibt zunächst nur Bilder zu sehen und auf den darauf folgenden Seiten folgt dann die Anleitung. Diese ist recht klar strukturiert und unterteilt in Größe / Material / verwendete Maschen / Maschenprobe / einer Zeichnung des Teils und der Anleitung selbst. Was ich gut finde ist, dass es bei einigen der Anleitungen auch eine Häkelschrift gibt. Zwar muss man erst lernen diese zu lesen, doch wenn man das kann, dann ist eine Häkelschrift extrem hilfreich.


Die Anleitungen selbst sind ganz nett, mehr aber auch nicht. Es gibt Anleitungen für Klamotten, Kuscheltiere oder auch mal einen Schlafsack. Etwas besonderes sucht man hier vergeblich, deswegen ist dieses Buch leider keines meiner Highlights in meiner Sammlung der Handarbeitsbücher.

Fazit: 
Ein Häkelbuch welches ich leider nicht besonders gelungen finde. Die Anleitungen sind nicht wirklich kreativ, grundsätzliche Anleitungen von Maschen fehlen und auch die Größenangeben sind nicht so richtig passend. Die Anleitungen sind recht nett, mehr aber auch nicht und so sticht dieses Buch nicht aus der Masse hervor.


Dienstag, 16. April 2019

Rezension "Conni kann nicht einschlafen"

Titel: Conni kann nicht einschlafen
Autor: Liane Schneider (Text) / Janina Görrissen ( Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 32
ISBN: 978-3-551-51828-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,00 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Conni is back. Und das mit einer ganz neuen Geschichte. Denn Conni kann zwar viel, aber auch sie hat manchmal Probleme. Dieses Buch erzählt davon, wie Conni nicht einschlafen kann. Dieses Thema passt perfekt zu unserer dreijährigen Tochter. Fast jeden Abend höre ich den Satz "Mama ich kann nicht einschlafen". Und so freute ich mich darauf, mit ihr zusammen dieses Connibuch zu entdecken.

Die Geschichte erzählt von einem ganz normalen Tag in Connis Leben. Sie geht in den Kindergarten, erlebt viele Dinge und wird dann abends langsam müde. Nachdem noch ein letztes Spiel gemeinsam mit Mama und Papa gespielt wurde, ist es auch schon Zeit Fürs Bett und so werden Zähne geputzt und der Schlafanzug angezogen. Natürlich gibt es auch noch eine Gute-Nacht-Geschichte und Connis Papa kontrolliert noch einmal ganz genau, dass auch ja keine Monster unter Connis Bett sind. Und dann ist es auch schon Zeit zu schlafen. Doch Conni kann nicht. Immer wieder fallen ihr neue Dinge ein, die sie vom Schlafen abhalten, bis sie gegen Ende dann doch endlich müde wird und einschläft.

Die Bilder werden ja inzwischen von Janina Görrissen gemacht, doch nach wie vor muss ich sagen, dass mir die alten Illustrationen von Eva Wenzel-Bürger etwas besser gefallen und ich den Pepp und die freche Conni etwas vermisse. Ich finde bei den neuen Bildern wirkt alles etwas weich gezeichnet und braver, was schade ist. Die Bilder sind trotz allem sehr niedlich und schön, doch die alten gefallen mir einfach besser.

Die Geschichte selbst finde ich aber wirklich gut. Vom Verlag ab 3 Jahren empfohlen, finde ich diese Empfehlung genau richtig. Die Bilder nehmen den größten Teil des Buches ein, der Text steht in einem guten Verhältnis dazu und überfordert die kleinen Kinder auch nicht. Das Thema passt ebenfalls genau zu dem Alter und wird auch sprachlich perfekt umgesetzt. Die Geschichte ist absolut realistisch, geht auf kindliche Bedürfnisse, Sorgen und Ängste ein und endet zufrieden stellend für alle, weswegen sie sich super als Gute-Nacht-Geschichte eignet.

Als Bonus gibt es am Ende des Buches eine Seite die ein paar Tipps zum Thema "Gutes Einschlafen" parat hält. Anhand Conni als Beispiel bekommen Eltern Tipps was das Einschlafen für ihre Kinder erleichtern könnte, welche Rituale dabei helfen abends in eine ruhige Stimmung zu kommen.

Zudem gibt es ein kleines Plakat von Conni, welches mittlerweile an der Schlafzimmertüre unserer Kinder seinen Platz gefunden hat und so sofort zu erkennen ist, wo der Schlafplatz der kleinen Mäuse ist.

Fazit:
Ein weiteres Conni-Buch in unserer Sammlung, welches sicher noch öfters vorgelesen wird. Das Thema "Einschlafen" ist bei kleinen Kindern ein absolut wichtiges und wird hier mit Conni als Protagonistin super umgesetzt.

Montag, 15. April 2019

Rezension "Mein dickes Osterbuch"

Titel: Mein dickes Osterbuch
Autor: Judith Allert
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 144
ISBN:978-3-551-51057-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 15,00 €
Alter: ab 4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich, passend zur Jahreszeit, noch ein Osterbuch für euch. Dieses mal für die etwas älteren Kinder. Vom Verlag ab 4 empfohlen, lese ich dieses Buch mit meiner dreijährigen Tochter, was kein Problem ist. Sie kann den Geschichten recht gut folgen, auch wenn es recht viel Text ist. Sie bekommt aber auch schon immer viel vorgelesen, weswegen sie das durchaus gewöhnt ist.  Natürlich dürfen es für sie auch noch mehr Bilder sein, was bei einem vierjährigen Kind wahrscheinlich schon etwas weniger nötig ist.

Was ich ganz toll finde sind die Rätsel, die sich innerhalb der Geschichten befinden. Die Kinder werden nämlich so in diese mit einbezogen. Mal wird eine Frage zum Text gestellt, mal gibt es eine kleine Aufgabe (wie bspw. den schlafenden Papa in der Geschichte zu wecken). Meine Tochter liebt Bücher und Geschichten in denen sie mitmachen kann und Aufgaben bekommt, weswegen das hier genau das richtige Osterbuch ist. Teilweise sind die Rätsel zwar noch etwas schwierig, doch wenn sie richtig zuhört und mit etwas Hilfe von mir kann sie diese doch recht gut lösen, weswegen uns das Buch sicherlich auch noch durch die restliche Osterzeit begleiten wird.

Doch das Buch ist nicht nur ein reines Vorlesebuch. Nein, neben den vielen Geschichten - die den größten Teil des Buches einnehmen, gibt es noch einige Bastelanleitungen und Rezepte passend zur Osterzeit. Somit hat man hier quasi das Rundumsorglospaket und kann mit seinem Kind backen, basteln und vorlesen. Ein wunderbares Buch zum Entdecken und Liebhaben.

Die Geschichten sind alle von der selben Autorin, die Illustrationen hingegen von vier verschiedenen Personen. Neben Daniela Kunkel, die mir schon aus anderen Kinderbüchern bekannt ist, illustrieren auch Stefanie Jeschke, Horst Hellmeier und Jennifer Coulmann dieses Buch. Keiner steht hier dem anderen in etwas nach, alle liefern unglaublich faszinierende und liebevolle Bilder, die die Geschichten perfekt untermalen. Auch hier kann ich wieder nur erwähnen, dass Carlsen da einfach ein Händchen dafür hat - und nein, ich werde dafür nicht bezahlt. Ich liebe einfach jedes einzelne Buch, so auch dieses hier. Ich mag es wenn Bilder kindgerecht und liebevoll sind und man die gezeichneten Charaktere am liebsten knuddeln würde. Und genau das ist hier der Fall.

Fazit:
Ein wunderbares Osterbuch für Kinder ab 3 - 4 Jahren, zum Vorlesen, backen, basteln und liebhaben. Wunderbare Illustrationen, tolle Geschichten und kniffelige Rätsel machen dieses Buch zu einer runden Geschichte. 


Sonntag, 14. April 2019

Rezension "Niemalswelt"

Titel: Niemalswelt
Autor: Marisha Pessl 
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-551-58400-7
Einbindungsart: Hardcover / ebook 
Preis: 18,00 € / 12,99 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Vor einem Jahr starb Jim. Jim war Bees große Liebe und auch bei seinen Freunden sehr beliebt. Sein Tod als Selbstmord eingestuft, bleibt mysteriös. Da Bee gerne wissen möchte, was damals wirklich geschah, folgt sie einer Einladung ihrer alten Clique. Doch was sie dort erwartet hätte sie niemals für möglich gehalten. Nach einer gemeinsamen Party klopft es plötzlich an ihre Tür. Ein seltsamer Mann steht davor und behauptet, dass sie alle fast tot und in der geheimnisvollen Niemalswelt gefangen sind. Sie müssen sich darauf einigen, wer von ihnen überleben darf, nur so können sie die Zeitschleife verlassen. Doch das ist schwerer als gedacht und so beginnen sie die mysteriösen Umstände, die zu Jims Tod geführt haben, zu erforschen. Was dabei zu Tage tritt, hätte niemand erwartet.

Meine Meinung: 
Auf dieses Buch war ich unfassbar gespannt. Das Cover ist richtig toll, der Klappentext geheimnisvoll. Beides zwang mich förmlich dazu, dieses Buch sofort zur Hand zu nehmen und in der Geschichte abzutauchen. Keine zwei Tage später hatte ich die Geschichte ausgelesen, denn dem Sog der Geschichte, konnte ich mich nur unter Zwang entziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr eingängig und super zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin, die Geschichte, die extrem kurzweilig war, unterhielt mich bestens. Die Spannung ließ zu keinem Zeitpunkt nach und war über die komplette Zeit unterschwellig zu spüren. Ich liebe es ja, wenn ich bei Büchern keine Ahnung habe, in welche Richtung sie gehen werden und auch hier war ich bis zum Schluss recht ratlos. Ich rätselte gemeinsam mit anderen Teilnehmern in einer Leserund und überlegte mir, worauf das ganze hinauslaufen könnte, doch kam ich bis zum Ende nicht drauf.

Stellenweise wurde die Geschichte etwas verworren und ich musste mich ziemlich konzentrieren. Wobei man auf der anderen Seite auch sagen muss, dass die Autorin hier eine beeindruckende Idee aus dem Hut gezaubert hat. Auf diese Geschichte muss man erstmal noch kommen und ich bin auch im Nachhinein immer noch sehr fasziniert von der Welt die Pessl sich ausgedacht hat. 

Auch die Charaktere und die Clique rund um Jim und Bee sind alle extrem faszinierend und klug durchdacht. Pessl hat hier ganz besondere Individuen geschaffen, die mir sicherlich alle sehr lange im Gedächtnis bleiben werden. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Ich muss zugeben, dass ich keinen wirklich gerne mochte, erst gegen Ende werden die Charaktere nahbarer und ich brachte ihnen Verständnis und auch so etwas wie Sympathie entgegen.

Mit dem Ende schaffte es Pessl nochmal micht so richtig außer Atem zu bringen, denn ich sitze hier und weiß immer noch nicht genau, was ich glauben soll. Was ist Wahrheit, was der Fantasie der Charaktere entsprungen. Was ist jetzt wirklich passiert und was ist reine Fiktion in der Fiktion. Die Autorin wählt den extrem klungen Schachzug und überlässt uns Lesern und unserer Fantasie, was wir aus dem Ende machen. Auch wenn das nicht heißt, dass das Ende offen ist. Die Geschichte wird schon aufgelöst, doch bleibt manches etwas schwammig und ich denke noch jetzt darüber nach, was die Autorin sich dabei wohl gedacht hat.

Ich fand das Buch wirklich gut. Die Idee ist toll und neu. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass hier etwas aufgewärmt wird, was es schon ewig oft gab. Sie hat sich mit ihrer Geschichten und ihren Charakteren extrem auseinander gesetzt. Pessl liefert eine runde Geschichte ab, die ohne Widersprüche zu überzeugen weiß. So ein kleiner Haken bleibt, da ich nicht weiß, was ich mit dem Ende machen soll. Irgendwie ist es richtig cool und ich finde es toll, dass die Autorin diesen Weg geht, auf der anderen Seite aber, hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht. Hier bleibe ich ein wenig Zwiegespalten zurück, obwohl die Geschichte sonst der absolute Kracher war.

