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Montag, 17. Oktober 2016

"Rezension" Fangirl auf Umwegen

Titel: Fangirl auf Umwegen
Autor: Amelie Murmann
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 280
ISBN: 978-3-646-92887-7
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress/Carlsen
Zum Inhalt:
Luna ist so ziemlich der größte Harry-Potter-Fan der Welt. Als sie eine Reise in die Universal Studios in Orlando gewinnt, ist das für sie, als würden alle Weihnachtsfeste und alle Geburtstage auf einen Tag fallen. Der Höhepunkt ihres Gewinns ist eine Challenge, an der sie und viele weitere Teilnehmer aus vielen verschiedenen Ländern teilnehmen. Zu gewinnen gibt es 100.000€. Nichts leichter als das. Niemand kann so viel über Harry Potter wissen, wie sie. Denkt Luna und wird schnell eines besseren belehrt. Besonders Leo stellt sich als sehr hartnäckig raus. Dabei ist er eigentlich ganz niedlich, mit seinen ockerfarbenen Augen.

Meine Meinung:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Amelie Murmann und bisher war ich eigentlich auch von all ihren Werken begeistert. Hier bin ich es leider nicht ganz so, wie von ihren anderen Titeln.

Zunächst muss ich einmal sagen, dass ich selbst auch ein riesiger Harry-Potter-Fan bin und die Story alleine deswegen schon eine magische Anziehungskraft auf mich ausübte. Die Universal Studios in Orlando (in die ich übrigens spätestens seit dieser Geschichte unbedingt mal will) beschreibt Murmann toll. Richtig bildhaft konnte ich mir die Umgebung, in der sich die Kandidaten bewegen super vorstellen. Ich fühlte mich so, als würde ich mit Luna und Leo durch den Park wandeln. Und die vielen Anspielungen auf Harry Potter sind einfach nur genial. Für mich war das fast wie eine Rückkehr ins Potter-Universum.

Allerdings fehlte mir so ein bisschen Murmanns Witz. Ich bin es gewöhnt, dass ich bei ihren Büchern herzhaft lachen und oft schmunzeln muss. Dies blieb hier zum größten Teil aus. Ich denke, wenn ich noch nie ein Buch von ihr gelesen hätte, dann würde ich das nicht so kritisch sehen, da sie sonst einen sehr schönen Schreibstil hat. Aber da ich weiß, dass sie es auch anders kann, machte sich bei mir eine leise Enttäuschung breit.

Leo gefiel mir richtig gut. Er ist von Anfang an schwer zu durchschauen und lässt Luna und uns Leser erst ganz zum Schluss hinter seine Fassade blicken. Ein sehr ausdrucksstarker Charaktere, der Tiefgang besitzt und wirklich schön gestaltet ist. Mein Verhältnis zu Luna hingegen, war etwas schwierig. Sie ist für meinen Geschmack ein bisschen zu zickig und anstrengend. Zwar kann ich viele ihrer Beweggründe, z.B. ihr Verhältnis zu Geld, sehr gut verstehen, trotzdem fand ich einige ihrer Reaktionen nicht so richtig nachvollziehbar und ziemlich kindisch. Zusammen sind die beiden allerdings sehr süß, auch wenn es da auch die ein oder andere Szene gegeben hat, die mich die Augen rollen ließ.

Die Idee der Chocolate Challenge, die Murmann hatte, finde ich super. Die einzelnen Aufgaben sind kreativ und machen das Wandern durch den Park zu einem besonderen Erlebnis. Nicht nur einmal ertappte ich mich dabei, wie ich etwas neidisch auf die Teilnehmer wurde, die drei volle Wochen in diesen grandiosen Parks verbringen durften.

Fazit:
Das Buch bringt auf jeden Fall ein magisches Feeling mit sich. Es macht Lust, selbst mal die Universal Studios in Orlando zu besuchen und auf Harrys Spuren zu wandeln. Der Schreibstil von Murmann ist schön zu lesen, allerdings lässt sie ihren Humor und ihre Spritzigkeit vermissen, was ich ein wenig schade finde. Auch mit Luna konnte ich nie wirklich warm werden, sodass mich das Buch zwar sehr gut unterhalten hat, mich jedoch nicht in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen lässt.

3,5 Punkte

Dienstag, 30. August 2016

Rezension "Royal - Ein Königreich aus Seide"

Titel: Royal - Ein Königreich aus Seide (Bd. 2)
Autor: Valentina Fast
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60161-9
Einbindungsart: ebook
 Preis: 3,99 €

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, da es sich um einen 2. Teil einer Reihe handelt! 

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Der Kampf um den Prinzen, um die Krone und auch die Liebe geht weiter. Tanya möchte eigentlich nichts lieber als nach Hause. Wenn da nicht Philipp wäre, der ihr gehörig den Kopf verdreht. Doch was ist nur los mit ihm? Einmal stößt er sie von sich und dann kann er kaum seine Blicke von ihr lassen. Tanya ist verwirrt und auch wütend. Zum Glück ist sie bei all dem nicht allein. Nein, sie hat Erica und Claire an ihrer Seite, die treue Freundinnen sind und ihr Unterstützung bieten, wo sie sie nur braucht.

Meine Meinung:
Seitdem ich den ersten Band dieser Reihe gelesen habe, ist einige Zeit vergangen. Eigentlich wollte ich schon die ganze Zeit weiter lesen, doch kam ich irgendwie nicht so dazu. Doch das stellte keinerlei Probleme dar, denn ich kam sofort wieder ohne Probleme in die Geschichte rein. Zum Einen, weil mir die Geschichte wohl einfach so gut im Gedächtnis geblieben ist und zum Anderen, weil die Autorin natürlich auch immer wieder einen kurzen Rückblick auf den ersten Band gibt.

Beim ersten Band musste ich ja noch sehr kritisieren, dass mich die Geschichte doch sehr an Selection erinnert hat. Hier im zweiten Band war das zu keinem Zeitpunkt mehr der Fall, was ich richtig gut finde. Die Autorin punktet hier mit super Ideen. Sie baut die Suche nach dem Prinzen aus und bringt die Kandidatinnen in viele Situationen, in denen sie sich beweisen müssen. 

Tanya und Philipp kommen sich immer wieder näher, dann entfernen sie sich allerdings auch immer wieder voneinander. Stellenweise fand ich das etwas anstrengend, da es doch oft hin und her ging und ich Philipps Beweggründe nicht so ganz verstand. Ich hoffe, die Autorin löst das Ganze in einem der späteren Bände noch auf, denn irgendeinen Grund für sein Verhalten muss es ja geben. 

Die Geschichte selbst faszinierte mich komplett. Ich war vollkommen in Tanyas Welt gefangen und die Geschichte war viel zu schnell zu Ende. Was war ich froh, dass ich auch alle weiteren Teile bereits auf meinem Reader habe. Tanyas Welt ist so authentisch und gelungen beschrieben, dass es eine Freude ist dort zu verweilen. Zudem wird in diesem zweiten Teil klar, dass es irgendein Geheimnis gibt, das möglichst nicht ans Tageslicht kommen soll. Ich bin gespannt, wie sich das in den weiteren Bände noch so entwickelt. 

Der Cliffhanger am Ende ist richtig böse. Ich musste sofort weiter lesen. Die Geschichte hat unglaublich viele Punkte, bei denen ich gespannt bin, wie diese weitererzählt werden, was passieren wird. Sei es die Frage, wer der Prinz ist, was mit Tanya und Philipp passiert, welches Geheimnis es gibt, oder aber auch welche der Damen als nächstes ausscheidet. Band 1 fand ich gut, konnte mich aber noch nicht so begeistern. Band 2 hingegen konnte es sehr wohl. Super!

Fazit:
Selten kommt es vor, dass der zweite Band besser als der erste ist. Hier ist genau dies der Fall. Die Autorin zieht hier alle Register und ließ mich sofort nach Beenden zum 3. Teil greifen!

