Donnerstag, 28. Februar 2019

Rezension "Aromatherapie für Kinder"

Titel: Aromatherapie für Kinder
Autor: Sabrina Herber / Eliane Zimmermann 
VerlagUlmer
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-8186-0070-9
Einbindungsart:Broschiert / ebook
Preis: 17,95 € / 13,99 €

(c) Ulmer
Meine Meinung:
Von Aromatherapie habe ich schon öfters gehört. Bisher hatte ich mich jedoch noch nicht mit diesem Thema beschäftigt. Als ich dann bei Lovelybooks dieses Buch entdeckte, war ich ganz gespannt, was mich erwarten würde.

Zunächst einmal komme ich zur Aufmachung. Diese gefällt mir wirklich gut. Sowohl das Cover, als auch das Innere des Buches gefallen mir richtig gut. Die Kapitel sind sehr übersichtlich gegliedert und von schönen Fotos unterlegt. Es werden einzelne Pflanzen bzw. die ätherischen Öle, die daraus gewonnen werden können und weitere Zutaten vorgestellt. Hierzu gibt es einen kleinen Text, ein wunderbares Foto und eine schöne Übersicht, wobei diese Pflanze hilft. Im hinteren Teil gibt es Rezpturen, die man selbst herstellen kann. Bei diesen findet man eine Leiste, an der man ablesen kann für welches Alter die Rezepte geeignet sind. Da gibt es welche, die gehen schon für Babys, andere gehen erst für Kinder ab 6. Das finde ich richtig gut, dass das sofort ersichtlich ist und man nicht groß danach suchen muss.

Ganz spannend finde ich den letzten Teil "Wissenswertes und Nützliches". Hier gibt es nämlich einen Abschnitt in dem auch die Wissenschaft zu Wort kommt, was ich den beiden Autorinnen hoch anrechne. Sie beschreiben die verschiedensten Therapien und die wissenschaftlichen Tests, die entweder eine Wirksamkeit belegen oder aber auch nicht.

Und hier wären wir auch schon beim großen Problem, welches ich mit der ganzen Sache habe. Ich finde das Buch grundsätzlich echt hochinteressant. Ich habe Dinge über Pflanzen gelernt, die ich so noch nicht kannte und ich würde die Aromatherapie grundsätzlich schon gerne mal ausprobieren, da es mir immer lieber ist mit sanfteren Mitteln zu heilen als gleich die Hammer wie Antibiotika und Co. auszupacken. Allerdings bleiben bei mir große Zweifel zurück, ob das ganze tatsächlich wirkt. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit über das Gefühl "man muss halt dran glauben" und dann wirkt das schon. Und davon halte ich leider nicht viel. Besonders skeptisch werde ich, wenn ich lese, dass gewisse Öle gegen Liebeskummer oder Angst vor der Schule helfen soll. Das kann ich mir nur schlecht vorstellen. Mit Sicherheit kann ich ein endgültiges Fazit erst treffen, wenn ich die einzelnen Aromatherapien auch mal ausprobiert habe, doch dafür brauche ich noch etwas Zeit.
Interessant finde ich das Buch in jedem Fall. Ich habe viel über Pflanzen gelernt und zum Nachdenken hat es mich auf jeden Fall gebracht. Denn es gibt in der Natur mehr, als ich bisher wusste und es lohnt sich alle mal sich damit zu beschäftigen.

Fazit:
Ein Buch, welches mich etwas zwiegespalten zurück lässt. Ich finde die Aufmachung top, richtig gut. Auch die Informationen über die verschiedenen Pflanzen und Öle finde ich sehr interessant, lediglich an der Wirksamkeit zweifle ich etwas und das konnte auch dieses Buch nicht beseitigen.

Donnerstag, 21. Februar 2019

Rezension "Ich bin Yola. Wer bist du?"

Titel: Ich bin Yola. Wer bist du? - Meine Freunde aus der ganzen Welt
Autor: Diverse 
Verlag: Duden
Seitenzahl: 32
ISBN: 978-3-411-72654-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 10 €
Alter: ab 4

(c) Duden
Meine Meinung:
Da ich immer wieder auf der Suche nach neuen, auch speziellen Kinderbücher für meine beiden Mädels bin, war ich ganz angetan, als ich das Angebot für dieses Rezensionsexemplar bekam. Ein Buch, welches sich mit Kinder unterschiedlichsten Länder und Kulturen und deren Vorlieben beschäftigt.

Jedes Doppelseite beschreibt quasi in Stichworten das Leben eines Kindes. Man sieht eine Karikatur des Kindes, den Namen, das Alter und aus welchem Land es kommt. Und dann gibt es verschiedene Dinge, die die Kinder über sich erzählt haben. Beispielsweise was ihr Lieblingsessen ist oder aber auch was sie sich wünschen oder gerne mögen. Alles steht zunächst einmal auf deutsch da, direkt darunter ist es dann nochmal in der Sprache des Landes abgedruckt, aus dem das Kind kommt.

Alle Antworten sind untermalt von bunten Bildern und Zeichnungen, bei denen ich mir nicht ganz sicher bin, woher diese kommen. Teilweise sehen sie einfach nur wie gedruckte Bilder aus, teilweise auch wie die Zeichnungen von Kindern. Aus den Informationen am Ende des Buches lässt sich entnehmen, dass die vorgestellten Kinder bzw. die Antworten zu den jeweiligen Fragen, echte Kinder sind und gegeben haben und so könnnte ich mir gut vorstellen, dass auch die Bilder - zumindest teilweise - tatsächlich von Kindern stammen.

Ich muss zugeben, dass ich lange überlegen musste, was der Sinn dieses Buches ist und was wohl meine Tochter sagt, wenn ich es mit ihr anschaue. Denn vorlesen kann man nicht, das fände sie schon mal blöd und die einzelnen Bilder anzuschauen, würde sie jetzt auch nicht unbedingt an das Buch fesseln. Hinten auf dem Buch steht, dass es "Zum Anschauen, Vorlesen und um ins Gespräch zu kommen" ist. Sicherlich kann ich meiner Tochter anhand des Buches sehr gut erklären, dass es Menschen gibt, die aus anderen Ländern kommen und deswegen andere Sprachen sprechen als wir. Dass es auch bei ihr im Kindergarten Kinder gibt, die eine andere Kultur haben, als wir. Und sicherlicher dient es auch dazu, sie selbst zu fragen, was denn ihr Lieblingsessen ist, oder wovon sie träumt.

Vom Verlag wird das Buch ab 4 Jahren empfohlen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass die Kinder da dann noch mehr ein Bewusstsein dafür haben, dass es Kinder bzw. Menschen gibt, die anders aussehen oder anders sprechen als wir. Dass man ihnen das mit den anderen Ländern, Sprachen und Kulturen mit vier sicherlich besser erklären kann, wie jetzt meiner Tochter mit drei. Und so werde ich das Buch wohl noch etwas aufheben und dann schauen, wie sie darauf reagiert. Denn im Moment möchte sie eher Geschichten vorgelesen haben und da passt dieses Buch ja leider nicht so dazu, denn vorlesen kann man hier nicht wirklich.

Fazit:
Ein Buch, das das wichtige Thema der verschiedenen Kulturen kindgerecht aufarbeitet. Meine dreijährige findet es noch etwas langweilig, die wenigen Bilder zu schauen, doch wenn sie noch etwas älter ist, kann ich ihr damit sicher die unterschiedlichen Länder und Kulturen näher bringen. Allerdings bleibt die Frage, ob das Buch Kindern wirklich so gut gefällt.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Rezension "The Belles - Schönheit regiert"

Titel: The Belles - Schönheit regiert
Autor: Dhonielle Clayton 
Seitenzahl: 512
ISBN: 978-3-522-50583-3
Einbindungsart: ebook / Hardcover 
Preis: 12,99 € / 19,00 €
Alter: ab 14

(c) Thienemann
Zum Inhalt:
Camelia ist eine Belle. Sie ist jung und schön und lebt in einer Welt voller Hässlichkeit. In einer Welt, in die komplette Menschheit von den Göttern mit Hässlichkeit gestraft wurde - außer den Belles selbst. Die Belles jedoch sind dazu verdammt, Schönheitsbehandlungen an den Menschen vorzunehmen und diesen ihr gewünschtes Aussehen zu geben. Was Camelia zunächst wie ein Segen erscheint, wird mehr und mehr zu einer Aufgabe, die sie an ihre Grenzen bringt. Und plötzlich merkt sie, dass gar nicht alles so einfach und schön ist, wie sie immer dachte. Doch zu viel Wissen ist gefährlich und ehe Camelia es sich versieht befindet sie sich in großer Gefahr.