Fazit:
Eine Geschichte, die zu überzeugen weiß. Spannung, extrem tolle und authentische Charaktere und eine wahnsinnig kreative Geschichte fesselten mich fast pausenlos an das Buch. Lediglich das Ende lässt mich etwas zwiegespalten zurück, da ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht hätte, es aber trotzdem toll finde, wie die Geschichte aufgelöst wird.


Samstag, 13. April 2019

Rezension "Wer hockt im Grase? Der ... Osterhase

Titel: Wer hockt im Grase? Der ... Osterhase
Autor: Sandra Grimm (Text) / Marion Elitez ( Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 12
ISBN: 978-3-551-17111-5
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 8,99 €
Alter: ab 18 Monaten

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Bald ist Ostern. Habt ihr schon ein passendes Geschenk für eure kleinen? Wenn nicht, dann habe ich hier ein ganz wunderbares Kinderbuch für euch.

Meine kleine ist gerade 19 Monate alt, das Buch ist empfohlen ab 18 Monaten. Somit ist es genau richtig für ihr Alter und ich war sehr gespannt, wie es ihr gefallen würde. Bisher hat sie leider noch nicht so viel und gerne Bücher angeschaut, wie ihre große Schwester, doch ich merke wie sich das im Moment verändert.

Sie schaut immer mehr Bücher an, nur beim Vorlesen fehlt ihr noch etwas die Geduld, sie steht schnell auf und holt sich ein neues Buch wenn ich damit anfange. Doch auch hier ist dieses Buch perfekt. Es besteht aus kurzen Sätzen, die in Reimform sind. Jede Seite besteht aus einem einzelnen Satz. Zusätzlich gibt es auf jeder Doppelseite eine Klappe, die man rausziehen kann, auf dieser wird der Satz vervollständigt. Beispiel: "Wer hat im Frühling viel zu tun? Ganz viele Eier legt das ... - und die Antwort auf der Klappe ist dann "Huhn". Somit kann das Kind auch mitraten, wie der Satz weitergehen könnte. Meine kleine Tochter ist dafür vielleicht noch etwas klein, meine große hingegen fand das ganz witzig.

Eigentlich bin ich gar nicht so ein Fan von Büchern in Reimform, doch hier ist das genau richtig. Zudem weiß ich, dass kleine Kinder Reimform sehr gerne habe und Büchern gerne folgen, die diese Form haben. 

Neben der Menge an Text, ist für mich ein absoluter Pluspunkt erneut die Art der Illustration und die wunderbar liebevollen Bilder. Der Carlsenverlag hat hier für mich einfach ein absolutes Händchen und Gespür dafür, was kleine Kinder brauchen und gerne haben. Keines der Kinderbücher hat mich bisher enttäuscht, was die Illustrationen angeht. Und auch hier genieße ich das Anschauen des Buches einfach nur. Die Hasen sind so niedlich gezeichnet, die Bilder detailliert aber nicht zu überfrachtet. Die Kinder haben viele Dinge zu entdecken und trotzdem verlieren die Bilder dabei nie ihre klare Linie.

Die Qualität des Buches gefällt mir ebenfalls sehr gut. Die harten Pappseiten sind perfekt für kleine Finger, die manchmal vielleicht auch etwas grob sind. Auch die herausziehbaren Seiten sind sehr stabil, robust und halten einiges aus. Und so ist dieses Buch mit Sicherheit ein langlebiges, welches uns noch eine ganze Weile begleiten wird - bestimmt auch noch nach Ostern.

Fazit:
Ein wunderbares Osterbuch, welches durch seine wunderbaren Illustrationen, die Reimform und Textmenge, sowie seine Robustheit und Qualität absolut überzeugen kann und in jedes Bücherregal für Kinder ab 18 Monaten gehört.

Donnerstag, 4. April 2019

Rezension "Raketenwissenschaft für Babys"

Titel: Raketenwissenschaft für Babys
Autor: Chris Ferrie
VerlagLoewe
Seitenzahl: 26
ISBN: 978-3-7432-0370-9
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 9,95 €
Alter: ab 2

(c) Loewe
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Als ich das erste Mal von dieser Reihe "Baby-Universität" hörte, war ich sofort interessiert. Ich habe zwei Töchter (1,5 & 3), die beide gerne Bücher anschauen. Dadurch bin ich auch immer wieder auf der Suche nach neuen, besonderen Titeln und diese Reihe gehört definitiv dazu.

