Montag, 31. Oktober 2016

Rezension "Bitter & Sweet - Mystische Mächte"

Titel: Bitter & Sweet - Mystische Mächte
Autor: Linea Harris
Verlag: Piper
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-492-70421-2
Einbindungsart: Paperback / ebook
Preis: 12,99 € / 9,99 €

(c) Piper
Zum Inhalt:
Jillian ist 17 Jahre alt. Vor kurzem hat sie erfahren, dass sie eine Hexe ist. Jahrelang dachte sie, sie wäre ein ganz normaler Teenager und nun dieser Schock. Fortan soll sie die magische Schule besuchen um unter ihresgleichen zu sein. Dort angekommen lernt sie alles über Vampire, Werwölfe und Dämonen. Schnell findet sie eine Freundin und auch sonst fühlt sie sich dort deutlich wohler, als unter den Menschen. Doch schnell ist es mit der Ruhe vorbei. Nicht nur spielen ihre Hormone aufgrund des männlichen Geschlechts verrückt, nein auch die Dämonen finden plötzlich ihren Weg an Orte, die eigentlich mit Magie geschützt sind. Und plötzlich schweben alle in großer Gefahr.

Meine Meinung:
Früher habe ich sehr gerne Fantasy gelesen. In den letzten Jahren wurde das jedoch immer weniger. Seit kurzer Zeit lese ich jedoch wieder sehr gerne ab und an ein Fantasybuch. Besonders die, die wie Harry Potter in der realen Welt spielen. Und genau so eines haben wir hier auch.

Eine reale Welt, in der fantastische Wesen vorkommen. Eine Schule, wie wir sie von Hogwarts kennen, auf die die fantastischen Wesen gehen. Ich muss zugeben, dass es noch ein paar andere Dinge gab, die mich doch an Harry Potter erinnert haben. Natürlich kann das Rad nicht neu erfunden werden, doch einige Dinge waren sehr deutlich genauso wie in Rowlings Romanen. Dies tut der Geschichte aber nicht wirklich einen Abbruch.

Denn die Autorin hat natürlich auch noch viele eigenen Ideen. Die Dämonen, die Art wie sie in unserer Welt sind. Die Geheimnisse und die teils überraschenden Wendungen fand ich sehr gelungen, spannend zu lesen, toll mitzuverfolgen. Die Umgebung, in der das Buch spielt, ist toll beschrieben. Ich konnte sie mir total gut vorstellen. Gerade die Elfenlichtung, der Wald und die Schule selbst geben ein tolles Bild ab.

Auch die Protagonisten mochte ich sehr gerne. Es ist total schön zu sehen, was für eine Entwicklung Jill durchläuft. Natürlich handelt sie das ein oder andere mal impulsiv und naiv, doch trotzdem wächst sie im Verlauf der Geschichte immer wieder über sich hinaus. Kurzzeitig könnte man vielleicht denken, dass diese Entwicklung zu schnell und unrealistisch von statten geht, doch die Autorin hat hierfür eine tolle Erklärung, wie ich finde. Und auch die restlichen Personen sind super gelungen, authentisch und machen großen Spaß.

Zuletzt muss ich noch kurz auf die Liebesgeschichte eingehen, die ich einfach hinreisend fand. Von der ersten Begegnung an, war mir klar, da kribbelt es, da wird es irgendwann funken. Als es dann soweit war, bin ich nur so dahin geschmolzen. Ein wirklich hinreißendes Paar. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und muss auch unbedingt die anderen beiden Teile lesen.

Fazit:
Ein tolles Fantasybuch, das zeitweise ein wenig an Harry Potter erinnert, doch auch mit vielen eigenen Ideen punkten kann. Vor allem die tollen Protagonisten, die wunderschöne Liebesgeschichte und die extrem spannende Handlung, machen dieses Buch zu einem tollen Erlebnis.

Samstag, 29. Oktober 2016

Rezension "Vierundzwanzig Stunden"

Titel: Vierundzwanzig Stunden
Autor: Guillaume Musso
Verlag: Piper
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-86612-401-1
Einbindungsart: Paperback / ebook
Preis: 16,99 € / 12,99 €

(c) Piper
Zum Inhalt:
Arthur Costello erbt von seinem Vater einen mysteriösen Leuchtturm. Bereits zwei Menschen, denen der Leuchtturm gehörte, verschwanden auf mysteriöse Weise. Im Keller eine zugemauerte Tür. Arthur erbt den Leuchtturm nur, wenn er seinem Vater verspricht, sich unter allen Umständen von dieser Tür fern zu halten, diese niemals zu öffnen. Doch natürlich übt diese Tür eine magische Anziehungskraft auf Arthur aus und dieser beschließt das Geheimnis zu lüften. Doch als er die Türe tatsächlich öffnet, geschieht etwas, womit er niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist nicht mein erstes Buch des Autors. Was ich bisher von ihm gelesen habe, gefiel mir immer sehr gut. Auch dieses Buch klang wieder toll und so freute ich mich, als ich endlich mit dem Lesen beginnen konnte.

Ich muss zugeben, dass ich hier mal wieder so meine Schwierigkeiten mit dem Beginn hatte. Ich kam nicht richtig in die Geschichte rein, fand es sehr merkwürdig, was geschah nachdem Arthur sich an der Tür zu schaffen gemacht hatte. Nicht nur einmal rollte ich genervt mit den Augen und war drauf und dran das Buch zur Seite zu legen. Ich kann hier nicht mehr verraten, denn das wäre zu viel und würde die Spannung nehmen. Doch ich beschloss weiter zu lesen um zu erfahren, was genau hinter der Idee des Autors steckt. 

Je weiter die Geschichte voran ging, desto besser kam ich mit ihr klar. Ich begann zu verstehen und konnte mich endlich auf das Geschehen einlassen. Auch kam immer mehr Spannung auf, denn ich hatte keine Ahnung worauf das alles hinauslaufen würde.

Die Personen blieben etwas blass. Man erfährt nicht allzu viel über sie und so hatte ich meine Schwierigkeiten wirklich warm mit ihnen zu werden. Auch gibt es immer wieder große Sprünge in der Geschichte, die es teilweise schwer machten, dem Geschehen zu folgen oder auch zu verstehen, in welcher Zeit man sich gerade befindet.

Und trotzdem übte das Buch eine fast magische Faszination auf mich aus. Die Seiten flogen immer schneller dahin und ich konnte es kaum erwarten zum Ende und hinter das Geheimnis zu kommen. Arthur auf seinem Weg zu verfolgen war äußerst faszinierend. Als das Ende immer näher rückte, hatte ich immer noch keine Ahnung, worauf das alles hinauslaufen sollte.

Ich muss zugeben, dass mich die letzten Zeiten zunächst irritierten. Ich dachte echt, ich hätte das Buch nicht verstanden. Kurz war ich versucht nochmal zurück zu blättern um zu verstehen, was der Autor mir sagen will. Doch ich beschloss das Ende erstmal komplett zu lesen, was sich im Nachhinein nicht als Fehler herausstellte. Denn plötzlich begann ich zu verstehen. Ich war gleichermaßen geschockt, wie ich auch Bewunderung für den Autor verspürte. Die Auflösung ist nahezu grandios, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Für mich sind alle Erklärungen schlüssig, auch wenn ich mich am Ende sehr auf die Geschichte konzentrieren musste um die Auflösung in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Ein beeindruckendes Ende.

Fazit:
Eine Geschichte, die mir zunächst etwas Schwierigkeiten machte, die aber im weiteren Verlauf immer besser wurde. Die Protagonisten waren zwar nie so meins, doch das Ende reißt so gut wie alles raus. Es ist schlicht und einfach grandios, überwältigend und etwas womit ich nie gerechnet hätte. Diese Geschichte werde ich sicher so schnell nicht vergessen.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Rezension "Fire Girl - Gefährliche Suche"

Titel: Fire Girl - Gefährliche Suche (Bd. 1)
Autor: Matt Ralphs
Verlag: bloomoon
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-8458-1640-1
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 14,99 € / 12,99 €
Alter: ab 12 Jahren

(c) bloomoon
Zum Inhalt:
Hazel Hooper ist 12 Jahre alt. Ihre Mutter ist eine Hexe mit Heilkräften. Hazel hofft, dass sie auch die Hexenkraft in sich hat, doch noch wartet sie vergeblich darauf. Zusammen mit ihrer Mutter lebt sie abgeschottet von der Welt auf der Hexenlichtung. Als ihre Mutter jedoch eines Tages von einem Dämon entführt wird, erwacht die Hexenkraft in Hazel. Sie merkt dass sie eine Feuerhexe ist und setzt nun alles daran, ihre Mutter zu finden. Hilfe bekommt sie von dem Jungen David und seinem Meister. Diese beiden sind jedoch eigentlich Hexenjäger und Hazel muss nun nicht nur ihre Mutter retten, sondern auch aufpassen, dass ihre wahre Identität nicht aufgedeckt wird. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt.

Meine Meinung:
Diese Fantasy-Geschichte ab 12 Jahren bietet alles, was man von einer Fantasy-Geschichte erwarten darf. Ich habe gemerkt, dass ich schon länger keine so richtige Fantasy-Geschichte gelesen habe, doch hier war ich sofort in der Geschichte drin.

Zunächst lernen wir Hazel und ihre Mutter kennen, doch dann überschlagen sich die Ereignisse auch schon. Hazels Mutter wird entführt und sie selbst macht sich auf die Suche nach ihr. An die Dämonen, die nicht gerade schön beschrieben werden, musste ich mich zunächst etwas gewöhnen. Doch dann brachten sie große Spannung in die Geschichte rein.

Besonders die Gefährten der jeweiligen Hexen, vor allem die kleine Haselmaus, haben mir total gut gefallen. Sie sind so sympathisch, teilweise frech, teilweise auch ein bisschen zickig und geben der Geschichte genau die richtige Würze. Auch Hazel selbst gefiel mir sehr gut. Obwohl sie erst 12 Jahre alt ist, ist sie eine mutige junge Dame, die alles dafür tut ihre Mutter zu retten. Natürlich ist sie hierbei auch ab und an etwas naiv, doch das ist für ihr Alter völlig in Ordnung und lässt sie extrem authentisch wirken.

Der Schreibstil des Autors gefällt mir ebenfalls sehr gut und auch der Aufbau des Buches ist toll gemacht. So beginnt jedes Kapitel mit einem Auszug aus den Hexengesetzen oder irgendwelchen Informationen über die Hexen, was ich sehr interessant und gut gemacht fand. 

Obwohl es sich hierbei eher um ein Kinderbuch handelt war ich extrem gefesselt. Das Buch ist total spannend. Ich konnte nicht immer vorhersehen was passieren würde und war immer wieder überrascht über die tollen Idee, die in dem Buch verarbeitet worden sind. Da es sich hier um einen ersten Band handelt, werden einige Fragen natürlich nicht beantwortet und bleiben offen. Der Kampf Gut gegen Böse hat hier gerade erst begonnen und lässt viel Spielraum für den nächsten Band. Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht, weswegen ich natürlich den nächsten Band auch lesen werde.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch ab 12 Jahren, welches fantastisch und spannend ist und viel Spielraum für den nächsten Band lässt. Hat mich sehr gefesselt!


Montag, 24. Oktober 2016

Rezension "Worst best friends - Liebe ändert alles"

Titel: Worst best friends - Liebe ändert alles
Autor: Dyan Sheldon
Verlag: bloomoon
Seitenzahl: 272
ISBN:  978-3-8458-1429-2
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,99 € / 10,99 €
Alter: ab 14 Jahren

(c) bloomoon
Zum Inhalt:
Savannah und Gracie sind beste Freundinnen. Doch sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Savannah ist ein Hingucker, kaum ein Junge, der ihr nicht verfallen ist. Sie interessiert sich für Mode, Shopping und Klatsch. Gracie ist das genaue Gegenteil. Oberflächliche Dinge sind ihr unwichtig. Sie hatte noch nie einen Freund, engagiert sich für die Umwelt und ist auch sonst eher ein ruhiger Typ Mensch. Gracie ist immer für Savannah da, doch als sie von dieser immer häufiger zum Lügen gezwungen wird, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

Meine Meinung:
Eine Geschichte über Freundschaft und doch auch wieder nicht. Denn ich bin mir nicht sicher, ob ich die Beziehung zwischen Gracie und Savannah wirklich als Freundschaft bezeichnen würde. Viel mehr ist Gracie sehr hörig. Von ihrer Seite ist es definitiv Freundschaft, doch Savannah scheint sie meistens eher auszunutzen.

Dies trug dazu bei, dass ich irgendwann heftige Aggressionen gegen Savannah entwickelte. Eigentlich muss ich der Autorin ein echtes Kompliment aussprechen, denn sie hat hier eine unglaublich ausdrucksstarke Persönlichkeit geschaffen. Für mich alles andere als sympathisch ist sie doch ein Charakter, den ich so schnell nicht vergessen werde. Das Zusammenspiel mit Gracie ist sehr interessant beschrieben und die beiden Gegensätze geben der Geschichte einen ganz besonderen Charakter.

Und auch Gracie ist toll zu beobachten. Sie macht die wohl größte Entwicklung in diesem Buch durch. Fängt an eine eigene Meinung zu entwickeln und diese auch zu äußern. Lange Zeit hätte ich sie gerne schütteln wollen, so hörig war sie Savannah. Doch nach und nach wird aus dieser grauen Maus eine echte Persönlichkeit. Leider nimmt diese Zeit nur einen kleinen Teil des Buches ein. Gerne hätte ich Gracie noch länger auf ihrem ganz eigenen Weg begleitet.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und toll zu lesen. Savannah ist nicht unbedingt der hellste Stern unter der Sonne und so verspricht Gracie, die sehr intelligent ist verbessert sie hierbei immer wieder, was ich recht amüsant fand, auch wenn es irgendwann vielleicht ein bisschen zu viel wurde, da Savannah dadurch schon wirklich sehr doof wirkte.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Zwar ist es durchaus eines mit hohem Aggressionspotential doch trotzdem auch sehr unterhaltsam. Die Beziehung zwischen Gracie und Savannah ist interessant zu verfolgen und der Verlauf der Geschichte war für mich sehr passend gewählt. Das Ende gefällt mir sehr gut und lässt mich ziemlich zufrieden zurück. Hätte die Autorin ein anderes gewählt, wäre ich wohl eher enttäuscht gewesen.

Fazit:
Ein Buch über Freundschaft, bzw. die heftigen Ausmaße die eine Freundschaft annehmen kann. Ein Buch übers Loslösen und Erwachsenwerden, ein Buch über Liebe, Schmerz und allem, was ein Teenagerleben sonst noch so mitbringt.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezension "Der zauberhafte Wunschbuchladen"

Titel: Der zauberhafte Wunschbuchladen
Autor: Katja Frixe
Verlag: Dressler
Seitenzahl: 174
ISBN: 978-3-7915-0021-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab 11 
(c) Dressler
Zum Inhalt:
Ein sprechender Kater, ein sprechender Spiegel und eine Buchhandlung, wie man sie sich nur wünschen kann. Für Clara könnte alles so toll sein, würde ihre beste Freundin nicht so weit weg ziehen, dass sie sich nicht mehr jeden Tag sehen können. Nicht mehr gemeinsam in die Schule, geschweige denn in den Wunschbuchladen gehen. Eine Katastrophe. Doch auch nachdem Lene weg ist, ist der Wunschbuchladen ein Zufluchtsort für Clara und hilft ihr, ihren Abschiedsschmerz ein bisschen besser zu verkraften.

Meine Meinung:
Ein Kinderbuch, bei dem mir sowohl der Titel, als auch das Cover richtig gut gefallen. Das Cover ist richtig schön einladend, die vielen Bücher die zu sehen sind, machen Lust, sofort nach dem Buch zu greifen.

Als ich anfing zu lesen, musste ich mir kurz daran gewöhnen, dass es tatsächlich einen sprechenden Spiegel und einen sprechenden Kater gibt. Doch schon nach kurzer Zeit war das irgendwie total normal und ich fand das Buch einfach nur schön. Ich glaube, das ist ein richtig schönes Kinderbuch. Nicht nur für Kinder, die sich vielleicht auch von ihrer besten Freundin verabschieden müssen. Nein, für alle Kinder, die Bücher und das Magische lieben, ist dieses Buch genau das richtige.

Ich mag es ja immer total, wenn in Büchern auch Buchhandlungen vorkommen. Und hier ist ja von einer ganz besonderen Buchhandlung die Rede. Dem Wunschbuchladen. Ein wenig merkwürdig, ein bisschen fantastisch, ein bisschen schrullig. Die Beschreibungen des Buchladens sind einfach toll. Ich habe das Gefühl, ich bin selbst schon dort gewesen.

Ich freue mich richtig darauf, wenn meine Tochter mal alt genug ist und ich ihr das Buch vorlesen oder sie es auch selbst lesen kann. "Der zauberhafte Wunschbuchladen" ist einfach ein rund um gelungenes Buch. Es ist nicht zu spannend, sodass manche Kinder vielleicht Angst bekommen könnten, doch trotzdem unterhaltsam von vorne bis hinten. Immer wieder musste ich auch schmunzeln. Gerade der reimende Kater wird sicherlich auch jedem Kind gefallen.

Die Protagonisten Clara und Lene sind Kinder mit denen sich andere sicher super identifizieren können. Sie sind weder besonders hübsch, noch herausragend intelligent. Sie sind einfach ganz normal, so wie du und ich. Sie haben die gleichen Interessen und Probleme wie andere Kinder in diesem Alter und so finde ich auch die Personen wirklich gut gelungen.

Dem Klappentext lässt sich entnehmen, dass dies wohl der Beginn einer Reihe ist. Und so freue ich mich schon wahnsinnig darauf, bald wieder ein Abenteuer von Clara in der Hand zu halten. Ich bin gespannt, wie es mit Frau Eule, der Buchhändlerin und ihrem Buchladen weitergeht. Und natürlich was der Spiegel und der reimende Kater so alles erleben werden.

Fazit:
Ein ganz tolles Kinderbuch, mit schönen Bildern, tollen Protagonisten und einem magischen Buchladen. Perfekt für alle Kinder ab 11 Jahren.

Montag, 17. Oktober 2016

"Rezension" Fangirl auf Umwegen

Titel: Fangirl auf Umwegen
Autor: Amelie Murmann
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 280
ISBN: 978-3-646-92887-7
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress/Carlsen
Zum Inhalt:
Luna ist so ziemlich der größte Harry-Potter-Fan der Welt. Als sie eine Reise in die Universal Studios in Orlando gewinnt, ist das für sie, als würden alle Weihnachtsfeste und alle Geburtstage auf einen Tag fallen. Der Höhepunkt ihres Gewinns ist eine Challenge, an der sie und viele weitere Teilnehmer aus vielen verschiedenen Ländern teilnehmen. Zu gewinnen gibt es 100.000€. Nichts leichter als das. Niemand kann so viel über Harry Potter wissen, wie sie. Denkt Luna und wird schnell eines besseren belehrt. Besonders Leo stellt sich als sehr hartnäckig raus. Dabei ist er eigentlich ganz niedlich, mit seinen ockerfarbenen Augen.

Meine Meinung:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Amelie Murmann und bisher war ich eigentlich auch von all ihren Werken begeistert. Hier bin ich es leider nicht ganz so, wie von ihren anderen Titeln.

Zunächst muss ich einmal sagen, dass ich selbst auch ein riesiger Harry-Potter-Fan bin und die Story alleine deswegen schon eine magische Anziehungskraft auf mich ausübte. Die Universal Studios in Orlando (in die ich übrigens spätestens seit dieser Geschichte unbedingt mal will) beschreibt Murmann toll. Richtig bildhaft konnte ich mir die Umgebung, in der sich die Kandidaten bewegen super vorstellen. Ich fühlte mich so, als würde ich mit Luna und Leo durch den Park wandeln. Und die vielen Anspielungen auf Harry Potter sind einfach nur genial. Für mich war das fast wie eine Rückkehr ins Potter-Universum.

Allerdings fehlte mir so ein bisschen Murmanns Witz. Ich bin es gewöhnt, dass ich bei ihren Büchern herzhaft lachen und oft schmunzeln muss. Dies blieb hier zum größten Teil aus. Ich denke, wenn ich noch nie ein Buch von ihr gelesen hätte, dann würde ich das nicht so kritisch sehen, da sie sonst einen sehr schönen Schreibstil hat. Aber da ich weiß, dass sie es auch anders kann, machte sich bei mir eine leise Enttäuschung breit.

Leo gefiel mir richtig gut. Er ist von Anfang an schwer zu durchschauen und lässt Luna und uns Leser erst ganz zum Schluss hinter seine Fassade blicken. Ein sehr ausdrucksstarker Charaktere, der Tiefgang besitzt und wirklich schön gestaltet ist. Mein Verhältnis zu Luna hingegen, war etwas schwierig. Sie ist für meinen Geschmack ein bisschen zu zickig und anstrengend. Zwar kann ich viele ihrer Beweggründe, z.B. ihr Verhältnis zu Geld, sehr gut verstehen, trotzdem fand ich einige ihrer Reaktionen nicht so richtig nachvollziehbar und ziemlich kindisch. Zusammen sind die beiden allerdings sehr süß, auch wenn es da auch die ein oder andere Szene gegeben hat, die mich die Augen rollen ließ.

Die Idee der Chocolate Challenge, die Murmann hatte, finde ich super. Die einzelnen Aufgaben sind kreativ und machen das Wandern durch den Park zu einem besonderen Erlebnis. Nicht nur einmal ertappte ich mich dabei, wie ich etwas neidisch auf die Teilnehmer wurde, die drei volle Wochen in diesen grandiosen Parks verbringen durften.

Fazit:
Das Buch bringt auf jeden Fall ein magisches Feeling mit sich. Es macht Lust, selbst mal die Universal Studios in Orlando zu besuchen und auf Harrys Spuren zu wandeln. Der Schreibstil von Murmann ist schön zu lesen, allerdings lässt sie ihren Humor und ihre Spritzigkeit vermissen, was ich ein wenig schade finde. Auch mit Luna konnte ich nie wirklich warm werden, sodass mich das Buch zwar sehr gut unterhalten hat, mich jedoch nicht in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen lässt.

3,5 Punkte

Sonntag, 16. Oktober 2016

Rezension "Atempausen im Advent" - der Adventskalender für Mütter

Titel: Atempausen im Advent
Autor: Sandra Salm
Verlag: Patmos 
Seitenzahl: 52
ISBN: 978-3-8436-0813-8
Einbindungsart: geheftet
Preis: 8,99 € 

(c) Patmos
Meine Meinung:
Wie schon letzten Sonntag angekündigt, kommt heute die Vorstellung des nächsten Adventskalenders. Die Zeit bis Weihnachten wird immer weniger, die - für mich - sehr schöne Zeit rückt so langsam aber sicher näher. Dieser Adventskalender richtet sich speziell an Mütter. Die Autorin ist selbst Mutter und bietet mit ihrem Adventskalender tatsächlich schöne Atempausen für diese besinnliche Zeit.

Da der Kalender aus dem Patmos-Verlag stammt, hat er auch einen christlichen Hintergrund, was für mich aber völlig in Ordnung ist. Nur sollten Leute, die damit nichts anfangen könnten, vielleicht von diesem Kalender Abstand nehmen. Ansonsten handelt es sich hierbei um einen schönen, besinnlichen Begleiter.

Besonders gut gefällt mir die Aufmachung dieses Kalenders. Oft hat man als Mutter ja nicht so richtig viel Zeit für sich. Und dafür eignet sich dieser Kalender perfekt. Die Texte sind kurz und knapp und so gut während ein paar ruhigen 5 Minuten zu lesen. Der Kalender eignet sich zum an die Wand hängen, jeden Tag blättert man um. Der Text befindet sich dann auf dem unteren Blatt, das Bild befindet sich meistens in der oberen Hälfte. Manchmal ist es auch umgekehrt. Ein wenig schade finde ich es, dass man den Kalender nicht auch auf den Tisch stellen kann, denn das finde ich eigentlich fast noch schöner, als ihn an die Wand zu hängen. Vor allem, da ich meistens an der Wand nicht so viel Platz habe.

Der Kalender ist schön klein, sodass er an der Wand auch nicht viel Platz wegnimmt. Ich denke ich werde ihn irgendwo in die Nähe es Esstisches hängen, sodass ich morgens beim Frühstück einen kurzen Blick darauf werfen und einen besinnlichen Impuls für den Tag mitnehmen kann. Mit seinem Preis von 8,99 € ist er recht günstig und somit für so gut wie jeden erschwinglich. Ein richtig schöner Adventskalender. 

Fazit:
Ein toller Adventskalender, besinnlich, mit weihnachtlichen Fotos, ein toller Begleiter für die Adventszeit.

Rezension "Harry Potter und das verwunschene Kind"

Titel: Harry Potter und das verwunschene Kind
Autor: J.K. Rowling/John Tiffany/Jack Thorne
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 336
ISBN:  978-3-551-55900-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Die achte Geschichte, 19 Jahre später. Harry ist inzwischen Erwachsen und arbeitet im Zaubereiministerium. Er hat selbst drei Kinder, die Hogwarts besuchen. 19 Jahre ist es her, dass Voldemort in der alles entscheidenden Schlacht um Hogwarts besiegt wurde. Doch das Dunkle war nie ganz weg. Und plötzlich ist Harry's Sohn mitten im Geschehen. Missverstanden von seinem Vater lässt er sich auf Dinge ein, die nur schwer rückgängig zu machen sind.

Meine Meinung:
Wie die meisten von euch sicher wissen, handelt es sich bei diesem Buch nicht wirklich um eine Fortsetzung, einen achten Band. Allerdings hat das für mich keine große Rolle gespielt, denn für mich fühlte es sich trotzdem an wie eine offizielle Fortsetzung. Es IST ein achter Band, denn das Buch knüpft mit seinen ersten Szenen an die letzten aus dem 7. Band.

Natürlich muss man vorher wissen, dass es sich hierbei um ein Theaterstück handelt, doch auch dies störte mich nicht. Es sind zwar so gut wie ausschließlich Dialoge die man liest, doch hatte ich nie das Gefühl, dass diese wirklich anders aufgebaut sind, als wären sie in einen Roman eingebaut. Auch die Regieanweisungen ließen sich meist ziemlich flüssig lesen und wirkten eher wie ein Teil der Geschichte.

Ich war so begeistert, endlich meine liebgewonnenen Charaktere wieder zu treffen, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Ob Harry, Hermine, Ron oder auch Draco Malfoy. Alle bekommen ihren Part in der Geschichte, was ich richtig klasse fand. Zu gerne würde ich das Theaterstück auch aufgeführt sehen.

Recht schnell wurde die Geschichte ziemlich spannend. Ich war gefesselt vom Geschehen und stieß immer wieder auf Dinge, die ich nicht vorhersehen konnte. Die Ideen, die in diesem Buch bzw. Theaterstück verarbeitet werden, sind meiner Meinung nach richtig kreativ und wirklich grandios. Ich hatte so viel Spaß an dem Buch. Immer wieder werden auch Dinge aus der Vergangenheit erwähnt, was mich in die Zeit zurück versetzte, in der ich die Bücher gelesen habe.

Fazit:
Mir hat dieses Theaterstück super gefallen. Ich habe es sehr gerne gelesen. Die Geschichte ist spannend, kreativ und oft nicht vorhersehbar. Ich fühlte mich so sehr in die Harry-Potter-Welt versetzt, dass ich jetzt umso trauriger bin, dass es schon wieder vorbei ist.

Samstag, 15. Oktober 2016

Rezension "Für dich soll's tausend Tode regnen"

Titel: Für dich soll's tausend Tode regnen
Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Seitenzahl: 319
ISBN:  978-3-570-17155-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) cbj
Zum Inhalt:
Emi ist anders als ihre Klassenkameraden. Sie trägt mit Vorliebe schwarz und verpasst jedem, der sie ärgert in Gedanken eine Todesart. Das ist ihr Hobby und so vertreibt sie sich auch schon mal langweilige Busfahrten damit. Und gerade nerven sie besonders viele Menschen. Ihr Vater hat eine Neue, die nervt so richtig. Ihr Bruder ist einfach nett zu allen, was sie auch überhaupt nicht verstehen kann und dann ist da auch noch ihre neue Schule. Dort trifft sie auf Erik. Erik der total verschlossen ist und mit dem sie schon am ersten Tag aneinander gerät. Gemeinsam müssen sie daraufhin einen Strafdienst verrichten, schlimmer könnte es wirklich nicht mehr kommen. Doch dann merkt Emi, das hinter Eriks düsterer Fassade mehr steckt, als es auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Meine Meinung:
"Für dich soll's tausend Tode regnen" ist schon optisch ein absoluter Hingucker. Das schwarze Cover und vor allem das Innenleben, lassen sofort innehalten, wenn man das Buch sieht. Jede Seite ist von einem schwarzen Rahmen umgeben, sodass sie aussieht wie eine Todesanzeige.

Dies passt natürlich zum Inhalt dieses Buches. Zwar geht es nicht wirklich um den Tod, aber natürlich spielt Emis doch sehr besonders Hobby eine große Rolle. Nun könnte man annehmen, dass das Thema "Tod" doch ein sehr düsteres ist und das Buch deswegen traurig sein müsste. Doch weit gefehlt. Das Buch ist alles anderes als das. Es ist einfach super witzig und sprüht nur so vor Charme.

Zwar hat die Protagonistin Emi durchaus eine düstere Ausstrahlung, doch diese legt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr, zudem hat sie dafür auch einen guten Grund. Ich muss zugeben, dass mich Emis Hobby zunächst etwas irritierte und ich ganz zu Beginn etwas gebraucht habe, bis ich mich mit den ausgedachten Todesarten angefreundet habe, doch nachdem sich das gelegt hat, habe ich das Buch einfach nur genossen. Nicht nur einmal habe ich mich aufgrund der sehr kreativen Ideen der Autorinnen extrem amüsiert.

Emi und Erik sind einfach ein genials Duo, das ihresgleichen sucht. Ich fand die beiden so klasse. Sowohl alleine, als auch gemeinsam sind die beiden extrem starke Charaktere die großen Spaß machen. Sie harmonieren perfekt miteinander, auch wenn sie sich zu Beginn überhaupt nicht leiden können. Das Zusammenspiel, die Gespräche der beiden sind klasse und ich bin immer noch hin und weg von ihnen. Ich wünschte wirklich, das Buch wäre noch nicht aus und ich könnte die beiden noch weiter auf ihrem Weg begleiten.

Die kreativen Ideen der Autorinnen und die immer wieder überraschenden Momente sind richtig toll. Das Buch macht so viel Spaß, das hätte ich zu Beginn überhaupt nicht erwartet. Jede Seite habe ich genossen jede witzige Idee in mich aufgesaugt. Die Autorinnen haben hier definitiv ein Buch geschrieben, das auf keinen Fall ein typisches Jugendbuch ist. Es sticht heraus, macht unglaubliche Freude und ist so herrlich negativ, das man einfach nur darüber lachen kann.

Fazit:
Ein SUPER Jugendbuch. Die kreativen Ideen der beiden Autorinnen und die beiden Protagonisten, haben mich so begeistert, das ich immer noch hin und weg bin!

Montag, 10. Oktober 2016

Rezension "Das Schweigen der Schweine"

Titel: Das Schweigen der Schweine
Autor: Alexa Rudolph
Verlag: emons
Seitenzahl: 272
ISBN:  978-3-95451-951-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 11,90 €

(c) Emons
Zum Inhalt:
Ein Bauernhof im tiefsten Schwarzwald. Eigentlich eine friedliche Gegend. Doch das ändert sich schlagartig. Es gibt nicht nur ein Schaf ohne Kopf und einen Hühnerfuß. Nein, es verschwindet auch noch ein Kind und gibt zudem zwei Leichen. Vorbei ist es mit der Idylle im Schwarzwald. Das Kind bleibt verschwunden. Die Toten kann man nicht mehr befragen. Der Kommissar steht vor einem Rätsel. Niemand scheint zu wissen, wo die kleine Leni ist, geschweige denn, was passiert ist.

Meine Meinung:
Dieser Regionalkrimi, spielt, wie der Inhalt schon verrät im tiefsten Schwarzwald. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass doch immer wieder badische Begriffe in der Geschichte vorkommen. Zwar komme ich selbst aus Schwaben, habe aber trotzdem das meiste verstanden. Für manche Begriffe hätte aber sogar ich ein Wörterbuch gebraucht. Da der Krimi aber deutlich als Regionalkrimi gekennzeichnet ist, finde ich das auch völlig in Ordnung so. Allerdings denke ich, dass Leser, die aus völlig anderen Regionen kommen so ihre Schwierigkeiten haben könnten.

Zunächst packte mich die Geschichte nicht so richtig. Es wurde viel von der Landschaft beschrieben und alles plätscherte so gemächlich dahin. Es passierte einfach nicht viel. Selbst als Leni verschwand, konnte ich nicht viel spannendes an der Geschichte finden. Zwar fragte ich mich natürlich, was mit ihr passiert ist, doch so richtig brennend wollte ich es nicht wissen.

Spannender wird es dann, als die Leichen auftauchen. Da begann ich mich wirklich zu fragen, was um alles in der Welt da wohl geschehen ist und ob diese Morde mit der verschwundenen Leni zusammenhängen. Das Buch wurde spannender und mir fiel es leichter an der Geschichte dran zu bleiben.

Sehr gut sind der Autorin die Charaktere gelungen. Zwar kann ich kaum behaupten, dass sie mir sonderlich sympathisch sind (den Kommissar mal ausgenommen), doch sind sie wirklich unverwechselbar und authentisch gestaltet. Gerade das unsympathische und schrullige lassen diese Charaktere sehr echt wirken. Man merkt sofort, hier ist nicht alles eitel Sonnenschein, hier gibt es Probleme, womöglich schon über viele Jahre. Dies hat die Charaktere gezeichnet, was die Autorin auch sehr schön zu transportieren weiß.

Für mich, die selbst aus der Gegend kommt, sind natürlich die Beschreibungen besonders schön. Zwar wohne ich selbst nicht im Schwarzwald, aber natürlich war ich schon öfters dort und gerade am immer wieder erwähnten Schluchsee, habe ich selbst schon Urlaub gemacht. Solche Beschreibungen finde ich beim Lesen einfach immer wieder klasse. Sie machen die Geschichte echt und authentisch und geben ihr das gewisse Etwas. Sobald man das Gefühl hat, man kennt die Gegend, man kann sie sich perfekt vorstellen, ist die Geschichte wirklich gelungen.

Fazit:
Ein Krimi, der mich zunächst nicht so richtig packen konnte, dann aber immer spannender wurde. Die Charaktere sind das ganz besondere an dieser Geschichte. Zwar nicht sonderlich sympathisch, dafür extrem ausdrucksstark, authentisch und glaubwürdig, sodass man das Gefühl hat, man könnten ihnen so auch hier sofort auf der Straße begegnen. Man sollte natürlich bedenken, dass es sich hier um einen Regionalkrimi handelt, sodass ortsfremde vielleicht ab und an Schwierigkeiten mit einzelnen Begriffen haben könnten.