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Mittwoch, 8. April 2020

Rezension "Hops & Holly - Ein möhrenstarkes Schuljahr"

Titel: Hops & Holly - Ein möhrenstarkes Schuljahr
Autor: Katja Reider / Sabine Straub
Verlag: Esslinger
Seitenzahl: 112
ISBN: 978-3-480-23554-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 13,00 €
Alter: ab 5

(c) Esslinger
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band der Hops & Holly - Reihe. Schon der erste Band hat uns mega gut gefallen und so waren wir sehr gespannt auf den zweiten. Und ich kann voller Überzeugung sagen, dass dieser dem ersten in nichts nachsteht. 

Es beginnt schon mit den unheimlich niedlichen Bildern, die mir schon auf dem Cover sofort aufgefallen sind. Ich habe die Illustrationen schon in Band 1 geliebt und auch hier sind sie wieder einfach nur niedlich. Auch im Inneren ist das Buch zauberhaft illustriert. Die Hasen sind extrem ausdrucksstark und so liebevoll, dass sogar meine kleine Tochter (2) das Buch immer wieder anschauen möchte. 

Da das Buch ab 5 Jahren ist gibt es natürlich recht viel Text und auch Seiten ohne Bild, was aber genau richtig so ist. Der Text ist trotzdem sehr kindgerecht und gut verständlich, jedoch das ein oder andere Mal schon auch aufregend. Da meine Tochter noch nicht fünf ist, hatte ich manchmal das Gefühl, sie kommt nicht bei allem ganz mit, aber das macht ja gar nichts. Eigentlich finde ich das sogar ganz gut, denn so bleibt uns das Buch noch eine ganze Weile erhalten. 

Was ich ebenfalls toll finde ist, dass man bei den Hasen zwar sofort an Ostern denken muss, es sich aber nicht um klassische Ostergeschichten handelt, man es also auch das ganze Jahr vorlesen kann. Wir werden es also das ganze Jahr über in die Hand nehmen und hoffen auch, dass es vielleicht irgendwann noch Weihnachtsgeschichten mit Hops & Holly geben wird, da wir die kleinen Hasen so lieben. 

Das Buch ist auch bestens geeignet zur Einschulung, da sich jede der zehn Geschichten um das Thema Schule dreht. Ob es die Eltern vorlesen oder die Kinder dann irgendwann selbst lesen. Ich denke auch für Schulkinder ist dieses Buch noch interessant, gerade für Schulanfänger. 

Fazit:
Ein wunderbares Vorlese und auch Selbstlesebuch. Liebevoll illustriert, spannend und unterhaltsam erzählt, nicht nur zu Ostern beste Unterhaltung. 


Freitag, 6. März 2020

Rezension "Pfui Spucke, Lama!

Titel: Pfui Spucke, Lama!
Autor: Katalina Brause / Carola Steverding
Verlag: Esslinger
Seitenzahl: 32
ISBN: 978-3-480-23502-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 13,00 €
Alter: ab 3


(c) Esslinger
Zum Inhalt & meine Meinung:
Was für ein wundervolles Bilderbuch. Es erzählt die Geschichte vom Lama, das eigentlich nur bei den Vorbereitungen für den Jahrmarkt helfen möchte und dabei sehr tollpatschig ist. Jedes Mal muss es leider spucken und so sind die anderen Tiere sehr schnell sehr verärgert und möchten das Lama nicht dabei haben. Dieses ist daraufhin sehr traurig. Als es zu einer brenzligen Situation kommt, kann das Lama aber endlich seine Stärken zeigen und rettet alle vor einem gemeinen Dieb. Und plötzlich merken alle, wie toll das Lama ist und wie es in allen Lebensbereichen eine Hilfe sein kann.

Vor allem meine kleine Tochter (2,5) liebt dieses Buch. Sie will dass ich es ihr ständig vorlese. Es ist so süß wie sie mir immer das Buch bringt und sagt "Pfui Spucke Mama". Sie versteht zwar noch nicht alles und sicherlich auch nicht die Aussage, die hinter dem Buch steckt, aber sie liebt die Bilder und die Geschichte und das ist für mich letztendlich das wichtigste und das was ein Buch auszeichnet. Was bringt ein Buch, das pädagogisch äußerst wertvoll ist, meine Kinder aber nicht begeistern kann. Da steht für mich absolut im Vordergrund, dass es gefällt und ich es sehr oft vorlesen muss.

Und auch ich liebe dieses Buch sehr. Ich finde die Illustrationen unheimlich süß und schaue sie mir wahnsinnig gerne an. Die Gesichtsausdrücke der Tiere sind so herrlich und lebendig gezeichnet, dass ich teilweise das Gefühl habe, sie könnten gleich aus dem Buch springen.Dies ist mit ein Grund, warum ich das Buch auch sehr gerne vorlese. Gut nicht unbedingt fünf mal am Tag, aber einmal am Tag ist es schon in Ordnung. Vermutlich dauert es nicht mehr allzu lange, bis ich die Geschichte auswendig kann.

Der Text ist nicht besonders umfangreich, was besonders für meine kleine Tochter super ist. Und auch für uns Erwachsene bietet das Buch so einige etwas ironische Stellen zum Schmunzeln, die Kinder mit Sicherheit nicht so verstehen, aber das macht an der Stelle gar nichts bzw. finde ich das sogar richtig gut.

Natürlich ist die Message hinter der Geschichte auch eine ganz tolle. Es geht um Vorurteile und wie diese letztendlich nicht bestätigt werden. Es geht darum, dass jeder Mensch (und jedes Tier) wichtig und wertvoll sind und dass jeder etwas kann, womit er das Leben anderer bereichern kann. Wunderschöne Botschaft, die hoffentlich unterschwellig auch bei den Kindern ankommt.

Fazit:
Ein wundervolles Kinderbuch über Vorurteile und darüber, dass jeder gut ist wie er ist. Ein Bilderbuch, das mit unheimlich liebevollen Bildern punktet und rundum gelungen ist.


Mittwoch, 6. November 2019

Rezension "Winter in der Häschenschule"

Titel: Winter in der Häschenschule
Autor: Albert Sixtus (Text) / Julia Walther (Illustrationen)
Verlag: Esslinger
Seitenzahl: 40
ISBN:  978-3-480-40138-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: ab 4

(c) Esslinger
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Wer kennt sie nicht? Die Häschenschule von Albert Sixtus ist ein absoluter Klassiker - vor allem zu Ostern. Ich muss zugeben, ich wusste gar nicht, dass es da so viele Bände davon gibt. Mit diesem Buch sind es nämlich fünf Stück.

Doch nicht alle sind von Albert Sixtus selbst geschrieben. Dieses jedoch schon. Bis jetzt unveröffentlicht schrieb er in den zwanzigern diese Fortsetzung zur Häschenschule. Nun wurde das Buch endlich verlegt von dazu von Julia Walther so nahe wie möglich an den Orignalillustrationen illustriert.

