Samstag, 22. September 2018

Rezension "Vampire Knight - memories 1"

Titel: Vampire Knight - memories Bd. 1
Autor: Matsuri Hino
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-551-73867-7
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 6,99 €
Alter: ab 10
Band: 1

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Selten war ich so froh, dass ich ein Buch beendet hatte, wie bei diesem hier. Im Rahmen der Carlsen-Challenge, war es diesen Monat eine Aufgabe einen Manga zu lesen, also dachte ich mir dass ich mich auch mal an das von mir bisher gemiedene Genre wagen könnte. Ich suchte eine Weile, welchen Manga ich lesen könnte, denn es gibt ja so wahnsinnig viele Reihen mit jeweils wahnsinnig vielen Teilen, dass ich schnell die Übersicht verlor. Als ich dann dieses Buch entdeckte, dachte ich mir, dass ich Vampire ja ganz gerne habe, wieso also nicht in einem Manga.

Schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass es sich hier um ein Spin-off der Vampire Knight-Reihe handelt. Ich dachte eigentlich mit Band 1 könnte ich nicht viel falsch machen, doch hätte ich wohl besser zuerst mal die Grundreihe angefangen zu lesen, als das Spin-off. Nun ja, das war nicht mehr zu ändern, also versuchte ich dem Buch eine Chance zu geben.

Nachdem ich kurz ans Ende geblättert hatte (welches sich bei einem Manga auf der ersten Seite befindet) erfuhr ich auch in welcher Reihenfolge (von hinten nach vorne) ich das Buch lesen sollte. Nach kurzer Zeit hatte ich mich an diese Art ein Buch zu lesen gewöhnt und kam schnell vorwärts. Schnell merkte ich aber dass Mangas so gar nichts für mich sind. Ich fand die Geschichte einfach nur schrecklich.

Die Zeichnungen gefielen mir überhaupt nicht und auch die Art der Figuren zu sprechen, ging gar nicht. Ich kam mir vor wie bei einem echt billig gemachten Comic und musste ich nicht nur einmal die Augen verdrehen. Mehrmals laß ich meinem Mann eine Stelle vor und wir beide mussten uns fast gegen die Stirn klatschen so schlecht gemacht fanden wir die Geschichte.

Man muss dazu sagen, dass dieses Buch eine Sammlung mehrerer verschiedener Geschichten ist, die erzählt, was innerhalb von tausend Jahren passiert ist, in denen einer der Vampire im Eis geschlafen hat. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich fast nichts verstanden habe. Ich kam kaum in das Buch rein und da ich die Figuren nicht vom Vorgänger kannte, hatte ich echte Schwierigkeiten den Geschehnissen zu folgen.

Ich habe schnell gemerkt, dass Mangas einfach so gar nicht mein Fall sind. Als Kind habe ich tatsächlich sehr gerne Comics gelesen, doch diese Zeit ist lange vorbei. Ich brauche Bücher mit etwas mehr und etwas komplexerer Handlung und so war ich von dem Buch einfach nur enttäuscht und genervt. Das einzig positive war, dass man es wirklich sehr schnell durchgelesen hat. Dies wird wohl mein erster und letzter Manga gewesen sein.

Fazit:
Mangas sind einfach nicht mein Fall. Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen. Schlecht gezeichnet, schlecht erzählt und ohne besonders viel Handlung und Tiefgang war ich froh, als ich es wieder aus der Hand legen konnte. 

Rezension "Into the woods: Königin der Diebe"

Titel: Into the woods: Königin der Diebe
Autor: Annie J. Dean
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-646-30135-9
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 16
Band: 1 / 3

(c) DarkDiamonds
Zum Inhalt:
"Die Königin der Diebe" hat einen Ruf, der weit über die Waldgrenzen hinwegschallt. Doch wer sie wirklich ist, wissen nur ihre engsten Freunde. Shona ist der weibliche Robin Hood. Sie stiehlt von den Reichen und gibt es den Armen. Nie behält sie etwas für sich selbst, außer die nötigsten Dinge, die sie zum Überleben braucht. Und so ist sie weit bekannt, der Wald in dem sie lebt gefürchtet. Trotzdem reitet der Prinz mit seinem Gefolge hindurch und wird von Shona und ihrer Diebesbande überfallen. Damit macht sie sich einen mächtigen Feind, der sie dazu zwingt, sich versteckt zu halten, bis die Wogen wieder geglättet sind. Shona beschließt sich direkt vor den Augen ihres Feindes zu verstecken - am Königshof. Niemals hätte sie damit gerechnet, dass sie dort zwar verhindern kann, dass sie ihr Leben verliert, nicht jedoch ihr Herz. Der Ritter Livian kommt ihr näher, als sie erwartet hat und wird dadurch zu einer Gefahr mit die sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
"Robin Hood" wurde so oft erzählt, so viele Menschen haben sich an einer ähnlichen Geschichte versucht. Doch ein weiblicher Robin Hood ist mir bisher nicht untergekommen. Und so war ich sehr gespannt, was mich bei "Into the woods" erwarten würde.

Und ich muss sagen, ich bin total begeistert. Ich liebe die Geschichte rund um Shona und ihre Diebesbande und war regelrecht geschockt, als ich auf der Verlagsseite herausfand, dass der nächste Teil erst im November erscheint. So lange muss ich wirklich noch warten, bis ich herausfinden kann wie es mit Shona und vor allem Livian weitergeht. Eigentlich geht das nicht, denn der Cliffhanger mit dem das Buch endet ist schon etwas gemein.

Die Handlung selbst gefiel mir wirklich gut. Sie war spannend, mit einer Prise Romantik und ziemlich gut durchdacht. Immer war ich gespannt, was mich erwarten würde, gespannt was auf der nächsten Seite passiert. Shona stand immer vor der Gefahr als Königin der Diebe enttarnt zu werden. Ich fieberte mit ihr und hoffte, dass das nicht passierte, ging sie doch einiges an Risiko ein.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass die Geschichte zwar einen Hauch Magie enthält, aber komplett unaufdringlich und wirklich nur am Rande. Da ich im Moment nicht so gerne Fantasy lese, fand ich es sehr angenehm, dass Magie eigentlich kaum eine Rolle spielte.

Zudem gefielen mir die Charaktere sehr gut. Shona ist ein taffes junges Mädchen, das im Leben schon viel zu viel schlimmes miterleben musste. Trotzdem geht sie positiv durchs Leben und ist dankbar für ihre Freunde und das was sie hat. Nie denkt sie an sich, die Armen kommen für sie immer zuerst. Livian mochte ich auch sehr gerne. Der kluge Ritterantwärter, hinter dem so viel mehr steckt, als man zunächst ahnt. Die beiden sind zusammen ein wunderbares Gespann und ich bedauerte es sehr, dass sie eigentlich auf verschiedenen Seiten stehen. Ich bin gespannt, ob sie in einem der nächsten Bände noch zusammen finden.

Die Liebesgeschichte verläuft auch recht am Rande, ist aber durchaus die komplette Geschichte über unterschwellig zu spüren. Mir gefiel sie sehr gut und schön beschrieben. Sogar ein wenig Erotik lässt die Autorin nicht vermissen. Ich hoffe auf noch mehr Liebe im Folgeband.

Fazit:
Das Buch ist rundum gelungen. Die Mischung stimmt hier einfach perfekt. Vom Cover über die Handlung, die Charaktere, die Liebesgeschichte, die Spannung, bis hin zum Fantasyanteil. Ein wunderbarer erster Teil der mich den Folgeband kaum erwarten lässt.

Donnerstag, 20. September 2018

Rezension "Die Schule der magischen Tiere - Abgefahren"

Titel: Die Schule der magischen Tiere - Abgefahren
Autor: Margit Auer
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 224
ISBN:  978-3-551-65274-4
Einbindungsart: Hardcover /  ebook
Preis: 9,99 € / 6,99 €
Alter: ab 8
Band: 4

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Die Schüler von Miss Cornfield gehen auf Klassenfahrt und die magischen Tiere dürfen mit. Allerdings ist auch ihr Direktor mit von der Partie, der nichts von den magischen Tieren weiß. Ob das nun so eine gute Idee ist die Tiere mitzunehmen? Keiner weiß, was sie auf der Klassenfahrt erwarten wird. Was passiert, wenn der Direktor die vielen Kuscheltiere auffällig findet. Und was passiert vor allem, wenn dem Direktor die Herbergsmutter gefällt? Zudem werden neue Freundschaften gebildet und alte gefestigt.

Auch dieser Band aus der Feder von Margit Auer, ist wie seine Vorgänger unterhaltsam und hat mir eine kurzweilige und entspannte Lesezeit beschert. Ich muss zugeben, dass mich die vielen Wiederholungen etwas nerven, wenn ich mehrere Bände hintereinander lese. Natürlich ist es durchaus sinnvoll die wichtigsten Dinge immer wieder zu erwähnen, gerade für Kinder die vielleicht mit einem Band quer einsteigen oder bei denen der Vorgänger schon länger her ist. So ist man gleich auf dem Neusten stand. Wenn man jedoch kurz vorher den Vorgänger gelesen hat, so sind die vielen Wiederholungen eher anstrengend.

Die Figuren finde ich zwar auf der einen Seite echt gut gemacht und auch gut durchdacht, auf der anderen Seite fangen diese aber auch ein bisschen an zu nerven, wenn man alle Bände hintereinander liest. Gerade Mortimer Morrison fand ich echt irgendwann anstrengend und auch Ida ist so nervig neunmalklug. Wobei ich denke, dass das Kinder nicht so sehr stören wird.

Auch in diesem Band bekommen wieder zwei neue Kinder ein magisches Tier. Dies heißt für den Leser, dass man zwei neue magische Tiere kennenlernt und zudem zwei neue Kinder in den Fokus rücken. Somit gibt es immer mehr Hauptdarsteller in der Geschichte und die Einführung zu Beginn, in der alle Kinder und ihre magischen Tiere vorgestellt werden durchaus sinnvoll.

Schön fand ich es auch, dass es hier endlich mal eine andere Umgebung als die Schule zu sehen gibt, denn für die Klassenfahrt begeben sich die Schüler natürlich woanders hin. Sie besuchen dort unter anderem ein Museum, in dem ein großes Abenteuer stattfindet. Zudem verliebt sich ihr Direktor, was äußerst amüsant zu beobachten ist.

Fazit:
Ein schöner vierter Band der "Schule der magischen Tiere", in dem man die Klasse von Miss Cornfield auf Klassenfahrt begleitet. Ich wurde gut unterhalten und war sehr gespannt, welche Kinder ein neues magisches Tier bekommen.

Sonntag, 16. September 2018

Rezension "Kalle Körnchen"

Titel: Kalle Körnchen
Autor: Lucy Astner / Julian Meyer
Verlag: Esslinger
Seitenzahl: 112
ISBN: 978-3-480-23470-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 11,00 €
Alter: ab 3

(c) Esslinger
Meine Meinung:
Neben den beiden Bilderbüchern habe ich heute ebenfalls noch ein Buch mit Gute-Nacht-Geschichten für euch.

Dies erzählt die Geschichte von Kalle Körnchen, der durch einen Zufall an den Job des Sandmanns gerät, der in den Urlaub gehen möchte. In dem Buch begleiten die Kinder Kalle Körnchen bei seinem unverhofften Job und können miterleben, was alles schief geht und was Kalle Körnchen so alles erlebt.

Die Empfehlung des Verlages liegt hier bei 3 Jahren und hier bin ich absolut überzeugt, dass diese Empfehlung zu tief angesetzt ist. Die Geschichten sind extrem lang, gehen über mehr als 10 Seiten. Meine fast dreijährige Tochter fand diese definitiv zu lang als Gute-Nacht-Geschichte und ich merkte schnell, wie ihre Aufmersamkeit verloren ging. Zudem gibt es immer wieder Seiten, die komplett aus Text bestehen und kein einziges Bild besitzen. Hier sagte meine Tochter "Ich mag keinen Text" und blätterte wieder zu der vorherigen Seite auf der ein großes Bild war. Hier muss ich erwähnen, dass meine Tochter sehr viel vorgelesen bekommt und es liebt lange und viel zuzuhören. Dennoch muss auf jeder Seite etwas zum Gucken sein, sonst reicht ihre Geduld noch nicht aus. Da dies hier an manchen Stellen nicht der Fall ist, würde ich auch dieses Buch eher ab 4 empfehlen.

Wie schön erwähnt, ist der Text ebenfalls sehr viel und umfangreich. Zudem passiert in nur einer Geschichte wahnsinnig viel und manchmal auch zu kompliziert erzählt, sodass meine Tochter es gar nicht richtig verstanden hat. Immer wieder fragte sie nach, wer das denn jetzt sei und was derjenige da jetzt mache. Ich merkte schnell, dass sie die Geschichte nicht wirklich verstand. Hier habe ich den Vergleich zu anderen Büchern herangezogen, die sie mir komplett in eigenen Worten nacherzählen kann und bei denen ganz klar wird, dass sie verstanden hat, um was es geht.

Wenn ich das Buch jetzt allerdings aus meiner Sicht bewerte, muss ich sagen, dass ich es wirklich niedlich finde. Ich finde es auch gar nicht schlimm, dass meine Tochter im Moment wohl noch etwas zu klein ist. Dann werde ich es einfach nächstes Jahr nochmal versuchen. Mir selbst gefallen die Geschichten nämlich wirklich gut. Kalle Körnchen und seine Freunde erleben ganz harmlose Abenteuer, die sich alle mit dem Thema "Schlaf beschäftigen". Also genau das richtige für eine letzte Geschichte vor dem Schlafengehen. Zudem gefallen mir die Illustrationen außerordentlich gut. Ich finde sie wunderschön und total liebevoll. Den kleinen Kalle würde ich gerne persönlich in den Arm nehmen und knuddeln, so süße finde ich die Zeichnungen. Ich freue mich schon darauf, wenn meine Tochter noch etwas älter ist und das Buch dann richtig zum Einsatz kommen wird. Vielleicht passiert dies auch schon schneller, als ich denke, denn vorgelesen haben wir es ja jetzt trotzdem schon und oft wird es leichter für die Kinder, wenn man etwas ein zweites Mal liest.

Fazit:
Ein Buch, für das meine fast dreijährige Tochter noch etwas zu jung ist, welches ich selbst aber total niedlich und wunderbar gezeichnet finde. Neben den Illustrationen gefallen mir die Geschichten selbst auch richtig gut, ich freue mich wenn diese richtig als Gute-Nacht-Geschichten zum Einsatz kommen. 

Rezension "Petunia"

Titel: Petunia
Autor: Roger Duvoisin / Sabine Ludwig (Übersetzerin)
Verlag: Thienemann
Seitenzahl: 40
ISBN: 978-3-480-23477-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab3

(c) Thienemann
Meine Meinung:
Heute habe ich noch eine zweite Bilderbuchrezension für euch. Und zwar zu einem echten Klassiker. Der Thienemann-Esslinger-Verlag hat den Klassiker "Petunia" wieder aufgelegt. Obwohl es dieses Buch schon recht alt ist, sogar über 50 Jahre alt, kannte ich es bisher nicht. Und so war ich ganz gespannt, was mich hier erwarten würde.

Erzählt wird die Geschichte der "dummen Gans" Petunia, die ein Buch findet und meint dass sie allein durch den Besitz dieses Buches nun schlau ist und alle Fragen beantworten kann. Auch bei den anderen Tieren verliert sie schnell den Ruf, dumm zu sein und wird häufig um ihren Rat gebeten. Das Problem jedoch ist, dass Petunia gar nicht lesen kann und dadurch jede Menge Probleme entstehen. Denn ihre Ratschläge sind, um es nett auszudrücken, durchaus ausbaufähig. Keine Frage, allein dadurch ist dieses Bilderbuch schon eine Liebeserklärung ans Lesen und an Bücher. 

Allerdings muss ich zugeben, dass ich dem Buch etwas zwiegespalten gegenüber stehe. Ich finde die Thematik eigentlich total schön. Ich finde es klasse, dass den Kindern hier vermittelt wird, das Bücher und Lesen etwas tolles und bei weitem nicht verstaubtes und langweiliges ist. Auch das Lesen bildet steht ja außer Frage.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Gans Petunia recht anstregend und arrogant finde. Mir ist bewusst, dass dies durchaus Absicht ist, denn sie soll ja eitel und eingebildet erscheinen. Zudem verändert sie sich im Laufe der Geschichte und beschließt sogar zum Ende hin, wirklich lesen zu lernen um ihren Freunden echte Ratschläge geben zu können. Die ein oder andere Situation die sie mit ihren falschen Ratschlägen verursacht fand ich dann auch ziemlich amüsant und auch meine Tochter hatte Spaß beim Vorlesen.

Hier bin ich mir jedoch auch nicht ganz sicher, ob das Alter "3" nicht zu früh angesetzt ist. Meine Tochter ist fast 3, wir lesen hier extrem viel vor und trotzdem hatte ich stellenweise das Gefühl, dass sie nicht wirklich versteht, um was es in dem Buch geht. Der Humor ist ebenfalls so gewählt, dass er bei Kindern in dem Alter eher nicht ankommt, weswegen ich sagen würde, dass ich das Buch eher ab 4 empfehlen würde.

Die Illustrationen sind nicht ganz mein Fall. Hier merkt man, dass das Buch schon recht alt ist. Sie sind mir zu "hart" gezeichnet und wenig kindgerecht. An diesem Buch kann man wunderbar sehen, wie sehr sich der Stil von Kinderbüchern bzw. Bilderbüchern in den letzten Jahrzehnten immer mehr verändert und gewandelt hat. Legt man dieses Buch neben eines, welches heute erschienen ist, so merkt man definitiv, dass man hier einen Klassiker vor sich hat. Auch die Farbauswahl und die Art der Zeichnungen gefällt mir nicht besonders, wobei ich jetzt nicht das Gefühl hatte, dass das meine Tochter irgendwie stört. Die Tiere sind gut zu erkennen und zu unterscheiden und das ist für sie das Wichtigste.

Fazit:
Ein Bilderbuch, das mich nicht komplett begeistern konnte, da mir die Optik nicht wirklich gefällt. Auch die Altersangabe des Verlages finde ich etwas zu niedrig angesetzt. Ansonsten vermittelt das Buch aber eine schöne Botschaft, es geht ums Lesen, um die Liebe zu Büchern, um die Bildung, die man durch Bücher bekommt und das ist doch einfach mal ein ganz tolles Thema.

Rezension "Kleines Nashorn, wo fährst du hin?"

