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Donnerstag, 4. Juli 2019

[Blogtour] Uli Aechtner - Tag 4 - Wetterphänomene

 
(c) Authors Assitant

Wetterpänomene

Das Wetter ist ja manchmal ganz schön verrückt und oft auch ziemlich beeindruckend. Was aber teilweise richtig schön aussieht, kann auch ganz schnell, ganz gefährlich werden. Es gibt die verschiedensten Wetterphänomene und einige davon sind besonders sehenswert.

Ein Gewitter hat immer etwas bedrohliches. Da ist das tiefe Grollen des Donners und kurz darauf, je nachdem wie weit das Gewitter entfernt ist, der grelle Blitz der über den Himmel zuckt. Doch neben dem bedrohlichen hat ein Gewitter auch etwas sehr majestätisches und kann unglaublich beeindruckend aussehen. Blitze die vom Himmel zucken, auf Fotos festgehalten, sind mehr als nur beeindruckend. Und auch Blitzeinschläge können unglaublich gewaltig aussehen, auch wenn sie natürlich sehr gefährlich sind.

Auch der Niederschlag, der in der simpelsten Form als Regen vom Himmel fällt, kann sehr beeindruckend aussehen, wenn er seinen Zustand ändert. Dies geschieht aufgrund von den verschiedensten Temperaturen, die zum Zeitpunkt des Niederschlags herrschen. Und so verwandelt sich Regen in Graupel, Schnee oder auch Hagel. Besonders faszinierend ist hier, dass sich solch ein Niederschlag relativ lokal begrenzen lässt. So steht man an einer Stelle, an der es noch trocken ist, sieht aber eine Regenwand auf sich zukommen. Hagel kann hierbei die unterschiedlichsten Formen und Größen annehmen. Hagelkörner, die so groß wie Walnüsse oder auch noch größer werden haben eine wahnsinnige Kraft, können zerstören und sogar auch verletzen.

Quelle: Pixabay
Scheint zum Zeitpunkt von Regen die Sonne, so entsteht am Himmel ein wunderschöner farbiger Regenbogen, der jedes Mal aufs neue faszinierend ist. Auch für dieses gewaltige Naturschauspiel gibt es eine relativ simple wissenschaftliche Erklärung. Einen Regenbogen sieht man nämlich nur, wenn man die Sonne im Rücken hat, während man auf eine Wolkendecke schaut. Die Sonnenstrahlen spiegeln sich in den Regentropfen, ein Regenbogen entsteht. Besonders spektakulär wird es, wenn plötzlich ein zweiter Regenbogen dazu kommt. Hier spricht man dann von einem Doppelten Regenbogen.

Neben dem Niederschlag kann auch der Wind eine beeindruckende Rolle einnehmen. Nämlich dann wenn er sich von einem leichten Lüftchen erst in einen starken Sturm und dann in einen Tornado verwandelt. Bei einem Tornado handelt es sich um einen heftigen Wirbensturm, der wahrlich beeindruckend aussieht, jedoch verherende Folgen für das Leben vieler Menschen haben kann. Tornados entstehen an Land ganz im Gegensatz zu einem Hurrikane. Hier in Deutschland gibt es sie eher seltener, doch wenn, dann haben sie auch hier schlimme Folgen.

In "Mordswetter" bekommt es Kommissar Christian Bär gleich mit mehreren Wetterphänomenen zu tun. Da ist ein starkes Gewitter, dem scheinbar gleich mehrere zum Opfer fallen und welches es dem Kommissar nicht leicht macht zwischen Unfall und Mord zu unterscheiden. Zudem spielen mysteriöse Hagelfälle eine große Rolle, die letztendlich auch zur Klärung des Falls beitragen. Die Autorin versteht es hier sehr gut, alle Wetterphänomene glaubwürdig und verständlich in ihre Geschichte einzubauen und dem Leser so ganz nebenbei spannende wissenschaftliche Fakten zu vermitteln.

Hier findet ihr weitere interessante Artikel zum Buch *KLICK*


 Uli Aechtner
Mordswetter
Kriminalroman
Broschur
224 Seiten
ISBN 978-3-7408-0160-1
Euro 10,90 
Ebook (NUR in der Blogtourwoche):
2,99 €

Montag, 24. Juni 2019

Rezension "'Mordswetter"

Titel: Mordswetter
Autor: Uli Aechtner
Verlag: emons
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-7408-0160-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 10,90 €

(c) emons
Zum Inhalt:
Christian Bär wird zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen. Eine junge Frau liegt nach einem Gewitter tot vor ihrem Zelt - erschlagen von einem Blitz. Kurze Zeit später die nächste Tote, ertrunken in ihrer eigenen Waschküche. Bär beginnt zu zweifeln, dass es sich bei den beiden Todesfällen tatsächlich um Unfälle handelt. Nebenbei hat der Kommissar auch noch mit Eifersucht zu kämpfen, denn seine alte Flamme Roberta Hennig interessiert sich nur für den Gewitterfotografen Maik. Doch plötzlich gerät Roberta selbst in den Fokus und in tödliche Gefahr. 

Meine Meinung:
Hin und wieder lese ich gerne Krimis, die in Deutschland spielen. Ich lese gerne von Landschaften und Umgebungen, die ich kenne, die mir vertraut sind. 

Auf diesen Krimi von Uli Aechtner war ich ganz besonders gespannt, denn hier spielt das Wetter und die verschiedensten Wetterphänomene eine große Rolle. Ich hatte jedoch nicht erwartet, dass der Krimi so spannend und unterhaltsam werden würde und ich zumindest mit einigen meiner Vermutungen ziemlich daneben liegen würde. Die Handlung ist richtig spannend und an vielen Stellen nicht vorhersehbar. Und so fesselte und unterhielt mich das Buch über die komplette Zeit sehr gut. 

Schon der Prolog beginnt sehr geheimnisvoll, deutet nur eine Szene an und geht dann in die Geschichte über ohne näher darauf einzugehen. Solch einen Prolog mag ich besonders gerne, dessen Bedeutung sich erst am Ende der Geschichte erschließt. So ist es auch hier, was wirklich gut gelungen ist.

"Mordswetter" ist Teil einer Reihe rund um den Kommissar Christian Bär. Bisher kannte ich keinen dieser Teile, hatte aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen oder das Gefühl, dass ich in den Vorgängern etwas verpasst habe. Sicherlich ist es nicht schlecht diese gelesen zu haben, um das Privatleben des Kommissars etwas besser zu verstehen. Doch kann man dieses Buch problemlos lesen, ohne jegliche Kenntnisse der Vorgänger. Ich werde dies jedoch noch nachholen, da ich "Mordswetter" so gut fand.

Was mir besonders gut gefiel waren die vielen Wetterphänomene, die in der Geschichte vorkommen und auch recht detailliert erklärt werden. Allerdings tatsächlich so, dass dies auch jemand versteht, der sich noch nie ausführlich mit dem Wetter beschäftigt hat. Das fand ich total klasse und sehr interessant.

Zudem gefielen mir die Charaktere richtig gut. Ich habe unglaublich viel Lust noch mehr von Christian Bär und Roberta Hennig zu lesen und muss mir unbedingt die Vorgänger besorgen. f

Fazit:
Ein Krimi, der durch viele Dinge zu überzeugen weiß. Von den ausgefeilten Charakteren über die spannende Handlung und die gut recherchierten Wetterphänomene hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite richtig gut unterhalten. 


Montag, 10. Oktober 2016

Rezension "Das Schweigen der Schweine"

Titel: Das Schweigen der Schweine
Autor: Alexa Rudolph
Verlag: emons
Seitenzahl: 272
ISBN:  978-3-95451-951-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 11,90 €

(c) Emons
Zum Inhalt:
Ein Bauernhof im tiefsten Schwarzwald. Eigentlich eine friedliche Gegend. Doch das ändert sich schlagartig. Es gibt nicht nur ein Schaf ohne Kopf und einen Hühnerfuß. Nein, es verschwindet auch noch ein Kind und gibt zudem zwei Leichen. Vorbei ist es mit der Idylle im Schwarzwald. Das Kind bleibt verschwunden. Die Toten kann man nicht mehr befragen. Der Kommissar steht vor einem Rätsel. Niemand scheint zu wissen, wo die kleine Leni ist, geschweige denn, was passiert ist.

Meine Meinung:
Dieser Regionalkrimi, spielt, wie der Inhalt schon verrät im tiefsten Schwarzwald. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass doch immer wieder badische Begriffe in der Geschichte vorkommen. Zwar komme ich selbst aus Schwaben, habe aber trotzdem das meiste verstanden. Für manche Begriffe hätte aber sogar ich ein Wörterbuch gebraucht. Da der Krimi aber deutlich als Regionalkrimi gekennzeichnet ist, finde ich das auch völlig in Ordnung so. Allerdings denke ich, dass Leser, die aus völlig anderen Regionen kommen so ihre Schwierigkeiten haben könnten.

Zunächst packte mich die Geschichte nicht so richtig. Es wurde viel von der Landschaft beschrieben und alles plätscherte so gemächlich dahin. Es passierte einfach nicht viel. Selbst als Leni verschwand, konnte ich nicht viel spannendes an der Geschichte finden. Zwar fragte ich mich natürlich, was mit ihr passiert ist, doch so richtig brennend wollte ich es nicht wissen.

Spannender wird es dann, als die Leichen auftauchen. Da begann ich mich wirklich zu fragen, was um alles in der Welt da wohl geschehen ist und ob diese Morde mit der verschwundenen Leni zusammenhängen. Das Buch wurde spannender und mir fiel es leichter an der Geschichte dran zu bleiben.

Sehr gut sind der Autorin die Charaktere gelungen. Zwar kann ich kaum behaupten, dass sie mir sonderlich sympathisch sind (den Kommissar mal ausgenommen), doch sind sie wirklich unverwechselbar und authentisch gestaltet. Gerade das unsympathische und schrullige lassen diese Charaktere sehr echt wirken. Man merkt sofort, hier ist nicht alles eitel Sonnenschein, hier gibt es Probleme, womöglich schon über viele Jahre. Dies hat die Charaktere gezeichnet, was die Autorin auch sehr schön zu transportieren weiß.

Für mich, die selbst aus der Gegend kommt, sind natürlich die Beschreibungen besonders schön. Zwar wohne ich selbst nicht im Schwarzwald, aber natürlich war ich schon öfters dort und gerade am immer wieder erwähnten Schluchsee, habe ich selbst schon Urlaub gemacht. Solche Beschreibungen finde ich beim Lesen einfach immer wieder klasse. Sie machen die Geschichte echt und authentisch und geben ihr das gewisse Etwas. Sobald man das Gefühl hat, man kennt die Gegend, man kann sie sich perfekt vorstellen, ist die Geschichte wirklich gelungen.

Fazit:
Ein Krimi, der mich zunächst nicht so richtig packen konnte, dann aber immer spannender wurde. Die Charaktere sind das ganz besondere an dieser Geschichte. Zwar nicht sonderlich sympathisch, dafür extrem ausdrucksstark, authentisch und glaubwürdig, sodass man das Gefühl hat, man könnten ihnen so auch hier sofort auf der Straße begegnen. Man sollte natürlich bedenken, dass es sich hier um einen Regionalkrimi handelt, sodass ortsfremde vielleicht ab und an Schwierigkeiten mit einzelnen Begriffen haben könnten.