Das Buch ist, wie auch der bekannte Klassiker, in Reimform geschrieben. Das liest sich ja immer sehr gut vor, manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass das meiner Tochter nicht soooo gut gefällt, bzw. sie etwas weniger von der Geschichte versteht, wie wenn es ein ganz normaler Fließtext ist. Das kann aber auch nur mein Eindruck sein, sie hört nämlich genauso aufmerksam zu, wie bei jedem anderen Buch auch. .

Ich finde es schön, dass es nun die Häschenschule auch passend zur kalten Jahreszeit gibt. Die Häschen erleben alles, was die Kinder auch in der Winterzeit erleben. Ob im Schnee toben, Plätzchen backen oder Weihnachten feiern. Alle Situationen sind bekannte aus dem Alltag der Kinder und somit sehr kindgerecht.

Was mir sehr gut bei diesem Buch gefällt, sind die Illustrationen. Diese finde ich deutlich schöner wie bei der "Häschenschule" selbst. Man merkt definitiv, dass sie etwas moderner sind, aber trotzdem nahe dran am Klassiker und diesen Kompromiss finde ich richtig super. Ich schaue mir die Bilder viel lieber an als bei dem Klassiker, denn ich finde sie viel liebevoller und auch irgendwie kindgerechter.

Fazit:
Der Klassiker nun endlich auch im Wintergewand, mit tollen modernen Illustrationen, erzählt in Reimform von der Winter - und Weihnachtszeit bei den Häschen der Häschenschule.


Mittwoch, 2. Oktober 2019

Rezension "Ich ging in die Dunkelheit"

Titel: Ich ging in die Dunkelheit
Autor: Michelle McNamara
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-85535-060-5   
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,00 €

(c) Atrium
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Als Michelle noch ein Kind war, wurde in ihrer Nachbarschaft ein Mädchen ermordet. Dies weckte ihre Faszination für das Dunkle, das Böse im Menschen, für unaufgeklärte Morde. Als Erwachsene verschrieb sie sich der Suche nach Monstern, die bisher unerkannt entkommen konnten.

Und von dieser Suche berichtet dieses Buch. Denn dieses Buch erzählt von der Suche nach einem Mörder. Von der Suche nach einem Mörder und Vergewaltiger, der Kalifornien zehn Jahre (1976-1986) lang in Angst und Schrecken versetzte und immer wieder ungesehen davon kam. Ein Mann, der Frauen vergewaltigte und ermordete. Ein Mann, der die Ehemänner und Kinder dabei zusehen ließ. Ein Mann, der mit äußerster Brutalität vorging und vor nichts Halt machte. Ein Mann, der nie gefasst wurde, da sich die Ermittlungsmöglichkeiten damals einfach noch in Grenzen hielten. 

Michelle beschloss dem auf den Grund zu gehen und rollte die Fakten von damals nochmal komplett aus. Ging an Tatorte und sprach mit Ermittlern und Angehörigen. Forschte im Netz und in Archiven und schnappte nach jedem Schnipsel an Informationen, den sie bekommen konnte. Diese Suche schildert sie äußerst spannend und packend und ich grußelte mich stellenweise so sehr, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre selbst bei der Suche dabei gewesen. Denn die Taten werden doch sehr detailliert beschrieben und man muss als Leser schon einiges abkönnen um das lesen zu können. Denn was in Thrillern noch fiktiv ist, beruht hier auf wahren Tatsachen, was das Buch schon zu sehr hartem Tobak macht.

Die Autorin verstarb leider vor Fertigstellung des Buches, was man diesem leider stellenweise anmerkt. Einige Kapitel wurden lediglich aus ihren Notizen zusammengesetzt. Und das merkt man am Stil total, finde ich. Da die Stellen markiert sind, fällt das sofort auf, aber man würde es vermutlich auch so merken. Die Stellen sind deutlich holpriger, als die, die sie selbst verfasst hat. Was man natürlich auch irgendwie verstehen kann. Natürlich kann man nichts dagegen tun, dass die Autorin verstarb, aber es ist schon schade, dass an diesen Stellen der Fluss etwas fehlt.

Was mich ziemlich gestört hat, war das Durcheinander im Buch. Die Fälle werden durcheinander geworfen und befinden sich chronologisch in keiner logischen Reihenfolge. Wahrscheinlich ist das schon Absicht so, aber für mich war das irgendwie anstrengend, da ich mir mittendrin nicht mehr wirklich sicher war, ob es sich jetzt wirklich nur um einen Täter handelt, um den es in dem Buch geht.

Was ich jedoch total spannend fand waren die Informationen, abseits der Fälle. Nämlich die, wie sich die Kriminaltechnik weiterentwickelt hat und dass den Ermittlern heutzutage viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen, als jetzt. Ich vermute in der heutigen Zeit wäre der Täter auch nicht so lange ungeschoren davon gekommen. Besonders spannend fand ich die Entwicklung der DNA-Analyse und die Fakten dazu.

Und so ist das Buch durchaus sehr lesenswert, ist aber definitiv nichts für schwache Nerven. Mich zog es stellenweise so runter von einem Mord nach dem nächsten zu lesen, dass ich das Buch immer wieder pausieren musste. Allerdings ist das bei True Crime wohl so und nun habe ich wieder was dazu gelernt.

Das Buch hat dann auch ein befriedigendes Ende, auch wenn die Autorin das leider nicht mehr mitbekommen hat. Der Täter wurde nach so vielen Jahren des Schreckens und der vergeblichen Suche nämlich gefasst und das war ja letztendlich alles, was McNamara wollte.

Fazit:
Ein düsteres Buch von der Suche nach einem Mörder, das packend geschrieben ist, mit wissenschaftlichen Fakten punkten kann, mir aber stellenweise etwas zu durcheinander war.

Sonntag, 29. September 2019

Rezension "Das Ende"

Titel: Das Ende
Autor: Mats Strandberg
Verlag: Arctis
Seitenzahl: 352
ISBN:  978-3-03880-029-3
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 19,00 €
Alter: ab 14

(c) Arctis
Zum Inhalt:
Simon und Lucinda sind Teenager und sie verbindet eigentlich nicht besonders viel. Gut, da ist die Tatsache, dass Simons Exfreundin auch Lucindas beste Freundin war. Und dieses Mädchen wurde nun ermordet. Und als wäre das nicht tragisch genug, so bleibt nicht viel Zeit den Täter ausfindig zu machen. Denn ein Komet rast unaufhaltsam auf die Erde zu und wird diese binnen weniger Wochen auslöschen. Das Ende steht unaufhaltsam bevor, die Menschen verlieren die Kontrolle und ein Mörder will gefunden werden.

Meine Meinung:
Ich liebe ja Dystopien. Die Szenarien in Dystopien sind eigentlich immer beklemmend aber auch auf eine ganz besondere Art fesselnd und beeindruckend, zeigen sie doch Facetten von Menschen, die man sonst niemals zu Gesicht bekommen hätte.

"Das Ende" ist nicht wirklich eine Dystopie, sondern eher eine Endzeitgeschichte, geht darum aber in eine ähnliche Richtung. Ich war total gespannt, was mich in diesem Buch erwarten würde und wie die Sache mit dem Komet ausgehen würde. Denn irgendwie überlegt man naütrlich schon rum, ob die Geschichte vielleicht gut ausgeht, ob es vielleicht letztendlich eine Lösung gibt, wie dieser aufgehalten werden kann.

Die Geschichte beginnt zu der Zeit, als die Menschen von dem Kometen erfahren. Man merkt sofort wie sich die Wesen der Menschen verändern. Sie hören auf zur Arbeit zu gehen und plötzlich verändern sich die Prioritäten komplett. Das fand ich total spannend zu beobachten. Ich finde auch dass solche Szenen zum Nachdenken anregen, denn ich überlege mir dann immer, was ich wohl in so einer Situation machen würde.

Nach und nach lernt man die Protagonisten näher kennen. Hierzu wird die Geschichte sowohl aus der Perspektive von Simon, als auch von Lucinda erzählt. Das fand ich super, denn so erschließen sich einem Dinge viel besser und man lernt die beiden immer besser kennen.

Ich muss sagen, dass diese Geschichte definitiv nichts für schwache Nerven ist. Mich hat sie stellenweise schon ziemlich mitgenommen und auch runtergezogen. Das spricht natürlich absolut für den Autor und seine authentische Geschichte. Geschichten die Emotionen auslösen sind immer gut. Doch ist die Geschichte auch viel von Gewalt und Co. geprägt und das nahm mich stellenweise extrem mit. Ich habe tatsächlich auch zwischendurch immer wieder eine Geschichte mit ganz viel Liebe und positiven Elementen gebraucht, quasi als Gegengewicht.

Der Autor ist nämlich auch ziemlich schonungslos. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und so tun sich im Laufe der Geschichte menschliche Abgründe auf, die schon heftig sind. Zudem wird die Angst und Beklemmung der Protagonisten auf jeder Seite mehr spürbar und nahm auch mich völlig gefangen. Ich stellte mir vor, wie es wohl wäre, wenn wir wüssten, dass in nur wenigen Tagen ein Komet unseren Planenten zerstören wird. Diese Vorstellung ist schon ziemlich krass.

Über das Ende möchte ich gar nicht so viel verraten, denn ich möchte niemanden spoilern. Aber das Ende ist krass und so bewegend, dass ich stellenweise fast mit den Tränen kämpfen musste. Es ist unfassbar emotional und hat mich mit einem großen Kloß im Hals zurück gelassen.

Alles in allem ist "Das Ende" ein unheimlich faszinierendes und zugleich erschreckendes Buch. Es zeigt, was aus Menschen wird wenn sie vor dem Ende stehen. Es zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist und was wir mit der kostbaren Zeit machen sollten, die uns bleibt. Und letztendlich zeigt es, dass es nichts wichtigeres als Familie und Freundschaft im Leben gibt und alles andere unwichtig wird, wenn man vor einem unausweichlichen Ende steht.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich sehr berührt und mitgenommen, aber auch emotional fertig gemacht hat. Eine Geschichte die eine emotionale Achterbahnfahrt ist und zeigt wozu Menschen bereit sind, wenn das Ende unausweichlich bevorsteht.


Dienstag, 6. August 2019

Rezension "Die Glückskleebande - Kleiner Hund in Not"

Titel: Die Glückskleebande - Kleiner Hund in Not
Autor: Andrea Schütze / Stefanie Krauss 
Verlag: Esslinger
Seitenzahl: 112
ISBN:  978-3-480-23529-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,00 €
Alter: ab 5

(c) esslinger
Zum Inhalt:
Fine, Carla und Viola sind Fruendinnen und haben Sommerferien. Und irgendwie ist es total langweilig. Also beschließen die drei eine Bande zu gründen. Und wofür könnte sich so eine Bande besser eignen, als dafür Tiere zu retten. Die Tierärztin, die neu in der Nachbarschaft steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Als dann ihre Nachbarin ins Krankenhaus muss und deren Hund spurlos verschwindet, sind die drei auf den Plan gerufen und tun alles um den kleinen Hund zu retten.

Meine Meinung:
Dieses wunderbare Vorlesebuch erreichte mich vor einiger Zeit. Gemeinsam mit meiner Tochter nahm ich es sofort in die Hand.

Das Cover fand ich auf den ersten Blick einfach nur zuckersüß. Mir gefällt das hübsche Bild total gut, zudem ist es so schön kindgerecht und strahlt genau das richtige aus. Die Bilder setzten sich im inneren fort. Ich finde das die Bilder recht speziell sind und fast schon etwas comicartiges haben. Sie gefallen mir aber trotzdem richtig gut. Manchmal nehmen die Bilder eine ganze Seite ein, dann kommt wieder relativ viel Text mit relativ wenig Bild.

Meine Tochter ist dreieinhalb Jahre alt, das Buch jedoch ab fünf Jahren empfohlen. Trotzdem wollte sie unbedingt dass ich es ihr vorlese, was ich dann natürlich auch getan habe. Ich merkte schon, dass es relativ viel Text für sie war. Sie kann zwar einiges aushalten, da wir sehr viel vorlesen, aber das war dann doch etwas viel. Dies merkte ich vor allem dann, wenn es Seiten gab mit nur Text und keinem Bild. Dies finde ich aber völlig in Ordnung, da der Verlag das Buch ja auch für ältere Kinder empfiehlt. Und so würde ich diese Altersangabe komplett unterschreiben.

Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Ich fand sie unheimlich nett und süß erzählt. Sie vereint alles, was eine schöne Geschichte für Kinder haben muss. Tiere, Kinder, mit denen sich die Leser identifizieren können, Spannung und ein wunderbares Ende, mit dem alle zufrieden sein können. Auch der Schreibstil ist wunderbar kindgerecht und sogar meine dreieinhalb jährige Tochter hat fast alles verstanden.

Neben der Geschichte gibt es am Ende noch einen großen Teil mit weiteren Informationen. Es gibt Rezepte passend zum Buch, Wissen über Hunde und Hundesprache, eine Bastelanleitung und Erste-Hilfe-Tipps. Dies alles finde ich total super, denn da das Buch natürlich auch für etwas ältere Kinder geeignet ist und diese vielleicht auch an sachlichen Informationen über Hunde usw. interessiert sind, macht das das Buch zu einer runden Geschichte. 

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch für Kinder ab 5 Jahren, welches mit einer schönen Erzählung, wunderbaren Bilder und tollen Informationen am Ende des Buches punkten kann.


Mittwoch, 31. Juli 2019

Rezension "Das Labyrinth vergisst nicht"

Titel: Das Labyrinth vergisst nicht
Autor: Rainer Wekwerth
Seitenzahl: 300
ISBN: 978-3-946330-18-9
Einbindungsart: Hardcover / ebook 
Preis: 16,99 € / 4,99 €
Alter: ab 14
Band: 4/4

Achtung: Diese Rezension könnte Spoiler enthalten, da es sich um den 4. Teil der Reihe handelt. 

(c) Buchheim-Verlag
Zum Inhalt:
Das Labyrinth ist zurück. Und das gnadenloser als jemals zuvor. Leon, Tian und Mischa finden sich in einem Gefängnis tief unter der Erde wieder und das ohne einen blassen Schimmer zu haben, wie sie dorthin gekommen sind. Auch Mary und Katy landen durch Zufall dort. Schnell merken die fünf, dass etwas nicht stimmt, nicht mit rechten Dingen zugeht. Sie beschließen zu fliehen, doch worauf sie dann treffen, damit hätten sie nicht gerechnet.

Meine Meinung:
Es ist schon so viele Jahre her, dass ich die Labyrinthe-Reihe von Rainer Wekwerth gelesen habe. So viele Jahre sind vergangen, seitdem ich diese geniale Trilogie verschlungen habe. Und auch wenn ich gut mit den Ende des dritten Bandes leben konnte, so blieben doch einige Fragen offen. Und nun hat sich Rainer Wekwerth endlich von seinen Fans überzeugen lassen, doch noch einen finalen Band zu schreiben und die offenen Fragen zu klären. Ich bin unheimlich froh, dass er dies getan hat, denn ich habe meine Rückkehr ins Labyrinth sehr genossen.

Was mich besonders überrascht hat, war die Tatsache, dass es sich für mich so anfühlte, als wäre ich gar nicht lange aus dem Labyrinth weg gewesen. Ich lese ja unheimlich viel und so verschwimmen die Inhalte von vielen Büchern doch sehr schnell miteinander. Wenn dann Bände von Reihen in Jahresabständen herauskommen habe ich oft große Schwierigkeiten wieder in die Geschichte hineinzufinden. Doch hier hatte ich das komischerweise zu keiner Zeit. Zum einen kamen die Erinerungen mit dem Lesen immer mehr zurück und zum anderen erzählt Rainer Wekwerth die Geschichte so clever, dass er immer wieder Geschehnisse aus den vorherigen Bänden einfließen lässt - immer in der Form von Erinnungen. Ich hatte wirklich nicht erwartet, dass ich so schnell wieder in die Geschichte komme, sogar überlegt, ob ich die Reihe vorher nochmal lese. Doch mit seiner Art zu schreiben hat Wekwerth mir diese Mühe abgenommen und mich mühelos wieder im Labyrinth gefangen genommen.

Die Geschichte ist so spannend, heilige Maria, ehrlich.  Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, zu spannend und unvorhersehbar waren die Ereignisse. Zudem brannte ich darauf zu erfahren, was denn nun hinter allem steckt und endlich meine offenen Fragen aus Band 3 beantwortet zu bekommen. Und das bekam ich, in einer Geschwindigkeit, die mir selbst jetzt noch die Ohren schlackern lässt. Ich bin so begeistert von der Geschichte und unheimlich froh, dass Rainer diesen vierten Band geschrieben hat.

Irgendwie bin ich nun auch traurig, dass tatsächlich alles vorbei ist, aber laut Rainer ist die Verfilmung in Vorbereitung und jetzt mal ehrlich? Eine bessere Nachricht kann es ja wohl nicht geben. Ich freue mich schon jetzt darauf, auf der Leinwand ins Labyrinth zurückkehren zu können. Denn die Geschichte die Rainer hier geschaffen hat, ist einfach nur grandios.

Seine vielschichtigen und unheimlich gut durchdachten Charaktere, setzen dem ganzen, neben dem grandiosen Schreibstil, definitiv das i-Tüpfelchen auf. Ich liebe seine Art zu erzählen und seine Art Charaktere zu beschreiben. Jeder bleibt einzigartig und hat seine berechtigte Rolle in der Geschichte.

Und auch das Ende passt nun wie die Faust aufs Auge. Der Cliffhanger ist nun weg und trotzdem ist es kein komplettes rosa Happy-End, dass alles zum Ende führt. Das würde auch nicht passen. Hier beweist Rainer Wekwerth ein weiteres Mal, dass er genau weiß, was er tut und wann welches Fingerspitzengefühl notwendig ist. Chapeau Rainer ;)

Fazit:
Ein grandioser Abschluss, einer grandiosen Reihe. Sollte diese bisher an euch vorbei gegangen sein, so bitte ich euch inständig diese zu lesen. Danke für diesen tollen vierten Band, danke dass du dich dazu überreden lassen hast, lieber Rainer.

Dienstag, 30. Juli 2019

Rezension "Ein Fisch für Hamish"

Titel: Ein Fisch für Hamish
Autor: A.H. Benjamin / Joe M. Ruiz (Illustrationen)
Verlag: blooturtle
Seitenzahl: 28
ISBN:  978-3-96444-004-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,95 €
Alter: ab 3

(c) blooturtle
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Ein weiteres Bilderbuch aus dem blooturtle-Verlag ist "Ein Fisch für Hamish". Nachdem uns mit dem Buch "Die Wiese" so viele Werte vermittelt wurden, war ich gespannt, was uns bei diesem Bilderbuch erwarten würde. Und so viel sei gesagt, es geht in eine ganz andere Richtung als "Die Wiese".

Denn mit "Ein Fisch für Hamish" legt der Verlag ein Buch vor, welches einfach nur lustig ist. Ich war kurz etwas verwundert, weil ich irgendwie erwartet hatte, dass es auch hier eine versteckte Botschaft gibt. Doch letztendlich ist das Buch einfach eine super Unterhaltung, welches mich und meine Tochter immer wieder zum Lachen brachte.

Das Buch erzählt vom Kater Hamish und seiner Besitzerin Frau Dorsch. Frau Dorsch liebt Fisch und so soll auch ihr Kater nur das Beste vom Besten bekommen. Nacheinander probiert sie die verschiedensten Fische aus, doch jeder hat eine interessante Nebenwirkung. Mal fallen Hamish die Haare aus, mal ändert sich seine Farbe, mal ist er plötzlich aufgeblasen wie ein Luftballon. Frau Dorsch verzweifelt fast, bis sie einen Fisch findet, den Hamish komplett ohne Nebenwirkungen verschlingen kann. Doch womit Frau Dorsch nicht gerechnet hat, war, dass sie selbst plötzlich ganz merkwürdig auf diesen Fisch reagiert.

