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Donnerstag, 17. August 2017

Rezension "Das verrückte Leben der Jessie Jefferson"

Titel: Das verrückte Leben der Jessie Jefferson
Autor: Paige Toon
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-95967-023-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €
Hier bestellen *KLICK*


(c) HarperCollins
Zum Inhalt:
Jessie lebt gemeinsam mit ihrem Stiefvater. Ihre Mutter verunglückte an ihrem Geburtstag tödlich und Jessie weiß bis heute nicht wer ihr leiblicher Vater ist. Doch nun beschließt sie, dieses Geheimnis nicht mehr auf sich beruhen zu lassen und bedrängt ihren Stiefvater so lange, bis dieser es ihr verrät. Sie erfährt, dass ein bekannter Rockstar ihr Vater ist und sie macht sich auf die Suche nach ihm. Doch diese gestaltet sich dann ganz anders, als Jessie es erwartet hätte.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band einer Reihe, rund um die junge Jessie Jefferson. Der Klappentext verspricht eine leichte Lektüre für den Sommer und dies kann das Buch auch halten.

Zu Beginn ist das Buch natürlich noch etwas traurig und melancholisch, denn der tragische Tod von Jessies Mutter beschäftigt sowohl Jessie, als auch ihren Stiefvater. Doch sobald die Geschichte sich der Suche nach Jessies Vater zuwendet, nimmt sie an Fahrt auf. Sie nimmt den Leser mit nach Kalifornien und dort erwarten einen die ein oder andere Überraschung.

Der Schreibstil der Autorin ist super zu lesen und hat mir gut gefallen. Ich werde sicherlich auch noch irgendwann zu den weiteren Bänden greifen und diese lesen, denn wenn man eine leichte Lektüre sucht, ist man hier genau richtig.

Die Handlung selbst ist jetzt nicht besonders tiefgründig, bietet aber alles, was man sich von einer Sommerlektüre erwarten darf. Eine tolle Umgebung, romantische Gefühle und natürlich die Portion unerwartetes. Zudem gefiel mir die Protagonistin Jessie recht gut. Sie ist zunächst einmal die klassische Rebellin, was sicherlich vom Tod ihrer Mutter herrührt. Doch auch sie ändert sich im Verlauf der Geschichte und wächst an den Ereignissen, was schön zu beobachten ist.

Die Aufmachung des Buches, sprich das Cover gefällt mir allerdings nicht so gut. Zwar strahlt es definitiv das sommerliche Feeling des Buches aus, doch mir ist es eigentlich deutlich zu eintönig, weswegen ich im Laden vermutlich daran vorbei gelaufen wäre. Zudem ist lila so gar nicht meine Farbe, was es auch nicht gerade besser macht. Aber lieber ein nicht so tolles Cover und dafür einen guten Inhalt, was hier definitiv der Fall ist.

Fazit:
Bis auf das Cover gefällt mir das Buch wirklich gut. Das Thema, die Umgebung, die romantische Stimmung die Entwicklung der Protagonistin gefallen mir sehr gut und bieten tolle Unterhaltung für warme Sommertage.

Samstag, 12. August 2017

Rezension "Irgendwo im Glück"

Titel: Irgendwo im Glück
Autor: Anna McPartlin
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 459
ISBN: 978-3-499-27223-3
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 12,99 €

(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Maisie musste schon viel in ihrem Leben durchstehen. Erst heiratet sie völlig überstürzt, was in einer unglücklichen Ehe endet, der allerdings zwei Kinder entspringen, die sie sehr liebt. Ihre demente Mutter muss daheim gepflegt werden, was ihr ebenfalls alles abverlangt. Doch als ihr Sohn eines Tages spurlos verschwindet, ist es endgültig um Maisie geschehen. Maisie ist völlig verzweifelt und versucht die Wahrheit über Jeremy herauszufinden. Doch damit steht sie zunächst alleine da.

Meine Meinung:
Die Autorin Anna McPartlin schreibt ja schon seit einigen Jahren recht erfolgreiche Bücher. Bisher bin ich jedoch nicht dazu gekommen, eines dieser Bücher zu lesen. Umso gespannter war ich nun, als ich "Irgendwo im Glück" in den Händen hielt.

Sowohl der Titel, als auch das Cover versprechen ja eine schöne bzw. unterhaltsame Sommerlektüre. Doch gleich auf den ersten Seiten merkte ich, dass ich mit dem Schreibstil der Autorin so gar nicht zurecht komme. Und so fiel es mir wirklichl schwer, überhaupt in die Geschichte hinein zu kommen und dem Buch eine Chance zu geben. Die Seiten flogen leider so gar nicht dahin, viel mehr ging es im Schneckentempo vorwärts. Und so hatte ich keine große Motivation das Buch weiterzulesen, weswegen ich auch immer wieder etwas dazwischen schob.

Auch die Hauptperson Maisie Bean machte es mir nicht gerade leicht. Ich fand einfach irgendwie keinen Zugang, keinen Draht zu ihr. Fand sie nicht wirklich sympathisch. Bei mir macht das immer recht viel aus in Büchern, wie ich mit der Hauptperson klar komme. Finde ich sie gut, oder zumindest interessant, so fliegen die Seiten nur so dahin. Dann möchte ich unbedingt wissen, was diese Person erlebt. Doch ist es so wie hier, dann trägt die Protagonistin eher dazu bei, dass es mir noch schwerer fällt an der Geschichte dran zu bleiben.

So richtig spannend war das Buch zudem auch nicht. Natürlich ist da die Frage was mit Maisies Sohn geschah und natürlich weckt der Klappentext ein gewisses Interesse daran, herauszufinden, was passiert ist. Maisie auf ihrer Such nach Antworten zu begleiten. Doch selbst das konnte mich nicht wirklich an das Buch fesseln.

Letztendlich muss ich sagen, dass ich das Buch schlicht und einfach ok fand. Nicht mehr und nicht weniger. Es war nicht wahnsinnig schlecht, hat mich aber auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Und so wird es wohl eine Geschichte sein, die mir nicht lange in Erinnerung bleiben, die wohl leider schnell vergessen sein wird.

Fazit:
Ein durch und durch mittelmäßiges Buch. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht richtig gut. Nichts, an das ich mich lange erinnern werde.

Rezension "Der Sommer, der uns trennte"

Titel: Der Sommer, der uns trennte
Autor: Cat Jordan
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-95967-037-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €
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(c) Harper Collins
Zum Inhalt:
Middie und Nate sind ein Herz und eine Seele. Sie planen ihre gemeinsame Zukunft, College, Ehe, Kinder. Als Nate beschließt für ein Jahr wegzugehen fällt das Middie extrem schwer, doch sie klammert sich an den Gedanken, dass ein Jahr doch eigentlich gar nicht so lange ist und sie sich bald wiedersehen werden. Sie ahnt gar nicht, wie sehr sie sich mit dieser Annahme täuscht. Denn Nate wird plötzlich vermisst und Middie fühlt sich von allen alleine gelassen. Nur Lee, Nates bester Freund steht ihr bei und die beiden kommen sich nach und nach näher.

