Montag, 8. Oktober 2018

Rezension "Essenz der Magie: Die Feuerprüfung"

Titel: Essenz der Magie : Die Feuerprüfung
Autor: Lia Kathrina
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 273
ISBN:   978-3-646-60470-2
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14
Band: 2 /2

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die den ersten Band noch nicht kennen!

(c) Impress
Zum Inhalt:
Die Akamdemie wird erneut von den Gesegneten angegriffen und Ria ist gemeinsam mit Sam mittendrin. Obwohl der Angriff erfolgreich abgewehrt wird, hat er weitreichende Folgen. Allen ist klar, dass die Gesegneten so schnell nicht aufgeben werden und sie einen Plan brauchen um sich wehren zu können. Als Ria plötzlich merkt dass etwas mit ihr nicht stimmt, kommen Geheimnissen ans Licht, mit denen niemand - Ria am allerwenigsten - gerechnet hätte und Ria sieht sich Feinden gegenüber, von denen sie dachte, dass sie auf ihrer Seite stehen. Von eeinem auf den anderen Tag, ist nichts mehr, wie es einmal war und alle geraten in große Gefahr.

Meine Meinung:
Dies ist der zweite und gleichzeitig auch letzte Band der Reihe "Essenz der Magie". Nachdem ich diesen finalen Band beendet habe, kann ich sagen, dass ich es echt schade finde, dass es nur zwei Bände gibt, denn ich fand beide Bände richtig klasse. Diesen zweiten Band sogar noch etwas mehr als den ersten und das kommt doch recht selten vor.

Kennt ihr das? Manchmal gibt es einfach Bücher, da stimmt irgendwie alles. Da hat man so ein ganz bestimmtes Gefühl beim Lesen, das man auch gar nicht beschreiben kann, da ist man unruhig wenn man gerade nicht weiterlesen kann und unglaublich traurig, wenn man beim Ende angelangt ist. Und hier hatte ich mal wieder so ein Gefühl. Ich musste einfach ständig weiterlesen und unbedingt wissen wie es mit Ria und ihren Freunden weitergeht.

Die Autorin hat hier eine Welt geschaffen, die für mich rundum stimmig war. Ich fühlte mich wohl dort, vielleicht auch, weil mich manches an Harry Potter erinnerte. Auch die Protagonisten sind absolut gelungen. Die Chemie zwischen mir und ihnen stimmte einfach. Als Leser weiß man lange Zeit nicht, wer auf welcher Seite steht. Immer wieder kam ich ins Schwanken, kann aber letztendlich sagen, dass ich mit meinem Anfangsverdacht bei wem es sich um den Verräter handelt tatsächlich recht hatte. Doch dies tut der Spannung und der tollen Geschichte überhaupt keinen Abbruch, denn es warteteten noch viele weitere Szenen auf mich, die ich so nicht erwartet hatte und die mich sehr überraschten.

Die Spannung der Geschichte ist mit Händen greifbar. Dieser zweite Band hat davon noch deutlich mehr und ließ mich kaum zu Atem kommen. Eine spannende Szene jagte die nächste und so wurde ich atemlos durch die Geschichte gejagt. Wenn ich dachte, jetzt kommt mal ein ruhigerer Moment, so wurde ich schnell eines besseren belehrt und musste wieder um die Protagonisten bangen.

Was mich bei diesem Buch auch absolut überzeugt hat und für mich absolut stimmig ist, ist die Liebesgeschichte. Obwohl es eigentlich um einen Kampf um Leben und Tod geht, kommt die Romantik definitiv nicht zu kurz. Die Autorin gibt der Liebe genügend Spielraum in ihrer Geschichte und so geriet ich nicht nur einmal ins Schwärmen. Hach Sam ist aber auch ein Typ... okay ich hör schon auf. Aber für mich ist die Liebesgeschichte einfach nur perfekt gelungen.

Ich finde es wirklich immer schwierig dieses Gefühl, das ich am Anfang der Rezension beschrieben habe, in eine Rezension zu transportieren. Dieses Gefühl heißt auch nicht das Bücher alle Kriterien die ein gutes Buch haben muss perfekt erfüllen. Es heißt nur, dass sie für mich in diesem Moment durchaus perfekt waren, das sie mich zu diesem Zeitpunkt in andere Welten entführt haben, mich schwärmen und mitfiebern lassen haben. Ich bin wirklich traurig das es vorbei ist.

Fazit:
Eine tolle Geschichte, die mich rundum zufrieden gestellt hat. Ich liebe das Setting, die Spannung, die Protagonisten und besonders die Liebesgeschichte. Ich liebe einfach alles an der Geschichte und würde sie so gerne nochmal von vorne lesen.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Rezension "Essenz der Magie : Die Leerenbegabte"

Titel: Essenz der Magie : Die Leerenbegabte
Autor: Lia Kathrina
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 267
ISBN:  978-3-646-60463-4
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14
Band: 1 /2

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Ria ist eine Leerenbegabte. Sie kann die Energien anderer Lebenwesen anzapfen und diese in Magie umwandeln. Allerdings ist sie nur ein sogenannter Mischling, das heißt ihrer Kräfte sind nicht so stark. Davon ist ihr Vater alles andere als begeistert und tyrannisiert sie ziemlich. Ria ist extrem froh, als sie endlich die Akademie besuchen kann, weit weg von ihrem Vater. Doch auch dort hat sie alles andere als leicht, hat sie doch noch viel zu lernen. Mit der Ruhe ist es endgültig vorbei, als plötzlich romantische Gefühle in der Luft liegen. Als dann auch noch die Akademie überfallen wird, geraten die Schüler in große Gefahr.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch war, als ich den Klappentext laß, doch trotzdem gespannt auf die Geschichte war. Ich konnte zunächst nicht so ganz abschätzen, was mich erwartet, denn von der Thematik her klang es erstmal recht neu.

Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Ich fand sie nicht besonders spannend, es passierte mir einfach zu wenig. Trotz allem fand ich es interessant in Rias Welt und die verschiedenen Kräfte, die jeder einzelne dort hat, eingeführt zu werden. Nach und nach nahm die Geschichte dann auch an Fahrt auf. So richtig los ging sie dann, als Ria an die Akademie kommt. Ich merkte recht schnell, dass etwas geheimnisvolles in der Luft lag, das irgendetwas nicht mit rechten Dingen zuging.

Nach dem ersten Angriff auf die Akademie war ich völlig fasziniert und geflasht, denn es bleibt lange im Dunkeln, warum dieser Angriff stattfand und was damit bezweckt wurde. Selbst zum Ende hin wird nicht alles aufgelöst, weswegen ich etwas entgeistert war, als die Geschichte zu Ende war. Ich konnte es tatsächlich nicht fassen, dass ich nicht sofort weiterlesen konnte. Was bin ich froh, dass nun Oktober ist und heute endlich der zweite Teil erschienen ist.

Ich freute mich sehr, dass die Romantik auch nicht zu kurz kam. Allerdings fand ich es etwas anstrengend, dass es sich - zumindest angedeutet - um eine Dreiecksgeschichte, bzw. ein Mädchen zwischen zwei Jungs handelt. Das ist halt einfach so ausgelutscht und muss nicht mehr unbedingt sein. Allerdings hatten diese Liebesgeschichten auch etwas geheimnisvolles, denn man weiß nie genau in welche Richtung ihre Gefühle so gehen und ich habe auch so meinen Verdacht, dass zumindest mit einem der beiden Herren etwas nicht stimm. Allerdings weiß ich das bisher noch nicht, da ich dafür erst den zweiten Teil lesen muss.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen und nach den kurzen Startschwierigkeiten hat sich die Geschichte richtig gut und flüssig lesen lassen. Ihre Figuren sind gut durchdacht und ihre Ideen kreativ. Vieles ist mir so noch nicht begegnet. Nachdem ich beim Titel "Die Leerenbegabte" kurz an einen Schreibfehler denken musste, wurde es recht schnell klar, was in dieser Geschichte mit Leere gemeint ist. Eine schlüssige Geschichte, die mich mit ihrem Gesamtkonzept letztendlich komplett überzeugen konnte.

Fazit:
Ein spannender erster Teil, der mir unglaublich viel Lust auf den zweiten Band gemacht hat, in dem er viele Fragen offen ließ (die hoffentlich in Band 2 geklärt werden) und mich nach etwas schwierigem Beginn mit seinem kreativen Gesamtkonzept absolut überzeugen konnte.

Samstag, 29. September 2018

Rezension "Bitte nicht öffnen: bissig!"

Titel: Bitte nicht öffnen: bissig!
Autor: Charlotte Habersack
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3-646-92800-6
Einbindungsart: ebook / Hardcover
Preis: 6,99€ / 9,99 €
Alter: ab 8
Band: 1 / 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
"Bitte nicht öffnen: bissig!" steht in großen Buchstaben auf dem Päckchen das Nemo bekommt. Das ist Nemo dann doch etwas zu heikel und er beschließt kurzerhand, das Päckchen an seine Nachbarin zu verschenken. Diese öffnet es und daraus kommt ein waschechter Yeti hervor. Zunächst nur eine kleine Plüschfigur, wird der Yeti immer größer. Gleichzeitig beginnt es in der Heimatstadt von Nemo heftig zu schneien - und das mitten im Juni. Schnell wird Nemo klar, dass das nur mit dem Yeti zusammenhängen kann. Er und seine Freunde versuchen alles um das Chaos zu beseitigen und haben dabei schnell die ganze Stadt gegen sich.

Meine Meinung:
Dies ist der erste Band er Kinderbuch-Reihe "Bitte nicht öffnen". Schon häufiger begegnete mir diese in den Buchhandlungen. Als meine Bücherei sie nun endlich ins Programm nam nutze ich die Gelegenheit und lieh mir gleich mal den ersten Band aus. Ich war schon sehr gespannt, was mich erwarten würde und muss sagen dass ich nicht enttäuscht wurde.

Obwohl es sich um ein Kinderbuch ab 8 handelt, habe ich mich stellenweise köstlich amüsiert. Allein das Nemos Heimatstadt Boring heißt und es Nemo total langweilig ist fand ich köstlich. Auch der kleine Yeti, der aus dem Paket kommt ist einfach nur wunderbar zu beobachten. Er kann leider nicht richtig sprechen und so schleichen sich immer wieder Fehler in seine Sätze ein. Dies machte mir total viel Spaß und ich bin mir sicher, dass auch Kinder viel Spaß an dem Buch haben werden. Die Zielgruppe passt genau zu der Geschichte, wobei ich denke, dass ein Kind dafür schon recht gut lesen können muss, da das Buch relativ viel Text hat. Unterbrochen wird dieser zwar immer wieder von kleinen Bildern, doch diese sind nicht besonders häufig.

Nemo und seine Freunde sind tolle Kinder. Sie sind mutig und suchen das Abenteuer und zudem möchten sie dem Yeti unbedingt helfen seinen Besitzer zu finden. Die Freundschaft die zwischen den drei Hauptpersonen be- und entsteht ist wunderbar zu beobachten. Hier können sich sicherlich viele Kinder wiederfinden. Das Mädchen, welches schnell zu ihrer Clique gehört, bedeutet Nemo sogar mehr als er zugeben möchte, die ersten kleinen Verliebtheiten sind zu bemerken.

Neben dem Witz und dem Charme, den die Geschichte besitzt ist sie auch durchaus spannend. Die Kinder müssen herausfinden, wem der Yeti gehört und diesen schnell an seinen Besitzer zurück geben, damit das Wetter aufhört verrückt zu spielen. Dies gestaltet sich sehr spannend und schwieriger als man zunächst annehmen könnte. 

Was hinter dem geheimnisvollen Päckchen steckt, erfährt man in diesem Band nicht. Da dies der erste einer gesamten Reihe ist, bei der jeder Band mit einem neuen geheimnisvollen Päckchen startet, ist das auch logisch dass das hier nicht aufgelöst wird. Ich muss zugeben, dass ich nun auch die anderen Bände lesen möchte, denn ich muss unbedingt wissen, wer die Päckchen verschickt und warum die Spielzeuge lebendig werden. 

Fazit:
Der humorvolle Auftakt einer Kinderbuchreihe hat mir richti gut gefallen. Ich habe mich köstlich amüsiert und bestens unterhalten gefühlt und lege das Buch allen Kindern ab 8 ans Herz.

Samstag, 22. September 2018

Rezension "Vampire Knight - memories 1"

Titel: Vampire Knight - memories Bd. 1
Autor: Matsuri Hino
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-551-73867-7
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 6,99 €
Alter: ab 10
Band: 1

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Selten war ich so froh, dass ich ein Buch beendet hatte, wie bei diesem hier. Im Rahmen der Carlsen-Challenge, war es diesen Monat eine Aufgabe einen Manga zu lesen, also dachte ich mir dass ich mich auch mal an das von mir bisher gemiedene Genre wagen könnte. Ich suchte eine Weile, welchen Manga ich lesen könnte, denn es gibt ja so wahnsinnig viele Reihen mit jeweils wahnsinnig vielen Teilen, dass ich schnell die Übersicht verlor. Als ich dann dieses Buch entdeckte, dachte ich mir, dass ich Vampire ja ganz gerne habe, wieso also nicht in einem Manga.

Schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass es sich hier um ein Spin-off der Vampire Knight-Reihe handelt. Ich dachte eigentlich mit Band 1 könnte ich nicht viel falsch machen, doch hätte ich wohl besser zuerst mal die Grundreihe angefangen zu lesen, als das Spin-off. Nun ja, das war nicht mehr zu ändern, also versuchte ich dem Buch eine Chance zu geben.

Nachdem ich kurz ans Ende geblättert hatte (welches sich bei einem Manga auf der ersten Seite befindet) erfuhr ich auch in welcher Reihenfolge (von hinten nach vorne) ich das Buch lesen sollte. Nach kurzer Zeit hatte ich mich an diese Art ein Buch zu lesen gewöhnt und kam schnell vorwärts. Schnell merkte ich aber dass Mangas so gar nichts für mich sind. Ich fand die Geschichte einfach nur schrecklich.

