Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension "Scherbenkind"

Titel: Scherbenkind
Autor: Britt Reißmann
Verlag: Diana
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-453-35874-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Verena Sander ermittelt in Stuttgart. Ein mysteriöser Anruf eines Kindes stellt die komplette Polizei vor ein scheinbar unlösbares Rätsel. Das Kind gibt Hinweise auf einen Toten, die aber nichts konkretes beinhalten. Zudem ist das Kind unauffindbar, der Anruf kam von einer öffentlichen Telefonzelle. Die Kommissarin steht vor einem Rätsel. Nachdem auch noch eine junge Frau stirbt und das alles irgendwie zusammenhängt, muss sich Verena Sander beeilen um schlimmeres zu verhindern.

Meine Meinung:
Ein Regionalkrimi. Hin und wieder lese ich so etwas echt gerne. Und da ich selbst aus Stuttgart komme, war dieser hier genau richtig.

Es macht einfach manchmal großen Spaß in Bücher abzutauchen, deren Umgebung man kennt. Es ist toll zu beobachten, wo die Kommissare ermitteln, da ich an den meisten Stellen selbst auch schon war und so ein genaues Bild vor Augen hatte. Dies gibt der ganzen Geschichte einen sehr realistischen Charakter. Man hat das Gefühl, der Fall ist genauso passiert und nicht nur reine Fiktion. Man merkt zudem, dass die Autorin bei der Mordkommission Stuttgart arbeitet. Da ihre Erfahrungen und Erlebnisse in die Geschichte einfließen, verleihen sie dieser eine Form von Authentizität, die man als "normaler" Autor so wohl nicht hinbekommt.

Reißmann schafft es von der ersten Seite an zu fesseln und eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Durch die bekannte Umgebung und Reißmanns packenden Schreibstil, war ich sofort in der Geschichte drin. Ich muss zugeben, dass ich den Beginn zunächst etwas verwirrend fand, doch eigentlich mag ich so etwas ganz gerne. Man weiß einfach zunächst nicht, worauf der Autor hinaus will und das ist ein großartiges Gefühl. Dies vermittelt eine Form von Spannung, die mir total gut gefällt. Ich mag es, wenn ich möglichst lange im Dunkeln gelassen werde, was die Auflösung angeht und auch Reißmann schaffte es hier, mich zu überraschen und nie zu viel zu verraten.

Die Kommissarin Verena Sander mochte ich ebenfalls sehr gerne. Eine bodenständige Frau, die einem als Leser sehr schnell ans Herz wächst und mit der man unglaublich mitfiebert.

Reißmann hat hier eine packende Story geschaffen, die auch im Klappentext kaum etwas verrät. Gerade genug, um neugierig auf die Geschichte zu werden, gerade genug, um das Buch unbedingt lesen zu wollen. Doch nicht so viel, dass man in irgendeiner Form ahnt, worauf das Buch hinauslaufen könnten. Das ist wirklich großartig gemacht.

Fazit:
Dies wird sicher nicht mein letzter Regionalkrimi von Britt Reißmann bleiben. Ihre Beschreibungen von Stuttgart und ihre packenden Handlung sind sicher für jeden, der gerne Thriller liest ein Genuss - egal ob man aus Stuttgart kommt oder nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen