Montag, 11. November 2019

Rezension "Das Neinhorn"

Titel: Das Neinhorn
Autor: Marc-Uwe Kling / Astrid Henn
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 48
ISBN: 978-3-551-51841-5  
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 13,00 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein ganz besonderes Bilderbuch für euch. Einige von euch kennen den Autor Marc-Uwe Kling vielleicht von seinen Känguru-Chroniken. Ich wusste bisher gar nicht, dass er auch Bilderbücher schreibt und so war ich sehr gespannt auf dieses Buch.

Das Cover finde ich große klasse.Eigentlich bin ich nicht so der Einhornfan, aber dieses Einhorn mit dem äußerst grummeligen Blick ist sowas von süß, dass ich mich auf den ersten Blick verliebt habe. Jedes Mal wenn ich das Buch anschaue, muss ich allein schon wegen dem finsteren Gesichtsausdruck des Einhorns lachen.

Nun war ich sehr gespannt, was mich inhaltlich erwarten würde und so machten meine Tochter und ich es uns auf dem Sofa bequem und fingen an zu lesen. Die farbliche Gestaltung ist sehr bunt und rosarot, so wie man es eben auch von Einhörnern erwartet. Als ich anfing vorzulesen und feststellte, dass der Text in Reimform ist, war ich zunächst etwas enttäuscht, da ich doch lieber "richtigen" Text vorlese, wie einen gereimten. Doch die Enttäuscht hielt nicht lange an. Denn Das Buch ist nicht über die komplette Zeit gereimt, sondern nur zu Beginn. Dann ist das Neinhorn nämlich selbst genervt von den Reimen und beschließt dass nun Schluss damit ist. Ich finde das so herrlich in die Geschichte eingebunden, dass ich mich köstlich amüsiert habe.

Doch das ist nicht der einzige Punkt, der uns zum Lachen brachte. Es gab Stellen, die konnte ich vor lauter lachen nicht vorlesen und auch meine Tochter saß fast über die komplette Vorlesezeit kichernd neben mir. Das Einhorn, dass in der Geschichte zum Neinhorn wird ist so herrlich frech und sarkastisch, dass das Buch unheimlich viel Unterhaltungspotenial hat. Ich hatte nicht erwartet dass mich dieses Buch auch als Erwachsene so gut unterhalten würde. Ich freue mich schon jetzt darauf es meiner Tochter erneut vorzulesen.

Die Idee hinter der Geschichte ist ebenfalls super. Alle Tiere /Menschen bekommen neue Namen, anhand dessen, was sie ganz oft sagen. Da wird aus einem Waschbär ein WASbär und aus der Königstochter die KönigsDOCHter. Das ist wirklich klasse und am Ende des Buches findet man noch mehr Vorschläge, was man alles aus Tiernamen machen kann. So lustig, so kreativ, so unterhaltsam. Absolut Daumen hoch von uns.

Fazit:
Eines der lustigsten Bilderbücher, die ich in letzter Zeit gemeinsam mit meiner Tochter gelesen habe. Selten mussten wir so viel lachen beim Vorlesen. Die Zeichnungen, die Idee und der Humor sind einmalig gut. Das wird sicherlich eines unserer neuen Lieblingsbücher.


Freitag, 8. November 2019

Rezension "Fünf sind sechs zu viel"

Titel: Fünf sind sechs zu viel
Autor: Anja Hitz
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 128
ISBN:  978-3-551-55379-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 11,00 €
Alter: ab 9


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Die Eltern von Rose sind geschieden. Rose hat damit gar keine großen Probleme, bis ihre Mama einen neuen Freund - Frank -  hat. Und der hat ziemlich viele Kinder, fünf um genau zu sein. Rose ist entsetzt und freut sich so gar nicht über ihre neue Familie. Doch als sie sich mit der Tochter von Frank anfreundet, wird alles etwas besser. Nur ihr Papa bereitet ihr ein bisschen Sorgen, scheint er ihre Mama doch noch lieb zu haben und sehr einsam zu sein. Sie und Renee sind sich sicher, dass da nur eine neue Freundin Abhilfe schaffen kann und sie machen sich daran dieses Problem zu lösen. 

Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder ein Kinderbuch für euch, das mich bestens unterhalten hat. Eigentlich lese ich ja vorwiegend Jugendbücher, doch ab und an auch gerne mal ein Kinderbuch, vor allem, wenn ich auf der Suche nach (zukünftiger) Lektüre für meine Töchter bin.

Dieses Buch habe ich glaube ich innerhalb von einer guten Stunde gelesen, denn es hat mich total gut unterhalten. Es ist super locker leicht und absolut kindgerecht geschrieben. Ich bin mir sicher, dass Kinder der entsprechenden Zielgruppe auf jeden Fall ihre Freude daran haben werden. Zudem ist da natürlich noch der recht geringe umfang, was es Leseneulingen oder Kindern, die noch nicht so viel lesen, leicht macht, der Geschichte zu folgen.

Die Erzählung ist eine klassische Patchworkgeschichte, die mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht hat. Die Protagonisten sind herrlich sympathisch und machen die Geschichte zu einem wunderbaren Leseerlebnis. Ich finde es toll, dass es einfach ganz normale Kinder sind, die Ideen haben, wie nur Kinder sie haben können. Die in Fettnäpfchen treten und dabei aber immer authentisch bleiben und für die die Welt noch so einfach ist und sie einfach nur wollen, dass alles gut ist.

Trotz Scheidung und den damit verbundenen Problemen ist das Buch für mich eine absolute Wohlfühlgeschichte. Zu keiner Zeit bekommt man beim Lesen ein negatives Gefühl. Trotzdem wird auch keine heile Welt vorgespielt. Es werden durchaus die Fakten und Tatsachen auf den Tisch gelegt, doch eben ohne ein negatives Gefühl zu hinterlassen. 

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch, das mich sehr gut unterhalten hat. Toller Schreibstil, tolle Protagonisten und viele Stellen, die mich zum Lachen gebracht haben.



Donnerstag, 7. November 2019

Rezension "Das große goldene Pixi-Buch"

Titel: Das große goldene Pixi-Buch
Autor: Diverse
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 300
ISBN: 978-3-551-51209-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Wer kennt sie nicht? Die kleinen Pixibücher, die gerne mal beim Einkauf mitgenommen werde. Mit nur 0,99 € sind sie meistens erschwinglich und so hat bestimmt fast jeder Haushalt Pixibücher. Auch wir haben unzählige dieser Bücher und gerade zum Mitnehmen finde ich dieses Format wirklich sehr schön.

Als ich beim Carlsen-Verlag dann diese Sammelausgabe entdeckt habe, war ich sofort begeistert. Ich bin ja ein Fan von Haptik und Optik und das stimmt bei diesem Buch beides. Das Buch sieht so schön und edel aus und fühlt sich auch noch ganz toll an. Der goldene Buchschnitt ist wunderbar anzuschauen. Zudem bin ich ein großer Fan von großformatigen Büchern. Pixibücher sind ja wirklich schön, doch sind die Bilder eben immer sehr klein. Das ändert sich jetzt durch diesen Sammelband. Das große quadratische Format bietet genug Platz, dass die Bilder ganz toll zur Geltung kommen.

Dieser Sammelband enthält 30 Pixi-Geschichten. Ich finde die Mischung sehr gelungen. Mal sind es Geschichten, in denen Pixi selbst vorkommt, mal sind es fantastische, mal realistische und witzige Geschichten. Allerdings fand ich, dass es recht viele ziemlich spannende Geschichten waren. Meine Tochter (fast 4) fand das aber nicht schlimm und hat sich schon jeden Abend auf eine Geschichte au diesem Buch gefreut. 

Natürlich unterscheiden sich die einzelnen Geschichten auch von der Menge des Textes und von der Art der Illustrationen, da sie von unterschiedlichen Autoren stammen. So ist aber auch sichergestellt, dass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ich mag diese Abwechslung sehr und freue mich schon unglaublich darauf, wenn wir das Buch erneut als Gute-Nacht-Geschichten-Buch benutzen.

Fazit:
Eine ganz tolle Sammlung, die sowohl optisch, haptisch als auch inhaltlich ein absolutes Erlebnis ist und uns bestens unterhalten hat. 


Mittwoch, 6. November 2019

Rezension "Winter in der Häschenschule"

Titel: Winter in der Häschenschule
Autor: Albert Sixtus (Text) / Julia Walther (Illustrationen)
VerlagEsslinger
Seitenzahl: 40
ISBN:  978-3-480-40138-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: ab 4

(c) Esslinger
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Wer kennt sie nicht? Die Häschenschule von Albert Sixtus ist ein absoluter Klassiker - vor allem zu Ostern. Ich muss zugeben, ich wusste gar nicht, dass es da so viele Bände davon gibt. Mit diesem Buch sind es nämlich fünf Stück.