Als ich das Buch dann in der Hand hielt, kam jedoch schnell die Ernüchterung. Ich muss leider sagen, dass ich den Sinn dieses Buches leider gar nicht verstehe. Das Buch ergibt überhaupt keinen Sinn für mich, die Altersangabe noch weniger. Vom Verlag wird das Buch ab 2 Jahren empfohlen. Ehrlich? Nicht mal ich verstehe den Inhalt wirklich, geschweige denn meine beiden Töchter. Meine kleine Tochter hat sich das Buch keine zehn Sekunden angeschaut, meiner großen Tochter könnte ich das überhaupt nicht vorlesen, da sie wahrscheinlich nur Bahnhof verstehen würde.

Das mag vielleicht hart klingen, aber ich bin echt froh, dass ich mir das Buch nicht gekauft, sondern es als Rezensionsexemplar bekommen habe. Ich muss ganz offen sagen, dass ich dafür kein Geld ausgeben würde, außer vielleicht ich würde es als Gag verschenken. Wenn ich jemanden kennen würde, der Naturwissenschaften liebt und dieser Jemand bekäme ein Baby, dann wäre das vielleicht ein witziges Geschenk zur Geburt. Aber mehr für die Erwachsenen, als für das Kind selbst.

Ich hab das Buch jetzt öfters angeschaut und zurück bleibt bei mir ein großes Fragezeichen. Selbst nach mehrmaligem Anschauen bin ich nicht schlauer und suche weiterhin nach dem Sinn dieser Reihe. Mit einem Augenzwinkern gesehen mag das Buch ganz witzig sein, mehr aber auch nicht.

Ich hatte glaube ich noch nie so einen riesen Flop was Bücher für meine Kinder angeht und bin wirklich enttäuscht von "Raketenwissenschaft für Babys". Auch die weiteren Titel "Evolution...", "Quantenphysik..." und "Relativitätstheorie..." ...für Babys ergeben für mich keinen größeren Sinn. Diese Themen sind absolut nicht geeignet für kleine Kinder und können auch nicht so verpackt werden, das kleine Kinder diese verstehen. Falls die Bücher humorvoll gemeint sein sollen, geht das etwas an meinem Humorzentrum vorbei und ist maximal etwas für Menschen mit naturwissenschaftlichem Hintergrund. 

Fazit:
Es bleibt bei mir ein ganz großes Fragezeichen zurück. Leider gefällt mir dieses Buch ganz und gar nicht und der Sinn bleibt mir auch nach mehrmaligem Anschauen verborgen.  


Mittwoch, 3. April 2019

Rezension "Läuft bei uns"

Titel: Läuft bei uns
Autor: Steffen Weinert 
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-499-27426-8
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 10,00 €


(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Sebastian ist Vater einer Teenagertochter und alleinerziehend. Eigentlich läuft alles gut, doch plötzlich fängt Mathilda an schlechte Noten mit nach Hause zu bringen. Sebastian macht sich Gedanken und große Sorgen und kommt eines Tages auf die Idee, dass Mathilda vielleicht hochbegabt sein könnte und sich deswegen in der Schule langweilt. Doch das Problem ist ein ganz anderes und liegt viel tiefer, als Sebastian eigentlich glaubt. 

Meine Meinung: 
Dieses Buch bietet deutlich mehr als ich zu Beginn dachte. Erwartet habe ich eine lustige Geschichte eines etwas überforderten Vaters und seiner Teenagertochter. Das habe ich stellenweise auch bekommen, doch an anderer Stelle ist die Geschichte viel tiefsinniger als ich gedacht hätte.

Zunächst beginnt die Geschichte sehr humorvoll. Ich musste total oft schmunzeln. Vieles kam mir bekannt vor, vor vielem graute es mir, wenn meine Töchter mal in dieses Alter kommen. Man lernt Mathilda und ihren Vater Sebastian kennen. Schnell merkte ich jedoch, dass da viel mehr dahinter steckt. Als die Sprache auf Mathildas Mutter kommt, wird die Geschichte sogar unerwartet ernst und tiefgründig und man lernt Seiten an Sebastian kennen, die zunächst verborgen blieben.