Die Zeichnungen gefielen mir überhaupt nicht und auch die Art der Figuren zu sprechen, ging gar nicht. Ich kam mir vor wie bei einem echt billig gemachten Comic und musste ich nicht nur einmal die Augen verdrehen. Mehrmals laß ich meinem Mann eine Stelle vor und wir beide mussten uns fast gegen die Stirn klatschen so schlecht gemacht fanden wir die Geschichte.

Man muss dazu sagen, dass dieses Buch eine Sammlung mehrerer verschiedener Geschichten ist, die erzählt, was innerhalb von tausend Jahren passiert ist, in denen einer der Vampire im Eis geschlafen hat. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich fast nichts verstanden habe. Ich kam kaum in das Buch rein und da ich die Figuren nicht vom Vorgänger kannte, hatte ich echte Schwierigkeiten den Geschehnissen zu folgen.

Ich habe schnell gemerkt, dass Mangas einfach so gar nicht mein Fall sind. Als Kind habe ich tatsächlich sehr gerne Comics gelesen, doch diese Zeit ist lange vorbei. Ich brauche Bücher mit etwas mehr und etwas komplexerer Handlung und so war ich von dem Buch einfach nur enttäuscht und genervt. Das einzig positive war, dass man es wirklich sehr schnell durchgelesen hat. Dies wird wohl mein erster und letzter Manga gewesen sein.

Fazit:
Mangas sind einfach nicht mein Fall. Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen. Schlecht gezeichnet, schlecht erzählt und ohne besonders viel Handlung und Tiefgang war ich froh, als ich es wieder aus der Hand legen konnte. 

Rezension "Into the woods: Königin der Diebe"

Titel: Into the woods: Königin der Diebe
Autor: Annie J. Dean
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-646-30135-9
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 16
Band: 1 / 3

(c) DarkDiamonds
Zum Inhalt:
"Die Königin der Diebe" hat einen Ruf, der weit über die Waldgrenzen hinwegschallt. Doch wer sie wirklich ist, wissen nur ihre engsten Freunde. Shona ist der weibliche Robin Hood. Sie stiehlt von den Reichen und gibt es den Armen. Nie behält sie etwas für sich selbst, außer die nötigsten Dinge, die sie zum Überleben braucht. Und so ist sie weit bekannt, der Wald in dem sie lebt gefürchtet. Trotzdem reitet der Prinz mit seinem Gefolge hindurch und wird von Shona und ihrer Diebesbande überfallen. Damit macht sie sich einen mächtigen Feind, der sie dazu zwingt, sich versteckt zu halten, bis die Wogen wieder geglättet sind. Shona beschließt sich direkt vor den Augen ihres Feindes zu verstecken - am Königshof. Niemals hätte sie damit gerechnet, dass sie dort zwar verhindern kann, dass sie ihr Leben verliert, nicht jedoch ihr Herz. Der Ritter Livian kommt ihr näher, als sie erwartet hat und wird dadurch zu einer Gefahr mit die sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
"Robin Hood" wurde so oft erzählt, so viele Menschen haben sich an einer ähnlichen Geschichte versucht. Doch ein weiblicher Robin Hood ist mir bisher nicht untergekommen. Und so war ich sehr gespannt, was mich bei "Into the woods" erwarten würde.

Und ich muss sagen, ich bin total begeistert. Ich liebe die Geschichte rund um Shona und ihre Diebesbande und war regelrecht geschockt, als ich auf der Verlagsseite herausfand, dass der nächste Teil erst im November erscheint. So lange muss ich wirklich noch warten, bis ich herausfinden kann wie es mit Shona und vor allem Livian weitergeht. Eigentlich geht das nicht, denn der Cliffhanger mit dem das Buch endet ist schon etwas gemein.

Die Handlung selbst gefiel mir wirklich gut. Sie war spannend, mit einer Prise Romantik und ziemlich gut durchdacht. Immer war ich gespannt, was mich erwarten würde, gespannt was auf der nächsten Seite passiert. Shona stand immer vor der Gefahr als Königin der Diebe enttarnt zu werden. Ich fieberte mit ihr und hoffte, dass das nicht passierte, ging sie doch einiges an Risiko ein.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass die Geschichte zwar einen Hauch Magie enthält, aber komplett unaufdringlich und wirklich nur am Rande. Da ich im Moment nicht so gerne Fantasy lese, fand ich es sehr angenehm, dass Magie eigentlich kaum eine Rolle spielte.

Zudem gefielen mir die Charaktere sehr gut. Shona ist ein taffes junges Mädchen, das im Leben schon viel zu viel schlimmes miterleben musste. Trotzdem geht sie positiv durchs Leben und ist dankbar für ihre Freunde und das was sie hat. Nie denkt sie an sich, die Armen kommen für sie immer zuerst. Livian mochte ich auch sehr gerne. Der kluge Ritterantwärter, hinter dem so viel mehr steckt, als man zunächst ahnt. Die beiden sind zusammen ein wunderbares Gespann und ich bedauerte es sehr, dass sie eigentlich auf verschiedenen Seiten stehen. Ich bin gespannt, ob sie in einem der nächsten Bände noch zusammen finden.

Die Liebesgeschichte verläuft auch recht am Rande, ist aber durchaus die komplette Geschichte über unterschwellig zu spüren. Mir gefiel sie sehr gut und schön beschrieben. Sogar ein wenig Erotik lässt die Autorin nicht vermissen. Ich hoffe auf noch mehr Liebe im Folgeband.

Fazit:
Das Buch ist rundum gelungen. Die Mischung stimmt hier einfach perfekt. Vom Cover über die Handlung, die Charaktere, die Liebesgeschichte, die Spannung, bis hin zum Fantasyanteil. Ein wunderbarer erster Teil der mich den Folgeband kaum erwarten lässt.

Donnerstag, 20. September 2018

Rezension "Die Schule der magischen Tiere - Abgefahren"

Titel: Die Schule der magischen Tiere - Abgefahren
Autor: Margit Auer
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 224
ISBN:  978-3-551-65274-4
Einbindungsart: Hardcover /  ebook
Preis: 9,99 € / 6,99 €
Alter: ab 8
Band: 4

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Die Schüler von Miss Cornfield gehen auf Klassenfahrt und die magischen Tiere dürfen mit. Allerdings ist auch ihr Direktor mit von der Partie, der nichts von den magischen Tieren weiß. Ob das nun so eine gute Idee ist die Tiere mitzunehmen? Keiner weiß, was sie auf der Klassenfahrt erwarten wird. Was passiert, wenn der Direktor die vielen Kuscheltiere auffällig findet. Und was passiert vor allem, wenn dem Direktor die Herbergsmutter gefällt? Zudem werden neue Freundschaften gebildet und alte gefestigt.

Auch dieser Band aus der Feder von Margit Auer, ist wie seine Vorgänger unterhaltsam und hat mir eine kurzweilige und entspannte Lesezeit beschert. Ich muss zugeben, dass mich die vielen Wiederholungen etwas nerven, wenn ich mehrere Bände hintereinander lese. Natürlich ist es durchaus sinnvoll die wichtigsten Dinge immer wieder zu erwähnen, gerade für Kinder die vielleicht mit einem Band quer einsteigen oder bei denen der Vorgänger schon länger her ist. So ist man gleich auf dem Neusten stand. Wenn man jedoch kurz vorher den Vorgänger gelesen hat, so sind die vielen Wiederholungen eher anstrengend.

Die Figuren finde ich zwar auf der einen Seite echt gut gemacht und auch gut durchdacht, auf der anderen Seite fangen diese aber auch ein bisschen an zu nerven, wenn man alle Bände hintereinander liest. Gerade Mortimer Morrison fand ich echt irgendwann anstrengend und auch Ida ist so nervig neunmalklug. Wobei ich denke, dass das Kinder nicht so sehr stören wird.

Auch in diesem Band bekommen wieder zwei neue Kinder ein magisches Tier. Dies heißt für den Leser, dass man zwei neue magische Tiere kennenlernt und zudem zwei neue Kinder in den Fokus rücken. Somit gibt es immer mehr Hauptdarsteller in der Geschichte und die Einführung zu Beginn, in der alle Kinder und ihre magischen Tiere vorgestellt werden durchaus sinnvoll.

Schön fand ich es auch, dass es hier endlich mal eine andere Umgebung als die Schule zu sehen gibt, denn für die Klassenfahrt begeben sich die Schüler natürlich woanders hin. Sie besuchen dort unter anderem ein Museum, in dem ein großes Abenteuer stattfindet. Zudem verliebt sich ihr Direktor, was äußerst amüsant zu beobachten ist.

Fazit:
Ein schöner vierter Band der "Schule der magischen Tiere", in dem man die Klasse von Miss Cornfield auf Klassenfahrt begleitet. Ich wurde gut unterhalten und war sehr gespannt, welche Kinder ein neues magisches Tier bekommen.

Sonntag, 16. September 2018

Rezension "Kalle Körnchen"

Titel: Kalle Körnchen
Autor: Lucy Astner / Julian Meyer
Verlag: Esslinger
Seitenzahl: 112
ISBN: 978-3-480-23470-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 11,00 €
Alter: ab 3

(c) Esslinger
Meine Meinung:
Neben den beiden Bilderbüchern habe ich heute ebenfalls noch ein Buch mit Gute-Nacht-Geschichten für euch.

Dies erzählt die Geschichte von Kalle Körnchen, der durch einen Zufall an den Job des Sandmanns gerät, der in den Urlaub gehen möchte. In dem Buch begleiten die Kinder Kalle Körnchen bei seinem unverhofften Job und können miterleben, was alles schief geht und was Kalle Körnchen so alles erlebt.

Die Empfehlung des Verlages liegt hier bei 3 Jahren und hier bin ich absolut überzeugt, dass diese Empfehlung zu tief angesetzt ist. Die Geschichten sind extrem lang, gehen über mehr als 10 Seiten. Meine fast dreijährige Tochter fand diese definitiv zu lang als Gute-Nacht-Geschichte und ich merkte schnell, wie ihre Aufmersamkeit verloren ging. Zudem gibt es immer wieder Seiten, die komplett aus Text bestehen und kein einziges Bild besitzen. Hier sagte meine Tochter "Ich mag keinen Text" und blätterte wieder zu der vorherigen Seite auf der ein großes Bild war. Hier muss ich erwähnen, dass meine Tochter sehr viel vorgelesen bekommt und es liebt lange und viel zuzuhören. Dennoch muss auf jeder Seite etwas zum Gucken sein, sonst reicht ihre Geduld noch nicht aus. Da dies hier an manchen Stellen nicht der Fall ist, würde ich auch dieses Buch eher ab 4 empfehlen.

Wie schön erwähnt, ist der Text ebenfalls sehr viel und umfangreich. Zudem passiert in nur einer Geschichte wahnsinnig viel und manchmal auch zu kompliziert erzählt, sodass meine Tochter es gar nicht richtig verstanden hat. Immer wieder fragte sie nach, wer das denn jetzt sei und was derjenige da jetzt mache. Ich merkte schnell, dass sie die Geschichte nicht wirklich verstand. Hier habe ich den Vergleich zu anderen Büchern herangezogen, die sie mir komplett in eigenen Worten nacherzählen kann und bei denen ganz klar wird, dass sie verstanden hat, um was es geht.

Wenn ich das Buch jetzt allerdings aus meiner Sicht bewerte, muss ich sagen, dass ich es wirklich niedlich finde. Ich finde es auch gar nicht schlimm, dass meine Tochter im Moment wohl noch etwas zu klein ist. Dann werde ich es einfach nächstes Jahr nochmal versuchen. Mir selbst gefallen die Geschichten nämlich wirklich gut. Kalle Körnchen und seine Freunde erleben ganz harmlose Abenteuer, die sich alle mit dem Thema "Schlaf beschäftigen". Also genau das richtige für eine letzte Geschichte vor dem Schlafengehen. Zudem gefallen mir die Illustrationen außerordentlich gut. Ich finde sie wunderschön und total liebevoll. Den kleinen Kalle würde ich gerne persönlich in den Arm nehmen und knuddeln, so süße finde ich die Zeichnungen. Ich freue mich schon darauf, wenn meine Tochter noch etwas älter ist und das Buch dann richtig zum Einsatz kommen wird. Vielleicht passiert dies auch schon schneller, als ich denke, denn vorgelesen haben wir es ja jetzt trotzdem schon und oft wird es leichter für die Kinder, wenn man etwas ein zweites Mal liest.

Fazit:
Ein Buch, für das meine fast dreijährige Tochter noch etwas zu jung ist, welches ich selbst aber total niedlich und wunderbar gezeichnet finde. Neben den Illustrationen gefallen mir die Geschichten selbst auch richtig gut, ich freue mich wenn diese richtig als Gute-Nacht-Geschichten zum Einsatz kommen. 

Rezension "Petunia"

Titel: Petunia
Autor: Roger Duvoisin / Sabine Ludwig (Übersetzerin)
Verlag: Thienemann
Seitenzahl: 40
ISBN: 978-3-480-23477-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab3

(c) Thienemann
Meine Meinung:
Heute habe ich noch eine zweite Bilderbuchrezension für euch. Und zwar zu einem echten Klassiker. Der Thienemann-Esslinger-Verlag hat den Klassiker "Petunia" wieder aufgelegt. Obwohl es dieses Buch schon recht alt ist, sogar über 50 Jahre alt, kannte ich es bisher nicht. Und so war ich ganz gespannt, was mich hier erwarten würde.

Erzählt wird die Geschichte der "dummen Gans" Petunia, die ein Buch findet und meint dass sie allein durch den Besitz dieses Buches nun schlau ist und alle Fragen beantworten kann. Auch bei den anderen Tieren verliert sie schnell den Ruf, dumm zu sein und wird häufig um ihren Rat gebeten. Das Problem jedoch ist, dass Petunia gar nicht lesen kann und dadurch jede Menge Probleme entstehen. Denn ihre Ratschläge sind, um es nett auszudrücken, durchaus ausbaufähig. Keine Frage, allein dadurch ist dieses Bilderbuch schon eine Liebeserklärung ans Lesen und an Bücher. 