Meine Meinung:
Sicher gibt es kaum jemanden unter euch, der noch nichts von diesem Buch gehört hat. Überall ist es zu sehen und es gibt sicher einige, die dadurch davor zurück schrecken, es zu lesen. Doch halt, bitte überlegt euch das nochmal.

Ich selbst war sofort Hin und Weg von dem Cover. Alleine das wäre für mich ein Grund, in der Buchhandlung danach zu greifen und das Buch zu kaufen. Der transparente Schutzumschlag und das Cover das darunter hervorkommt, passen perfekt zusammen und sind einfach einmalig schön.

Die Geschichte selbst hat ja schon einige kontroverse Stimmen erhalten, die mich dazu gebracht haben, genau zu hinterfragen, wie mir das Buch gefallen hat. Und letztendlich kam ich zu dem Schluss dass ich es tatsächlich richtig gut fand. Es gibt sicherlich einige Punkte der Kritiker, die ich auch irgendwie nachvollziehen kann, doch bleibt bei mir einfach nur das Gefühl, dass Dhonielle Clayton eine unfassbar beeindruckende Welt erschaffen hat, welche sie mit so vielen kreativen Details ausgeschmückt hat, dass ich sie noch immer vor meinem inneren Auge sehen kann. Ihre Beschreibungen sind äußerst detailliert, was an manchen Stellen vielleicht etwas zu viel ist und die Geschichte unnötig in die Länge zieht. Allerdings erreichte sie damit bei mir, dass ich die Welt der Belles so zum Greifen nahe fand, dass ich mich so fühle, als wäre ich selbst schon dort gewesen. Bis zum letzten Eck, zum letzten Blatt an jedem Baum, kann ich mir vorstellen, wie es dort aussieht.

Die Idee der Geschichte finde ich einfach nur grandios. Es gibt inzwischen so unsagbar viele Bücher auf dem Markt, die immer wieder die gleichen Themen aufgreifen. Hier hat die Autorin für mich etwas völlig neues aufgegriffen und wahnsinnig gut umgesetzt. Sie selbst schreibt im Nachwort, dass sie zehn Jahre an der Geschichte gearbeitet hat und das merkt man in jedem Fall. Selten habe ich so eine durchdachte Welt und Idee serviert bekommen, wie in dieser Geschichte. 

Camelia selbst wird im Gegensatz dazu gar nicht so genau beschrieben, bleibt dadurch fast ein bisschen blass. Trotz allem fand ich, dass sie ein sehr interessanter Charakter ist, der noch viel Potenial dazu hat, sich in den weiteren Bänden zu entwickeln. Und auch die anderen Charaktere fand ich ziemlich gelungen. Die Autorin hat eigentlich von allem etwas mit in die Geschichte gebracht und so viele Personen geschaffen, die so interessant sind, dass jede weitere Seite eine Freude ist.

Die Autorin schreibt selbst, dass sie eine Botschaft vermitteln will. Eine Botschaft, die sich mit dem Schönheitswahn beschäftigt, der in der heutigen Zeit einen extrem hohen Stellenwert einnimmt. Für mich hat sie das in jedem Fall geschafft. Gerade dadurch, dass sie es mit den Schönheitswünschen der Personen im Buch völlig übertreibt und ihre Beschreibungen bis ins kleinste Detail gehen, erzeugt sie bei mir einen deutlichen Hinweis darauf, was bei uns falsch läuft. Sie zeigt auf, wie weit es mit einer Gesellschaft kommen kann, wenn es nur noch um oberflächliche und äußere Werte geht und zeigt wie gefährlich dieser Schönheitswahn auch sein kann.

Zudem ist das Buch richtig spannend. Ich gebe zu, dass auch ich immer wieder etwas langatmige Passagen hatte, gerade dann wenn irgendwelche Farben oder irgendein Essen näher beschrieben werden. Doch alles in allem ist das Buch richtig spannend. Gerade am Ende nimmt es extrem an Fahrt auf und als ich sah wie wenige Seiten ich nur noch vor mir hatte, wusste ich sofort, ich muss auch den nächsten Band haben. Denn wie soll es auch anders sein? Das Buch endet ziemlich offen und ich habe das Gefühl, jetzt geht es erst richtig los. Da ist noch so viel Potenial da, was alles passieren könnte. Ich hoffe die Autorin kann ihr Tempo bei behalten und ihre ganz besondere Art zu schreiben.

