Montag, 5. Oktober 2015

Rezension "Freche Mini-Muffins"

Titel: Freche Mini-Muffins
Autor: Luise Lilienthal
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 64
ISBN: 978-3809433316
Einbindungsart: Broschiert - mit Backform
Preis: 12,99

(c) RandomHouse
Meine Meinung: 
Ich bin total im Backfieber im Moment. Da kam mir dieses Set genau recht. Denn man hat nicht nur das Buch, nein man kann sofort loslegen, denn die passende Form ist auch mit dabei. Bei diesem Preis ein unschlagbares Angebot, wie ich finde.

Die Form hat es mir besonders angetan. Zwar steht bei den Rezepten dabei, dass man sie einölen soll, was ich aber nicht tat, da ich mir dachte, dass sie ja beschichtet ist. Und siehe da, es war kein Problem die tollen Minimuffins aus ihrer Form zu bekommen. Zudem bleiben kaum Teigreste in der Form zurück was die Säuberung total einfach und angenehm macht. Ich bin echt begeistert, denn die Form ist qualitativ toll.

Und auch das Buch selbst wartet mit tollen Ideen auf. Bisher habe ich mich zwar noch nicht an die Muffins rangetraut bei denen viel modeliert werden muss, doch was nicht ist kann ja noch werden. Spätestens beim ersten Kindergeburtstag kommen solche Muffins mit auf den Tisch. Denn manche Ideen sind ein echter Hingucker und werden von Kindern sicher begeistert aufgenommen. Von Schafen, Igeln, über Gesichter und bunt gefärbtem Teig. Hier ist einfach für jeden etwas dabei.

Besonders toll finde ich, dass die Rezepte sehr einfach sind. So haben auch Backanfänger ganz viel von diesem Buch. Jeder Muffin hat im Prinzip das gleiche Grundrezept. Der Teig ist superschnell zusammen gerührt und muss nur ca. 12 Minuten backen. Super, wenn man mal spontan Gäste bekommt. Für Rührteig habe ich eigentlich immer was im Haus und ein Kuvertüre (die natürlich trocknen muss) ist auch meistens griffbereit. Und das alles braucht am Ende keine halbe Stunde. Wenn man einen der aufwendigeren, wie die Schafe macht, dauert es natürlich etwas länger. Trotz allem bin ich sehr begeistert von diesem Buch mit den einfachen Rezepten die so schön schnell gehen.

Eigentlich heißen diese "Sternenhimmel". Da ich aber keine Sterne gefunden habe, sind es halt Schmetterlinge geworden :) Sehr schokoladenhaltig!

Kokos-Pralinen mit Schuss. Bei mir allerdings aufgrund von Schwangerschaft ohne Schuss und nur mit Kokos. Sehr lecker!
Die Einleitung des Buches ist ebenfalls sehr hilfreich. Kurz und knapp erläutert sie die wichtigsten Dinge, die man beim Backen beachten sollte und welche Grundausstattung man braucht. Schön finde ich, dass die Autorin hier auch Ersatz für die Muffins mit Alkohol vorschlägt, denn aufgrund der Optik eignen sie sich zwar für Kinder, ist aber Alkohol drin, sollte man damit natürlich vorsichtig sein. Auch das Dekorieren und Servieren wird im Vorwort kurz angesprochen.

Dieses kleine Backbuch bietet so einiges. Und zwar deutlich mehr als es von außen den Anschein hat. Wenn man mal schnell etwas backen möchte, eignet sich die beiliegende Form perfekt für die kleinen Häppchen zwischendurch. Ein weiterer Vorteil ist hierbei, dass die Muffins schnell abkühlen und man gleich mit dem Verzieren beginnen kann. Leider sind die Muffins aufgrund ihrer mundgerechten Größe auch sehr schnell wieder weg, aber dank des kleinen Arbeitsaufwands auch schnell wieder nachgebacken.

Fazit:
Tolles Backbuch mit qualitativ hochwertiger Form, die sich super benutzen und auch reinigen lässt. 

Sonntag, 4. Oktober 2015

Rezension "Bis ans Ende der Geschichte"

Titel: Bis ans Ende der Geschichte
Autor: Jodi Picoult
Verlag: C.Bertelsmann
Seitenzahl: 560
ISBN: 978-3-570-10217-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,90

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Sage Singer backt für ihr Leben gerne. Deswegen hat sie diese Leidenschaft auch zu ihrem Beruf gemacht. Doch nicht nur Leidenschaft ist der Grund für diese doch recht einsame Beschäftigung. Seit einem Autounfall vor einigen Jahren ist das Gesicht von Sage mit einer Narbe gezeichnet. Sie fühlt sich hässlich und möchte unter keinen Umständen von den Leuten gesehen werden. Und so versteckt sie sich in ihrer Backstube. Einzig in der Trauergruppe, die sie regelmäßig besucht, öffnet sie sich ein wenig. Dort lernt sie auch den über 90-jährigen Josef Weber kennen, mit dem sie sich trotz des großen Altersunterschiedes recht schnell anfreundet. Als Josef ihr jedoch aus seiner Vergangenheit erzählt und dabei ein dunkles Geheimnis zu Tage fördert ist Sage entsetzt und nichts ist mehr wie es vorher war.

Meine Meinung:
"Bis ans Ende der Geschichte" ist ein unglaublich beeindruckendes Buch. Es erzählt vom dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte - dem Nationalsozialismus. Natürlich haben wir alle schon viel über diese Zeit gehört und gelernt, doch dieses Buch schildert die Ereignisse von damals auf so eine persönliche und eindrucksvolle Weise, dass ich stellenweise kaum atmen konnte.

