"Lest, soviel ihr könnt! Lest Straßenschilder und Speisekarten, lest die
Anschläge im Bürgermeisteramt, lest von mir aus Schundliteratur - aber lest! Lest! Sonst seid ihr verloren!" (Rumo & die Wunder im Dunkeln, Walter Moers, Piper Verlag)
So ihr Lieben, ich habe heute die Gewinner der Blogtour via Random.org ausgelost. Ganze 108 "Lose" hatte ich am Ende und war froh, dass Random.Org die Arbeit für mich gemacht hat und ich keine kleinen Lose basteln und alles von Hand machen musste ;)
Zunächst einmal möchte ich mich bei den tollen Mädels bedanken, die sich mir bei der Blogtour angeschlossen haben!
, die mich auch in schwierigen Situationen unterstützt hat und mir immer mit Rat zur Seite stand!
Vielen lieben Dank an euch alle Mädels! Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen! Ich freue mich so sehr, dass ihr alle von "Sternenschimmer" ebenfalls so begeistert wart wie ich und euch bereit erklärt habt eine Menge Arbeit in die Blogtour zu stecken! DANKE! Eure kleine Überraschung macht sich übrigens nächste Woche auf den Weg zu euch, ich habe es nicht vergessen!!!
Bedanken möchte ich mich natürlich auch bei Kim Winter, die der Blogtour von Anfang an offen gegenüberstand und uns mit ihren Vorschlägen und ihrer Mitarbeit unterstützt hat! Danke liebe Kim dafür & danke, dass es dich und deine tollen Bücher gibt!!!
So, aber jetzt genug, ihrt wollt natürlich alle wissen, wer denn nun die glücklichen Gewinner von 6 signierten Exemplaren von Sternenschimmer sind!
Hier sind sie:
1) Kerstin H.
2) Elisa S.
3) Madline M.
4) Katja B.
5) Nicole F.
6) Sarah O.
Herzlichen Glückwunsch euch allen!!!! Ich gebe eure Adressen nun an Kim weiter, die die Bücher dann an euch verschicken wird!
Allen anderen danke ich ebenfalls für ihre Teilnahme! Gerne hätte ich euch allen etwas geschenkt, leider geht das nicht! Aber natürlich wird es bald mal wieder ein Gewinnspiel geben!
Was lange währt... und so weiter ;) Mein Freund hat mir heute Abend ein ganz tolles Logo für die RandomHouse-Challenge entworfen. :) Allein hätte ich das niemals so gut hinbekommen!
Alle Teilnehmer dürfen es gerne auf ihre Blogs mitnehmen! Die, die es noch werden wollen, schauen einfach mal hier *klick* vorbei.
Für Sim endet ihr 16. Geburtstag, dank einer Alkoholvergiftung, im Krankenhaus. Daraufhin beschließen ihre Eltern sie zu ihrer Tante in die USA zu schicken, da diese in einem Indianerreservat, in dem sämtlicher Alkohol verboten ist, lebt. Sie hoffen, dass das Mädchen sich dort wieder fängt und mithilfe ihrer Tante die Finger vom Alkohol lassen kann. In den USA angekommen lernt sie die unzertrennlichen Freunde Jimi und Lukas kennen. Der eine, Jimi, ein Draufgänger, Mädchenschwarm und alles andere als ein guter Umgang. Der andere sensibel, verantwortungsbewusst und so ganz anders wie sein bester Freund. Zudem ist Lukas blind und hat so einen ganz anderen "Blick" auf die Welt als Sim. Sim verliebt sich in Jimi, den Draufgänger, der weiß wie er mit Mädchen umgehen muss, wie er sie um seinen kleinen Finger wickeln kann. Gleichzeitig fühlt sie sich jedoch auch zu Lukas hingezogen und muss eine Entscheidung treffen. Als sie das tut, merkt sie plötzlich, dass es die falsche war. Und plötzlich ist nicht nur ihr eigenes Glück sondern weit mehr in Gefahr.
Meine Meinung:
Mit "Julischatten" habe ich mein erstes Buch von Antje Babendererde gelesen. Schon öfters habe ich überlegt, ob ich denn mal eines lesen soll, konnte mich aber nie wirklich durchringen. Das war ein großer Fehler! Ich hätte viel früher ein Buch von ihr in die Hand nehmen sollen. "Julischatten" hat mich absolut begeistert und gefesselt. Es hat mich zu Tränen gerührt und mich wahnsinnig gut unterhalten.
Noch nie habe ich ein Buch über Indianer gelesen, somit war "Julischatten" mein erstes. Es war wahnsinnig spannend so viel über die Indianer und ihr Reservat zu erfahren. Man stellt sich das alles immer irgendwie so schön vor, wie in einem Western und dabei sieht die harte Realität ganz anders, viel schlimmer, aus. Ich bin froh, dass ich durch dieses Buch viel an Informationen mitbekommen habe, denn ich habe gemerkt, dass das Thema Indianer ein wahnsinnig spannendes ist. Ich werde sicherlich noch das ein oder andere Buch (vorallem in Romanform) zu diesem Thema in die Hand nehmen und dieses Interesse habe ich allein der Lektüre von "Julischatten" zu verdanken.
Im Nachwort schreibt Antje Babendererde, dass sie selbst zwei Monate in einem Reservat verbracht hat zum Recherchieren. Ich finde das merkt man total. Sie beschreibt die Gegend dort so detailliert und bildhaft, dass man selbst fast glaubt dort gewesen zu sein. Sie hat es geschafft authentische Bilder in meinem Kopf zu erzeugen und mich die Umgebung, die sie beschreibt, als vertraut empfinden zu lassen.
Die Protagonisten gefallen mir alle sehr gut. Die Autorin beschreibt jeden Charakter so einzigartig und unverwechselbar, dass ich mich noch an jeden ganz genau erinnern kann und sicherlich auch noch eine Weile werde. Es handelt sich hier um sehr ausdrucksstarke Persönlichkeiten, die es schaffen, trotz, oder vielleicht auch gerade wegen ihrer Fehler, zu überzeugen.
Die Geschichte schafft es von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Mal durch Spannung, mal durch Emotionen, mal aber auch nur durch die pure Schilderung der Landschaft. Ich bin förmlich an dem Buch geklebt. Jede Seite brachte etwas Neues und Einzigartiges mit sich. Es war echt sehr schade, als ich das Buch zuklappen musste, mit dem Wissen, nun ist es vorbei, die Geschichte ist aus. Zum Glück befindet sich noch ein weiteres Buch der Autorin (mittlerweile) in meinem Besitz. So kann ich nahtlos in die Welt der Indianer zurückkehren, wenn ich möchte. Und ja! Ich möchte!
Das Ende hat mich geschockt, aber irgendwie hatte ich sowas in der Art auch erwartet. Es hat zum Verlauf der Geschichte gepasst. Es ließ mich schon ein bisschen traurig zurück, doch die letzten Zeilen geben dann wieder Anlass zur Hoffnung. Es ist gut, dass die Autorin das Ende so ein bisschen offen lässt, jedoch hätte ich gerne noch etwas mehr von Sim gelesen. Irgendwie kamen ihre Probleme am Ende fast ein bisschen zu kurz. Vielleicht lässt Antje Babendererde Sim ja nochmal ins Reservat zurückkehren und macht dann ein zweites Buch draus?! Ich würde mich so sehr freuen und es in jedem Fall kaufen!
Fazit:
Ein grandioses Buch, das mir die Welt der Indianer näher gebracht, mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, berührt und nicht mehr losgelassen hat. Ich möchte mehr von Antje Babendererde und zwar schnell!!!
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Arena und Dani von Buchbegegnungen, da ich das Buch im Zuge ihrer Jugendbuch-Challenge erhalten habe!!!
Da mein Beitrag leider gestern schon online gegangen ist, obwohl er das erst heute hätte tun sollen *grr* jaja, die liebe Technik ;), wollte ich euch nur kurz nochmal darauf aufmerksam machen, dass ihr heute und morgen Zeit habt bei mir ein Los für die Blogtour zu sammeln! *KLICK*
Huhu ihr Lieben,
so heute und morgen macht die Blogtour nun bei mir Halt. Ich freue mich so sehr, dass schon echt viele Leute mitgemacht haben, die gerne Sternenschimmer lesen wollen. Bei mir bekommt ihr heute ein Interview mit der Autorin Kim Winter zu lesen. Ich wünsche euch viel Vergnügen! Lest es aufmerksam, die Gewinnspielfrage wird sich darauf beziehen!
Wolltest du schon immer Schriftstellerin werden oder kam das erst mit der Zeit?
Meine ehemaligen Berufswünsche umfassen eine große Bandbreite. Mit fünf Jahren wollte ich Eisverkäuferin werden, anschließend Tierärztin, dann Försterin – oder war es vorher noch Lehrerin? Ich weiß nicht, vielleicht auch danach – und irgendwann auch mal Astronautin. Schließlich stand ich vor der Entscheidung Musik zu studieren oder Sozialarbeit. Ich habe mich dann für die Sozialarbeit entschieden und ich kann sagen, dass ich es bisher keine Sekunde bereut habe. Es ist kein leichter Beruf aber er lässt einen tief in Systeme blicken, was auch als Autorin sehr hilfreich sein kann. Denn um etwas zu ändern oder aber festzustellen, dass man es nicht ändern möchte oder kann, muss man erst einmal verstehen. Nebenbei habe ich aber immer geschrieben, nur traute ich mich nicht so recht, mit einem Verlag Kontakt aufzunehmen. Ich fühlte mich einfach noch nicht so weit und ich denke, ich war es auch nicht. Aber dann begann mein Sohn, sich für Mythologie zu interessieren, und in mir keimte die Idee, für ihn ein Buch zu schreiben. Also setzte ich mich eines Tages an den Schreibtisch und fing spaßeshalber mal an. Die Idee nahm mich total gefangen und ich recherchierte und schrieb einen Block nach dem anderen voll. Ich erinnere mich noch, am zweiten oder dritten Abend kam mein Mann, der damals noch mein Freund war, zu mir und fragte: „Sag mal, was machst du da eigentlich die ganze Zeit?“Auf die Sache konzentriert erwiderte ich nur: „Psst! Ich schreibe ein Buch. Jetzt lass mich weiterschreiben.“Und er ging mit einem langgezogenen „Aha“ aus dem Zimmer. Allerdings nahm er die Sache so ernst, dass er mir wenige Wochen später zu Weihnachten einen Laptop schenkte. Wir waren damals beide noch am Studieren und mit zwei Kindern war das zwar eine sehr schöne Zeit, aber wir mussten auch ganz schön knapsen und am Monatsende blieb kein Cent übrig. Deshalb war es ein ausrangierter Laptop, den er mit einem Freund für ein paar CDs und drei Mal mit dessen Oma Einkaufen gehen eingetauscht hatte. Das Teil hatte keinen USB-Anschluss und auch kein CD-Laufwerk, nur eines dieser alten Diskettenlaufwerke, die es heute kaum noch gibt; und es ist andauernd abgestürzt, sodass ich permanent abspeichern musste. Ehrlich wahr. Und trotzdem kann ich mich nicht erinnern, jemals so glücklich mit einem Geschenk gewesen zu sein. Ich werde ihn immer in Ehren halten. Na ja, jedenfalls ist diese Mythologiegeschichte über viele Ecken meiner heutigen Agentin in die Finger gekommen. So ging alles los.
Wie kamst du auf die Idee, Sternenschimmer zu schreiben? Ein Traum wie bei Stephenie Meyer? Ein Geistesblitz wie bei J.K.Rowling? Oder doch ganz anders?