Fazit:
Ein Buch das vor allem durch die extrem kreative Grundidee und den unfassbar tollen Schreibstil der Autorin zu überzeugen weiß. Das Cover verspricht einiges, der Inhalt kann es definitiv halten. Ganz klare Leseempfehlung von mir.

Donnerstag, 14. Februar 2019

Rezension "Stella"

Titel: Stella
Autor: Takis Würger
Verlag: Hanser
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-446-25993-5
Einbindungsart: Hardcover 
Preis: 22,00 €


(c) Hanser
Zum Inhalt:
Friedrich hat davon gehört. Bisher sind es nur Gerüchte, doch Friedrich ist fest entschlossen diese zu überprüfen. Zu überprüfen, ob es wirklich Möbeltransporter gibt, die die Juden abholen und weg bringen. Und so fährt er kurzerhand nach Berlin. Als er dort die junge, freiheitsliebende Kristin kennenlernt, scheint er sogar noch die Liebe in Berlin zu finden. Doch irgendetwas verbirgt Kristin und als sie eines Tages mit der Wahrheit heraus rückt, weiß Friedrich nicht, ob er damit leben kann.

Meine Meinung:
Schlechte Presse ist gute Presse, oder wie heißt es so schön? Es gibt wohl kaum jemanden (der sich für Bücher interessiert), dem noch nicht die Diskussionen um Takis Würgers neuen Roman "Stella" zu Ohren gekommen sind. Denn das Buch erzählt von einer Frau, die es wirklich gab und die bis heute höchst umstritten ist - zu Recht, wie ich finde.

Wie man am Titel schon erkennen kann, geht es in dem Buch um Stella Goldschlag, eine Jüdin, die verdeckt für die Gestapo andere Juden jagt. Zwar vordergründig um das Leben ihrer Eltern zu retten, doch macht dies ihre Taten kaum weniger schrecklich, zumal sie damit weiter machte, als ihre Eltern längst ermordet worden waren.

Diese Frau hat sich Takis Würger nun vorgenommen und trotz der vielen Presse, oder vielleicht auch gerade deswegen, war ich sehr gespannt auf die Geschichte und was mich erwarten würde. Ich las kurz vorher im Internet noch ein bisschen etwas über Goldschlag, um zu wissen, warum genau das Buch von Würger so umstritten ist.

Die Geschichte selbst ist fiktiv, mit einer realen Protagonistin und realen Aktenauszügen von Gerichtsverhandlungen, über Zeitzeugenberichte und die Taten, die Stella Goldschlag begangen hat. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, habe ich es in Abschnitten gelesen und muss sagen, dass ich den ersten Abschnitt, also den Beginn der Geschichte ganz in Ordnung, aber noch wenig spektatkulär fand. Man lernt Friedrich und seine Umgebung kennen, Goldschlag spielt noch keine größere Rolle. Erst als die Geschichte immer mehr voran schritt, kommt Stella ins Spiel, wobei ich fand, dass die Geschichte immer langamtmiger wurde, da kaum etwas passiert. Als Leser bekommt man lediglich mit, wie sich Friedrich regelrecht wie ein Schoßhündchen von Stella verhält und alles für sie tun würde. Eigene Meinung und Charakterstärke - Fehlanzeige. Dies fand ich dann schon etwas anstrengend und schwer zu lesen.

Allerdings nimmt die Geschichte irgendwann dann doch auch wieder an Fahrt auf und die Tatsache, dass es um eine reale Person ging, fand ich dann doch recht fesselnd. Ich hoffte noch etwas mehr über ihr Leben zu erfahren, wurde aber leider enttäuscht, was das anging. Lediglich im Nachgang erfährt man noch ein paar historische Details zur Person "Stella Goldschlag". Während der Geschichte bleibt sie seltsam blass, auch wenn sie eigentlich der dominierende Charakter ist.