Trotz der Vielfalt an Geschichten über diese Thematik finde ich dieses Buch unfassbar wichtig. Denn auch wenn dieses Kapitel längst Vergangenheit ist, so schadet es doch nicht, sich dessen immer wieder bewusst zu machen. Denn trotz Vergangenheit sollten diese Geschehnisse niemals in Vergessenheit geraten. Was einige vor so vielen Jahren verbrochen haben, lässt sich kaum in Worte fassen.

Picoult wählt hier die Großmutter von Sage Singer. Diese überlebte den Holocaust und erzählt nun die Geschichte aus ihrer Sicht. Hautnah erfährt man als Leser die Geschehnisse aus den Konzentrationslagern. Während die Geschichte immer weiter voran schritt packte mich das Entsetzen immer mehr. Picoult nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Sie schildert unverblümt die Grausamkeit der Nazis und lässt trotz allem durchblicken, dass in einigen von ihnen auch teilweise noch ein Funken Reue und somit Mensch schlummerte. Die Geschichte nahm mich so mit, dass ich über die Geschehnisse dringend mit meinem Mann reden musste. Natürlich weiß ich schon aus Schulzeiten, was grausames in dieser Zeit in den Konzentrationslagern geschah. Doch nirgends entstehen grausamere Bilder als in der eigenen Fantasie. Und so zeichnete sich beim Lesen nach und nach Bilder der KZs in meinem Kopf, die schlimmer nicht sein konnten. Das schlimmste dabei ist, dass diese vermutlich genau der Realität entsprechen.

Picoult schafft es die Gefühle der Gefangenen so authentisch rüber zu bringen, dass ich stellenweise das Gefühl hatte ich wäre selbst dabei gewesen. Das Entsetzen, die Angst, Hilflosigkeit und der Hunger sind mit den Händen greifbar. Ich finde es gut, dass die Geschichte aus der Sicht einer Holocaust-Überlebenden erzählt wird, denn so merkt man, dass auch nach 70 Jahre nichts davon vergessen ist. Das Entsetzen der Opfer sitzt weiterhin tief.

Natürlich kam bei mir irgendwann der Gedanke auf, inwieweit eine Amerikanerin die Geschichte des Nationalsozialismus erzählen und dabei authentisch bleiben kann. Mein Fazit ist: Sie kann es einfach richtig gut. Im Nachwort schildert sie, dass sie natürlich die Hilfe einiger Experten hatte. Sie phantasiert also nicht einfach nur, sondern erzählt hart recherchierte Fakten, was das ganze glaubwürdiger und dabei umso schlimmer macht.

Nebenbei fand ich die Schilderungen über Sages' Backleidenschaft total ansprechend. Ich backe selber wahnsinnig gerne und so konnte ich mich den Schilderungen über ihr frisches Gebäck sehr gut hingeben. Schade finde ich es hier, dass es am Ende des Buches keine Rezepte der leckeren Gebäcke gibt. Denn so wie diese im Buch geschildert werden, hätte ich gerne mal das ein oder andere davon ausprobiert.

Die Entwicklung die Sage während der Geschichte durchmacht ist schön zu beobachten. Nach und nach öffnet sie sich der Welt und den Menschen dort draußen und merkt, dass doch nicht alles so schlecht ist wie sie dachte. Sie lernt zu lieben und dabei auch sich ein stückweit selbst zu vergeben. Sie reift mit jeder Seite und begreift, dass das Leben mehr zu bieten hat, als ihre verstaubte Backstube. Die kleine Liebesgeschichte, die Picoult hier mit eingebaut hat, war für mich etwas vorhersehbar und so auch eigentlich gar nicht nötig. Denn Sage ist eine so starke Persönlichkeit, dass sie durchaus auch alleine mit den Geschehnissen fertig geworden wäre. Aber natürlich gönnt man ihr am Schluss trotz allem ihr persönliches Glück.

Zum Ende hin wartet die Geschichte noch mal mit einer großen Wendung auf, die mich sehr überrascht hat. Zwar hatte ich damit gerechnet, dass irgendwo nochmal ein Bogen gemacht wird, doch war mir nicht klar, dass das alles so enden würde. Es bleibt offen, wie genau Sage damit umgeht, denn die Geschichte endet unmittelbar nach diesen Enthüllungen. Ich denke aber dass Picoult hier genau den richtigen Zeitpunkt für einen Abschluss gewählt hat. Manche Dinge sollten einfach offen und der Fantasie des Lesers überlassen bleiben.

Fazit:
Ein eindrucksvolles und meiner Meinung nach sehr wichtiges Buch. Ich bin mir sicher, dass mich die Geschehnisse noch eine ganze Weile beschäftigen werden. Hut ab vor Jodi Picoult die es schafft ein so schwieriges Thema packend und dabei trotz allem mit genau den richtigen Emotionen umzusetzen.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rezension "Der Libellenflüsterer" - Hörbuch

Titel: Der Libellenflüsterer
Autor: Monika Feth
Verlag: Jumbo/Goya Libre
Laufzeit: 5 CDs/410 Minuten
ISBN: 978-3-8337-3510-3
Einbindungsart: CDs
Preis: ca. 22€
Bezogen über: Blogg dein Buch 


