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Montag, 12. August 2019

Rezension "Ooooh! Wer war hier auf dem Klooo?"

Titel: Ooooh! Wer war hier auf dem Klooo? - Alles über tierische Hinterlassenschaften
Autor: Andy Seed / Claire Almon
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 64
ISBN:  978-3-551-25266-1
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,00 €
Alter: ab 4 Jahren

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein Bilderbuch für euch, dass etwas anders ist, als das, was ich erwartet hatte. Ich dachte zunächst es handelt sich hier um eine lustige Geschichte, bis ich feststellen musste, dass es viel mehr ein Sachbuch ist, in dem es um tierische Hinterlassenschaften geht.

Allerdings finde ich das gar nicht schlimm, ich war zunächst nur etwas überrascht. Hier muss ich außerdem dazu sagen, dass meine Tochter mit dreieinhalb noch etwas zu klein für das Buch ist. Der Verlag empfiehlt das Buch ja auch ab 4 Jahren und ich denke, wenn sich Kinder nicht vorher schon explizit für die Natur interessieren, dann ist diese Altersangabe auch ziemlich passend.

Man merkt dem Buch nämlich sehr deutlich an, dass es gar nicht mehr so arg kindlich ist, wie die Bücher, die für zwei- oder dreijährige sind. Natürlich gibt es auch hier liebevolle Illustrationen, die mir übrigens richtig gut gefallen. Dnen die Tiere sind richtig schön gezeichnet, aber auch die Hinterlassenschaften wirken ziemlich lebensnah und so können sich die Kinder gut vorstellen, wie diese auch in echt aussehen.

Woran man aber sehr deutlich merkt, dass das Buch eher für etwas größere Kinder ist (hier würde ich sogar eher auf ab ca. 5/6 gehen) ist der Text. Stellenweise ist er noch recht kindgerecht formuliert, allerdings gibt es auch viele Abschnitte, die ziemlich "wissenschaftlich" wirken. Vor allem gehen die Informationen in diesem Buch doch sehr ins Detail. Was ich großartig finde, aber eben nichts für kleine Kinder ist, da sie diese Informationen noch gar nicht erfassen können. Aber diesen Anspruch hat der Verlag ja auch gar nicht.

Das Buch ist wirklich sehr umfangreich und ich habe das Gefühl, wenn man es gelesen hat, dann weiß man einfach alles über tierische Hinterlassenschaften. Von der größe und der Zuordnung zu den verschiedenen Tieren, von der Konstistenz bis zu den Orten, wo die Tiere hinmachen, findet man hier einfach alles. Doch damit nicht genug. Es geht nämlich gar nicht nur um die Hinterlassenschaften, nein auch Fußspuren, Informationen über gefährliche Tiere, Knochen, verschiedene Federn und Eier, findet man in diesem Buch. Das finde ich richtig klasse und hatte ich ebenfalls so am Anfang nicht erwatet.

Und so hat man alles in allem einen richtig tollen, bunt bebilderten Naturführer, der einem Kind all das vermittelt, was es über die Natur wissen möchte. Das ist sicherlich auch super hilfreich für Eltern, wenn das Kind mal wieder mit einer Frage kommt, die man gerade selbst nicht beantworten kann. Kleine Quizfragen zwischendurch testen das Wissen des Kindes und die reichhaltigen Illustrationen bieten den Kindern neben den vielen Informationen auch genug Material zum Anschauen.


Fazit:
Ein Sachbuch für Kinder ab 4 Jahren, wobei ich persönlich finde, dass es fast für noch ältere Kinder geeignet ist. Mit tollen Illustrationen und spannenden Informationen rund ums Thema Tier und Hinterlassenschaften kann dieses Buch auf ganzer Linie punkten.

Samstag, 15. Juni 2019

Rezension "Pipi, Pups und Zähneputzen"

Titel: Pipi, Pups und Zähneputzen
Autor: Petra Klose (Text) / Denitza Gruber (Illustrationen)
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 18
ISBN: 978-3-551-25236-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: 2-4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder einen Band aus der Reihe "Frag doch mal ... die Maus" für euch. Ein Sachbuch, welches sich mit einem extrem spannenden und für kleine Kinder sehr relevanten Thema beschäftigt. Darum finde ich schon den Titel richtig super. Wieviele Kinder sagen sie müssen Pipi? Wie viele Kinder finden pupsen extrem witzig? Schon der Titel nennt die Dinge beim Namen, was ich für kleine Kinder bei jeglichen Themen wichtig finde.

Doch das Buch bietet noch viel mehr, als der Titel erahnen lässt. Es geht nicht nur ums "Aufs Klo gehen" und Zähneputzen, nein, noch viele weitere Themen, die Kinder beschäftigen, werden hier angesprochen. Es geht darum, warum Menschen schlafen müssen und warum man nicht im Schlafanzug in den Kindergarten gehen kann. Außerdem ist die Körperpflege ein großes Thema. Ob Nägel oder Haare schneiden oder aber auch Händewaschen und Baden.

Das Thema "Klogang" ist jedoch defininitiv das, welches am meisten Raum einnimmt. Ich finde das gerade mit diesem Thema wirklich schön umgegangen wird. Nicht wenige Eltern machen sich sicherlich viel Druck damit, wann es denn endlich klappt mit dem Klogang. Auch ich kann mich da nicht rausnehmen. Das Buch jedoch versucht eine ganz ruhige Beziehung zu dem Thema aufzubauen, die hier auch bitter nötig ist. Es fängt an mit der Frage, wieso man morgens aufs Klo muss, befasst sich aber auch damit, ob man denn schon alleine aufs Klo gehen kann und dass es gar nicht schlimm ist, wenn mal was in die Hose geht. Zudem hat das Mädchen Mila, um die es in diesem Buch geht, nachts noch eine Windel und es klappt nicht alles super perfekt am Anfang. Das finde ich super, denn es ist absolut realistisch.

Auch die Infoboxen finde ich in diesem Band wieder sehr interessant. Ob eine Erklärung zum Thema Pupsen oder wie Menschen in anderen Ländern aufs Klo gehen. Oder aber auch, warum es sich lohnt immer seine Zähne gut zu putzen und warum es früher keine Waschmaschinen gab. Hat man Lust, kann man diese Themen durch die Infoboxen noch mehr vertiefen.

Schön finde ich, dass auch hier wieder alles in eine Geschichte verpackt wird. Diese Geschichte erzählt von Theos und Milas Tag, beginnt beim Aufstehen geht weiter im Kindergarten und endet beim Schlafengehen. So kann man selbst entscheiden, ob man nur die Geschichte vorliest oder ob man auch die "wissenschaftlichen" Fakten mit erzählt.

Auch die Bilder sind wieder einmal ein echter Hingucker. So liebevoll gezeichnet, guckt sich schon meine noch nicht mal zweijährige Tochter das Buch sehr gerne an. Vorlesen mag sie noch nicht so gerne, aber Bilder angucken und Dinge, die sie aus ihrem Alltag kennt, anschauen, das gefällt ihr gut. Und genau das bietet dieses Buch. Die liebevollen Details, die Tiere, das Essen und auch die Kinder mag meine Tochter sehr gerne.

Am Ende des Buches gibt es ein kleines Rätsel, was wiederum total passend für meine große Tochter ist. Sie liebt Rätsel und so vereint das Buch die Interessen meiner beiden Töchter, was ein weitere Pluspunkt für dieses Buch ist. Zudem überprüft das Rätsel, ob die Kinder gut aufgepasst haben, als man ihnen das Buch vorgelesen hat. Denn sie müssen einige Dinge, die im Buch versteckt sind wieder finden. Für uns Erwachsene gibt es als kleine Hilfe Lösungshinweise ;)

Fazit:
Ein weiteres tolles Buch aus der Reihe "Frag doch mal ... die Maus", welches beide meiner Kinder lieben und sicher noch sehr oft angeschaut wird.


Sonntag, 26. Mai 2019

Rezension "Wie kommt ein Baby auf die Welt?"

Titel: Wie kommt ein Baby auf die Welt?
Autor: Katja Reider (Text) / Irmgard Paule (Illustration)
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 14
ISBN:   978-3-551-25277-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: 3
Reihe: Guck mal 

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich wieder einen Band aus der Reihe "Guck mal" für euch. Da meine Tochter nun dreieinhalb ist fange ich mich langsam an zu fragen, wie das mit dem Thema Aufklärung wohl sein wird.

Sie hat eine kleine Schwester und mich auch schon mal gefragt, wie sie selbst denn aus meinem Bauch kam. Da sie ein Kaiserschnitt war, fiel mir die Erklärung bisher recht leicht. Doch sollte sie fragen, wie ein Baby in den Bauch kommt oder wie ihre Schwester raus kam, wäre ich recht ratlos. Mit drei Jahren ist sie ja noch recht klein und ich wusste nicht genau, wie ich das kindgerecht, aber ehrlich erkläre. Und so habe ich mich sehr gefreut, als ich entdeckte, dass es aus der Reihe "Guck mal" aus dem Carlsen-Verlag auch ein Buch zum Thema Aufklärung gibt.

Ich mag diese Reihe unglaublich gerne. Wir haben bereits zwei Conni-Bücher die ebenfalls zur "Guck mal" - Reihe gehören und haben festgestellt, dass es dort einfach unglaublich viel zu entdecken gibt, die Bücher sehr vielseitig sind.

Und so war ich mir sicher, dass dieses Buch genau das richtige sein wird, um mit dem Thema Aufklärung zu starten. Kaum dass ich es aus dem Briefkasten gezogen hatte, schnappte meine Tochter es sich auch schon und wir fingen an uns das Buch anzuschauen. Zwar erwarten wir im Moment kein Baby, doch kann ich mir gut vorstellen das Buch auch mit Kindern anzuschauen, die ein Geschwisterchen bekommen. Es dient nämlich nicht nur der Aufklärung, nein es ist gleichzeitig auch eine Geschichte, die von Mia erzählt, die einen kleinen Bruder bekommt.

Ich finde es schön, dass das Thema Aufklärung zunächst in eine recht einfache Geschichte verpackt wird. Diese beginnt damit, wie die Eltern Mia von dem Baby in Mamas Bauch erzählen. Auf der nächsten Seite erfährt Mia wie ein Baby entsteht, dann begleiten wir Mia und ihre Mama zum Frauenarzt und zum Ultraschall. Weiter geht es mit den vielen Vorbereitungen vor einer Geburt und der Geburt selbst. Am Schluss geht es für die Familie nach Hause und die gemeinsame Zeit beginnt. Dies alles wird zwar recht einfach erzählt, jedoch wird alles direkt beim Namen genannt. Der Geschlechtsverkehr, die Geschlechtsteile und auch wie ein Baby auf die Welt kommt. Ich finde es gut, dass hier nichts verniedlicht wird, denn davon hat niemand etwas, wenn es um das Thema Aufklräung geht.

Neben der Geschichte rund um Mia und ihre Familie finden sich auf jeder Seite viele Klappen hinter denen es noch zusätzliche Informationen gibt. Zudem gibt es immer wieder einen Abschnitt mit "wissenschaftlichen" Informationen zum Thema Befruchtung, der Nabelschnur und der Entwicklung des Babys im Mutterleib. Dies sind defininitiv Informationen, die recht weit führen und die meine kleine Tochter mit drei noch nicht versteht. Das ist aber mit ein Grund, warum mir diese Reihe so gut gefällt. Sie ist langlebig und Kinder haben eine sehr lange Zeit etwas von ihr. Je älter sie werden, desto mehr Informationen kann man ihnen mitteilen.

Während meine Tochter und ich das Buch aufmerksam anschauten, beobachtete ich sie genau und fragte mich, wie viel sie wohl verstehen würde. Um das zu testen, fragte ich sie danach, ob sie denn nun wüsste, wie ein Baby in den Bauch kommt. Geblieben ist bei ihr nur die Information, dass Mama und Papa sich nackig machen müssen, was ich aber gar nicht schlimm finde. Ich habe gemerkt, dass sie alle "relevanten" Informationen gefiltert hat und somit noch nicht wirklich bereit dafür zu sein scheint. Ich finde das Buch jedoch trotzdem super und bin richtig glücklich, dass ich nun ein Aufklärungsbuch für meine beiden Mädels habe, welches sehr kindgerecht ist und alles so einfach erklärt, dass es meine Große sicherlich bald verstehen wird.

Einmal mehr tragen die Illustrationen, die in diesem Buch von Irmgard Paule sind, dazu bei dass ich das Buch von vorne bis hinten gelungen finde. Die Bilder sind liebevoll und kindgerecht gezeichnet und fangen die einzelnen Situationen super ein. Man sieht nicht zu viel und auch nicht zu wenig, zudem sind die Bilder klar und die Seiten nicht zu überfrachtet.

Fazit:
Ein wunderbares Buch zum Thema "Aufklärung" welches auch schon für die ganz kleinen geeignet ist. Liebevoll, kindgerecht, jedoch auch klar und deutlich wird erklärt, wie das Baby in Mamas Bauch kommt und alles weitere, was Kinder zum Thema Baby wissen sollten.

Donnerstag, 16. Mai 2019

Rezension "Wie schlafen die Tiere?"

Titel: Frag doch mal die Maus - Wie schlafen die Tiere?
Autor: Petra Klose
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 14
ISBN: 978-3-551-25237-1
Einbindungsart: Pappenbuch
Preis: 9,99 €
Alter: 2-4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung: 
Vor kurzem habe ich euch schon mal ein Sachbuch aus der Reihe "Frag doch mal die Maus" vorgestelllt *KLICK*, welches mir schon sehr gut gefallen hat. Heute habe ich einen weiteren Band für euch. Und zwar geht es um die Tiere und ihre Schlafgewohnheiten.

Hier geht es um alles, was mit dem Thema schlafen zu tun hat. Wann die Tiere schlafen, wie lange, wie oft und ob sie Winterschlaf halten. Warum manche Tiere im Stehen und manche im Sitzen schlafen und ob Tiere träumen. Das finde ich ein sehr spannendes Thema, sogar für mich. Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht so viel darüber nachgedacht habe, wie das mit dem Schlafen und den Tieren ist. Ich finde es besonders schön, dass der Verlag dieses nicht so gängige Thema gewählt und ein Buch daraus gemacht hat. Bauernhof kann jeder und so finde ich es immer gut, wenn ich auf Themen stoße, die mir nicht an jeder Ecke begegnen.

Das Buch hat eine ganz klare Unterteilung und Gliederung, was ich sehr schön finde. Gerade für die kleinen Kinder ist Übersichtlichkeit wirklich wichtig und das ist hier gut gelungen. So beginnt das Buch auch mit heimischen, den Kindern sehr gut bekannten Tieren. Hund, Katze und Hase, dazu kommen dann Eichhörnchen und Langohrfledermaus. Es folgen Bauernhoftiere, Waldtiere, exotischere Tiere und Tiere im Wasser.  Jeder Gruppe ist eine Doppelseite gewidmet, die auch mit einigen Klappen aufwarten kann. Dahinter gibt es wunderbare Erweiterungen der Bilder zu entdecken. Diese Klappen gehen recht schwer auf, sodass es vermutlich besser ist, wenn hier ein Erwachsener etwas hilft. Denn kleine Kinder sind ja oft recht grob motorisch veranlagt, worunter die Klappen recht schnell leiden würden.

Jede Seite hat einen kleinen blauen Kasten, auf dem die Maus abgebildet ist. Hier gibt es noch weiterführende Informationen, die zu einem der erwähnten Tiere noch mehr erzählen.

Während ich diese Rezension schreibe, habe ich nochmal etwas über die Altersangabe (2-4) nachgedacht. Meine große Tochter ist nun dreieinhalb, meine kleine eineinhalb. Selbst die kleine guckt schon gerne Bücher an, auch dieses Buch wird ihr sicher gut gefallen, da es so viele Tiere zu entdecken gibt. Für den Text wird sie aber sicherlich noch zu klein sein. Meiner großen Tochter kann ich die Texte auf jeden Fall schon vorlesen, die Frage ist hier nur, wie viel von den Informationen bei ihr hängen bleibt. Ich denke sie wird noch etwas älter werden müssen, um die Texte voll umfänglich zu verstehen. Darum würde ich auch sagen, dass die Reihe auch definitiv für Kinder geeignet ist, die älter als vier Jahre sind.

Ich finde es schön, dass das Buch es so schafft eine große Altersspanne auf den unterschiedlichsten Wegen zu unterhalten. Meine kleine hat einfach nur Freude an den Bildern der Tiere und je älter die Kinder werden, desto mehr Informationen kann man ihnen auch mitgeben. Ich finde die Reihe richtig klasse, denn sie hat genau die richtige Menge an Informationen, die für kleine Kinder geeignet ist.

Die Bilder gefallen mir auch hier wirklich gut. Dieser Band wurde von einem anderen Illustrator illustriert, als der Band zum Thema "Bauernhof". Dies sieht man auch recht deutlich. Das macht aber gar nichts, denn ich finde zu den jeweiligen Themen wurden genau die passenden Illustratoren ausgewählt. Die Bilder in "Wie schlafen Tiere" sind schön detailliert und die Tiere wirken so sehr echt und authentisch, was ich wirklich toll finde. Auch diese Illustrationen sind wieder sehr gelungen.