Donnerstag, 18. August 2016

Rezension "Wir sehen uns gestern"

Titel: Wir sehen uns gestern
Autor: Tanja Voosen
ISBN:  978-3-646-60106-0
Seitenzahl: 72
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mallory hat schon ewig auf ein Auto gespart. Doch plötzlich könnte dieser Traum platzen. Mallory braucht dringend mehr Geld. Ihre Oma verlangt als Gegenleistung jedoch eine riesige Mutprobe von ihr. Sie soll beim Diary-Slam auftreten und ihre größten Geheimnisse aus ihrer Kindheit preisgeben. Als ob das nicht schon peinlich genug wäre schaut ausgerechnet der Neue aus ihrer Schule dabei zu. Eigentlich wäre er ja ganz süß, wenn er nicht, ja was eigentlich...?

Meine Meinung:
So, wie ich den Schreibstil von Amelie Murmann liebe, so geht es mir auch mit Tanja Voosen. Auch sie hat einen Stil, den ich total gerne lese. Leider hatte auch dieses e-short mal wieder viel zu wenig Seiten und so war es schneller vorbei, als ich gucken konnte.

Mallory und ihre Großmutter waren mir schnell sehr sympathisch. Und auch der neue, Xander, traf mich sofort mitten ins Herz. Mit viel Spaß verfolgte ich die Frotzeleien zwischen den beiden, wie sie sich mal mehr, mal weniger nahe kamen. Und irgendwann begann ich zu ahnen worauf dies alles hinauslaufen sollte. Das es dann tatsächlich so kam, macht das Buch in keinem Fall schlechter. Es ist ja oft so, dass man irgendwann ahnt, worauf Geschichten hinauslaufen und bei 70 Seiten gibt es einfach nicht so extrem viel Handlungsspielraum.

Die kurzweilige Geschichte hat mich an einem Abend super unterhalten. Gerade wenn ich müde bin, ist sowas kurzes wirklich super. Eigentlich mag ich ja gar keine Kurzgeschichten, doch hier bin ich eher traurig, dass ich mich schon so früh wieder von Mallory und Xander verabschieden musste. Für die beschriebene Entwicklung reicht die Seitenzahl absolut aus, doch habe ich mich mit den beiden so wohl gefühlt, dass ich sie gerne noch eine Weile auf ihrem Weg begleitet hätte.

Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Tanja Voosen. Ihr lockerer, gut zu lesender Schreibstil, der immer die passende Portion Humor bereithält, ihre sympathischen und gut ausgearbeiteten Charaktere und ihre erfrischenden und wunderbar erzählten Ideen machen ihre Bücher immer zu einem Vergnügen. Ich hoffe sie erfreut uns noch mit vielen weiteren Geschichten.

Fazit:
Tanja Voosen, wie wir sie kennen. Der lockere und leichte Schreibstil, genau die richtige Portion Humor und zwei sehr sympathische Protagonisten machen diese Kurzgeschichte zu einem tollen Erlebnis!

Freitag, 12. August 2016

Rezension "Feinde mit gewissen Vorzügen"

Titel: Feinde mit gewissen Vorzügen
Autor: Amelie Murmann
ISBN978-3-646-60108-4
Seitenzahl: 70
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sophia und Tobias können sich einfach nicht ausstehen. Schon seit Jahren führen sie einen mehr oder weniger offenen Krieg gegeneinander. Als wäre das nicht schon schlimm genug, erfahren die beiden plötzlich dass sie Tango miteinander tanzen müssen. Denn die Schule bekommt Austauschschüler aus Argentinien und da gehört tanzen nun mal dazu. Sophia fragt sich, was um Himmelswillen, sie dem Universum getan hat, dass es sie so bestraft. Tobias ist einfach superätzend. Doch plötzlich werden Seiten an ihm sichtbar, die Sophia so gar nicht kennt.


Meine Meinung:
Schon mein erstes Buch von Amelie Murmann (Wanderer - Sand der Zeit) hat mir super gefallen. Und auch dieses Buch steht diesem in nichts nach.