Die herrlichen Zeichnungen von Joe Ruiz erinnern mich ein wenig an ein Computerspiel. Sie sind aber so schön klar und deutlich und nur wenig verspielt, dass sie perfekt für das angebene Alter sind. Dass Hamish sich, je nachdem welchen Fisch er verspeist, verändert, ist äußerst amüsant zu beobachten und auch meine Tochter hatte großen Spaß dabei. Zudem lernt man ganz nebenbei noch, welche verschiedenen Fischsorten es gibt.

Der Text ist nicht besonders umfangreich, den Hauptteil der Geschichte nehmen definitiv die Bilder ein. Und so kann ich der Altersangabe des Verlages guten Gewissens zustimmen, denn das Buch ist super für Kinder ab drei Jahren geeignet und bietet tolle Unterhaltung.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch, umweltfreundlich hergestellt, welches uns nicht nur einmal zum Lachen gebracht und bestens unterhalten hat.


Montag, 29. Juli 2019

Rezension "Die Wiese"

Titel: Die Wiese
Autor: Susan Bagdach / Lea Fehrenbach (Illustrationen)
Verlag: blooturtle
Seitenzahl: 32
ISBN: 978-3-96444-000-6
Einbindungsart: Hardcover 
Preis: 14,95 € 
Alter: ab 3

(c) blooturtle
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein wundervolles Bilderbuch für euch. Ein Bilderbuch welches Kinder auf eine Reise mitnimmt und dabei eine tiefe und wichtige Botschaft vermittelt.

Die Geschichte erzählt von einer Wiese. Von einer Wiese auf der nur blaue Blumen wachsen. Alle sind gleich, keine unterscheidet sich von der anderen. Als eine neue Blume wächst und diese gelb ist, ist das ein handfester Skandal. Die Blumen tun alles dafür, dass die neue gelbe Blume auch blau wird. Kurz darauf wächst eine weitere Blume. Diese unterscheidet sich komplett von allen anderen. Sie sieht anders aus, riecht anders und ist viel größer. Auch das können die anderen Blumen nicht zulassen, wieder versuchen sie alles damit die rote Blume sich anpasst. Doch dieses Mal klappt das nicht so gut, wie die anderen Blumen sich das vorgestellt haben.

Dieses Bilderbuch besticht schon auf den ersten Blick durch die wunderbaren Bilder. Diese unterscheiden sich absolut von den vielen 0815 Bildern, die es so oft in Bilderbüchern gibt. Sie wirken künstlerisch hochwertig und bleiben dabei trotzdem kindgerecht. Zudem ist das Buch auf umweltfreundlichem Papier gedruckt und 100% in Deutschland hergestellt, was ich ebenfalls toll finde.

Die Geschichte selbst, lässt sich gut vorlesen, der Text ist recht übersichtlich gehalten, auch wenn es manchmal sogar eine ganze Seite zum Vorlesen ist. Zudem braucht die Geschichte auch eine gewisse Menge an Text um die gewollte Botschaft zu vermitteln. Die Botschaft ist gleichermaßen vielseitig wie tiefgehend. Sie zeigt Kindern, dass es absolut normal und sogar gut und richtig ist vielfältig und man selbst zu sein. Sie zeigt, wie langweilig es ist, wenn alle gleich sind und man durchaus den Mut haben darf zu dem zu Stehen, was man ist. Zudem vermittelt es ganz klar, dass es nicht schön ist, andere auszugrenzen, nur weil sie anders aussehen oder in irgendeiner From anders sind.

Natürlich bleibt die Frage, inwieweit die Kinder die Botschaft aufnehmen, gerade wenn sie erst drei Jahre alt sind. Doch ich denke das Buch schafft es wunderbar die Botschaft zu vermitteln und ich denke, dass da bei den Kindern unbewusst ganz viel hängen bleibt, auch wenn sie es vielleicht nicht genau benennen können. Auf kindliche Art und Weise lernen sie, was wichtig im Leben ist und welche Werte sie sich unbedingt behalten sollten.

Fazit:
Ein wunderbares Bilderbuch, welches die Werte von Mut, Toleranz und gegen Ausgrenzung vermittelt. Es zeigt, wie wunderbar es ist, dass wir alle unseren eigenen Charakter, unsere eigene Persönlichkeit haben und diese auch unbedingt behalten sollten.

Freitag, 5. Juli 2019

[Blogtour] Das Labyrinth vergisst nicht - Tag 5 - Wofür entscheidest du dich: Leben oder Liebe?

(c) AuthorsAssitant

 Wofür entscheidest du dich: Leben oder Liebe?

In der Literatur und in vielen Filmen gibt es unzählige Beispiele von Charakteren, die für ihre große Liebe ihr Leben gaben. Ich musste nicht lange nachdenken und schon fielen mir einige ein.

Dies brachte mich dazu, darüber nachzudenken, was eigentlich die große Liebe ist. Ich denke für jeden kann die große Liebe eine andere Person sein. Für die einen ist es der Partner, für die anderen das eigene Kind. Die große Liebe muss also nicht unbedingt immer nur der Partner sein. So kann also durchaus auch die Familie die große Liebe sein, für die man sterben würde.

Doch wie tief muss Liebe eigentlich sein, damit man bereit ist für sie zu sterben? Es gibt die unterschiedlichsten Formen von Liebe. Es gibt platonische Liebe, es gibt die Liebe zwischen Partnern und eben die zu Familienmitgliedern, wie Kindern und Eltern. Und auch hier gibt es verschiedene Abstufungen. Für jeden ist man bereit etwas zu tun, doch nur für den, den man am meisten liebt, ist man auch bereit zu sterben. Je stärker die Liebe, desto mehr würde man für die einzelne Person auch tun.

Ich selbst habe mir die Frage gestellt ob und für wen ich sterben würde. Und natürlich würde ich für meine Kinder und meinen Mann mein Leben geben. Denn diese drei Personen sind definitiv meine große Liebe. Ohne diese drei wäre mein Leben nicht wirklich lebenswert. Und so wäre ich in jedem Fall bereit für sie mein Leben zu geben, wenn ich dadurch ihres retten kann.

Auch wenn viele die Frage, ob sie bereit sind für ihre große Liebe zu sterben, sicherlich mit ja beantworten würden, so ist es trotzdem eine sehr schwer zu beantwortende Frage, die man sicherlich nur endgültig im Fall des Falles beantworten kann. Die Gedankenspiele um so eine Frage sind aber äußerst spannend und führen zu vielen zentralen Fragen und Themen, die einen im Leben beschäftigen. Man fängt an darüber nachzudenken, wer einem wirklich wichtig ist und für wen man bereit ist bis zum Äußersten zu gehen.

