Donnerstag, 16. Mai 2019

Rezension "Wie schlafen die Tiere?"

Titel: Frag doch mal die Maus - Wie schlafen die Tiere?
Autor: Petra Klose
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 14
ISBN: 978-3-551-25237-1
Einbindungsart: Pappenbuch
Preis: 9,99 €
Alter: 2-4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung: 
Vor kurzem habe ich euch schon mal ein Sachbuch aus der Reihe "Frag doch mal die Maus" vorgestelllt *KLICK*, welches mir schon sehr gut gefallen hat. Heute habe ich einen weiteren Band für euch. Und zwar geht es um die Tiere und ihre Schlafgewohnheiten.

Hier geht es um alles, was mit dem Thema schlafen zu tun hat. Wann die Tiere schlafen, wie lange, wie oft und ob sie Winterschlaf halten. Warum manche Tiere im Stehen und manche im Sitzen schlafen und ob Tiere träumen. Das finde ich ein sehr spannendes Thema, sogar für mich. Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht so viel darüber nachgedacht habe, wie das mit dem Schlafen und den Tieren ist. Ich finde es besonders schön, dass der Verlag dieses nicht so gängige Thema gewählt und ein Buch daraus gemacht hat. Bauernhof kann jeder und so finde ich es immer gut, wenn ich auf Themen stoße, die mir nicht an jeder Ecke begegnen.

Das Buch hat eine ganz klare Unterteilung und Gliederung, was ich sehr schön finde. Gerade für die kleinen Kinder ist Übersichtlichkeit wirklich wichtig und das ist hier gut gelungen. So beginnt das Buch auch mit heimischen, den Kindern sehr gut bekannten Tieren. Hund, Katze und Hase, dazu kommen dann Eichhörnchen und Langohrfledermaus. Es folgen Bauernhoftiere, Waldtiere, exotischere Tiere und Tiere im Wasser.  Jeder Gruppe ist eine Doppelseite gewidmet, die auch mit einigen Klappen aufwarten kann. Dahinter gibt es wunderbare Erweiterungen der Bilder zu entdecken. Diese Klappen gehen recht schwer auf, sodass es vermutlich besser ist, wenn hier ein Erwachsener etwas hilft. Denn kleine Kinder sind ja oft recht grob motorisch veranlagt, worunter die Klappen recht schnell leiden würden.

Jede Seite hat einen kleinen blauen Kasten, auf dem die Maus abgebildet ist. Hier gibt es noch weiterführende Informationen, die zu einem der erwähnten Tiere noch mehr erzählen.

Während ich diese Rezension schreibe, habe ich nochmal etwas über die Altersangabe (2-4) nachgedacht. Meine große Tochter ist nun dreieinhalb, meine kleine eineinhalb. Selbst die kleine guckt schon gerne Bücher an, auch dieses Buch wird ihr sicher gut gefallen, da es so viele Tiere zu entdecken gibt. Für den Text wird sie aber sicherlich noch zu klein sein. Meiner großen Tochter kann ich die Texte auf jeden Fall schon vorlesen, die Frage ist hier nur, wie viel von den Informationen bei ihr hängen bleibt. Ich denke sie wird noch etwas älter werden müssen, um die Texte voll umfänglich zu verstehen. Darum würde ich auch sagen, dass die Reihe auch definitiv für Kinder geeignet ist, die älter als vier Jahre sind.

Ich finde es schön, dass das Buch es so schafft eine große Altersspanne auf den unterschiedlichsten Wegen zu unterhalten. Meine kleine hat einfach nur Freude an den Bildern der Tiere und je älter die Kinder werden, desto mehr Informationen kann man ihnen auch mitgeben. Ich finde die Reihe richtig klasse, denn sie hat genau die richtige Menge an Informationen, die für kleine Kinder geeignet ist.

Die Bilder gefallen mir auch hier wirklich gut. Dieser Band wurde von einem anderen Illustrator illustriert, als der Band zum Thema "Bauernhof". Dies sieht man auch recht deutlich. Das macht aber gar nichts, denn ich finde zu den jeweiligen Themen wurden genau die passenden Illustratoren ausgewählt. Die Bilder in "Wie schlafen Tiere" sind schön detailliert und die Tiere wirken so sehr echt und authentisch, was ich wirklich toll finde. Auch diese Illustrationen sind wieder sehr gelungen.

Fazit:
Ein tolles Sachbuch aus der Reihe "Frag doch mal die Maus" für alle Kinder von 2-4 Jahren und die, die sich dafür interessieren, wann, wo und wie viel Tiere schlafen.

Sonntag, 12. Mai 2019

[Aktion] Muttertag - Mama



Hallo ihr Lieben,
heute ist Muttertag. Passend dazu haben wir uns eine kleine Aktion überlegt, bei der ihr am Ende auch ein tolles Buch gewinnen könnt - und zwar ein Exemplar auf jedem teilnehmenden Blog. Aus dem Verlag arsedition das Buch "Mama". Dieses Buch habe ich schon vor kurzem für euch rezensiert *KLICK* und es ist einfach nur unglaublich schön.

Doch nun zum heutigen Tag. Muttertag. Heute dreht sich alles um die Mamas dieser Welt. Und über genau diese möchte ich heute schreiben. Über meine Mama. Ich muss zugeben, dass mir das ganze nicht leicht fällt, denn meine Mama ist vor ziemlich genau drei Jahren leider verstorben. Doch trotzdem ist und bleibt sie meine Mama, die mich in so vielerlei Hinsicht geprägt hat. Und so werde ich den heutigen Tag nutzen um an sie zu denken und hier auch in gewisser Form eine Liebeserklärung und ein Dankeschön zu schreiben. Ich hoffe, sie weiß, was sie für mich bedeutet hat und wie unglaublich wichtig sie für mich war. 

Ich verdanke meiner Mama so vieles in meinem Leben. Und obwohl es eine Zeit gab, in der wir viel aneinander geraten sind und uns angeschrien haben, so weiß ich eines bis heute. Sie war immer für mich da. Mit all meinen Sorgen konnte ich zu ihr kommen, nie hat sie mich weg gestoßen. Es gibt einige Dinge, an die ich mich besonders erinnere. Da waren meine schlechten Noten, die ich zeitweise in Mathematik hatte. Mitschülerinnen von mir hatten Angst damit nach Hause zu gehen, bekamen Ärger, ja sogar Strafen. Ich jedoch niemals. Meine Mama wusste, wie sehr ich unter den schlechten Noten litt und tat nicht mehr und nicht weniger, als mich einfach nur in den Arm zu nehmen und zu trösten. Bis heute rechne ich ihr das hoch an. Nie musste ich Angst haben, mit schlechten Noten nach Hause zu kommen. 

Dann war da die lange, zunächst vergebliche, Suche nach einem Ausbildungsplatz. Niemand unterstützte mich dabei mehr als sie. Ich kann mich noch heute, als wäre es gestern gewesen, erinnern, wie sie mir versprach, dass sie mir die komplette Treppe vom Erdgeschoss, in den ersten Stock voller Schokolade legen würde, sobald ich einen Ausbildungsplatz hätte. Eines Tages kam ich nach der Schule heim und was fand ich? Die komplette Treppe war voller Schokolade und ich hatte meinen Platz. Meine Mama hat ihr Versprechen gehalten und niemand freute sich so sehr für mich, wie sie. 

Auch als alle einen Freund hatte, nur ich nicht, ließ sie mich nicht alleine. Sie tröstete und während dem schlimmsten Liebeskummer nahm sie mich in den Arm. Sie hoffte mit mir, versorgte mich mit Frustessen und bat mich, nie die Hoffnung aufzugeben. Sie machte mir Mut, dass es auch eines Tages jemanden für mich geben würde. Und sie hatte recht. Er kam, schlich sich in mein Herz und blieb, bis heute. 

Nicht zuletzt, verdanke ich meiner Mama, meine Liebe zu den Büchern. Niemals wäre ich so eine Leseratte, wenn sie mir nicht den Zugang zu dieser Welt ermöglicht hätte. Von ihrem Nachtisch nahm ich mir den ersten Harry Potter Band. Sie brachte mich ständig in die Bücherei, weil mir schon wieder mein Lesestoff ausgegangen war. Und auch sie brachte mich auf die Idee meine Liebe zum Beruf zu machen und Buchhändlerin zu werden. Ohne sie, hätte ich das nicht gemacht. 

Meine Mama hat mich in so vielen Dingen geprägt und ja, auch einige meiner Schwächen habe ich mit Sicherheit von ihr. Doch wenn ich eines weiß, dann dass meine Mama ihre Kinder bedingungslos geliebt hat und immer für uns da gewesen ist. Umso trauriger ist es nun, dass sie fehlt. Denn sie fehlt an allen Ecken. Oft sagt man, man merkt erst, wenn jemand nicht mehr da ist, wie sehr man diese Person eigentlich geliebt und gebraucht hat. Und genu so ist es. Meinen zwei Kindern fehlt ihre Oma, mir fehlt meine Mama als Unterstützung und Ratgeberin. Und trotzdem bin ich dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten. Dankbar für die Werte, die sie mir mitgegeben hat. Dankbar, dass ich durch sie gelernt habe, dass man mit Empathie, Ehrlichkeit und Freundlichkeit im Leben weiter kommt und ich dies auch an meine Kinder weitergeben kann. Ich bin dankbar für die vielen Erinnerungen die bleiben, auch wenn diese oft mit Schmerz verbunden sind. Ich hoffe meine Mama ist irgendwo, wo sie mitbekommt, wie es mir und meinen Kindern geht und sieht in wie vieler Hinsicht sie mich bis heute prägt.