Der Schreibstil von Steffen Weinert ist super zu lesen und ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Er hat mit Sebastian und Mathilda zwei extrem starke Charaktere geschaffen. Sebastian ist durchaus als schwerer Charakter zu bezeichnen. Er macht es Mathilda wirklich nicht leicht und ist oftmals sehr anstrengend. Gerne wäre ich stellenweise in das Buch gesprungen und hätte ihn geschüttelt. Er merkt gar nicht, wie er seine Tochter immer mehr einengt und sich damit immer mehr von ihr entfernt. Mathilda ist richtig sympathisch. Obwohl ihr Vater so anstrengend ist, liebt sie ihn und möchte ihn nicht enttäuschen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die durch die Schicksalsschläge in ihrem Leben eher gewachsen ist.

Die Mischung des Buches ist toll. Die humorvollen Abschnitte, die alle ihre Berechtigung haben, wechseln sich mit ernsten Passagen ab und verhindern so, dass die Geschichte ins lächerliche und übertriebene abgleitet, was ich vor dem Lesen etwas befürchtet hatte. Lediglich eine Szene gegen Ende wirkt etwas übertrieben, trägt damit aber zum Verlauf der Geschichte bei und passt an dieser Stelle auch.

Das Ende gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es ist kein rosarotes Happy End, doch alles geht in eine Richtung die genau richtig ist und Hoffnung macht. Allein durch das Ende merkt man nochmal, wie die Charaktere sich im Verlauf der Geschichte entwickelt haben und über sich hinaus gewachsen sind. Ich finde der Autor hat hier einer schönen Geschichte ein rundes Ende verpasst, was perfekt zum Verlauf passt.

Fazit:
Eine Geschichte, die viel mehr Tiefgang hat, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Hier bekommt man eine humorvolle Geschichte, die aber stellenweise so viel Ernsthaftigkeit besitzt und so tolle Charaktere hat, dass sie mir wirklich gut gefallen hat.



Montag, 25. März 2019

Rezension "Der Herzschlag der Steine"

Titel: Der Herzschlag der Steine
Autor: Isabel Morland 
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-426-52354-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Knaur
Zum Inhalt:
Lange war Ailsa nicht mehr in ihrer Heimat - einer kleinen Insel auf den Äußeren Hebriden. Doch nun beschließt sie, viele Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, deren Haus zu verkaufen. Doch womit Ailsa nicht gerechnet hat, ist dass ihre Vergangenheit sie dort schneller einholt als ihr lieb ist. Ihre verflossene Liebe, ihren ehemaliger bester Freund und auch alle anderen Bewohner der Insel lässt ihre Rückkehr nicht kalt. Als dann unvorhergesehene Dinge passieren beschließt Ailsa länger auf der Insel zu bleiben und findet dort das, womit sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Ab und an lese ich gerne Romane, bei denen man von vorn herein eigentlich weiß, wie es ausgeht, die einfach schön zu lesen sind, die gewisse Portion Dramatik und Romantik und natürlich ein schönes Ende habe. Bei diesem Buch rechnete ich genau damit.

Ich muss zugeben, dass ich mit dem Beginn etwas Schwierigkeiten hatte. Der Prolog war so gar nicht mein Ding und total seltsam und schräg. Von der Thematik her passt er perfekt zur Geschichte, doch ich kam damit nicht klar und war kurz davor das Buch tatsächlich schon auf den ersten 10 Seiten weg zu legen und aufzuhören.

Doch zum Glück habe ich das nicht getan, denn die Geschichte die danach folgt ist alles andere als schräg und komisch und ganz anders als der Prolog. Auch der Prolog ergibt im Rückblick immer mehr Sinn. Die Geschichte ist super zu lesen. Was der Autorin ganz besonders gut gelungen ist, ist die Beschreibung der Umgebung dort. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal einen Roman gelesen habe der auf den Hebriden gespielt hat. Und so war die Umgebung, die Kultur und das Leben dort für mich etwas ganz neues und unglaublich spannend, darüber zu lesen. Die Autorin hat so eine bildgewaltige Sprache, dass es mir nun so vorkommt, als hätte ich vor kurzem Urlaub dort gemacht - was ich in gewisser Form ja auch getan habe.

