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Dienstag, 23. August 2016

Rezension "Hope & Despair - Hoffnungsnacht"

Titel: Hope & Despair - Hopffnungsnacht
Autor: Carina Mueller
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60221-0
Seitenzahl: 332
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler, für alle die Band 1 nicht kennen! 

(c) Impress
Zum Inhalt:
Hope und Despair sind weiter auf der Flucht vor dem gnadenlosen Oberst. Doch nicht alleine, nein fast alle ihrer Schwestern sind auch mit dabei. Als jedoch zwei von ihnen verschwinden ist Hope in großer Sorge. Spätestens als ein blondes, totes Mädchen auftaucht, ist Hope völlig außer sich. Gemeinsam mit Despair und Vic versucht sie herauszubekommen, was hinter all dem steckt und merkt dabei nicht, dass sie in großer Gefahr schwebt.

Meine Meinung:
Der erste Band von Hope & Despair, hat mir sehr gut gefallen *KLICK*. Zum Glück hatte ich gleich den zweiten Band auf meinem Reader, sodass ich nahtlos weiterlesen konnte. 
Zunächst gefiel mir dieser zweite Band nicht ganz so gut, wie der erste. Die Story kam lange nicht in Gang und hatte vor allem im Mittelteil ziemlich viele Längen. Ich kam darum nur langsam vorwärts und begann mich zu fragen, wann denn nun endlich etwas passieren würde.

Doch dann kam plötzlich Fahrt in die Geschichte und es wurde richtig spannend. Gemeinsam begleitete ich Despair und Hope bei ihren riskanten Manövern und zitterte mit ihnen, wenn sie sich in Gefahr befanden. Selbst als es immer mehr auf das Ende zuging, konnte ich noch nicht im mindesten erahnen, wohin das ganze laufen sollte. Und prompt erwischte mich die Autorin mit dem Ende kalt. DAS kann nicht ihr Ernst sein *heul*. Wo ist Band 3, wenn man ihn so dringend braucht. Ich saß völlig entgeistert vor meinem Reader. Blätterte hektisch vor, in der Hoffnung wenigstens eine Info vom Erscheinen des 3. Bandes zu bekommen, doch leider nichts. Das Ende ist sowas von spannend und letztendlich auch sooooo böse. Viele Geschichten leiden ja unter dem Ende, bzw. bekommen von mir eine durchaus nicht besonders gute Bewertung, wenn das Ende alles zunichte gemacht hat. Doch hier ist das Ende echt fantastisch. Bis zu den letzten 5 Seiten ahnte ich überhaupt nicht, was gleich passieren würde. WOW!

Neben dem Ende gefiel mir auch wieder der Schreibstil der Autorin und die abwechselnde Sicht, aus der erzählt wird, einmal von Hope, dann wieder von Despair, ziemlich gut. Auch ihre Idee die Gefühle der Menschen zu verkörpern, finde ich immer noch total klasse. 

Die langsame Annäherung zwischen Hope und Despair war richtig süß. In genau dem richtigen Tempo, nichts wurde übereilt. Auch die beiden Charaktere sind wieder extrem stark. Ein wenig störte mich nur, dass ein paar der anderen Charaktere zu schnell die Seiten wechselten oder handzahm wurden. Das passte einfach nicht so richtig ins Bild und war für mich etwas unglaubwürdig.

Fazit:
Ein gelungener zweiter Teil, der zwar im Mittelteil einige Schwächen aufweist, jedoch mit einem bombastischen und sehr gemeinen Ende punkten kann. Wo bleibt Band 3?

Mittwoch, 6. Juli 2016

Rezension "Summer Girls - Matilda und die Sommersonneninsel"

Titel: Summer Girls - Matilda und die Sommersonneninsel
Autor: Martina Sahler/Heiko Wolz
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 244
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Matilda und ihre Freundinnen leben auf einer Insel. Es sind Sommerferien und die vier haben sich vorgenommen, dass dies der beste Sommer ihres Lebens wird. Matilda gibt in der Surfschule ihres Vaters Unterricht. Schon zu Beginn der Sommerferien läuft ihr hier Lasse über den Weg. Lasse, der wirklich süß und unglaublich nett, aber auf gar keinen Fall etwas für sie ist. Denn Lasse kommt aus Frankfurt, was wirklich ewig weit weg ist. Und so schließt Matilda eine Romanze kategorisch aus. Ob sie dabei bleibt?