Fazit:
Ein tolles Sachbuch aus der Reihe "Frag doch mal die Maus" für alle Kinder von 2-4 Jahren und die, die sich dafür interessieren, wann, wo und wie viel Tiere schlafen.

Dienstag, 30. April 2019

Rezension "Frag doch mal die Maus - Bauernhof"

Titel: Frag doch mal die Maus - Bauernhof
Autor: Lukas Schnell 
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 18
ISBN: 978-3-551-25232-6
Einbindungsart: Pappenbuch
Preis: 9,99 €
Alter: 2-4

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Der Carlsen-Verlag hat eine weitere neue Reihe herausgebracht. Und zwar die "Frag doch mal die Maus ..." - Reihe. Hierbei handelt es sich um eine Sachbuchreihe für Kinder ab 2 Jahren. Für dieses Alter kannte ich bisher nur die "Wieso, weshalb, warum - junior" - Reihe und so war ich sehr gespannt, was mich hier erwarten würde.

Schon im Format unterscheidet sich diese Reihe von der von Ravensburger. Die "Frag doch mal die Maus" - Reihe ist etwas größer. Die Aufmachung jedoch ist ähnlich. Es handelt sich ebenfalls um ein Pappbilderbuch, welches sich durch die Ringbindung sehr leicht umschlagen lässt. Das gefällt mir gut, denn so bleiben die Seiten schön offen liegen, wenn man sie umgeblättert hat.

Empfohlen wird das Buch ab zwei Jahren, was ich vielleicht etwas früh finde. Wobei man schon auch sagen muss, dass man das Buch durchaus mit zweijährigen anschauen kann. Hier wird man jedoch noch nicht viel von dem Wissen vermitteln können. Allerdings gibt es auf den Bildern so viel zu entdecken und gerade das Thema "Bauernhof" eignet sich perfekt für die kleinsten Kinder. Da sind die Tiere und Traktoren, das Obst und das Gemüse. Dies sind viele Dinge, die die kleinen Kinder aus ihrem Alltag kennen. Und so ist das Buch vielleicht, was den Text angeht noch nichts für zweijährige, doch die Bilder sind für dieses Alter durchaus schon interessant.

Ich finde auch, dass man das Buch auf jeden Fall noch mit älteren Kindern, als vierjährigen anschauen kann, denn es wird doch recht viel Wissen vermittelt. Da ist zum einen der recht ausführliche Text, der sich mit den verschiedensten Dingen, die den Bauernhof betreffen beschäftigt. Sei es die Milchproduktion, die Tiere und wo sie leben oder aber das Getreide und die verschiedensten Gemüsesorten. Daneben gibt es immer wieder kleine Infokästen. Hier ist die Maus zu sehen, die noch eine zusätzliche Information zum jeweiligen Thema hat. Diese Kästen sind definitiv erst für ältere Kinder geeignet. Zusätzlich gibt es auf jeder Seite Klappen, hinter denen sich weiterführende Informationen verstecken.

Was ich richtig schön finde ist die letzte Seite. Hier wird mittels eines kleinen Quiz' überprüft, wie gut die Kinder aufgepasst haben und ob sie den Inhalt des Buches schon ein stückweit aufnehmen konnten. Da meine große Tochter Rätsel liebt, ist das genau richtig für sie.

Mit ihren drei Jahren fällt sie sowieso perfekt in die Zielgruppe dieser Bücher hinein. Allerdings steht sie gerade mehr auf erzählende Geschichten, weswegen diese Reihe im Moment noch nicht so interessant ist. Allerdings glaube ich, dass das durchaus noch kommen kann. Je älter die Kinder werden, desto mehr wollen sie wissen. Mit der Reihe "Frag doch mal die Maus" bekommen wir Eltern die Chance, auch die ein oder andere Frage mittels eines Buches zu beantworten.

Als letztes bleiben noch die Illustrationen. Hier muss ich wieder eine Brücke zur "Wieso, weshalb, warum" - Reihe von Ravensburger schlagen. Denn ich kann leider nicht ganz verhindern, dass ich diese beiden Reihen miteinander vergleiche. Vermutlich wird es hierzu aber noch einen gesonderten - ausführlicheren Post - geben. Die Bilder hier sind wirklich schön und natürlich ist es toll, dass auf jeder Seite irgendwie die Maus auftaucht. So begegnen die Kinder einer Figur, die sie vielleicht schon kennen immer wieder. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Zeichnungen der "Wieso, weshalb, warum" - Reihe, etwas besser gefallen. Dies ist aber reine Geschmackssache und nimmt dem Buch nichts von seiner Qualität.

Fazit:
Ein tolles Sachbuch für Kinder ab 2 Jahren, welches sich mit dem interessanten und spannenden Thema "Bauernhof" beschäftig. Immer wieder begegnet den Kindern hier die Maus, als vertrauter Charakter. Auf einfache und spielerische Art wird das Wissen rund um den Bauernhof vermittelt. Durch die harten Seiten, ist das Buch auch vor Schäden durch kleine Kinderhände geschützt und so werden wir hoffentlich lange Freude an dieser Reihe haben.

Samstag, 16. März 2019

Rezension "Schamlos"

Titel: Schamlos
Autor: Bile/Herz/Srour
Seitenzahl: 168
ISBN:978-3-522-30521-1  
Einbindungsart: Paperback / ebook
Preis: 15,00 € / 10,99 €
Alter: ab 12

(c) Thienemann
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Drei junge Frauen. Drei Muslimas, die sich nicht damit zufrieden geben wollen in einer Welt voller Unterdrückung zu leben. Drei Frauen, die dagegen aufbegehren von ihren Eltern und Männern kontrolliert und gesteuert zu werden. Drei Frauen, die einen unglaublich wichtigen Beitrag dazu leisten, dass andere junge Muslimas ihren Weg gehen können - und das völlig frei.

Als ich dieses Buch sah, war ich sofort interessiert daran. Denn sind wir mal ehrlich. Das Cover ist schon ein absoluter Hingucker und erzeugt Aufmerksamkeit. In dieser Hinsicht hat der Verlag also schon mal alles richtig gemacht. Es ist auf der einen Seite provokant, auf der anderen Seite schafft es dieses eine Bild die komplette Botschaft des Buches auszudrücken. Das Bild schreit einen förmlich an mit "ihr könnt uns mal, von euch lassen wir uns gar nichts sagen". Und genau das wird in diesem Buch thematisiert.

Geschrieben wurde das Buch von drei jungen Muslimas, die etwas verändern wollen. Und so werden die unterschiedlichsten Themen in diesem Buch aufgegriffen, viele davon in Interviewform. Das heißt, es gibt ein Thema und jede der drei jungen Frauen äußert sich dazu. Das Gespräch welches sich daraus ergibt, ist in diesem Buch abgedruckt. Da geht es um die Verschleierung, um Liebe und Sex, um schwere Themen, wie psychische Krankheiten und Vergewaltigung, aber auch um vermeintlich einfache Themen wie den Schwimmunterricht in der Schule. Gerade diese "einfachen" Themen zeigen, wie weit die Kontrolle geht, unter der viele Muslimas leiden müssen. Sei es ausgeübt von ihren Eltern, oder aber auch durch ihren Partner. Die Familienehre steht über allem, so auch der Gesundheit und dem Wohlbefinden, vieler junger Mädchen.

Dies ist gleichermaßen erschreckend, wie unfassbar. Die einzelnen Themen in diesem Buch werden mit echten, wahren Geschichten gefüttert, bei denen die Namen der betroffenen Personen geschwärzt wurden. Und dies aus natürlich offensichtlichen Gründen. Natürlich war mir schon immer bewusst, dass es diese Formen der Unterdrückung gibt. Immer wieder wird im Zusammenhang mit dem Islam über Unterdrückung und Verstümmelung von Mädchen berichtet. Allerdings ist nochmal ein ganz anderes Kaliber, dies auch schriftlich zu haben, von echten Personen und echten Geschichten zu lesen und ausführlich zu hören, welche Formen der Kontrolle es gibt und wie weit diese teilweise geht.

Ich finde es sehr mutig, dass diese drei jungen Frauen sich dazu entschlossen haben aufzubegehren und nicht mehr den Mund zu halten. Auch diese drei Frauen lernt man während des Lesens immer besser kennen und stellt fest, dass es sich um drei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten handelt und der Glaube an Allah, nichts damit zu tun hat unterdrückt zu werden. Zwei der drei haben sich gegen die Verschleierung entschieden, eine sogar gegen den Glauben. Und trotzdem sind die drei verbunden in ihrem Kampf gegen die Unterdrückung. Wie schwer dieser Kampf ist, in welch kleinen Bereichen man diesen anfangen muss, wird mit diesem Buch deutlich.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich dieses Buch so verschlingen werde, aber das war der Fall, denn es übt eine unvergleichliche Faszination aus, sowohl positiv, als auch negativ. Das Buch versprüht unglaublich viel Tatendrang und weckt den Wunsch selbst etwas zu tun und nicht hinzunehmen, welche Arten von Unterdrückung es gibt. Das Buch ist hoffnungsvoll und lässt einen daran glauben, dass man etwas tun kann. 