Ailsa mochte ich gerne, auch wenn sie zunächst recht schüchtern und blass wirkt, so entwickelt sie sich im Verlauf der Geschichte zu einer echten Persönlichkeit, die weiß was sie will und die etwas aus ihrem Leben machen will - trotz herber Rückschläge.

Die Liebesgeschichte, die sich nach und nach entwickelt gefiel mir ebenfalls gut. Von Anfang an merkt man, dass zwischen Ailsa und ihrer Jugendliebe noch immer etwas ist, doch nur langsam kommt das wirklich in Fahrt. Die Liebe beginnt sehr zart und unterschwellig, nur um dann im einem großartigen Finale zu enden.

Das Buch bringt auch ein bisschen etwas mystisches mit. So gehört zum Leben auf Ailsas Heimatinsel viel Aberglauben, viele Legenden. Vieles davon findet Platz in diesem Buch. Ich hätte das gar nicht unbedingt gebraucht, doch macht es die Geschichte natürlich noch etwas besonderer und authentischer und verleiht ihr so etwas geheimnisvolles.

Letztendlich habe ich das Buch gerne gelesen. Die wunderbare Unterlatung für Zwischendurch macht wirklich Spaß, wenn man sich auf das Geschehen und das mystische einlassen kann. Auch ich musste mich erst mit dem Leben auf den Hebriden anfreunden, doch als ich das getan hatte, konnte ich das Buch richtig genießen.

Fazit:
Nach holprigem Start, habe ich dieses Buch echt gerne gelesen. Die Autorin kann toll schreiben und erschafft mit ihrer Sprache Bilder in meinem Kopf, die mir das Gefühl geben, selbst dort gewesen zu sein.


Sonntag, 24. März 2019

Rezension "Tartes rustiques"

Titel: Tartes rustiques - Süße und salzige Tartes
Autor: Emilie Franzo / Emilie Guelpa (Fotos)
Verlag: Thorbecke 
Seitenzahl: 72
ISBN: 978-3-7995-1333-3
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 9,99 €

(c) Thorbecke
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Tartes kennen bestimmt viele von euch. Auch ich selbst habe ab und an schon eine gemacht oder gegessen. Dies ohne Backform zu machen, ist allerdings neu für mich und wohl auch ein neuer Instagram-Trend (von dem ich ohne das Buch aber nichts mitbekommen hätte). Außerdem waren mir Tartes bisher nur salzig im Kopf, dass man sie auch süß machen kann, hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Und so war ich sehr gespannt, was mir das Buch alles bieten würde.

Das Buch macht von der Optik schon mal einiges her. Das Format ist recht klein und quadratisch, das Cover ist richtig schön und macht total viel Lust darauf, sofort los zu legen. Sobald man das Buch aufschlägt bekommt man eine Übersicht über die enthaltenen Rezepte, sowohl in Schrift- als auch in Bildform. Danach folgt eine Übersicht über Mürbteig und wie man ihn süß, salzig oder auch neutral herstellt, denn die Basis aller Tartes ist ja bekanntlich der Mürbteig. Zudem gibt es die verschiedensten Tipps für die Herstellung jenes Teigs. 

Und dann folgt auch schon der Rezepteteil. Und der ist ebenfalls richtig schön aufgemacht. Ich liebe Kochbücher, bei denen es zu jedem Rezept ein Foto gibt. Gibt es das nicht, habe ich schon weniger Lust das Rezept nach zu kochen, als wenn eines vorhanden ist. Zudem sind neben dem Texteil nochmal die einzelnen Zutaten als Fotos zu sehen. Also bei einer Apfel-Tarte sieht man dann Apfelstücke, eine Zitrone, Mehl usw. sprich das Rezept wird dekonstruiert. 

