Sonntag, 3. April 2016

Rezension "Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden"

Titel: Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden (Bd.1)
Autor: Kevin Emerson
Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 432
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 8,99
ISBN: 978-3453596450
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(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Die Erde in der Zukunft. Sie ist durch die Klimaerwärmung kaum noch bewohnbar. Lediglich unter Kuppeln lässt es sich noch leben. Als Owen beim einem Tauchwettbewerb die Tauchlehrerin Lilly beeindrucken will und über seine Grenzen hinausgeht, hat er einen Unfall. Aber statt zu ertrinken, überlebt er. Denn Owen hat eine Gabe, eine Gabe die mächtiger ist, als er sich in diesem Moment bewusst ist. Seine Gabe könnte die komplette Menschheit retten. Doch irgendjemand hat etwas dagegen und Lilly und er geraten in große Gefahr.

Meine Meinung:
Ich stehe ja total auf Dystopien und so dachte ich mir, dass ich mit "Die Vertrieben - Flucht aus Camp Eden" auch nicht viel falsch machen kann.

Leider habe ich mich in dieser Annahme getäuscht. Iclh wurde mit dem Buch überhaupt nicht warm, zu keinem Zeitpunkt. Das ist echt schade, denn der Klappentext klang so vielversprechend und spannend. Als ich dann aber zu lesen angefangen habe, hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte überhaupt nicht in Gang kommt.

Owen entdeckt seine Fähigkeiten und lernt andere Jugendliche mit den gleichen Fähigkeiten kennen. Und mehr passiert gefühlt auch nicht, auf den ersten 100-200 Seiten. Und so schleppte sich die Geschichte nur so dahin und ich musste mich regelrecht zum Lesen zwingen.

Auch den Protagonisten fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form nah. Sie blieben blass und so konnte ich auch keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Es gibt Bücher, da retten die Protagonisten die Geschichte, einfach weil sie so klasse ausgearbeitet sind oder man so mit ihnen mitfühlt. Hier ist das dem Autor leider so gar nicht gelungen, schade.

Auch im weiteren Verlauf, gelingt es der Geschichte nicht, eine wirkliche Spannung aufzubauen. Ich quälte mich mühsam durch die Seiten und wartete darauf, das endlich etwas passiert. Zugegeben, die Idee selbst, ist gar nicht so schlecht, aber die Umsetzung ist für mich nur wenig überzeugend. Die fesselnde Spannung, die ich mir erhofft hatte, blieb leider aus und so kann ich dem Buch nur wenig positives abgewinnen.

Zudem ist dieses Buch der Beginn einer Reihe, weswegen natürlich vieles offen und ungeklärt bleibt. Ich denke jedoch nicht, dass ich zu den weiteren Bänden greifen werde, denn dafür fehlt mir einfach die Motivation. Ich habe überhaupt kein Interesse daran zu erfahren wie die Geschichte weitergeht. Zudem ist mir das Buch schon jetzt überhaupt nicht mehr so richtig präsent, was für mich ein eindeutiges Zeichen ist, dass ich diese Reihe wohl tatsächlich nicht mehr weiter verfolgen werde.

Fazit:
Leider eine sehr enttäuschendes Jugendbuch, das weder durch seine Charaktere noch durch eine spannende Handlung überzeugen kann. Schade :(

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