Zwar handelt es sich bei "Feinde mit gewissen Vorzügen" leider nur um ein eshort, doch trotzdem habe ich die wenigen Seiten sehr genossen. Murmanns Schreibstil ist einfach grandios. Sie schreibt so herrlich humorvoll, dass ich nicht nur einmal sehr schmunzeln musste. Spätestens seit diesem Buch weiß ich, sie gehört zu meinen Lieblingsautoren von Impress/bittersweet.

Natürlich passiert in der Geschichte nicht allzu viel. Denn bei 70 Seiten fehlt einfach die Zeit für eine richtige Entwicklung. Doch manchmal liegt ja bekanntermaßen die Würze in der Kürze und auch hier ist dies der Fall.

Tobias und Sophia sind mir von Anfang an sympathisch gewesen. Zwar ahnte ich relativ schnell worauf das hinauslaufen würde, doch das tatsächliche Geschehen zu verfolgen machte mir trotzdem großen Spaß. Ich genieße solche Geschichten, die einfach schön zum Lesen sind. Sie sind die perfekten Geschichten um Ablenkung vom Alltag zu finden, haben genau die richtige Portion Liebe und immer ein Happy End.

Natürlich werde ich nach diesem Buch noch öfters zu Büchern von Amelie Murmann greifen. Ihr lockerer Schreibstil, ihre tolle Art zu erzählen und ihre authentischen und sympathischen Protagonisten machen die Reise in die Welt ihrer Bücher einfach zu einem einmaligen Erlebnis.

Fazit:
Obwohl es sich hier nur um eine Kurzgeschichte handelt, bin ich restlos überzeugt von diesem Buch. Für eine kurze Zeit bot es genau die richtige Auszeit vom Alltag und punktete vor allem durch den erfrischenden Humor der Autorin und ihre tolle Art zu schreiben.

Montag, 8. August 2016

[Buchvorstellung] Carlsen-Summer-Reading-Challenge

(c) kathrineverdeen
Kennt ihr die Royal-Reihe? Ein wenig erinnert sie an Selection, ist jedoch trotzdem sehr lesenswert!

(c) Carlsen
Klappentext: (c) Carlsen
**Die schönsten Mädchen des Landes, doch wer wird Prinzessin?**
Die entscheidenden Tage des Wettbewerbs um die Gunst des unbekannten Prinzen haben begonnen. Tatyana und den anderen Mädchen wird die erste Aufgabe zugewiesen und sie erfordert nicht wenig Einfallsreichtum und Geschick. Gleichzeitig beginnen sich die vier möglichen Prinzen Abend für Abend mit jedem der Mädchen zu treffen. Die Spannung steigt. Mit wem wird wohl Tatyana ausgehen müssen? Und was, wenn er sie nicht mag? Doch dann passiert eines Nachts etwas, mit dem sie am wenigsten gerechnet hat…

D: 3,99 €

A: 3,99 €
Seiten 224
Alter ab 14 Jahren
ISBN 978-3-646-60161-9

Donnerstag, 4. August 2016

[Buchvorstellung] Carlsen-Summer-Reading-Challenge

(c) kathrineverdeen
Sehr kreativ, sehr authentisch, sehr spannend!

(c) Carlsen
Klappentext: (c) Carlsen
**Wahre Gegensätze finden immer zueinander**
Sie sind buchstäblich ein Geschenk des Himmels: Zum Dank für die heimliche Rettung eines schiffbrüchigen Ufos bekam die amerikanische Regierung einst zwölf übermenschliche Babys geschenkt. Sechs Mädchen und sechs Jungen – jeweils für die guten und die schlechten Gefühle der Menschen stehend. Dies ist genau siebzehn Jahre her und die Babys sind nicht nur groß geworden, sondern wurden auch voneinander getrennt. Während Hope und die anderen fünf Mädchen sich als Probas dem Guten im Menschen verpflichten, verhelfen die männlichen Improbas dem kriminellen Untergrund zu Geld und Macht. Bis zu dem Tag, an dem die Improbas ihre Gegenspielerinnen aufspüren und nur Hope entkommen kann. Mit ihrem Gegenpart Despair dicht auf den Fersen…