Das Rezept selbst ist schön übersichtlich. Ich mag es sehr, wenn man auf den ersten Blick die wichtigsten Dinge, wie die Zutaten und vor allem die Zeiten, die das Rezept braucht. Und genau das ist der Fall. Die Zeitangabe ist sogar dreifach unterteilt, in Zubereitung, Ruhezeit und Backzeit und das finde ich genau richtig so. Ich hatte es in Kochbüchern schon so oft, dass die Zeiten nicht genau ersichtlich waren und es plötzlich versteckte Ruhezeiten gab. Die gibt es hier nicht, was ich einen absoluten Pluspunkt finde. 

Ich finde das Buch rundum gelungen. Vor allem die schönen Fotos stechen extrem heraus. Die Rezepte sind recht übersichtlich und so auch keine wahnsinnige Herausforderung zum Nachmachen. Zudem finde ich es toll, dass es nun ein Buch gibt mit Rezepten ohne Form, denn die hat ja nun nicht jeder Zuhause.

Fazit:
Ein tolles Kochbuch, sowohl optisch als auch von den Rezepten her. Ein echtes Schmuckstück in meinem Regal. 


Donnerstag, 21. März 2019

Rezension "Einschlafen? Schon ganz allein!"

Titel: Einschlafen? Schon ganz allein!
Autor: Anna Taube (Text) / Regine Altegoer (Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 16
ISBN:  978-3-551-16803-0
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 1,99 €
Alter: ab 2
Reihe: Kleine Entwicklungsschritte

(Carlsen)
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Bei Carlsen gibt es eine neue Kinderbuchreihe für die Kleinsten unter den Lesern. Die Reihe "Kleine Enwicklungsschritte" ist für kleine Kinder ab 2 Jahren geeignet und widmet sich Themen, die bei Kindern in diesem Alter aktuell und präsent sind. Ob Windel oder Schnuller, ob Zähneputzen oder Einschlafen. Nichts könnte kleine Kinder mehr betreffen als genau diese vier Themen.

Ich finde die Altersangabe des Verlages - ab 2 - genau richtig. Meine kleine Tochter ist bald 20 Monate alt und hat noch nicht die Ausdauer den Texten zu lauschen - auch wenn diese recht kurz sind. Die Bilder jedoch schaut sie schon gerne an, den Text lese ich meiner großen dreijährigen vor. Ich bin jedoch sehr gespannt, wann ich meiner kleinen das Buch vorlesen kann und sie auch zuhört, denn das Thema "Einschlafen" ist bei uns ein ganz großes. 
 
Das Buch vermittelt spielerisch, dass Rituale zum Einschlafen wichtig sind und dass Mama und Papa immer da sind, auch wenn das Kind alleine im Bett liegt. Es erzählt von einem Abend, welcher wohl allen Eltern irgendwie bekannt vorkommt. Dem Kind fällt immer wieder etwas ein, dass es nicht schlafen muss. Ich zumindest kenne das sehr gut von unserer großen Tochter. Doch was an jedem Abend gleich ist, ist die Gute-Nacht-Geschichte. Und dies greift eben auch "Einschlafen? Schon ganz allein!" auf und zeigt, wie wichtig Rituale für kleine Kinder sind.

Die Bilder dieses Buches finde ich einfach entzückend. Ich mag sie total gerne. Sie sind liebevoll und abolut kindgerecht. Die Illustratorin trifft genau den richtigen "Ton". Die Bilder sind nicht zu überfrachtet, haben aber viele kleine Details, die für die kleinen Kinder interessant sind. So können sie neben der Geschichte viele Dinge entdecken und die Welt kennenlernen. 

Natürlich erfindet diese Reihe nicht das Rad neu. Es gibt gefühlte tausend Bücher über das Thema "Einschlafen" und Co. Doch gibt es definitiv Unterschiede zwischen all diesen Büchern. Bei Geschichten für so kleine Kinder ist für mich immer der Punkt der Illustrationen besonders wichtig. Denn zuerst und am meisten betrachten die Kinder die Bilder. Der Text steht hier erstmal an zweiter Stelle. Da dieses Buch in diesem Punkt komplett überzeugt, ist es für mich auf jeden Fall ein Highlight in der Masse der vielen Kinderbücher.
 
Fazit:
Ein tolles Kinderbuch aus einer wunderbaren neuen Reihe vom Carlsen-Verlag, welches sowohl durch seine Optik als auch durch den Text absolut überzeugt.