DANKE Mama, für alles, was du für mich und meinen Bruder getan hast. DANKE für deine Liebe, deine Zeit und deine Zuwendung. Du fehlst <3

Teilnehmende Blogger:

Gewinnspiel:  

- Zu gewinnen gibt es bei mir ein Exemplar von "Mama" aus dem Verlag arsedition.
- Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet mir bitte die folgende Frage in den Kommentaren:
Wie hat eure Mama euch am meisten geprägt bzw. wofür seid ihr eurer Mama am dankbarsten?

- Es wäre schön, wenn ihr euch bei eurer Antwort ein wenig Gedanken machen würdet, ein Satz genügt nicht. 

- Bitte hinterlasst mir auch eure Emailadresse in den Kommentaren. 

- Das Gewinnspiel geht bis zum 19.5.2019, 23:59 Uhr

- Im Falle des Gewinns werde ich euch per Email kontaktieren und um eure Adresse bitten. Das Buch wird dann von mir verschickt, für den Versand übernehme ich keine Haftung. 

- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

- Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr mindestens 18 Jahre alt seid, oder die Einverständnis eure Eltern habt. 

- Mit der Teilnahme erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden. 

Samstag, 11. Mai 2019

Rezension "Gelateria Paradiso"

Titel: Gelateria Paradiso
Autor: Stefanie Gerstenberger 
VerlagDiana
Seitenzahl: 448
ISBN: 978-3-453-29217-8
Einbindungsart: Klappenbroschur
Preis: 10,99 €

(c) Diana
Zum Inhalt:
Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber mehr verbindet als sie zunächst ahnen. Als Francesca und Susanne das erste Mal aufeinander treffen ist ihnen nicht klar, dass dieses Treffen eine Welle von Ereignissen lostritt, die nicht mehr aufzuhalten sind. Denn durch einen Zufall erfahren die beiden, dass sie den selben Vater haben. Susanne, die bei Adoptiveltern aufwuchs, möchte nichts lieber als ihre Familie kennenlernen. Francesca jedoch hat ganz andere Pläne. Und so machen die beiden sich unabhängig voneinander auf den Weg nach Italien zu ihrem Vater und begeben sich auf eine Reise, die sie nie mehr vergessen werden. 

Meine Meinung:
Ein Buch in dem es um Italien und Eis geht? "Yes" dachte ich, genau mein Ding. Leider konnte mich die Geschichte aber nicht vollständig überzeugen. Warum werde ich euch hier erklären.

Der Schreibstil der Autorin ist recht angenehm und gut zu lesen. Sie beschreibt die Umgebung und die Geschehnisse gut und bildhaft, sodass ich mir alles vorstellen konnte. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir durch den gut zu lesenden Schreibstil recht leicht. Da ich in letzter Zeit jedoch einige Bücher gelesen habe, die literarisch herausragend waren, fiel dieses dagegen trotz des angenehmen Stils etwas ab, was aber nicht nennenswert ins Gewicht fiel. 

Doch dann lernte ich die Charaktere näher kennen und war zum ersten Mal etwas enttäuscht. Susanne ist ein ganz schöner Charakter. Eine sympathische Frau in den besten Jahren, die keine schöne Kindheit hatte, aber das beste aus ihrem Leben gemacht hat. Und dann ist da noch Francesca. Mit der konnte ich mich leider so gar nicht anfreunden, sie machte mich regelrecht aggressiv. Seit vielen Jahrzehnten ist sie mit einem Mann verheiratet und dieser weiß absolut nichts von ihrer Vergangenheit. Sie hat ihm alles verschwiegen, ja ihn sogar belogen. Auch Francesca hatte keine schöne Kindheit, ihrem Mann jedoch nichts davon zu erzählen, nur weil sie alles vergessen will, fand ich schon ein starkes Stück. Auch sonst weiß ihr Mann gefühlt gar nichts über sie. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte wurde sie mir leider nicht wirklich sympathischer, denn auch ihrer Halbschwester gegenüber verhält sie sich nicht gerade nett.

Ich verstehe durchaus, dass die Autorin zwei gegensätzliche Charaktere schaffen wollte. Dies ist ihr definitiv auch gelungen. Nur entwickelt sich Francesca für mich zu wenig, bzw. zu wenig glaubwürdig. Sie verändert sich schon zum Ende hin, aber ich hatte immer das Gefühl, dass sie das nur gezwungenermaßen tut, dass ihr kein anderer Ausweg bleibt. Auch mit dem Lügen macht sie bis zum Ende (wenn auch im kleinen Stil) weiter. Das fand ich wirklich schade und es klingt vielleicht auch ein wenig hart. Aber ich merke immer wieder, dass Protagonisten unheimlich viel für eine Geschichte bedeuten. Bei mir ist die Stimmung gleich schon mal auf Halbmast, wenn ich einen Protagonisten nicht mag. Und das war hier leider der Fall, was es mir schwerer machte der Geschichte eine Chance zu geben.

Dafür fand ich die Idee der Handlung wirklich schön. Die Eisdiele und das Eis hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr zur Geltung kommen können. Ansonsten war die Idee aber klasse. Vor allem die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart war echt gelungen. Als Leser erfährt man einiges über die italienischen Gastarbeiter und die Zeit der 60er Jahre was ich richtig spannend fand. Die Kapitel der Vergangenheit gefielen mir im Verlauf der Geschichte sogar besser, als die der Gegenwart. Vor allem weil diese sehr hilfreich dafür sind, die komplette Geschichte zu verstehen. Sie wird dadurch rund, was das ganze richtig gelungen macht.

Alles in allem lässt mich diese Geschichte recht zwiegespalten zurück. Ich habe das Buch durchaus gerne gelesen, was vor allem dem angenehmen Schreibstil geschuldet ist. Leider muss ich aufgrund der Charaktere einiges abziehen, da ich vor allem Francesca doch sehr anstregend fand. Die grundsätzliche Idee ist toll, hätte aber noch mehr ausgearbeitet werden. Aufgrund des Titels "Gelateria Paradiso" hatte ich mehr Eisdiele erwartete und mir auch gewünscht, was eigentlich nur am Ende wirklich der Fall ist.

Fazit:
Ein Buches welches für mich in der Summe recht mittelmäßig ist. Ganz guter Schreibstil, eine schöne Grundidee, jedoch etwas zu wenig ausgefeilt und extrem nervige und anstrengende Charaktere nehmen dem Buch leider das Besondere, auch wenn ich es recht gerne gelesen habe.



Montag, 6. Mai 2019

Rezension "So wie die Hoffnung lebt"

Titel: So wie die Hoffnung lebt
Autor: Susanna Ernst 
VerlagKnaur 
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-426-51905-9
Einbindungsart: Klappenbroschur
Preis: 9,99 €


(c) Knaur
Zum Inhalt:
Katie hat dass schlimmste erlebt, was einem Menschen passieren kann. Ihre komplette Familie wurde ausgelöscht. Das kleine Mädchen kommt schwer traumatisiert in ein Kinderheim, in dem sie wenige Jahre später Jonah begegnet. Durch den Schock zum Schweigen verdammt, taut sie in Jonahs Gegenwart immer mehr auf und fängt eines Tages sogar wieder zum Sprechen an. Doch gerade als sie das Gefühl hat, dass alles gut werden kann und sich zwischen Jonah und ihr erste romantische Gefühle entwickeln, passiert erneut etwas und die beiden werden auseinander gerissen.

Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Susanna Ernst. Seit ihrem Erstling begegnete mir ihr Name immer wieder, doch gelesen habe ich bisher keines ihrer Bücher. Ich bin so froh, dass ich endlich dazu kam eines ihrer Werke zu lesen, denn das Buch hat mich auf eine Reise mitgenommen, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Mit Katie und Jonah hat Ernst zwei Protagonisten geschaffen, die unfassbar stark sind. Beide haben eine tragische Vergangenheit, die sie gemeinsam schaffen immer besser zu bewältigen. Ich fand es beeindruckend, welche Entwicklung die beiden im Verlauf der Geschichte nehmen. Was Ernst zudem geschafft hat, sind Protagonisten die von der ersten Seite an authentisch und glaubwürdig sind. Ich würde mich nicht wundern, wenn einer der beiden morgen vor meiner Tür stehen würde, so gut kann ich sie mir vorstellen. Auch eine Verfilmung fände ich im Übrigen richtig toll. Das Buch würde sich super dafür eignen. Als Nebencharakter gefällt mir Milow, der gemeinsame beste Freud der beiden, am besten. Er ist loyal, stark und unglaublich verlässlich. Auch diese Freundschaft beginnt im Kindesalter und hält auch an, als Jonah und er erwachsen sind.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir Katie und Jonah als Kinder, kurz nach ihren schrecklichen Erlebnissen kennen. Ihre Freundschaft, zunächst ein zartes Pflänzchen, wird immer tiefer und fester und verwandelt sich nach und nach in zarte Liebe. Dann gibt es einen Zeitsprung und man begegnet Jonah als Erwachsenem. Katie gilt als verschollen, was geschah, weiß man zunächst nicht. Nach und nach rollt sich die Geschichte auf und wird somit auch von Seite zu Seite spannender. Niemals hätte ich erwartet, dass mich dieses Buch so extrem fesseln und so spannend sein würde.