Trotzdem fand ich den Schreibstil des Autors wirklich gut. Er beschreibt präzise und klar, was er erzählen möchte und an keiner Stelle hatte ich den Eindruck, dass er ausschweifend wird, oder mehr Worte benutzt, als er eigentlich sollte. Takis Würger versteht es mit Sprache umzugehen und wählt hier eine sehr klar, einfache Sprache, die die Geschichte genau auf den Punkt bringen. Zudem fand ich die realen Gerichtsakten sehr gut für die Geschichte. Auch diese sind umstritten, wie ich mitbekommen habe, denn es werden die echten Namen der Opfer genannt. Allerdings kann ich daran nichts verwerfliches finden, ehrt es doch und erinnert es auch ein stückweit an die Opfer. Außerdem tragen die Gerichtsakten auch dazu bei, dass die Geschichte realer und greifbarer wird und so einen ganz besonderen Charakter bekommt.

 Was ich ebenfalls gerne mochte waren die Anfänge jedes neuen, sagen wir Kapitels. Denn eigentlich ist das Buch nicht in klassische Kapitel eingeteilt. Man merkt aber an der Aufmachung, wann ein neuer Abschnitt beginnt. Jeder dieser Abschnitte beginnt mit einem Datum und historischen Informationen zu genau dieser Zeit und was in diesem Jahr geschah. Dies fand ich sehr interessant und gelungen.

Alles in allem stehe ich dem Buch nicht so kritisch gegenüber, wie viele andere. Die Frage, "Darf man ein Buch über einen Menschen, wie Stella Goldschlag schreiben, darf man so jemandem eine Bühne geben, ihn zum Protagonisten einer fiktiven Erzählung machen", kann ich mit ja beantworten. Denn mich hat dieser Roman auch ein stückweit aufgerüttelt und das Bedürfnis geweckt, mehr über die Zeit und Stella Goldschlag zu erfahren. Denn bei allem bleibt die Frage nach den Beweggründen, die Goldschlag zu ihren so schrecklichen Handlungen trieben. Und dies ist nun auch der einzige bzw. der größte Kritikpunkt an dieser Geschichte. Ich hätte einfach gerne mehr über die Person Stella erfahren. Für einen tragendenden Charakter bleibt sie mir etwas zu blass. Ansonsten finde ich das Buch durchaus gelungen und auch wenn es die ein oder andere langatmige Stelle hat, so fand ich es im Großen und Ganzen doch recht kurzweilig und habe es gerne gelesen.

Fazit:
Ein Buch, welches die Gemüter spaltet, mir aber gut gefallen hat. Die Person Stella bleibt leider etwas blass, dafür mag ich den Schreibstil des Autors sehr gerne und auch die Art, wie er über die Nazi-Zeit erzählt, ist gelungen und schafft erneut ein Bewusstsein für dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte.

Sonntag, 10. Februar 2019

Rezension "Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe"

Titel: Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe
Autor: Michael Ende / Wieland Freund
VerlagThienemann
Seitenzahl: 203
ISBN: 978-3-522-18500-4
Einbindungsart: Hardcover 
Preis: 17,00 €
Alter: ab 6

(c) Thienemann
Zum Inhalt:
Knirps hat sein langweiliges Leben absolut satt. Ständig muss er mit seinen Eltern durch die Lande ziehen, denn die beiden sind Puppenspieler. Nie passiert etwas aufregendes in seinem Leben und so beschließt er den gefährlichen Raubritter Rodrigo Raubein zu suchen, denn er möchte unbedingt sein Knappe werden. Was Knirps nicht weiß, ist, dass Rodrigo gar nicht so gefährlich ist, wie alle denken. Und so beginnt ein Abenteuer, bei dem eine Prinzessin entführt und der Falsche verdächtig wird. Bei dem ein König gerettet und ein Schatz wieder gefunden werden muss. Und bei dem am Ende alle an dem Platz sind, an dem sie sein sollten.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat uns Michael Ende in Fragmenten hinterlassen. Wieland Freund hat die restlichen Kapitel hinzugefügt und heraus gekommen ist dabei ein Kinderbuch, mit einem kleinen unscheinbaren Jungen, der ganz unerwartet zum Helden wird und dann auch irgendwie wieder nicht.
Das Cover finde ich mega süß. Zu sehen ist Knirps in dem Kostüm, welches seine Mutter für ihr genäht hat. Man erkennt sofort, dass es sich um einen kleinen fröhlichen Jungen handelt, der Spaß am Abenteuer hat und dieses auch sucht.