Meine Meinung:
"Summer Girls - Matilda..." ist der erste Band einer Reihe. Schon das Cover lässt bei mir Sommerstimmung aufkommen und lädt dazu ein das Buch aufzuschlagen.

Die Geschichte hält, was das Cover verspricht. Ich bekam eine locker-leichte Sommergeschichte, bei der ich nicht viel nachdenken, aber komplett darin eintauchen konnte. Und so hatte ich das Buch an nur einem Tag fertig gelesen.

Man merkt natürlich von der ersten Seite an, dass die Protagonisten Teenager sind und darum auch die schwierigen Phasen eines Teenagers durchlaufen oder aber ein manchmal etwas "unreifes" Verhalten an den Tag legen. Da aber Teenager genau die Zielgruppe dieses Buches sind, denke ich dass das genau richtig so ist. Hier treffen sie auf Gleichgesinnte, hier werden Probleme angesprochen, die sie selbst nur zu gut kennen.

Matilda war mir sehr sympathisch, auch wenn ich sie gerne das ein oder andere Mal gepackt und durchgeschüttelt hätte. Das junge Mädchen, das bei seinem Vater aufwächst, immer für sich selbst einsteht, keinen großen Wert auf Schminken und Styling legt und das Herz am richtigen Fleck hat. Sie mochte ich echt gerne. Ein bisschen habe ich mich selbst auch in ihr wiedererkannt. Ich finde die beiden Autoren haben tolle Charaktere geschaffen. Sowohl sympathische, als auch unsympathische.

Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt wahnsinnig weltbewegend, aber ich habe sie total gerne gelesen. Sie vermittelt ein wunderbares Sommerfeeling und hinterlässt bei mir ein richtig schönes Wohlfühlgefühl. Ich bin im Moment echt traurig, dass der nächste Band erst nächstes Jahr erscheint. Ich habe die vier Mädels gerne bei ihren Erlebnissen auf der Insel begleitet. Die Autoren beschreiben die Gegend so bildhaft, dass ich mir alles wunderbar vorstellen konnte und genau vor Augen hatte.

Die beiden Autoren haben wirklich eine schöne Geschichte geschaffen, die richtig super zum Sommer passt. Toll geschrieben, locker leicht erzählt, ist sie genau das richtige für warme Sommertage, zum Abschalten, zum Genießen, zum vom Sommer träumen, sollte das Wetter gerade mal nicht passen. Und die passende Portion Liebe gibt es natürlich auch noch, sodass es an nichts fehlt.

Fazit:
Schönes, leichtes Sommerbuch, das genau die richtig Mischung findet. Liebe, Freundschaft, Probleme, Sommerstimmung und eine wunderbare Umgebung, laden ein, die Mädchen bei ihren Erlebnissen zu begleiten und selbst vom Sommer zu träumen. 

Dienstag, 5. Juli 2016

Rezension "Luca & Allegra - Liebe keinen Montague"

Titel: Luca & Allegra - Liebe keinen Montague
Autor: Stefanie Hasse
Verlag: Impress
Seitenzahl: 280
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress
Zum Inhalt:
Allegra macht mit ihrer besten Freundin Jen einen Kurztrip an den Gardasee. Eigentlich rechnet sie nur mit ein paar Tagen Erholung vom stressigen Alltag, doch was sie wirklich erwartet, übersteigt ihr Vorstellungsvermögen. Schon kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf Alessandro, der mit Nachnamen Capulet heißt. Sofort fühlt sie sich merkwürdig zu ihm hingezogen, kann sich aber zunächst gar nicht erklären warum. Als sie dann auch noch auf Luca trifft ist das Chaos perfekt. Alessandro und Luca scheinen sich zu hassen und nur langsam kommt Allegra hinter das ganze Geheimnis. Und plötzlich geht es nicht nur darum einen schönen Sommerurlaub zu haben, sondern die Liebe ihres Lebens zu finden und diese vor dem Tod zu bewahren.

