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Freitag, 8. November 2019

Rezension "Fünf sind sechs zu viel"

Titel: Fünf sind sechs zu viel
Autor: Anja Hitz
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 128
ISBN:  978-3-551-55379-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 11,00 €
Alter: ab 9


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Die Eltern von Rose sind geschieden. Rose hat damit gar keine großen Probleme, bis ihre Mama einen neuen Freund - Frank -  hat. Und der hat ziemlich viele Kinder, fünf um genau zu sein. Rose ist entsetzt und freut sich so gar nicht über ihre neue Familie. Doch als sie sich mit der Tochter von Frank anfreundet, wird alles etwas besser. Nur ihr Papa bereitet ihr ein bisschen Sorgen, scheint er ihre Mama doch noch lieb zu haben und sehr einsam zu sein. Sie und Renee sind sich sicher, dass da nur eine neue Freundin Abhilfe schaffen kann und sie machen sich daran dieses Problem zu lösen. 

Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder ein Kinderbuch für euch, das mich bestens unterhalten hat. Eigentlich lese ich ja vorwiegend Jugendbücher, doch ab und an auch gerne mal ein Kinderbuch, vor allem, wenn ich auf der Suche nach (zukünftiger) Lektüre für meine Töchter bin.

Dieses Buch habe ich glaube ich innerhalb von einer guten Stunde gelesen, denn es hat mich total gut unterhalten. Es ist super locker leicht und absolut kindgerecht geschrieben. Ich bin mir sicher, dass Kinder der entsprechenden Zielgruppe auf jeden Fall ihre Freude daran haben werden. Zudem ist da natürlich noch der recht geringe umfang, was es Leseneulingen oder Kindern, die noch nicht so viel lesen, leicht macht, der Geschichte zu folgen.

Die Erzählung ist eine klassische Patchworkgeschichte, die mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht hat. Die Protagonisten sind herrlich sympathisch und machen die Geschichte zu einem wunderbaren Leseerlebnis. Ich finde es toll, dass es einfach ganz normale Kinder sind, die Ideen haben, wie nur Kinder sie haben können. Die in Fettnäpfchen treten und dabei aber immer authentisch bleiben und für die die Welt noch so einfach ist und sie einfach nur wollen, dass alles gut ist.

Trotz Scheidung und den damit verbundenen Problemen ist das Buch für mich eine absolute Wohlfühlgeschichte. Zu keiner Zeit bekommt man beim Lesen ein negatives Gefühl. Trotzdem wird auch keine heile Welt vorgespielt. Es werden durchaus die Fakten und Tatsachen auf den Tisch gelegt, doch eben ohne ein negatives Gefühl zu hinterlassen. 

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch, das mich sehr gut unterhalten hat. Toller Schreibstil, tolle Protagonisten und viele Stellen, die mich zum Lachen gebracht haben.



Montag, 30. September 2019

Rezension "Schokopokalypse"

Titel: Schokopokalypse
Autor: Chris Callaghan
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 192
ISBN:  978-3-551-52094-4 
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,99 € / 8,99 €
Alter: ab 9

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mampfton ist ein kleines Dorf in dem es die beste Schokolade weit und breit gibt. Zudem lebt das Dorf einzig von der Schokoladenherstellung und alle Bewohner sind selbstverständlich süchtig nach Schokolade. So auch Jelly und ihre Familie. Als dann eines Tages die Meldung kommt, dass die Schokopokalypse bevorsteht und es bald überhaupt gar keine Schokolade mehr geben wird, bricht das Chaos aus. Jeder versucht so viel Schokolade wie möglich zu horten. Und dabei merken alle gar nicht, was für ein Spiel eigentlich in Mampfton gespielt wird und was hinter der Katastrophe steckt.

Meine Meinung:
Schokolade, wer liebt sie nicht? Also ich könnte mir auf jeden Fall kein Leben ohne Schokolade vorstellen und so wäre der Zustand in diesem Buch der absolute Horror für mich. Ich war deswegen auch sehr gespannt, wie es wohl zu dieser Katastrophe kommen konnte und was die Bewohner dagegen tun wollen.

Das Buch ist recht dünn und so habe ich es tatsächlich sehr schnell gelesen. Der Schreibstil ist angenehm und kindgerecht und ich bin mir sicher, dass das Buch vielen Kindern große Freude bereiten wird. Es geht um Schokolade und ist dabei noch spannend und witzig, was will man mehr. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und stellenweise köstlich amüsiert. Zudem hatte ich ganz plötzlich ganz große Lust auf Schokolade. Na wo das wohl herkam?