Doch nicht alle sind von Albert Sixtus selbst geschrieben. Dieses jedoch schon. Bis jetzt unveröffentlicht schrieb er in den zwanzigern diese Fortsetzung zur Häschenschule. Nun wurde das Buch endlich verlegt von dazu von Julia Walther so nahe wie möglich an den Orignalillustrationen illustriert.

Das Buch ist, wie auch der bekannte Klassiker, in Reimform geschrieben. Das liest sich ja immer sehr gut vor, manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass das meiner Tochter nicht soooo gut gefällt, bzw. sie etwas weniger von der Geschichte versteht, wie wenn es ein ganz normaler Fließtext ist. Das kann aber auch nur mein Eindruck sein, sie hört nämlich genauso aufmerksam zu, wie bei jedem anderen Buch auch. .

Ich finde es schön, dass es nun die Häschenschule auch passend zur kalten Jahreszeit gibt. Die Häschen erleben alles, was die Kinder auch in der Winterzeit erleben. Ob im Schnee toben, Plätzchen backen oder Weihnachten feiern. Alle Situationen sind bekannte aus dem Alltag der Kinder und somit sehr kindgerecht.

Was mir sehr gut bei diesem Buch gefällt, sind die Illustrationen. Diese finde ich deutlich schöner wie bei der "Häschenschule" selbst. Man merkt definitiv, dass sie etwas moderner sind, aber trotzdem nahe dran am Klassiker und diesen Kompromiss finde ich richtig super. Ich schaue mir die Bilder viel lieber an als bei dem Klassiker, denn ich finde sie viel liebevoller und auch irgendwie kindgerechter.

Fazit:
Der Klassiker nun endlich auch im Wintergewand, mit tollen modernen Illustrationen, erzählt in Reimform von der Winter - und Weihnachtszeit bei den Häschen der Häschenschule.


Donnerstag, 31. Oktober 2019

Rezension "Call it magic - Nachtschwärmer"

Titel: Call it magic : Nachtschwärmer
Autor: Cat Dylan
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 374
ISBN:  978-3-646-30001-7
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 3,99 € / 12,99 €
Alter: ab 16
Band: 1/5

(c) DarkDiamonds / Carlsen
Zum Inhalt:
Eliza ist 25 Jahre alt und Radiomoderatorin. Ihr Leben verläuft relativ normal bis sie Morgan begegnet. Morgan der unfassbar gut aussieht und sie wie magisch anzuziehen scheint. Morgan ist alles andere als begeistert von dieser Anziehungskraft, denn was Eliza nicht weiß, ist, dass Morgan ein Vampir ist. Ein Vampir und ein Mensch dürfen keine Beziehung eingehen, doch Eliza scheint für Morgan vorbestimmt zu sein und so nimmt das Chaos seinen Lauf und Eliza wird mit Dingen konfrontiert, die sie völlig aus der Bahn werfen. 

Meine Meinung:
Dieses Ebook ist mir schon so oft begegnet, doch irgendwie hat es nie so richtig meine Aufmerksamkeit erregen können. Bis jetzt, bis ich angefangen habe dieser Reihe eine Chance zu geben.

Und ich bin soooo froh, dass ich das gemacht habe. Denn diese Reihe trifft von vorne bis hinten absolut meinen Geschmack. Hier bekommt man als Leser Urban Fantasy vom Feinsten und so gut geschrieben, dass die Seiten wie nix dahin flogen. Ich merke immer mehr wie sehr ich Urban Fantasy mag und dieses Buch ist die erneute Bestätigung, dass das genau mein Genre ist.

Dies ist der erste Band einer Reihe, rund um die verschiedensten fantastischen Wesen, die aber in unserer Welt spielt. Hier in diesem ersten Band geht es zum größten Teil um die Vampire und, wie diese in unserer Welt leben. Weit entfernt von jeglichen Glitzervampiren, beste Unterhaltung für alle Fantasyfans.

Ich mochte die Protagonisten und deren Zusammenspiel sehr gerne. Beide sind komplett unterschiedlich, passen aber so gut zusammen. Im Verlauf der Geschichte lernt man die beiden immer besser kennen und vor allem Elizas Vergangenheit ist total spannend und interessant. Ich fand es auch sehr schön zu beobachten, wie die beiden sich immer näher kommen. Zunächst fand ich die prickelnden Gefühle zwischen den beiden schon etwas heftig, doch das klärt sich mit der Zeit immer mehr auf und es wird klarer, wieso und woher diese Gefühle kommen.

Bei prickelnden Gefühlen bleiben prickelnde Szenen natürlich nicht aus und auch diese sind wunderbar gelungen. Ich fand es so schön von der Liebe der beiden zu lesen und trotzdem war es irgendwie zu keinem Zeitpunkt kitschig. Hier hat die Autorin genau den richtigen emotionalen Ton getroffen.

Zudem fand ich die Geschichte auch noch äußerst spannend. Es kamen immer mehr Dinge ans Tageslicht, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Es gibt Enthüllungen die schockieren und alles, was in der Geschichte passiert, schlüssig erklären. Das Setting ist rund um gelungen, logisch und toll zu lesen und so werde ich sicherlich bald mit Band zwei weitermachen, in dem es dann um eine der besten Freundinnen von Eliza und um Feen geht. Ich bin sehr gespannt.

Fazit:
Ein tolles Urban Fantasybuch über Vampire, das mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten hat.


Montag, 28. Oktober 2019

Rezension "Jule räumt auf"

Titel: Jule räumt auf 
Autor: Anna Wagenhoff / Sigrid Leberer
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 24
ISBN: 978-3-551-08445-3
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 3,99 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein Buch aus der Reihe "Lesemaus" für euch. Wir haben schon eine andere Geschichte von Jule und da diese meiner Tochter sehr gefällt, haben wir uns sehr auf eine neue Julegeschichte gefreut.

Das Thema "Aufräumen" ist ja wirklich ein sehr großes und leider oft auch sehr lästiges Thema. Meine große Tochter baut gerade täglich Höhlen und räumt dazu die kompletten Regale aus. Das Zimmer sieht danach verständlicherweise sehr wild aus und ich habe meine liebe Not das alles wieder aufzuräumen. Das jeden Tag zu machen, nervt schon ziemlich und meiner Tochter klar zu machen, wieso man ihre Höhle wieder abreißen muss, ist auch nicht ganz einfach.

Dafür ist dieses Buch tatsächlich total super, denn bei Jule gibt es eine ähnliche Situation. Sie baut eine Puppenstadt in ihrem Zimmer auf und man kann kaum noch laufen. Zunächst ist ihre Mama ziemlich genervt, bis sie ihr ruhig erklärt, warum aufräumen manchmal wichtig ist und ihr dann auch dabei hilft. Auch ich habe schon gemerkt, dass meine Tochter total überfordert ist, wenn man ihr sagt "räum auf". Sie weiß überhaupt nicht wo sie anfangen soll und genauso geht es Jule in dieser Geschichte auch. Wenn man aber als Erwachsener bereit ist, gemeinsam mit den Kindern aufzuräumen, so erleichtert das die Situation enorm. Das steht im Übrigen auch in den Tipps, die am Ende des Buches zu finden sind und die nochmal verdeutlichen, wie wichtig Ordnung, Struktur und aufräumen für kleine Kinder sin.

Ich finde diese Geschichte richtig klasse, weil man fast jedes Bild eins zu eins auf uns übertragen kann. Damit ist die Geschichte so authentisch und lebensnah, dass sie auf jeden Fall von Kindern verstanden und wiedererkannt wird. Da meine Tochter Jule eben sowieso liebt, ist das die perfekte Geschichte für sie. Die niedlichen Bilder tun ihr übriges, dass meine Tochter sicherlich noch eine ganze Weile Freude an dieser Geschichte haben wird.

Fazit:
Eine tolle Geschichte übers Aufräumen, mit einer der Lieblingscharaktere meiner Tochter, die authentisch und lebensnah ist und so unheimlich viel Freude macht.


Sonntag, 27. Oktober 2019

[Produkttest] "Bamuslupe - Peter & Piet"

Titel: Peter & Piet - Bambuslupe
Autor: Peter Wohlleben
Verlag: Oetinger
Artikelnummer: 4260512180959
Preis:14,99 €


Meine Meinung:
Heute habe ich mal kein Buch, sondern einen Produkttest für euch. Eure Kinder gehen doch bestimmt auch so gerne raus und entdecken die Natur? Und da habe ich genau das richtige für die kleinen Entdecker. Ob Käfer oder Gras, ob Blatt oder Insekt. Alles muss genau unter die Lupe genommen werden.

Und das geht mit dieser Lupe nun im wahrsten Sinne des Wortes. Perfekt für den Außeneinsatz geeignet, bietet sie den Kinder den besten Blick auf alles, was sie gerne entdecken möchten. 