Titel: Kleines Nashorn wo fährst du hin?
Autor: Meg McKinlay / Leila Rudge
Verlag: Thienemann
Seitenzahl: 40
ISBN:978-3-522-45873-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab 4

(c) Thienemann
Meine Meinung:
Heute habe ich ein Bilderbuch für euch. Dieses wird vom Verlag ab 4 empfohlen und nachdem ich es mit meiner dreijährigen Tochter angeschaut habe, muss ich sagen, dass ich die Empfehlung genau richtig finde, allerdings auch durchaus schon kleinere Kinder das Buch anschauen können.

Denn die Illustrationen sind wirklich zauberhaft. Schon am Cover kann man sehen, wie liebevoll die Bilder gezeichnet sind. Dies zieht sich durch das komplette Buch durch. Was ich ebenfalls sehr schön finde ist, dass die Bilder nicht so überladen sind. Sie sind recht klar gezeichnet und meistens mit wenigen Details ausgestattet. Dies finde ich super für die Kinder in diesem Alter, denn wenn zu viel auf den Bildern ist, sind sie leicht überfordert. Und so kann man das Buch auch einfach mit jüngeren Kindern anschauen und entdecken, was es alles auf den Bilder zu sehen gibt. Auch die Farben, die die Illustratorin gewählt hat, gefallen mir gut. Sie sind schön gedeckt und fast wirkt es so, als hätte sie normale Buntstifte benutzt um das Buch zu illustrieren.

Auch die Geschichte selbst ist wirklich schön. Ich denke aber, um wirklich zu verstehen, um was es geht sollten die Kinder wirklich mindestens vier Jahre alt sein. Denn meine Tochter hat mich dann doch des Öfteren gefragt "Warum macht das Nashorn das?" usw., woran ich merkte, dass ihr der Sinn der Geschichte noch nicht so klar war. Das Buch kommt mit recht wenig Text aus. Oft sind es nur zwei / drei Zeilen. Dies ist vor allem gut für Kinder, die vielleicht noch nicht so viel Sitzfleisch und Konzentration besitzen und noch nicht so gut und lange zuhören können.

Das Buch erzählt vom kleinen Nashorn, das unbedingt die Welt sehen möchte. Doch alle großen Nashörner versuchen ihn davon abzuhalten, mit allen möglichen Ausreden. Das kleine Nashorn jedoch, lässt sich nicht beirren und baut sich kurzerhand ein kleines Boot. Damit erkundet es mutig, ganz alleine die Welt und kehrt irgendwann glücklich und zufrieden wieder nach Hause zurück.

Die Botschaft, die das Buch vermittelt, finde ich wunderbar. Diese spiegelt sich auch auf einer Postkarte wider, die meinem Buch beilag. "Man ist nie zu klein, um großartig zu sein". Ich würde es sogar so weit ziehen und daraus "Man ist nie zu klein, um mutig zu sein" machen. Es vermittelt den Kindern die Botschaft, dass sie ruhig etwas ausprobieren sollen, dass sie mutig im Leben voran gehen und Dinge entdecken sollen. Und selbst, wenn die Erwachsenen mal sagen "Das kannst du nicht, dafür bist du noch zu klein.", so sollen Kinder doch den Mut besitzen Dinge auszuprobieren, denn nur daran wachsen sie. Das Buch ist eine Liebeserklärung an all die kleinen Menschen da draußen, die voller Tatendrang und Entdeckerlust stecken. Es schreit förmlich "bitte hört damit nicht auf, erkundet die Welt auf eure Weise". Eine ganz zauberhafte Botschaft.

Fazit:
Ein wunderbares Bilderbuch, das Kindern Mut machen soll, ihren eigenen Weg mutig voran zu gehen und zu entdecken, was die Welt so alles zu bieten hat.

Mittwoch, 12. September 2018

Rezension "Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird"

Titel: Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird
Autor: Anne-Claire Kleindienst / Lynda Corazza
Verlag: h.f. ullmann
Seitenzahl:  192
ISBN: 978-3-7415-2328-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 9,99 €


Meine Meinung: 
Dieses Buch ist empfohlen für alle Eltern mit Kindern ab 3 Jahren. Meine große Tochter ist noch nicht ganz drei, trotzdem dachte ich, dass dieses Buch sicher nicht schaden kann, damit ich schon mal weiß was auf mich zukommt und wie damit am besten umzugehen ist.

Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Wie man am Cover schon unschwer erkennen kann, handelt es sich hier um Comicartigen Stil. Auch das Innenleben des Ratgebers ist so aufgebaut. Die Menge an Text ist recht übersichtlich. Viel mehr, werden viele Szenen bildhaft und mit Sprechblasen dargestellt. Dies alles macht das Buch recht kurzweilig und man fliegt nur so durch die Seiten. Oft hat man das Gefühl einen Comic zu lesen. Zudem sind die Szenen oft recht humorvoll dargestellt, weshalb ich immer wieder schmunzlen musste. Eigentlich kann man sagen, dass es sich hierbei um die perfekte Klolektüre handelt, sofern man auf dem Klo liest ;) Selbst wenn man nur zwei Minuten in das Buch reinschaut bekommt man schon richtig viel zu sehen und zu lesen. Immer wieder lässt es sich an einer beliebigen Stelle aufschlagen und man erfährt etwas neues.

Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Buch sowohl für hochsensible Kinder geeignet ist, aber auch für alle anderen Kinder. Somit spricht es eine recht große Bandbreite an Menschen an. Schön finde ich, dass das Buch sich von der Masse an Ratgebern abhebt. Sowohl durch seine Optik, als auch durch seinen Inhalt. Niemals kommt es mit dem erhobenen Zeigefinger daher, viel mehr will es auf humorvolle Art bekannte Alltagssituationen aufnehmen und helfen mit diesen vielleicht etwas besser umzugehen. Zudem zeigt das Buch, dass es niemals nur den einen richtigen Weg gibt, sondern - wie man so schön sagt - viele Wege nach Rom führen. Niemals wird der eigene Stil in Frage gestellt, die Autorinnen möchten einen lediglich an die Hand nehmen und zeigen, wie manche Situationen stressfreier zu lösen sind. Es gibt glaube ich keine Eltern, die sich nicht in einigen der Situationen wiederfinden.

Ich finde das Buch wirklich richtig klasse. Unterhaltsam und hilfreich. Ich werde das Buch in den nächsten Jahren sicherlich häufiger in die Hand nehmen, wenn ich Situationen habe, in denen ich gerne besser reagiert hätte. Vielleicht gibt es dort nicht die Patentlösung zu finden, aber es schafft zu beruhigen und zu zeigen, dass man als Eltern intuitiv schon ganz viel richtig macht. Zudem finde ich die unterschiedlichen Lösungsansätze gut, da es kein "ausschließlich" gibt, sondern immer ein "entweder oder" und ganz klar die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen.

Fazit:
Ein humorvoller, kurzweiliger und witzig Illustrierter Ratgeber, der mir sehr gut gefällt und den ich sicher noch häufiger zu Rate ziehen werde.

Samstag, 8. September 2018

Rezension "Auf dem Bauernhof durch das Jahr"

Titel: Auf dem Bauernhof durch das Jahr
Autor: Sandra Ladwig / Anne Ebert
Verlag: Carlsen
Seitenzahl:
ISBN: 978-3-551-08990-8
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 3,99 €
Alter: ab 3

Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder einen Titel aus der "Lesemaus"-Reihe für euch. Ich persönlich mag die Reihe sehr gerne. Empfohlen wird sie vom Verlag ab 3 Jahren, was man schon auch merkt. Die Zielgruppe ist ganz gut getroffen, meine zweijährige kommt noch nicht bei allem mit, was in dem Buch steht.

Das Thema "Bauernhof" kommt ja oft bei Kindern gut an. So auch hier. In diesem Buch wird der Bauernhof während den verschiedenen Jahreszeiten gezeigt und Monat für Monat erklärt, was gemacht wird, wann was ausgesäht, wann was geerntet wird. Die Kinder lernen was es für verschiedene Maschinen gibt um die jeweiligen Arbeiten auszuführen und was man alles so auf dem Bauernhof tun muss.

Das Buch ist sehr reich bebildert. So befindet sich auf der linken Seite ein großes Bild und auf der rechten Seite Text, der ebenfalls von erklärenden Bildern umrahmt wird. Der Text ist farblich unterschiedlich. Ein Teil ist grün, das ist der Teil in dem sehr viele Fachbegriffe verwendet werden. Diesen kann man bei kleineren Kindern eventuell auch weglassen. Der Rest vom Text ist in schwarzer Farbe, hier wird ohne Fachbegriffe und sehr kindgerecht erklärt, was im jeweiligen Monat passiert.

In der Mitte des Buches befindet sich ein kleines Poster, das man sich an die Wand hängen kann, wenn man möchte. Auf der einen Seite befindet sich ein Geburtstagskalender, in den die Kinder bzw. die Eltern eintragen können, wann wer Geburtstag hat. Auf der Rückseite ist ein Bild vom Bauernhof. Einige Dinge wie z.B. das Maisfeld, die Silos oder auch die Kuhwiese sind hier namentlich gekennzeichnet.

Ich finde das Buch richtig schön und für eine recht lange Altersspanne geeignet. Denn es gibt immer wieder etwas neues zu entdecken und durch die vielen Fachbegriffen fangen auch ältere Kinder, die sich für den Bauernhof interessieren etwas damit an.