Die Geschichte wird von Seite zu Seite tatsächlich auch immer spannender und steuert dann auf einen richtigen Höhepunkt zu. Hierbei kommt auch die Action nicht zu kurz. Und so halte ich das Buch gerade auch für Lesemuffel bestens geeignet. 

Die Protagonisten gefielen mir ebenfalls sehr gut. Sie sind ganz besondere Persönlichkeiten, etwas schrill und skurril, aber sehr passend zu dieser Geschichte. Gerade Jelly ist sicherlich ein Kind, das auch gut bei jungen Lesern ankommt. Ein ganz normales Mädchen, dass mutig versucht die Geheimnisse um die Schokopokalyse zu lösen.

 Das Ende rundet die Geschichte wunderbar ab. Alle Rätsel sind gelöst und alle sind glücklich und zufrieden. Genauso muss das bei so einem Buch sein und so passt hier alles hervorragend zueinander, was das Buch zu einer runden Geschichte macht.

Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Kinderbuch, das mich bestens unterhalten hat.


Sonntag, 29. Juli 2018

Rezension "Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks"

Titel: Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks
Autor: Cari Ehrhardt
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55374-4
Seitenzahl: 192
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,00 € / 7,99 €
Alter: ab 9

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Linus hat einen Detektivclub gegründet. Doch was ist ein Detektivclub ohne ein Fall, denn er lösen kann? Da wird der Detektivclub schnell überflüssig. Und um das zu verhindern, gründet sein großer Bruder Lennard eine Verbrecherbande. Damit will er seinem kleinen Bruder Fälle liefern, die er lösen muss. Schnell merkt Lennard jedoch, dass er sich mit Verbrechen eigentlich so gar nicht auskennt und das alleine sowieso total schwierig ist und außerdem keinen Spaß bringt. Und so holt er sich ein Mädchen aus seiner klasse und einen Jungen mit zwielichtigem Ruf ins Boot. Gemeinsam machen sie Pläne, die jedoch recht schnell schief zu gehen drohen.

Meine Meinung:
Dieses Kinderbuch hat mich wegen dem lustigen Titel und dem lustigen Cover sofort angesprochen. Ich war gespannt, wer das Bermudadreieck ist und was für unglaubliche Taten sie auf Lager haben.

Zunächst lernt man die beiden Brüder Linus und Lennard kennen. Linus, der ein kleiner Hypochonder ist und sich alle möglichen Krankheiten einbildet und sich nun in den Kopf gesetzt hat, einen Detektivclub zu gründen. Lennard, der große Bruder, der seinen kleinen Bruder eigentlich nur beschützen will und schnell merkt, dass er ihm bei der Detektivsache helfen muss, sonst wird das nichts.

Die Geschichte sprüht vor Witz und ist herrlich amüsant zu lesen. Sie ist absolut kindgerecht geschrieben und auch nicht zu spannend für das angegebene Alter. Denn natürlich sind die Fälle, die sich Linus mit seinen Freunden ausdenkt, mehr als harmlos und so braucht man nicht befürchten, dass die Kinder beim Lesen Angst bekommen könnten.

Ich finde die Geschichte trifft die Zielgruppe perfekt und vermute, dass die Kinder bei dieser Geschichte viel zu lachen haben werden. Denn natürlich passieren auch die ein oder anderen Missgeschicke, zudem verkleiden sich die Kinder total lustig und auch Lennards Oma ist nicht von schlechten Eltern. Sie unterstützt die Kinder bei ihren Ideen und mischt sofort mit.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen und auch der Umfang der Geschichte dürfte für 9-jährige kein Problem sein. Zu Not müssen die Eltern halt vorlesen, da die knapp 200 Seiten, zumindest einen etwas geübteren Leser erfordern.

Ich nehme an, dass dieses Buch den Auftakt zu einer Serie bietet, denn einiges bleibt offen und scheint erst in Nachfolgebänden geklärt zu werden. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit Linus und seinem Detektivclub und Lennard und dem Bermudadreieck weitergeht und ob es genauso witztig und spannend bleibt.

Fazit:
Ein spannendes und witziges Kinderbuch, welches genau richtig für die angegebene Zielgruppe ist.