Allerdings muss ich zugeben, dass ich dem Buch etwas zwiegespalten gegenüber stehe. Ich finde die Thematik eigentlich total schön. Ich finde es klasse, dass den Kindern hier vermittelt wird, das Bücher und Lesen etwas tolles und bei weitem nicht verstaubtes und langweiliges ist. Auch das Lesen bildet steht ja außer Frage.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Gans Petunia recht anstregend und arrogant finde. Mir ist bewusst, dass dies durchaus Absicht ist, denn sie soll ja eitel und eingebildet erscheinen. Zudem verändert sie sich im Laufe der Geschichte und beschließt sogar zum Ende hin, wirklich lesen zu lernen um ihren Freunden echte Ratschläge geben zu können. Die ein oder andere Situation die sie mit ihren falschen Ratschlägen verursacht fand ich dann auch ziemlich amüsant und auch meine Tochter hatte Spaß beim Vorlesen.

Hier bin ich mir jedoch auch nicht ganz sicher, ob das Alter "3" nicht zu früh angesetzt ist. Meine Tochter ist fast 3, wir lesen hier extrem viel vor und trotzdem hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sie nicht wirklich versteht, um was es in dem Buch geht. Der Humor ist ebenfalls so gewählt, dass er bei Kindern in dem Alter eher nicht ankommt, weswegen ich sagen würde, dass ich das Buch eher ab 4 empfehlen würde.

Die Illustrationen sind nicht ganz mein Fall. Hier merkt man, dass das Buch schon recht alt ist. Sie sind mir zu "hart" gezeichnet und wenig kindgerecht. An diesem Buch kann man wunderbar sehen, wie sehr sich der Stil von Kinderbüchern bzw. Bilderbüchern in den letzten Jahrzehnten immer mehr verändert und gewandelt hat. Legt man dieses Buch neben eines, welches heute erschienen ist, so merkt man definitiv, dass man hier einen Klassiker vor sich hat. Auch die Farbauswahl und die Art der Zeichnungen gefällt mir nicht besonders, wobei ich jetzt nicht das Gefühl hatte, dass das meine Tochter irgendwie stört. Die Tiere sind gut zu erkennen und zu unterscheiden und das ist für sie das Wichtigste.

Fazit:
Ein Bilderbuch, das mich nicht komplett begeistern konnte, da mir die Optik nicht wirklich gefällt. Auch die Altersangabe des Verlages finde ich etwas zu niedrig angesetzt. Ansonsten vermittelt das Buch aber eine schöne Botschaft, es geht ums Lesen, um die Liebe zu Büchern, um die Bildung, die man durch Bücher bekommt und das ist doch einfach mal ein ganz tolles Thema.

Rezension "Kleines Nashorn, wo fährst du hin?"

Titel: Kleines Nashorn wo fährst du hin?
Autor: Meg McKinlay / Leila Rudge
Verlag: Thienemann
Seitenzahl: 40
ISBN:978-3-522-45873-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab 4

(c) Thienemann
Meine Meinung:
Heute habe ich ein Bilderbuch für euch. Dieses wird vom Verlag ab 4 empfohlen und nachdem ich es mit meiner dreijährigen Tochter angeschaut habe, muss ich sagen, dass ich die Empfehlung genau richtig finde, allerdings auch durchaus schon kleinere Kinder das Buch anschauen können.

Denn die Illustrationen sind wirklich zauberhaft. Schon am Cover kann man sehen, wie liebevoll die Bilder gezeichnet sind. Dies zieht sich durch das komplette Buch durch. Was ich ebenfalls sehr schön finde ist, dass die Bilder nicht so überladen sind. Sie sind recht klar gezeichnet und meistens mit wenigen Details ausgestattet. Dies finde ich super für die Kinder in diesem Alter, denn wenn zu viel auf den Bildern ist, sind sie leicht überfordert. Und so kann man das Buch auch einfach mit jüngeren Kindern anschauen und entdecken, was es alles auf den Bilder zu sehen gibt. Auch die Farben, die die Illustratorin gewählt hat, gefallen mir gut. Sie sind schön gedeckt und fast wirkt es so, als hätte sie normale Buntstifte benutzt um das Buch zu illustrieren.

Auch die Geschichte selbst ist wirklich schön. Ich denke aber, um wirklich zu verstehen, um was es geht sollten die Kinder wirklich mindestens vier Jahre alt sein. Denn meine Tochter hat mich dann doch des Öfteren gefragt "Warum macht das Nashorn das?" usw., woran ich merkte, dass ihr der Sinn der Geschichte noch nicht so klar war. Das Buch kommt mit recht wenig Text aus. Oft sind es nur zwei / drei Zeilen. Dies ist vor allem gut für Kinder, die vielleicht noch nicht so viel Sitzfleisch und Konzentration besitzen und noch nicht so gut und lange zuhören können.

Das Buch erzählt vom kleinen Nashorn, das unbedingt die Welt sehen möchte. Doch alle großen Nashörner versuchen ihn davon abzuhalten, mit allen möglichen Ausreden. Das kleine Nashorn jedoch, lässt sich nicht beirren und baut sich kurzerhand ein kleines Boot. Damit erkundet es mutig, ganz alleine die Welt und kehrt irgendwann glücklich und zufrieden wieder nach Hause zurück.

Die Botschaft, die das Buch vermittelt, finde ich wunderbar. Diese spiegelt sich auch auf einer Postkarte wider, die meinem Buch beilag. "Man ist nie zu klein, um großartig zu sein". Ich würde es sogar so weit ziehen und daraus "Man ist nie zu klein, um mutig zu sein" machen. Es vermittelt den Kindern die Botschaft, dass sie ruhig etwas ausprobieren sollen, dass sie mutig im Leben voran gehen und Dinge entdecken sollen. Und selbst, wenn die Erwachsenen mal sagen "Das kannst du nicht, dafür bist du noch zu klein.", so sollen Kinder doch den Mut besitzen Dinge auszuprobieren, denn nur daran wachsen sie. Das Buch ist eine Liebeserklärung an all die kleinen Menschen da draußen, die voller Tatendrang und Entdeckerlust stecken. Es schreit förmlich "bitte hört damit nicht auf, erkundet die Welt auf eure Weise". Eine ganz zauberhafte Botschaft.

Fazit:
Ein wunderbares Bilderbuch, das Kindern Mut machen soll, ihren eigenen Weg mutig voran zu gehen und zu entdecken, was die Welt so alles zu bieten hat.

Mittwoch, 12. September 2018

Rezension "Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird"

Titel: Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird
Autor: Anne-Claire Kleindienst / Lynda Corazza
Verlag: h.f. ullmann
Seitenzahl:  192
ISBN: 978-3-7415-2328-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 9,99 €


Meine Meinung: 
Dieses Buch ist empfohlen für alle Eltern mit Kindern ab 3 Jahren. Meine große Tochter ist noch nicht ganz drei, trotzdem dachte ich, dass dieses Buch sicher nicht schaden kann, damit ich schon mal weiß was auf mich zukommt und wie damit am besten umzugehen ist.

Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Wie man am Cover schon unschwer erkennen kann, handelt es sich hier um Comicartigen Stil. Auch das Innenleben des Ratgebers ist so aufgebaut. Die Menge an Text ist recht übersichtlich. Viel mehr, werden viele Szenen bildhaft und mit Sprechblasen dargestellt. Dies alles macht das Buch recht kurzweilig und man fliegt nur so durch die Seiten. Oft hat man das Gefühl einen Comic zu lesen. Zudem sind die Szenen oft recht humorvoll dargestellt, weshalb ich immer wieder schmunzlen musste. Eigentlich kann man sagen, dass es sich hierbei um die perfekte Klolektüre handelt, sofern man auf dem Klo liest ;) Selbst wenn man nur zwei Minuten in das Buch reinschaut bekommt man schon richtig viel zu sehen und zu lesen. Immer wieder lässt es sich an einer beliebigen Stelle aufschlagen und man erfährt etwas neues.

Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Buch sowohl für hochsensible Kinder geeignet ist, aber auch für alle anderen Kinder. Somit spricht es eine recht große Bandbreite an Menschen an. Schön finde ich, dass das Buch sich von der Masse an Ratgebern abhebt. Sowohl durch seine Optik, als auch durch seinen Inhalt. Niemals kommt es mit dem erhobenen Zeigefinger daher, viel mehr will es auf humorvolle Art bekannte Alltagssituationen aufnehmen und helfen mit diesen vielleicht etwas besser umzugehen. Zudem zeigt das Buch, dass es niemals nur den einen richtigen Weg gibt, sondern - wie man so schön sagt - viele Wege nach Rom führen. Niemals wird der eigene Stil in Frage gestellt, die Autorinnen möchten einen lediglich an die Hand nehmen und zeigen, wie manche Situationen stressfreier zu lösen sind. Es gibt glaube ich keine Eltern, die sich nicht in einigen der Situationen wiederfinden.

Ich finde das Buch wirklich richtig klasse. Unterhaltsam und hilfreich. Ich werde das Buch in den nächsten Jahren sicherlich häufiger in die Hand nehmen, wenn ich Situationen habe, in denen ich gerne besser reagiert hätte. Vielleicht gibt es dort nicht die Patentlösung zu finden, aber es schafft zu beruhigen und zu zeigen, dass man als Eltern intuitiv schon ganz viel richtig macht. Zudem finde ich die unterschiedlichen Lösungsansätze gut, da es kein "ausschließlich" gibt, sondern immer ein "entweder oder" und ganz klar die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen.

Fazit:
Ein humorvoller, kurzweiliger und witzig Illustrierter Ratgeber, der mir sehr gut gefällt und den ich sicher noch häufiger zu Rate ziehen werde.