Auch emotional hat mich dieses Buch auf eine Reise mitgenommen, die ich so schon lange nicht mehr erlebt habe. Ich litt mit Jonah und Katie. Lange suchte ich Protagonisten, die mein Herz so sehr berühren, wie die beiden es getan haben. Ihre Liebesgeschichte ist einfach nur richtig schön und wunderbar zu verfolgen, auch wenn sie viele tragische Höhepunkte hat. Das Schicksal spielt beiden immer wieder übel mit, doch trotzdem bleiben sie immer irgendwie miteinander verbunden.

Der Schreibstil von Susanna Ernst ist ebenfalls total klasse. Sie erschuf so wahnsinnig realistische Bilder in meinem Kopf. Zudem kann sie so toll schreiben, dass es stellenweise schon etwas poetisches hat. Auch die romantischen Szenen bringt sie mit genau der richtigen Portion Kitsch über die Bühne, sodass man hier definitiv sagen kann, dass sie ihr Handwerk versteht. 

Das Ende ist - ohne jetzt zu viel verraten zu wollen - bittersüß und passt somit perfekt zum Leben von Jonah und Katie. Es ist kein klassisches Happy End, denn obwohl sich vieles zum Guten wendet, so kommt auch das Ende nicht ohne Tragik aus. Dies machte mich auf der einen Seite sehr traurig, passt aber trotzdem gut zu der Geschichte.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch, welches ich von der ersten bis zur letzten Seite geliebt habe. Ich konnte kaum mit lesen aufhören, denn ich wurde von der Spannung und den unfassbar tollen Protagonisten mehr als positiv überrascht. Deswegen ist dieses Buch dieses Jahr definitiv eines meiner Highlights.


Dienstag, 30. April 2019

Rezension "Frag doch mal die Maus - Bauernhof"

Titel: Frag doch mal die Maus - Bauernhof
Autor: Lukas Schnell 
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 18
ISBN: 978-3-551-25232-6
Einbindungsart: Pappenbuch
Preis: 9,99 €
Alter: 2-4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Der Carlsen-Verlag hat eine weitere neue Reihe herausgebracht. Und zwar die "Frag doch mal die Maus ..." - Reihe. Hierbei handelt es sich um eine Sachbuchreihe für Kinder ab 2 Jahren. Für dieses Alter kannte ich bisher nur die "Wieso, weshalb, warum - junior" - Reihe und so war ich sehr gespannt, was mich hier erwarten würde.

Schon im Format unterscheidet sich diese Reihe von der von Ravensburger. Die "Frag doch mal die Maus" - Reihe ist etwas größer. Die Aufmachung jedoch ist ähnlich. Es handelt sich ebenfalls um ein Pappbilderbuch, welches sich durch die Ringbindung sehr leicht umschlagen lässt. Das gefällt mir gut, denn so bleiben die Seiten schön offen liegen, wenn man sie umgeblättert hat.

Empfohlen wird das Buch ab zwei Jahren, was ich vielleicht etwas früh finde. Wobei man schon auch sagen muss, dass man das Buch durchaus mit zweijährigen anschauen kann. Hier wird man jedoch noch nicht viel von dem Wissen vermitteln können. Allerdings gibt es auf den Bildern so viel zu entdecken und gerade das Thema "Bauernhof" eignet sich perfekt für die kleinsten Kinder. Da sind die Tiere und Traktoren, das Obst und das Gemüse. Dies sind viele Dinge, die die kleinen Kinder aus ihrem Alltag kennen. Und so ist das Buch vielleicht, was den Text angeht noch nichts für zweijährige, doch die Bilder sind für dieses Alter durchaus schon interessant.

Ich finde auch, dass man das Buch auf jeden Fall noch mit älteren Kindern, als vierjährigen anschauen kann, denn es wird doch recht viel Wissen vermittelt. Da ist zum einen der recht ausführliche Text, der sich mit den verschiedensten Dingen, die den Bauernhof betreffen beschäftigt. Sei es die Milchproduktion, die Tiere und wo sie leben oder aber das Getreide und die verschiedensten Gemüsesorten. Daneben gibt es immer wieder kleine Infokästen. Hier ist die Maus zu sehen, die noch eine zusätzliche Information zum jeweiligen Thema hat. Diese Kästen sind definitiv erst für ältere Kinder geeignet. Zusätzlich gibt es auf jeder Seite Klappen, hinter denen sich weiterführende Informationen verstecken.

Was ich richtig schön finde ist die letzte Seite. Hier wird mittels eines kleinen Quiz' überprüft, wie gut die Kinder aufgepasst haben und ob sie den Inhalt des Buches schon ein stückweit aufnehmen konnten. Da meine große Tochter Rätsel liebt, ist das genau richtig für sie.

Mit ihren drei Jahren fällt sie sowieso perfekt in die Zielgruppe dieser Bücher hinein. Allerdings steht sie gerade mehr auf erzählende Geschichten, weswegen diese Reihe im Moment noch nicht so interessant ist. Allerdings glaube ich, dass das durchaus noch kommen kann. Je älter die Kinder werden, desto mehr wollen sie wissen. Mit der Reihe "Frag doch mal die Maus" bekommen wir Eltern die Chance, auch die ein oder andere Frage mittels eines Buches zu beantworten.

Als letztes bleiben noch die Illustrationen. Hier muss ich wieder eine Brücke zur "Wieso, weshalb, warum" - Reihe von Ravensburger schlagen. Denn ich kann leider nicht ganz verhindern, dass ich diese beiden Reihen miteinander vergleiche. Vermutlich wird es hierzu aber noch einen gesonderten - ausführlicheren Post - geben. Die Bilder hier sind wirklich schön und natürlich ist es toll, dass auf jeder Seite irgendwie die Maus auftaucht. So begegnen die Kinder einer Figur, die sie vielleicht schon kennen immer wieder. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Zeichnungen der "Wieso, weshalb, warum" - Reihe, etwas besser gefallen. Dies ist aber reine Geschmackssache und nimmt dem Buch nichts von seiner Qualität.

Fazit:
Ein tolles Sachbuch für Kinder ab 2 Jahren, welches sich mit dem interessanten und spannenden Thema "Bauernhof" beschäftig. Immer wieder begegnet den Kindern hier die Maus, als vertrauter Charakter. Auf einfache und spielerische Art wird das Wissen rund um den Bauernhof vermittelt. Durch die harten Seiten, ist das Buch auch vor Schäden durch kleine Kinderhände geschützt und so werden wir hoffentlich lange Freude an dieser Reihe haben.

Montag, 29. April 2019

Rezension "Zähnputzen? Klar, mit Zahncreme!"

Titel: Zähneputzen? Klar, mit Zahncreme!
Autor: Anna Taube (Text) / Regine Altegoer (Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 16
ISBN:   978-3-551-16801-6
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 4,99 €
Alter: ab 2
Reihe: Kleine Entwicklungsschritte
 
(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Zähneputzen ist wohl für jedes kleine Kind ein riesen Thema. Und vor allem auch für die Eltern. Wir haben inzwischen zwei kleine Kinder, denen wir die Zähne putzen müssen. Die eine ist drei, die andere eineinhalb. Eigentlich macht es, wenn man ehrlich ist, bei beiden keinen großen Spaß, denn beide mögen es nicht und wehren sich regelmäßig. 
 
Bisher hatten wir kein Buch zu diesem Thema und so war ich sehr gespannt darauf, wie dieses sein würde. Witzigerweise passt die Geschichte perfekt zu unserem Alltag. In der Geschichte bekommt Mia in der Kita Besuch von der Zahnärztin. Auch bei unserer großen Tochter war das vor kurzem der Fall, auch das Geschenk der Zahnbürste, gab es in beiden Fällen. Da musste ich sehr schmunzeln und meine große Tochter konnte sich sofort mit der Geschichte identifizieren. 
 
Was ich ebenfalls sehr schön finde ist, wie positiv das Zähneputzen dargestellt wird. Mia hat richtig Spaß an der Sache und möchte ihren Eltern unbedingt zeigen, wie toll sie das schon alleine kann. Natürlich entspricht das nicht wirklich der Realität, denn welches kleine Kind putzt schon mit so riesiger Begeisterung Zähne. Doch für solch eine Geschichte finde ich es enorm wichtig, dass das jeweilige Thema positiv vermittelt wird. Das ist hier richtig gut gelungen.
 
Dazu tragen auch die wunderschönen Zeichnungen bei. Schon das andere Buch aus der Reihe "Kleine Entwicklungsschritte" - "Einschlafen? Schon ganz allein!" - gefiel mir auch aufgrund der tollen Zeichnungen richtig gut. Dies erwähne ich, weil beide Bücher die selbe Illustratorin haben. Dies finde ich super, denn so passt die Reihe optisch gut zusammen und zudem versteht die Dame ihr Handwerk einfach richtig gut. Ich mag ihre liebevolle Art zu zeichnen. Die kleine Mia ist einfach nur zum Knuddeln, die Bilder schaue ich mir unglaublich gerne an. 
 
Und so finde ich auch das zweite Buch der Reihe "Kleine Enwicklungsschritte" richtig gelungen. Das handliche Format, der übersichtliche Text, der aber auch noch meine dreijährige Tochter gut unterhält und die schönen Bilder, auf denen es so viel zu entdecken gibt, machen dieses Buch zu einer runden Geschichte. Aus der eben erwähnten Reihe gibt es noch zwei  weitere Titel "Windel" und "Schnuller", welches beides Themen sind, die bei uns (noch) nicht relevant sind. Doch sollte das mal soweit sein, werde ich sicherlich auf diese Reihe zurück kommen.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, welches sich dem wichtigen Thema "Zähneputzen" widmet. Mit dem nötigen Feingefühl vermittelt dieses Buch Spaß an der Sache und überzeugt durch präzisen Text und liebevolle Bilder.


Mittwoch, 24. April 2019

[Artikel] "Fühlinchen" & Nachtlicht

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich einen ganz besonderen Artikel für euch. Für den Carlsen-Verlag und die Firma miniland durfte ich das Buch "Fühlinchen" und das wunderbar dazu passende Nachtlicht "Schaf" lesen und testen.



Das Buch:

Titel: Fühlinchen
Autor: Annette Swoboda / Nanna Neßhöver
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 32
ISBN: 978-3-551-51448-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,00 €
Alter: ab 3 

Ich möchte euch gerne von Fühlinchen erzählen. Fühlinchen, auf den ersten Blick ein Schaf, gehört es in dem Buch zu der Rasse der Linchen. Doch weit und breit ist es das einzige Fühlinchen. Fühlinchen hat Ähnlichkeiten mit einem Chamäleon, denn es wechselt je nach Stimmung und je nachdem, welchem Tier es begegnet die Farbe. Alle anderen Linchen bleiben langweilig weiß und so macht sich Fühlinchen auf die Suche nach einem anderen Fühlinchen. Auf seiner Suche begegnen ihm viele Tiere, in den verschiedensten Stimmungen, doch ein Fühlinchen ist nicht dabei. Da merkt das Fühlinchen, dass es trotzdem nicht alleine ist. Denn jeder fühlt die unterschiedlichsten Dinge zu den unterschiedlichsten Zeiten und manchmal sogar mehrere Dinge auf einmal.

Dieses Bilderbuch ist für Kinder ab 3 Jahren empfohlen. Es gibt nicht viel Text, dafür viele schöne Bilder zu sehen. Die Kinder werden durch diese Geschichte an das schwierige Thema der Gefühle heran geführt. Denn natürlich fühlen die Kinder, gerade in diesem Alter, auch schon Wut, Trauer, Zorn, Neugier, Freude und so weiter. Meine Tochter ist selbst drei Jahre alt und da lässt sich das schön beobachten. Wahrscheinlich wisst ihr auch, dass es Kindern oft schwer fällt ihre Gefühle zu fassen oder zu formulieren. Sie müssen erst lernen, was das einzelne Gefühl überhaupt bedeutet und wie man damit am besten umgeht. Das ist ganz schön schwierig, denn wenn wir ganz ehrlich sind, so fällt es auch uns Erwachsenen nicht immer ganz leicht mit unseren Gefühlen umzugehen. In diesem Buch lernen die Kinder die verschiedensten Emotionen kennen. Die Emotionen bekommen einen Namen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht sicher weiß, ob meine Tochter deswegen jetzt besser weiß, was die einzelnen Emotionen bedeuten, doch finde ich dieses Buch als Einstieg richtig klasse. Den Dingen einen Namen zu geben hilft in vielen Situationen und so werden durch dieses Buch eben die Emotionen greifbarer.

Die Bilder finde ich super. Sie sind wunderbar farbenfroh und total schön und kindgerechet gemalt. Auch sind die Bilder nicht überfrachtet und bringen es durch teilweise recht einfache Zeichnungen genau auf den Punkt, was sie ausdrücken möchten. Die Illustrationen sind so gut, dass sich die einzelnen Emotionen problemlos aus den Gesichtern der Linchen ablesen lassen, was ich wirklich sehr schön finde. Ich denke gerade die Bilder drücken viel mehr aus, als es auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Die besondere Geschichte und die wunderbaren Bilder nehmen sich dem Thema Emotionen an, welche, besonders für Kinder, oft schwer zu fassen sind.  Ich werde das Buch sicherlich noch öfters mit meinen Töchtern anschauen und je älter sie werden, desto mehr werden sie verstehen, was die einzelnen Linchen fühlen und welche Gefühle sie selbst damit verbinden.



Das Nachtlich:

Passend zu dem Buch habe ich ein ganz wunderbares Nachtlich bekommen. Nämlich ein Schaf. Dieses leuchtet in den verschiedensten Regenbogenfarben - wenn man das möchte. Man hat nämlich die Wahl, in welchen Farben man das Licht leuchten lassen möchte. Entweder lässt man es im Regenbogenmodus oder stellt eine der Farben (Blau, Rot, Grün) fest ein und das Schaf leuchtet die ganze Zeit in dieser einen Farbe. Dies alles funktioniert mit kalten LED-Licht, was die Sache auch noch sicher macht, denn das Schaf wird während dem Leuchten nicht warm. Somit können sich kleine Kinder auch nicht daran verbrennen.



Was ich richtig super finde, ist dass man dafür keine Batterien benötigt, sondern das Schaf eine Ladestation hat. Damit kann es problemlos an der Steckdose aufgeladen werden. Ist das Schaf voll aufgeladen, so leuchtet es 8-16 Stunden, je nach Betriebsmodus. Hier kann man sich zudem entscheiden, ob es mittels eines Timers nach 30 Minuten abgeschaltet werden, oder die ganze Nacht leuchten soll. Und das alles nur mit einem einzigen Knopf. Kurz war ich verwundert, wo man diese ganzen Funktionen einstellen soll, doch dank der kurzen und übersichtlichen Bedienungsanleitung war recht schnell klar, dass es nur darauf ankommt, wie häufig man den Einschaltknopf drückt. Hiermit kann man nämlich alles steuern, was ich sehr gut finde.



Das Schaf selbst ist etwas kleiner, als ich es mir vorgestellt habe, damit aber völlig ausreichend. Denn es ist schön handlich und perfekt für kleine Kinderhände. Zudem ist es sehr niedlich gestaltet und aus phtalatfreiem PVC, wodurch es sich schön weich anfühlt und zudem nicht gesundheitsschädlich ist. Laut dem  Hersteller hat es dadurch auch eine lange Lebensdauer, was ich jetzt natürlich nicht testen konnte, aber sehr hoffe. Ich bin ebenfalls gespannt, wie das Schaf es verkraftet, wenn es mal irgendwo herunterfällt, denn das lässt sich mit kleinen Kindern natürlich nicht vermeiden.



Ich bin sehr positiv überrascht von dem Schaf. Es ist schön, handlich und leicht in seiner Bedienung. Zudem macht es keine Geräusche, was ein anderes Nachtlich von uns nämlich macht und meiner Meinung nach bei einem Nachtlicht nicht sein darf. Ich bin gespannt, wie meine kleine Tochter reagiert, wenn wir es mal in ihr Zimmer stellen, sobald sie alleine dort schläft. Mit dem Schaf gespielt wurde schon ordentlich. Es wurde durch die Gegend getragen und geknuddelt und ist schon zu einem kleinen Freund meiner Kinder avanciert.



Fazit:

Sowohl Buch, als auch Nachtlicht überzeugen mich auf ganzer Linie und ergeben ein wunderbares Gesamtpaket. Eine super Geschenkidee, auch zum Beispiel zur Geburt, die ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werde.

Hier kommt ihr zum Buch bei Carlsen *KLICK*
Hier kommt ihr zum Nachtlicht bei miniland *KLICK*

Dienstag, 23. April 2019

Rezension "Mama"

Titel: Mama
Autor: Héléne Delforge / Quentin Gréban 
VerlagarsEdition 
Seitenzahl: 64
ISBN: 978-3-8458-2992-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 20,00 €
Alter: ab 6

(c) arsEdition
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Der Muttertag naht und hier habe ich ein Buch für euch, welches perfekt zu diesem Tag passt. Denn wofür gibt es den Muttertag? Ja, für die Blumenindustrie? Aber wofür noch? Um danke zu sagen, danke zu einer Person, die einen vom ersten Tag an bedinungslos liebt. Um seiner Mutter eine Liebeserklärung zu machen und zu zeigen, wie sehr man sie braucht. Und nichts anderes ist dieses Buch. Es ist eine Liebeserklärung an alle Mütter dieser Welt. Von der ersten bis zur letzten Seite.

Das großformatige Bilderbuch kann nicht anders als wunderschön bezeichnet werden. Schon das Titelbild ist ein absoluter Blickfang und strahlt so viel Liebe aus. Die Zeichnungen in dem Buch gefallen mir richtit gut. Jede Seite zeigt eine andere Perspektive des Mutterseins. Und ja, es zeigt auch, dass dies manchmal ganz schön anstrengend ist. Die verschiedensten Kulturen finden in diesem Buch ihren Platz und so sieht man, dass überall das Muttersein ein wenig anders gelebt wird. Und doch haben wir alle etwas gemeinsam. Wir sind Mütter, die ihre Kinder lieben. Dies zeigt dieses Buch auf jeder Seite.

Jede Doppelseite zeigt ein wunderschönes Bild auf der einen und einen dazu passenden Text auf der anderen Seite. Diese Texte sind unglaublich poetisch und zutiefst berührend. Sätze wie "Du bist keine Last, du bist mein Glücksbringer" haben mich zum Nachdenken gebracht und emotional tief getroffen. Und auch wenn dieses Buch ab 6 Jahren empfohlen wird, so finde ich, dass dieses Buch doch mehr eins für uns Mamas ist. Jede Seite zeigt, dass Muttersein einfach so viel mehr bedeutet, als ein Kind auf die Welt bringen und mit allem nötigen zu versorgen. Man ist müde, einem tut alles weh, man gibt sich zeitweise komplett auf, man leidet mit seinem Kind, wenn es ihm nicht gut geht. Und doch ist da dann dieses kleine Wesen, das einen nur anschaut und mit Blicken so viel ausdrücken kann. Die Autoren haben dies in ihren Bildern und Texten unglaublich gut eingefangen.