Sonntag, 24. April 2016

Rezension "Die Kinder vom Birnbaumhaus"

Titel: Die Kinder vom Birnbaumhaus
Autor: Anna Herzog
Verlag: Coppenrath
Seitenzahl:180
Einbindungsart: Hardcover
Alter: ab 9
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-649-66890-9
Bezogen über: Blogg dein Buch
Hier bestellen *KLICK*

(c) Coppenrath
Zum Inhalt:
Mieke wünscht sich nichts sehnlicher als eine eigene Bande zu ihrem Geburtstag. Doch wie soll sie das anstellen, steht doch das Nachbarhaus seit Ewigkeiten leer. Doch kurze Zeit später zieht dort eine Familie mit zwei Jungen ein, die genau in Miekes Alter sind. Perfekt für eine Bande, oder? Doch weit gefehlt. Der eine ist ein Kotzbrocken und der andere zu schüchtern. Mieke ist enttäuscht und wütend und als dann auch noch ihr Baumhaus zerstört wird, ist es mit der Ruhe endgültig vorbei.

Meine Meinung:
Seit ich selbst ein Kind habe, ist mein Interesse an Kinderbüchern total gewachsen. Zwar ist meine Tochter noch ein bisschen klein für "Die Kinder vom Birnbaumhaus" aber man kann ja nie früh genug anfangen, geeignete Bücher für die Kleinen zu suchen, denn Bücher werden ja zum Glück nicht schlecht. 

Leider konnte mich "Die Kinder vom Birnbaumhaus" nicht so richtig überzeugen. Zunächst einmal jedoch das Positive. Die Bilder gefallen mir total gut. Das Cover ist richtig niedlich, die Figuren total schön gezeichnet. In dem Buch selbst gibt es einige schwarz/weiß Bilder die immer zu der entsprechenden Textstelle passen. Auch diese sind wirklich super. Die Bilder passen klasse zu der Geschichte.

Der Stil der Autorin ist sehr speziell. Leider wurde ich damit über die komplette Zeit nicht so richtig warm. Was toll ist, ist die sehr bildhafte Sprache. Man kann sich die Orte und Personen in der Geschichte total gut vorstellen. Doch ich fand den Stil mit der Zeit leider ziemlich anstrengend. Ich hatte immer wieder das Gefühl, die Autorin muss unbedingt eine besonders tolle Beschreibung für die Textstellen finden, das wirkte auf mich sehr gewollt. Manche Sachen wirkten auf mich einfach viel zu übertrieben und deswegen war ich mit der Zeit eher genervt von der Geschichte.

Was ich aber leider am "schlimmsten" fand, ist die Hauptperson. Ich finde Mieke irgendwie ganz schrecklich. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber sie konnte mich auf keiner Seite wirklich überzeugen. Sie ist ziemlich energisch und macht sich dadurch nicht nur einmal bei ihrer Umgebung unbeliebt. Zudem denkt sie so Sachen wie, dass sie einen anderen verprügeln oder gar umbringen möchte, was meiner Meinung nichts in einem Kinderbuch zu suchen hat. Auch ein anderes Kind sieht seine Lösung für Probleme immer darin etwas kaputt zu machen oder zu stehlen. War für mich für ein Kinderbuch irgendwie nicht so richtig passend.

Bei der Altersangabe bin ich mir nicht ganz sicher, ob das tatsächlich für ein 9-Jähriges Kind geeignet ist, dafür fehlt mir im Moment noch die Erfahrung, aber vor allem gegen Ende hatte ich das Gefühl dass das Buch doch ein bisschen zu dramatisch für dieses Alter ist. Denn der Showdown endet fast mit einem tödlichen Unfall.

Alles in allem bin ich irgendwie enttäuscht. Die Geschichte selbst ist ganz nett erzählt, die Umgebung toll und bildhaft beschrieben, die dazu passenden Illustrationen sind ebenfalls gelungen. Die ziemlich unsympathische Hauptperson gibt der Geschichte leider einen ziemlich starken Knick, die Beschreibungen, die irgendwann dann doch zu übertrieben wurden, tun ihr übriges, dass mir dieses Buch leider nicht so gut gefällt. Ich werde es meiner Tochter im entsprechenden Alter sicher trotzdem mal vorlesen, Kinder selbst sehen das ja oft ein bisschen anders.

Fazit:
Leider ein etwas enttäuschendes Kinderbuch, bei dem mir weder der Stil noch die Protagonisten sonderlich gefallen.