Meine Meinung:
Zunächst einmal zum Cover. Das finde ich wirklich schön. Die Farben sind gedeckt, doch das passt irgendwie zur Geschichte. Und auch das Paar vorne drauf passt perfekt ins Gesamtbild. Ein schönes Cover, welches Lust macht, das Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Als ich begann zu lesen, gefiel mir sofort der Schreibstil der Autorin. Auch dieser passt perfekt in den Sommer, zu einer sommerlichen Geschichte. Auch wenn der Hintergrund der Geschichte natürlich alles andere als harmonisch ist. Doch der Beginn ist zunächst einmal einfach nur schön. Als Leser lernt man Middie und Nate kennen und versteht schnell, wie sehr die beiden sich lieben und dass sie einfach füreinander geschaffen sind. Umso schlimmer ist die Vorstellung, dass Nate tatsächlich im Verlauf der Geschichte plötzlich verschwindet.

Harper Collins hat mit seiner Young Adult Reihe eine tolle Reihe aus dem Boden gestampft. Dies beweist dieser Titel einmal mehr. War ich schon einige Male enttäuscht von Büchern von Harper Collins (vor allem von denen von Mira Taschenbuch), so sind die aus der Reihe Young Adult jedes Mal ein echter Volltreffer.

Die Charaktere gefallen mir hier sehr gut. Wie oben schon beschrieben sind Middie und Nate ein tolles Paar. Natürlich ist der Beginn dadurch auch ein wenig kitschig, doch ich finde die Portion an Kitsch hält sich in Grenzen und trifft genau das richtige Maß. Auch einzeln für sich genommen, sind beides tolle Charaktere, denen man gerne dabei zusieht, wie sie wachsen und sich verändern, wie sie miteinander umgehen und wie sie einzeln handeln.

Natürlich wird die Geschichte dann auch ein wenig spannend. Man fragt sich als Leser, ebenso wie Middie, was wohl mit Nate geschehen ist. Warum verschwindet er plötzlich spurlos. Und dann kommt Lee ins Spiel und diese dritte Komponente macht die Sache erst so richtig interessant. Es ist spannend zu beobachten, wie Middie und Lee in ihrer Sorge um Nate zusammenwachsen und sich immer näher kommen. Diese Geschichte bietet dadurch Wendungen und Ereignisse, mit denen man zu Beginn so nicht rechnet.

Fazit:
Ein tolles Buch, spannendes Buch. Genau das richtige für den Sommer - auch für verregnete Sommertage. Das Cover finde ich persönlich klasse und die Charaktere, deren Entwicklungen und die komplette Story ist wirklich toll.

Sonntag, 23. Juli 2017

Rezension "Dirty Rowdy Thing"

Titel: Dirty Rowdy Thing
Autor: Christina Lauren
Seitenzahl: 299
ISBN: 978-3-95649-582-3
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Hier bestellen *KLICK* 

 

(c) Harper Collins
Zum Inhalt:
Harlow und Finn. Ein eigentlich ungleiches Paar, das spontan beschließt in Vegas zu heiraten. Doch nach dieser spontanen Blitzehe und einer heißen Nacht ist es auch schnell wieder vorbei mit ihnen. Harlow weiß genau, dass Finn ihr nicht gut tut, ist er doch alles andere als ein netter Mensch. Doch im Bett hat sie sich selten so gut gefühlt, wie mit ihm. Und so ist sie in einem riesigen Zwiespalt, als Finn irgendwann wieder bei ihr auftaucht. Auch Finn ist eigentlich nur auf der Suche nach einem Abenteuer, doch plötzlich merkt er, dass Harlow auch noch ganz andere liebenswerte Seiten hat.

Meine Meinung:
Puh, also dieses Buch ist sicher nichts für prüde Menschen und ich muss sagen, dass ich froh bin, dass ich es nicht in der Bahn oder sonst irgendwo öffentliches gelesen habe. Denn auch wenn ich schon einige Bücher in die erotische Richtung gelesen habe, so hat mir dieses doch einige Male die Schamesröte ins Gesicht getrieben.

Ich hatte stellenweise das Gefühl ich lese einen Porno. Ich habe Shades of Grey zwar nicht gelesen, aber so ein bisschen das Gefühl, dass das echt Kindergarten gegen dieses Buch ist. Die Szenen sind zwar nicht besonders heftig, aber die Handlung die zwischen den expliziten Szenen stattfindet ist ziemlich minimiert. Es geht wirklich hauptsächlich um das Eine. Dies lässt sich zwar schon ein bisschen aus dem Klappentext erahnen, doch ich finde es immer schade, wenn ein Autor meint, es reicht, mit vielen Sexszenen zu punkten und dabei die Handlung vergisst.

Ich mag Bücher einfach lieber, die eine spannende Handlung und dann immer wieder ab und zu erotische Szenen bieten, viel lieber. Und so war mir das hier doch ein wenig zu viel des Guten. Wer aber auf der Suche nach einem Porno in Buchform ist, der ist hier genau richtig.

Die Charaktere lassen leider sehr an Tiefe vermissen, was aber natürlich auch der recht spärlichen Handlung geschuldet ist. Zwar passt das Pärchen ganz gut zusammen und auch die Entwicklung die die beiden zusammen nehmen ist ganz nett zu beobachten, aber mehr halt auch nicht.

Dieses Buch wird definitiv keines sein, welches mir in irgendeiner Form im Gedächtnis bleiben wird. Dafür war es einfach zu flach und seicht und konnte nicht mit einer spannenden Handlung punkten.

Fazit:
Eine Geschichte, welche quasi einen Porno in Buchform bietet. Leider bleibt dadurch die Handlung sehr auf der Strecke und so konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

Samstag, 22. Juli 2017

Rezension "Willkommen in Night Vale"

Titel: Willkommen in Night Vale
Autor: Joseph Fink & Jeffrey Cranor
Verlag: Klett-Cotta
Seitenzahl: 378
ISBN: 978-3-608-96137-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,95 €
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Bezogen über: Blogg dein Buch

(c) Klett-Cotta
Zum Inhalt:
Night Vale ist eine merkwürdige Stadt. Hier geschehen merkwürdige Dinge, die sich keiner so genau erklären kann. Hier gibt es sogar Aliens und Geister. Und als wäre das nicht alles merkwürdig genug gibt es auch noch das mysteriöse Pfandleihaus von Jackie. Diese gibt ihren Kunden die merkwürdigsten Dinge für das was sie verpfänden. Eines Tages bekommt sie jedoch etwas sehr merkwürdiges und steht vor einem Rätsel.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich gar nicht weiß, was ich mir von dem Buch eigentlich versprochen habe. Aber schon auf den ersten Seiten merkte ich, dass das Buch so gar nicht mein Fall ist - leider.

Ich lese ja zur Zeit sowieso recht wenige Fantasygeschichten und selektiere deswegen eigentlich recht gut, was dieses Genre angeht. "Willkommen in Night Vale" war mir von Anfang an aber zu abgefahren, zu merkwürdig.

Der Schreibstil der Autoren ist zwar gar nicht mal so schlecht, doch die Geschichte konnte mich schon von Beginn an nicht packen und so war ich schnell nur noch genervt von dem Buch, was sich leider auch über die restliche Zeit nicht wirklich legte. Die Geschichte war so merkwürdig, dass ich stellenweise wirklich mit den Augen rollen musste und es mir schwer fiel dem Buch eine echte Chance zu geben.