Fazit:
Ich lege euch allen dieses Buch ans Herz, den es ist so wichtig. Aus der Sicht von Betroffenen zu lesen ist authentischer, als alles andere und somit könnte dieses Buch authentischer nicht sein. Es ist kurzweilig und dabei so informativ, wie wenige andere Bücher.

Donnerstag, 28. Februar 2019

Rezension "Aromatherapie für Kinder"

Titel: Aromatherapie für Kinder
Autor: Sabrina Herber / Eliane Zimmermann 
Verlag: Ulmer
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-8186-0070-9
Einbindungsart:Broschiert / ebook
Preis: 17,95 € / 13,99 €

(c) Ulmer
Meine Meinung:
Von Aromatherapie habe ich schon öfters gehört. Bisher hatte ich mich jedoch noch nicht mit diesem Thema beschäftigt. Als ich dann bei Lovelybooks dieses Buch entdeckte, war ich ganz gespannt, was mich erwarten würde.

Zunächst einmal komme ich zur Aufmachung. Diese gefällt mir wirklich gut. Sowohl das Cover, als auch das Innere des Buches gefallen mir richtig gut. Die Kapitel sind sehr übersichtlich gegliedert und von schönen Fotos unterlegt. Es werden einzelne Pflanzen bzw. die ätherischen Öle, die daraus gewonnen werden können und weitere Zutaten vorgestellt. Hierzu gibt es einen kleinen Text, ein wunderbares Foto und eine schöne Übersicht, wobei diese Pflanze hilft. Im hinteren Teil gibt es Rezpturen, die man selbst herstellen kann. Bei diesen findet man eine Leiste, an der man ablesen kann für welches Alter die Rezepte geeignet sind. Da gibt es welche, die gehen schon für Babys, andere gehen erst für Kinder ab 6. Das finde ich richtig gut, dass das sofort ersichtlich ist und man nicht groß danach suchen muss.

Ganz spannend finde ich den letzten Teil "Wissenswertes und Nützliches". Hier gibt es nämlich einen Abschnitt in dem auch die Wissenschaft zu Wort kommt, was ich den beiden Autorinnen hoch anrechne. Sie beschreiben die verschiedensten Therapien und die wissenschaftlichen Tests, die entweder eine Wirksamkeit belegen oder aber auch nicht.

Und hier wären wir auch schon beim großen Problem, welches ich mit der ganzen Sache habe. Ich finde das Buch grundsätzlich echt hochinteressant. Ich habe Dinge über Pflanzen gelernt, die ich so noch nicht kannte und ich würde die Aromatherapie grundsätzlich schon gerne mal ausprobieren, da es mir immer lieber ist mit sanfteren Mitteln zu heilen als gleich die Hammer wie Antibiotika und Co. auszupacken. Allerdings bleiben bei mir große Zweifel zurück, ob das ganze tatsächlich wirkt. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit über das Gefühl "man muss halt dran glauben" und dann wirkt das schon. Und davon halte ich leider nicht viel. Besonders skeptisch werde ich, wenn ich lese, dass gewisse Öle gegen Liebeskummer oder Angst vor der Schule helfen soll. Das kann ich mir nur schlecht vorstellen. Mit Sicherheit kann ich ein endgültiges Fazit erst treffen, wenn ich die einzelnen Aromatherapien auch mal ausprobiert habe, doch dafür brauche ich noch etwas Zeit.
Interessant finde ich das Buch in jedem Fall. Ich habe viel über Pflanzen gelernt und zum Nachdenken hat es mich auf jeden Fall gebracht. Denn es gibt in der Natur mehr, als ich bisher wusste und es lohnt sich alle mal sich damit zu beschäftigen.

Fazit:
Ein Buch, welches mich etwas zwiegespalten zurück lässt. Ich finde die Aufmachung top, richtig gut. Auch die Informationen über die verschiedenen Pflanzen und Öle finde ich sehr interessant, lediglich an der Wirksamkeit zweifle ich etwas und das konnte auch dieses Buch nicht beseitigen.

Donnerstag, 31. Mai 2018

Rezension "Gebrauchsanweisung fürs Lesen"

Titel: Gebrauchsanweisung fürs Lesen
Autor: Felicitas von Lovenberg
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-27717-4
Seitenzahl: 128
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 10,00 € / 8,99 €

(c) Piper
Meine Meinung: 
Ich weiß nicht, ob euch die Reihe "Gebrauchsanweisung für ..." bekannt ist? Falls nicht, müsst ihr unbedingt mal zu einem Band greifen. In der Regel handelt es sich hierbei um eine Art Reiseführer bzw. Städteführer, also z.B. "Gebrauchsanweisung für London". Mit diesem Band erscheint jedoch ein ganz besonderes Buch, in dem es um unserer aller Leidenschaft geht, das Lesen.

Sobald ich irgendwo ein Buch entdecke, in dem es ums Lesen oder Bücher geht, werde ich hellhörig. Ich muss in der Regel sofort zugreifen, denn solche Bücher üben fast schon eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Heute möchte ich euch ein Sachbuch zum Thema "Lesen" vorstellen, welches ich echt sehr interessant fand.

Felicitas von Lovenberg betrachtet in diesem Buch, das Lesen von sehr vielen Seiten. An welchem Ort liest man am Liebsten, in welcher Form liest man Bücher, was für Bücher liest man. Von persönlichen Vorlieben bis hin zu den unterschiedlichsten Statistiken, enthält dieses Buch so gut wie alles, was man übers Lesen wissen kann. Ich fand es extrem spannend und fühlte mich so, als würde ich mich gerade selbst betrachten. Ich fing an mein eigenes Leseverhalten im Bezug auf die Dinge, die in diesem Buch geschildert werden hin zu analysieren.

Die Mischung aus persönlichen Erfahrungen und Statsistiken fand ich besonders gelungen. Immer wieder überrascht es mich, wie unterschiedlich Menschen doch lesen. Da werden Frauen und Männer verglichen, bzw. wer überhaupt der Buchkäufer an sich ist. Da kommt das ebook im Vergleich mit einem gedruckten Buch zur Sprache. Spannend fand ich auch, wie sie die verschiedenen Entwicklungen schildert. Denn jeder von uns hat sicher schon gemerkt, dass sich sein Leseverhalten, in die ein oder andere Richtung verändert. Und durch dieses Buch merkt man, dass es nicht nur persönlich so ist, nein es geht auch der Gesellschaft so.

Zudem erzählt die Autorin begeistert vom Buch und was es alles kann. Der Verlag selbst beschreibt es ganz gut, in dem er in seinen Klappentext schreibt, dass die Autorin (Zitat Klappentext) "eine Lanze für das Kluturgut Buch bricht" (Zitat Ende) . Und genauso ist es. Würde ich nicht sowieso schon so gerne lesen, so würde ich dies spätestens nach der Lektüre dieses Buches tun. Man kann gar nicht anders als sich von der Begeisterung dieser Autorin anstecken zu lassen und ich frage mich immer mehr, wie es Menschen geben kann, die tatsächlich nicht gerne lesen.

Fazit:
Ein unterhaltsames Sachbuch zu unserer aller Lieblingsthema, dem Lesen und dem Buch selbst. Ich habe es wirklich gerne gelesen und fühlte mich bestens informiert und unterhalten. Die Mischung aus persönlicher Erfahrung und offiziellen Statistiken ist gut gelungen.

Rezension "Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen"

Titel: Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen - Was würden sie dir raten?
Autor: Andreas Jäger (Übersetzer)
Verlag: ArsEdition
ISBN: 978-3-8458-2862-6
Seitenzahl: 112
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,00 €
Alter: ab 10

(c) ArsEdition
Meine Meinung:
"Power Women" interessierte mich auf den ersten Blick. Ab und an lese ich nämlich auch gerne mal ein Sachbuch oder auch etwas autobiographisches und hier bekam ich quasi beides in einem, kindgerecht aufgemacht.

In diesem farbig illustrierten Buch werden 25 starke weibliche Persönlichkeiten vorgestellt, die alle auf ihre Art die Welt verändert und ein Stückchen besser gemacht haben. Manche von ihnen leben noch, andere sind schon mehrere hundert oder sogar tausend Jahre tot.