(c) RandomHouse/Jumbo
Zum Inhalt:
Jettes Freundin Merle soll einen Artikel zum Thema Tierschutz schreiben. Bei ihren Recherchen stößt sie auf einige alte Fälle zum Thema Tierquälerei. Einer dieser Fällt kommt ihr sehr bekannt vor, war sie doch selbst dabei, als der Täter vor Gericht war. Allerdings wurde er damals aus Mangel an Beweisen frei gesprochen. Merle beginnt in der Vergangenheit zu graben und beschließt den Mann von damals nochmals aufzusuchen. Vielleicht wurde er ja zu Recht freigesprochen, vielleicht aber hatte er sich auch in der Zwischenzeit geändert. Als Merle vor seiner Haustüre steht, ahnt sie bereits, dass sie einen Fehler gemacht haben könnte. Wie groß dieser war, wird ihr jedoch erst bewusst, als die Situation eskaliert und Merle sich einem rasenden gewaltätigen Mann gegenüber sieht, dem sie nichts entgegen zu setzen hat. Als Merle nicht wieder auftaucht, beginnt Jette sich große Sorgen zu machen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Meine Meinung:
Ich werde diese Rezension in zwei Teile aufteilen. Zum einen möchte ich natürlich über den Inhalt der Geschichte schreiben, zum anderen aber über das Hörbuch und die Sprecher selbst.


Ich habe bisher schon einige Titel aus der Erdbeerpflückerreihe von Monika Feth gelesen. Lediglich einer konnte mich so gar nicht überzeugen, sodass ich ihn sogar abbrechen musste. Doch bei "Der Libellenflüsterer" war das wieder ganz anders. Von Anfang an nahm mich das Hörbuch gefangen und zog mich in seinen Bann.


Lediglich zu Beginn hatte ich etwas Probleme, da ich Jette noch als Jugendliche vor Augen hatte und mich erstmal in die Erwachsenenwelt eindenken musste. Doch als ich dann in der Geschichte drin war, wusste wer mit wem in welcher Verbindung stand, konnte ich das Hörbuch richtig genießen.


Die Geschichte ist so spannend erzählt, dass ich mich nebenbei kaum auf meine Häkelarbeiten konzentrieren konnte. Die Themen "Tierschutz" und "Gewalt in der Familie" sind sehr gut und einfühlsam umgesetzt. Nicht selten musste ich gerade bei letzterem immer wieder ziemlich schlucken, so heftig sind die Szenen teilweise. Die Geschichte ist also definitiv nichts für zarte Gemüter.


Ich finde es toll, dass Monika Feth Jette als Hauptperson beibehalten hat. Ich verfolge ihre Geschichten schon so lange, dass es wie bei einer alten Freundin ist, die man nach langer Zeit wiedersieht. Wunderbar zu sehen, wie Jette und ihre Freundinnen sich von Band zu Band weiterentwickeln - auch wenn sie es immer noch nicht gelernt haben, sich nicht ständig in Gefahr zu begeben.


Ich muss zugeben dass ich gerade diese gefährlichen Szenen an der ein oder anderen Stelle etwas übertrieben fand, da sie sich nach dem gleichen Muster immer wiederholten. Das wirkte für mich stellenweise etwas aufgesetzt. Ansonsten fand ich die Geschichte aber sehr fesselnd und hatte das Hörbuch fast an einem Tag durch.


Dafür sorgen natürlich auch die Sprecher, die dieses Hörbuch toll lesen. An einigen Stellen, hätte ich mir allerdings etwas öfter, die männliche Stimme gewünscht, denn dass eine weibliche Stimmt auch einen männlichen Part las, war für mich teilweise etwas verwirrend.


Ansonsten habe ich aber an der Qualität des Hörbuches und der Sprecher überhaupt nichts auszusetzen. Ich finde die Sprecher wurden toll ausgewählt, denn alle vier verstehen sie ihr Handwerk blendend. Zudem finde ich es toll, dass überhaupt verschiedene Sprecher ausgewählt wurden. Oftmals ist es bei Hörbüchern ja so, dass ein und derselbe Sprecher das komplette Hörbuch liest, was dem ganzen manchmal eine gewisse Monotonie verleiht.


Die Produktion ist qualitativ hochwertig. Sowieso mag ich Hörbücher aus dem Hause "GoyaLibre/Jumbo" sehr gerne, denn diese sind immer gut produziert und mit tollen Sprechern besetzt.


Das Hörbuch  macht auf jeden Fall Lust auch zu dem nächsten Fall von Monika Feth zu greifen. Denn besonders Jettes Entwicklung und ihre Karriere als Psychologin würde ich sehr gerne weiter verfolgen.


Fazit:
Ein absolut gelungenes Hörbuch, tolle Sprecher, die eine spannende Geschichte klasse in Szene setzen.


Donnerstag, 17. September 2015

Rezension "Vampire Academy - Blaues Blut"

Titel: Vampire Academy - Blaues Blut (Bd.2)
Autor: Richelle Mead
Verlag: Egmont Lyx
Seitenzahl: 298
ISBN: 978-3-8025-8202-8
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,95 €


Achtung, diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die Band 1 nicht kennen!


(c) Egmont Lyx
Zum Inhalt:
Nachdem Band 1 so dramatisch endete - fast mit dem Tod von Rose, geht es in diesem zweiten Band fast nahtlos weiter. Rose steht kurz vor einer Prüfung zur Wächterin, doch das was sie dort erwartet, ist schlimmer als alles, was sie sich jemals vorstellen konnte. Die Welt der Vampire steht Kopf, denn die bösartigen Strigoi haben sich mit Menschen verbündet, was sie noch gefährlicher und unberechenbarer macht. Die Wächter tun alles um die Moroi zu beschützen, geraten dabei jedoch nicht nur einmal an ihre Grenzen. Und auch das Liebesleben von Rose ist eine einzige Katastrophe. Dimitri nimmt kaum Notiz von ihr, dafür ist ihr bester Freund Mason in sie verliebt. Als Mason dann plötzlich verschwindet, ist Rose klar, dass sich eine Katastrophe anbahnt und sie alles tun muss, um ihren besten Freund zu retten.