Auch Spannung kam dadurch nicht wirklich auf, was wirklich schade ist. Natürlich kann man aus dem Klappentext schon erkennen, dass es sich hierbei um ein recht spezielles Buch handelt. Doch irgendwie hatte ich vielleicht zu viele Erwartungen an das Buch. Irgendwie habe ich das falsche erwartet, denn Klett-Cotta macht, zumindest qualitativ, wirklich sehr gute Bücher, die sich oft uneingeschränkt weiter empfehlen lassen.

Ich denke auch diese Geschichte wird ihre Leser haben und finden, was auch berechtigt ist. Denn qualitativ passt sie absolut ins Programm von Klett-Cotta. Sie konnte nur meinen Geschmack einfach gar nicht treffen und so kann ich zumindest von meinen persönlichen Interessen her keine Empfehlung aussprechen. Wer aber gerne verrückte, kuriose Geschichten liest der ist hier genau richtig.

Fazit:
Leider ein Buch, das meinen Geschmack überhaupt nicht treffen konnte, da es mir einfach zu abgedreht war. Es wird aber sicherlich vielen gefallen, die gerne verrückte Fantasygeschichten lesen.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Rezension "Die Bücherfreundinnen"

Titel: Die Bücherfreundinnen
Autor: Jo Platt
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 380
ISBN: 978-3-499-26886-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
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(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Alice, Miriam, Sophie und Abigail haben zusammen einen Bücherclub. Sie lesen Bücher und sprechen danach darüber. Eigentlich gehörte auch Lydia zu ihnen, doch diese starb drei Jahre zuvor an Krebs. Seitdem ist ihr Witwer Mitglied im Bücherclub. Gemeinsam verarbeiten sie den Schmerz um Lydias Verlust und mit der Zeit geht es allen besser. Doch Alice fehlt immer noch der eine Mann in ihrem Leben und ihre Freundinnen versuchen alles, damit auch sie ihr Glück findet. Und manchmal muss man dafür ja gar nicht so weit weg zum Suchen, wie man denkt.

Meine Meinung:
Nachdem der letzte Frauenroman, den ich besprochen habe, eine absolute Katastrophe war und eher in die Rubrik Zeitverschwendung fällt, kann ich euch heute wieder einen echt schönen Roman vorstellen.

Ich denke hier geht es vielen von euch ähnlich wie mir. Ich mag einfach Bücher, in denen es um Bücher geht. Man fühlt sich irgendwie sofort Zuhause und das Buch strahlt etwas total Vertrautes aus. Deswegen sorgte gleich der Titel dafür, dass ich dieses Buch lesen wollte. Zugegeben, eine Krebserkrankung hätte jetzt nicht unbedingt Thema der Geschichte sein müssen, da ich damit im privaten Umfeld schon zu viel und zu lange konfrontiert wurde. Doch da die Krankheit nicht im Vordergrund steht, man nicht mitbekommt wie Lydia leidet und eher die Gegenwart behandelt wird, war das nun nicht ganz so schlimm.

Aufgrund ihrer Leidenschaft für Bücher waren mir die Protagonisten schnell sympathisch. Gerne wäre ich sofort Mitglied in ihrem Bücherclub geworden, hätte mich mit ihnen über die ein oder andere Geschichte ausgetauscht. Der leicht zu lesenden Schreibstil der Autorin passt hier perfekt zu der Handlung. Zudem trifft sie genau die richtige Mischung aus Büchern, Freundschaft und Liebe.

Ich muss gestehen, dass ich das Ende etwas vorhersehbar fand und schon durch den Klappentext ahnte, wie diese Geschichte wohl ausgehen wird. Doch solche Geschichten leben nun auch nicht unbedingt von der Spannung und dem überhaupt nicht wissen, was passieren könnte. Viel mehr leben sie von ihrer Atmosphäre und den Protagonisten. Dem warmen Gefühl von Geborgenheit, den sie ausstrahlen. Und genau das tut diese Geschichte.

Fazit:
Ein schöner Roman, dessen Ende etwas vorhersehbar ist, aber aufgrund des Themas Bücher eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre ausstrahlt und richtig schön zu lesen ist.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension "Seit ich dich gefunden habe"

Titel: Seit ich dich gefunden habe
Autor: Kat French
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-95649-575-5
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
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(c) Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Honey ist schon eine ganze Weile Single. Ihre Freundinnen sind der Meinung, dass sich das dringend ändern muss. Honey selbst ist so gar nicht scharf auf die vielen Dates, die ihre Freundinnen für sie organisieren. Nur widerwillig lässt sie sich darauf ein. Viel besser gefällt Honey jedoch ihr Nachbar Hal. Da gibt es nur ein Problem, dieser ist blind und passt auch sonst nicht wirklich in Honeys Vorstellungen eines Traummannes. Doch wie es der Zufall will, landet sie immer wieder bei ihm und eine prickelnde Geschichte beginnt.

Meine Meinung:
Nach den vielen guten Rezensionen, war es wohl mal wieder Zeit für einen absoluten Reinfall. Und hier ist er nun.

Schon auf den ersten Seiten musste ich die ganze Zeit die Augen verdrehen. Es geht immer und ausschließlich nur um Sex, Selbstbefriedigung und Orgasmen. Ich dachte echt, das hört gar nicht mehr auf. Ich habe inzwischen wirklich den ein oder anderen erotischen Roman gelesen, den ein oder anderen Roman mit erotischen Sexszenen. Und wenn diese gut gemacht sind, habe ich da wirklich auch gar kein Problem damit. Doch wenn es nur darum geht und man das Gefühl hat, man hat Protagonisten vor sich, die nicht mit dem Kopf sondern mit zwei Etagen tiefer denken, dann löst das bei mir einfach nur ein Gefühl von Widerwillen aus und das Buch hat es von Anfang an echt schwer bei mir.

Auch hier ist es so, dass die Protagonisten auf mich einfach nur unglaublich dümmlich und sexgesteuert wirken. Es scheint für sie nichts anderes im Leben zu geben, als den richtigen fürs Bett zu finden, was ich echt traurig finde. Denn so hat das Buch für mich einfach kaum Handlung. Es passiert nichts nennenswertes und das Honey schon eine Weile keinen Sex mehr hatte, ist der größte Aufreger, den diese Geschichte zu bieten hat. Gut, ich meine, was will man von einer Protagonistin erwarten, die ernsthaft Honey heißt.

Natürlich gibt es dann auch die schon zu erwartenden Sexszenen. Diese sind noch nicht mal wirklich richtig schlecht geschrieben, aber auch die können es nicht mehr wirklich rausreißen, da der Rest vom Buch einfach gar nichts ist. Keine Handlung, flache, charakterlose Protagonisten und nur das eine Thema reichen definitiv nicht aus, um ein gutes Buch zu schreiben. Ich bin wirklich wahnsinnig enttäuscht und traurig, dass ich mal wieder eine Rezension schreiben muss, die leider kein gutes Haar an einer Geschichte lassen kann. Schade!

Fazit:
Ein flaches, langweiliges Buch, mit Protagonisten, die an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten sind und eigentlich nur das Thema Sex im Kopf haben. Eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension "Kirschblüten und rote Bohnen"

Titel: Kirschblüten und rote Bohnen
Autor: Durian Sukegawa
Verlag: Dumont
Seitenzahl: 223
ISBN: 978-3-8321-9812-1
Einbindungsart: Leinen mit Lesebändchen
Preis: 18,00 €
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Bezogen über Blogg dein Buch

(c) Dumont
Zum Inhalt:
Sentaro führt seit Jahren einen kleinen Imbiss in dem er japanische Spezialitäten verkauft. Als er beschließt sich eine Aushilfe zu suchen trifft er auf die über 70 jährige Tokue. Diese kennt sich bestens mit der Zubereitung des sogenannten An aus und ist Sentaro schnell eine große Hilfe, auch wenn er sich zunächst sehr dagegen sträubt. Mit beiden hat es das Leben bisher nicht sonderlich gut gemeint und auch das junge Mädchen Wakana hatte bisher alles andere als Glück. Als die drei aufeinander treffen ändert sich ihr Leben komplett und zeigt sich plötzlich von einer ganz anderen Seite.

Meine Meinung:
Nachdem ich nun viel Jugendbücher, Frauenromane und Thriller rezensiert habe folgt heute mal ein ganz anderes Buch, ein ganz besonderes und spezielles.

Bisher habe ich noch kein Buch eines japanischen Autors gelesen. Ich hatte da immer einen gewissen Respekt davor, da die japanische Kultur doch so ganz anders ist als unsere. Mit diesem Buch habe ich mich nun an diese fremde Kultur heran gewagt. Und ich habe es nicht bereut. Der Schreibstil des Autors gefiel mir sofort, von der ersten Seite an.

Zwar muss man sich kurz an die ganzen japanischen Begriffe gewöhnen, aber da es hinten im Buch auch ein Glossar gibt, in dem diese erläutert werden, ist das gar kein Problem. Und so fand ich mich schnell in dieser fremden Kultur, in dieser fremden Welt zurück und war unglaublich fasziniert von der beschriebenen Umgebung und den japanischen Spezialitäten. Der Autor beschreibt diese und deren Zubereitung so detailliert, dass man selbst unglaubliche Lust bekommt diese zu probieren. Sollte ich jemals in Japan sein, werde ich auf jeden Fall nach einem Stand suchen, der diese Köstlichkeiten verkauft.

Die Aufmachung des kleinen Leinenbändchens ist ebenfalls sehr schön und gelungen. Durch die kleine Größe passt natürlich auch nicht besonders viel Text auf die Seite und da das Buch nicht besonders dick ist, fliegt man nur so durch die Seiten.

Die Beschreibungen der Personen sind so bildhaft und detailliert, dass schnell Gesichter vor meinem inneren Auge entstanden. Mir war, als würde ich die Personen persönlich kennen. Die verschiedenen Charaktere und deren Entwicklung war faszinierend zu beobachten. Wie sie sich gegenseitig in ihrer Entwicklung voran bringen und aneinander wachsen ist toll beschrieben. Die Freundschaft der drei, einmalig.

Fazit:
Und so ist dieses Buch einfach nur eine wunderbare Geschichte, die einen in fremde Welten abtauchen und träumen lässt. Von Kirschblüten, japanischen Spezialitäten und der unnachahmlichen Kraft der Freundschaft.

Samstag, 17. Juni 2017

Rezension "Das Mona-Lisa-Virus"

Titel: Das Mona-Lisa-Virus
Autor: Tibor Rode
Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 461
ISBN: 978-3-7857-2567-2
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) Lübbe
Zum Inhalt:
Als eine Gruppe Schönheitsköniginnen verschwindet ist die Aufregung selbstverständlich groß. Als diese jedoch völlig entstellt wieder auftauchen, wird diese noch größer. Wer tut so etwas? Und aus welchem Grund? Weitere Ereignisse, die zunächst nicht in einem offensichtlichen Zusammenhang damit stehen, stellen die Wissenschaftlerin Helen vor ein Rätsel. Als zudem ihre Tochter verschwindet, ist es endgültig vorbei mit der Ruhe und die Jagd nach einem uralten Geheimnis beginnt.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Der Autor nimmt auch bei brutalen Szenen kein Blatt vor den Mund und beschreibt alles detailliert.

Zudem ist es ein Buch, welches man auf gar keinen Fall einfach so nebenbei runter lesen kann. Denn die ständigen Ortswechsel erfordern schon einiges an Aufmerksamkeit, sodass man nicht raus kommt. Auch wenn man müde ist, ist das Buch deswegen nicht wirklich zu empfehlen.

Leider konnte mich dieser Thriller nicht so ganz überzeugen. Ich wurde mit der Schreibweise des Autors nie so wirklich warm und auch mit dem häufigen Szenenwechsel kam ich nicht so richtig zurecht.

Ich kann eigentlich nicht sagen, dass das Buch nicht spannend war. Das würde nicht stimmen, doch irgendwie zog es mich einfach nicht so richtig in seinen Bann. Manchmal gibt es das ja, dass man nicht wirklich erklären kann, warum einem ein Buch nicht so richtig gefällt, aber hier war das leider der Fall. Es fesselte mich nie so richtig und überzeugte mich nicht wirklich, was ich echt sehr schade finde. Der Klappentext klang nämlich eigentlich sehr gut und die Art mehrere Geschehnisse miteinander zu verknüpfen ist oft eine sehr gute, um Spannung zu erzeugen.

Im Nachhinein denke ich, dass ich es schon aufgrund des Covers hätte ahnen können. Denn dieses gefällt mir irgendwie überhaupt nicht. Ich denke im Laden hätte ich niemals zu diesem Buch gegriffen, da es für mich viel zu nichtssagend ist.

Fazit:
Mir fällt es total schwer in Worte zu fassen, was ich für eine Meinung zu diesem Buch habe. Es war nicht so richtig schlecht, aber auch nicht herausragend gut. Ich finde diese Rezensionen von Büchern, die einfach nur so mittelmäßig sind, sind immer die schwersten. Man hat weder große Kritikpunkte, noch kann man in Begeisterungsstürme ausbrechen. Und genau das ist hier eben auch so. Deswegen bleibt mir auch nicht viel mehr zu sagen, als, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte, es jedoch keinesfalls eines ist, welches wahnsinnig schlecht ist und von dem ich jedem abraten würde.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Rezension "Trusting Liam - Tief in meinem Herzen"

Titel: Trusting Liam - Tief in meinem Herzen
Autor: Molly McAdams
Seitenzahl: 300
ISBN: 978-3-95649-589-2
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
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Zum Inhalt:
Liam ist kein Mann für eine ernsthafte Beziehung. One Night Stands sind genau sein Ding. Auch Kennedy ist einer seiner One Night Stands. Nach einer Nacht denkt sie, dass sie Liam nie wieder sehen wird. Doch weit gefehlt. Ihr Vater ein Cop schickt sie zu ihrem Schutz nach Kalifornien und ausgerechnet Liam ist dort für ihren Schutz verantwortlich. Und plötzlich ist dieser scheinbar so bedeutungslose One Night Stand gar nicht mehr so bedeutungslos.

Meine Meinung:
Die vorherigen Bücher der Autorin waren ja alle nicht so mein Ding. Belanglos, langweilig und zudem auch nicht besonders gut geschrieben. Trotzdem wagte ich einen neuen Versuch mit "Trusting Liam". Und ich muss sagen, dieses Buch gefiel mir eindeutig besser als die anderen.

Natürlich ist auch hier der Schreibstil keine Offenbarung, doch irgendwie ließ sich das Buch total gut lesen. Dies lag sicherlich auch daran, dass mir Kennedy recht schnell sehr sympathisch war. Auch Liam war trotz seiner Machoart gar nicht mal so unsympathisch. Zudem sind die beiden in ihrem Zusammenspiel total spannend zu beobachten. Sie entwickeln sich weiter und sind auf den letzten Seiten nicht mehr die, die sie zu Beginn waren.

Auch hält das Buch einiges an Spannung bereit. Da Kennedy zu ihrem Schutz weg geschickt wird, ist dies natürlich auch öfters Thema und so fiebert man als Leser mit, ob auch alles gut gehen wird. Die Mischung aus prickelnder Erotik, Liebe und diesem Spannungsfaktor macht großen Spaß und überzeugte mich positiv. Genau das richtige Buch für einen warmen Sommertag.

Erotik findet man auch hier ein wenig. Immer wieder gibt es doch recht eindeutige Szenen in denen die Autorin auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Hierbei bleibt sie doch immer sehr ästhetisch und beschreibt die Szenen mit der nötigen Würde und dem nötigen Respekt. So wirken sie zu keinem Zeitpunkt billig oder nur so dahin geklatscht. Auch das fand ich wirklich gut.

Fazit:
Ein Buch, welches sich perfekt für einen warmen Sommertag eignet. Zwar keine literarische Offenbarung, doch gut zu lesen, gut geschriebene erotische Szenen und sympathische Protagonisten.

Donnerstag, 6. April 2017

Rezension "Between the lines - Wie du mich liebst"

Titel: Between the lines - Wie du mich liebst
Autor: Tammara Webber
Seitenzahl: 316
ISBN: 978-3-95649-569-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
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Achtung: Hierbei handelt es sich um einen zweiten Band, die Rezension kann Spoiler enthalten.

(c) Mira Taschenbuch - Harper Collins
Zum Inhalt:
Nachdem Emma in einem Hollywoodfilm mitgespielt hat, beendet sie ihre Karriere vorerst, um zu studieren. Um ihren Film zu bewerben muss sie jedoch noch einmal in die Glitzerwelt zurück. Dort trifft sie erneut auf ihren Co-Star Graham und zwischen den beiden beginnt es sofort zu knistern. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht auch der Bad Boy Reid Alexander wäre, der schon während den Dreharbeiten Interesse an ihr hatte. Obwohl Emma dieses nie erwidert hat, drängt er sich zwischen sie und Graham.

Meine Meinung:
Dieser zweite Band ist Teil einer Reihe um Graham und Emma. Es handelt sich um recht leichte Lektüre, die mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, ich kam leicht in die Geschichte rein und hatte auch keine Schwierigkeiten mit ihr, obwohl ich den ersten Band gar nicht kenne. Man hat als Leser nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben, viel mehr gibt einem die Autorin das Gefühl, dass die Geschichte gerade erst beginnt.

Graham und Emma zusammen zu beobachten war total süß. Wie die beiden sich annähern, die Liebe der beiden. All dies bringt die Autorin toll rüber, als Leser kann man das geradezu fühlen. Jedoch plätscherte die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr dahin. Es passierte nicht wirklich viel. Natürlich darf man bei dieser Art von Buch nicht wirklich viel erwarten, doch dass mich das Buch über die meiste Zeit fesselt ist ein Anspruch den ich auch an solch leichte Lektüre habe.

Leider war dies nicht immer der Fall und so kam ich stellenweise nur langsam vorwärts und legte das Buch immer wieder zur Seite. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass es eben nicht reicht sympathische und liebenswerte Charaktere zu präsentieren. Nein, viel mehr muss die Geschichte schon einen gewissen Tiefgang haben.

Ich bin mir nicht sicher ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, aber im Moment gehe ich eher davon aus, dass es bei diesem einen Band bleiben wird. Es ist zwar nette Lektüre für Zwischendurch, leider eben aber auch nicht mehr und nicht weniger. Und so konnte mich das Buch trotz gutem Schreibstil und interessanten Protagonisten nicht vollständig überzeugen, was mich daran zweifeln lässt, die weiteren Bände zu lesen.

Fazit:
Ein "nettes" Buch für Zwischendurch. Umhauen konnte es mich nicht, unterhalten dagegen schon.

Sonntag, 19. März 2017

Rezension "Drei (fast) perfekte Wochen"

Titel: Drei (fast) perfekte
Autor: Christina Erbertz
Verlag: Beltz
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-407-82173-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,95 €
Hier bestellen *KLICK* 

(c) beltz&gelberg
Zum Inhalt:
Nele macht drei Wochen Sportferien. Sie trainiert dort ein ganz bestimmtes Lauftraining. Schnell findet sie in Rita eine Freundin und auch die Liebe macht keinen Halt vor ihr. Nico hat es ihr vom ersten Tag an angetan, doch auch Rita interessiert sich für ihn. Nachdem diese Sache geklärt ist, wird Rita jedoch beim Training im Wald angegriffen. Da sie nicht darüber redet, weiß keiner, was wirklich passiert ist. Nele will ihr helfen, doch Rita möchte sich nicht helfen lassen. Und so scheinen die Sportferien einen ganz anderen Ausgang zu nehmen, als Nele dachte. 

Meine Meinung:
Erneut habe ich einen Titel aus dem Hause beltz&gelberg für euch und endlich war ich mal wieder nicht enttäuscht von einem Buch aus diesem Verlag.

Das Buch ist mit nur 160 Seiten wirklich sehr kurz. So hat es nicht viel Zeit seine Geschichte zu erzählen, in Fahrt zu kommen. Zum Glück schafft es das Buch, trotz des geringen Umfangs zu fesseln. Die Geschichte selbst ist jetzt nicht wahnsinnig spannend, aber sie ist einfach gut geschrieben.

Zudem hat sie einen weiteren Pluspunkt. Die Protagonisten wissen zu überzeugen. Vor allem Nele war mir von Anfang an sympathisch und als sie mit Nico anbandelt drückte ich den beiden natürlich die Daumen, denn wie meine Leser wissen, liebe ich so kleine, zarte Liebesgeschichten. Und genau diese bekam ich auch. Auch Nico weiß von der ersten Seite an zu überzeugen. Zudem sind die Protagonisten wunderbar unterschiedlich und toll herausgearbeitet. Rita war mir zwar nicht wirklich sympathisch, aber das müssen Protagonisten auch nicht immer sein. So lange sie Charakter haben und ausdrucksstark sind und zudem nicht permanent nerven, sind sie für mich gelungen. Dies kann man von dieser Geschichte absolut sagen. Mir gefällt vor allem, dass sie wirklich alle unterschiedlich sind. Jeder hat seinen eigenen Charakter mit dem er zu überzeugen weiß.

Die Umgebung, in der die Geschichte spielt ist ebenfalls sehr gelungen und gefällt mir gut. Sie ist gut beschrieben und passt zur Geschichte. Obwohl das Buch nur so dünn ist, weiß es trotzdem eine gute Geschichte zu erzählen, die überzeugt. Von Anfang an fragte ich mich, was Rita wohl passieren wird, doch dies ist gar nicht unbedingt der zentrale Punkt der Erzählung. Viel mehr geht es um das Sportcamp selbst, die Protagonisten und wie diese sich im Verlauf der Handlung weiterentwickeln .

Auch das Ende bietet einen befriedigenden Abschluss der Geschichte. Eigentlich hätte ich gerne noch mehr über die Protagonisten erfahren, noch etwas mehr Zeit mit ihnen verbracht, doch das ist ja immer ein gutes Zeichen und spricht für die Geschichte.

Fazit:
Ein gutes Jugendbuch, das sogar noch ein paar Seiten mehr vertragen hätte. Es strotzt jetzt nicht so vor Spannung, hat mir aber trotzdem viel Spaß gemacht, besonders weil mir die Protagonisten und die Umgebung richtig gut gefallen haben.

Samstag, 18. März 2017

Rezension "Das schwarze Loch in mir"

Titel: Das schwarze Loch in mir
Autor: Anders Johansen
Seitenzahl: 295
ISBN: 978-3-407-82172-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €
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(c) Beltz & Gelberg
Zum Inhalt:
David ist Autist. Er lebt in seiner eigenen kleinen Welt, in einem kleinen geschützten Dorf. Als diese heile kleine Welt plötzlich nicht mehr dieselbe ist ändert sich alles für David. Doch das Dorf, in dem er wohnt verändert sich ebenfalls, sein Vater kämpft dagegen an. Sein Bruder ist für ihn da, doch trotzdem verursacht er einen tragischen Unfall und sein Leben ändert sich aufs Neue.

Meine Meinung:
Diese Rezension fällt mir echt schwer. Ich lese total gerne Jugendbücher und auch wirklich sehr gerne Jugendbücher über Jugendliche mit Problemen aller Art. Darum dachte ich, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein könnte. Zudem steht der Verlag Beltz&Gelberg für gut geschriebene und tiefgreifende, anspruchsvolle Literatur für junge Leute.

Leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Ich finde auch nicht wirklich einen Punkt, den ich positiv finden kann. Von der ersten Seite an nervte mich dieses Buch einfach nur. Der Schreibstil ist total schrecklich und hat mir überhaupt nicht gefallen. Schon nach 5 Seiten verdrehte ich genervt die Augen und beschwerte mich bei meinem Mann über den unerträglichen Schreibstil. Ich konnte dieses Buch einfach nicht genießen oder irgendeinen Spaß daran finden.

Auch die Personen konnten mich nicht überzeugen. Natürlich ist es klar, dass ein autistischer Junge merkwürdige Dinge macht, die man als Leser nicht sofort nachvollziehen kann. Doch auch die restlichen Personen, die Bewohner des Dorfes waren nicht überzeugend und sehr anstrengend.

Auch das komplette Konstrukt des Buches, die Welt in der David lebt, ist komisch und überzeugte mich nicht. Natürlich ist es trotzdem interessant über einen autistischen Jungen zu lesen, doch wenn einen der komplette Rest nicht überzeugen kann, dann ist auch die Grundidee nicht hilfreich um Freude an dem Buch zu haben.

Fazit:
Ein Jugendbuch, welches mich nicht überzeugen konnte. Weder der Schreibstil, noch die Personen oder die Umgebung konnten mich in irgendeiner Weise fesseln. Die Grundidee ist nicht schlecht, wurde aber für meinen Geschmack nicht gut umgesetzt, sodass das Buch leider so gar nicht mein Fall war.

Freitag, 17. März 2017

Rezension "Survive the night"

Titel: Survive the night
Autor: Danielle Vega
Seitenzahl: 268
ISBN: 978-3-407-74731-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €
Hier bestellen *Klick*

(c) beltz&gelberg
Zum Inhalt:
Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich . Sie ist noch nicht wieder richtig stabil und als sie auf ihr altes labiles Umfeld trifft gerät ihre Welt komplett aus den Fugen. Sie fängt sofort wieder an sich ihrer alten Clique anzuschließen, die sie mit auf eine merkwürdige Party nimmt. Alle haben Spaß, bis eine ihrer Freundinnen tot aufgefunden wird. Alle wollen fliehen, doch da gibt es schon die nächste Tote. Der Mörder ist unter ihnen, doch keiner hat eine Ahnung, wer es ist. Ob sie die Nacht überleben steht in den Sternen.

Meine Meinung:
Wieder ein Buch aus dem Hause beltz&gelberg. Wieder ein Titel, der mich leider nicht überzeugen konnte. Langsam werde ich wohl meine Meinung über Titel aus dem Verlag ändern müssen. Bisher dachte ich immer, der Verlag steht für gute, anspruchsvolle Unterhaltung, doch dies ist der zweite Titel in Folge, der mich nicht überzeugen konnte.

Auch bei diesem Buch gab es vor allem wieder zwei Punkte, die mich gestört haben. Zum Einen sind da wieder mal die Protagonisten. Casey ist die einzige die mich halbwegs überzeugen konnte. Allerdings wird sie gleich zu Beginn sehr leichtsinnig, was mich immer wieder mit den Augen rollen ließ. Die restlichen Protagonisten sind einfach nur wahnsinnig unsympathisch. Gerade Caseys alte Clique ist extrem schrecklich. Natürlich sollen die Protagonisten auch so sein, davon lebt die Geschichte. Doch dies machte es nicht einfach eine Bindung zu ihnen aufzubauen.

Schon das Cover vermittelt eine düstere Stimmung, die in der Geschichte fortgeführt. Dies ist vollkommen in Ordnung, ja geradezu sogar sehr passend. Denn bei dem Buch handelt es sich um einen Psychothriller. Die Stimmung macht die Geschichte also durchaus rund.

Allerdings fiel es mir trotzdem irgendwie schwer der Handlung zu folgen. Trotz der spannenden Grundidee. Für meinen Geschmack kam die Geschichte viel zu langsam in Fahrt. Sie plätschert über recht viele Seiten nur so dahin, es passiert einfach nichts. Die Mädchen fahren durch die Gegend von a nach b und dafür dass das Buch so wenige Seiten hat dauert es ganz schön lange bis sie auf der besagten Party landen. Ich finde die Geschichte hätte durchaus etwas mehr Pfiff vertragen können.

Das Buch ist nicht richtig schlecht, aber leider auch irgendwie nicht so richtig gut. Es ist komplett mittelmäßig und genau das ist das Problem. Es schafft es nicht aus der Masse herauszustechen und so kann mich auch dieser Titel aus dem Hause beltz&gelberg nicht überzeugen.

Fazit:
Ein Buch das leider komplett mittelmäßig ist. Eine spannende Grundidee braucht leider viel zu lange um Fahrt aufzunehmen und so bleiben ich etwas enttäuscht zurück.

Dienstag, 12. Juli 2016

Rezension "How to speak emoji"

Titel: How to speak emoji
Autor: Fred Benenson
Verlag: Moses
Seitenzahl: 128
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,95


(c) Moses
Meine Meinung:
Emojis kennt bestimmt jeder von euch. Wer benutzt sie nicht? Ob am Handy, oder in Emails, in Chats am PC, oder auch der guten alten SMS. Dieses Buch gibt einen amüsanten Überblick darüber, was die Emojis eigentlich bedeuten.

Ich selbst habe mir noch nie wirklich große Gedanken gemacht, was die einzelnen Emojis eigentlich bedeuten könnten. Ich habe sie einfach so benutzt, wie ich es dachte. In diesem Buch wurde ich endlich mal darüber aufgeklärt, was da die eigentlichen Bedeutungen sind. Besonders amüsant und interessant fand ich die Kombinationen verschiedener Emojis und was diese dann eigentlich bedeuten. Ähnlich der chinesischen Sprache bedeuten die Emojis in verschiedenen Kombinationen auch verschiedene Dinge.

Das Buch ist in unterschiedliche Themen unterteilt. Ich hatte großen Spaß dabei, zu erkunden, was die einzelnen Gebiete so zu bieten haben. Ob bei der Arbeit, zum Thema Essen und Trinken oder auch Grobheiten und Sprüche für Beziehungen. Hier findet man wirklich zu jedem Thema etwas. Einige habe ich gleich selbst ausprobiert, in dem ich sie per Whatsapp verschickt habe. Natürlich stießen sie erstmal auf große Fragezeichen beim Empfänger, denn ohne dieses Buch wüsste ich wohl selbst nicht, was die aneinander gereihten Emojis bedeuten.

Trotzdem hatte ich großen Spaß einige Dinge selbst auszuprobieren. Ich finde es echt lustig, auf was für Ideen der Autor kommt. Manche sind logisch, erschließen sich einem schnell, andere wieder sind sehr komplex und kreativ. Beim Durchblättern dieses Buches merkt man, wie umfangreich das Thema Emojis mittlerweile ist und was man mit ihnen alles anstellen kann.

Auch die Einführung des Autors fand ich sehr amüsant und habe sie gerne gelesen. Spannend, was es zu diesem Thema alles zu berichten gibt und wie sich die Emojis im Laufe der Jahre von einfachen Smilies immer weiterentwickelt haben und nun eine eigene Sprache darstellen.

Fazit:
Ein lustiges Buch, das zeigt, wie umfangreich Emojis eigentlich sind und was man mit dieser ganz eigenen Sprache eigentlich alles ausdrücken kann. Wenn sich jemand nicht so gut auskennt, kann man natürlich nicht viel davon benutzen, da der andere nur Bahnhof versteht. Trotzdem macht dieses Buch große Freude und hat mich nicht nur einmal laut auflachen lassen.

Montag, 11. Juli 2016

Rezension "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" - Hörbuch

Titel: Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance
Autor: Estelle Laure
Sprecherin: Julia Meier
Seitenzahl: 3 CDs, Gesamtspielzeit: ca. 245 Minuten
Einbindungsart: Hörbuch
Preis: 16,99
Bezogen über: Blogg dein Buch
Hier bestellen: *KLICK*

(c) Fischer
Zum Inhalt:
Die Sommerferien sind vorbei. Lucilles und Wrens Mutter kehrt nicht aus dem Urlaub zurück. Fortan muss sich Lucille um ihre kleine Schwester kümmern und den Schein aufrecht erhalten. Denn keiner soll wissen, dass ihre Mutter nicht mehr da ist. Lucille sucht sich einen Job, um die Rechnungen zu bezahlen, geht weiter in die Schule und versucht so die Normalität bei zu behalten. Eigentlich hat sie damit genug zu tun, doch ihre Gefühle interessiert das herzlich wenig. Schon lange ist sie in den Bruder ihrer besten Freundin verliebt, doch der ist in festen Händen. Lucille versucht stark zu bleiben, doch das Leben hat andere Pläne als sie. 

Meine Meinung:
"Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" ist ein emotionales Hörbuch mit Tiefgang. Die Geschichte ist von einer Sensibilität geprägt, die wohl niemanden kalt lässt.

Das Thema ist heftig. Da ich vor einer Weile selbst Mutter geworden bin, ist es für mich umso unbegreiflicher wie eine Mutter ihre Kinder im Stich lassen kann. Natürlich wird nach und nach klarer, dass sie durchaus ihre Gründe dafür hat, doch eine Entschuldigung ist das für mich in keinem Fall. Und so hat die Autorin ein Thema gewählt, welches mir sehr nahe ging und mich nicht nur einmal schockiert zurück gelassen hat. In dieser Geschichte haben wir das Paradebeispiel für Eltern, die ihre Kinder aufgrund von psychischen Schwierigkeiten im Stich lassen.

Das hochemotionale Thema macht aus dieser Geschichte eine, die man nicht so nebenbei hören kann. Sie verdient und braucht die volle Aufmerksamkeit der Hörer und so konnte ich immer nur in ruhigen Minuten zu dem Hörbuch greifen.

Trotz des emotionalen Themas bin ich nicht völlig geflasht von der Geschichte. Sie konnte mich oft nicht so richtig abholen und mitreißen. Ich kann das gar nicht so richtig erklären, aber auch das trug dazu bei, dass mir oft die Lust fehlte dran zu bleiben.

Ich muss zugeben, dass mir die Sprecherin auch nicht so gut gefallen hat. Ich höre im Moment ein anderes Hörbuch aus dem Hause Goya Libre und da habe ich gemerkt, dass mir die Sprecherin einfach viel besser gefällt. Während des Hörens von "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" ist mir das gar nicht so richtig aufgefallen. Ich hatte nur immer das Gefühl, dass irgendetwas stört. Jetzt, nachdem ich den Vergleich habe, weiß ich dass es wohl auch an der Sprecherin lag.

Auch die Protagonisten waren nicht so ganz meins. Lucille ist zwar eine bewundernswerte junge Frau, die alles dafür tut, um mit ihrer Schwester zusammen zu bleiben. Ich weiß nicht ob ich die Kraft dazu hätte. Doch irgendwie ging sie mir trotzdem nicht so ans Herz. Auch ihre kleine Schwester fand ich eher nervig als süß. Obwohl mir die Protagonisten nicht sonderlich sympathisch waren, schafft die Autorin einmalige, unverwechselbare und sehr authentische Charaktere.

Das Ende bleibt recht offen, für meinen Geschmack etwas zu sehr. Ich hätte einfach noch gerne erfahren, wie die Geschichte wirklich endet. Allerdings passt dieser Abschluss trotzdem sehr zur Geschichte. So kann sich jeder Leser bzw. Hörer selbst überlegen, wie die Geschichte endet. Es wird zwar angedeutet, was alles noch passieren könnte, doch der Rest bleibt der eigenen Fantasie überlassen.

Letztendlich lässt mich dieses Hörbuch etwas zwiegespalten zurück. Mir gefiel die Sprecherin nicht sonderlich und auch die Protagonisten und die Geschichte selbst konnten mich nicht so richtig überzeugen. Allerdings hat die Autorin ein sehr emotionales Thema gewählt und damit eine besondere Geschichte geschaffen, die sowohl Leser als auch Hörer verdient hat. Ich kann mein Gefühl der Geschichte gegenüber im Moment recht schwer in Worte fassen, aber sie wird leider wohl nicht zu meinen Lieblingsgeschichten gehören.

Fazit:
Eine hochemotionale, sehr besondere Geschichte, die mich allerdings nicht so ganz überzeugen konnte. Weder die Sprecherin, noch die Protagonisten oder die Handlung waren herausragend und werden mir ewig im Gedächtnis bleiben.

2,5 Kerzen

Freitag, 8. Juli 2016

Rezension "Briefe an mein Baby"

Titel: Briefe an mein Baby
Autor: Lea Redmond
Verlag: Moses
Seitenzahl: 26
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,95

(c) Moses
Meine Meinung:
Kinder werden so schnell groß. Schnell vergisst man vielleicht Dinge, die man ihnen unbedingt sagen oder erzählen wollte. Und genau hierfür ist "Briefe an mein Baby" super geeignet. Ob schon in der Schwangerschaft oder auch wenn das Kind schon da ist. In diesem kleinen Schmuckstück finden sich 12 Briefvorlagen für Briefe an das eigene Kind.

Besonders gut gefällt mir die liebevolle Gestaltung. Wenn man das Buch aufschlägt hat man tatsächlich Briefumschläge vor sich. Diese kann man auseinander falten, mit einem Text füllen und dann wieder zuklappen. Zugegeben, man hat nicht allzu viel Platz einen Text zu verfassen, da das Buch recht klein ist, aber für kleine Notizen, kurze Aufmerksamkeiten ist allemal genug Platz da. Ganz hinten findet man passende Kleber, sodass man die Briefe auch wirklich zukleben kann und sie bis zu dem Tag, an dem sie das Kind bekommt, wirklich verschlossen bleiben.

Manche Briefe bieten Anregungen zu welchen Themen man etwas schreiben kann, wie z.B "Meine Wünsche für dich sind", "Was du von mir wissen sollst" oder auch "An dem Tag an dem du geboren wurdest". Es gibt aber auch welche, die sind ganz ohne Themenvorschläge, sodass man schreiben kann, was einem gerade in den Sinn kommt.

Die Form selbst ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, da das Buch recht klein ist, doch vorne im Buch gibt es den Hinweis, dass man beim Schreiben etwas unter die Briefe legen soll, damit man eine ebene Oberfläche hat. 

Das Buch ist echt eine schöne Idee, ob man es sich selbst kauft oder auch zur Geburt verschenkt. Ich werde es sicher nutzen um Briefe an meine Tochter zu schreiben. Natürlich könnte man auch jedes stinknormale Papier nehmen, um Briefe zu schreiben, doch diese Zeitkapsel in Geschenkbuchform ist einfach nochmal etwas ganz besonderes.

Das Buch selbst ist übrigens in einer Reihe erschienen, es gibt noch zwei weitere Bände. Zum Einen "Briefe an meine Liebe" und "Briefe an mein Enkelkind". So hat man auch ein schönes Geschenk für Oma und Opa und diese eine tolle Art ihre Gedanken für ihr Enkelkind zu konservieren.

Fazit:
Ein schönes Geschenkbuch, das dazu einlädt Briefe an das eigene Kind zu schreiben. Schön gestaltet, mit Klebern zum Versiegeln und Anregungen zu verschiedenen Themen, ist dieses Buch ein kleiner Schatz ... zum Verschenken oder auch selbst behalten.


Mittwoch, 18. Mai 2016

Rezension "Weil wir zusammen gehören"

Titel: Weil wir zusammen gehören
Autor/Herausgeber: Anouska Knight
Verlag: Mira Taschenbuch
Seitenzahl: 380
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99
Bezogen über: Blogg dein Buch
Hier bestellen *KLICK* 

(c) Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Amy kann keine eigenen Kinder bekommen. Und so beschließen sie und ihr Partner, dass eine Adoption der richtige Weg ist. Trotz vieler Hürden und Hindernisse ist es irgendwann soweit und sie stehen kurz davor ein Kind zu adoptieren. Amy könnte nicht glücklicher sein, bis sie ihren Mann James in flagranti mit einer Kollegin erwischt. Von einem auf den anderen Tag ist nichts mehr wie es einmal war. Und nicht nur Amys Beziehung steht vor dem Aus, sondern auch ihr Wunsch nach einem Kind ist so nicht mehr realisierbar. Amy muss sich entscheiden. Verlässt sie James oder ist ihr Wunsch nach einem Kind so stark, dass sie über seinen Fehltritt hinwegsehen kann.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, klang es doch nach einer leichten, netten Lektüre für zwischendurch. Leider wurde ich zu Beginn erstmal ein wenig enttäuscht.

Ich kam nicht so richtig in die Geschichte rein. Die Erzählung bleibt lange recht belanglos und tritt auf der Stelle. James Seitensprüng füllt gefühlte 200 Seiten und so legte ich das Buch ständig weg, weil ich nach wenigen Seiten schon keine Lust mehr hatte weiterzulesen. Ich war schon kurz davor das Buch abzubrauchen, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass noch irgendetwas nennenswertes passiert.

Doch ich wurde eines besseren belehrt. Natürlich ist die Geschichte jetzt kein Buch von dem man wahnsinnigen Tiefgang erwarten kann und die mich aus den Socken gehauen hat. Doch nach einer Weile kam ich plötzlich viel besser mit der Geschichte klar und die Seiten flogen schneller dahin. Das Geschehen fesselte mich und ich hatte das Gefühl die Handlung kommt endlich voran.

Amy bei ihrem inneren Kampf zu beobachten und zu begleiten war spannend und unterhaltsam zugleich. Ich konnte sie und ihre Gefühle total gut verstehen. Teilweise ist sie zwar etwas wankelmütig, was mich etwas genervt hat, aber im Großen und Ganzen ist sie gut beschrieben und man kann als Leser eine gute Beziehung zu ihr aufbauen.

Der Stil der Autorin ist gut zu lesen. Sehr leicht, sehr locker. Wie eben die Geschichte auch. Man darf an die Geschichte wirklich nicht mit der Erwartung rangehen, dass man hier hoch anspruchsvolle Kost bekommt. Viel mehr haben wir hier ein Buch, welches sich wunderbar für einen Strandurlaub eignet. Ein paar Stunden abschalten, Amy bei ihren Problemen, ihrem Kampf um ihre Ehe begleiten, mit ihr fühlen und hoffen, bangen und weinen.

Das Ende gefällt mir ebenfalls gut. Ich war mir lange Zeit nicht sicher, ob sie wohl zu James zurück geht oder ob sie ihn verlässt. Denn Amy weiß es selbst nicht wirklich. Ihr Wunsch nach einem Kind ist so stark, dass sie es durchaus lange in Betracht zieht ihre Beziehung mit James fortzuführen, als ob nichts passiert wäre. Diesen inneren Kamp, dürfen wir als Leser mit verfolgen und jeder hat wohl so seine eigene Präferenz wie er ausgehen mag.

Alles in allem nette Lektüre für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Hohe Literatur ist es wahrlich nicht, aber zum Abschalten eignet es sich richtig gut. Eine Bemerkung noch zum Cover, das gefällt mir wirklich sehr gut. Es verspricht eine Geschichte, die zum Träumen und Schwelgen einlädt und die bekommt man auch.

Fazit:
Leichte Lektüre, die mich zu Beginn überhaupt nicht überzeugen konnte, dann aber immer fesselnder wurde und mit einem schönen Ende abschließt.