D: 3,99 €

A: 3,99 €
Seiten 321
Alter ab 14 Jahren
ISBN 978-3-646-60220-3

Donnerstag, 30. Juni 2016

Rezension "Sternschnuppenschauer"

Titel: Sternschnuppenschauer
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Verlag: Impress
Seitenzahl: 346
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99

(c) Impress
Zum Inhalt:
Cassie ist am Boden zerstört. Ihr Paps starb vor einem halben Jahr und seitdem ist nichts mehr wie es mal war. Ihre Mutter ist kaum noch für sie da, zu sehr versinkt sie in ihrer eigenen Trauer. Als es Sommer wird beschließt Cassies Mum, dass Cassie die Ferien bei einer guten Freundin zu verbringen, sie selbst begibt sich in Therapie. Und für Cassie beginnt ein Sommer voller unerwarteter Momente, sowohl tragisch als auch lustig, sowohl traurig als auch kribbelnd romantisch. Cassie beginnt den Tod ihres Paps zu verarbeiten doch dafür braucht sie mehr Kraft als sie eigentlich hat.

Meine Meinung:
Achje, es fällt mir echt unglaublich schwer eine Meinung zu diesem Buch zu formulieren, es tut mir eigentlich schon fast Leid, das zu schreiben, was ich gleich schreiben werde. So wie ich es an anderen Rezensionen gesehen habe, bin ich wohl eine der wenigen, deren Meinung so gar nicht positiv ausfällt, so Leid es mir tut.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker, sofort hatte ich Lust in das Buch einzutauchen. Ich muss zugeben, dass ich eine andere Geschichte erwartete, als die, die ich letztendlich bekommen habe. Doch das ist noch nicht mal ein negativer Punkt. Eigentlich rechnete ich mit einer sommerlichen Liebesgeschichte, in der Cassie den Tod ihres Vaters verarbeitet. Bekommen habe ich genau das Gegenteil. Eine Geschichte über Trauerbewältigung, bei der die Liebe eher eine nebensächliche Rolle spielt. Das kam für mich sehr unerwartet, ist aber gar nicht negativ. Mir fiel es zwar schwer mit Cassies Trauer umzugehen, da ich selbst gerade dabei bin einen Todesfall zu verarbeiten, doch dafür kann die Autorin natürlich nichts. Und so ist der Grundgedanke der Geschichte, die Trauerbewältigung, eine echt gute Idee.

Leider kann ich jetzt nur noch Dinge aufzählen, die mich wirklich gestört haben. Es gab zwei Dinge die meinen Lesefluss unglaublich gebremst haben, sodass ich für die Geschichte ziemlich lange gebraucht habe. Zum einen war der Schreibstil einfach nicht so richtig meiner. Es gibt ständig Wiederholungen bspw. bei der Beschreibung von Cassies Gefühlen (Herz wie ein Klumpen Eis) oder aber auch der Challenge, die Cassie mit ihrer Freundin macht. Damit hätte ich noch halbwegs leben können, wenn es nicht zusätzlich dermaßen viele Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler gegeben hätte. Mir tut das für die Autorin total Leid, da ich mich frage, wie das passieren konnte. Es sind nur so kleine Dinge wie "den" statt "dem" oder ähnlich. Aber leider einfach viel zu häufig.

Mit der Protagonistin Cassie wurde ich zu keinem Zeitpunkt richtig warm. Ihre Trauer wird schon sehr krass beschrieben. Mir ist klar, dass jeder Mensch auf seine eigene Art trauert, aber wenn ich mir überlege, dass Cassie gefühlt jedes Mal in Tränen ausbricht, wenn sie auch nur eine Kleinigkeit an ihren Vater erinnert, finde ich das ein bisschen überzogen. Es fing auch irgendwann ein bisschen an zu nerven, dass sie ständig am Weinen war. Zudem spielt sie einfach dauernd an ihren Zöpfen rum. Ich weiß nicht warum, aber nach einer Weile hat mich das schier wahnsinnig gemacht.

Und auch das Hin und Her zwischen Logan und Cassie fand ich irgendwann zu viel des Guten. Ich mochte Logan, und auch seine Schwester Summer und ich finde es schade, dass er so lange so schlecht wegkommt, was er im Übrigen gar nicht verdient hat. Sein Geheimnis, hat mich zwar überrascht, war jetzt aber auch nicht wahnsinnig weltbewegend. Ich fand es eher ein bisschen anstrengend wie er mit Cassie heiß und kalt gespielt hat. Mal war er total lieb und dann wieder ganz komisch. Zum Ende hin hat er mir immer besser gefallen.

Und auch das Ende selbst bringt die Geschichte dann letztendlich zu einem versöhnlichen Abschluss. Ich hatte das Gefühl, Cassie kommt endlich aus ihrem Hamsterrad raus und es geht ein bisschen vorwärts. Auch für Logan und Summer endet die Geschichte zufriedenstellend, sodass ich die Geschichte gut zu Ende gebracht finde.

Fazit:
"Sternschnuppenschauer" konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Das Cover ist wunderschön, doch besonders die vielen Schreibfehler und die für mich sehr anstrengende Protagonistin machten es mir schwer der Geschichte an einem Stück zu folgen. Schade, denn die Idee, Trauerbewältigung in ein sommerliches Setting zu packen finde ich alleine schon wegen diesen krassen Gegensätzen gut.

Samstag, 25. Juni 2016

Rezension "Royal - Ein Leben aus Glas"

Titel: Royal - Ein Leben aus Glas
Autor: Valentina Fast
Verlag: Impress (Carlsen)
Seitenzahl: 235
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99

(c) Impress / Carlsen
Zum Inhalt:
Tatyana wächst bei ihrer Tante auf. Nichts möchte sie lieber, als zu ihrer Schwester zu ziehen. Doch ihre Tante knüpft eine Bedingung an eine Zustimmung zu einem Umzug. Tatyana muss bei der Königinnenwahl mitmachen. Der Prinz des Landes, von dem im Übrigen niemand weiß, wie er aussieht, sucht eine Frau. Und dies mithilfe eines Castings, welches im Fernsehen übertragen wird. Tatyana ist alles andere als begeistert, dass sie bei dieser Show mitmachen muss. Doch für die Chance zu ihrer Schwester zu ziehen, würde sie fast alles tun. Abgesehen davon rechnet sie gar nicht damit, wirklich weit zu kommen. Und schneller als sie gucken kann ist sie mittendrin in dem Casting. Und die vier Männer, von denen bis zum Ende geheim bleibt, wer der Prinz ist wachsen ihr - zumindest zum großen Teil - schneller ans Herz, als ihr lieb ist.

Meine Meinung:
Die Story ist nicht neu, die Idee alt bekannt. Ob aus der Fernsehsendung der Bachlor oder der Buchreihe "Selection". Einziger Unterschied ist auf den ersten Blick, dass bei Royal eine weitere Herausforderung für die jungen Damen auftaucht, die darin besteht zu erraten, welcher der vier jungen Männer der Prinz ist.

Da ich "Selection" gerne gelesen habe und auch hier den Inhalt ansprechend fand, kaufte ich mir erst den ersten Band und dann ganz schnell auch den Rest der Reihe. Denn schnell wurde klar, dass ich nach dem ersten Band weiterlesen muss. Dass dieser nicht die gewünschten Antworten liefert und ich so lange an der Geschichte dran bleiben muss, bis ich diese habe.

Allerdings finde ich, dass dieser erste Band noch nicht mit besonders vielen neuen Ideen punkten kann. Er wirkt viel mehr wie eine Einführung in die dystopische Welt von Viterra. Da das Buch auch nicht allzu dick ist, passiert nicht wirklich viel, weswegen ich umso mehr froh bin, dass ich die Folgebände schon auf meinem Reader habe. Denn auch wenn der erste Band mich noch nicht wirklich in Begeisterungsstürme ausbrechen lässt, so habe ich ihn gerne gelesen und kann es auf eine nicht erklärliche Art nicht abwarten wieder in die Geschichte einzutauchen und zu erfahren wie es weitergeht.