Meine Meinung:
Band 1 habe ich glaube ich vor 5 Jahren gelesen und es damals nie geschafft, die Reihe weiterzuverfolgen, obwohl mir Band 1 eigentlich ganz gut gefallen hat. So griff ich nun zunächst einmal erneut zu Band 1 um meine Erinnerungslücken zu füllen und danach nahtlos weiterlesen zu können.

Der Schreibstil und der doch nicht allzu dicke Umfang der Bücher machten es mir leicht Band 1 schnell zu beenden und danach gleich Band 2 zu starten, welcher dem ersten im Punkt Schreibstil in nichts nachsteht. Allerdings muss ich sagen, dass ich von Band 2 doch stellenweise etwas enttäuscht war. So war der Beginn mit Rose' Prüfung sehr rasant und packte mich vom Fleck weg. Doch danach nahm die Spannung deutlich ab und die Geschichte schleppte sich so dahin. Nicht nur einmal war ich versucht, das Buch auf die Seite zu legen. Es ging für mich gefühlt praktisch nur noch um Rose, Dimitri und Mason, was ich mit der Zeit echt sehr anstrengend fand, da es hier auch nicht wirklich vorwärts ging.

Die Spannung ließ ziemlich lange auf sich warten, auch wenn der Schreibstil der Autorin nach wie vor toll war und sich die Geschichte gut lesen ließ. Wäre das Buch allerdings dicker gewesen, hätte ich es vermutlich irgendwann abgebrochen. Bei diesem geringen Umfang, war ich mir jedoch sicher, dass ich bald wieder auf eine spannende Stelle stoßen würde. Und so kam es dann auch, allerdings dauerte dies länger, als ich erwartet hatte. Erst mit dem Verschwinden von Mason nahm die Geschichte wieder so richtig an Fahrt auf. Der Kampf gegen die Strigoi wurde endlich packend und ging in eine Finale Runde. Diese Szenen fand ich echt klasse und fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Währenddessen macht Rose auch endlich eine Entwicklungsschritt. Man merkt deutlich wie erwachsen sie die ganzen Ereignisse werden lassen, was sie mir wieder deutlich näher brachte. Am sympathischsten war mir aber trotz seiner etwas schrägen Art oder vielleicht auch genau deswegen, Christian. Dieser steht wie eine Bank hinter Rose, obwohl er sie eigentlich gar nicht mag.

Obwohl mir das Liebesdreieck stellenweise auf die Nerven ging, war es mir dann teilweise auch etwas zu wenig Romantik. Ich weiß, dass sich das auf eine gewisse Art widerspricht, doch mich störte hier vor allem, dass die Liebe keine nennenswerten Fortschritte machte. Es ging nicht vorwärts. Ständig gab es von Rose die gleiche Leier zu hören bezüglich Dimitri. Zwar geht es am Ende ein kleines bisschen in die richtige Richtung, doch erhoffe ich mir in Band 3 deutlich stärkere Entwicklungsschritte. Dieser wird allerdings noch ein bisschen warten müssen, da ich von Band 2 jetzt nicht so geflasht war, dass ich sofort Band 3 nachschieben muss. Fürs erste waren das genug Vampire.

Fazit:
Eine Fortsetzung, die zwar gelungen, aber nicht herausragend ist. Band 1 hat mir deutlich besser gefallen, so musste ich hier die Spannung oft vergeblich suchen, was ich wirklich schade finde, da die Autorin einen tollen Schreibstil hat.

Dienstag, 25. August 2015

Rezension "Die Stadt der verschwundenen Kinder"

Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Autor: Caragh O'Brien
Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 462
ISBN: 978-3-453-52800-0
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 16,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Gaia lebt in einer Welt, in der jeden Monat die ersten drei Neugeborenen sofort nach der Geburt an der Stadtmauer abgegeben werden müssen. Für Gaia und ihre Mutter - beides Hebammen - ist das völlig normal, sodass sie dies noch nie in Frage gestellt haben. Doch als Gaias Eltern urplötzlich verschwinden, ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr, wie es einmal war. Gaia beschließt sich hinter die Stadtmauern zu schleichen um rauszubekommen, was dort vor sich geht und was mit ihren Eltern geschehen ist. Dabei begibt sie sich in höchste Gefahr und entdeckt Dinge, mit denen sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Lange, sehr lange lag "Die Stadt der verschwundenen Kinder" auf meinem SUB. Und das völlig zu unrecht, wie ich jetzt feststellen musste.

Von der ersten Seite an packte mich die spannende, aber auch erschreckende Geschichte rund um die junge Gaia. Fasziniert von der Welt, die die Autorin geschaffen hat, flogen die Seiten nur so dahin. Ich begleitete Gaia auf ihrem gefährlichen Weg hinter die Stadttore und konnte kaum glauben, was ich von dort zu lesen bekam.

Gaia erscheint zunächst als etwas naives 16-jähriges junges Mädchen, das alles tut, was die Regierung von ihr will, ohne dies jemals in Frage zu stellen. Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie natürlich damit aufgewachsen und es somit für sie normal ist. Man merkt jedoch recht schnell, dass ihr das alles gar nicht so egal ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Und so konnte ich recht schnell den Wandel von einer kindlichen in eine sehr reife Persönlichkeit, die für das kämpft, was ihr wichtig ist, beobachten.

Die Spannung machte es mir leicht, an der Geschichte dran zu bleiben und schwer das Buch ab und an für Schlaf zu unterbrechen. Denn natürlich wollte ich von Beginn an wissen, was hinter diesem merkwürdigen Gesetz steckt und ob Gaia ihre Eltern wiederfindet. Dass dieser Weg hinein in das innerste der Stadtgrenzen mit einem gewissen Risiko verbunden ist, ist klar. Und so gab es nicht nur eine Situation, in der ich mit Gaia zitterte und mir große Sorgen machte, ob sie das alles heil überstehen würde.

