Titel: Stirb mein Prinz
Autor: Tania Carver
Seitenzahl: 576 Seiten
ISBN: 978-3471350782
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €
Bezogen über: Blogg dein Buch
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Zum Inhalt:
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Der
Polizist Phil Brennan macht in einem Keller eine grausige Entdeckung.
Ein Käfig aus Knochen und darin eingesperrt ein Kind. Der Tatort ein
Anblick des Grauens. Schnell wird klar, dass dieses Kind nicht das erste
Opfer ist und die Lebensgefährtin von Brennan, die Profilerin ist, wird
zu dem Fall hinzugezogen. Das Kind wird ins Krankenhaus gebracht und
best möglich betreut, doch viel ist nicht aus ihm herauszuholen. Es wird
lediglich klar, dass das Kind unvorstellbar schreckliches durchgemacht
haben muss. Die Ermittler wissen derweil nicht, dass der Täter
keineswegs vor hat, aufzugeben und gewillt ist, sich das Kind unter
allen Umständen zurückzuholen. Phil Brennan scheint dem Kern der Sache
immer näher zu kommen, denn plötzlich werden ihm von höchster Ebene
Steine in den Weg gelegt. Trotz derer ermittlelt er weiter und kommt
seiner eigenen Vergangenheit und dem Täter dabei näher als ihm lieb ist.
Meine Meinung:
Schon länger legte mir die Verlagsvertreterin von
Ullstein die Autorin Tania Carver ans Herz. Bisher bin ich nie dazu
gekommen, einen ihrer Krimis, mit Phil Brennan und Marina Esposito in
der Hauptrolle, zu lesen. Doch nun endlich kam durch Blogg dein Buch die
Gelegenheit und ich bin sooo sooo froh, dass mir dieser Thriller in die
Hände fiel.
Zu Beginn habe ich zwar einen Moment gebraucht, um in
die Geschichte hineinzukommen, doch nach wenigen Seiten war dies
geschehen. Als Leser wird man fast sofort in das Geschehen
hineingeworfen und steht praktisch selbst vor dem Käfig. Tania Carver
beschreibt das Grauen so real, das man sich fühlt, als wäre man selbst
dabei gewesen. Man fühlt mit dem Jungen im Käfig, als hätte man ihn
selbst mit eigenen Augen gesehen. Mit ihrer bildhaften Sprache und
detailgetreuen Schilderung macht Carver die Geschichte so packend und
fesselnd, dass sie mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen hat.
Besonders
gut gefallen haben mir die Protagonisten und hier vor allem die beiden
Hauptermittler, die im Buch auch liiert sind. Marina Esposito und Phil
Brennan sind starke Charaktere mit einer unverwechselbaren und
einzigartigen Persönlichkeit. Sie wissen sich durchzusetzen und geben
nicht sofort klein bei. Dazu kommt, dass sie vor allem gemeinsam, sprich
im Team stark sind, was sie zu einer tollen Kombi macht. Auch die
"Nebendarsteller" sind allesamt interessant und klug durchdacht. Denkt
man auch zunächst man wüsste wer gut und böse, was schwarz und weis ist,
so ändert sich das doch zumindest teilweise im Laufe der Geschichte und
gibt einem eine ganz neue Sicht auf manche Dinge. Schön finde ich hier
übrigens auch, dass das Privatleben der Ermittler einen Platz in der
Geschichte bekommt. Allein deswegen muss ich schon die Vorgänger und den
Nachfolger lesen, um darüber mehr zu erfahren!
"Stirb mein
Prinz", wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und bei einigen weiß
man lange Zeit nicht, aus wessen Sicht das denn nun ist. Gut man weiß
natürlich, dass die Personen irgendwie in den Fall verwickelt sein
müssen, doch welche Personen das sind, lässt Carver bis fast ganz zum
Ende hin offen. Die verschiedenen Perspektiven haben mir ebenfalls
besonders gut gefallen, beleuchten sie die Geschichte doch einmal rund
herum und machen sie so zu einer perfekt abgerundeten Erzählung.
Die
spannende Geschichte punktet jedoch nicht nur durch den tollen
Schreibstil und die ungemein fesselnde Geschichte. Nein, sie berührt
auch auf eine Art und Weise, die mich wohl so schnell nicht wieder
loslassen wird. Carver schildet grausame Dinge, die den Personen im Buch
zustoßen und doch macht sie einem am Ende die Hoffnung, dass es das
Gute in der Welt gibt. Lässt sie während des Lesens keinen noch so
grausamen und traurigen Blickwinkel aus, so gibt es am Ende dennoch
einen guten Abschluss für alle.
Das Ende hat mir demnach sehr gut
gefallen. Genau, wie es bei einem Krimi sein muss. Nicht offen und der
Fall geklärt. Ob jedoch alle ihren Frieden damit finden werden, wird
wohl erst im nächsten Fall von Phil Brennan und Marina Esposito geklärt
werden. Insofern hat die Geschichte einen sehr würdigen Abschluss, zumal
sie wirklich bis zum Schluss spannend blieb. Gut, bei einigen Dingen
hatte ich schon vermutet, dass sie so kommen würden und deswegen war ich
dann auf den letzten Seiten nicht mehr so sehr gefesselt. Doch da es
genau richtig war, was passiert ist, bin ich absolut zufrieden und freue
mich schon auf mein nächstes Buch der Autorin. Denn eins kann sie und
zwar fesselnde Geschichten erzählen!
Fazit:
Richtig guter
Thriller, mit heftigem Thema, das auch emotional berührt und einem
wahnsinnig sympathischen und perfekt aufeinander abgestimmten
Ermittlerteam.