Fazit:
Ein Kinderbuch ab 3 zum Thema Bauernhof. Man begleitet die Bewohner des Bauernhofes Monat für Monat auf ihrem Bauernhof und schaut zu, was es alles zu arbeiten gibt. Untermalt wird alles von schönen kindgerechten Bildern, so dass meine fast dreijährige dieses Buch immer wieder gerne in die Hand nimmt.

Mittwoch, 5. September 2018

Rezension "Das Flüstern des Waldes"

Titel: Das Flüstern des Waldes
Autor: Kathrin Wandres / Mira Valentin
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 286
ISBN: 978-3-646-60441-2
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Jessi ist ein ganz normales Mädchen. Zumindest denkt sie das. Durch einen Zufall entdeckt sie ein magisches Portal. Dieses führt sie in die Welt von Keloria. Eine Welt voller bunter Farben, die dafür zuständig ist, dass es auch bei uns bunt ist und alle verschiedenen Emotionen vorhanden sind. Doch Keloria befindet sich in großer Gefahr. Denn Key hat es sich zur Aufgabe gemacht alle Farben und damit jegliche Emotionen auszulöschen und ausschließlich schwarz herrschen zu lassen. Jessi und ihr neu gewonnener Freund Ciaran versuchen gemeinsam mit einem geheimnisvollen Einhorn dies alles zu verhindern und geraten dabei selbst in große Gefahr. 

Meine Meinung:
Über dieses Buch habe ich so viel gehört, eigentlich ausschließlich begeisterte Meinungen. Und so war ich sehr gespannt, mir eine eigene Meinung bilden zu können.

Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg recht schwer fiel. Ich kann es gar nicht recht erklären, aber ich wurde lange Zeit nicht warm mit Keloria. Die Story schaffte es nicht mit zu fesseln, was vielleicht auch daran lag, dass ich Jessi nicht so gerne mochte und mir zudem die Spannung fehlte.

Ich muss jedoch zugeben, dass die beiden Autorinnen es verstehen eine Welt zu erschaffen. Eine Welt die vor Kreativität nur so sprudelt und in allen Farben strahlt. Eine Welt, die etwas ganz besonderes und für mich völlig neuartig war. Die bildgewaltige Sprache der beiden ist toll und wunderbar zu lesen. Ich fühlte mich nach kurzer Zeit so, als wäre ich selbst in Keloria.

Nach einer ganzen Weile wurde ich dann endlich warm mit der Geschichte und sie begann mich immer mehr zu fesseln. Ich merkte, dass ich einfach nur eine gewisse Zeit gebraucht hatte um in Keloria anzukommen. Von Seite zu Seite wurde die Geschichte spannender und ich kam kaum noch dazu Atem zu holen. Eine kreative Idee jagte die nächste. Keloria ist so gut und schlüssig durchdacht, dass ich nur meinen Hut vor den beiden Autorinnen ziehen kann.

Jessi blieb mir über fast die komplette Zeit etwas unsympathisch. Ihre Art mochte ich irgendwie gar nicht. Da scheint sie vom ersten Augenblick an in Ciaran verliebt zu sein und irgendwie stellt die die Welt dort gar nicht so sehr in Frage. Sie schien keine Person zu sein, mit der ich befreundet sein wollte, auch wenn sie ohne Frage recht mutig ist. Ciaran hingegen mochte ich gerne. Seine düstere Aura und der Grund hierfür gingen mir nah und ich fieberte mit ihm mit und fragte mich, ob er wohl in der Lage sein würde, sein schwarz wieder abzuwerfen.

Die Verbindung die die beiden Autorinnen zwischen Keloria und unserer Welt aufzeigen fand ich richtig klasse. Die Brücke die sie schlagen, die Auswirkungen die die Ereignisse in Keloria auf unsere Welt haben fand ich total faszinierend.

Das Ende ist richtig spannend und nun bleibe ich etwas fragend zurück. Wars das? Wird es einen weiteren Teil geben? Zu viele Fragen bleiben offen und unbeantwortet. Ich möchte total gerne wissen, wie es weitergeht, denn für mich ist das so ein befriedigendes Ende und ich hoffe sehr, dass die beiden Autorinnen da noch etwas liefern werden. 

Fazit:
Eine Geschichte, bei der ich etwas brauchte, bis ich mit ihr warm geworden bin. Doch nach einer Weile fand ich sie richtig gut, spannend und vor allem super durchdacht. Die kreativen Ideen begeistern mich noch jetzt und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.


Sonntag, 2. September 2018

Rezension "Hör mal - Am Meer"

Titel: Hör mal - Am Meer
Autor: Anne Möller
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 14
ISBN:  978-3-551-25042-1
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: ab 2

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Heute möchte ich euch einen Titel aus der "Hör mal" - Reihe aus dem Carlsen-Verlag vorstellen. Diese Reihe finde ich echt klasse. Heute habe ich den Band "Am Meer" für euch.

Dieser Titel bringt den Kindern 6 echte Meeresgeräusche mit nach Hause. Von Möwen, über Schafe, Wellen, Robben, Wind oder Schiff. Alle Geräusch gibt es hier in diesem Buch zu finden. Und so fast es die wichtigsten Dinge zusammen, die man am Meer finden kann, bzw. die einem dort begegnen können. Die Schafe auf dem Deich ließen mich sofort wieder an unseren Urlaub auf Föhr denken, die Wellen an einen Urlaub am Meer. 

Jedes Geräusch füllt eine Doppelseite. Neben einem schönen Bild gibt es noch einen kleinen Text, den man den Kindern vorlesen kann. Hierbei lernen die Kinder etwas über das Meer und die verschiedenen Tiere, die es am Meer gibt.

Was ich ein bisschen schade finde, ist dass die Knöpfe recht schwer zu drücken sind. Ich finde zwar, dass sie sehr gut ins Bild integriert sind und dadurch nicht auffallen, aber das Drücken fiel meiner Tochter lange schwer und ich musste helfen. Dies führte immer wieder zu Frust ihrerseits, was ich ein bisschen schade finde. Zudem sind die Drähte, die im Buchrücken entlang laufen, oder wie auch immer die Knöpfe mit der Batterie verbunden sind ziemlich anfällig und scheinen nach einer Weile zu brechen. Denn manche Geräusche funktionieren nach einer relativ kurzen Zeit nicht mehr, was ich ebenfalls schade finde. Gerade bei so kleinen Kindern, die Bücher auch gerne mal runterschmeißen, sollten Bücher durchaus etwas robuster sein.

Ansonsten finde ich das Buch aber wirklich toll und auch meine 1-jährige guckt es schon gerne an und liebt die Meeresgeräusche. Jedes Mal wenn die Wellen rauschen oder die Möwen schreien geht ein Leuchten über ihr Gesicht. Dieses Buch wird sicher noch lange Bestandteil unserer Kinderbibliothek sein.

Fazit:
Ein wunderbares Kinderbuch ab 2 Jahren, dass das Gefühl von Meeresluft nach Hause bringt, mit echten Geräuschen sehr authentisch wirkt und von meinen Kindern immer wieder gerne in die Hand genommen wird. 

Freitag, 31. August 2018

Rezension "Brumm, tipptapp und hopp"

Titel: Brumm, tipptapp und hopp! - Mein lustiges Fingerspuren-Buch
Autor: Floran Ahle (Text) / Denitza Gruber (Illu.)
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551171001
Seitenzahl: 14
Einbindungsart: Hardcover - bunt & filzfederleich
Preis: 12,99 €
Alter: ab 12 Monaten

Meine Meinung:
Meine jüngste Tochter ist gerade ein Jahr alt geworden und man kann ja nicht früh genug anfangen den Grundstein für die Bücherliebe zu legen oder?

Also müssen jetzt natürlich passende Bücher für ihr Alter her und dies ist eines davon. Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich die Reihe "bunt + filzfederleicht" aus dem Carlsen-Verlag wirklich sehr schön finde und es nicht ganz verstehe bzw. es sehr schade finde, wieso bzw. dass es sie nicht mehr zu geben scheint. Auf der Carlsen-Homepage konnte ich das Buch nämlich nicht finden.

Was ich besonders an der Reihe mag, sind eben die Seiten aus Filz, die perfekt für kleine Kinderhände sind. Die Seiten lassen sich total einfach greifen und umblättern und so hat auch meine kleine Tochter keine Schwierigkeiten damit. In diesem Band aus der Reihe finden sich neben den Bildern lustige Fingerspuren. Diese passen immer zum jeweiligen Text auf der Seite. Die kleinen Finger können so den Weg nachfahren, die die verschiedenen Tiere oder Fahrzeuge genommen haben.

Der Text auf jeder Seite ist kurz und knapp und zudem in Reimform, was kleine Kinder ja nachweislich sowieso gut finden. Auch die Bilder des Buches mag ich sehr gerne. Ob es die Schnecken sind, die ein Schneckenrennen machen, das Boot das zu einer Insel fährt oder auch der Bus der einfach nur irgendwelche Leute von A nach B transportiert. Alle Bilder sind liebevoll und kindgerecht gezeichnet und nicht überfrachtet. Selbst meine große Tochter, die bald 3 wird, hat großen Spaß mit dem Buch und freut sich immer darüber die Spuren mit ihren Fingern nachzumalen.

Fazit:
Ein absolut schönes, handliches und wunderbar anzuschauendes Buch, das genau richtig für die angegebene Zielgruppe ist.

Rezension "Rhtythm and love - Sammy und Jayden"

Titel: Rhythm and love - Sammy & Jayden
Autor: Sophie Fawn
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-646-60443-6
Seitenzahl: 313
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab14
Band: 2/?

(c) Impress
Zum Inhalt:
Die "Bad Weeds" sind zurück. Sammy darf ihre großen Brüder auf die Amerika-Tour begleiten und ist völlig im Glück. Womit sie nicht gerechnet hat, ist dass sie den Sänger der Vorband nicht ganz unattraktiv findet und eine merkwürdige Anziehungskraft on ihm ausgeht. Allerdings scheint ihn auch ein Geheimnis zu umgeben. Auch Jayden findet Sammy von Anfang an toll, ist jedoch an einen Vertrag gefesselt, der ihm eine Freundin verbietet. Und dann ist da ja auch noch etwas, was keiner wissen darf. Eine Tour voller Liebe, Geheimnisse und Missverständnisse wartet auf die beiden und deren Ausgang ist zunächst recht unklar.

Meine Meinung:
Den ersten Band von Rhythm and love fand ich gut. Zwar nicht herausragend aber gut. Ich hab ihn gerne gelesen und so war für mich klar, dass ich auch diesen zweiten Band unbedingt lesen muss.

Dieses Mal gibt es eine andere Hauptperson bzw. zwei andere Hauptpersonen. Statt Luna und David, sind dies nun Sammy und Jayden. Doch auch Luna, David und die anderen Bandmitglieder bekommen in dieser Geschichte ihren Platz. Man bekommt als Leser weiterhin einiges von der Liebesgeschichte zwischen Luna und David mit, die ich doch ziemlich kitschig, aber nett zu lesen fand.

Sammy gefiel mir schon in Band 1 recht gut und auch hier mochte ich sie echt gerne. Sie ist ein junges Mädchen, das weiß, was es möchte und kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie sagt was sie denkt und folgt ihrem Herzen. Ich fand sie echt cool. Jayden ist zunächst recht undurchsichtig. Ich fragte mich recht lange, welches Geheimnis ihn wohl umgibt, doch nach einer Weile war es mir dann recht klar.

Mir hat dieser zweite Teil persönlich fiel besser gefallen als der erste. Fand ich den ersten noch vorhersehbar, so bot dieser Band viele Momente, die mich überraschten und die ich sehr gerne gelesen habe. Der Schreibstil der Autorin ist toll und man kann ihm leicht folgen. Ich habe es richtig genossen, die Band auf ihre Tour zu begleiten und hoffe sehr, dass es noch mehr Bände über die anderen Bandmitglieder geben wird. Denn um ein Bandmitglied wird ein recht großes Geheimnis gemacht und immer wieder etwas angedeutet und ich möchte unglaublich gerne wissen, was dahinter steckt.

Auch von der Spannung her, bot dieser Band deutlich mehr als der erste. So sorgt das Geheimnis von Jayden dafür, dass ich stellenweise förmlich an den Seiten klebte. Und auch die Liebesgeschichte zwischen Sammy und Jayden mochte ich mehr, wie die zwischen Luna und David. Auch wenn sie letzterer was das kitschige angeht, in nichts nachsteht.

Fazit:
Ein zweiter Band, der theoretisch unabhängig vom ersten gelesen kann und mich deutlich mehr überzeugte als sein Vorgänger. Das Buch bietet alles was ein gutes Buch braucht, Spannung, tolle Protagonisten, einen schönen Schreibstil und eine ordenliche Portion Romantik.

Donnerstag, 30. August 2018

Rezension "Belle et la magie - Hexenherz"

Titel: Belle et la magie - Hexenherz
Autor: Valentina Fast
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60265-4
Seitenzahl: 468
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14
Band: 1/2

(c) Impress
Zum Inhalt:
Belle lebt im magischen Walt, gemeinsam mit ihrer Mutter - der Hexenkönigin -, ihrer besten Freundin und ihrem besten Freund. Als ihr eines Tages auf einer Party ein Zauber misslingt, hat sie plötzlich einen Menschen an der Backe, denn sie muss den Fluch rückgängig machen. Gaston tut ahnungslos, dabei ist es gar nicht so unscheinbar wie er tut. Er verbirgt selbst jede Menge Geheimnisse und Belle gerät in große Gefahr, als sie anfängt dahinter zu kommen.

Meine Meinung:
Valentina Fast ist sicherlich vielen von euch ein Begriff. Und auch ich habe ihre Royal-Reihe gelesen, nein was sag ich, verschlungen und absolut geliebt und gefeiert. Als ich vor kurzem entdeckte, dass noch zwei Bücher der Autorin ungelesen auf meinem SUB schlummern, war ich ganz erschrocken, das musste ich ändern.

Und so begann ich "Belle et la magie" zu lesen und war schnell versunken in der Geschichte. Die Namen und auch die Entstellungen in Gastons Gesicht erinnerten mich schnell an "Die Schöne und das Biest", doch konnte ich selbst keine großen Parallelen entdecken, wobei ich mich auch zugegebenermaßen nicht mehr wirklich an "Die schöne und das Biest" erinnern kann.

Von der ersten Seite an, gefiel mir die Geschichte richtig gut. Genauso muss Fantasy für mich sein. Eine Menschenwelt in der es aber Hexen und Zauberer gibt, die im Verborgenen leben. Die Spannung nahm von Seite zu Seite zu, vor allem weil Gastons Absichten sehr lange im Dunkeln blieben. Ich fieberte mit und fragte mich über die komplette Zeit, was es wohl mit dem mysteriösen Mann auf sich hat. Als dann der magische Wald ins Spiel kommt wurde die Geschichte immer spannender und rasanter, die Ereignisse überschlugen sich und ich kam kaum dazu Atem zu holen.

Die Charaktere sind, wie von Fast gewohnt, gut ausgearbeitet und sehr solide. Keiner bleibt dabei blass, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Dabei war mir Gaston sogar fast ein bisschen zu schleimig, allerdings erfährt man im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr von ihm bzw. lernt immer weitere Facetten von ihm kennen und merkt dabei, dass er ganz anders ist wie es zunächst den Anschein hat.

Da die Geschichte recht offen endet, bin ich sehr froh, dass sich der zweite Teil auch schon auf meinem Reader befindet und ich gleich weiterlesen konnte. Ich bin gespannt, wie es im magischen Wald weitergeht und welche große Sache hinter allem was in Band 1 passiert ist steckt.

Fazit:
Ein ebenfalls gelungenes Werk von Valentina Fast. Es konnte mich zwar nicht ganz so begeistern wie die Royal-Reihe, aber das ist auch schwer. Allerdings überzeugen auch hier erneut die Charaktere, das Setting und die Story selbst und ich bin sehr gespannt auf Band 2.

Rezension "Bloody Marry Me - Blut ist dicker als Whisky"

Titel: Bloody Marry Me - Blut ist dicker als Whisky
Autor: M. D. Hirt
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-30132-8
Seitenzahl: 255
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 16

(c) Dark Diamonds
Zum Inhalt:
Vampire gibt es wirklich. Sie leben unter uns, trinken synthetisch hergestelltes Blut und müssen deswegen niemanden mehr verletzten um zu überleben. Auch Holly hat sich inzwischen mit diesem Gedanken angefreundet. Nicht so toll findet sie es allerdings, dass sie sich plötzlich auf Tour mit einer berühmten Vampirband befindet. Dies ist nämlich die Bedingung, damit Holly einen Platz bei einer wichtigen Preisverleihung bekommt - was ihr größter Traum ist. Auf der Tour lernt Holly die Besonderheiten der Vampire hautnah kennen und erfährt so einiges über ihre Vergangenheit. Dabei entwickelt sie Gefühle für einen von ihnen, mit denen sie so nie gerechnet hatte.

Meine Meinung:
Vampirbücher lese ich eigentlich bis heute gerne. Trotz des ganzen Hypes um diese Wesen und dem damit verbundenen Überdruß bei vielen Lesern, habe ich diesen nie entwickelt und mag die Geschichten immer noch gerne.

Allerdings muss man hierzu sagen, dass die Vampire in Bloody Mary Me weit von jeglichen Twilight Vampiren entfernt sind und zwar so weit wie es geht. Kitsch sucht man hier vergeblich. Viel mehr knistert die Geschichte nur so vor prickelnder Erotik. Ich verstehe absolut wieso das Buch ab 16 ist. Zwar gibt es keine expliziten Szenen und es passiert auch gar nichts, aber die Gedanken der Protagonistin sind nicht immer ganz jugendfrei. Die Autorin trifft hierbei immer den richtigen Ton. Immer bleibt sie geschmackvoll und fern von billigen oder vulgären Floskeln.

Zu Beginn reizte mich die Geschichte sehr. Beleuchtet sie das Thema Vampire doch mal von einer ganz anderen Seite. Vampire leben nicht im Verborgenen, sondern mitten unter den Menschen. Die Idee einer Vampirband, mit der die Protagonistin auf Tour geht, fand ich kreativ und war gespannt, was mich so erwarten würde. Und so flogen die ersten Seiten nur so dahin. Doch dies hielt leider nicht so arg lange an, denn leider fand ich die Geschichte recht schnell ziemlich schleppend. Es passierte nach den ersten turbulenten Seiten einfach so gar nichts mehr. Holly und die Vampirband fuhren lediglich von einem Ort zum nächsten - nachts - und schliefen tagsüber. Trotz des tollen Schreibstils fand ich das recht langweilig.

Was mir allerdings gut gefiel waren die Charaktere selbst. Denn die Vampire sind sehr facettenreich und gut durchdacht. Ich fand es spannend immer mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren und folgte gespannt ihren Erzählungen. Holly fand ich etwas nervig, sie verhält sich teilweise wie ein typischer Groupie und das wo sie doch ach so emanzipiert ist. Naja, vielleicht entwickelt sie sich im zweiten Band ja noch weiter.

Ich muss zugeben, dass es gegen Ende nochmal recht spannend wird und das Ende wirklich böse ist. Ich bin froh, dass der zweite Band bereits heute erschienen ist, denn das Buch endet mit einem echten Cliffhanger der mich in der Luft hängen und erstaunt nach Luft schnappen ließ.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nicht vollständig überzeugen konnte. Den Schreibstil und die Vampire fand ich klasse, an Spannung fehlte es mir - bis auf den Schluss - doch recht häufig.

Mittwoch, 29. August 2018

Rezension "Let's play"

Titel: Let's play - verspieltes Herz
Autor: Jennifer Wolf
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60310-1
Seitenzahl: 275
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Helena hat keine ganz einfache Vergangenheit. Vor ihrem gewaltätigen Exfreund flüchtete sie von München nach Köln. Seitdem versucht sie ihren Platz im Leben zu finden, was gar nicht so leicht ist. Ihre Freunde Jean und Emilie helfen ihr dabei, wo sie nur können. Und nicht nur diese beiden, eine weitere große Hilfe ist Helena tatsächlich ein Youtuber, der sich beim Spielen verschiedener Games filmt und dies online stellt. Das Schauen seiner Videos holt Helena aus ihrem tiefen Loch, sie fühlt sich geborgen und nicht alleine, wenn sie ihm beim Spielen zuschaut. Zudem ist da noch die Bibliothek, die ihr Halt gibt. Und nicht nur die, nein in junger Mann in ihrem Alter ist ebenfalls häufig dort anzutreffen und dieser löst bei Helena ein Kribbeln aus, welches sie schon lange vergessen zu haben glaubt.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Jennifer Wolf. Nachdem sie gerade überall im Gespräch ist mit ihrer "No-Return"-Reihe, musste es zunächst mal dieses sein, da es einfach schon viel zu lange auf meinem SUB liegt.

Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Jennifer Wolf kann unheimlich toll schreiben. Ihre Charaktere sind lebensnah und authentisch, ich fühlte mich Helena stellenweise so nah, dass ich sie persönlich zu kennen glaubte. Ihr Schicksal machte mich unfassbar wütend und traurig zu gleich. Ich konnte es nicht glauben, was ihr alles passiert ist. Die Gewissheit, dass es so etwas tatsächlich gibt, macht mich unglaublich traurig. Umso schöner ist es die Entwicklung von Helena im Verlauf der Geschichte zu beobachten. Als sie Josh kennenlernt, der ihr schon so oft in der Bibliothek begegnet ist, als sie Aiden persönlich begegnet, der ihr durch seine Youtube-Videos schon immer sehr nah war. Und als sie den Kampf gegen ihren Exfreund Tom auf sich nimmt und sich endlich beginnt zu wehren. Stellenweise muss ich zwar zugeben, dass ich Helena etwas anstrengend fand, da sie doch recht weinerlich und impulsiv ist, auf der anderen Seite ist das bei ihrer Geschichte auch nicht groß verwunderlich.

Die Liebesgeschichte die sich zwischen Helena und einem jungen Mann entwickelt ist total schön zu beobachten, aber auch sehr sehr kitschig. Die beiden können kaum die Finger, geschweige denn die Blicke voneinander lassen. Ich glaube wenn ich einer ihrer Freunde gewesen wäre, wäre ich leicht wahnsinnig geworden. Mit kitschiges Mädchenherz schmolz jedoch von Seite zu Seite immer mehr dahin und ich gönnte es Helena so sehr, dass sie endlich einen anständigen Kerl gefunden hatte.

Nachdem die Liebesgeschichte doch einen sehr großen Raum in der Story einnimmt, war ich doch recht überrascht als es dann nochmal richtig spannend wurde, als Tom auf den Plan tritt. Ich fieberte total mit und hoffte dass Helena die richtige Entscheidung für sich und ihr Leben treffen wird. Das Ende passt völlig zu der Geschichte und machte mich rundum zufrieden.

Ein weiteres Hauptthema neben der Liebesgeschichte, sind die vielen Games, die Aiden spielt und auf seinem Youtube-Kanal vorstellt. Da ich früher selbst viel gezockt habe, konnte ich mich recht schnell in diese Welt einfinden, auch wenn ich keines der Spiele kannte, die er gespielt und vorgestellt hat. Man sollte vielleicht schon ein kleiner Nerd sein, ansonsten könnten einem die Thematik vielleicht etwas auf die Nerven gehen. Ich jedoch fand es mal einen spannende Abwechslung zu dem sonstigen Einheitsbrei und habe das Buch sehr gerne gelesen.

Fazit:
Ein Buch mit einer recht kitschigen Liebesgeschichte, die aber runter geht wie Öl, einer Handlung, die spannender ist, als ich zunächst erwartet hatte und dem Thema Zocken, welches ein schönes Neuland im Einheitsbrei der Jugendbücher ist.

Donnerstag, 23. August 2018

Rezension "Du wolltest es doch"

Titel: Du wolltest es doch
Autor: Louise O'Neill
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-551-58386-4
Seitenzahl: 368
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,00 €
Alter: ab 16

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Emma ist jung, hübsch und beliebt. Sie macht gerne Party und dabei vor keinem Jungen halt. Dabei ist sie selbstsüchtig, eiskalt und nur auf ihren Vorteil bedacht. Auf einer Party passiert dann jedoch etwas womit Emma niemals gerechnet hätte. Mehrere Jungen werden zudringlich und filmen das Ganze auch noch. Emma wird zum Gespött im Internet und als Schlampe verschrien. Dabei kann sie sich selbst nicht an jene schicksalshafte Nacht erinnern und weiß nicht was passiert ist. Nachdem der Vorwurf der Vergewaltigung im Raum schwebt wird Emma endgültig von allen geschnitten und muss auf schmerzhafte Art und Weise lernen, wer ihre wahren Freunde sind.

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich eine Trigger - Warnung aussprechen. Eine Warnung an all jene, die Schwierigkeiten oder persönliche Erfahrungen mit dem Thema Vergewaltigung und / oder sexuelllem Missbrauch gemacht haben. Das Buch beschreibt einige Szenen recht explizit und das nicht nur einmal. Insofern sollte man von dieser Geschichte Abstand nehmen, wenn man das nicht verkraftet.

Ich selbst muss zugeben, dass ich mir eine Weile überlegt habe, ob ich dieses Buch lesen soll. Ich habe vom Grundsatz her kein Problem mit schlimmeren Themen in Büchern und schaffe es meistens auch, das ganz gut wegzustecken. Doch hier musste ich mir wirklich dreimal überlegen ob das nicht zu heftig wird. Dies lag jedoch vor allem daran dass die Protagonistin den Namen meiner Tochter trägt und ich mir nicht sicher war, ob ich das so einfach wegstecken würde.

Als ich mich dann dazu entschloss das Buch zu lesen, war ich sehr erleichtert, dass die Geschichte aus Emmas Sicht erzählt wird, denn dadurch bekam ich den Nament nicht so oft zu lesen, was es mir leichter machte die Geschichte zu verkraften und ertragen. Der Schreibstil der Autorin ist präzise und auf den Punkt. Sie nimmt keinerlei Blatt vor den Mund, was die Erzählung recht heftig macht. Sie schildert die Geschehnisse genauso wie sie passiert sind. Dabei drückt sie sich so aus, wie Jugendliche es im Netz häufig tun. Zuddem schafft sie es mit ihrem Schreibstil die düstere Stimmung zu vermitteln, die von Emma ausgeht. Als Leser wird man in diesen düsteren Sog hineingezogen und findet nur schwer wieder hinaus.

Auch die Protagonisten beschreibt O'Neill äußerst authentisch und facettenreich. Mit Emma schafft sie eine Hauptperson, die zunächst alles andere als ein Sympathieträger ist. Ich konnte sie einfach nicht leiden, ihre arrogante selbstverliebte Art, ihre Art wie sie ihre Freundinnen ausnützt und der pure Egoismus der ihr zu eigen ist, machten mich stellenweise sogar aggressiv. Dies führte dazu, dass mich ab und an sogar die Lust verließ, das Buch weiterzulesen, denn Emma ist einfach keine Person mit der man mitfiebern möchte. Grandios vollzieht O'Neill dann die Charakterwendung und auch die Beziehung die man als Leser zu Emma aufgebaut hat. Nach der schrecklichen Nacht ist nämlich nichts mehr wie vorher. Man hat Mitleid mit Emma und kann es nicht fassen was ihr passiert ist. Emma selbst verändert sich ebenfalls extrem, dies betrifft jedoch fast nur ihr Innenleben. Nach außen versucht sie den schönen Schein, die harte Fassade zu wahren, auch wenn sie sich nach und nach von allen abschottet.

Die Eltern von Emma sind schlicht und einfach unmöglich. Anstatt ihrer Tochter zu helfen, schämen sie sich für sie und wollen den Vorfall am Liebsten vergessen. Sie haben nur Angst um ihren guten Ruf und man merkt, dass sie ihrer Tochter nicht wirklich glauben. Ich wäre so gerne in das Buch gesprungen und hätte sie am Kragen gepackt, geschüttelt und gefragt ob sie noch ganz bei Trost sind. Man merkte Emma deutlich an, dass etwas nicht stimmte und auch die Fotos zeigen wohl eindeutig, dass da was gegen ihren Willen passiert ist. Emmas Bruder ist der Einzige der zu ihr steht, was ich schon sehr beängstigend finde. Dieser Umstand machte mich echt wütend und so schaffte es die Autorin innerhalb kürzester Zeit die verschiedenstens Emotionen in mir hervorzurufen.

Der Verlauf der Geschichte ist bedrückend und traurig. Die Resignation die von Emma ausgeht ist mit den Händen greifbar. Nachdem ich einige Aussagen von Opfern gelesen habe, weiß ich nun, dass die Geschichte leider einen relativ realistischen Verlauf genommen hat. Leider ist es im wahren Leben oft so, dass die Opfer als die Schuldigen hingestellt werden. Deshalb auch der sehr passende Titel "Du wolltest es doch". Auch Carlsen und die Autorin äußern sich im Nachwort zu dieser recht heiklen Thematik, was ich wirklich gut finde. Das Ende ist dadurch für einen selbst als Leser natürlich nicht wirklich befriedigend. Ich verstehe die Stimmen, die enttäuscht davon sind, doch ich finde den Weg den die Autorin gewählt hat sehr gut, denn nur so schafft sie es authentisch zu bleiben.

Fazit:
Ein Buch bei dem es mir schwerfällt Punkte zu vergeben, denn es wühlt auf, berührt und schockiert gleichermaßen. Ich bin traurig über den Verlauf den die Geschichte genommen hat, ziehe aber gleichzeitig meinen Hut für die schonungslose und offene Art der Autorin dieses harte Thema anzupacken und dabei immer authentisch und realistisch zu bleiben. Ein Buch welches ich sicher noch sehr lange mit mir herumtragen werde.

Mittwoch, 22. August 2018

Rezension "Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie"

Titel: Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie
Autor: Laurel Remington
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-551-52096-8
Seitenzahl: 256
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 10,00 €
Alter: ab10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Scarletts Mutter führt einen äußerst erfolgreichen Blog. Einen Blog auf dem sie ihr Leben als Mutter beschreibt, in dem sie private Anekdoten preisgibt. Scarlett macht sie damit zum Gespött der Schule. Zudem verschlechtert sich die Beziehung von Scarlett und ihrer Mutter dadurch zusehens, denn sie traut sich nicht, ihr noch mehr Stoff für ihren Blog zu liefern. Als sie durch Zufall auf die Küche ihrer alten Nachbarin stößt und dabei das Backen für sich entdeckt, ändert sich Scarletts Leben vom einen auf den anderen Tag. Sie findet Freunde und die Liebe zum Backen und merkt plötzlich, dass es viel wichtigere Dinge als eine nervige Mutter im Leben gibt.

Meine Meinung:
Schon allein die Optik dieses Buches ist anziehend. Als ich dann immer mehr begeisterte Meinungen über diese Geschichte gelesen habe, musste ich mich einfach selbst überzeugen. Zudem liebe ich selbst das Backen, weswegen die Geschichte eindeutig perfekt für mich ist.

Von der ersten Seite an zog mich die Geschichte in ihren Bann. Der Schreibstil der Autorin ist mit nicht weniger als genial zu bezeichnen. Selten fühlte ich mich in einer Geschichte so wohl und gut aufgehoben wie in dieser. Ich merkte gar nicht, dass es sich um ein Kinderbuch ab 10 handelte, so versunken war ich in dem Buch. Die Story ist spannend und abwechslungsreich und zudem stellenweise gleichzeitig humorvoll und ernst. Sie bietet extrem viel Tiefgang und Stoff zum Nachdenken und berührte mein Herz nicht nur einmal.

Die Autorin beschreibt die Charaktere so echt und nahbar, dass ich das Gefühl bekam ich würde sie selbst kennen, sie wären meine Nachbarn. Scarletts Mutter fand ich dabei - vor allem zu Beginn - echt unmöglich. Ich fragte mich nicht nur einmal, wie man seine Tochter nur so bloßstellen kann. Sie muss doch gemerkt haben, dass die Beziehung zwischen ihnen immer schlechter wurde. Allerdings gefiel es mir gut, wie sich die Beziehung der beiden im Verlauf der Geschichte veränderte und die beiden aneinander wuchsen. 

Scarlett selbst ist eine tolle und starke Persönlichkeit. Auch sie entwickelt sich im Verlauf der Geschichte immer weiter. Ich fand es toll zu beobachten, wie sie aus ihrem Schneckenhaus gekrochen kam und endlich Freunde fand, wieder am Leben teilnahm und den Mut fand mit ihrer Mutter über alles zu reden.

Besonders gut haben mir die Szenen gefallen, in denen es ums Backen geht. Da ging mein Herz auf. Ich konnte förmlich den Geruch der süßen Teilchen riechen und wollte am liebsten in das Buch reinkriechen um eines der Gebäcke zu kosten. Das Rezept für die Zimtteilchen, welches im Buch nachzulesen ist, muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, wie sehr ich dieses Buch geliebt habe und wie sehr ich mich beim Lesen wohlgefühlt habe. Dass mich ein Kinderbuch so mitnehmen und verzaubern kann, hätte ich vorher niemals gedacht. Ich liebe die Story, die Ideen, die Charaktere, das Cover. Ich liebe einfach alles an diesem Buch und da ich es bisher nur als ebook besitze muss ich es unbedingt noch als Hardcover haben.

Fazit:
Eines meiner Jahreshightlights. Ein wunderbar atmosphärisches Kinderbuch, dass für jung und alt gleichermaßen ein wunderbares Lesevergnügen bietet. Ein Buch zum Wohlfühlen, zum Versinken und vor allem ein Buch für alle Backliebhaber und solche die es werden wollen. Absolute Leseempfehlung!!!


Dienstag, 21. August 2018

Rezension "Herz über Klick"

Titel: Herz über Klick
Autor: Amelie Murmann
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31568-7  
Seitenzahl: 112
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 4,99 €
Alter: ab 13

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Caro hält so gar nichts von Youtube und seinen "Stars". Für Jungs hat sie eigentlich auch keine Zeit, denn ihr Abitur geht ihr über alles und sie verbringt die meiste Zeit mit lernen. Als ihre Freund Mariella sie überredet zu einem Wettbewerb für ein Youtube-Video mitzukommen, ist sie alles andere als begeistert und natürlich erkennt sie auch die anwesenden "Stars" nicht. Doch obwohl sie eigentlich nichts von Youtube hält, geht ihr Felix plötzlich nicht mehr aus dem Kopf, seinen grünen Augen und seine sympathische Art, lassen die Schmetterlinge in ihrem Bauch fliegen. Und auch Felix scheint sie auf den ersten Blick zu mögen. Als seine Fans das jedoch mitbekommen sind sie alles andere als erfreut und Caro sieht sich fies beschimpft und bloß gestellt im Internet wieder.

Meine Meinung:
Ich mag Amelie Murmanns Schreibstil ja total gerne. Und so habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass dieses kurzweilige Buch, von ebenjener Autorin ist.

Wer eine Lektüre sucht,  die er an einem Abend durchlesen kann, der ist hier genau richtig. Die gut 100 Seiten habe ich relativ schnell verschlungen und auch die Handlung trägt dazu dabei, dass die Geschichte sehr schnell zu lesen ist. Die gut 100 Seiten, sind die perfekte Sommerlektüre und lassen sich in nur wenigen Stunden lesen.

Die Geschichte selbst ist jetzt nicht unbedingt groß etwas Neues oder besonderes, trotzdem habe ich sie gerne gelesen. Die Liebesgeschichte geht für meinen Geschmack etwas zu schnell vorwärts, denn eigentlich kennen sich Felix und Caro gar nicht und plötzlich bekommt Caro ihn nicht mehr aus dem Kopf. Das fand ich dann doch etwas unrealistisch, ist aber bei der wenigen Seitenzahl auch nicht weiter verwunderlich, denn irgendwie muss die Geschichte ja in Schwung kommen.

Felix mochte ich echt gerne. Er macht sich nicht wirklich viel aus seinem Erfolg bei Youtube, hebt nicht ab und bleibt bodenständig. Dazu ist er charmant und witzig und ziemlich gut aussehend. Caro merkt schnell dass sie ihn gar nicht mal so schlecht findet. Caro selbst fand ich etwas blass und auch nicht besonders charakterstark. Sie ist so der typische Streber, aber auch nicht sonderlich unsympathisch.

Fazit:
Auch dieses Buch von Amelie Murmann hat mich vor allem aufgrund des lockeren Schreibstils bestens unterhalten. Ich lege es allen ans Herz, die leichte Lektüre suchen, die gute Unterhaltung für einige wenige Stunden bietet.

Donnerstag, 16. August 2018

Rezension "Baby - vorher ... nachher""

Titel: Baby - vorher ... nachher"
Autor: Shiva Shaffii / Elisa Bastet
Verlag: Heyne
ISBN:  978-3-453-60413-1
Seitenzahl: 192
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Heyne
Meine Meinung:
Wer kennt das nicht? Bevor man ein Kind bekommt, sagen einem alle anderen "es wird sich so viel ändern", "genießt noch die restliche Zeit zu zweit", "schlaft nochmal so richtig schön aus", usw. Und man selbst denkt sich dann, so schlimm wird es sicher nicht werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht schlimm in dem Sinn ist, aber dennoch eine richtig krasse und heftige Veränderung, auf die man sich auch einfach nicht vorbereiten kann. Man gibt sich selbst - zumindest für eine ganze Weile - ziemlich auf und hat kaum noch Zeit für die Dinge, die man vor der Geburt getan hat. Natürlich ist hier jedes Kind und jede Eltern anders. Die einen nehmen sich die Zeit, die anderen sind von ihren Kindern so gefordert, dass sie selbst auf der Strecke bleiben,

Dieses Buch nimmt sich genau dieses Thema vor und zwar auf sehr humorvolle Art und immer mit einem Augenzwinkern. Es ist ein perfektes Geschenkt zur Geburt. Text ist kaum welcher vorhanden, dafür sind alle Seiten farbig illustriert, sodass man selbst wenn man durch das neue Baby wenig Zeit hat, immer wieder in diesem Buch blättern kann und viele Dinge zum Schmunzeln und sich selbst sicher auch oft wieder findet.

Auf humorvolle Weise stellt man fest, in wie vielen kleinen Bereichen des Lebens sich doch etwas ändert. Wie sich die Prioritäten verschieben und auf was man plötzlich zu achten beginnt. Und so haben sicherlich auch Eltern von schon etwas größeren Babys etwas zu lachen. Denn je älter das Baby ist umso mehr Seiten findet man, die einem bekannt vorkommen. Das geht von "Zeit für sich" über "Reisegepäck" bis zur Frisur und dem Essverhalten. Auf der linken Seite bekommt man immer ein aussagekräftiges Bild präsentiert, wie es vor dem Baby war und auf der rechten wie es sich mit Baby bzw. Kind verändert hat. Selbst jetzt während der Rezension musste ich nur eine Seite aufschlagen und fing schon wieder an zu schmunzeln.

Den Preis von knapp 10 € finde ich vielleicht etwas hoch gegriffen, da das Buch hierfür doch recht wenig Inhalt besitzt und auch nicht besonders aufgemacht ist. Hätte man hier eine schöne kleine Hardcoverausgabe gemacht, die perfekt zum Verschenken gewesen wäre, hätte ich es etwas schöner gefunden. So bleibt leider ein Taschenbuch, welches recht schnell die Gebrauchsspuren sehen lässt.

Fazit:
Ein äußerst amüsantes Buch, welches mich gut unterhalten hat und ein tolles Geschenk für alle (frischgebackenen) Eltern ist. Jeder von euch wird sich in der ein oder anderen Situation wiederfinden und etwas zum Lachen haben. 



Sonntag, 12. August 2018

Rezension "Das Fabelmädchen"

Titel: Das Fabelmädchen
Autor: Cosima Lang
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60419-1
Seitenzahl: 283
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Selibra Winterkind ist das Fabelmädchen. Sie wacht über die Bibliothek der neun Königreiche. Für jeden Bücherwurm eine wirklich tolle Aufgabe, doch auch eine sehr einsame. Wäre da nicht ihr persönlicher Leibwächter Dominik, der gleichzeitig ihr bester Freund ist wäre sie komplett auf sich gestellt. Als eine merkwürdige Dunkelheit die neun Königreiche befällt und alle Pflanzen zerstört, ist es an ihr, diese aufzuhalten. Mit dem Wissen dass ihr die Bibliothek mit auf den Weg gibt und loyalen Weggefährten an ihrer Seite macht sie sich auf die lange und beschwerliche Reise um der Dunkelheit Einhalt zu gebieten. Doch dies gestaltet sich schwerer, als zunächst angenommen, befindet sich doch ein Verräter innerhalb der neun Königreiche.

Meine Meinung:
Bücher, die von Büchern und Bibliotheken erzählen, sind für mich als Bücherwurm grundsätzlich ein Highlight. Doch hier brauchte ich tatsächlich einige Zeit, bis ich mit der Geschichte warm wurde. Die magische Bibliothek, die ein Eigenleben führt und das sonderbare Leben von Selibra, brauchten ihre Zeit bis sie mich erreichten.

Doch dann gefiel mir die Geschichte wirklich gut. Cosima Lang arbeitet ihre Figuren detailliert und liebevoll aus. Alle wirken glaubwürdig und auf ihre eigene Art authentisch. Zudem merkt man, dass alle mehr Facetten besitzen, als es zunächst den Anschein hat. Besonders Wolf - einer von Selibras Weggefährten - gefiel mir hier sehr gut.

Auch Spannung lässt die Geschichte nicht vermissen. Die Dunkelheit ist zunächst nur wenig greifbar. Man weiß, dass sie irgendwie durch einen Verräter ausgelöst wurde, doch wer dieser ist, bleibt lange im Dunkeln. Und so rätselte ich und war auf jeder Seite gespannt, ob Selibra und ihre Freund wohl in eine Falle tappen würden.

Die Umgebung der neun Königreich gefiel mir ebenfalls sehr gut. Es war erschreckend zu beobachten, wie diese sich im Verlauf der Geschichte veränderten und immer mehr kaputt gingen. Auch Bergland gefiel mir richtig gut. Die Welt die Cosima Lang unter der Erde erschaffen hat, gefiel mir sogar fast noch besser, als die der neun Königreiche. Hier hat Lang wirklich Schreibtalent bewiesen und tolle Bilder in meinem Kopf entstehen lassen.

Und wie es sich für eine gute Geschichte gehört, durfte auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese findet zwar nur am Rand statt und findet vor allem im Ende ihren Höhepunkt, doch ist sie über fast die komplette Geschichte, zumindest unterschwellig präsent. Dies gefiel mir sehr gut, so nimmt sie keinen übertrieben großen Raum ein und lässt der Handlung genug Platz zum Atmen.

Fazit:
Eine Geschichte, die uns Leser in die neun Königreiche enführt, Bekanntschaft mit der Dunkelheit machen lässt und dabei nie vergessen lässt, dass die Liebe auch in der Dunkelheit bestehen kann, bis zum Ende hoffnungsvoll bleibt und am Ende das Gute gewinnen lässt.

Sonntag, 29. Juli 2018

Rezension "Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks"

Titel: Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks
Autor: Cari Ehrhardt
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55374-4
Seitenzahl: 192
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,00 € / 7,99 €
Alter: ab 9

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Linus hat einen Detektivclub gegründet. Doch was ist ein Detektivclub ohne ein Fall, denn er lösen kann? Da wird der Detektivclub schnell überflüssig. Und um das zu verhindern, gründet sein großer Bruder Lennard eine Verbrecherbande. Damit will er seinem kleinen Bruder Fälle liefern, die er lösen muss. Schnell merkt Lennard jedoch, dass er sich mit Verbrechen eigentlich so gar nicht auskennt und das alleine sowieso total schwierig ist und außerdem keinen Spaß bringt. Und so holt er sich ein Mädchen aus seiner klasse und einen Jungen mit zwielichtigem Ruf ins Boot. Gemeinsam machen sie Pläne, die jedoch recht schnell schief zu gehen drohen.

Meine Meinung:
Dieses Kinderbuch hat mich wegen dem lustigen Titel und dem lustigen Cover sofort angesprochen. Ich war gespannt, wer das Bermudadreieck ist und was für unglaubliche Taten sie auf Lager haben.

Zunächst lernt man die beiden Brüder Linus und Lennard kennen. Linus, der ein kleiner Hypochonder ist und sich alle möglichen Krankheiten einbildet und sich nun in den Kopf gesetzt hat, einen Detektivclub zu gründen. Lennard, der große Bruder, der seinen kleinen Bruder eigentlich nur beschützen will und schnell merkt, dass er ihm bei der Detektivsache helfen muss, sonst wird das nichts.

Die Geschichte sprüht vor Witz und ist herrlich amüsant zu lesen. Sie ist absolut kindgerecht geschrieben und auch nicht zu spannend für das angegebene Alter. Denn natürlich sind die Fälle, die sich Linus mit seinen Freunden ausdenkt, mehr als harmlos und so braucht man nicht befürchten, dass die Kinder beim Lesen Angst bekommen könnten.

Ich finde die Geschichte trifft die Zielgruppe perfekt und vermute, dass die Kinder bei dieser Geschichte viel zu lachen haben werden. Denn natürlich passieren auch die ein oder anderen Missgeschicke, zudem verkleiden sich die Kinder total lustig und auch Lennards Oma ist nicht von schlechten Eltern. Sie unterstützt die Kinder bei ihren Ideen und mischt sofort mit.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und auch der Umfang der Geschichte dürfte für 9-jährige kein Problem sein. Zu Not müssen die Eltern halt vorlesen, da die knapp 200 Seiten, zumindest einen etwas geübteren Leser erfordern.

Ich nehme an, dass dieses Buch den Auftakt zu einer Serie bietet, denn einiges bleibt offen und scheint erst in Nachfolgebänden geklärt zu werden. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit Linus und seinem Detektivclub und Lennard und dem Bermudadreieck weitergeht und ob es genauso witztig und spannend bleibt.

Fazit:
Ein spannendes und witziges Kinderbuch, welches genau richtig für die angegebene Zielgruppe ist.