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Samstag, 27. August 2016

Rezension "Hinter den Buchstaben"

Titel: Hinter den Buchstaben
Autor: Felicitas Brandt
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60105-3
Seitenzahl: 74
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Faith ist immer in der Bibliothek anzutreffen, auch an jenem Abend, an dem sich alles für sie ändert. Ihr begegnet nämlich plötzlich eine Fee. Eine Fee? Ja, ihr habt richtig gelesen. Auch Faith kann es zunächst nicht glauben, doch als sie sich kurze Zeit später in der Welt von Robin Hood wiederfindet um eben jenen aus großer Gefahr zu retten, bleibt ihr nichts anderes übrig, als es zu glauben. Doch auch Robin und seine Leute wollen wissen, woher sie plötzlich kommt und diese Erklärung sollte wirklich gut sein.

Meine Meinung:
Heute stelle ich euch das letzte von mir gelesenen eshort von bittersweet vor. Es interpretiert die Welt von Robin Hood ganz fantastisch. Ich hatte großen Spaß Faith dorthin zu folgen.

Natürlich ist die Idee nicht neu, dass Figuren aus einer Geschichten wandern oder auch in eine hineinwandern. Doch finde ich, dass die Autorin dies hier sehr gut umgesetzt hat. Dafür hat sie ja gar nicht viele Seiten Zeit- gerade einmal 74. Und trotzdem erzeugte sie große Spannung.

Die Welt Robin Hoods aus Faiths Augen zu betrachten war spannend und interessant. Denn wer kennt den Klassiker nicht und würde nicht gerne mal erfahren, was Robin und seine Leute eigentlich so gedacht haben. Die kleine Liebesgeschichte, die dann sogar noch entsteht, ist für mich natürlich das Sahnehäubchen. Authentisch beschreibt Brandt die aufkommenden Gefühle und auch Zweifel.

Lange Zeit wusste ich nicht worauf alles hinauslaufen wird. Und so gelang Brandt auch der Showdown sehr gut. Sie überraschte mich und schaffte es so mit über die komplette Zeit zu fesseln. Ich war dann auch tatsächlich traurig als ich Faith und den Sherwood Forrest schon wieder verlassen musste, das ging echt schnell. Ich fände es toll, wenn die Autorin noch eine komplette Geschichte in dieser Welt schreiben würden, denn hier gibt es tatsächlich noch viel Potential und gut schreiben kann Brandt außerdem.

Fazit: 
Ein gelungenes eshort, welches in der Welt Robin Hoods spielt. Es punktet durch Spannung, authentische Charaktere und eine kleine Liebesgeschichte, die schön prickelt. Super gemacht, bitte mehr davon!

Freitag, 26. August 2016

Rezension "Im Herzen der Vollmond"

Titel: Im Herzen der Vollmond
Autor: Natalie Luca
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-646-60110-7
Einbindungsart:ebook
Seitenzahl: 69
Preis: 1,49 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Lilly ist mit dem Zug unterwegs, als dieser mitten in der Nacht in einer einsamen Gegend anhalten muss und nicht weiterfahren kann. Da Lilly nicht allein bei dem Zug zurückbleiben will macht sie sich auf die Suche nach der nächsten Straße und hoffentlich einem Telefon. Doch weit und breit findet sie leider zunächst einmal gar nichts, bis eine alte Dame sie mit in ihr Heimatdorf nimmt. Doch irgendetwas stimmt mit dem Dorf nicht und die Leute stehen ihr merkwürdig feindselig gegenüber.

Meine Meinung:
So, inzwischen habe ich ja einige dieser Kurzgeschichten von bittersweet gelesen, um einen ganz guten Vergleich zu haben. "Im Herzen der Vollmond" ist zwar recht düster, doch so richtig packen konnte es mich nicht.

Ich finde dies ist mal wieder ein typischer Fall von einer Geschichte, die eigentlich viel zu umfangreich für so wenig Seiten ist. Viel wird nur angerissen und nicht zu Ende erzählt. Vieles kann der Leser vermuten, doch aufgeklärt wird er nicht. Auch nicht wirklich, was es mit diesem Dorf auf sich hat. Auch das Ende finde ich in diesem Zusammenhang äußerst merkwürdig. Mir ist es zu offen, ich hätte mir mehr Erklärungen gewünscht.

Zu den Personen habe ich hier gar keinen Zugang gefunden. Weder mit Lilly, noch mit Julian oder einem der anderen Dorfbewohner wurde ich wirklich warm. Auch dies ist wohl der Kürze der Geschichte geschuldet, denn durch den wenigen Platz bekommen die Charaktere nicht wirklich Tiefe.

Schön finde ich allerdings den Schreibstil der Autorin. Besonders die Umgebung, die sie beschreibt, wird sofort vor meinen Augen lebendig. Ich konnte fast selbst spüren, wie gruselig es dort sein muss, fast lief mir eine Gänsehaut den Rücken runter, so authentisch und gut war das Setting beschrieben.

Fazit:
Eine Kurzgeschichte, die mich nicht so richtig überzeugen konnte. Ich fand sie eher etwas langweilig, wobei sie viel Potential hat. Leider bräuchte sie mehr Seiten, um dieses auszuschöpfen, denn so fehlen mir einfach total viele Erklärungen und ich tappe zu oft im Dunkeln. Schade!