Da es sich um ein Kinderbuch handelt, sie die Abschnitte zu den einzelnen Frauen recht kurz gehalten. Zunächst werden sie mit Namen, Alter und einigen weiteren biographischen Daten kurz vorgestellt. Dann folgt jedoch auch schon ein Text über ihr Leben und Werk. Dieser ist nicht allzu lang und umfasst ungefähr eine Doppelseite. Zu jeder Frau gibt es noch eine farbige Zeichnung und ein Zitat. Als letztes folgt ein kurzer Abschnitt, den ich auf der einen Seite ganz kreativ finde, auf der anderen Seite aber irgendwie auch ziemlich merkwürdig. Denn zum Abschluss jeder Persönlichkeit gibt es einen kleinen Kasten, in dem dieser Persönlichkeit eine Frage gestellt wird, bzw. ein alltägliches Problem aus dem Leben eines Kindes oder eines Jugendlichen geschildert wird. Als Antwort gibt es eine fiktive Antwort, wie der jeweilige Charakter wohl geantwortet haben könnte. Dies ist manchmal recht lapidar und lässt sich nicht wirklich mit den Problemen vergleichen, mit denen die Frauen aus diesem Buch in Wahrheit zu tun hatten. Und so lässt sich über Sinn oder Unsinn dieser Rubrik doch auf jeden Fall streiten.

Die Auswahl der Persönlichkeiten gefällt mir jedoch recht gut. Die Mischung ist schön bunt, geht von Menschenrechlerinnen, über Nobelpreisträgerinnen, von Frauen die sich im Kleinen gewehrt haben zu Frauen die weltweit für ihre Taten bekannt sind. Besonders gut hat mir gefallen, dass eben auch die Frauen, die eher im Verborgenen gehandelt haben, eine Stimme bekommen und durch dieses Buch ein stückweit bekannt werden. Einige Namen waren mir zwar schon bekannt, doch freute ich mich, endlich ein wenig mehr über diese Damen zu erfahren. Dass das ganzen dann auch noch kindgerecht aufgemacht ist und so auch Kinder die Chance haben, etwas über diese Frauen zu erfahren finde ich wirklich gut.

Auch die Illustrationen sind toll. Sie treffen die jeweiligen Frauen ziemlich auf den Punkt und machen das Buch farbenfroh und abwechslungsreich. Mir gefällt das viel besser, als irgendwelche Fotos, denn natürlich gibt es auch gar nicht von allen Frauen aus diesem Buch Fotos. Und so hat man eine einheitliche Lösung gewählt, die mir richtig gut gefällt.

Fazit:
Ein wunderbares Kindersachbuch, das wertwolle und interessante Informationen enthält, über Frauen, die die Welt verändert haben, über Frauen, die nicht einfach nur geredet, sondern auch gehandelt haben, über Frauen, an denen sich jeder einzelne von uns ein Beispiel nehmen kann. 

Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension "Quidditch im Wandel der Zeiten"

Titel: Quidditch im Wandel der Zeiten
Autor: J.K. Rowling
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 94
ISBN:  978-3-551-55697-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Harry Potter ist für mich ja ein unschlagbares Meisterwerk, weswegen ich die Reihe dieses Jahr glaube ich unbedingt nochmal lesen und endlich auch mal rezensieren muss. Heute jedoch habe ich ein anderes Buch aus dem Harry-Potter-Universum für euch.

Es handelt sich um eines der Schulbücher, die in den Geschichten auch verwendet werden. Quidditch wird allen etwas sagen, die Harry Potter gelesen oder gesehen haben. Für die, bei denen das nicht der Fall ist (Waaaas???), es handelt sich bei Quidditch um eine Ballsportart, die natürlich auf Besen gespielt wird. Diese hat sich wie die meisten Sportarten im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Und dies ist unter anderem ein Punkt der in diesem Buch behandelt wird. Man erfährt, wann Quidditch seinen Anfang nahm und wie das Spiel damals gespielt wurde. Was sich verändert hat, was dazu kam und was weggestrichen wurde.

Zudem erfährt man etwas über die verschiedenen Nationalmannschaften, die Quidditch spielen und auch was für verschiedene Besen, Fouls und Regeln es gibt und wie sich auch das im Laufe der Zeit verändert hat.

Als eingefleischter Harry-Potter-Leser fand ich dieses Buch durchaus teilweise interessant und auch amüsant. Vor allem das Vorwort von Albus Dumbledore fand ich einfach nur herrlich. Ich musste übers ganze Gesicht grinsen und vermisste den alten Schulleiter mehr denn je. Allerdings finde ich auch, dass das Buch stellenweise doch recht trocken und langweilig war. Natürlich handelt es sich um ein (fiktives) Sachbuch, doch irgendwie hatte ich mir das ganze unterhaltsamer vorgestellt. Ich hatte zwar das Gefühl, dass versucht wurde, das Ganze amüsant rüber zu bringen, aber irgendwie gelang das bei mir nicht (immer). Man erkennt den unverwechselbaren Stil Rowlings und merkt, dass dieses Buch eindeutig in ihre Welt gehört.

Ich finde es auch super, dass es solche Bücher gibt, die das Harry-Potter-Universum erweitern und so noch greifbarer und gefühlt realer machen. Doch muss auch dazu gesagt werden, dass diese Bücher dann auch wirklich nur etwas für eingefleischte Fans sind, die einfach ALLES über ihre Lieblingswelt wissen wollen. Denn das Buch zieht sich an einigen Stellen und ist nicht wirklich spannend. Ich fand es durchaus interessant zu erfahren welche Hintergründe Quidditch hat und wie es entstanden ist, Infos über die einzelnen Mannschaften hätte ich aber jetzt zum Beispiel nicht gebraucht.

Fazit:
Ein Buch aus dem Harry Potter Universum, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Einerseits habe ich es wirklich gerne gelesen und viele Dinge über Quidditch erfahren, die ich so nicht wusste. Auf der anderen Seite jedoch ist das Buch echt nur für eingefleischte Fans, da es an vielen Stellen, die mich nicht so interessierten sehr in die Tiefe geht und dadurch schnell langatmig wird.

Donnerstag, 17. August 2017

Rezension "Everyday Yoga"

Titel: Everyday Yoga
Autor: Sage Rountree
Verlag: Unimedica
Seitenzahl: 155
ISBN: 978-3-94412571-8
Einbindungsart: Spiralbindung
Preis: 19,80 €

(c) Unimedica
Meine Meinung:
Yoga macht ja gefühlt irgendwie jeder, aber an mir ging dieser Trend bisher so ein bisschen vorbei. Also habe ich mir gedacht, warum nicht ein Buch dazu lesen, vielleicht hilft mir das ein bisschen, mich im Alltag mehr zu entspannen. 

Allerdings habe ich recht schnell - schon nach dem Vorwort - festgestellt, dass das Buch mit diesen Voraussetzungen nicht wirklich das richtige ist. Die Autorin schreibt nämlich gleich zu Beginn, dass dieses Buch kein Technikbuch ist. Es eignet sich also nicht dazu Yoga zu erlenen, viel mehr soll es als eine Art Menü dienen, an dem man sich entlang hangeln kann. Zum Erlernen solle man sich einen erfahrenen Lehrer vor Ort suchen. Dies war natürlich nicht unbedingt das, was ich lesen wollte, denn ich konnte bis dato absolut kein Yoga und dachte, dieses Buch könnte dabei vielleicht helfen.

Zudem merkte ich, dass das Buch sehr esoterisch ist, bzw. Yoga auf eine Art vermittelt, die für mich, die eher rational denkend ist, nicht so wirklich die passende Art ist. Alleine der Begriff "Menü" im Zusammenhang mit Yoga finde ich irgendwie komisch. Die Autorin verkauft das so, als wäre Yoga etwas absolut lebensnotwendiges. Auch das man mit "Du" angesprochen wird, ist für mich etwas irrtierend. Das mag ich irgendwie in Büchern nicht so gerne.

Natürlich gibt es dann aber trotzdem einen Praxisteil, nachdem die Autorin viel grundlegendes zum Thema Yoga erklärt hat. Die bebilderten Anleitungen können meiner Meinung nach durchaus auch von Anfängern ausgeübt werden und das auch ohne Lehrer. Man braucht halt evtl. nur die nötige Geduld. Da jede Übung mit Fotos bebildert ist, weiß man, wie sie ungefähr auszusehen hat und kann zumindest versuchen diese nachzumachen. Natürlich gibt es dabei auch Übungen, die für den Anfang viel zu schwer sind. Am Ende des Buches gibt es noch einen persönlichen Yoga-Speiseplan, heißt Vorschläge wie man jeden Tag gestalten kann, welche Übungen man sinnvoll miteinander verknüpft.

Fazit:
Ein Yoga-Buch von dem ich mir ein bisschen etwas anderes versprochen hatte. Es eignet sich trotz der gut erklärten Übungen, die alle bebildert sind, nicht für komplette Anfänger, die Yoga erstmal erlernen müssen. Natürlich können manche Übungen auch von Anfängern ausgeführt werden, aber grundsätzlich ist das eher ein Buch für Fortgeschrittene.