Vom Verlag wird das Buch ab  6 Jahren empfohlen und diese Empfehlung passt für mich absolut. Ich selbst musste mich an den Schreibstil des Autors  bzw. der Autoren eine Weile gewöhnen. Auf der einen Seite ist er ein wenig altmodisch, auf der anderen Seite aber auch sehr kindgerecht.

Ich muss zugeben, dass ich Knirps irgendwie etwas anstrengend fand. Zwar ist seine Naivität auch ganz niedlich, aber stellenweise fand ich es schon etwas nervig wenn er so gar nicht verstand was Sache war. Mir fiel es hier schwer, meine Erwachsenensicht abzustellen und da meine Kleine noch etwas zu klein für das Buch ist, kann ich nun auch nicht feststellen, wie sie das finden würde.

Unter 6 Jahren würde ich das Buch meiner Tochter glaube ich auch nicht vorlesen, denn es ist stellenweise doch recht grußelig. Es gibt einen bösen Zauberer, einen diebischen Drachen und einen finsteren Wald. Das kann für die kleinen Zuhörer doch schnell etwas unheimlich werden, weswegen ich die Altersangabe ab 6 auch gut und genau richtig finde.

Den sprechenden Papagei mochte ich gerne und auch die Prinzessin Flip gefiel mir total gut, deutlich besser als Knirps. Hier haben die Autoren die perfekten Gegenteile geschaffen. Die mutige, selbstbewusste Flip und Knirps, der etwas weltfremd ist und erst lernen muss, was Angst bedeutet. Eine interessante Persönlichkeit ist auch der Raubritter Rodrigo Raubein, der ganz anders ist, als man zunächst denkt und eine heimliche Leidenschaft fürs Puppenspielen hat.

Das Buch hat einen Spannungsbogen, der mal auf, mal ab geht und gerade gegen Ende flogen dann die Seiten doch recht schnell vorwärts. Ich mochte die Entwicklung der Geschichte und wie sich nach und nach alles auflöst und zum Guten wendet. Das Böse hat hier keine Chance und für ein Kinderbuch finde ich das extrem wichtig.

Alles in allem ein nettes Buch, welches für mich aber bei weitem nicht an die Unendliche Geschichte rankommt. Ich freue mich darauf, es meiner Tochter vorzulesen, denn vom kleinen Knirps und der mutigen Flip können viele Kinder einiges lernen.

Fazit:

Ein Buch aus dem Nachlass von Michael Ende, dessen Schreibstil zunächst etwas schwer hat in die Geschichte hineinkommen lassen, dann aber doch sehr fesselnd war und mit vielen bunten, verschiedenen und schrillen Charakteren zu überzeugen weiß.


Dienstag, 5. Februar 2019

[Aktion] Impress-Challenge 2019


Wichtige Regeln:
- Challengezeitraum: 01.01.2019 – 31.12.2019
- Es zählen ALLE Impress Titel, die ab dem 01.01.2019 gelesen und rezensiert werden.
- Für jedes gelesene eBook bekommt ihr 5 Punkte, für jedes Taschenbuch 3 Punkte. Für jede gelöste Monatsaufgabe bekommt ihr ebenfalls 1 Punkt.
- Die Seitenzahl spielt ebenfalls eine große, wichtige Rolle. Hier zählt die, die ihr auf der jeweiligen Buchseite bei Carlsen finden könnt.

Das Ziel:

- Lies so viele eBooks / Bücher wie möglich und rezensiere sie innerhalb der 12 Monate.

- Die Liste mit der Anzhal der gelesenen Titeln wird immer zum 5. eines jeden Monats aktualisiert.
- Eine Anmeldung zur Challenge ist zu jeder Zeit möglich!

- Pro Buch zählt nur eine Rezension. Sollte es also innerhalb des Challengezeitraums auch als Taschenbuch erscheinen und ihr es schon als eBook rezensiert haben, bekommt ihr für die Taschenbuch Rezension dann keinen Punkt.

Monatsaufgaben:

Für die Monatsaufgaben zählt immer nur ein Buch!
Januar 2019: Lies ein Buch / eBook mit einem Cover, in dem die Farbe Lila enthalten ist.
Februar 2019: Mit Impress werdet ihr regelmäßig in andere Welten entführt. Lies in diesem Monat ein Buch / eBook, dessen Hauptfigur eine Prinzessin ist.
März 2019: