Dienstag, 4. Oktober 2016

Rezension "Klippen springen"

Titel: Klippen springen
Autor: Claire Zorn
Verlag: Thienemann
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-522-20220-6
Einbindungsart: ebook/broschiert
Preis: 11,99 €/14,99 €
Alter: ab 13

(c) Thienemann
Zum Inhalt:
Hannah hat es nicht leicht in der Schule. Sie ist das klassische Mobbingopfer. Ist immer allein, findet nirgends Anschluss. Die Attacken gegen sie werden immer heftiger, bis, ja bis ihre Schwester plötzlich verstirbt. Das Mobbing hört einfach vom einen auf den anderen Tag auf. Hannah ist weiterhin allein, bleibt jedoch vom Schlimmsten verschont. Als Josh, ein neuer Schüler, immer wieder Interesse an ihr zeigt, ist sie zunächst sehr misstrauisch. Doch nach und nach öffnet sie ihre harte Schale und beginnt endlich das Mobbing und den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten.

Meine Meinung:
"Klippen springen" ist ein Buch, welches mir sehr nahe gegangen ist. Dies liegt vermutlich auch daran, dass ich selbst ein Kind habe, denn beim Lesen wurde mir Angst und Bange. Das Thema Mobbing ist immer heftig, so auch hier.

Die Autorin schafft mit ihrer Geschichte eine beklemmende Atmosphäre. Hannah, die Hauptperson ist ein wahnsinnig verunsichertes Mädchen. Die Heftigkeit der Mobbingattacken ließ bei mir regelrechte Übelkeit aufkommen. Die Autorin beschreibt das Szenario so authentisch, dass mir wirklich himmelangst wurde. Nicht nur einmal dachte ich, was wohl wäre, wenn meinem Kind so etwas passieren würde.

Ich finde dass sich dieses Buch super als Schullektüre eignet. Es zeigt das Thema Mobbing schonungslos und wohl in einer seiner schlimmsten Formen. Die Hauptperson ist bald soweit, nicht mehr in die Schule gehen zu wollen, die Familie lässt sie im Stich.

Und dann ist da noch der tragische Unfall, der ihre Schwester das Leben kostet. Dieser scheint zunächst nicht so recht ins Bild zu passen, wird aber durch Rückblenden immer weiter aufgeschlüsselt. Man erfährt durch Gespräche, die Hannah mit ihrer Therapeutin führt, was alles in der Vergangenheit geschehen ist. Wie die Situation vor dem Unfall war und wie es überhaupt zu diesem gekommen ist.

Nachdem ich in die Geschichte reingefunden hatte gefiel sie mir wirklich gut. Natürlich handelt es sich hier nicht um locker leichte Lektüre für Zwischendurch. Man macht als Leser schon etwas mit, denn Hannahs Weg mitzuverfolgen, ist alles andere als schön.

Mich hat in dieser Geschichte vor allem die Eindringlichkeit der Autorin begeistert und die Hauptperson Hannah. Diese wird extrem authentisch geschildert. Ihre Verunsicherung ist mit Händen greifbar. Ich konnte das Mädchen förmlich vor mir sehen. Nicht nur einmal wäre ich gerne in die Geschichte gesprungen und hätte alle Beteiligten geschüttelt um sie daran zu erinnern, dass sie einen Menschen vor sich haben und kein Spielzeug, das man treten kann so viel man will.

Fazit:
Ein beeindruckendes Buch zum Thema Mobbing. Eindringlich schildert die Autorin die Geschichte um die wunderbar gelungene Hauptperson Hannah. Diese Geschichte lässt sicherlich niemanden kalt.


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