Leider ist mir die Protagonistin Tatyana noch nicht sonderlich sympathisch. Sie wirkt oft wie ein pubtertärender unreifer Teenager, der alle anzickt und dem es niemand recht machen kann. Ihr hin und her mit einem der potentiellen Prinzen fand ich nach einer Weile ziemlich nervig. Für mich recht offensichtlich dass er sie mag, ist sie am laufenden Band unfreundlich zu ihm und wundert sich wieso er dann ebenfalls irgendwann nicht mehr so nett ist. Ich hoffe allerdings, dass die Protagonistin mit den Folgebänden reifer wird, denn die Atmosphäre die Valentina Fast erschafft, hatte irgendwie was. Das Buch strahlt das gewisse etwas aus, weswegen ich die Geschichte trotz meiner Kritikpunkte gerne gelesen habe.

Ich freue mich auf jeden Fall, wieder in die Welt von Viterra einzutauchen. Obwohl mich der erste Band nicht ganz überzeugt hat, hoffe ich in den Folgebänden auf ein paar neue Ideen zu stoßen, sodass sich die Geschichte schön von der Masse abhebt. Die Idee, nicht zu wissen, wer der Prinz ist, finde ich in jedem Fall klasse und alleine deswegen werde ich bis zum Schluss mit dabei bleiben. Ich habe da ja schon meine ganz eigene Vermutung und bin gespannt ob diese sich bestätigen wird.

Fazit:
Ein erster Band einer Reihe, der mich nicht vollständig überzeugt hat. Die Protagonistin ging mir ziemlich oft auf die Nerven, auf innovative Ideen wartete ich zunächst vergeblich. Allerdings ist das Buch gut geschrieben und die Idee nicht zu verraten wer der Prinz ist, lässt mich in jedem Fall an der Reihe dran bleiben. Gut, dass ich die weiteren 5 Teile schon auf meinem ebook-Reader habe.

Freitag, 24. Juni 2016

Rezension "These broken stars - Lilac & Tarver"

Titel: These broken stars - Lilac und Tarver
Autor: Amie Kaufman/Meagan Spooner
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 496
Einbindungsart: Harcover/ebook
Preis: 19,99 €/ 13,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Lilac ist das reichste Mädchen des Universums und genau deswegen für alle Männer unerreichbar. Denn ihr Vater sorgt vehement dafür, dass ihr auch niemand zu nahe kommt. Auf der anderen Seite Tarver, ein Soldat mit Auszeichnung, der eigentlich nie vorhatte Lilac in irgendeiner Form näher zu kommen. Und doch kommt alles ganz anders. Als die beiden sich gemeinsam auf einem Raumschiff befinden, das in Schwierigkeiten gerät, landen sie zusammen in einer Rettungskapsel und mit dieser auf einem fremden Planeten. Schnell wird klar, sie sind auf sich allein gestellt. Die beiden müssen sich zusammenraufen und das obwohl sie wie Tag und Nacht sind. Schnell merken sie jedoch, was sie am anderen haben und das manches oft ganz anders ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Meine Meinung:
"These broken stars" überzeugt auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Cover. Dadurch wurde ich schnell auf das Buch aufmerksam. Und da ich immer noch sehr gerne alles lese, was mit Dystopien oder Science Fiction zu tun hat, war schnell klar, dass diese Geschichte mich interessiert.

Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich zugeben, dass ich der Geschichte etwas zwiegespalten gegenüber stehe. Sie konnte mich nicht restlos überzeugen und doch hat sie ihren ganz eigenen Charme und Charakter.

Zunächst einmal die Protagonisten. Die finde ich klasse gelungen. Sowohl Tarver als auch Lilac haben ihre ganz eigene, sehr besondere und gut herausgearbeitete Persönlichkeit. Man kann im Verlauf der Geschichte wunderbar beobachten, wie sie an den Geschehnissen wachsen und sich dabei immer besser kennen lernen. Tarver der Soldat, der Kriegsheld, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, überall zu überleben, koste es was es wolle. Und Lilac, das Mädchen aus gutem Hause, immer behütet, nie mit Schwierigkeiten konfrontiert. Viel gegensätzlicher können zwei Protagonisten eigentlich gar nicht sein. Und so wuchsen mir beiden recht schnell ans Herz, auch wenn es bei Tarver sogar noch etwas schneller als bei Lilac ging. Denn Lilac ist zu Beginn durchaus anstrengend, mit ihren Allüren und ihrem feinen Gehabe. Doch nach und nach, merkt man auch als Leser, was hinter der Fassade steckt und sie wird von einem Moment auf den anderen nahbar und menschlich.

Die Beziehung die sich zwischen den beiden entwickelt, ist ebenfalls sehr glaubwürdig. Natürlich denkt man aufgrund des Covers und des Titels sofort an eine Liebesgeschichte. Ob es hier eine gibt, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Es sei jedoch so viel gesagt, dass sich die beiden nicht nach 10 Seiten Hals über Kopf verlieben. Viel mehr schildern die Autorinnen glaubwürdig, wie auch Lilac und Tarver erstmal lernen müssen, ihren Standesunterschied zu überwinden und einander zu vertrauen.

Die Handlung selbst ist das, was mich etwas unschlüssig zurücklässt. Einerseits schaffen die beiden Autorinnen eine unglaubliche Atmosphäre. Sie bauen eine Welt auf, die ihresgleichen sucht. Sie spielen mit der Fantasie des Lesers und nehmen in mit in fremde Galaxien. Doch dauerte es für mich etwas zu lange, bis die Geschichte so richtig in Schwung kam. Der Beginn ist extrem spannend, der Absturz des Raumschiffs fesselnd beschrieben. Doch sobald die beiden auf dem fremden Planeten gelandet sind, passiert gefühlt nicht mehr richtig viel. Und so zog sich die Handlung für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge. Die beschriebene Landschaft ist atemberaubend. Die Autorinnen besitzen das untrügliche Talent dafür, die Welt dort so zu beschreiben, dass sie vor meinem inneren Auge immer mehr heranwuchs. Doch die Geschehnisse kommen nur langsam in Schwung und so hätte ich an der ein oder anderen Stelle gerne etwas mehr Action und Spannung gehabt.

Das Ende wird dann wieder sehr fulminant. Hier hatte ich das Gefühl, die Autorinnen wollen schnell noch nachholen, was sie beim Rest der Geschichte versäumt haben. Auch wenn das in diesem Fall kein negativer Kritikpunkt ist, da ich das Ende richtig spannend und actionreich fand. Davon hätte ich gerne mehr während der gesamten Geschichte gehabt, auch wenn die leisen Töne, auf die die Autorinnen setzen, durchaus auch ihren Reiz besitzen.

Manches fand ich zum Ende hin ziemlich krass und sagen wir mal durchaus ungewöhnlich. Man muss den Autorinnen zu gute halten, dass sie alle Vorfälle der Geschichte aufklären und dabei ziemlich kreativ sind. Ich hatte nie das Gefühl, dass hier irgendwelche alten Kamellen neu aufgewärmt werden. Mit ihrer eigenen Kreativität und ihren ganz neuen Ideen wissen die Autorinnen zu überzeugen.

Und obwohl die Geschichte zu einem guten Ende kommt, bleibt doch noch ein bisschen etwas offen, was Raum für Band 2 und 3 lässt. Ich finde man kann diesen ersten Band durchaus auch als alleinstehendes Buch lesen, aber natürlich interessiert mich jetzt doch, wie es nach den Geschehnissen aus Band 1 weitergeht, auch wenn die anderen beiden Bände andere Protagonisten als Hauptpersonen haben werden.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich nicht vollständig überzeugen konnte. Die Autorinnen haben eine unglaubliche Kreativität und schaffen eine Welt die ihresgleichen sucht. Die Protagonisten sind authentische Persönlichkeiten, die mir schnell ans Herz wuchsen, doch die Handlung war für mich im Mittelteil etwas zu schleppend, sodass mir ein bisschen etwas gefehlt hat, auch wenn das Buch seinen ganz eigenen Zauber verströmt.