Dienstag, 15. August 2017

Rezension "Wir sind schwanger"

Titel: Wir sind schwanger
Autor: Marina Fogle/Dr. Chiara Hunt
Verlag: Mosaik
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-442-39314-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 20,00 €

(c) Mosaik
Meine Meinung:
Ich habe zwar schon ein Kind, trotzdem hatte ich in meiner zweiten Schwangerschaft Lust, ein Buch zu eben jenem Thema zu lesen. Und so stieß ich auf "Wir sind schwanger", welches mir optisch sofort sehr gut gefiel. Im Untertitel heißt es "Ihr Begleiter durch Schwangerschaft, Geburt und das erste Jahr danach". Somit hat man also nicht nur in der Schwangerschaft etwas von diesem Buch, sondern auch eine ganze Weile danach noch.

Das Buch beginnt natürlich ganz klassisch mit der Schwangerschaft. Zunächst ein kurzer Überblick, wie lange diese dauert und wie groß das Baby zum jeweiligen Zeitpunkt ist. Danach bekommt jeder Monat sein eigenes Kapitel. Es wird jeweils die Entwicklung beschrieben. Zusätzlich gibt es aber noch viele andere wertvolle Tipps und Hinweise. Wie man sich fühlt, was man gegen Beschwerden machen kann, welche Beschwerdenn normal sind, was man essen kann usw. Das einzige was mich etwas irritiert hat, ist das dass dieses Buch immer von 9 Monaten spricht, dabei weiß jeder, der schon mal schwanger war, dass eine Schwangerschaft 10 Monate geht und die Woche 37-40 im 10. Monat sind.

Das Buch ist schön illustriert, immer wieder gibt es nette Bilder von Schwangeren und ihren Bäuchen, von Kindern, von den Papas usw. Hier wurde sich wirklich Mühe gegeben und viel Wert auf die Gestaltung gelegt. Auch die Gestaltung der einzelnen Kapitel gefällt mir gut. Es ist alles wunderbar übersichtlich gestaltet und so eignet sich das Buch bestens um mal etwas nachzuschlagen, was einen gerade interessiert. Ich selbst habe das Buch zwar einfach an einem Stück gelesen aber die Kapitel sind so gestaltet, dass man ganz einfach auch nur das lesen kann, was einen gerade interessiert.

Auch auf das Kapitel "Geburt" wird hier viel Wert gelegt. Es wird keine Möglichkeit ausgelassen und so wird die Leserin auf alle Eventualtiäten vorbereitet und weiß somit zumindest so ungefähr, was bei einer Einleitung oder auch einem Kaiserschnitt auf sie zukommt.

Manche Abschnitte fand ich zwar etwas merkwürdig und entsprachen nicht ganz meiner Vorstellung, aber ansonsten fand ich das Buch wirklich sehr schön und hilfreich. Ich denke gerade für Frauen bzw. Paare (es gibt auch ein extra Kapitel für werdende Papas), die ihr erstes Kind bekommen, ist dieses Buch wirklich toll. Es erklärt auf schöne Weise alles, was man zum Thema Schwangerschaft und Geburt wissen muss und ist so ein toller Begleiter für eine aufregende Zeit.

Fazit:
Ein optisch wirklich schön gestaltetes Buch, welches alles abdeckt, was man über Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach wissen muss. Gerade für Paare, die das erste Mal Eltern werden, empfehlenswert.

Freitag, 21. April 2017

Rezension "Mein Löwenkind"

Titel: Mein Löwenkind
Autor: Elena Pirin
Verlag: Patmos
Seitenzahl: 216
ISBN: 978-3-8436-0767-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Patmos
Meine Meinung:
Elena Pirin und ihr Mann können keine eigenen Kinder bekommen. Also entschließen sie sich zur einer Adoption. Als diese dann tatsächlich klappt, sind sie wie im 7. Himmel. Endlich ein eigenes Kind, endlich jemand den man umsorgen kann, dem man seine Werte mitgeben kann.

Sie sind überglücklich, haben jedoch das erste Lebensjahr eine Betreuerin vom Jugendamt, die schaut, ob sie wirklich mit dem Kind zurecht kommen. Diese stellt dann irgendwann fest, dass das Kind sich nicht "normal" entwickelt. Zumindest nicht so wie es die Gesellschaft vorsieht. Und schneller als sie gucken können stehen Elena und ihr Mann vor einer viel größeren Herausforderung. Sie lieben ihren kleinen Leo (dass sie ihn wie einen Löwen genannt haben ist dann wohl auch ein Zeichen des Schicksals), doch die Herausforderungen, die ein Kind mit Handicap mit sich bringt, sind ganz andere, als die die man sowieso schon als Neueltern zu meistern hat.

Doch Elena und ihr Mann meistern auch diese Herausforderungen. Völlig unaufgeregt und mit genau der richtigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, beschreibt Elena genau diese Stolpersteine, die ihr nun von der Gesellschaft in den Weg gelegt werden. Als Leo älter wird werden diese Herausforderungen nicht leichter. Er begreift, dass er anders ist und Elena bricht es fast das Herz ihm das erklären zu müssen. Hier beschreibt die Autorin wunderschön, die zarte, liebevolle Beziehung, die sie zu ihrem Sohn hat. Man kann als Leser regelrecht spüren, wie tief ihre Liebe zu ihrem Löwenkind geht.

Ich selbst habe kein Kind mit Handicap, doch ich finde, dass dieses Buch unglaublich viel Mut macht. Oft wird das Eltern ja als Katastrophe verkauft, oft werden Eltern bemitleidet, wenn ihr Kind nicht dem "normalen Bild" (und wer entscheidet bitte, was normal ist?) entspricht. Doch Elena Pirin schafft es, dies alles aus einer andere Perspektive, einer mutmachenden und unglaublich positiven Perspektive zu beschreiben. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein und natürlich hat sie auch ihre Probleme. Doch hier stellt sich mir die Frage, ob sie sich damit wesentlich von anderen Eltern unterscheidet? Ich denke nein. Jedes Kind ist so individuell und bringt seine ganz eigenen Aufgaben mit sich, egal ob es ein Kind mit oder ohne Handicap ist. Und genau das vermittelt Pirin mit diesem Buch wunderschön.

Ich war überrascht, wie toll das Buch geschrieben war. Ich las es sehr gerne und konnte mich wunderbar in die Autorin hinein versetzen. Sie ist auf keiner Seite auf irgendeine Form von Mitleid aus, denn wieso auch, ihr Leo ist schließlich das Beste, was ihr passiert ist. Das wunderbare Bild, dass diese kleine Familie abgibt, ist ein wunderbares Beispiel, wie Familie funktionieren kann.

Fazit:
Ein gut geschriebenes Sachbuch, das großen Unterhaltungswert hat und das Leben mit einem Kind mit Handicap wunderbar unaufgeregt und ehrlich beschreibt.

Donnerstag, 20. April 2017

Rezension "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs"

Titel: Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs
Autor: Sina Pousset
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-442-15907-9
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,99 €

(c) Goldmann
Meine Meinung:
Fernbusreisen. Liegt gerade ja voll im Trend. Ich muss gestehen, ich habe selbst noch nie eine gemacht. Zum Einen weil ich nicht mehr so viel unterwegs bin und zu Anderen weil ich mich die Vorstellung und die Erzählungen von anderen doch etwas abgeschreckt haben.

Ich weiß jetzt nicht, ob dieses Buch meine Einstellung besser gemacht hat *haha*. Die Autorin beschreibt ziemlich offen und schonungslos, was ihr alles so während ihrer Fernbusreisen passiert ist und vor allem, jedes Mal aufs Neue passiert. Dabei bleibt sie aber immer humorvoll, sodass man als Leser extrem viel zu lachen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und super zu lesen. Er macht das Buch zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen, auch wenn mich die Erzählungen nicht über die komplette Zeit fesseln konnten. Ich denke, wenn man selbst öfters Fernbus fährt, hat man noch mehr Spaß an dem Buch, da man sich in einige Situationen gut hinein versetzen kann.

Mit ihrem erfrischenden Schreibstil beschreibt die Autorin viele verschiedene Situationen, die einem während einer Reise mit einem Fernbus passieren können. Sei es grundsätzlich die Suche nach dem Bus, die Mitfahrenden mit ihren verschiedenen Macken, die Suche nach dem WLan oder dem Klo. Immer wieder musste ich herzlich lachen und fühlte mich gut unterhalten.

Das Buch eignet sich durch seine Kurzweiligkeit bestens für ebenso eine Fernbusreise. Die 250 Seiten sind schnell verschlungen und man traut der Autorin durchaus zu noch mehr Bücher mit ihrer herrlichen Schreibweise zu schreiben.

Fazit:
Ein kurzweiliges Buch, das unterhaltsam die verschiedenen Probleme und Situationen schildert, die einem bei einer Fernbusreise begegnen können. Gerade für Menschen, die selbst öfters mit Fernbussen unterwegs sind ist dieses Buch ein wahres Vergnügen. Mich selbst hat es auch gut unterhalten, konnte aber nicht über die komplette Zeit fesseln.

Dienstag, 18. April 2017

Rezension "Verzerrte Sichtweisen - Syrer bei uns"

Titel: Verzerrte Sichtweisen - Syrer bei uns
Autor: Kristin Helberg
Verlag: Herder
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3-451-31157-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,99 €

(c) Herder
Meine Meinung:
Ein Buch das aktueller und wichtiger nicht sein könnte. Seit einiger Zeit beschäftigt uns Deutsche doch kaum etwas so sehr wie die Flüchtlingsdebatte. Doch meistens ist es so, dass das was man so mitbekommt, sehr negativ behaftet ist. Alle werden über einen Kamm geschoren, wenn auch nur einer der Flüchtlinge aus der Reihe tanzt.

Genau dagegen möchte die Autorin mit ihrem Buch vorgehen. Sie beschreibt die Flüchtlingsdebatte, hier aus Sicht der Syrer, aus einer ganz anderen Perspektive. Selbst hat sie jahrelang in Syrien gelebt, kennt also das Land, seine Leute und Verhältnisse und kann dadurch sicher besser beurteilen, als viele von uns, was die Menschen hierher führt.

Völlig unaufgeregt beschreibt sie den Umgang mit den Syrern aus verschiedenen Perspektiven. Sie beschreibt die Gefühle der Flüchtenden und die Situationen die in diesem Land herrschen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir hierbei sehr gut. Für ein Sachbuch ließ sich das Buch erstaunlich leicht und locker lesen und war zudem äußerst interessant.

Ich muss zugeben, dass ich mich selbst noch nicht wirklich ausführlich mit der Flüchtlingsdebatte beschäftigt habe. Umso interessanter war dieses Buch für mich. Die Autorin versteht es exzellent Hemmungen und Ängste abzubauen und Verständnis zu schaffen, was in diesen Zeiten mehr wert ist, als vieles andere. Natürlich gibt es überall schwarze Schafe, doch die Autorin zeigt, dass die Mehrzahl der Flüchtenden einfach in Frieden leben wollen und keiner Fliege etwas zu leide tun. Aus diesem Grund finde ich, dass sie hier ein so wichtiges Buch geschrieben hat, dass alle, die der Flüchtlingsdebatte vielleicht auch sehr kritisch gegenüber stehen, unbedingt lesen sollten.

Die offenen und klaren Worte der Autorin sind präzise und auf den Punkt gewählt und tragen hoffentlich zu einem Weg in eine andere, in eine bessere Welt bei. Die Autorin hat eine Stimme, die gehört werden muss und verarbeitet ein sehr wichtiges Thema auf eine interessante und packende Art und Weise. Ich wünsche diesem Buch noch viele Leser, denn die hat es auf jeden Fall verdient.

Fazit:
Ein Buch zu einem unglaublich wichtigen Thema, welches von einer Autorin geschrieben wurde, die selbst jahrelang in Syrien lebte. Dies macht das Buch zu einem authentische und ausdrucksstarken Werk, welches toll geschrieben und sehr interessant ist.

Mittwoch, 15. März 2017

Rezension "Nur die Liebe fehlt"

Titel: Nur die Liebe fehlt - Von Depression nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten
Autor: Petra Wiegers
Verlag: Patmos
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-8436-0698-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,99 €

(c) Patmos
Meine Meinung:
Vor etwas über einem Jahr bekam ich selbst ein Kind. Ich hatte zum Glück keine Depressionen nach der Geburt, doch trotzdem könnte dies ja bei einem weiteren Kind immer wieder passieren. Zudem findet ich es wichtig sich über dieses Thema zu informieren, da es Verständnis schafft, mehr darüber zu wissen.

Dieses Sachbuch berichtet von einigen Frauen, die genau diese Probleme nach der Geburt hatten. Die Autorin spricht mit jeder einzelnen von ihnen, jede kommt zu Wort. Alle vier erzählen ihre eigene, ganz persönliche Geschichte, denn jede hat ihre ganz eigene Vergangenheit, ihre eigenen "Gründe", wieso es zu den Depressionen kam. Bis heute ist nicht ganz klar, woher diese Depressionen kommen, doch dieses Buch hilft dabei, Frauen näher kennenzulernen und zu verstehen, die genau diese Probleme haben.

Die Grundidee finde ich total gut und auch das Buch an sich ist interessant. Doch leider gefiel mir der Schreibstil der Autorin nicht wirklich. Wobei ich zugeben muss, dass ich an dieser Stelle nicht sicher bin, ob mir einfach der Schreibstil nicht gefiel oder es schlicht und einfach daran lag, dass mir vor allem die erste Frau überhaupt nicht sympathisch war ( diese trinkt zum Beispiel Alkohol in der Schwangerschaft, wofür ich null Verständnis habe).

Trotzdem finde ich das Buch gut. Wie hinten schon drauf steht "Ein Buch, das aufklärt, bewegt und Mut macht". Genau diesem Satz kann ich zu 100% zustimmen. Für mich war das Buch interessant, für Betroffene wird es sicher auch hilfreich sein. Sie sehen, dass sie nicht alleine mit ihren Problemen sind und diese Probleme auch vollkommen ok sind.

Fazit:
Ein interessantes Sachbuch, das Verständnis schafft für Frauen, die nach der Geburt Depressionen haben. Eine wichtige und gute Idee, die Frauen Mut macht. Allein der Schreibstil konnte mich nicht ganz überzeugen, da er mir etwas zu locker und flapsig war.

Dienstag, 14. März 2017

Rezension "Das letzte Tabu - Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen"

Titel: Das letzte Tabu - Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen
Autor: Henning Scherf/Annelie Keil
Verlag: Herder
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-451-34926-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit verlor ich selbst einen mir sehr nahestehenden Menschen. Den Schmerz, den man empfindet, können wohl nur die von euch nachvollziehen, die selbst schon einmal Abschied nehmen mussten. Jeder geht auf seine Weise mit dem Schmerz um, jeder trauert anders.

Als ich dieses Buch entdeckte, dachte ich mir, dass es helfen könnte, auch die passende Lektüre zu diesem Thema zu lesen. Letztendlich kann ich sagen, wirklich geholfen hat es nicht, aber das war auch ziemlich unwahrscheinlich. Denn der Schmerz ist einfach all umfassend.

Trotzdem handelt es sich um einen sehr interessanten Titel, den ich gerne gelesen habe. Zunächst musste ich mich etwas an die Schreibweise gewöhnen. Da die beiden Autoren selbst schon etwas älter sind, drücken sie sich natürlich anders aus, als ich. So brauchte ich kurze Zeit, bis ich richtig in das Buch reinkam.

Durch das schwere Thema konnte ich den Titel immer nur in kleinen Dosen lesen. Dies ist allerdings nicht dem Buch geschuldet, sondern alleine meiner Gemütsverfassung.

Das Buch selbst ist ein sehr interessanter Titel, der tiefe Einblicke in das Privatleben und die Gefühle der Autoren bietet. Zu Beginn gibt es ein Interview mit beiden Autoren. Danach sind die Kapitel abwechselnd von Keil und Scherf geschrieben. Dies macht das Buch zu einem sehr persönlichen Titel.

Die Autoren beleuchten das Sterben in der heutigen Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln. Sowohl wie man dem Tod begegnet, wie man persönlich damit umgeht und wie man der Seite von Sterbenden bleibt. Wie schon erwähnt, ist dieses Buch natürlich ein Titel der nicht einfach zu verdauen ist. Man braucht Zeit und eine gewisse mentale Stärke um mit diesem schwierigen Thema fertig zu werden. Die Autoren schaffen es jedoch dieses sehr sensibel umzusetzen. Dies alles macht das Buch zu einem äußerst gelungenen Titel.

Fazit:
Ein Buch zu einem sehr schweren Thema, das die Autoren aber sehr sensibel und persönlich umsetzen. Ein gelungenen Werk, das sehr informativ und interessant ist.

Mittwoch, 1. März 2017

Rezension "Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus"

Titel: Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus
Autor: David I. Kertzer
Verlag: Theiss
Seitenzahl: 607
ISBN: 978-3-8062-3382-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 38,00 €

(c) Theiss
Meine Meinung: 
Dieses Buch ist tatsächlich nur etwas für Leser, die sich wirklich für dieses Thema interessieren. Ich muss zugeben, dass ich mich da vielleicht auch ein bisschen überschätzt habe. 600 Seiten liest man einfach nicht mal so weg, vor allem dann nicht, wenn man nicht absolut für dieses Thema brennt.

Dieses Buch besteht komplett aus Text und hat nur sehr sehr wenige vereinzelte Bilder. Dies macht das Buch natürlich zu einem sehr mächtigen Werk, das einfach nicht so wirklich meins war. Das Thema Faschismus ist ja eigentlich ein durchaus interessantes, doch wenn man sich nur recht oberflächlich für ein Thema interessiert, geht dieses Buch einfach zu sehr in die Tiefe.

Unterteilt ist das Buch in unterschiedliche Kapitel, in denen sowohl Mussolini, als auch Hitler ihre Rolle spielen. Und trotz dass mir das Buch zu umfangreich war, muss ich sagen dass es echt gut geschrieben ist. Man bekommt hier kein Fachchinesisch serviert, sondern eine Art zu erzählen, die fast an eine Geschichte erinnert. Dies hilft natürlich dabei, an dem Buch dran zu bleiben - trotz des heftigen Themas und der Dicke des Buches. Zudem wird das eigentliche Thema nur über rund 400 Seiten behandelt, beim Rest des Buches handelt es sich um Nachweise und Anmerkungen. Dies sind dann sowieso meistens Dinge, die ich nicht unbedingt lese. Natürlich ist es hilfreich um gewisse Teile des Buches besser zu verstehen, doch den wichtigsten Teil findet man auf den ersten 400 Seiten.

Alles in allem also ein Buch, das ein wichtiges Thema behandelt. Der Schreibstil des Autors ist toll und gut zu lesen, jedoch ist mir das Buch einfach etwas zu umfangreich. Mir ist klar, dass man das Thema nicht auf 50 Seiten abhandeln kann. Natürlich braucht man dafür Zeit und Platz, dies ist wichtig um dem Thema auch die nötige Beachtung zu schenken. Vermutlich ist mein Interesse dafür dann aber einfach nicht groß genug, doch allen die dieses Thema sehr interessiert, sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

Fazit:
Ein sehr umfangreiches - mir etwas zu umfangreiches - sehr gut geschriebenes Buch zum Thema Faschismus. Interessierte werden sicherlich ihre Freude an diesem Buch haben. Mir gefiel vor allem der super leicht zu lesende Schreibstil des Autors.

Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension "Das Geschäft mit der Sünde - Ablass und Ablasswesen im Mittelalter"

Titel: Das Geschäft mit der Sünde - Ablass und Ablasswesen im Mittelalter
Autor: Christiane Laudage
Verlag: Herder
Seitenzahl: 351
ISBN: 978-3-451-31598-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,99 €

(c) Herder
Meine Meinung:
Heute habe ich ein Sachbuch für euch, das sich mit dem Ablasswesen im Mittelalter beschäftigt. Ich fand das Mittelalter schon immer irgendwie faszinierend, habe gerne historische Romane aus dieser Zeit gelesen.

Und nun fand ich, dass es an der Zeit ist, das ganze mal aus der sachlichen Perspektive zu betrachten. Dieses Buch beleuchtet das Ablasswesen aus vielen interessanten Sichten. Hierbei handelt es sich jedoch nicht unbedingt um leichte Kost. Man sollte sich schon einiges an Zeit nehmen, das Buch ist definitiv nichts für Zwischendurch.

Wer sich aber fürs Mittelalter interessiert und auch gerne Sachbücher liest, der ist hier genau richtig. Ich brauche für solche Bücher immer eine gewisse Zeit. Ich kann immer nur kleine Abschnitte von solchen Büchern lesen, danach brauche ich auf jeden Fall belletristische Abwechslung.

Das Buch gliedert sich in unterschiedliche Absätze. Natürlich beginnt es mit einem kurzem Vorwort, welches ich schon sehr interessant fand und Lust auf mehr macht. Danach geht es gleich mit dem Beginn des Ablasswesens weiter. Dies wird immer mehr vertieft und man erfährt viel über die Hintergründe des Ablasswesens und lernt auch es vielleicht von einer anderen Sicht aus zu betrachten, als bisher. Denn natürlich ist dieses Thema bisher sehr negativ beleuchtet. Die Autorin schafft es aber verschiedene Sichtweisen zu beleuchten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Und obwohl es sich um ein Sachbuch mit einem nicht ganz einfachen Thema handelt hatte ich keinerlei Schwierigkeiten ihren Beschreibungen zu folgen. Für ein Sachbuch ist der Schreibstil wirklich gut und einfach.

Das Thema sollte einen schon interessieren, wenn man dieses Buch in die Hand nimmt. Es beschreibt das Ablasswesen sehr ausführlich und wenn man dann nicht wenigstens ein bisschen Interesse am Mittelalter und dem hier aufgeführten Thema hat ist das Buch sicherlich nicht das richtige. Ansonsten handelt es sich um eine gut recherchierte Abhandlung, die sich ziemlich gut und einfach lesen lässt. 

Fazit:
Ein gut recherchiertes, angenehm zu lesendes Buch über das Mittelalter und das Ablasswesen zu jener Zeit. Wer sich für dieses Thema interessiert ist mit diesem Buch genau richtig beraten.

Sonntag, 13. November 2016

Rezension "App vom Arzt"

Titel: App vom Arzt
Autor: Spahn/Müschenich/Debatin
Verlag: Herder
Seitenzahl: 133
ISBN:  978-3-451-37508-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Herder
Meine Meinung:
 "App vom Arzt" ist ein Sachbuch, in dem es um den Einzug der modernen Medien in die Medizin geht. Natürlich kommt die moderne Medizin schon lange nicht mehr ohne die modernen Medien aus, doch in diesem Buch wird aufgezeigt, worin vor allem auch in der Zukunft die Chancen bestehen und was bald alles möglich sein wird.

Zudem wird vorgestellt, welche Apps es gibt und was man mit diesen alles machen kann. Da es unzählige Gesundheitsapps gibt, finde ich es super, dass hier einige wenige vorgestellt werden, die wirklich sinnvoll sind. Denn sich in diesem riesigen Meer an Apps zurecht zu finden ist gar nicht so leicht. Das ist eine kleine Hilfe gar nicht so schlecht. Allerdings fürchte ich, dass das Buch schneller überholt sein wird, als den Autoren lieb ist. Ich habe keine Ahnung wie viele neue Apps täglich auf den Markt kommen, doch es werden sicherlich einige sein.

Einen besonders großen Teil nimmt in dem Buch die Sprechstunde beim Arzt ein. Diese wird in Zukunft wohl immer häufiger Online stattfinden. Im Buch wird erklärt worin hier die Vorteile für die Patienten liegen, wie das ganze funktioniert und wie sich die Ärzte anpassen müssen. Ich muss zugeben, dass diese Vorstellung für mich irgendwie noch sehr utopisch ist. Dies hat sich auch nach dem Lesen nicht groß verändert. Zwar kann ich mir jetzt besser vorstellen, wie das wohl in Zukunft aussehen wird, doch meine Skepsis bleibt.

Ich finde das Buch im Großen und Ganzen recht trocken. Deshalb habe ich auch einige Zeit dafür gebraucht. Klar, es handelt sich um ein Sachbuch, doch auch diese können durchaus unterhaltsam sein. Das Thema "digitale Medizin" ist jedoch keines, was sich einfach so im Vorbeigehen lesen lässt. Viel mehr muss man sich darauf einlassen und konzentriert an der Sache dranbleiben um zu verstehen, wohin das Ganze gehen wird.

Das Thema "digitale Medizin" ist ein großes. Dieses Buch gibt sicher nur einen kurzen und knappen Einblick. Es zeigt worin die Möglichkeiten bestehen und welche Chancen es gibt. Was mir fehlt, ist so ein bisschen die kritische Seite. Denn auch wenn die Autoren dies nicht unbedingt so sehen, so sehe ich zumindest ein großes Fragezeichen in Bezug auf Datenschutz. Gesundheit schön und gut und auch toll wenn die digitale Medizin dabei hilft, dass wir alle die beste Behandlung bekommen. Trotzdem sehe ich es kritisch, wenn meine Daten plötzlich online und überall gespeichert sind. Denn will ich wirklich, dass meine Daten - zumindest gefühlt - so leicht geknackt werden können? Diese kritische Sicht, kommt mir in dem Buch ein bisschen zu kurz. Auch wenn die Autoren große Befürworter der digitalen Medizin sind, so finde ich dass sie dies zumindest hätten anschneiden müssen.

Fazit:
Ein Sachbuch, das für mich etwas zu trocken war und das die kritische Sicht auf die digitale Medizin ein bisschen vermissen ließ. Ansonsten handelt es sich um ein informatives Buch, welches eine Hilfestellung in der riesigen, unübersichtlichen Welt der Apps und digitalen Medien ist.