"Mama" ist nicht einfach nur ein Wort. Mama ist viel mehr. Doch auch dieses eine Wort drückt bereits so viel aus. Und so kurz wie der Titel des Buches ist, so prägnant sind auch die Texte im Buch. Mal etwas länger, mal wirklich nur wenige Zeilen lang, bringen sie genau das auf den Punkt, was sie müssen. Nicht mehr und nicht weniger. Dieses Buch ist so echt, dass ich es sicherlich noch oft in die Hand nehmen und gemeinsam mit meiner Tochter anschauen werde. Vielleicht fehlen einem manchmal als Mama oder auch als Tochter die Worte um das zu sagen, was man seiner Mama bzw. Tochter gerade sagen möchte. Und genau das übernimmt dieses Buch für uns alle, die einfach nur sagen wollen "Ich hab dich lieb, du bist perfekt, wie du bist und ich bin immer für dich da".

Fazit: 
Ich liebe dieses Buch, denn es ist eine emotionale Reise und Botschaft. Die vielen Facetten, die wunderschönen Bilder, die vielen Kulturen, die gezeigt werden und dass es auch zeigt, dass das Muttersein nicht immer nur rosig ist, machen dieses Buch rundum gelungen. 


Montag, 22. April 2019

Rezension "Rückwärtswalzer"

Titel: Rückwärtswalzer
Autor: Vea Kaiser
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3-462-05142-1
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 22,00 €

(c) Kiepenheuer & Witsch
Zum Inhalt:
Als Onkel Willi stirbt, ist für seine Frau, ihre beiden Schwestern und seinen Neffen Lorenz nichts mehr, wie es einmal war. Onkel Willi hat sie alle zusammen gehalten, war immer für sie da. Und so beschließen sie, ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Willi wollte immer in seiner Heimat Montenegro beerdigt werden. Da eine Überführung von Österreich dorthin allerdings sehr teuer ist, beschließen die vier das in die eigene Hand zu nehmen und selbst mit dem Auto dorthin zu fahren. Diese Reise stellt sich als große Herausforderung heraus und schweißen die vier mehr zusammen, als sie jemals gedacht hätten.

Meine Meinung:
Während meiner Zeit im Buchhandel begegnete mir der Name Vea Kaiser immer wieder. Gelesen hatte ich jedoch bisher nichts von ihr. Doch das sollte sich jetzt ändern und so war ich sehr gespannt auf ihren neuesten Roman, Rückwärtswalzer.

Der Klappentext klang skurril und ich war unglaublich gespannt, was die Geschichte bringen würde. Dass mich das Buch letztendlich so fesseln würde hätte ich niemals erwartet. Zu Beginn hatte ich zwar keine Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu kommen, doch den Protagonist Lorenz mochte ich überhaupt nicht. Er war der klassische Versager vor dem Herrn. Ließ sich alles von seiner Freundin bezahlen, von Arbeit hielt er nicht viel. Als die Beziehung zerbricht versucht er sein Glück bei der Verwandtschaft. Scheitert jedoch kläglich und muss zum ersten Mal in seinem Leben lernen, dass Geld nicht auf Bäumen wächst. Ich fand ihn extrem anstrengend und konnte nur wenig Entwicklugn bei ihm feststellen. Dies änderte sich jedoch im Verlauf der Geschichte immer mehr und vor allem gegen Ende geht in Lorenz eine Wandlung vor, die ich so nicht erwartet hatte.

Die Charaktere von Lorenz Tanten mochte ich sehr gerne. Vea Kaiser hat hier drei Persönlichkeiten geschaffen, die unglaublich unterschiedlich, doch immer für einander da sind. Das Familienmotto "Keiner wird zurück gelassen" berührt und stimmt hier zu einhundert Prozent.

Da die Geschichte sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart spielt lernt man viel über die Protagonisten. Willi und die Tanten lernt man schon als Kinder kennen und begleitet sie praktisch ihr ganzes Leben hinweg, in Willis Fall sogar bis zum Tod. Man lernt ihre tiefsten Geheimnisse kennen und erfährt wie sie zu den Menschen wurden, die sie heute sind. Dies alles wird wunderbar schlüssig und fesselnd erzählt. Ich habe inzwischen das Gefühl, dass ich nur am Nachbarhaus klingeln müsste und Hedi, Mirl oder Wetti würden mir die Türe öffnen. Gerne würde ich die Tanten persönlich kennen lernen. Denn obwohl sie auch auf ihre Art sehr schrullig sind, so sind es doch faszinierende Persönlichkeiten, deren Leben beeindruckt.

Toll an den Passagen, die in der Vergangenheit spielen, finde ich auch, dass man so viel über die Zeit damals erfährt. Seien es die 60, 70er in Österreich oder auch in Montenegro. Beide Länder und die jeweiligen Zeiten lernte ich so immer besser kennen und so gefielen mir die Abschnitte der Vergangenheit fast über die komplette Zeit noch besser, als die der Gegenwart. Lediglich am Ende des Buches fand ich beide Zeitabschnitte gleichwertig. Denn da wird die Gegenwart so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Dieses Buch ist so gut geschrieben und bietet so unfassbar viele Facetten an Persönlichkeiten und Geschehnissen, dass es definitiv ein Highlight der Literatur ist. Ich merke immer mehr, wie viel Spaß es macht, Bücher zu lesen, die gut geschrieben sind. Gute Sprache, schöne kreative Sätze und eine Prise schwarzer Humor lassen dieses Buch zu einem Erlebnis werden, welches ich euch sehr gerne ans Herz legen möchte.

Fazit:
Ein richtig gutes Buch. Unfassbar gut geschrieben, facettenreiche Charaktere und eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und so viele Dinge bereithält, dass es einfach nur Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen. 

Mittwoch, 17. April 2019

Rezension "Babymode zum Häkeln"

Titel: Babymode zum Häkeln - 40 Modelle für die ersten 12 Monate
Autor: Yolaine Fournier (Anleitungen) / Pierre Nicou (Fotos) 
VerlagBassermann
Seitenzahl: 128
ISBN: 978-3-8094-3686-7
Einbindungsart: Paperback
Preis: 12,99 €



(c) Bassermann
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Seit einigen Jahren häkle ich wieder sehr gerne. Und natürlich liegt es da nahe, zu schauen ob es auch Anleitungen gibt, um Babyklamotten zu häkeln, auch wenn man dafür vielleicht gar nicht mehr so viel Zeit hat, wenn man frisch Mama geworden ist.


Ich freute mich sehr, als ich dieses Buch von Bassermann entdeckte, welches Anleitungen für die ersten 12 Monate breithält. Was ich hier allerdings gleich schwierig finde, ist dass die Größenangaben bei den Anleitungen in Monaten sind. Das mag ich weder bei Anleitungen noch beim Klamottenkauf. Denn nur weil zwei Babys 3 Monate alt sind, können sie ganz unterschiedlich groß sein. Und die Angabe "3 Monate" als Größe finde ich völlig ungeeignet. Besser finde ich die Größenangabe in Zentimeter sprich den gängigen Angaben, wie 56/62/68/74.

Das Buch startet mit einer kurzen Inhaltsübersicht, an der man direkt sieht, dass die Anleitungen in die vier Jahreszeiten unterteilt sind. Was ebenfalls sofort auffällt, ist dass eine Einführung ins Häkeln und die Erklärung der verschiedenen Maschenarten komplett fehlt. Das bedeutet dass dieses Buch keinesfalls für Anfänger geeignet ist. Eigentlich kenne ich das, dass Häkelbücher zumindest immer eine kurze Bilderanleitung für feste Maschen, Stäbchen und Co. bietet. Dies gibt es hier gar nicht, was ich echt schade finde. Womöglich liegt das daran, dass das Buch in einem so genannten "Billigverlag" erschienen ist, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Finde es aber doch etwas enttäuschend.

Der Aufbau der Anleitungen ist auch etwas spezieller, was ich aber gar nicht schlecht finde. Denn es gibt zunächst nur Bilder zu sehen und auf den darauf folgenden Seiten folgt dann die Anleitung. Diese ist recht klar strukturiert und unterteilt in Größe / Material / verwendete Maschen / Maschenprobe / einer Zeichnung des Teils und der Anleitung selbst. Was ich gut finde ist, dass es bei einigen der Anleitungen auch eine Häkelschrift gibt. Zwar muss man erst lernen diese zu lesen, doch wenn man das kann, dann ist eine Häkelschrift extrem hilfreich.


Die Anleitungen selbst sind ganz nett, mehr aber auch nicht. Es gibt Anleitungen für Klamotten, Kuscheltiere oder auch mal einen Schlafsack. Etwas besonderes sucht man hier vergeblich, deswegen ist dieses Buch leider keines meiner Highlights in meiner Sammlung der Handarbeitsbücher.

Fazit: 
Ein Häkelbuch welches ich leider nicht besonders gelungen finde. Die Anleitungen sind nicht wirklich kreativ, grundsätzliche Anleitungen von Maschen fehlen und auch die Größenangeben sind nicht so richtig passend. Die Anleitungen sind recht nett, mehr aber auch nicht und so sticht dieses Buch nicht aus der Masse hervor.


