Samstag, 22. Dezember 2018

Rezension "Feo und die Wölfe"

Titel: Feo und die Wölfe
Autor: Katherine Rundell 
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3-551-55686-8
Einbindungsart: ebook / Hardcover
Preis: 10,99 € / 14,99 €
Alter: ab 11

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Feo und ihre Mama sind Wildwolfer. Sie leben draußen im Wald und wildern gezähmte Wölfe wieder in die freie Wildbahn aus. Doch eines Tages erlässt der Zar von Russland ein Gesetz, welches genau das verbietet. Feo und ihre Mama sollen fortan alle Wölfe töten, die zu ihnen gebracht werden. Doch die beiden weigern sich und machen so einen brutalen Soldaten des Zaren auf sich aufmerksam. Feos Mutter gerät in Gefangenschaft und Feo ist auf sich allein gestellt. Gemeinsam mit ihren Wölfen will sie alles dafür tun, ihre Mutter zu befreien.

Meine Meinung: 
Bei "Feo und die Wölfe" machte mich vor allem der Klappentext sehr neugierig. Ein Buch über gezähmte Wölfe, die ausgewildert werden sollten, klang sehr interessant.

Doch leider muss ich zugeben, dass ich zu Beginn echte Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Ich kam mit der Art zu erzählen überhaupt nicht klar und fand die Geschichte auch nicht besonders spannend oder fesselnd. Eher plätscherte sie so dahin, auch wenn durch die Festnahme von Feos Mutter recht viel Action in der Erzählung war. Doch irgendwie packte mich die Geschichte nicht so recht und ich unterbrach sie einige Male um etwas anderes zu lesen.

Auch Feo selbst fand ich ziemlich anstrengend. Komischerweise berührte mich ihre Geschichte recht wenig. Denn ihre Art machte sie einfach nicht besonders sympathisch, auch wenn das sicher daran lag, dass sie sehr wenig Kontakt mit anderen Menschen hatte. Von daher muss ich der Autorin ein Kompliment machen. Die Charaktere sind auf jeden Fall sehr glaubwürdig geraten. Alle haben einen sehr kantigen und unverwechselbaren Charakter. Man merkt dass die Personen gut durchdacht sind und die Autorin sich viele Gedanken darüber gemacht hat, wie sie aufgrund ihrer Persönlichkeit auf den Leser wirken müssen.

Das Schicksal der Wölfe ging mir tatsächlich deutlich näher, als dass der Menschen in der Geschichte. Denn die Wölfe machen ganz schön etwas mit und überleben auch nicht alle, was ich sehr traurig fand. Hier muss man auch sagen, dass die Geschichte recht brutal ist. Es fließt Blut, wird immer wieder geschossen und auch sonst sind die Soldaten alles andere als zimperlich.

Was Feo dann gemeinsam mit anderen Kindern auf die Beine stellt, fand ich doch recht abenteuerlich und nicht unbedingt 100 % glaubwürdig. Doch muss ich zugeben, dass mich die Geschichte dann doch irgendwann gepackt hatte und ich unbedingt weiterlesen wollte. Ich wollte wissen, ob es Feo schafft, ihre Mutter aus dem Gefängnis zu befreien und ob alle lebend aus der Geschichte rauskommen. Und so flog vor allem das letzte Drittel recht schnell an mir vorbei.

Das Ende finde ich schön und passend zur Geschichte. Es lässt mich zufrieden zurück, wenn mich auch die komplette Geschichte nicht wirklich vollständig überzeugen konnte.

Fazit:
Ein Buch, welches mich recht zwiegespalten zurücklässt. Ich hatte lange Zeit große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, dafür fand ich die Charaktere gut gemacht. Auch die Spannung ließ etwas zu wünschen übrig und konnte mich erst im letzten Drittel richtig packen. 

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