Sonntag, 5. Juli 2015

Rezension "Skandal"

Titel: Skandal
Autor: Sarah Ockler
Verlag: cbt
Seitenzahl: 411
ISBN: 978-3570162989
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) cbt
Zum Inhalt:
"Skandal" erzählt die Geschichte von Lucy. Lucy die schon lange in Cole verliebt ist, dass sie sich nicht mehr an die Zeit erinnern kann, in der sie keine Gefühle für ihn hatte. Doch Cole ist ausgerechnet mit Lucys bester Freundin, Ellie zusammen. Ein Dilemma, welches noch viel schlimmer wird, als Lucy anstelle von Ellie mit Cole zum Abschlussball geht. Während Ellie krank im Bett liegt, tanzen die Schmetterlinge in Lucys Bauch Samba. Wie soll sie diesen Abend nur überstehen? Als dann passiert, womit Lucy niemals gerechnet hätte, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Sie und Cole küssen sich und Lucy hat keine Ahnung wie sie das Ellie erklären soll. Doch bevor sie die Chance dazu erhält ist es schon zu spät und Fotos von ihr und Cole tauchen auf Facebook auf. Was dann folgt ist Cybermobbing der schlimmsten Stufe und Lucy hat keine Chance sich dem zu entziehen.

Meine Meinung:
Das Thema Internet und Cybermobbing ist ja ein höchst aktuelles Thema, weswegen mir das Buch sofort ins Auge sprang. Ein eigentlich "harmloser" wenn auch nicht gut zu heißender Kuss löst einen Shitstorm aus, der mit nichts zu vergleichen ist.

Wie oft habe ich schon gehört, dass im Internet ein Shitstorm losbrach und das wegen eher harmloser Kleinigkeiten. Die Betreffenden haben nur selten die Chance sich zu wehren, geschweige denn, sich dem ganzen zu entziehen. Genauso geht es Lucy in "Skandal" weswegen ich sehr gespannt auf das Buch war.

Die Thematik ist keinesfalls neu, doch immer wieder spannend und erschreckend zu verfolgen. Gerade für eine Geschichte in einem Jugendbuch sehr gut geeignet.

"Ockler" schafft es, das Thema gut umzusetzen und die Schrecken und die Anonymität die das Internet bietet perfekt herauszustellen. Nicht selten war ich entsetzt, ob der grausamen "Brutalität" die Lucys Klassenkameraden an den Tag legen. Leider ist das im Internet keine Seltenheit, was echt traurig ist.

Trotz des sehr interessanten Themas, muss ich zugeben, dass ich so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte hatte. Ich kam zu Beginn überhaupt nicht mit dem Schreibstil von Ockler klar. Obwohl er eigentlich sehr flüssig und gut zu lesen ist, hat sie eine Ausdrucksweise und einen Stil, der mir doch die ein oder anderen Schwierigkeiten bereitet hat. Und so kam ich nur langsam vorwärts mit der Geschichte. Ich brauchte ziemlich lange um mich daran zu gewöhnen, weswegen ich das Buch auch immer stellenweise unterbrechen musste. Leider kann ich gar nicht so genau auf den Punkt bringen, was mich so gestört hat, aber manche Beschreibungen waren so komisch, dass sie mir den Lesefluss wirklich schwer gemacht haben.

Die Personen hingegen finde ich wunderbar beschrieben. Alle haben ihre Ecken und Kanten und sind so sehr einzigartig. Und so fiel es mir auch gar nicht schwer die einzelnen Charaktere zu unterscheiden. Zudem machten es mir die detaillierten Beschreibungen viel leichter möglich eine enge Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Ich litt sowohl mit Lucy, als auch mit Ellie. War entsetzt und hoffte für alle nur das Beste.

Und so kam dann das Ende, welches ich ebenfalls gelungen finde. Es ist kein klassischen Happy End in dem Sinn. Es herrscht nicht überall Friede, Freude, Eierkuchen und alles ist vergeben und vergessen. Doch anders hätte ich mir das Ende auch nicht vorstellen können. Und wenn mich das Ende eines Buch zufrieden zurücklässt, ist das schon mal viel wert.

Fazit:
Ein Jugendbuch, dass nicht mit anderen vergleichbar ist. Ein Stil, bei dem ich sehr lange gebraucht habe, bis ich mich daran gewöhnen konnte und ein Ende das sehr überzeugend, ein ziemlich brisantes Thema abschließt. 

3,5

 

Kommentare:

  1. Ich schreibe gerade meine Rezi dazu und mich konnte es auch nicht wirklich überzeugen. Die Figuren waren zu unstimmig und das Ende ... ging gar nicht!!!
    LG

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    1. Dann bin ich ja beruhigt, dass es nicht nur mir so ging!

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