Die unterschiedlichen Personen, die mir auf diesem Weg begegnet sind, sind alle toll dargestellt und jede für sich einzigartig. Viele wuchsen mir schnell ans Herz, einige riefen tiefe Abscheu in mir hervor. Sobald ich mit Protagonisten Emotionen verbinden kann, macht der Autor alles richtig.

Dass es nebenbei auch noch eine kleine, wirklich zarte Liebesgeschichte gib, die sich nur sehr langsam entwickelt, rundet das Buch perfekt ab und lässt mich schnell darüber hinwegsehen, dass es in der Geschichte die ein oder andere Szene gab, die für mich doch recht vorhersehbar war. Ich bin gespannt, wie sich diese Liebe im nächsten Teil weiterentwickelt.

Fazit:
Eine spannende Dystopie, die von einer erschreckenden Welt erzählt, in der man auf keinen Fall leben möchte. Ein toller Schreibstil und die Spannung, die über die komplette Zeit hochgehalten wird, machen die Geschichte zu einem tollen Leseerlebnis.  

Mittwoch, 12. August 2015

Rezension "Heute gibt's indisch!"

Titel: Heute gibt's indisch
Autor: Karen Webb
Verlag: SüdWest
Seitenzahl: 159
ISBN: 978-3-517-08941-6
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 19,99 €

(c) RandomHouse
Meine Meinung:
Mit Indien verbinde ich intensive Gerüche und Geschmäcker, Curry liegt in der Luft. Und so dachte ich mir, warum sollten wir nicht mal daheim die indische Küche ausprobieren?

Das Buch von Karen Webb ist hierbei ein sehr persönliches, da sie selbst indische Wurzeln hat und in diesem Buch von den Lieblingsrezepten ihrer Familie erzählt. Diese sind unterlegt mit herrlichen Bildern, die einem noch mehr Lust auf indisches Essen machen.

Ein Inhaltsverzeichnis gleich zu Beginn, gibt eine schöne Übersicht, was für Rezepte man in dem Buch findet. So kann man sich gleich entscheiden, ob man etwas mit Fleisch, Salat oder doch lieber etwas Süßes machen möchte. Ein langes Vorwort gibt Einblicke in die persönliche Geschichte Webbs'.

Umrahmt werden die Rezepte von einer Übersicht über die typischen Zubereitungsarten und Küchengeräte, einer Übersicht über indische Gewürze, so wie ganz hinten im Buch einem indischen Küchenlexikon. Vor allem das Küchenlexikon empfand ich als sehr hilfreich, da in den Rezepten einige Zutaten verwendet, oder einige Rezepte Namen haben, die mir so auf den ersten Blick nichts sagen.

Die Übersicht über die indischen Gewürze ist eigentlich auch recht interessant, da man zu jedem Gewürz eine kleine Abbildung hat. Leider sind hier einige Angaben fehlerhaft, was wirklich schade ist. Ich selbst, als unerfahrene Köchin hätte das zunächst gar nicht erkannt, meinem Mann aber fiel das sofort auf.

Und dann geht es auch schon mit dem umfangreichen Anteil an Rezepten los. Die Seiten sind echt toll gestaltet und wenn es ein Foto zu einem Rezept gibt, ist es, wie oben schon erwähnt, ein sehr ansprechendes was unglaublich Lust auf das Essen macht. Allerdings gibt es nicht zu jedem Rezept ein Foto, was ich sehr schade finde. Ich brauche eigentlich, um Lust auf ein Rezept zu bekommen, immer auch ein Foto. Und gerade bei solch exotischen Gerichten, bei denen man nicht weiß, wie sie aussehen sollen, finde ich es besonders schade, dass ein Foto auf vielen Seiten fehlt.

Positiv hervorheben lässt sich jedoch die Rubrik "Karen Kulinarisch", die immer wieder unterhalb der Rezepte auftaucht. Hier hat die Autorin einige persönliche Anmerkungen zu den Rezepten oder den jeweiligen Inhaltsstoffen parat.

Da ich natürlich auch etwas aus dem Buch ausprobieren wollte, nutzten wir die Gelegenheit eines Grillabends um mit passenden indischen Salaten, Dips und Brot die klassischen Grillgerichte aufzuwerten. Leider muss ich hier sagen, dass wir alle nicht so 100% überzeugt waren, von den Gerichten. Das indische war oft kaum spürbar und man hätte es auch einfach als normalen Salat "verkaufen" können, das hätte niemand gemerkt. Uns fehlte leider etwas der Pfiff, was sehr schade ist. Allerdings werde ich sicher noch weitere Rezepte ausprobieren, denn an die ganz großen Fleischgerichte habe ich mich bisher nicht gewagt. Sicherlich wird da das indische deutlich mehr spürbar sein.

Insgesamt ist das Buch vor allem optisch sehr gelungen. Auch die Rezepte selbst sind schön übersichtlich, was Zutaten und Zeitangaben angeht und machen Lust auf indisches Essen. Leider habe ich wohl einige Gerichte erwischt, die mir den typisch indischen Charakter nicht wirklich vermitteln konnten, das kann aber natürlich auch an meinen Erwartungen gelegen haben. Ich bin trotzdem sehr gespannt, auf das weitere Ausprobieren und freue ich schon, wenn wieder indische Gerüche durch unsere Küche ziehen!