Auch die Charaktere in Rainer Wekwerths Labyrinthe-Reihe stehen immer wieder vor der Frage, ob sie nun ihr eigenes Leben retten oder das eines anderen. Im ersten Band treffen alle als Fremde aufeinander und lernen sich mit der Zeit immer besser kennen. Und so entstehen natürlich zarte Bande, Freundschaften und auch Liebe. Die Charaktere werden häufig mit dem Tod konfrontiert und spätestens in diesen Situationen erfährt man, wer wirklich echte Gefühle für einen anderen Charakter hat und bereit ist für ihn sein Leben zu geben. Es ist spannend zu beobachten wie sich die Gefühle füreinander im Verlauf der Geschichte verändern und intensivieren. Auch die Charaktere selbst durchlaufen einen Prozess der Veränderung.  Sind sie zunächst nur darauf bedacht ihr eigenes Leben zu retten, so ändern sich deren Prioritäten und das Leben des anderen steht plötzlich über dem eigenen.

Hier findet ihr weitere interessante Artikel zum Buch *KLICK*.

(c) Buchheim-Verlag
E-Book, ET: 1. Juli 2019
4,99 €


Hardcover, Lesebändchen 
300 Seiten 
16,99 € 
Erscheint: 31. Juli 2019 
ISBN: 978-3-946330-18-9

Donnerstag, 4. Juli 2019

[Blogtour] Uli Aechtner - Tag 4 - Wetterphänomene

 
(c) Authors Assitant

Wetterpänomene

Das Wetter ist ja manchmal ganz schön verrückt und oft auch ziemlich beeindruckend. Was aber teilweise richtig schön aussieht, kann auch ganz schnell, ganz gefährlich werden. Es gibt die verschiedensten Wetterphänomene und einige davon sind besonders sehenswert.

Ein Gewitter hat immer etwas bedrohliches. Da ist das tiefe Grollen des Donners und kurz darauf, je nachdem wie weit das Gewitter entfernt ist, der grelle Blitz der über den Himmel zuckt. Doch neben dem bedrohlichen hat ein Gewitter auch etwas sehr majestätisches und kann unglaublich beeindruckend aussehen. Blitze die vom Himmel zucken, auf Fotos festgehalten, sind mehr als nur beeindruckend. Und auch Blitzeinschläge können unglaublich gewaltig aussehen, auch wenn sie natürlich sehr gefährlich sind.

Auch der Niederschlag, der in der simpelsten Form als Regen vom Himmel fällt, kann sehr beeindruckend aussehen, wenn er seinen Zustand ändert. Dies geschieht aufgrund von den verschiedensten Temperaturen, die zum Zeitpunkt des Niederschlags herrschen. Und so verwandelt sich Regen in Graupel, Schnee oder auch Hagel. Besonders faszinierend ist hier, dass sich solch ein Niederschlag relativ lokal begrenzen lässt. So steht man an einer Stelle, an der es noch trocken ist, sieht aber eine Regenwand auf sich zukommen. Hagel kann hierbei die unterschiedlichsten Formen und Größen annehmen. Hagelkörner, die so groß wie Walnüsse oder auch noch größer werden haben eine wahnsinnige Kraft, können zerstören und sogar auch verletzen.

Quelle: Pixabay
Scheint zum Zeitpunkt von Regen die Sonne, so entsteht am Himmel ein wunderschöner farbiger Regenbogen, der jedes Mal aufs neue faszinierend ist. Auch für dieses gewaltige Naturschauspiel gibt es eine relativ simple wissenschaftliche Erklärung. Einen Regenbogen sieht man nämlich nur, wenn man die Sonne im Rücken hat, während man auf eine Wolkendecke schaut. Die Sonnenstrahlen spiegeln sich in den Regentropfen, ein Regenbogen entsteht. Besonders spektakulär wird es, wenn plötzlich ein zweiter Regenbogen dazu kommt. Hier spricht man dann von einem Doppelten Regenbogen.

Neben dem Niederschlag kann auch der Wind eine beeindruckende Rolle einnehmen. Nämlich dann wenn er sich von einem leichten Lüftchen erst in einen starken Sturm und dann in einen Tornado verwandelt. Bei einem Tornado handelt es sich um einen heftigen Wirbensturm, der wahrlich beeindruckend aussieht, jedoch verherende Folgen für das Leben vieler Menschen haben kann. Tornados entstehen an Land ganz im Gegensatz zu einem Hurrikane. Hier in Deutschland gibt es sie eher seltener, doch wenn, dann haben sie auch hier schlimme Folgen.

In "Mordswetter" bekommt es Kommissar Christian Bär gleich mit mehreren Wetterphänomenen zu tun. Da ist ein starkes Gewitter, dem scheinbar gleich mehrere zum Opfer fallen und welches es dem Kommissar nicht leicht macht zwischen Unfall und Mord zu unterscheiden. Zudem spielen mysteriöse Hagelfälle eine große Rolle, die letztendlich auch zur Klärung des Falls beitragen. Die Autorin versteht es hier sehr gut, alle Wetterphänomene glaubwürdig und verständlich in ihre Geschichte einzubauen und dem Leser so ganz nebenbei spannende wissenschaftliche Fakten zu vermitteln.

Hier findet ihr weitere interessante Artikel zum Buch *KLICK*


 Uli Aechtner
Mordswetter
Kriminalroman
Broschur
224 Seiten
ISBN 978-3-7408-0160-1
Euro 10,90 
Ebook (NUR in der Blogtourwoche):
2,99 €

Montag, 24. Juni 2019

Rezension "'Mordswetter"

Titel: Mordswetter
Autor: Uli Aechtner
Verlag: emons
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-7408-0160-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 10,90 €

(c) emons
Zum Inhalt:
Christian Bär wird zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen. Eine junge Frau liegt nach einem Gewitter tot vor ihrem Zelt - erschlagen von einem Blitz. Kurze Zeit später die nächste Tote, ertrunken in ihrer eigenen Waschküche. Bär beginnt zu zweifeln, dass es sich bei den beiden Todesfällen tatsächlich um Unfälle handelt. Nebenbei hat der Kommissar auch noch mit Eifersucht zu kämpfen, denn seine alte Flamme Roberta Hennig interessiert sich nur für den Gewitterfotografen Maik. Doch plötzlich gerät Roberta selbst in den Fokus und in tödliche Gefahr. 

Meine Meinung:
Hin und wieder lese ich gerne Krimis, die in Deutschland spielen. Ich lese gerne von Landschaften und Umgebungen, die ich kenne, die mir vertraut sind. 

Auf diesen Krimi von Uli Aechtner war ich ganz besonders gespannt, denn hier spielt das Wetter und die verschiedensten Wetterphänomene eine große Rolle. Ich hatte jedoch nicht erwartet, dass der Krimi so spannend und unterhaltsam werden würde und ich zumindest mit einigen meiner Vermutungen ziemlich daneben liegen würde. Die Handlung ist richtig spannend und an vielen Stellen nicht vorhersehbar. Und so fesselte und unterhielt mich das Buch über die komplette Zeit sehr gut. 

Schon der Prolog beginnt sehr geheimnisvoll, deutet nur eine Szene an und geht dann in die Geschichte über ohne näher darauf einzugehen. Solch einen Prolog mag ich besonders gerne, dessen Bedeutung sich erst am Ende der Geschichte erschließt. So ist es auch hier, was wirklich gut gelungen ist.

"Mordswetter" ist Teil einer Reihe rund um den Kommissar Christian Bär. Bisher kannte ich keinen dieser Teile, hatte aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen oder das Gefühl, dass ich in den Vorgängern etwas verpasst habe. Sicherlich ist es nicht schlecht diese gelesen zu haben, um das Privatleben des Kommissars etwas besser zu verstehen. Doch kann man dieses Buch problemlos lesen, ohne jegliche Kenntnisse der Vorgänger. Ich werde dies jedoch noch nachholen, da ich "Mordswetter" so gut fand.

Was mir besonders gut gefiel waren die vielen Wetterphänomene, die in der Geschichte vorkommen und auch recht detailliert erklärt werden. Allerdings tatsächlich so, dass dies auch jemand versteht, der sich noch nie ausführlich mit dem Wetter beschäftigt hat. Das fand ich total klasse und sehr interessant.

Zudem gefielen mir die Charaktere richtig gut. Ich habe unglaublich viel Lust noch mehr von Christian Bär und Roberta Hennig zu lesen und muss mir unbedingt die Vorgänger besorgen. f

Fazit:
Ein Krimi, der durch viele Dinge zu überzeugen weiß. Von den ausgefeilten Charakteren über die spannende Handlung und die gut recherchierten Wetterphänomene hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite richtig gut unterhalten. 


Samstag, 1. Juni 2019

Rezension "Hops & Holly - Die Schule geht los"

Titel: Hops & Holly - Die Schule geht los
Autor: Katja Reider / Sabine Straub
Seitenzahl: 112
ISBN: 978-3-480-23450-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 13,00 €
Alter: ab 5

(c) Thienemann-Esslinger
Zum Inhalt:
Holly und Hops dürfen endlich in die Schule gehen. Dort haben sie den besten Lehrer der Welt, der immer für einen Spaß zu haben ist. Leider ist Herr Blütenkranz für einige Zeit verhindert, doch die Schulleiterin Frau Dr. Kohl-Rabi sorgt für Ersatz und auch dieser Lehrer ist gar nicht so schlecht, wie die beiden zunächst dachten. Und so müssen die beiden feststellen, dass die Schule richtig super ist und auch die ein oder andere Überraschung bereit hält. 

Meine Meinung:
Passend zum baldigen Schuljahresanfang habe ich heute ein Buch für euch, welches bestens als Geschenk für diesen Anlass geeignet ist.
 
Das Buch wirbt damit, dass es Zehn Geschichten enthält, sie zum Vorlesen und ersten Selbstlesen geeignet sind. Gleichzeitig erhält es vom Verlag die Altersangabe ab 5. Darum denke ich, dass das Bch zum Selbstlesen wohl noch etwas schwierig ist. Auch weil das Buch von der Menge des Textes her doch sehr umfangreich ist. Allerdings ist es wohl so, dass man das Buch zunächst gut seinen Kindern vorlesen kann, um es ihnen dann ein oder zwei Jahre später zum Selbstlesen zu geben. Das gefällt mir ebenfalls sehr gut, denn so haben die Kinder länger etwas von dem Buch. Erstlesebücher können schnell langweilig werden, wenn die Kinder gut lesen können. Bei diesem Buch dürfte das nicht so schnell der Fall werden.

Die Geschichten sind sehr einfach geschrieben, wie aber oben schon erwähnt, ziemlich umfangreich. Die Schriftgröße ist angenehm groß, jedoch nicht so groß, wie ich es von anderen Erstlesebüchern gewöhnt bin. Das macht aber nichts, dadurch müssen die Kinder lediglich etwas besser lesen können. 

Ebenfalls sehr gut gefallen mir die liebevollen Bilder in diesem Buch. Schon das Cover ist richtig ansprechend. Es strahlt die Freude aus, die Kindern vor dem Schulbeginn vermittelt werden sollte. Ich finde die kleinen Hasen unfassbar knuffig und sehr passend zu diesem Buch. Auch im Inneren ziehen sich diese liebevollen Illustrationen durch und somit ist das Buch auch ein echter Hingucker.

Das Lesezeichen, welches in dem Buch intergriert ist, finde ich richtig super. Eigentlich ist Lesezeichen der falsche Begriff, denn es handelt sich um ein Lesebändchen, an dem eine kleine Tafel aus Papier hängt. Passend zum Thema, kann man hiermit markieren wo man sich in der Geschichte befindet. Ich finde es immer super, wenn ein Buch das Lesezeichen gleich selbst mitbringt, das ist für mich jedes Mal ein absoluter Pluspunkt.

Fazit:
Ein Buch für Erstlester, die schon etwas besser lesen können, welches wunderbar liebevoll illustriert ist und Geschichten enthält denen es einfach nur Freude macht, zu folgen.

Montag, 25. März 2019

Rezension "Der Herzschlag der Steine"

Titel: Der Herzschlag der Steine
Autor: Isabel Morland 
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-426-52354-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Knaur
Zum Inhalt:
Lange war Ailsa nicht mehr in ihrer Heimat - einer kleinen Insel auf den Äußeren Hebriden. Doch nun beschließt sie, viele Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, deren Haus zu verkaufen. Doch womit Ailsa nicht gerechnet hat, ist dass ihre Vergangenheit sie dort schneller einholt als ihr lieb ist. Ihre verflossene Liebe, ihren ehemaliger bester Freund und auch alle anderen Bewohner der Insel lässt ihre Rückkehr nicht kalt. Als dann unvorhergesehene Dinge passieren beschließt Ailsa länger auf der Insel zu bleiben und findet dort das, womit sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Ab und an lese ich gerne Romane, bei denen man von vorn herein eigentlich weiß, wie es ausgeht, die einfach schön zu lesen sind, die gewisse Portion Dramatik und Romantik und natürlich ein schönes Ende habe. Bei diesem Buch rechnete ich genau damit.

Ich muss zugeben, dass ich mit dem Beginn etwas Schwierigkeiten hatte. Der Prolog war so gar nicht mein Ding und total seltsam und schräg. Von der Thematik her passt er perfekt zur Geschichte, doch ich kam damit nicht klar und war kurz davor das Buch tatsächlich schon auf den ersten 10 Seiten weg zu legen und aufzuhören.

Doch zum Glück habe ich das nicht getan, denn die Geschichte die danach folgt ist alles andere als schräg und komisch und ganz anders als der Prolog. Auch der Prolog ergibt im Rückblick immer mehr Sinn. Die Geschichte ist super zu lesen. Was der Autorin ganz besonders gut gelungen ist, ist die Beschreibung der Umgebung dort. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal einen Roman gelesen habe der auf den Hebriden gespielt hat. Und so war die Umgebung, die Kultur und das Leben dort für mich etwas ganz neues und unglaublich spannend, darüber zu lesen. Die Autorin hat so eine bildgewaltige Sprache, dass es mir nun so vorkommt, als hätte ich vor kurzem Urlaub dort gemacht - was ich in gewisser Form ja auch getan habe.

Ailsa mochte ich gerne, auch wenn sie zunächst recht schüchtern und blass wirkt, so entwickelt sie sich im Verlauf der Geschichte zu einer echten Persönlichkeit, die weiß was sie will und die etwas aus ihrem Leben machen will - trotz herber Rückschläge.

Die Liebesgeschichte, die sich nach und nach entwickelt gefiel mir ebenfalls gut. Von Anfang an merkt man, dass zwischen Ailsa und ihrer Jugendliebe noch immer etwas ist, doch nur langsam kommt das wirklich in Fahrt. Die Liebe beginnt sehr zart und unterschwellig, nur um dann im einem großartigen Finale zu enden.

Das Buch bringt auch ein bisschen etwas mystisches mit. So gehört zum Leben auf Ailsas Heimatinsel viel Aberglauben, viele Legenden. Vieles davon findet Platz in diesem Buch. Ich hätte das gar nicht unbedingt gebraucht, doch macht es die Geschichte natürlich noch etwas besonderer und authentischer und verleiht ihr so etwas geheimnisvolles.

Letztendlich habe ich das Buch gerne gelesen. Die wunderbare Unterlatung für Zwischendurch macht wirklich Spaß, wenn man sich auf das Geschehen und das mystische einlassen kann. Auch ich musste mich erst mit dem Leben auf den Hebriden anfreunden, doch als ich das getan hatte, konnte ich das Buch richtig genießen.

Fazit:
Nach holprigem Start, habe ich dieses Buch echt gerne gelesen. Die Autorin kann toll schreiben und erschafft mit ihrer Sprache Bilder in meinem Kopf, die mir das Gefühl geben, selbst dort gewesen zu sein.


Sonntag, 17. März 2019

Rezension "Writers in New York"

Titel: Writers in New York 
Autor: G. S. Lima
Verlag: Piper 
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-492-50194-1 
Einbindungsart: Taschenbuch / ebook
Preis: 18,99 € / 4,99 €

(c) Piper
Zum Inhalt:
Indiana möchte nichts lieber als frei sein. Frei von allen Zwängen, frei von den hohen Erwartungen ihrer Familie. Frei von dem Leben in Alabama, welches für sie geplant wurde. Und so trifft es sich gut, dass ihre Großmutter ihr eine Wohnung in New York veerbt hat. Dorthin zieht es India und sie beginnt kreatives Schreiben zu studieren. Doch nicht nur ihr Studium und ihre Freiheit lassen ihr Herz höher schlagen. Nein, da ist auch noch ihr Nachbar Alec, der so gut aussieht, dass es fast schon unverschämt ist und dieser bringt ihr Herz komplett aus der Fassung. Doch Alec ist alles andere als nett und Indias Herz gerät in große Gefahr.

Meine Meinung:
Auch hier haben wir mal wieder ein Buch, dessen Cover ich echt toll finde und welches dafür gesorgt hat, dass ich diesem Buch einen zweiten Blick schenke. Der Titel und der Klappentext taten ihr übriges, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen wollte. Denn ein Buch übers Schreiben, übers Lesen oder über Bücher kann einfach nur gut sein.

Zunächst einmal beginnt alles recht harmlos. Als Leser begleitet man India bei ihrem Umzug und ihrer erster Begegnung mit Alec. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar locker und leicht und dadurch super zu lesen. Zudem sind ihre Beschreibungen wirklich gut, sodass ich den Wohnkomplex, in dem die beiden wohnen, auch jetzt noch vor Augen habe.

Wunderbar finde ich natürlich die Einflüsse von Büchern, Buchhandlungen und dem Schreiben, die hier in die Geschichte einfließen. Ich habe den Eindruck, dass die Autorin selbst, Bücher sehr liebt, zumindest vermittelt die Geschichte mir das. Ihre Beschreibungen des Autorendaseins sind absolut authentisch und glaubwürdig und ich kann mich plötzlich viel besser in diese hinein versetzen.

Natürlich ist das Buch alles in allem eine riesige Liebesgeschichte. Sie ist stellenweise ziemlich kitschig, teilweise sehr prickelnd und ab und an auch etwas traurig. Die Autorin schafft eine wunderbar abwechslungsreiche Geschichte, in der alle Gefühle, die zu einer guten Liebesgeschichte gehören, ihren Platz haben. Auch die erotischen Szenen sind wirklich gut gemacht und sehr ästhethisch. Zudem nehmen sie keinen großen Platz in der Geschichte ein und gehen auch nicht über wahnsinnig viele Seiten. Ich finde, hier hat die Autorin genau die richtige Dosis gewählt.

Auch die Protagonisten sind der Autorin gut gelungen. Gerade Alec und India stechen aus der Masse sehr hervor. Beides sind recht eindeutige Typen, Alec noch mehr als India. Er ist sehr eckig und kantig und die Autorin scheut auch nicht davor zurück ihn unbeliebt bei ihren Lesern zu machen. India ist da mehr das nette kleine Mädchen von nebenan, die sich jedoch im Laufe der Geschichte zu einer Frau entwickelt, die ihre eigene Meinung und ganz schön was drauf hat. Auch Alec wächst im Verlauf der Geschichte sehr, was der Autorin richtig gut gelungen ist. Beide Protagonisten machen eine Wandlung durch, die glaubwürdig, authentisch und wunderbar zu beobachten ist. Die Nebendarsteller sind ebenfalls sehr gut gelungen und runden die Geschichte perfekt ab. 

Witzigerweise ist das Buch sogar stellenweise recht spannend, womit ich so gar nicht gerechnet habe. Eigentlich habe ich erwartet, dass es recht klar sein dürfte, in welche Richtung die Geschichte geht und wie sie ausgeht. Doch dann kommt die Autorin um die Ecke und macht einfach alles ganz anders. Es gibt einen Twist, über den ich erst schmunzeln musste, dann fand ich ihn recht merkwürdig, bis er sich mir dann letztendlich erschloss und alles ganz klar wurde. 

Ich mag die Geschichte total. Sie ist in sich stimmig und auch das Ende ist hervorragend. Wer gerne Liebesgeschichten, die auch stellenweise sehr kitschig sein dürfen, liest, ist hier genau richtig. Man kommt ins Schwärmen und Mitfiebern. Und jeder, der dieses Buch gelesen hat und India und Alec kein Happy End gewünscht hat, der hat etwas falsch verstanden. Die beiden sind die perfekten Protagonisten in einer perfekten Liebesgeschichte, die mich sehr gut unterhalten und viel Spaß gemacht hat.

Fazit:
Eine wunderbare Liebesgeschichte, die alles hat, was eben jene braucht. Romantische Gefühle, eine Prise Erotik, eine Ladung Kitsch, etwas Drama und dann das perfekte Ende.