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Mittwoch, 1. März 2017

Rezension "Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus"

Titel: Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus
Autor: David I. Kertzer
Verlag: Theiss
Seitenzahl: 607
ISBN: 978-3-8062-3382-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 38,00 €

(c) Theiss
Meine Meinung: 
Dieses Buch ist tatsächlich nur etwas für Leser, die sich wirklich für dieses Thema interessieren. Ich muss zugeben, dass ich mich da vielleicht auch ein bisschen überschätzt habe. 600 Seiten liest man einfach nicht mal so weg, vor allem dann nicht, wenn man nicht absolut für dieses Thema brennt.

Dieses Buch besteht komplett aus Text und hat nur sehr sehr wenige vereinzelte Bilder. Dies macht das Buch natürlich zu einem sehr mächtigen Werk, das einfach nicht so wirklich meins war. Das Thema Faschismus ist ja eigentlich ein durchaus interessantes, doch wenn man sich nur recht oberflächlich für ein Thema interessiert, geht dieses Buch einfach zu sehr in die Tiefe.

Unterteilt ist das Buch in unterschiedliche Kapitel, in denen sowohl Mussolini, als auch Hitler ihre Rolle spielen. Und trotz dass mir das Buch zu umfangreich war, muss ich sagen dass es echt gut geschrieben ist. Man bekommt hier kein Fachchinesisch serviert, sondern eine Art zu erzählen, die fast an eine Geschichte erinnert. Dies hilft natürlich dabei, an dem Buch dran zu bleiben - trotz des heftigen Themas und der Dicke des Buches. Zudem wird das eigentliche Thema nur über rund 400 Seiten behandelt, beim Rest des Buches handelt es sich um Nachweise und Anmerkungen. Dies sind dann sowieso meistens Dinge, die ich nicht unbedingt lese. Natürlich ist es hilfreich um gewisse Teile des Buches besser zu verstehen, doch den wichtigsten Teil findet man auf den ersten 400 Seiten.

Alles in allem also ein Buch, das ein wichtiges Thema behandelt. Der Schreibstil des Autors ist toll und gut zu lesen, jedoch ist mir das Buch einfach etwas zu umfangreich. Mir ist klar, dass man das Thema nicht auf 50 Seiten abhandeln kann. Natürlich braucht man dafür Zeit und Platz, dies ist wichtig um dem Thema auch die nötige Beachtung zu schenken. Vermutlich ist mein Interesse dafür dann aber einfach nicht groß genug, doch allen die dieses Thema sehr interessiert, sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

Fazit:
Ein sehr umfangreiches - mir etwas zu umfangreiches - sehr gut geschriebenes Buch zum Thema Faschismus. Interessierte werden sicherlich ihre Freude an diesem Buch haben. Mir gefiel vor allem der super leicht zu lesende Schreibstil des Autors.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Rezension "Hitlers heimliche Helfer - Der Adel im Dienst der Macht"

Titel: Hitlers heimliche Helfer - Der Adel im Dienst der Macht
Autor: Karina Urbach
Verlag: Theiss
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-8062-3383-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 29,95 €


(c) Theiss
Meine Meinung:
Auch heute habe ich wieder ein Sachbuch zu einem nicht ganz einfachen Thema für euch. Vielen von euch wird das Thema Nationalsozialismus bestimmt der Schule wegen zum Hals raushängen. Und auch ich gebe zu, dass ich eine Zeitlang nichts mehr von diesem Thema hören wollte.


Doch irgendwann erwachte mein Interesse wieder und ich fing an Romane über dieses Thema zu lesen. Als mir dieses Sachbuch als Rezensionsexemplar angeboten wurde, konnte ich mir schnell vorstellen dass auch dieses Thema interessant sein könnte.


Auch hier bekam ich ein äußerst gut recherchiertes Sachbuch. Zudem ist es noch wahnsinnig interessant, da hier Dinge veröffentlicht werden, die so noch nicht bekannt waren und auch nie bekannt werden sollten. Es ist erschreckend wer vom Adel alles in Hitlers schreckliche Machenschaften verwickelt war und schon das Vorwort macht deutlich dass hier noch weit mehr im Dunkeln ist, als die Autorin aufzudecken vermag. Ohne diese heimlichen Helfer wäre Hitler wohl nie so weit gekommen.


Auch dieses Sachbuch ist mal wieder keine leichte Kost, was das Thema Nationalsozialismus ja nie ist. Doch da dieses Buch recht umfangreich ist, benötigt man hier schon einiges an Zeit und auch Interesse um sich durch die vielen Seiten zu arbeiten. Dies kann stellenweise auch etwas trocken werden, sodass dieses Buch wieder eines ist, von dem ich auch mal eine Pause gebraucht habe.


Die Autorin beschreibt mit erschreckender Genauigkeit und gut lesbarem Schreibstil, was sie alles über die heimlichen Helfer heraus bekommen konnte. Da es sich hierbei wohl um ein endloses Thema handelt, welches nie komplett aufgedeckt wird, hat dieses Buch natürlich auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Doch ich finde, das was man auf diesen knapp 500 Seiten bekommt, ist so umfangreich, das man dieses Buch durchaus als weiteres Puzzleteil zur Geschichte des dritten Reiches bezeichnen könnte.


Fazit:
Ein umfangreiches, gut recherchiertes Buch über Hitlers heimliche adelige Helfer. Mit erschreckender Genauigkeit beschreibt die Autorin, wer alles verwickelt war und wie dies zustande kam. Hierbei ist das Buch zum größten Teil interessant und nur stellenweise etwas trocken.