Mittwoch, 5. August 2015

Rezension "Sommersüße Erdbeerträume"

Titel: Sommersüße Erbeerträume
Autor:diverse
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 87
ISBN: 978-3 572-08183-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) RandomHouse
Meine Meinung:
"Sommersüße Erdbeerträume" ist schon auf den ersten Blick total ansprechend gestaltet. Da ich Erdbeeren liebe, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch haben muss. Als ich das Buch aufschlug wurde ich nicht enttäuscht. Die Vielfalt der Rezepte erschlug mich beinahe - im positiven Sinn. Ich konnte mich kaum entscheiden, was ich alles machen möchte und so dauerte es natürlich etwas länger, dieses Buch zu testen und zu bewerten.

Aufgeteilt sind die Rezepte in drei Kategorien. Zum einen gibt es "Kuchen&Torten", außerdem "Konfitüre, Saft & Likör" und zuletzt "Eis & Dessert". Mich zog sofort die erste Kategorie wie magisch an. Da ich sowieso immer mehr das Backen für mich entdecke, stürzte ich mich begeistert auf die vielen unterschiedlichen Rezepte. Die wunderbar ansprechenden Fotos machten es nicht gerade leicht, sich für etwas zu entscheiden. Man muss das Buch nur aufschlagen, schon bekommt man Lust auf Kuchen. Angefangen mit einer Erdbeersahnetorte, über kleine Erdbeertörtchen in den verschiedensten Formen bis zu einer Kokos-Erdbeer-Torte gibt es hier einfach für jeden Geschmack etwas. Die nächste Erdbeersaison ist auf jeden Fall wieder gerettet. Auch der zweite Abschnitt mit den Konfitüren und Co. bietet viele interessante Rezepte. Hiervon habe ich jetzt selbst noch nichts ausprobiert, werde es aber sicher noch tun. Die Abteilung "Eis &Dessert" ist dann wieder eine die mein Herz höher schlagen lässt.Von Erdbeermousse, über Erdbeertiramisu bis zu herrlich aussehendem Erdbeereis, wird auch hier sicher jeder fündig.

Obwohl das Buch mit 87 Seiten nicht wirklich dick ist, so bietet es doch eine Vielzahl an Rezepten die sich wirklich sehen lassen kann.

Ein weitere Pluspunkt ist die sehr klare Aufteilung der Rezepte selbst. Für jedes Rezept gibt es eine Doppelseite. Rechts gibt es das passende Foto, links die Anweisungen. Und auch diese bieten auf den ersten Blick alles was man wissen muss. Die Zutaten sind klar und übersichtlich zu sehen, aufgeteilt nach den Kategorien "Für den Teig", "Für die Füllung" & "Für die Dekoration". Außerdem sieht man sofort welches Werkzeug man braucht und wie lange die Zubereitungs-, Back- und Kühlzeit ist, was ich extrem wichtig finde. Bei manchen Büchern muss man erst das ganze Rezept durchlesen, bevor man rausgefunden hat, wie lange man es doch backen muss. Hier ist das in roter Schrift hervorgehoben und sehr klar ersichtlicht.

"Sommersüße Erdbeerträume" bietet genau das, was der Name verspricht. Herrlich aufgemachte Rezepte, lassen einen nicht nur von Sommer träumen, nein, man will regelrecht in den Sommer eintauchen, wenn man dieses Buch durchblättert. Es gibt noch so viele Rezepte die ich daraus ausprobieren möchte, sodass mir so schnell sicher nicht langweilig wird. Eine klare Empfehlung für dieses Buch.

Montag, 3. August 2015

Rezension "Elias &Laia"

Titel: Elias & Laia
Autor: Sabaa Tahir
Verlag: One
Seitenzahl: 509
ISBN: 978-3-8466-0009-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) One/Lübbe
Zum Inhalt:
Elias und Laia. Zwei junge Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide leben in einer Welt voller Gewalt. Einer Welt die von einem grausamen Imperium beherrscht wird, das seinen Willen mit Hilfe seiner brutalen Helfer, den Masken" durchsetzt". Doch beide stehen auf unterschiedlichen Seiten. Laia, ein Kundigenmädchen, das dieser Gewalt hilflos ausgesetzt ist und Elias ein Absolvent der Akademie, in der die Masken ausgebildet werden. Zwei junge Menschen, die eigentlich nichts verbindet und letztendlich doch so viel. Zunächst Feinde, sind sie sich doch ähnlicher als sie eigentlich wissen.

Meine Meinung:
Das Thema der Geschichte reizte mich sofort. Auf den ersten Blick wirkte es etwas dystopisch, auch wenn es das eigentlich gar nicht ist. Obwohl ich gerade eigentlich nicht so auf Fantasy stehe, hat dieses Buch genau den richtigen Anteil daran. Nicht zu viel, nicht zu abgedreht, nein, genau richtig.

Zu Beginn fand ich jedoch trotz des tollen Schreibstils nicht so richtig in die Geschichte rein. Ich brauchte eine gefühlte Ewigkeit für nur wenige Seiten und so kam ich nur langsam voran. Dies legte sich aber als mir die Personen und und die Umgebung so langsam vertraut wurden und ich mich richtig in die Geschichte einfühlen konnte.

Laia wirkt zunächst wie ein verschüchtertes kleines Mädchen, dem man eigentlich nichts zutrauen kann. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ihre starke Persönlichkeit scheint ihr oft selbst nicht so bewusst zu sein und so macht sie sich meistens kleiner als sie eigentlich ist. Dies ist im Laufe der Geschichte aber auch ab und an ein Vorteil. Ich muss zugeben, dass ich manchmal trotz alledem etwas genervt von ihrer auf der einen Seite sehr zurückhaltenden und auf der anderen Seite sehr risikofreudigen Art. Mir erschien es manchmal so, als würde sie es einfach nicht schaffen einen guten Mittelweg zu finden. Das war manchmal echt anstrengend, denn daraus ergaben sich sehr gefährliche Situationen.

Elias war mir vor der ersten Seite an sehr sympathisch. Er weiß genau was er will und geht diesen Weg auch. Natürlich gibt es immer wieder Situationen aufgrund derer er seine Richtung ändern muss, doch sein Hauptziel verliert er nie aus den Augen. Er hat einen unheimlich starken Charakter, den er sich zum Glück bis zum Schluss bewahrt. Seine Mutter und viele andere versuchen nicht selten, ihn schwach zu machen. Dass das nicht gelingt ist allein seinem Vertrauen in die richtig Sache zu verdanken.

Nachdem ich dann so richtig in der Geschichte angekommen war, fesselte sie mich unheimlich. Trotz Leseflaute, die leider schon seit Monaten anhält, fing ich plötzlich abends wieder an zu lesen. Auch einen halben Sonntagnachmittag verbrachte ich mit der Lektüre von Elias und Laia. Das hat davor und seitdem kein Buch geschafft.

Tahir berichtet aus zwei unterschiedlichen Perspektiven - Elias' und Laias. So hat man als Leser einen perfekten Blick auf das Geschehen und kann es aus zwei Blickwinkeln wahrnehmen. Die 500 Seiten flogen letztendlich nur so dahin und dann war die Geschichte leider auch schon zu Ende. Und was gab es? Natürlich einen Cliffhanger. Ich habe zwar schon deutlich schlimmere Cliffhanger in Geschichten gehabt, doch trotz allem muss ich jetzt bis nächstes Jahr warten, bis ich weiß wie die packende Geschichte der beiden weitergeht.

Fazit:
Nach schleppendem Anfang ein tolles und fesselndes Buch, das mich super unterhalten hat und eine perfekte Mischung aus römischem Reich und Fantasy bietet.


Sonntag, 5. Juli 2015

Rezension "Skandal"

Titel: Skandal
Autor: Sarah Ockler
Verlag: cbt
Seitenzahl: 411
ISBN: 978-3570162989
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) cbt
Zum Inhalt:
"Skandal" erzählt die Geschichte von Lucy. Lucy die schon lange in Cole verliebt ist, dass sie sich nicht mehr an die Zeit erinnern kann, in der sie keine Gefühle für ihn hatte. Doch Cole ist ausgerechnet mit Lucys bester Freundin, Ellie zusammen. Ein Dilemma, welches noch viel schlimmer wird, als Lucy anstelle von Ellie mit Cole zum Abschlussball geht. Während Ellie krank im Bett liegt, tanzen die Schmetterlinge in Lucys Bauch Samba. Wie soll sie diesen Abend nur überstehen? Als dann passiert, womit Lucy niemals gerechnet hätte, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Sie und Cole küssen sich und Lucy hat keine Ahnung wie sie das Ellie erklären soll. Doch bevor sie die Chance dazu erhält ist es schon zu spät und Fotos von ihr und Cole tauchen auf Facebook auf. Was dann folgt ist Cybermobbing der schlimmsten Stufe und Lucy hat keine Chance sich dem zu entziehen.

Meine Meinung:
Das Thema Internet und Cybermobbing ist ja ein höchst aktuelles Thema, weswegen mir das Buch sofort ins Auge sprang. Ein eigentlich "harmloser" wenn auch nicht gut zu heißender Kuss löst einen Shitstorm aus, der mit nichts zu vergleichen ist.

Wie oft habe ich schon gehört, dass im Internet ein Shitstorm losbrach und das wegen eher harmloser Kleinigkeiten. Die Betreffenden haben nur selten die Chance sich zu wehren, geschweige denn, sich dem ganzen zu entziehen. Genauso geht es Lucy in "Skandal" weswegen ich sehr gespannt auf das Buch war.

Die Thematik ist keinesfalls neu, doch immer wieder spannend und erschreckend zu verfolgen. Gerade für eine Geschichte in einem Jugendbuch sehr gut geeignet.

"Ockler" schafft es, das Thema gut umzusetzen und die Schrecken und die Anonymität die das Internet bietet perfekt herauszustellen. Nicht selten war ich entsetzt, ob der grausamen "Brutalität" die Lucys Klassenkameraden an den Tag legen. Leider ist das im Internet keine Seltenheit, was echt traurig ist.

Trotz des sehr interessanten Themas, muss ich zugeben, dass ich so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte hatte. Ich kam zu Beginn überhaupt nicht mit dem Schreibstil von Ockler klar. Obwohl er eigentlich sehr flüssig und gut zu lesen ist, hat sie eine Ausdrucksweise und einen Stil, der mir doch die ein oder anderen Schwierigkeiten bereitet hat. Und so kam ich nur langsam vorwärts mit der Geschichte. Ich brauchte ziemlich lange um mich daran zu gewöhnen, weswegen ich das Buch auch immer stellenweise unterbrechen musste. Leider kann ich gar nicht so genau auf den Punkt bringen, was mich so gestört hat, aber manche Beschreibungen waren so komisch, dass sie mir den Lesefluss wirklich schwer gemacht haben.

Die Personen hingegen finde ich wunderbar beschrieben. Alle haben ihre Ecken und Kanten und sind so sehr einzigartig. Und so fiel es mir auch gar nicht schwer die einzelnen Charaktere zu unterscheiden. Zudem machten es mir die detaillierten Beschreibungen viel leichter möglich eine enge Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Ich litt sowohl mit Lucy, als auch mit Ellie. War entsetzt und hoffte für alle nur das Beste.

Und so kam dann das Ende, welches ich ebenfalls gelungen finde. Es ist kein klassischen Happy End in dem Sinn. Es herrscht nicht überall Friede, Freude, Eierkuchen und alles ist vergeben und vergessen. Doch anders hätte ich mir das Ende auch nicht vorstellen können. Und wenn mich das Ende eines Buch zufrieden zurücklässt, ist das schon mal viel wert.

Fazit:
Ein Jugendbuch, dass nicht mit anderen vergleichbar ist. Ein Stil, bei dem ich sehr lange gebraucht habe, bis ich mich daran gewöhnen konnte und ein Ende das sehr überzeugend, ein ziemlich brisantes Thema abschließt. 

3,5

 

Freitag, 29. Mai 2015

Rezension "Dunkler Donnerstag"

Titel: Dunkler Donnerstag
Autor: Nicci French
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 445
ISBN: 978-3570-10165-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Die Therapeutin Frieda Klein wird in diesem Fall gnadenlos von ihrer Vergangenheit eingeholt. Dinge, die sie seit Jahren verdrängt hat kommen nun mit aller Macht an die Oberfläche. Alles beginnt damit, dass Frieda Besuch von einer alten Schulfreundin erhält, die Probleme mit ihrer Tochter hat. Sie bittet Frieda sich einmal mit ihrer Tochter zu unterhalten, um herauszufinden, was los ist. Nur widerwillig lässt sich das junge Mädchen, Becky, auf ein Gespräch mit der Therapeutin ein. Doch schnell kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht. Becky wurde vergewaltigt und hat bisher niemandem davon erzählt. Sie weiß nichts über den Täter und ihre eigene Mutter glaubt ihr nicht. Frieda stellt mit Entsetzen fest, welche Parallelen es zu ihrem eigenen Teenagerleben gibt. Und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich auf Spurensuche in die Vergangenheit zu begeben. Nicht nur um Becky zu helfen, sondern auch sich selbst. Noch ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich damit begibt.

Meine Meinung:
Schon lange wollte ich einen Fall von Frieda Klein lesen, habe ich doch bisher nur gutes über das Autorenpaar Nicci French gehört. Zwar ist "Dunkler Donnerstag" nicht der erste Fall, doch machte mir dies keinerlei Probleme.

Als Leser wird man sofort in die Geschichte hineingeworfen, sie beginnt nicht langsam sondern sofort mit der eigentlichen Handlung. Natürlich werden immer wieder Geschehnisse aus alten Fällen aufgegriffen, doch hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlen würde.

Der Schreibstil der beiden Autoren gefällt mir sehr gut. Und so flogen die Seiten relativ schnell dahin. Ich liebe Thriller, die vor allem aus der psychologischen Sicht erzählt werden, das gibt ihnen meist eine ganz andere Sicht auf die Dinge und erklärt viele Taten besser, als "normale" Krimis & Thriller es tun. Auch hier war ich sofort fasziniert von Frieda Kleins Gesprächen und ihrem psychologischen Vorgehen.

Die Geschichte und die Verwicklungen von Friedas Vergangenheit in selbige sind sehr gelungen miteinander verwoben und ließen mich zu keinem Zeitpunkt ahnen, wie die Lösung des Falles aussehen könnte und wohin das Ganze geht. Für mich als Leser war es spannend, Frieda auf ihrer gefährlichen Reise in die Vergangenheit zu begleiten. Natürlich hoffte ich von Anfang an, dass eine Lösung für den Fall gefunden wird und alles gut ausgeht.

Leider gibt es trotz aller positiven Punkte, die das Buch für mich zu einem echten Vergnügen machten, auch einen sehr goßen negativen Punkt, der mir ein Großteil dieses Vergnügens immer wieder nahm. Und zwar hatte ich echte Probleme mit der Person Frieda Klein. Keine Frage, sie ist toll und facettenreich beschrieben und mitnichten eine Protagonistin, die man als 0815 bezeichnen könnte. Doch ging sie mir mit ihrer Art schlicht und einfach auf die Nerven. Ich fand es extrem anstrengend mitzuerleben wie sie mir ihrem Umfeld und ihrem Leben umgeht. Sie ist eine extrem starke und taffe Persönlichkeit, doch genau das gefiel mir leider so gar nicht. Angefangen dabei wie sie ihren Freund oder auch ihre Ehemalige Schulkameradin behandelt bis zu ihrer Sicht auf das Leben selbst. Das alles war mir einfach zu forsch zu "Anti". Natürlich hat Frieda Klein kein leichtes Leben hinter sich, doch leider wurde ich mit ihr zu keinem Zeitpunkt wirklich warm. Ich musste stellenweise sogar etwas anderes lesen, weil ich so genervt war.

Ich finde das wirklich sehr schade. Der Fall ist sehr gelungen und spannend aufgebaut und vermag es zu fesseln. Doch die Person Frieda Klein machte für mich vieles wieder zunichte. Vielleicht werde ich irgendwann mal mit dem ersten Band anfangen um zu schauen, wie Frieda so geworden ist, denn sicher spielen einige ihrer früheren Fälle eine große Rolle bei ihrem Verhalten. Und da das Paar Nicci French toll schreiben kann, kann ich damit eigentlich nicht so viel falsch machen. Zumal ich dann ja weiß auf was ich mich einlasse.

Fazit:
Ein spannender Psychothriller, der zu fesseln vermag und die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit toll hinbekommt. Leider fand ich die Hauptperson extrem anstrengend und nicht wirklich sympathisch, weswegen ich leider zwei Punkte in der Wertung abziehen muss.