Donnerstag, 18. August 2016

Rezension "Wir sehen uns gestern"

Titel: Wir sehen uns gestern
Autor: Tanja Voosen
ISBN:  978-3-646-60106-0
Seitenzahl: 72
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mallory hat schon ewig auf ein Auto gespart. Doch plötzlich könnte dieser Traum platzen. Mallory braucht dringend mehr Geld. Ihre Oma verlangt als Gegenleistung jedoch eine riesige Mutprobe von ihr. Sie soll beim Diary-Slam auftreten und ihre größten Geheimnisse aus ihrer Kindheit preisgeben. Als ob das nicht schon peinlich genug wäre schaut ausgerechnet der Neue aus ihrer Schule dabei zu. Eigentlich wäre er ja ganz süß, wenn er nicht, ja was eigentlich...?

Meine Meinung:
So, wie ich den Schreibstil von Amelie Murmann liebe, so geht es mir auch mit Tanja Voosen. Auch sie hat einen Stil, den ich total gerne lese. Leider hatte auch dieses e-short mal wieder viel zu wenig Seiten und so war es schneller vorbei, als ich gucken konnte.

Mallory und ihre Großmutter waren mir schnell sehr sympathisch. Und auch der neue, Xander, traf mich sofort mitten ins Herz. Mit viel Spaß verfolgte ich die Frotzeleien zwischen den beiden, wie sie sich mal mehr, mal weniger nahe kamen. Und irgendwann begann ich zu ahnen worauf dies alles hinauslaufen sollte. Das es dann tatsächlich so kam, macht das Buch in keinem Fall schlechter. Es ist ja oft so, dass man irgendwann ahnt, worauf Geschichten hinauslaufen und bei 70 Seiten gibt es einfach nicht so extrem viel Handlungsspielraum.

Die kurzweilige Geschichte hat mich an einem Abend super unterhalten. Gerade wenn ich müde bin, ist sowas kurzes wirklich super. Eigentlich mag ich ja gar keine Kurzgeschichten, doch hier bin ich eher traurig, dass ich mich schon so früh wieder von Mallory und Xander verabschieden musste. Für die beschriebene Entwicklung reicht die Seitenzahl absolut aus, doch habe ich mich mit den beiden so wohl gefühlt, dass ich sie gerne noch eine Weile auf ihrem Weg begleitet hätte.

Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Tanja Voosen. Ihr lockerer, gut zu lesender Schreibstil, der immer die passende Portion Humor bereithält, ihre sympathischen und gut ausgearbeiteten Charaktere und ihre erfrischenden und wunderbar erzählten Ideen machen ihre Bücher immer zu einem Vergnügen. Ich hoffe sie erfreut uns noch mit vielen weiteren Geschichten.

Fazit:
Tanja Voosen, wie wir sie kennen. Der lockere und leichte Schreibstil, genau die richtige Portion Humor und zwei sehr sympathische Protagonisten machen diese Kurzgeschichte zu einem tollen Erlebnis!

Freitag, 12. August 2016

Rezension "Feinde mit gewissen Vorzügen"

Titel: Feinde mit gewissen Vorzügen
Autor: Amelie Murmann
ISBN978-3-646-60108-4
Seitenzahl: 70
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sophia und Tobias können sich einfach nicht ausstehen. Schon seit Jahren führen sie einen mehr oder weniger offenen Krieg gegeneinander. Als wäre das nicht schon schlimm genug, erfahren die beiden plötzlich dass sie Tango miteinander tanzen müssen. Denn die Schule bekommt Austauschschüler aus Argentinien und da gehört tanzen nun mal dazu. Sophia fragt sich, was um Himmelswillen, sie dem Universum getan hat, dass es sie so bestraft. Tobias ist einfach superätzend. Doch plötzlich werden Seiten an ihm sichtbar, die Sophia so gar nicht kennt.


Meine Meinung:
Schon mein erstes Buch von Amelie Murmann (Wanderer - Sand der Zeit) hat mir super gefallen. Und auch dieses Buch steht diesem in nichts nach.

Zwar handelt es sich bei "Feinde mit gewissen Vorzügen" leider nur um ein eshort, doch trotzdem habe ich die wenigen Seiten sehr genossen. Murmanns Schreibstil ist einfach grandios. Sie schreibt so herrlich humorvoll, dass ich nicht nur einmal sehr schmunzeln musste. Spätestens seit diesem Buch weiß ich, sie gehört zu meinen Lieblingsautoren von Impress/bittersweet.

Natürlich passiert in der Geschichte nicht allzu viel. Denn bei 70 Seiten fehlt einfach die Zeit für eine richtige Entwicklung. Doch manchmal liegt ja bekanntermaßen die Würze in der Kürze und auch hier ist dies der Fall.

Tobias und Sophia sind mir von Anfang an sympathisch gewesen. Zwar ahnte ich relativ schnell worauf das hinauslaufen würde, doch das tatsächliche Geschehen zu verfolgen machte mir trotzdem großen Spaß. Ich genieße solche Geschichten, die einfach schön zum Lesen sind. Sie sind die perfekten Geschichten um Ablenkung vom Alltag zu finden, haben genau die richtige Portion Liebe und immer ein Happy End.

Natürlich werde ich nach diesem Buch noch öfters zu Büchern von Amelie Murmann greifen. Ihr lockerer Schreibstil, ihre tolle Art zu erzählen und ihre authentischen und sympathischen Protagonisten machen die Reise in die Welt ihrer Bücher einfach zu einem einmaligen Erlebnis.

Fazit:
Obwohl es sich hier nur um eine Kurzgeschichte handelt, bin ich restlos überzeugt von diesem Buch. Für eine kurze Zeit bot es genau die richtige Auszeit vom Alltag und punktete vor allem durch den erfrischenden Humor der Autorin und ihre tolle Art zu schreiben.