Die Lupe ist sehr hochwertig gearbeitet und zudem umweltfreundlich, da sie aus Bambus ist, was ja bekanntlich schnell nachwächst. Und auch die Linse selbst ist super, denn sie ist aus splitterfreiem Acrylglas. Gerade bei Kindern ist das super wichtig, denn jeder weiß, wie schnell mal etwas runterfällt und auch kaputt geht. Bisher kann ich aber sagen, dass die Lupe tatsächlich sehr robust ist. Meine kleine Tochter (2) hat sie schon gefühlt überall mit hingeschleppt und sie ist ihr bestimmt auch schon das ein oder andere Mal runtergefallen und bisher ist alles ganz geblieben.

Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist dass die Lupe so schön naturbelassen ist und sich auch richtig gut in der Hand anfühlt. Zuden hat sie eine Schlaufe, an der auch kleine Kinderhände sie sehr gut festhalten können. Und natürlich vergrößert sie auch wunderbar die gefundenen Schätze und zwar 400%.

Ich finde die Lupe wirklich super für kleine Entdecker. Der Preis mit fast 15 € ist natürlich nicht ganz niedrig, aber dafür bekommt man tatsächlich auch ein sehr hochwertiges und haptisch wunderschönes Produkt. Meine Töchter und ich werden damit sicherlich noch viele Regenwürmer, Käfer und Co. anschauen.

Passend zur Lupe gibt es bei Oetinger auch ein Buch von Peter Wohlleben "Hörst du wie die Bäume sprechen", in welchem man weitere Lupenexperimente findet. Das Buch wird sicherlich auch noch irgendwann bei uns einziehen, denn gemeinsam mit den Kindern die Natur zu entdecken ist doch einfach klasse.

Fazit:
Eine tolle Lupe, die optisch und qualitativ wirklich spitze ist. Sie lädt zum Entdecken ein und macht das Sammeln in der Natur zu einem echten Erlebnis. 


Samstag, 26. Oktober 2019

Rezension "Unter dem Zelt der Sterne"

Titel: Unter dem Zelt der Sterne
Autor: Jenn Bennett
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-551-58398-7
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 10,99 € / 15,00 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Zorie und Lennon waren beste Freunde, für kurze Zeit probierten sie sogar aus, mehr als das zu sein. Doch dann ging eine Verabredung schief, ein Missverständnis folgte auf das nächste und so reden sie inzwischen nicht mal mehr miteinander. Als Zorie von einer Freundin zu einem Zelttrip überredet, erschrickt sie sehr, als sie feststellt, dass auch Lennon mit von der Partie sein wird. Sie versucht das beste daraus zu machen und sich so gut es geht von ihm fernzuhalten. Doch das ist schwerer als gedacht und plötzlich stehen sich die beiden alleine in der Wildnis gegenüber und die Anziehungskraft ist unbestreitbar.

Meine Meinung:
Jenn Bennet kannte ich schon von einem ihrer Bücher, das bei den Königskindern erschienen ist. "Annähernd Alex" hat mich damals sehr begeistern können und so war ich sehr gespannt, ob mir ihr neustes Buch auch so gut gefallen würde.

Und ich kann sagen, dass mich Jenn Bennett auch mit "Unter dem Zelt der Sterne" restlos begeistern konnte. Durch das Buch aufmerksam wurde ich durch das wunderschöne Cover. Mir war sofort klar, dass ich das Buch haben muss, sogar ohne den Klappentext gelesen zu haben.

Und dann begann ich zu lesen und war sofort völlig gefesselt von dem tollen Schreibstil. Er ist so angenehm und herrlich leicht zu lesen, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Ich genoss jede einzelne Seite und nutzte jede freie Minute zum Lesen.

Die beiden Protagonisten fand ich auch von Beginn an super. Sie sind unglaublich starke Charaktere, die sehr facettenreich und glaubwürdig sind. Sie haben mir wirklich total gut gefallen. Und auch ihre Entwicklung mochte ich sehr gerne. Ich fand es schön, deren Entwicklung zu beobachten, wie sie sich im Verlauf der Geschichte verändern und aneinander wachsen.

Der Verlauf der Geschichte ist ebenfalls große Klasse. Ich war so gespannt darauf zu erfahren, was wohl zwischen den beiden vorgefallen sein könnte, dass sie nicht mehr miteinander reden. Die Auflösung gibt es erst nach und nach und auch diese ist sehr schlüssig. Den Weg bis zur Auflösung fand ich auch richtig schön. Was die beiden miteinander erleben, fand ich total spannend zu beobachten. Ich habe die Geschichte so gerne gelesen und mich dabei so wohl gefühlt, dass es mir tatsächlich schwer fällt, dass in Worte zu fassen.

Die Liebesgeschichte, die in dieser Geschichte, zunächst nur unterschwellig und dann immer mehr, eine Rolle spielt, war so so schön. Ich habe sie richtig genossen und fand auch deren Entwicklung richtig schön. Sie wird stellenweise auch etwas prickelnd, was für mich aber auch super zum Geschehen passt.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das mich bestens unterhalten und gefesselt hat. Nicht nur das Cover ist eine Augeneweide, nein die komplette Geschichte ist ein absoluter Genuss und eine ganz klare Leseempfehlung.


Freitag, 25. Oktober 2019

Rezension "Alles nur aus Zuckersand"

Titel: Alles nur aus Zuckersand
Autor: Dirk Kummer
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-551-55390-4
Einbindungsart: ebook / Hardcover
Preis: 7,99 € / 12,00 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Jonas und Fred sind beste Freunde. Gemeinsam leben sie in Ostberlin. Die Grenze zu Westberlin übt eine fast magische Anziehungskraft auf die beiden aus, auch wenn sie eigentlich wissen, dass das gefährlich ist. Gemeinsam erleben sie unzählige Abenteuer, doch das nicht ein plötzliches Ende, als bekannt wird, dass die Mutter von Jonas einen Ausreiseantrag nach Westberlin gestellt hat. Fred und Jonas dürfen nicht mehr zusammen spielen, ja eigentlich nicht mal mehr miteinander reden. Doch die beiden setzen sich über diese Regeln hinweg und beginnen einen Tunnel zu graben, der sicherstellen soll, dass die beiden sich wiedersehen, auch wenn sie auf verschiedenen Seiten der Grenze leben.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich vor allem durch sein Cover aufmerksam. Ich finde das Cover richtig cool und irgendwie zieht es mich wie magisch an. Nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, kann ich zudem sagen, dass das Cover perfekt zur Geschichte passt.

Auf die Geschichte selbst, war ich sehr gespannt, denn es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine Geschichte gelesen habe, die währende der Teilung von Deutschland spielt. Zudem war ich sehr gespannt, wie das Thema in einem Kinderbuch umgesetzt werden würde.

Und ich muss sagen, dass ich doch jedes Mal wieder aufs Neue erschrecke, wie heftig die Zustände in Ostberlin, jenseits der Mauer war. Wie schlimm es werden konnte, wenn man sich der Mauer unerlaubt genähert hat und wie schwierig es war, die DDR überhaupt zu verlassen. Denn das alles kommt in diesem Kinderbuch sehr gut rüber, auch wenn die Thematik natürlich etwas vorsichtiger geschildert wird und ihr etwas von der Schärfe genommen wird. So wird trotzdem in aller Deutlichkeit klar, was es bedeutet hat, in der DDR zu leben.

Ich finde es unheimlich wichtig, dass auch Kindern schon dieser Teil unserer Geschichte vermittelt wird, denn diese gehört zu uns und so auch das Wissen darum. Zudem hat der Autor eine unheimlich schöne Freundschaftsgeschichte geschaffen, die zeigt, dass eine Freundschaft auch über eine Grenze hinaus bestehen kann und auch dass wir von Kindern noch extrem viel lernen können. Die kümmern sich nämlich nicht um irgendwelche Grenzen oder Ausreiseanträge, sie spielen einfach mit den Kindern, die sie am liebsten mögen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch recht dünn vom Umfang her, sodass es zehnjährige Kinder problemlos bewältigen können, auch die, die vielleicht nicht so gerne lesen. Mir hat das Buch wirklich unheimlich gut gefallen, es hat mich gut unterhalten und sehr berührt.

Fazit: 
Ein tolles Buch, das wunderschön erzählt, wie Freunschaft unabhängig jeglicher Grenzen funktionieren kann.


Donnerstag, 24. Oktober 2019

Rezension "Winnie Puuh - Das große Buch mit den besten Geschichten"

Titel: Winnie Puuh - Das große Buch mit den besten Geschichten 
Autor: A.A. Milne / E. H. Shepard (basierend auf)
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-551-28015-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Wer kennt ihn nicht? Den kleinen süßen gelben Bären mit dem dicken Bauch und dem roten T-Shirt? Schon in meiner Kindheit war der kleine Bär ein Star und das ist bis heute ungebrochen. Immer noch erscheinen unzählige Winnie Puuh Produkte und dieses Buch ist eines davon.