Dienstag, 16. April 2019

Rezension "Conni kann nicht einschlafen"

Titel: Conni kann nicht einschlafen
Autor: Liane Schneider (Text) / Janina Görrissen ( Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 32
ISBN: 978-3-551-51828-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,00 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Conni is back. Und das mit einer ganz neuen Geschichte. Denn Conni kann zwar viel, aber auch sie hat manchmal Probleme. Dieses Buch erzählt davon, wie Conni nicht einschlafen kann. Dieses Thema passt perfekt zu unserer dreijährigen Tochter. Fast jeden Abend höre ich den Satz "Mama ich kann nicht einschlafen". Und so freute ich mich darauf, mit ihr zusammen dieses Connibuch zu entdecken.

Die Geschichte erzählt von einem ganz normalen Tag in Connis Leben. Sie geht in den Kindergarten, erlebt viele Dinge und wird dann abends langsam müde. Nachdem noch ein letztes Spiel gemeinsam mit Mama und Papa gespielt wurde, ist es auch schon Zeit Fürs Bett und so werden Zähne geputzt und der Schlafanzug angezogen. Natürlich gibt es auch noch eine Gute-Nacht-Geschichte und Connis Papa kontrolliert noch einmal ganz genau, dass auch ja keine Monster unter Connis Bett sind. Und dann ist es auch schon Zeit zu schlafen. Doch Conni kann nicht. Immer wieder fallen ihr neue Dinge ein, die sie vom Schlafen abhalten, bis sie gegen Ende dann doch endlich müde wird und einschläft.

Die Bilder werden ja inzwischen von Janina Görrissen gemacht, doch nach wie vor muss ich sagen, dass mir die alten Illustrationen von Eva Wenzel-Bürger etwas besser gefallen und ich den Pepp und die freche Conni etwas vermisse. Ich finde bei den neuen Bildern wirkt alles etwas weich gezeichnet und braver, was schade ist. Die Bilder sind trotz allem sehr niedlich und schön, doch die alten gefallen mir einfach besser.

Die Geschichte selbst finde ich aber wirklich gut. Vom Verlag ab 3 Jahren empfohlen, finde ich diese Empfehlung genau richtig. Die Bilder nehmen den größten Teil des Buches ein, der Text steht in einem guten Verhältnis dazu und überfordert die kleinen Kinder auch nicht. Das Thema passt ebenfalls genau zu dem Alter und wird auch sprachlich perfekt umgesetzt. Die Geschichte ist absolut realistisch, geht auf kindliche Bedürfnisse, Sorgen und Ängste ein und endet zufrieden stellend für alle, weswegen sie sich super als Gute-Nacht-Geschichte eignet.

Als Bonus gibt es am Ende des Buches eine Seite die ein paar Tipps zum Thema "Gutes Einschlafen" parat hält. Anhand Conni als Beispiel bekommen Eltern Tipps was das Einschlafen für ihre Kinder erleichtern könnte, welche Rituale dabei helfen abends in eine ruhige Stimmung zu kommen.

Zudem gibt es ein kleines Plakat von Conni, welches mittlerweile an der Schlafzimmertüre unserer Kinder seinen Platz gefunden hat und so sofort zu erkennen ist, wo der Schlafplatz der kleinen Mäuse ist.

Fazit:
Ein weiteres Conni-Buch in unserer Sammlung, welches sicher noch öfters vorgelesen wird. Das Thema "Einschlafen" ist bei kleinen Kindern ein absolut wichtiges und wird hier mit Conni als Protagonistin super umgesetzt.

Montag, 15. April 2019

Rezension "Mein dickes Osterbuch"

Titel: Mein dickes Osterbuch
Autor: Judith Allert
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 144
ISBN:978-3-551-51057-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 15,00 €
Alter: ab 4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich, passend zur Jahreszeit, noch ein Osterbuch für euch. Dieses mal für die etwas älteren Kinder. Vom Verlag ab 4 empfohlen, lese ich dieses Buch mit meiner dreijährigen Tochter, was kein Problem ist. Sie kann den Geschichten recht gut folgen, auch wenn es recht viel Text ist. Sie bekommt aber auch schon immer viel vorgelesen, weswegen sie das durchaus gewöhnt ist.  Natürlich dürfen es für sie auch noch mehr Bilder sein, was bei einem vierjährigen Kind wahrscheinlich schon etwas weniger nötig ist.

Was ich ganz toll finde sind die Rätsel, die sich innerhalb der Geschichten befinden. Die Kinder werden nämlich so in diese mit einbezogen. Mal wird eine Frage zum Text gestellt, mal gibt es eine kleine Aufgabe (wie bspw. den schlafenden Papa in der Geschichte zu wecken). Meine Tochter liebt Bücher und Geschichten in denen sie mitmachen kann und Aufgaben bekommt, weswegen das hier genau das richtige Osterbuch ist. Teilweise sind die Rätsel zwar noch etwas schwierig, doch wenn sie richtig zuhört und mit etwas Hilfe von mir kann sie diese doch recht gut lösen, weswegen uns das Buch sicherlich auch noch durch die restliche Osterzeit begleiten wird.

Doch das Buch ist nicht nur ein reines Vorlesebuch. Nein, neben den vielen Geschichten - die den größten Teil des Buches einnehmen, gibt es noch einige Bastelanleitungen und Rezepte passend zur Osterzeit. Somit hat man hier quasi das Rundumsorglospaket und kann mit seinem Kind backen, basteln und vorlesen. Ein wunderbares Buch zum Entdecken und Liebhaben.

Die Geschichten sind alle von der selben Autorin, die Illustrationen hingegen von vier verschiedenen Personen. Neben Daniela Kunkel, die mir schon aus anderen Kinderbüchern bekannt ist, illustrieren auch Stefanie Jeschke, Horst Hellmeier und Jennifer Coulmann dieses Buch. Keiner steht hier dem anderen in etwas nach, alle liefern unglaublich faszinierende und liebevolle Bilder, die die Geschichten perfekt untermalen. Auch hier kann ich wieder nur erwähnen, dass Carlsen da einfach ein Händchen dafür hat - und nein, ich werde dafür nicht bezahlt. Ich liebe einfach jedes einzelne Buch, so auch dieses hier. Ich mag es wenn Bilder kindgerecht und liebevoll sind und man die gezeichneten Charaktere am liebsten knuddeln würde. Und genau das ist hier der Fall.

Fazit:
Ein wunderbares Osterbuch für Kinder ab 3 - 4 Jahren, zum Vorlesen, backen, basteln und liebhaben. Wunderbare Illustrationen, tolle Geschichten und kniffelige Rätsel machen dieses Buch zu einer runden Geschichte. 


Sonntag, 14. April 2019

Rezension "Niemalswelt"

Titel: Niemalswelt
Autor: Marisha Pessl 
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-551-58400-7
Einbindungsart: Hardcover / ebook 
Preis: 18,00 € / 12,99 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Vor einem Jahr starb Jim. Jim war Bees große Liebe und auch bei seinen Freunden sehr beliebt. Sein Tod als Selbstmord eingestuft, bleibt mysteriös. Da Bee gerne wissen möchte, was damals wirklich geschah, folgt sie einer Einladung ihrer alten Clique. Doch was sie dort erwartet hätte sie niemals für möglich gehalten. Nach einer gemeinsamen Party klopft es plötzlich an ihre Tür. Ein seltsamer Mann steht davor und behauptet, dass sie alle fast tot und in der geheimnisvollen Niemalswelt gefangen sind. Sie müssen sich darauf einigen, wer von ihnen überleben darf, nur so können sie die Zeitschleife verlassen. Doch das ist schwerer als gedacht und so beginnen sie die mysteriösen Umstände, die zu Jims Tod geführt haben, zu erforschen. Was dabei zu Tage tritt, hätte niemand erwartet.

Meine Meinung: 
Auf dieses Buch war ich unfassbar gespannt. Das Cover ist richtig toll, der Klappentext geheimnisvoll. Beides zwang mich förmlich dazu, dieses Buch sofort zur Hand zu nehmen und in der Geschichte abzutauchen. Keine zwei Tage später hatte ich die Geschichte ausgelesen, denn dem Sog der Geschichte, konnte ich mich nur unter Zwang entziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr eingängig und super zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin, die Geschichte, die extrem kurzweilig war, unterhielt mich bestens. Die Spannung ließ zu keinem Zeitpunkt nach und war über die komplette Zeit unterschwellig zu spüren. Ich liebe es ja, wenn ich bei Büchern keine Ahnung habe, in welche Richtung sie gehen werden und auch hier war ich bis zum Schluss recht ratlos. Ich rätselte gemeinsam mit anderen Teilnehmern in einer Leserund und überlegte mir, worauf das ganze hinauslaufen könnte, doch kam ich bis zum Ende nicht drauf.

Stellenweise wurde die Geschichte etwas verworren und ich musste mich ziemlich konzentrieren. Wobei man auf der anderen Seite auch sagen muss, dass die Autorin hier eine beeindruckende Idee aus dem Hut gezaubert hat. Auf diese Geschichte muss man erstmal noch kommen und ich bin auch im Nachhinein immer noch sehr fasziniert von der Welt die Pessl sich ausgedacht hat. 

Auch die Charaktere und die Clique rund um Jim und Bee sind alle extrem faszinierend und klug durchdacht. Pessl hat hier ganz besondere Individuen geschaffen, die mir sicherlich alle sehr lange im Gedächtnis bleiben werden. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Ich muss zugeben, dass ich keinen wirklich gerne mochte, erst gegen Ende werden die Charaktere nahbarer und ich brachte ihnen Verständnis und auch so etwas wie Sympathie entgegen.

