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Mittwoch, 10. Juli 2019

Rezension "Glück und Los! Lina und die Sache mit den Wünschen"

Titel:Glück und Los! Lina und die Sache mit den Wünschen
Autor: Dagmar Bach
VerlagFischer
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-7373-4145-5
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 17,00 € / 14,99 €
Reihe: 1 / 3
Alter: ab 12

(c) Fischer
Zum Inhalt:
Lina kann Wünsche erfüllen - zumindest glaubt sie fest daran. Bis es einige Male schief geht und Lina so gar nicht mehr weiß, was sie glauben soll. Und dann ist da auch noch ihre neue Patchwork-Familie. Die Freundin ihres Vaters hat zwei Söhne und mit denen soll sie nun zusammen leben. Die Freundin ist ja wirklich nett, aber die beiden Söhne sind ihr auf den ersten Blick so gar nicht sympathisch. Und dabei hat Lina doch eigentlich ganz andere Probleme. Denn neben der Sache mit den Wünschen, möchte sie nichts lieber, als sich endlich mal so richtig zu verlieben. Na wenn das mal klappt.

Meine Meinung:
Bisher habe ich noch kein Buch von Dagmar Bach gelesen. Allerdings war mir ihre "Zimt&Weg"-Reihe schon eine Weile ein Begriff. Und so war ich ganz gespannt darauf, endlich mal etwas von ihr zu lesen, denn bisher hatte ich nur gutes über ihre Bücher gehört.

Das Buch beginnt auch gleich richtig flott. Lina wird praktisch ins kalte Wasser geschmissen, in dem sie von einem auf den anderen Tag zwei Stiefbrüder bekommt, mit denen sie nun auch zusammen leben soll. Die erste Begegnung war richtig lustig zu lesen und so merkte ich schnell, dass mir Dagmar Bachs Schreibstil total gut gefällt. Sie schreibt so herrlich locker und leicht und lässt Lina unglaublich schlagfertig und witzig rüber kommen. Ich flog praktisch durch die Seiten und war ganz überrascht, wie gefesselt ich plötzlich von der Geschichte war.

Neben Dagmar Bachs tollem Schreibstil kann sie auf jeden Fall auch mit ihren Charakteren punkten. Die sind nämlich einfach richtig gut gemacht. Da ist natürlich Lina. Sie ist so herrlich normal und so werden sicherlich viele Jugendliche einiges von sich in ihr wiederfinden. Sie ist kein Superheld, hat auch ihre Probleme und tritt ab und an in das ein oder andere Fettnäpfchen. Auch ihre Stiefbrüder finde ich toll dargestellt. Weiß man am Anfang noch nicht so viel über sie, so lernt man sie immer besser kennen und auch verstehen. Die restlichen Charaktere sind ebenfalls perfekt in die Geschichte eingebunden. Dagmar Bach hat hier eine tolle Vielfalt geschaffen und jeden Charakter wunderbar einzigartig gemacht.

Und dann ist da ja noch die Sache mit den Wünschen. Zunächst war ich mir ja nicht sicher, ob es sich jetzt um ein Fantasybuch handelt, oder ob Lina sich das vielleicht auch einfach nur einbildet und die Wunscherfüllungen eher Zufall sind. Doch ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich sagen, dass da durchaus was dran ist, an dem Wünsche erfüllen. Vieles darüber erfährt man erst gegen Ende des Buches, was ich unglaublich spannend und super erklärt fand.

Einiges bleibt aber leider auch offen und so komme ich nun wohl zum einzigen Wehrmutstropfen, den dieses Buch zu bieten hat. Der nächste Band erscheint nämlich erst in einem Jahr und ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich die Zeit bis dahin überbrücken soll. Vermutlich mit Dagmar Bachs Zimt-Reihe. Denn das Buch "Glück und Los!" hat mir so gut gefallen, dass ich gar nicht glauben konnte, dass ich schon auf der letzten Seite angekommen bin.

Ich muss unbedingt wissen, wie es mit Lina, den Wünschen und natürlich auch der Liebe weitergeht. Ich hoffe, dass diese im zweiten Band noch etwas mehr Raum einnimmt, denn hier war sie zwar Thema, aber doch eher mehr am Rand. Und da ich auf Romantik stehe, darf es davon gerne noch etwas mehr sein.

Fazit:
Ein wunderbarer Auftakt zu einer tollen neuen Reihe von Dagmar Bach. Super spannende und orginelle Handlung, tolle Charaktere und ein spitzen Schreibstil machen dieses Buch für mich zu einem perfekten Leseerlebnis.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Rezension "Das Skript"

Titel: Das Skript
Autor: Arno Strobel
Verlag: Fischer
Seitenzahl: 382
ISBN: 978-3-596-19103-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Fischer
Zum Inhalt:
Ein erfolgloser Autor, brutale Krimis. Und ein irrer Täter, der die Taten aus den Krimis nachstellt. Die beiden Kommissare stehen vor einem Rätsel, als die Krimis des erfolglosen Autors Jahn erneut Vorlage für eine brutale Mordserie werden. Die Tochter eines stadtbekannten Verlegers gehört zu den Opfern und so ist es nicht verwunderlich, dass der Polizeichef mächtig Druck macht. Doch irgendwie werden die Kommissare immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt und keiner scheint wirklich die Wahrheit zu sagen. Als sie denken, sie haben den Fall gelöst, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse.

Meine Meinung: 
Arno Strobel ist ein inzwischen sehr bekannter und gar nicht erfolgloser Autor. Ich meine ich habe vor vielen Jahren schon einmal einen Thriller von ihm gelesen, den ich echt gut fand. Im Rahmen der Fischerchallenge und der Monatsaufgabe (schwarzes Cover) sei Dank, habe ich nun auch endlich dieses Werk von Strobel von meinem SUB befreien können.

"Das Skript" ist definitiv nichts für schwache Nerven. Der Autor beschreibt die Taten des irren Mörders sehr detailliert und schonungslos, sodass man schon ein recht dickes Fell haben sollte, um diese Szenen zu lesen. Ich selbst habe schon einige blutige Thriller gelesen, doch hier musste ich auch des öfteren schlucken. Die Brutalität, mit der der Mörder vorgeht, sucht ihresgleichen.

Der Schreibstil von Arno Strobel ist sehr angenehm zu lesen. Man merkt, dass er sein Handwerk sehr gut versteht und weiß, wie man einen Leser an die Geschichte fesselt und auch an der Nase herumführt. Und so kam ich auch recht schnell in die Geschichte rein.

Die beiden Hauptkommissare, die hier die Hauptpersonen darstellen fand ich beide richtig klasse. Im Verlauf der Geschichte sind sie mir sehr ans Herz gewachsen und ich würde gerne noch mehr über und mit den beiden lesen. Vor allem würde ich gerne wissen, wie es privat mit den beiden weitergeht, denn irgendwie finde ich persönlich, dass die beiden recht gut zusammen passen würden.

Allerdings muss ich zugeben, dass mir die prickelnde Spannung, die ich bei Psychothrillern so liebe, doch etwas vermisst habe. Natürlich habe ich mitgerätselt, wer der Mörder sein könnte und natürlich wurde ich auch immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt. Doch irgendwie packte mich nicht diese ruhelose Spannung, die mich nicht mehr die Finger von dem Buch nehmen ließen. Ich finde, dass es zwischendurch einfach ein paar langatmige Stellen gibt und die Handlung nicht wirklich vom Fleck kommt. Das Grundgerüst ist nämlich durchaus sehr spannend, nur dauerte mir das alles etwas zu lange, bis die Handlung Fahrt aufnahm.

Das Ende konnte mich dann wieder sehr überraschen und tatsächlich extrem fesseln. Leider kam das für meinen Geschmack etwas zu spät. Dennoch gefiel mir das Ende sehr. Denn keine meiner Verdächtigungen oder Theorien stimmten und sowas mag ich in einem Buch einfach immer sehr gerne. Wenn es ein Autor eines Thrillers schafft, mich bis fast zur letzten Seite an der Nase herum zu führen, dann Hut ab. Das Ende ist rundum gelungen und könnte die Geschichte nicht besser abschließen.

Fazit:
Ein Thriller aus der Feder von Arno Strobel, der toll geschrieben ist und mit zwei extrem charakterstarken und symapthischen Protagonisten zu überzeugen weiß. Leider fehlte mir zwischendurch immer wieder die Spannung, lediglich das Ende konnte mich dann so richtig packen und fesseln. Schade. Ansonsten ein gutes Buch!