Das Ganze begann wesentlich weniger spektakulär, denn so, wie bei mir ein Buch entsteht, entsteht auch die eigentliche Idee. Es ist wie ein Mosaik, das sich zusammensetzt. Aber um auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Da sich mein Freundeskreis aus verschiedenen Kulturen zusammensetzt und wir folglich auch über kulturell bedingte Unterschiede reden, wuchs in mir der Wunsch, darüber einmal zu schreiben. Aber schon bald wurde mir klar: Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Ich könnte mir viele Infos über eine andere Kultur anlesen, das impliziert aber noch lange nicht, dass ich sie wirklich verstehe oder erfühle. Genau das brauche ich aber, um darüber zu schreiben. Deshalb beschloss ich, eine ganz neue Kultur zu entwerfen und sie Außerirdischen zuzuschreiben. So entstand zunächst einmal die Idee und ich brachte sie als grobes Konzept zu Papier. Der Grundstein war damit gelegt und mit dem Szenario Kuppel, ein Leben nach der Klimakatastrophe usw. war ich auch sehr zufrieden, aber was fehlte, war eine klare Vorstellung von den Charakteren. Also begann ich, mich in Schritt zwei, gedanklich damit zu beschäftigen - wie gesagt, alles noch recht unspektakulär. Zwar konnte ich jedem rasch ein paar Eigenschaften zuschreiben, aber dass hieß noch lange nicht, dass ich mir die Charaktere wirklich vorstellen konnte. Und plötzlich, es war während eines langen Waldspaziergangs, wurde es für mich wirklich spektakulär, da sind nämlich die Charaktere wie aus einem tiefen See aufgestiegen einer nach dem anderen (Tony war der Erste). Ein Prozess in meinem Kopf, der sich in etwa mit der Landung der Loduuner auf Vulko vergleichen lässt. Der Nebel lichtete sich allmählich und ich wusste genau, wer die Figuren in Sternenschimmer waren. An diesem Tag saß ich stundenlang auf einer Baumwurzel und habe die Figuren einfach nur betrachtet und kennengelernt. Als hätte meine Fantasie ihnen plötzlich Leben eingehaucht, kam es mir vor. Noch im Wald habe ich angefangen zu schreiben und konnte nicht mehr aufhören. Ab da kamen die Geistesblitze und ich begann, von den Charakteren zu träumen.
Haben die Protagonisten in Sternenschimmer reale Vorbilder? Und wie kamst du auf ihre Namen?
Eigentlich hat nur Greta bedingt ein reales Vorbild. Sie ist auch sehr spät erst aus dem See aufgetaucht. Sonst habe ich beschrieben, wie sich mir die Charaktere vorstellten. Was die Namen angeht, war es ähnlich. Frank hieß z.B. sehr lange nur „der nette Junge von neben an“, bis klar war, er heißt Frank und nicht anders. Und Iason erinnerte mich stark an den Argonauten Iason aus der Odyssee. Bei seinem Namen hatte ich am meisten Mitspracherecht, so kommt es mir vor.
Eine Frage, die dir sicher häufig gestellt wird, ist, wie man eigentlich den Namen Iason ausspricht?
Ganz einfach so, wie man ihn schreibt, wobei sich das I und das A stark zusammenziehen, so, dass sie beinahe wie ein J klingen. Kompliziert wird es erst dann, wenn man versucht, Iason auf Englisch auszusprechen, denn es ist kein englischer sondern ein griechischer Name.
Wieviel von dir selbst steckt in der Hauptperson Mia?
Das werde ich immer wieder gefragt, also habe ich kürzlich einmal meine Mutter dazu interviewt. IhreAntwort kam entschlossen und klar: „So anstrengend warst du definitiv nicht.“Ich denke, in Mia steckt viel, wie ich gern gewesen wäre. Ich bewundere ihren Mut zu handeln, auch wenn sie damit manchmal das Falsche tut. In der Tat erinnere ich mich aber daran, dass ich mit siebzehn viel zurückgenommener und nachdenklicher war als Mia. Aber wenn ich mich erst einmal zu etwas entschieden hatte, habe ich es auch immer durchgezogen. Vielleicht kann ich Iason deshalb oft gut verstehen.
Hast du ein Schreibritual? Brauchst du eine bestimmte Umgebung? Tee? Süßigkeiten? Hat dein Schreibplatz eine bestimmte Atmosphäre, einen besonders schönen Ausblick?
Ich mag es gern hell. Deshalb steht mein Schreibtisch auch in einer Ecke zwischen zwei Fenstern. Wenn ich aus dem linken Fenster blicke, schaue ich direkt in unseren eigenen kleinen Wald. Dahinter stehen noch ein paar Häuser und dann beginnt der richtige Wald. Am liebsten schreibe ich dort, auf einer Baumwurzel, am Bach oder auf einer Lichtung, immer da, wo es mir gerade gefällt. Aber, wenn ich unterwegs bin, schreibe ich auch auf Bahnhöfen oder irgendwo auf einer Mauer oder Bank. Wenn ich erst mal meine Knöpfe im Ohr habe, Musik höre und in die Geschichte versunken bin, vergesse ich ohnehin alles um mich herum. Dann ist es egal, an welchem Ort ich mich befinde. Und ja, ich brauche immer etwas Kleines zum Schnuckeln.
Eine Leserin würde gerne etwas über weitere Projekte wissen, da du so etwas wohl mal am Rande erwähnt hattest?
In meinem Kopf spuken noch so einige Bücher herum, aber die müssen noch reifen. Zwei konkrete Projekte gibt es aber schon. Einmal ist da eine Außenseitergeschichte und dann habe ich noch das besagte Werk, mit dem alles begann und an dem wirklich mein Herz hängt. Ein Buch, an dem ich vier Jahre lang vor Sternenschimmer geschrieben habe. Ich liebe die Geschichte und noch mehr liebe ich die Charaktere. Allerdings möchte ich das Buch noch einmal mit dem Wissen, das ich mir inzwischen angeeignet habe, überarbeiten. Damals habe ich noch ausschließlich aus dem Bauch heraus geschrieben und deswegen sind mir einige technische Fehler unterlaufen. Die Geschichte besteht wieder aus verschiedenen Handlungssträngen. Grob beschrieben handelt es von einem Jungen, der seine Familie sucht und dabei in eine Welt gerät, die parallel zu unserer existiert. Und zwar eine Welt, in der Mythen die Wirklichkeit sind, nicht, wie sie uns überliefert wurden. Deshalb darf man sich dieses Buch auch nicht wie Percy Jackson vorstellen, oder so etwas in der Art. Für die Kulisse in diesem Buch habe ich viel recherchiert, woher die Mythen kommen, wie sie sich mit jeder Überlieferung peut à peut verändert haben. Das war unglaublich spannend und hat viel Spaß gemacht. Die Artussage spielt auch eine wichtige Rolle. Protagonisten sind: der Junge (dessen Namen ich noch nicht verrate), ein Ritter, zwei Amazonen und ein Helphas (was oder wer das ist, verrate ich auch nicht). Eine Abenteuergeschichte für jung und alt, die sich aber schon mit zehn Jahren, denke ich, gut lesen lässt.
Hast du dir das Cover sooo schön vorgestellt & hattest du Mitspracherecht?
Nein, dass es so schön würde, damit habe ich nicht gerechnet. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir das Cover ursprünglich ganz anders vorgestellt. Viel reduzierter. In meinem Kopf stellte es sich mir dunkel vor, mit einem blau strahlenden Auge als Planet, auf dem eine überkuppelte Stadt steht. Nachdem ich dem Verlag meine Vorstellungen unterbreitet hatte, war es aber ganz allein Maria-Franziska Löhrs Werk. Und das finde ich auch richtig so. Meine Arbeit ist die Geschichte, ihre das Design, denn das kann sie um Längen besser als ich, wie man ja sieht.
Eine Frage, die wahrscheinlich viele interessiert, die auch schreiben, ist die Frage, wie lange du denn durchhalten musstest, bis dein Manuskript genommen wurde.
Da war eine geradezu unverschämte Portion Glück dabei. Meine Agentin und ich hatten vier Verlage ausgewählt, die wir zunächst einmal anschreiben wollten. Tatsächlich waren es dann aber erst drei, als sich auch schon Planet Girl meldete. Um eine gute Arbeitsatmosphäre zu haben, war es mir besonders wichtig, dass sich auch der menschliche Umgang miteinander als angenehm abzeichnet und das war hier absolut der Fall. Also haben wir zugesagt und kein Jahr später stand Sternenschimmer auch schon im Laden.
Liest du selbst auch gerne? Hast du ein bevorzugtes Genre? Lieblingsautoren?
Puh, das ist immer eine schwere Frage, da es so viele tolle Bücher gibt. Zunächst einmal, ich lese querbeet alles, was mir in die Finger kommt. Außer Science-Fiction-Romane, in die Richtung schreibe ich lieber :) Aber um meinen Geschmack mal etwas einzugrenzen: Ich bin ein großer Fan von Markus Zusaks Büchern. Insbesondere sein Debut Wilde Hunde hat mir außerordentlich gut gefallen. Als Kind war mein absolutes Lieblingsbuch Zeraldas Riese von Tomi Ungerer. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon geklebt habe, weil es so zerfleddert ist. Mein Lieblingsklassiker ist Das Bildnis des Dorian Gray und wenn es um moderne Literatur geht, würde ich Ich und die anderen von Matt Ruff als eines meiner Lieblingsbücher bezeichnen. Neuerdings ist jetzt auch Sybille Berg dazugekommen. Sie kann so schön und sensibel schreiben, dass ich einfach nur in ihren Texten versinken mag. Als unschlagbar aber galt für mich bisher immer Astrid Lindgren, bis ich dann kürzlich etwas von einer Autorin las, die mich nicht nur überzeugt sondern dermaßen begeistert hat, dass sie im Sturm auf meiner Top Ten Liste ganz nach oben gefegt ist. Es handelt sich um das Kinderbuch Die Penderwicks geschrieben von Jeanne Birdsall.
Wie lange hat es gedauert, bis Sternenschimmer fertig wurde?
Insgesamt waren das 2 Jahre. Intensiv geschrieben habe ich 1 ½ Jahre.
Was tust du gegen Schreibblockaden?
Schreibblockaden, ich meine, richtige Schreibblockaden können einen wirklich zur Verzweiflung treiben. Zum Glück habe ich das erst ein Mal erlebt. In einem solchen Fall ist es meines Erachtens am wichtigsten, Ruhe zu bewahren und sich abzulenken. Um einer Schreibblockade vorzubeugen, surfe ich neuerdings auch gern in YouTube herum, suche neue Musik und lasse mich von den Bildern inspirieren. Und wenn der Kopf dann trotzdem einfach nichts Produktives mehr hervorbringt oder ein Satz so überhaupt nicht werden will, dann lasse ich ihn liegen und gehe eine Runde Spazieren, treibe Sport oder unternehme irgendetwas anderes, das meinen Kopf wieder frei werden lässt. Das kostet mich manchmal etwas Überwindung, weil ich ja gerade mit dem Text vorwärtskommen möchte, aber es macht, bei mir zumindest, keinen Sinn, dass ich mich festbeiße.
Arbeitest du neben dem Schreiben noch etwas anderes oder ist das mittlerweile dein Hauptberuf geworden?
Ja, es ist inzwischen mein Hauptberuf. Manchmal würde ich mich gern wieder nebenbei stundenweiseim sozialen Bereich engagieren, nur schaffe ich das momentan zeitlich nicht. Wenn die Sternentrilogieaber steht, habe ich es fest vor.
Würdest du Sternenschimmer gerne verfilmt sehen? Wenn ja, mit wem in den Hauptrollen?Das kann ich schwer sagen. Das käme ganz darauf an, wie die Verfilmung aussehen würde. Aber ich glaube, ich hätte gern unbekanntere Schauspieler.
Würdest du uns noch etwas über deine Hobbys erzählen?
Schreiben. Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen. Schreiben. Lesen und Klavier spielen. Schreiben. Joggen. Schreiben. Im Wald sein. Schreiben. Mich gegen Atomkraft aussprechen und einsetzen. Schreiben. Theater spielen. Schreiben. Schreiben. Schreiben!!!!
Liebe Kim, ich danke dir ganz herzlich für die ausführlichen, spannenden Antworten & für deine Zeit!!!
Ihr habt nun, wie an den anderen Tagen auch, die Chance, eins von 6 signierten Exemplaren von Sternenschimmer zu gewinnen. Habt ihr an jedem Tag teilgenommen erhöht sich eure Gewinnchance, denn für jede Teilnahme, wandert ein Los in den Lostopf. Auf jedem Blog kann einmal teilgenommen werden.
Beantwortet mir doch bitte folgende Frage:
Wie lange hat Kim Winter an Sternenschimmer geschrieben? (Die Antwort ist dem Interview zu entnehmen!)
Beantwortet mir die Frage bitte NICHT im Kommentar, sondern in einer Email an:
caro.meike@googlemail.com
Schreibt bitte in den Betreff Gewinnspiel. Außerdem teilt mir doch gleich eure Adresse mit und die Einverständnis, dass ich diese an Kim weitergeben darf, falls ihr gewinnt. Sie verschickt die Bücher dann nämlich direkt an euch. Natürlich werden eure Adresse nicht weitergegeben und nach dem Gewinnspiel gelöscht!
Da der Beitrag leider schon Mittwoch, 14.3 online gegangen ist, habt ihr 3 Tage (bis einschließlich 16.3.2012 23:59 Uhr) Zeit teilzunehmen!!!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Am 17.& 18 März macht die Blogtour bei Ivi und am 19.&20. März bei Janine halt *klick*! Danach werde ich dann so schnell wie möglich die Gewinner auslosen! Ihr findet sie auf allen 10 teilnehmenden Blogs!
Noch eine kleine Info, für alle die Sternenschimmer schon kennen. Bei Katrin gibt es mehrere Exemplare von Sternensturm zu gewinnen. Schaut doch mal vorbei! *klick*
Zunächst sieht alles ganz "harmlos" aus. Eine Seite zum illegalen Download von Computerspielen bzw. -software. Doch sobald sich die potentiellen Benutzer mit ihrer Emailadresse auf der Seite anmelden, wird es bitterer Ernst. Sie erhalten eine Email in der sich ein Bild von Google-Street-View befindet, auf dem eine Person zu sehen ist. Diese Person muss innerhalb einer gewissen Zeit gefunden werden. Passiert das nicht, stirbt sie. Hinter all dem steckt der so genannte Gamemaster, der einen perfiden Plan verfolgt und in dessen Falle immer mehr Menschen tappen. Die Polizei jedoch tappt währenddessen im Dunkeln und bleibt ohne heiße Spur, bis eine Frau fast vergewaltigt wird. Durch diese scheint die Polizei dem Täter näher zu kommen. Doch seine Motive bleiben weiterhin im Dunkeln und er scheint nicht aufhaltbar.
Meine Meinung:
Der Autor schafft es mit "Netzkiller" ein sensibles und wichtiges Thema, nämlich den Datenschutz super rüber- und den Leser definitiv zum Nachdenken zu bringen. Denn wie oft hinterlässt man selbst ganz unbedacht Spuren im Internet. Wie oft lässt man die eigenen Mailadresse auf Seiten zurück ohne darüber nachzudenken. Und genau darauf macht der Autor mit "Netzkiller" aufmerksam.
Ich finde das ist ihm unglaublich gut gelungen. Ich musste mehrfach schlucken und darüber nachdenken, was eigentlich so alles passieren kann, obwohl es doch so harmlos aussieht. Ich denke schon, dass ich in Zukunft zweimal darüber nachdenken werde, auf welchen Link ich klicke und wo ich meine Mailadresse hinterlasse.
Gut gefallen hat mir auch das Lokale an der Geschichte. Da ich selbst aus Baden-Württemberg komme, fand ich es sehr schön, dass die Geschichte im Schwarzwald und in dessen Umgebung spielt. Auch der schwäbische Dialekt eines Protagonisten hat mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht.
Die Geschichte ist ziemlich spannend und fesselnd. Der Autor schreibt so locker-leicht, dass sich das Buch wunderbar in einem Rutsch lesen lässt. Durch die vielen Szenenwechsel bleibt man an dem Buch kleben, weil man unbedingt wissen möchte, wie genau die eine Szene weitergeht. Leider muss ich sagen, dass diese häufigen Schauplatzwechsel zu Beginn des Buches den Lesefluss eher gehemmt haben. Was am Ende der Spannung diente, hinterließ bei mir zunächst nur Verwirrung. X Personen tauchten auf, die ich kaum zuordnen konnte und nicht selten ging es mir so, dass ich zurückblättern musste um zu schauen, wohin welche Person gehört.
Ein ganz ganz großes Manko des Buches ist leider auch die Rechtschreibung/Grammatik usw., im Prinzip also das Lektorat. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so voller Fehler war. Leider wurde hier wirklich sehr geschlampt und das ist einfach total ärgerlich. Dadurch muss man nämlich manche Sätze mehrfach lesen, da sie einfach aufgrund der Fehler so keinen Sinn ergeben. Ich will damit nicht sagen, dass in einem Buch keine Fehler sein dürfen, niemand ist unfehlbar, aber hier war es leider doch sehr auffällig.
Auch das Ende hat mir leider nicht so gut gefallen. Obwohl das Buch über weite Strecken, eigentlich bis zum Ende, spannend bleibt, hat mich dieses dann doch enttäuscht und hinterlässt leider ein nicht allzu gutes Gefühl. Schon während des gesamten Buches, wirkt das Buch manchmal ziemlich konstruiert (hier sagt der Autor selbst allerdings, dass das so sogar seine Absicht war) und an einigen Stellen auch nicht besonders logisch (Polizei plaudert interne Ermittlungsergebnisse an x-beliebige Zeugen aus). Doch das Ende ist dann einfach zu viel des Guten. Hier wurde nochmal eine ordentliche Portion Action und Blut reingepackt und das war für meinen Geschmack einfach zu viel. Mir hätte es besser gefallen, wenn der Autor die Geschichte hier anders aufgelöst hätte.
Fazit:
Ein Geschichte der es gelingt, ein sensibles Thema (Datenschutz) sehr gut rüberzubringen und den Leser dafür mehr zu sensibilisieren, dass auch durch die Bank weg spannend ist, durch die vielen Lektoratsfehler, die stark konstruierte Geschichte und das überdrehte Ende allerdings einiges an Pluspunkten einbüßen muss.
Ich bedanke mich herzlich bei Lies&Lausch für die Leserunde und bei Gmeiner für die Bereitstellung des Leseexemplars.
eigentlich 2,5 Kerzen, da ich aber keine halben vergeben kann runde ich auf!
Da sich etwas an der Reihenfolge geändert hat, wollte ich euch nur kurz Bescheid geben!
Morgen ist statt Tascha erstmal Katrin dran! Schaut doch bei ihr vorbei, es gibt auch hier wieder die Chance ein Los für das Gewinnspiel zu sammeln! Tascha kommt dann in zwei Tagen an die Reihe!
Ich hab gestern Abend mal gezählt wie viele Bücher wir hier eigentlich in der Wohnung haben. Dabei habe ich alle mitgezählt. Also sowohl Kinder- wie auch Fachbücher usw.
Heraus kam eine beeindruckende Anzahl. Ich bzw. wir besitzen 1749 Bücher :)
Davon liegen allerdings noch über 1000 auf meinem SUB, was ich wiederrum sehr schade finde! Ich werde jetzt echt versuchen mich mit kaufen zurückzuhalten. Anfordern tu ich sowieso nichts mehr, wenn dann nehm ich mal das ein oder andere Angebot an, dass ich per Mail bekomme, oder bewerbe mich bei Lies&Lausch, Lovelybooks usw. :) Jetzt ist also definitiv mehr lesen angesagt! :)
heute ist die Blogparade zu Sternenschimmer von Kim Winter gestartet. Und zwar hier *klick*. Ich wünsche euch ganz viel Spaß & viel Erfolg beim Gewinnspiel.
Und noch eine kleiner Tipp für alle, die Sternenschimmer schon kennen. Katrin hat eine ganz tolle Aktion gestartet, bei der es unter anderem Sternensturm zu gewinnen gibt! Die Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall! Schaut doch mal hier *klick* vorbei!