Mit dem Ende schaffte es Pessl nochmal micht so richtig außer Atem zu bringen, denn ich sitze hier und weiß immer noch nicht genau, was ich glauben soll. Was ist Wahrheit, was der Fantasie der Charaktere entsprungen. Was ist jetzt wirklich passiert und was ist reine Fiktion in der Fiktion. Die Autorin wählt den extrem klungen Schachzug und überlässt uns Lesern und unserer Fantasie, was wir aus dem Ende machen. Auch wenn das nicht heißt, dass das Ende offen ist. Die Geschichte wird schon aufgelöst, doch bleibt manches etwas schwammig und ich denke noch jetzt darüber nach, was die Autorin sich dabei wohl gedacht hat.

Ich fand das Buch wirklich gut. Die Idee ist toll und neu. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass hier etwas aufgewärmt wird, was es schon ewig oft gab. Sie hat sich mit ihrer Geschichten und ihren Charakteren extrem auseinander gesetzt. Pessl liefert eine runde Geschichte ab, die ohne Widersprüche zu überzeugen weiß. So ein kleiner Haken bleibt, da ich nicht weiß, was ich mit dem Ende machen soll. Irgendwie ist es richtig cool und ich finde es toll, dass die Autorin diesen Weg geht, auf der anderen Seite aber, hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht. Hier bleibe ich ein wenig Zwiegespalten zurück, obwohl die Geschichte sonst der absolute Kracher war.

Fazit:
Eine Geschichte, die zu überzeugen weiß. Spannung, extrem tolle und authentische Charaktere und eine wahnsinnig kreative Geschichte fesselten mich fast pausenlos an das Buch. Lediglich das Ende lässt mich etwas zwiegespalten zurück, da ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht hätte, es aber trotzdem toll finde, wie die Geschichte aufgelöst wird.


Samstag, 13. April 2019

Rezension "Wer hockt im Grase? Der ... Osterhase

Titel: Wer hockt im Grase? Der ... Osterhase
Autor: Sandra Grimm (Text) / Marion Elitez ( Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 12
ISBN: 978-3-551-17111-5
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 8,99 €
Alter: ab 18 Monaten

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Bald ist Ostern. Habt ihr schon ein passendes Geschenk für eure kleinen? Wenn nicht, dann habe ich hier ein ganz wunderbares Kinderbuch für euch.

Meine kleine ist gerade 19 Monate alt, das Buch ist empfohlen ab 18 Monaten. Somit ist es genau richtig für ihr Alter und ich war sehr gespannt, wie es ihr gefallen würde. Bisher hat sie leider noch nicht so viel und gerne Bücher angeschaut, wie ihre große Schwester, doch ich merke wie sich das im Moment verändert.

Sie schaut immer mehr Bücher an, nur beim Vorlesen fehlt ihr noch etwas die Geduld, sie steht schnell auf und holt sich ein neues Buch wenn ich damit anfange. Doch auch hier ist dieses Buch perfekt. Es besteht aus kurzen Sätzen, die in Reimform sind. Jede Seite besteht aus einem einzelnen Satz. Zusätzlich gibt es auf jeder Doppelseite eine Klappe, die man rausziehen kann, auf dieser wird der Satz vervollständigt. Beispiel: "Wer hat im Frühling viel zu tun? Ganz viele Eier legt das ... - und die Antwort auf der Klappe ist dann "Huhn". Somit kann das Kind auch mitraten, wie der Satz weitergehen könnte. Meine kleine Tochter ist dafür vielleicht noch etwas klein, meine große hingegen fand das ganz witzig.

Eigentlich bin ich gar nicht so ein Fan von Büchern in Reimform, doch hier ist das genau richtig. Zudem weiß ich, dass kleine Kinder Reimform sehr gerne habe und Büchern gerne folgen, die diese Form haben. 

Neben der Menge an Text, ist für mich ein absoluter Pluspunkt erneut die Art der Illustration und die wunderbar liebevollen Bilder. Der Carlsenverlag hat hier für mich einfach ein absolutes Händchen und Gespür dafür, was kleine Kinder brauchen und gerne haben. Keines der Kinderbücher hat mich bisher enttäuscht, was die Illustrationen angeht. Und auch hier genieße ich das Anschauen des Buches einfach nur. Die Hasen sind so niedlich gezeichnet, die Bilder detailliert aber nicht zu überfrachtet. Die Kinder haben viele Dinge zu entdecken und trotzdem verlieren die Bilder dabei nie ihre klare Linie.

Die Qualität des Buches gefällt mir ebenfalls sehr gut. Die harten Pappseiten sind perfekt für kleine Finger, die manchmal vielleicht auch etwas grob sind. Auch die herausziehbaren Seiten sind sehr stabil, robust und halten einiges aus. Und so ist dieses Buch mit Sicherheit ein langlebiges, welches uns noch eine ganze Weile begleiten wird - bestimmt auch noch nach Ostern.

Fazit:
Ein wunderbares Osterbuch, welches durch seine wunderbaren Illustrationen, die Reimform und Textmenge, sowie seine Robustheit und Qualität absolut überzeugen kann und in jedes Bücherregal für Kinder ab 18 Monaten gehört.

Donnerstag, 4. April 2019

Rezension "Raketenwissenschaft für Babys"

Titel: Raketenwissenschaft für Babys
Autor: Chris Ferrie
VerlagLoewe
Seitenzahl: 26
ISBN: 978-3-7432-0370-9
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 9,95 €
Alter: ab 2

(c) Loewe
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Als ich das erste Mal von dieser Reihe "Baby-Universität" hörte, war ich sofort interessiert. Ich habe zwei Töchter (1,5 & 3), die beide gerne Bücher anschauen. Dadurch bin ich auch immer wieder auf der Suche nach neuen, besonderen Titeln und diese Reihe gehört definitiv dazu.

Als ich das Buch dann in der Hand hielt, kam jedoch schnell die Ernüchterung. Ich muss leider sagen, dass ich den Sinn dieses Buches leider gar nicht verstehe. Das Buch ergibt überhaupt keinen Sinn für mich, die Altersangabe noch weniger. Vom Verlag wird das Buch ab 2 Jahren empfohlen. Ehrlich? Nicht mal ich verstehe den Inhalt wirklich, geschweige denn meine beiden Töchter. Meine kleine Tochter hat sich das Buch keine zehn Sekunden angeschaut, meiner großen Tochter könnte ich das überhaupt nicht vorlesen, da sie wahrscheinlich nur Bahnhof verstehen würde.

Das mag vielleicht hart klingen, aber ich bin echt froh, dass ich mir das Buch nicht gekauft, sondern es als Rezensionsexemplar bekommen habe. Ich muss ganz offen sagen, dass ich dafür kein Geld ausgeben würde, außer vielleicht ich würde es als Gag verschenken. Wenn ich jemanden kennen würde, der Naturwissenschaften liebt und dieser Jemand bekäme ein Baby, dann wäre das vielleicht ein witziges Geschenk zur Geburt. Aber mehr für die Erwachsenen, als für das Kind selbst.

Ich hab das Buch jetzt öfters angeschaut und zurück bleibt bei mir ein großes Fragezeichen. Selbst nach mehrmaligem Anschauen bin ich nicht schlauer und suche weiterhin nach dem Sinn dieser Reihe. Mit einem Augenzwinkern gesehen mag das Buch ganz witzig sein, mehr aber auch nicht.

Ich hatte glaube ich noch nie so einen riesen Flop was Bücher für meine Kinder angeht und bin wirklich enttäuscht von "Raketenwissenschaft für Babys". Auch die weiteren Titel "Evolution...", "Quantenphysik..." und "Relativitätstheorie..." ...für Babys ergeben für mich keinen größeren Sinn. Diese Themen sind absolut nicht geeignet für kleine Kinder und können auch nicht so verpackt werden, das kleine Kinder diese verstehen. Falls die Bücher humorvoll gemeint sein sollen, geht das etwas an meinem Humorzentrum vorbei und ist maximal etwas für Menschen mit naturwissenschaftlichem Hintergrund. 

Fazit:
Es bleibt bei mir ein ganz großes Fragezeichen zurück. Leider gefällt mir dieses Buch ganz und gar nicht und der Sinn bleibt mir auch nach mehrmaligem Anschauen verborgen.  


Mittwoch, 3. April 2019

Rezension "Läuft bei uns"

Titel: Läuft bei uns
Autor: Steffen Weinert 
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-499-27426-8
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 10,00 €


(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Sebastian ist Vater einer Teenagertochter und alleinerziehend. Eigentlich läuft alles gut, doch plötzlich fängt Mathilda an schlechte Noten mit nach Hause zu bringen. Sebastian macht sich Gedanken und große Sorgen und kommt eines Tages auf die Idee, dass Mathilda vielleicht hochbegabt sein könnte und sich deswegen in der Schule langweilt. Doch das Problem ist ein ganz anderes und liegt viel tiefer, als Sebastian eigentlich glaubt. 

Meine Meinung: 
Dieses Buch bietet deutlich mehr als ich zu Beginn dachte. Erwartet habe ich eine lustige Geschichte eines etwas überforderten Vaters und seiner Teenagertochter. Das habe ich stellenweise auch bekommen, doch an anderer Stelle ist die Geschichte viel tiefsinniger als ich gedacht hätte.

Zunächst beginnt die Geschichte sehr humorvoll. Ich musste total oft schmunzeln. Vieles kam mir bekannt vor, vor vielem graute es mir, wenn meine Töchter mal in dieses Alter kommen. Man lernt Mathilda und ihren Vater Sebastian kennen. Schnell merkte ich jedoch, dass da viel mehr dahinter steckt. Als die Sprache auf Mathildas Mutter kommt, wird die Geschichte sogar unerwartet ernst und tiefgründig und man lernt Seiten an Sebastian kennen, die zunächst verborgen blieben.

Der Schreibstil von Steffen Weinert ist super zu lesen und ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Er hat mit Sebastian und Mathilda zwei extrem starke Charaktere geschaffen. Sebastian ist durchaus als schwerer Charakter zu bezeichnen. Er macht es Mathilda wirklich nicht leicht und ist oftmals sehr anstrengend. Gerne wäre ich stellenweise in das Buch gesprungen und hätte ihn geschüttelt. Er merkt gar nicht, wie er seine Tochter immer mehr einengt und sich damit immer mehr von ihr entfernt. Mathilda ist richtig sympathisch. Obwohl ihr Vater so anstrengend ist, liebt sie ihn und möchte ihn nicht enttäuschen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die durch die Schicksalsschläge in ihrem Leben eher gewachsen ist.

Die Mischung des Buches ist toll. Die humorvollen Abschnitte, die alle ihre Berechtigung haben, wechseln sich mit ernsten Passagen ab und verhindern so, dass die Geschichte ins lächerliche und übertriebene abgleitet, was ich vor dem Lesen etwas befürchtet hatte. Lediglich eine Szene gegen Ende wirkt etwas übertrieben, trägt damit aber zum Verlauf der Geschichte bei und passt an dieser Stelle auch.

Das Ende gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es ist kein rosarotes Happy End, doch alles geht in eine Richtung die genau richtig ist und Hoffnung macht. Allein durch das Ende merkt man nochmal, wie die Charaktere sich im Verlauf der Geschichte entwickelt haben und über sich hinaus gewachsen sind. Ich finde der Autor hat hier einer schönen Geschichte ein rundes Ende verpasst, was perfekt zum Verlauf passt.

Fazit:
Eine Geschichte, die viel mehr Tiefgang hat, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Hier bekommt man eine humorvolle Geschichte, die aber stellenweise so viel Ernsthaftigkeit besitzt und so tolle Charaktere hat, dass sie mir wirklich gut gefallen hat.



Montag, 25. März 2019

Rezension "Der Herzschlag der Steine"

Titel: Der Herzschlag der Steine
Autor: Isabel Morland 
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-426-52354-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Knaur
Zum Inhalt:
Lange war Ailsa nicht mehr in ihrer Heimat - einer kleinen Insel auf den Äußeren Hebriden. Doch nun beschließt sie, viele Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, deren Haus zu verkaufen. Doch womit Ailsa nicht gerechnet hat, ist dass ihre Vergangenheit sie dort schneller einholt als ihr lieb ist. Ihre verflossene Liebe, ihren ehemaliger bester Freund und auch alle anderen Bewohner der Insel lässt ihre Rückkehr nicht kalt. Als dann unvorhergesehene Dinge passieren beschließt Ailsa länger auf der Insel zu bleiben und findet dort das, womit sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Ab und an lese ich gerne Romane, bei denen man von vorn herein eigentlich weiß, wie es ausgeht, die einfach schön zu lesen sind, die gewisse Portion Dramatik und Romantik und natürlich ein schönes Ende habe. Bei diesem Buch rechnete ich genau damit.

Ich muss zugeben, dass ich mit dem Beginn etwas Schwierigkeiten hatte. Der Prolog war so gar nicht mein Ding und total seltsam und schräg. Von der Thematik her passt er perfekt zur Geschichte, doch ich kam damit nicht klar und war kurz davor das Buch tatsächlich schon auf den ersten 10 Seiten weg zu legen und aufzuhören.

Doch zum Glück habe ich das nicht getan, denn die Geschichte die danach folgt ist alles andere als schräg und komisch und ganz anders als der Prolog. Auch der Prolog ergibt im Rückblick immer mehr Sinn. Die Geschichte ist super zu lesen. Was der Autorin ganz besonders gut gelungen ist, ist die Beschreibung der Umgebung dort. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal einen Roman gelesen habe der auf den Hebriden gespielt hat. Und so war die Umgebung, die Kultur und das Leben dort für mich etwas ganz neues und unglaublich spannend, darüber zu lesen. Die Autorin hat so eine bildgewaltige Sprache, dass es mir nun so vorkommt, als hätte ich vor kurzem Urlaub dort gemacht - was ich in gewisser Form ja auch getan habe.

Ailsa mochte ich gerne, auch wenn sie zunächst recht schüchtern und blass wirkt, so entwickelt sie sich im Verlauf der Geschichte zu einer echten Persönlichkeit, die weiß was sie will und die etwas aus ihrem Leben machen will - trotz herber Rückschläge.

Die Liebesgeschichte, die sich nach und nach entwickelt gefiel mir ebenfalls gut. Von Anfang an merkt man, dass zwischen Ailsa und ihrer Jugendliebe noch immer etwas ist, doch nur langsam kommt das wirklich in Fahrt. Die Liebe beginnt sehr zart und unterschwellig, nur um dann im einem großartigen Finale zu enden.

Das Buch bringt auch ein bisschen etwas mystisches mit. So gehört zum Leben auf Ailsas Heimatinsel viel Aberglauben, viele Legenden. Vieles davon findet Platz in diesem Buch. Ich hätte das gar nicht unbedingt gebraucht, doch macht es die Geschichte natürlich noch etwas besonderer und authentischer und verleiht ihr so etwas geheimnisvolles.

Letztendlich habe ich das Buch gerne gelesen. Die wunderbare Unterlatung für Zwischendurch macht wirklich Spaß, wenn man sich auf das Geschehen und das mystische einlassen kann. Auch ich musste mich erst mit dem Leben auf den Hebriden anfreunden, doch als ich das getan hatte, konnte ich das Buch richtig genießen.

Fazit:
Nach holprigem Start, habe ich dieses Buch echt gerne gelesen. Die Autorin kann toll schreiben und erschafft mit ihrer Sprache Bilder in meinem Kopf, die mir das Gefühl geben, selbst dort gewesen zu sein.


Sonntag, 24. März 2019

Rezension "Tartes rustiques"

Titel: Tartes rustiques - Süße und salzige Tartes
Autor: Emilie Franzo / Emilie Guelpa (Fotos)
Verlag: Thorbecke 
Seitenzahl: 72
ISBN: 978-3-7995-1333-3
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 9,99 €

(c) Thorbecke
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Tartes kennen bestimmt viele von euch. Auch ich selbst habe ab und an schon eine gemacht oder gegessen. Dies ohne Backform zu machen, ist allerdings neu für mich und wohl auch ein neuer Instagram-Trend (von dem ich ohne das Buch aber nichts mitbekommen hätte). Außerdem waren mir Tartes bisher nur salzig im Kopf, dass man sie auch süß machen kann, hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Und so war ich sehr gespannt, was mir das Buch alles bieten würde.

Das Buch macht von der Optik schon mal einiges her. Das Format ist recht klein und quadratisch, das Cover ist richtig schön und macht total viel Lust darauf, sofort los zu legen. Sobald man das Buch aufschlägt bekommt man eine Übersicht über die enthaltenen Rezepte, sowohl in Schrift- als auch in Bildform. Danach folgt eine Übersicht über Mürbteig und wie man ihn süß, salzig oder auch neutral herstellt, denn die Basis aller Tartes ist ja bekanntlich der Mürbteig. Zudem gibt es die verschiedensten Tipps für die Herstellung jenes Teigs. 

Und dann folgt auch schon der Rezepteteil. Und der ist ebenfalls richtig schön aufgemacht. Ich liebe Kochbücher, bei denen es zu jedem Rezept ein Foto gibt. Gibt es das nicht, habe ich schon weniger Lust das Rezept nach zu kochen, als wenn eines vorhanden ist. Zudem sind neben dem Texteil nochmal die einzelnen Zutaten als Fotos zu sehen. Also bei einer Apfel-Tarte sieht man dann Apfelstücke, eine Zitrone, Mehl usw. sprich das Rezept wird dekonstruiert. 

Das Rezept selbst ist schön übersichtlich. Ich mag es sehr, wenn man auf den ersten Blick die wichtigsten Dinge, wie die Zutaten und vor allem die Zeiten, die das Rezept braucht. Und genau das ist der Fall. Die Zeitangabe ist sogar dreifach unterteilt, in Zubereitung, Ruhezeit und Backzeit und das finde ich genau richtig so. Ich hatte es in Kochbüchern schon so oft, dass die Zeiten nicht genau ersichtlich waren und es plötzlich versteckte Ruhezeiten gab. Die gibt es hier nicht, was ich einen absoluten Pluspunkt finde. 

Ich finde das Buch rundum gelungen. Vor allem die schönen Fotos stechen extrem heraus. Die Rezepte sind recht übersichtlich und so auch keine wahnsinnige Herausforderung zum Nachmachen. Zudem finde ich es toll, dass es nun ein Buch gibt mit Rezepten ohne Form, denn die hat ja nun nicht jeder Zuhause.

Fazit:
Ein tolles Kochbuch, sowohl optisch als auch von den Rezepten her. Ein echtes Schmuckstück in meinem Regal.