Das Buch enthält drei Geschichte über den kleinen Bären, die recht umfangreich sind. Das fand ich tatsächlich sehr überraschend, da das Buch ab drei Jahren empfohlen wird. Meine Tochter hört zwar gerne und viel Geschichten an, aber gerade als Gute-Nacht-Geschichte, sind diese Geschichte jetzt eher nicht brauchbar. Mit über vierzig Seiten und auch nicht besonders wenig Text auf den einzelnen Seiten braucht man doch recht lange, um eine Geschichte vorzulesen.

Die Geschichten selbst sind total niedlich und auch - wie man es von Winnie Puuh - nicht anders kennt, durch das ein oder andere Missgeschick ziemlich lustig. Ich fand es toll, den mir so bekannten Charakteren in Geschichten wieder zu begegnen. Zudem war ich sehr erstaunt wie einzigartig diese eigentlich alle sind, wie unverwechselbar. Jeder kann etwas bestimmtes oder hat eine ganz spezielle "Macke", die ihn auszeichnet.

Die Bilder sind ebenfalls sehr schön und total liebevoll gemacht. Ich mag Winnie Puuh als Figur sowieso und ihn in der verschiedensten, manchmal auch sehr verzwickten Situationen zu beobachten, macht einfach großen Spaß. Auch meine Tochter hatte große Freude an dem Buch und so haben wir die knapp 150 Seiten in gerade mal zwei Tagen ausgelesen. Das Buch wird sicherlich auch noch häufiger zum Einsatz kommen, nur vielleicht nicht als Gute-Nacht-Geschichte.

Fazit:
Ein tolles Vorlesebuch vom kleinen Winnie Puuh und seinen Freunden, das zwar recht lange Geschichten, die aber sehr unterhaltsam sind enthält. Die liebevollen und lustigen Bilder runden das Buch perfekt ab. 


Mittwoch, 23. Oktober 2019

Rezension "Annie und die Bärenjäger"

Titel: Annie und die Bärenjäger
Autor: Lotte Bräuning
Verlag: atlantis
Seitenzahl: 32
ISBN: 9783715207643
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €
Alter: ab 5

(c) atlantis
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein Bilderbuch für euch, das für Kinder ab 5 Jahren empfohlen wird und die Geschichte von einer Gruppe Bärenjäger erzählt, die am Ende so gar kein Glück haben.

Diese Gruppe von Männern beschließt nämlich einen Bären zu jagen, auf den eine Belohnung ausgesetzt ist. Diese wollen sie natürlich gerne habe und so überlegen sie sich Strategien, wie sie den Bären am besten zur Strecke bringen können. Dabei fließt der Alkohol in Strömen und von ihnen unbemerkt, belauscht das junge Mädchen Annie ihr Gespräch. Während die Jäger immer betrunkener werden, pickt Annie sich die beste Strategie raus und beschließt, selbst Jagd auf den Bären zu machen. Und während sich die Jäger so langsam bereit machen, hat Annie den Bären schon längst selbst gefangen.

Dieses Bilderbuch ist definitiv kein normales Mainstreambilderbuch. Es kommt mit recht wenig Text aus, viele der Dinge verstecken sich zwischen den Zeilen und in den Bildern selbst. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Geschichte erst ab fünf Jahren empfohlen wird. Ich bin mir sicher, dass meine Tochter, mit ihren bald vier Jahren definitiv noch etwas zu klein wäre dafür. Sie würde den Sinn gar nicht richtig verstehen und wäre auf jeden Fall noch nicht alt genung, um tatsächlich auch zwischen den Zeilen zu lesen.

Zudem ist die Bärenjagd jetzt nicht unbedingt ein ganz harmloses Thema, das sich gut als Gute-Nacht-Geschichte eignet oder so. Auch hier denke ich, dass meine Tochter wohl eher Angst bekommen würde und finde die Altersangabe, ab 5 auf jeden Fall sehr gerechtfertigt. Zudem denke ich, dass dieses Buch auch eines der Bilderbücher ist, an denen Erwachsene teilweise sogar mehr Spaß haben als die Kinder. Die Ironie zu fassen, fällt uns natürlich viel leichter und so musste ich beim Anschauen definitiv das ein oder andere Mal schmunzeln.

Die Zeichungen sind schön, aber auch recht rustikal, woran man ebenfalls merkt, dass das Buch für eine etwas ältere Zielgruppe gemacht wurde. Sie wirken sehr lebendig und sind dabei auch noch sehr künstlerisch und so auf jeden Fall sehr gelungen.

Fazit:
Ein tolles Bilderbuch, das allerdings erst für etwas größere Kinder (ab 5) geeignet ist, da es doch sehr spannend ist und einen Teil des Inhalts auch zwischen den Zeilen vermittelt. 


Dienstag, 22. Oktober 2019

Rezension "Herbstflüstern"

Titel: Herbstflüstern
Autor: Tanja Voosen
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 310
ISBN:  978-3-551-30074-4
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 3,99 € / 12,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Lucy hat die Schnauze gestrichen voll von Jungs. Ben, ihr Exfreund, hat aus heiterem Himmel mit ihr Schluss gemacht und nun steht er fast täglich vor der Tür um ihr irgendetwas zu erklären. Lucy hat da so gar keine Lust drauf und lenkt sich mit einem Babysitterjob ab. Dadurch lernt sie Jasper kennen, einen absoluten Frauenhelden, der ständig ein neues Mädchen mit nach Hause bringt. Auf gar keinen Fall möchte Lucy ihm zu Nahe kommen. Doch plötzlich lernen sich die beiden besser kennen und eine ganz eigene Dynamik bringt eine Liebesgeschichte ins Rollen, mit der keiner von beiden gerechnet hatte. 

Meine Meinung:
Heute habe ich einen weiteren Band aus der "Sommerflüstern"-Reihe von Tanja Voosen für euch. Jeder dieser Bände kann unabhängig voneinander gelesen werden, denn jedes Buch hat eine andere Hauptperson. Das finde ich auch sehr gut, denn auch wenn ich schon zwei andere Bände aus der Reihe gelesen habe, so ist es doch schon eine Weile her, zudem habe ich sie völlig durcheinander gelesen.

Und so konnte ich, ohne, dass ich noch viel Wissen aus den anderen Büchern hatte, in dieses Buch starten. Ich muss zugeben, dass mir der Einstieg etwas schwer fiel und ich das Buch tatsächlich auch eine Weile zur Seite legen musste, da es mich nicht richtig in seinen Bann ziehen konnte. Ich weiß auch gar nicht woran das genau lag, denn eigentlich mag ich den Schreibstil von Tanja Voosen sehr gerne.

Zudem (und da kann die Autorin nichts für) finde ich das Buch ganz komisch gedruckt und auch der Satz sieht echt komisch und nicht angenehm für die Augen aus. Bei mir kam beim Lesen immer mehr das Gefühl auf, ich komme nicht vorwärts und das mag ich so gar nicht. Das lag definitiv an der Optik des Buches und nicht am Inhalt.

Zudem kam die Geschichte zu Beginn nur sehr schleppend ins Rollen. Es passierte einfach gefühlt so gut wie nichts und Lucy dabei zu beobachten wie sie von einem Ort zum anderen fährt, war mir einfach etwas zu wenig. Natürlich ist das hier nun etwas überspitzt dargestellt, aber es fehlte zu Beginn definitiv die nötige Spannung.

Das besserte sich mit der Zeit und vor allem ab der Hälfte wurde es dann deutlich besser. Lucy und Jasper lernten sich näher kennen und auch ich begann eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und kam so dann leichter in die Geschichte rein. Lucy mochte ich wirklich sehr gerne und auch Jasper war mir auf jeden Fall sehr sympathisch, wenn auch etwas undurchsichtig. Dies legt sich aber mit der Zeit und vor allem zum Ende hin erfährt man dann, warum Jasper so ist, wie er ist. Das war für mich alles sehr schlüssig.

Die Liebesgeschichte die sich zwischen Lucy und Jasper entwickelt, bleibt lange Zeit sehr zart, denn beide scheinen nicht wirklich zu merken, dass sie Gefühle füreinander entwickeln. Das fand ich schön zu beobachten und vor allem sehr glaubwürdig, da Lucy gerade erst eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat. Mir hat das Zusammenspiel der beiden sehr gut gefallen, vor allem auch die Entwicklung der Beziehung, da man richtig schön sieht, wie diese sich verändert, als sie sich besser kennenlernen.

Letztendlich hat mir das Buch dann noch gut gefallen und ich habe die zweite Hälfte recht schnell zu Ende gelesen. Es gibt sicherlich Bände der Sommerflüsternreihe, die ich etwas besser finde, doch auch dieses Buch ist alles in allem gute Unterhaltung.

Fazit:
Zu Beginn recht schleppend und zäh, nimmt die Geschichte im weiteren Verlauf an Fahrt auf und entwickelt eine ganz eigene Dymanik und ganz süße Liebesgeschichte.


Montag, 21. Oktober 2019

Rezension "Hallo, willst du mit mir spielen?"

Titel: Hallo, willst du mit mir spielen?
Autor: Sophie Schoenwald / Nadine Reitz
VerlagBoje
Seitenzahl: 26
ISBN: 978-3-414-82544-5
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 8,90 €
Alter: ab 2

(c) Boje
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Da meine kleine Tochter, die vor kurzem zwei geworden ist, immer mehr anfängt Bücher anzuschauen, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Büchern und neuen Ideen. Als mich "Hallo, willst du mit mir spielen?" erreichte, war ich sehr gespannt was uns erwarten würde und vor allem, wie meiner kleinen das Buch gefallen würde.

 Bei dem Buch handelt es sich um ein Mitmachbuch, das heißt, dass die Kinder auf jeder Seite aufgefordert werden etwas zu tun. Sei es das Buch zu schütteln, die Katze im Buch zu streicheln oder ihr zu zeigen wie man faucht und die Krallen ausfährt. Schnell merkte ich, dass meine Tochter daran sehr großen Spaß hatte. Hatten wir das Buch beendet, so mussten wir es sofort wieder von vorne anfangen und das mindestens fünf mal am Stück. Für mich war das ein sehr gutes Zeichen, denn oft hat meine Tochter kein so großes Durchhaltevermögen, was Bücher anschauen und vor allem zuhören angeht. Doch hier konnte sie kaum genug davon bekommen. Natürlich wusste sie sehr schnell auswendig, was auf welcher Seite zu tun ist, das fand ich echt süß.

Die Sätze zum Vorlesen sind recht kurz und einprägsam. Es wird immer kurz etwas erzählt, dann folgt auch schon die Aufforderung an das KInd, gewisse Dinge zu tun.

Die Zeichnungen gefallen mir ebenfalls sehr gut. Ich finde die Katze ist total niedlich und liebevoll dargestellt. Zudem sind die Bilder nicht zu überladen, was ich auch immer sehr wichtig finde. Es gibt eigentlich kaum etwas auf den Bildern zu sehen, außer der Katze selbst und ein paar ausgewählten Details. Und das finde ich in diesem Fall auch sehr wichtig, denn so kann sich das Kind auf das Wesentliche konzentrieren und wird nicht von unzähligen Details abgelenkt.

Fazit:
Ein Buch, das uns viel Freude macht und noch weiterhin machen wird. Meine Tochter kann gar nicht aufhören das Buch anzuschauen und mit dem kleinen Kätzchen darin zu spielen. Absolute Empfehlung für Kinder ab 2 Jahren. 


Sonntag, 20. Oktober 2019

Rezension "Ein Rockstar kommt selten allein"

Titel: Ein Rockstar kommt selten allein
Autor: Teresa Sporrer
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-646-60049-0
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 3,99 € / 12,99 €
Alter: ab 14
Band: 3/8

(c) Impress
Zum Inhalt:
Violet ist die einzige in ihrer Clique die keinen Freund hat. Das macht ihr nichts aus, hat sie doch eine Bekanntschaft mit gewissen Vorzügen. Zudem sehnt sie sich nicht wirklich nach einem Freund. Als es darum geht den Bruder von Zoeys Freund Alex auszuspionieren und herauszufinden was er vorhat, erklärt sie sich dafür bereit. Womit sie nicht gerechnet hat, ist dass David ihr schon auf den ersten Blick sympathischer ist als sie gedacht hätte. Und das ist gar nicht gut, denn eigentlich müsste sie ihn hassen.

Meine Meinung: 
Heute habe ich einen weiteren Band der Rockstarsreihe für euch. Schon die ersten beiden Bände haben mir gut gefallen und auch hier geht es wieder super weiter.

Bei jedem Buch von Teresa Sporrer freue ich mich auf ihren flapsigen und unterhaltsamen Schreibstil. Sie kann so herrlich schreiben, dass jedes Buch von ihr ein absolutes Vergnügen ist. So auch hier. Ihre Protagonisten sprühen durch ihren Schreibstil vor Schlagfertigkeit und sind selten um ein Wort verlegen.

Jedes ihrer Bücher hat eine andere Hauptperson, so ist es hier Violet, die mir sofort sympathisch war. Ich war gespannt auf ihr Zusammenspiel mit David und fand es extrem gut gelungen, wie die beiden sich kennenlernen und dann immer näher kommen. Die Verwandlung und Entwicklung der beiden war total spannend zu beobachten und ich fand von Anfang an, dass die beiden echt ein gutes Team sind.

Die Liebesgeschichte finde ich auch hier wieder sehr toll. Die Dynamik, die sich über den Verlauf der Geschichte hinweg entwickelt ist einfach super zu beobachten und von Seite zu Seite wünschte ich mir mehr, dass es endlich zu einem Kuss kommt. 

Der Verlauf der Handlung ist natürlich etwas vorhersehbar, gerade wenn man auch die anderen Bände der Reihe schon kennt. Aber das macht gar nichts, denn irgendwie muss es ja auch so sein. Ich lese die Bücher, weil ich gewisse Erwartungen an den Verlauf habe und diese erfüllt Sporrer immer zu 100%. Ich finde es manchmal ganz schön, wenn ich weiß, was auf mich zukommen wird. Und so habe ich auch diese Geschichte aus der Rockstarsreihe sehr gerne gelesen.

Fazit:
Ein weiterer gelungener Band aus der Rockstarsreihe, der mich bestens unterhalten hat.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Rezension "Dahin.Dorthin.Wohin?"

Titel: Dahin.Dorthin.Wohin?
Autor: Ulrike Holzwarth-Raether
Verlag: Duden
Seitenzahl: 48
ISBN: 978-3-411-70266-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,00 €
Alter: ab 5
Reihe: Weltenfänger

(c) Duden
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Ich habe ja schon öfters erzählt, dass meine Tochter Rätselhefte mag und ich immer wieder auf der Suche nach neuen Rätseln für sie bin.

Außerdem bastelt meine Tochter sehr gerne. Ausschneiden und kleben ist für sie das größte und heute kann ich sagen, dass ich mit diesem Band der Weltenfängerreihe die perfekte Mischung gefunden habe. Da meine Tochter zwar erst knapp vier ist, sind noch nicht alle Rätsel in diesem Buch für sie geeignet, aber ich habe schon einige entdeckt, die sie auf jeden Fall hinbekommen wird.

Da sind Reihen, die ergänzt werden müssen oder in denen das falsche Teil herausgefunden werden muss. Da sind Seiten auf denen gemalt werden darf, oder auch ausgeschnitten und geklebt. Das Motto des Buches ist "Konzentration stärken" und ich bin mir sicher, dass das mit den enthaltenen Aufgaben definitiv gelingen wird.

Ich finde dass es diesem Buch besonders gut gelingt, die Inhalte spielerisch zu vermitteln. Oft werden auch Dinge aus dem Alltag eingebaut, was die Aufgaben für die Kinder besonders greifbar macht. Da sind Deckel, die Töpfen zugeordnet werden müssen oder Besteck, dass in eine Schublade einsortiert werden muss. Oder aber auch der Einkauf der an die richtigen Stellen in der Küche sortiert werden muss.

Mir gefällt ebenfalls die sehr bunte Aufmachung des Buches. Was auf den ersten Blick etwas wild wirkt, ist glaube ich für Kinder super passend. Es wirkt alles nicht so ernst und steif und vermittelt dadurch auch nicht unbedingt einen Lerncharakter, sondern der Spaßfaktor steht im Vordergrund. Das finde ich richtig gut.

In diesem Buch gibt es so viel zu entdecken, dass die Kinder eine sehr lange Zeit damit beschäftigt sind. Die Mischung aus rätseln, lernen und basteln finde ich richtig toll und so wird das sicher nicht der letzte Band der Weltenfängerreihe gewesen sein, mit dem wir uns gemeinsam beschäftigen.

Fazit:
Ein tolles Buch, das beste Unterhaltung für Kinder ab 5 Jahren bietet. Ob Rätseln oder Basteln. Hier kommen alle auf ihre Kosten und lernen nebenein auch noch etwas.

Samstag, 12. Oktober 2019

Rezension "Katz und Maus wollen hier raus"

Titel: Katz und Maus wollen hier raus
Autor: Günther Jakobs 
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 40
ISBN: 978-3-551-51201-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 10,00 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein Bilderbuch für euch, das ich ganz große Klasse finde. Das Buch ist rundum stimmig und hat uns viele Lacher entlockt.

Das Format des Buches ist recht klein und so ist es schön handlich und lässt sich auch von kleinen Kinderhänden problemlos halten. Und auch die restliche Aufmachung gefällt mir richtig gut. Das Buch hat Löcher sodass es auch ein haptisches Erlebnis für die Kinder bietet. Zudem sind die Bidler von Maus und Katze so lustig und liebevoll, dass wir ständig lachen mussten.

Das Buch ist aus der Sicht der Katze erzählt. Diese befindet sich in dem Buch und möchte gerne raus. Dabei soll ihr das Kind helfen. Denn das Buch ist ein Mitmachbuch. Immer wieder wird das Kind aufgefordert gewisse Dinge zu tun. Das Buch umdrehen, schütteln oder auch die Katze streicheln sind nur ein paar Dinge, bei denen das Kind in die Geschichte mit einbezogen wird. Meine Tochter liebt solche Bücher, geben sie ihr doch das Gefühl mitten im Geschehen zu sein.

Die Menge des Textes ist recht gering, aber sehr einprägsam. Die Aufforderungen klar. Es gibt auch einige Seiten, bei denen einfach nur vorgelesen wird, aber auch diese sind sehr unterhaltsam. Selbst ich war gespannt, ob es die Maus schlussendlich aus dem Buch schaffen würde.

Für uns ist das ein richtig tolles Buch. Kaum hatte ich zu Ende gelesen hat meine Tochter gesagt, dass ich es nochmal vorlesen soll. Das ist wirklich ein gutes Zeichen, denn Bücher, die meine Tochter nicht so überzeugen legt sie gerne auch mal recht schnell zur Seite. Hier aber hätte sie glaueb ich gerne gehabt, dass ich es in Dauerschleife vorlese.

Fazit:
Ein gelungenes Kinderbuch, dass die Kinder zum Mitmachen auffordert und uns so viele Lacher entlockt hat. Ein Spaß für Groß und Klein, den wir sicherlich noch häufiger genießen werden. 

Samstag, 5. Oktober 2019

Rezension "Mia und das oje-du-fröhliche Weihnachtsfest"

Titel: Mia und das oje-du-fröhliche-Weihnachtsfest
Autor: Susanne Fülscher
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 256
ISBN:978-3-551-65077-1 
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 € / 6,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mias Papa ist in letzter Zeit total komisch. Er ist mürrisch und sehr verschlossen und eigentlich nur genervt von allem. Eines Tages erzählt er seiner Familie, dass er eine Auszeit braucht und mit seinem Freund verreisen wird. Mia ist geschockt, denn das heißt, dass ihr Papa auch über Weihnachten weg sein wird. Und was ist das bitte für ein Weihnachten, wenn ihr Papa nicht mit dabei ist. Zum Glück hat Mia ihre Freundinnen, die immer für sie da sind und ihr helfen sich abzulenken. 

Meine Meinung:
Schon im letzten Jahr habe ich einige Bücher aus der Mia-Reihe gelesen, die mir sehr gut gefallen haben. Und so habe ich mich sehr gefreut, dass dieses Jahr ein neuer Band erschienen ist, vor allem weil es um Weihnachten geht.

Ich freue mich schon so auf die weihnachtliche Zeit, die Düfte und die gemütliche Stimmung und was passt da besser als ein Weihnachtsbuch. Gerade wenn ich aus dem Fenster schaue, kann man bei diesem Wetter doch eigentlich nichts besseres machen als lesen.

Mia ist eine wunderbare Kinderbuchreihe, die richtig klasse und kindgerecht geschrieben ist und es trotzdem jedes Mal schafft, auch ernste Themen zu verarbeiten. In diesem Fall die Auszeit von Mias Papa und ihre Angst, dass ihre Eltern sich vielleicht trennen könnten. Susanne Fülscher schafft es dieses Thema nie zu ernst und bedrückend wirken zu lassen, es aber trotzdem gut rüber zu bringen, wie traurig Mia tatsächlich ist. Allerdings gibt es trotzdem sehr viele schöne Momente. Da sind die Weihnachtsmarktbesuche oder die Treffen mit ihren Freundinnen oder auch die mit Oma Olga.

Die weihnachtliche Stimmung wird so toll transportiert, dass ich sofort Lust auf Lebkuchen, Punsch und Weihnachten bekam. Der viele Schnee in der Geschichte, tat sein übriges, dass ich mich sofort weihnachtlich fühlte.

Und auch die Charaktere in den Miabüchern mag ich so gerne. Oma Olga ist richtig cool und Mia und ihre Freundinnen, verbindet eine Freundschaft, um die ich sie sehr beneide. Es ist nicht immer alles rosarot und sie streiten sich auch mal, aber wenn es drauf ankommt, dann sind sie füreinander da. Wirklich sehr schön.

Das Buch ist die perfekte Lektüre für die Vorweihnachts- und Adventszeit oder auch das perfekte Geschenk zum Nikolaus. Mia überzeugt mal wieder auf ganzer Linie und am Ende warten auf den Leser ein geniales Weihnachtsfest und eine tolle Silvesterfeier.

Fazit:
Eine weitere tolle Miageschichte, nicht ganz ohne Probleme, dafür mit einer unheimlich tollen weihnachtlichen Stimmung und wahnsinnig gelungenen Protagonisten.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Rezension "Ich ging in die Dunkelheit"

Titel: Ich ging in die Dunkelheit
Autor: Michelle McNamara
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-85535-060-5   
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,00 €

(c) Atrium
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Als Michelle noch ein Kind war, wurde in ihrer Nachbarschaft ein Mädchen ermordet. Dies weckte ihre Faszination für das Dunkle, das Böse im Menschen, für unaufgeklärte Morde. Als Erwachsene verschrieb sie sich der Suche nach Monstern, die bisher unerkannt entkommen konnten.

Und von dieser Suche berichtet dieses Buch. Denn dieses Buch erzählt von der Suche nach einem Mörder. Von der Suche nach einem Mörder und Vergewaltiger, der Kalifornien zehn Jahre (1976-1986) lang in Angst und Schrecken versetzte und immer wieder ungesehen davon kam. Ein Mann, der Frauen vergewaltigte und ermordete. Ein Mann, der die Ehemänner und Kinder dabei zusehen ließ. Ein Mann, der mit äußerster Brutalität vorging und vor nichts Halt machte. Ein Mann, der nie gefasst wurde, da sich die Ermittlungsmöglichkeiten damals einfach noch in Grenzen hielten. 

Michelle beschloss dem auf den Grund zu gehen und rollte die Fakten von damals nochmal komplett aus. Ging an Tatorte und sprach mit Ermittlern und Angehörigen. Forschte im Netz und in Archiven und schnappte nach jedem Schnipsel an Informationen, den sie bekommen konnte. Diese Suche schildert sie äußerst spannend und packend und ich grußelte mich stellenweise so sehr, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre selbst bei der Suche dabei gewesen. Denn die Taten werden doch sehr detailliert beschrieben und man muss als Leser schon einiges abkönnen um das lesen zu können. Denn was in Thrillern noch fiktiv ist, beruht hier auf wahren Tatsachen, was das Buch schon zu sehr hartem Tobak macht.

Die Autorin verstarb leider vor Fertigstellung des Buches, was man diesem leider stellenweise anmerkt. Einige Kapitel wurden lediglich aus ihren Notizen zusammengesetzt. Und das merkt man am Stil total, finde ich. Da die Stellen markiert sind, fällt das sofort auf, aber man würde es vermutlich auch so merken. Die Stellen sind deutlich holpriger, als die, die sie selbst verfasst hat. Was man natürlich auch irgendwie verstehen kann. Natürlich kann man nichts dagegen tun, dass die Autorin verstarb, aber es ist schon schade, dass an diesen Stellen der Fluss etwas fehlt.

Was mich ziemlich gestört hat, war das Durcheinander im Buch. Die Fälle werden durcheinander geworfen und befinden sich chronologisch in keiner logischen Reihenfolge. Wahrscheinlich ist das schon Absicht so, aber für mich war das irgendwie anstrengend, da ich mir mittendrin nicht mehr wirklich sicher war, ob es sich jetzt wirklich nur um einen Täter handelt, um den es in dem Buch geht.

Was ich jedoch total spannend fand waren die Informationen, abseits der Fälle. Nämlich die, wie sich die Kriminaltechnik weiterentwickelt hat und dass den Ermittlern heutzutage viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen, als jetzt. Ich vermute in der heutigen Zeit wäre der Täter auch nicht so lange ungeschoren davon gekommen. Besonders spannend fand ich die Entwicklung der DNA-Analyse und die Fakten dazu.

Und so ist das Buch durchaus sehr lesenswert, ist aber definitiv nichts für schwache Nerven. Mich zog es stellenweise so runter von einem Mord nach dem nächsten zu lesen, dass ich das Buch immer wieder pausieren musste. Allerdings ist das bei True Crime wohl so und nun habe ich wieder was dazu gelernt.

Das Buch hat dann auch ein befriedigendes Ende, auch wenn die Autorin das leider nicht mehr mitbekommen hat. Der Täter wurde nach so vielen Jahren des Schreckens und der vergeblichen Suche nämlich gefasst und das war ja letztendlich alles, was McNamara wollte.

Fazit:
Ein düsteres Buch von der Suche nach einem Mörder, das packend geschrieben ist, mit wissenschaftlichen Fakten punkten kann, mir aber stellenweise etwas zu durcheinander war.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Rezension "Wie kleine Tiere groß werden - Die Raupe"

Titel: Wie kleine Tiere groß werden - Die Raupe
Autor: Agnese Baruzzi / Sandra Grimm
VerlagRavensburger
Seitenzahl: 24
ISBN: 9783473438273  
Einbindungsart: Hardcover
Preis:12,99 €
Alter: ab 2

(c) Ravensburger
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder ein Buch für die ganz kleinsten für euch. Das Pappbilderbuch ist ab zwei Jahren empfohlen und erinnert mich ein wenig an die kleine Raupe Nimmersatt.

Denn die Thematik ist im Prinzip die gleiche. Das Buch erzählt von einer kleinen Raupe, die ganz viel frisst und am Ende dann zu einem großen Schmetterling wird. Allerdings ist die Aufmachung eine ganz andere. Ich finde die Gestaltung des Buches total klasse, denn die Seiten sind ganz besonders geschnitten.

Da gibt es Löcher durch die man schon auf die nächste Seite durchschauen kann, oder auch Seiten die schon in der Hälfte durchgeschnitten sind und so mit der hinteren Seite ein gemeinsames Bild ergeben. So ist alleine durch die Gestaltung schon ein absolutes Leseerlebnis garantiert. Die Kinder haben viel zu schauen, aber auch nicht zu viel. Die Bilder sind nicht überladen und sehr klar gezeichnet.

Ich muss ja zugeben, dass ich mehr auf so liebevolle Zeichnungen stehe. Also Zeichnungen die einfach richtig niedlich sind. Das ist hier nicht unbedingt der Fall. Ich empfinde die Bilder als recht nüchtern und auch so ein bisschen künstlerisch und das ist definitiv nicht mein Lieblingsstil. Trotz allem gefällt mir vor allem die haptische Gestaltung sehr gut, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kindern ein Buch viel besser gefällt, wenn sie etwas zum Anfassen haben.

Der Text ist sehr kurz und so auch für kleine Zuhöremuffel, wie meine Tochter es im Moment noch ist, bestens geeignet. Sie blättert meistens schnell weiter wenn ich vorlese, da sie noch nicht lange zuhören möchte. Und da ist die Menge an Text, die in diesem Buch zu finden ist einfach bestens geeignet, weil er sehr schnell vorzulesen ist.

Fazit:
Ein Bilderbuch dessen haptische Gestaltung ich richtig super finde. Die Geschichte von der kleinen Raupe die zum Schmetterling wird überzeugt durch klare Bilder und wenig Text und ist so bestens geeinget für Kinder ab zwei Jahren.


Montag, 30. September 2019

Rezension "Schokopokalypse"

Titel: Schokopokalypse
Autor: Chris Callaghan
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 192
ISBN:  978-3-551-52094-4 
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,99 € / 8,99 €
Alter: ab 9

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mampfton ist ein kleines Dorf in dem es die beste Schokolade weit und breit gibt. Zudem lebt das Dorf einzig von der Schokoladenherstellung und alle Bewohner sind selbstverständlich süchtig nach Schokolade. So auch Jelly und ihre Familie. Als dann eines Tages die Meldung kommt, dass die Schokopokalypse bevorsteht und es bald überhaupt gar keine Schokolade mehr geben wird, bricht das Chaos aus. Jeder versucht so viel Schokolade wie möglich zu horten. Und dabei merken alle gar nicht, was für ein Spiel eigentlich in Mampfton gespielt wird und was hinter der Katastrophe steckt.

Meine Meinung:
Schokolade, wer liebt sie nicht? Also ich könnte mir auf jeden Fall kein Leben ohne Schokolade vorstellen und so wäre der Zustand in diesem Buch der absolute Horror für mich. Ich war deswegen auch sehr gespannt, wie es wohl zu dieser Katastrophe kommen konnte und was die Bewohner dagegen tun wollen.

Das Buch ist recht dünn und so habe ich es tatsächlich sehr schnell gelesen. Der Schreibstil ist angenehm und kindgerecht und ich bin mir sicher, dass das Buch vielen Kindern große Freude bereiten wird. Es geht um Schokolade und ist dabei noch spannend und witzig, was will man mehr. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und stellenweise köstlich amüsiert. Zudem hatte ich ganz plötzlich ganz große Lust auf Schokolade. Na wo das wohl herkam?

Die Geschichte wird von Seite zu Seite tatsächlich auch immer spannender und steuert dann auf einen richtigen Höhepunkt zu. Hierbei kommt auch die Action nicht zu kurz. Und so halte ich das Buch gerade auch für Lesemuffel bestens geeignet. 

Die Protagonisten gefielen mir ebenfalls sehr gut. Sie sind ganz besondere Persönlichkeiten, etwas schrill und skurril, aber sehr passend zu dieser Geschichte. Gerade Jelly ist sicherlich ein Kind, das auch gut bei jungen Lesern ankommt. Ein ganz normales Mädchen, dass mutig versucht die Geheimnisse um die Schokopokalyse zu lösen.

 Das Ende rundet die Geschichte wunderbar ab. Alle Rätsel sind gelöst und alle sind glücklich und zufrieden. Genauso muss das bei so einem Buch sein und so passt hier alles hervorragend zueinander, was das Buch zu einer runden Geschichte macht.

Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Kinderbuch, das mich bestens unterhalten hat.


Sonntag, 29. September 2019

Rezension "Das Ende"

Titel: Das Ende
Autor: Mats Strandberg
VerlagArctis
Seitenzahl: 352
ISBN:  978-3-03880-029-3
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 19,00 €
Alter: ab 14

(c) Arctis
Zum Inhalt:
Simon und Lucinda sind Teenager und sie verbindet eigentlich nicht besonders viel. Gut, da ist die Tatsache, dass Simons Exfreundin auch Lucindas beste Freundin war. Und dieses Mädchen wurde nun ermordet. Und als wäre das nicht tragisch genug, so bleibt nicht viel Zeit den Täter ausfindig zu machen. Denn ein Komet rast unaufhaltsam auf die Erde zu und wird diese binnen weniger Wochen auslöschen. Das Ende steht unaufhaltsam bevor, die Menschen verlieren die Kontrolle und ein Mörder will gefunden werden.

Meine Meinung:
Ich liebe ja Dystopien. Die Szenarien in Dystopien sind eigentlich immer beklemmend aber auch auf eine ganz besondere Art fesselnd und beeindruckend, zeigen sie doch Facetten von Menschen, die man sonst niemals zu Gesicht bekommen hätte.

"Das Ende" ist nicht wirklich eine Dystopie, sondern eher eine Endzeitgeschichte, geht darum aber in eine ähnliche Richtung. Ich war total gespannt, was mich in diesem Buch erwarten würde und wie die Sache mit dem Komet ausgehen würde. Denn irgendwie überlegt man naütrlich schon rum, ob die Geschichte vielleicht gut ausgeht, ob es vielleicht letztendlich eine Lösung gibt, wie dieser aufgehalten werden kann.

Die Geschichte beginnt zu der Zeit, als die Menschen von dem Kometen erfahren. Man merkt sofort wie sich die Wesen der Menschen verändern. Sie hören auf zur Arbeit zu gehen und plötzlich verändern sich die Prioritäten komplett. Das fand ich total spannend zu beobachten. Ich finde auch dass solche Szenen zum Nachdenken anregen, denn ich überlege mir dann immer, was ich wohl in so einer Situation machen würde.

Nach und nach lernt man die Protagonisten näher kennen. Hierzu wird die Geschichte sowohl aus der Perspektive von Simon, als auch von Lucinda erzählt. Das fand ich super, denn so erschließen sich einem Dinge viel besser und man lernt die beiden immer besser kennen.

Ich muss sagen, dass diese Geschichte definitiv nichts für schwache Nerven ist. Mich hat sie stellenweise schon ziemlich mitgenommen und auch runtergezogen. Das spricht natürlich absolut für den Autor und seine authentische Geschichte. Geschichten die Emotionen auslösen sind immer gut. Doch ist die Geschichte auch viel von Gewalt und Co. geprägt und das nahm mich stellenweise extrem mit. Ich habe tatsächlich auch zwischendurch immer wieder eine Geschichte mit ganz viel Liebe und positiven Elementen gebraucht, quasi als Gegengewicht.

Der Autor ist nämlich auch ziemlich schonungslos. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und so tun sich im Laufe der Geschichte menschliche Abgründe auf, die schon heftig sind. Zudem wird die Angst und Beklemmung der Protagonisten auf jeder Seite mehr spürbar und nahm auch mich völlig gefangen. Ich stellte mir vor, wie es wohl wäre, wenn wir wüssten, dass in nur wenigen Tagen ein Komet unseren Planenten zerstören wird. Diese Vorstellung ist schon ziemlich krass.

Über das Ende möchte ich gar nicht so viel verraten, denn ich möchte niemanden spoilern. Aber das Ende ist krass und so bewegend, dass ich stellenweise fast mit den Tränen kämpfen musste. Es ist unfassbar emotional und hat mich mit einem großen Kloß im Hals zurück gelassen.

Alles in allem ist "Das Ende" ein unheimlich faszinierendes und zugleich erschreckendes Buch. Es zeigt, was aus Menschen wird wenn sie vor dem Ende stehen. Es zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist und was wir mit der kostbaren Zeit machen sollten, die uns bleibt. Und letztendlich zeigt es, dass es nichts wichtigeres als Familie und Freundschaft im Leben gibt und alles andere unwichtig wird, wenn man vor einem unausweichlichen Ende steht.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich sehr berührt und mitgenommen, aber auch emotional fertig gemacht hat. Eine Geschichte die eine emotionale Achterbahnfahrt ist und zeigt wozu Menschen bereit sind, wenn das Ende unausweichlich bevorsteht.


Rezension "Nova & Avon - Avons Rückkehr"

Titel: Nova & Avon - Avons Rückkehr
Autor: Tanja Voosen
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-551-65382-6
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 13,00 € / 7,99 €
Alter: ab 11
Band: 2/2

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Und da dachte Nova sie wäre Avon endgültig los. Weit gefehlt, denn Nova hat ein Problem - ihre Eltern sind weg. Und dabei kann ihr niemand geringeres helfen als Avon. Also wird diese fix wieder hergezaubert, doch was Nova und ihre Freundin Fee sich damit einbrocken, damit hatten sie so gar nicht gerechnet. Ob Nova ihre Eltern unversehrt wieder finden wird?

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Reihe rund um Nova und Avon. So wie ich es verstanden habe, ist dies wohl gleichzeitig auch der letzte Teil.

Den ersten Band fand ich wirklich ganz nett und unterhaltsam zu lesen und auch dieser zweite Band liest sich definitiv gut, denn ich mag einfach den Schreibstil von Tanja Voosen sehr gerne. Sie schreibt so herrlich locker leicht und immer mit einer Prise Humor. Das gefällt mir sehr gut.

Trotzdem hat mir dieser zweite Band nicht ganz so gut gefallen wie der erste. Ich glaube dies lag vor allem an der Handlung, die zwar durchaus spannend war, aber mir leider auch etwas zu übertrieben. Gerade der Showdown ist schon sehr actionreich und hektisch. Es wirkte alles etwas gewollt und das hat mir dann nicht so richtig gefallen.

Ansonsten ist die Handlung ganz okay, aber irgendwie konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht so richtig packen. Ich denke, es fehlte mir einfach auch etwas an Spannung, da ich vieles sehr vorhersehbar fand. Die Grundidee mit Nova und ihrem bösen Zwilling finde ich nach wie vor sehr gut. Ich finde dass die Idee tatsächlich viel Potential hat und man noch viel mehr daraus hätte machen können. Allerdings darf man natürlich auch nicht vergessen, dass dies ein Kinderbuch ab 11 Jahren ist und somit mit dem Spannungsgrad auch etwas vorsichtig umgegangen werden muss.

Ich muss zugeben, dass ich es manchmal echt schwer finde, das zu formulieren, warum mich ein Buch nicht so richtig gekriegt hat. Das ist dann mehr so ein Gefühl beim Lesen, das man nicht so in Worte fassen kann. Ich denke viele Leser von euch kennen das Gefühl. Entweder man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen, muss ständig daran denken und will die ganze Zeit darin lesen, oder eben eher nicht. Und dieses Buch gehörte so leid es mir tut, eher zur zweiten Kategorie.

Ich finde es trotzdem schade, dass kein weiterer Band mehr erscheinen wird, denn wie oben schon erwähnt, mag ich den Schreibstil und die Ideen von Tanja Voosen sehr gerne und freue mich jedes Mal wieder, wenn ich ein neues Buch von ihr in der Hand  haben.

Fazit:
Ein zweiter Band, der nicht ganz an den ersten heranreicht. Trotz des super zu lesenden Schreibstils fehlte mir etwas die Spannung, zudem war das Ende etwas zu übertrieben. Trotzdem schade, dass es keinen weiteren Band geben wird.


Samstag, 28. September 2019

Rezension "Was brauchst du?"

Titel: Was brauchst du?
Autor: Hanna Grubhofer / Sigrun Eder / Barbara Weingartshofer
Seitenzahl: 80
ISBN: 978-3-99082-022-3
Einbindungsart: Paperback
Preis: 19,90 €

(c) edition riedenburg
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein ganz besonderes Bilderbuch für euch. Ein Bilderbuch, in dem es um gewaltfreie Kommunikation geht und das sich sowohl an Kinder, als auch Erwachsene richtet.

Vorneweg sei mal gesagt, dass ich gewaltfreie Kommunikation gut und richtig finde und diese eigentlich selbstverständlich sein sollte. Darüber zu reden ist ebenfalls wichtig. Ich denke jeder hat auch irgendetwas was er in seiner Erziehung verbessern kann. Ich weiß von mir selbst zum Beispiel, dass ich recht schnell genervt bin. Daher war ich sehr gespannt auf das Buch und erhoffte mir noch friedlichere Lösungen für Konflikte, Lösungen mit denen alle zufrieden sind.

Und ja, ich kann sagen, dass Buch gibt definitiv Alternativen vor. Anhand von Beispielen, also Konflikten, die zwischen zwei Tieren entstehen, zeigt das Buch, wie man diese Situationen lösen könnte. Hierbei wirkt Gino Giraffe als Vermittler, um die Situation friedlich und für alle zufriedenstellend zu lösen. Sie geht auf die Probleme beider Seiten ein. Hinten im Buch gibt es dann weitere Seiten zu den einzelnen Situationen, in  denen es verschiedene Lösungsvorschläge für den Konflikt gibt. Die Kinder können die Lösung ankreuzen, die für sie am besten passt, oder selbst einen Vorschlag machen.

Zudem wird das Kind angeregt selbst über Situationen nachzudenken, in denen es sich in einer ähnlichen Konflikstituation befunden hat. Es bekommt den Anstoß darüber nachzudenken, wie es ihm damit ging, was es dabei empfunden hat und vielleicht auch welche Lösung es sich da gewünscht hätte.

Grundsätzlich finde ich das Thema wirklich spannend und gut. Ich mag es wenn man Konflikte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, bzw Alternativen gezeigt bekommt, wie man auch hätte mit einem Konflikt umgehen können. Und ich selbst habe schon gemerkt, dass man mit Verständnis und indem man friedlich nach einer Lösung sucht, viel weiter kommt, wie wenn man immer genervt ist oder schimpft. Und erstere Variante ist einfach für alle Beteiligten viel schöner. Insofern finde ich das Buch tatsächlich nicht so schlecht, da es eben einfach mal zum Nachdenken anregt.

Allerdings ist es mir einfach auch ein bisschen zu viel. Für mich gibt es immer noch ein paar Situationen in denen ich sage, was Sache ist und dann sollte das auch so gemacht werden. Für mich ist es im Alltag nicht immer unbedingt praktikabel für alle Situationen immer nur Verständnis zu haben und gefühlt stundenlang nach einer Lösung zu suchen. Und da ist mir dieses Buch einfach in manchen Situationen zu "soft" sage ich jetzt mal. Es gibt einige Konfliktbeispiele da musste ich beim Lesen wirklich die Augen verdrehen. Es ist nämlich schon anstrengend, wenn Kinder sich quasi selbst erziehen dürfen und man immer für alles Verständnis hat, auch im wahren Leben.

Das Buch hat für mich hier einfach einen Stil, den ich als etwas anstrengend empfand. Vielleicht sind die Situationen auch bewusst so übertrieben dargestellt, aber ich habe einfach schon gemerkt dass dieser ganz sanfte Stil, bei dem Kinder gefühlt machen dürfen was sie wollen und man immer Verständnis hat, einfach nichts für mich ist.

Grundsätzlich finde ich die Thematik aber wie schon erwähnt ganz spannend und finde es gut, dass man angeregt wird darüber nachzudenken, wie man Konflikte komplett friedlich lösen könnte.

Fazit:
Ein Buch, das ich grundsätzlich gut und wichtig finde, dessen Stil ich aber etwas anstrengend und übertrieben fand, da es einfach nicht ganz meinen Einstellungen entspricht.