Meine Meinung:
"Luca und Allegra - Liebe keinen Montague" ist eine moderne Adaption des Shakespear-Dramas "Romeo und Julia". Es handelt sich hierbei um den ersten von zwei Teilen. Der zweite Teil erscheint im August.

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Ich mochte Allegra und auch Alessandro wuchs mir schnell ans Herz. Der Schreibstil von Stefanie Hasse ist locker leicht zu lesen und ich freute mich auf ihre moderne Umsetzung von Romeo und Julia.

Zunächst konnte sie mich damit auch vollständig packen und überzeugen. Die Seiten flogen nur so dahin und ich wartete gespannt darauf, endlich hinter das große Geheimnis zu kommen. Dies wird jedoch recht schnell aufgeklärt, dass zumindest dieser Punkt nicht mehr wirklich für Spannung sorgte.

Auch weiterhin las ich das Buch recht gerne, da ich den Schreibstil wirklich angenehm finde. Stefanie Hasse kann sich auf jeden Fall toll ausdrücken und das merkt man in dieser Geschichte auf jeder Seite. Allerdings ging mir alles etwas zu schnell. Die Auflösung des Geheimnisses, die große Liebesgeschichte. Einiges ging so schnell, dass ich zurückblättern musste, um nachzulesen, wie es denn dazu gekommen ist, nur um festzustellen, dass es dafür gar keine richtige Erklärung gibt. Ich finde ein paar Seiten mehr hätten dem Buch gar nicht geschadet. Es ist ja recht dünn und so hätte ich es gut gefunden, wenn auf manche Dinge einfach etwas ausführlicher eingegangen worden wäre.

Auch die Personen blieben dadurch etwas blass. Und das obwohl Hasse gerade mit Allegra, Luca und Alessandro sehr charakterstarke Persönlichkeiten geschaffen hat. Auch hier hätten ein paar Seiten mehr, den Charakteren noch etwas mehr Tiefe verliehen. Gerade Allegra habe ich in ihren Handlungen nicht immer so ganz verstanden.

Ich muss zugeben, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass die Geschichte so fantastisch wird, wie sie es dann geworden ist. Viel mehr bin ich von einer realen Story ausgegangen, mit etwas mysteriösem Hintergrund vielleicht. Und so war ich etwas überrascht, als die Geschichte nach etwa der Hälfte ziemlich ins fantastische abdriftete. Ich hätte mir da etwas mehr Realität gewünscht.

Allerdings finde ich die Ideen der Autorin wirklich spitze. Was sie für Erklärungen für den Mythos rund um Romeo und Julia gefunden hat gefällt mir gut. Wie sie es in die heutige Zeit transportiert ist glaubwürdig und gut gemacht. Ihre neuen, erfrischenden Ideen überzeugen, sodass ich sicher noch mehr Bücher von Stefanie Hasse lesen werde. 

Das Ende bzw. der Showdown war spannend. Das Ende bleibt ziemlich offen, wobei ich auch mit diesem Ende irgendwie leben könnte. Es ist jetzt nicht so, dass ich unbedingt eine Fortsetzung brauche. Trotzdem werde ich sie lesen, weil es mich natürlich interessiert, wie es mit Allegra, Luca und Alessandro weitergeht.


Fazit:
Moderne Umsetzung des Shakespeare-Dramas "Romeo&Julia". Der Schreibstil ist klasse, die Ideen erfrischend neu. Allerdings war mir das Buch etwas zu kurz, sodass alles etwas zu schnell ging, zudem hätte ich mir für manche Dinge ein paar weniger fantastische Erklärungen gewünscht.