Posts mit dem Label RandomHouse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label RandomHouse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 2. Juni 2019

Rezension "Willkommen in Lake Success"

Titel: Willkommen in Lake Success
Autor: Gary Shteyngart
Verlag: Penguin
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3-328-60069-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,00 €


(c) Penguin
Zum Inhalt:
Barry ist besessen von Uhren. Und völlig überfordert mit seinem autistischen Sohn Shiva. Nachdem seine Firma den Bach hinuntergeht beschließt er aus seinem Leben, welches ihn zutiefst unglücklich macht, auszubrechen. Die Ehe mit seiner Frau ist am Ende und so macht Barry sich auf die Suche nach seiner Jugendliebe Layla. Für diesen Roadtrip nimmt er den Greyhoundbus und trifft dabei auf Charaktere, die ihn prägen, zum Nachdenken bringen, ihn selbst aber nur wenig verändern.


Meine Meinung:
Mir fällt es nicht ganz leicht für dieses Buch eine Rezension zu schrieben. Es handelt sich mit Abstand um den größten Flop, den ich dieses Jahr gelesen habe.


Hin und wieder lese ich gerne Geschichten über einen Roadtrip. Hier erwartete ich mir einen Roadtrip mit politischem Hintergrund. Diesen bekam ich auch irgendwie. Aber auch nur irgendwie. Über die meiste Zeit folgen wir Barry im Greyhoundbus durch Amerika. Wir begegnen gemeinsam mit ihm den verschiedensten Personen, erleben wie er hier und da eine Affäre hat. Leider ist diese Geschichte sowas von nichts sagend, dass mir eigentlich fast die Worte für eine Rezension fehlen. Die Botschaft der Geschichte hat sich mir bis zum Ende nicht erschlosse und so frage ich mich nach über 400 Seiten, wofür ich eigentlich meine Zeit verschwendet habe.


Die Charaktere sind ebenso nervig, wie nichts sagend. Da ist zum einen Seema, Barrys Frau, die sofort nach seinem Weggang eine Affäre mit ihrem Nachbarn anfängt und zudem überall den Schein wahren will. Ihr Sohn Shiva scheint ihr dabei nur peinlich und eine Last zu sein, auch wenn sie ihn liebt. Shiva ist ein autistischer dreijähriger Junge, von dem man nicht mehr mitbekommt, als dass er Wutanfälle bekommt und nur durch wenig zu beruhigen ist. Und dann ist da noch Barry selbst. Selten habe ich so einen schrecklichen Protagonisten erlebt. Egoistisch, selbstverliebt und nur an seine Uhren denkend ist dieser Mann nicht als nervtötend. Ich verstehe diesen Charakter auch überhaupt nicht, weiß nicht, was ich von ihm lernen soll, wie ich eine Verbindung zu ihm hätte finden sollen. Mehr als Geld und hin und wieder mal Sex hat er nicht im Sinn.


Der Schreibstil passt leider ins Bild und trägt einiges dazu bei, dass das Lesen für mich mehr und mehr zur Qual wurde. Er ist holprig, übertrieben und vieles wirkt zu gewollt. Es macht keinen Spaß der Geschichte zu folgen. Es gibt Bücher, die sind so gut geschrieben, dass man die Sätze förmlich aufsaugen und immer wieder lesen will. Dieses Buch gehört mit Abstand nicht dazu und ist in so ziemlich allem das genaue Gegenteil. Sehr schade um diese doch so intelligent und gut wirkende Idee.


Fazit:
Mein bisheriger Flop des Jahres. Das Lesen wurde von Seite zu Seite immer mehr zur Qual. Anstrengende Charaktere, ein extrem anstrengender Schreibstil und eine Handlung, deren Sinn sich mir bis zum Ende nicht erschlossen hat, machten dieses Buch zu einem meiner größten Negativerlebnisse.



Donnerstag, 16. August 2018

Rezension "Baby - vorher ... nachher""

Titel: Baby - vorher ... nachher"
Autor: Shiva Shaffii / Elisa Bastet
Verlag: Heyne
ISBN:  978-3-453-60413-1
Seitenzahl: 192
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Heyne
Meine Meinung:
Wer kennt das nicht? Bevor man ein Kind bekommt, sagen einem alle anderen "es wird sich so viel ändern", "genießt noch die restliche Zeit zu zweit", "schlaft nochmal so richtig schön aus", usw. Und man selbst denkt sich dann, so schlimm wird es sicher nicht werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht schlimm in dem Sinn ist, aber dennoch eine richtig krasse und heftige Veränderung, auf die man sich auch einfach nicht vorbereiten kann. Man gibt sich selbst - zumindest für eine ganze Weile - ziemlich auf und hat kaum noch Zeit für die Dinge, die man vor der Geburt getan hat. Natürlich ist hier jedes Kind und jede Eltern anders. Die einen nehmen sich die Zeit, die anderen sind von ihren Kindern so gefordert, dass sie selbst auf der Strecke bleiben,

Dieses Buch nimmt sich genau dieses Thema vor und zwar auf sehr humorvolle Art und immer mit einem Augenzwinkern. Es ist ein perfektes Geschenkt zur Geburt. Text ist kaum welcher vorhanden, dafür sind alle Seiten farbig illustriert, sodass man selbst wenn man durch das neue Baby wenig Zeit hat, immer wieder in diesem Buch blättern kann und viele Dinge zum Schmunzeln und sich selbst sicher auch oft wieder findet.

Auf humorvolle Weise stellt man fest, in wie vielen kleinen Bereichen des Lebens sich doch etwas ändert. Wie sich die Prioritäten verschieben und auf was man plötzlich zu achten beginnt. Und so haben sicherlich auch Eltern von schon etwas größeren Babys etwas zu lachen. Denn je älter das Baby ist umso mehr Seiten findet man, die einem bekannt vorkommen. Das geht von "Zeit für sich" über "Reisegepäck" bis zur Frisur und dem Essverhalten. Auf der linken Seite bekommt man immer ein aussagekräftiges Bild präsentiert, wie es vor dem Baby war und auf der rechten wie es sich mit Baby bzw. Kind verändert hat. Selbst jetzt während der Rezension musste ich nur eine Seite aufschlagen und fing schon wieder an zu schmunzeln.

Den Preis von knapp 10 € finde ich vielleicht etwas hoch gegriffen, da das Buch hierfür doch recht wenig Inhalt besitzt und auch nicht besonders aufgemacht ist. Hätte man hier eine schöne kleine Hardcoverausgabe gemacht, die perfekt zum Verschenken gewesen wäre, hätte ich es etwas schöner gefunden. So bleibt leider ein Taschenbuch, welches recht schnell die Gebrauchsspuren sehen lässt.

Fazit:
Ein äußerst amüsantes Buch, welches mich gut unterhalten hat und ein tolles Geschenk für alle (frischgebackenen) Eltern ist. Jeder von euch wird sich in der ein oder anderen Situation wiederfinden und etwas zum Lachen haben. 



Samstag, 14. April 2018

Rezension "Der kleine Teeladen zum Glück"

Titel: Der kleine Teeladen zum Glück
Autor: Manuela Inusa
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0500-5
Seitenzahl: 288
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Band 1 / 5

(c) blanvalet
Zum Inhalt:
Laurie besitzt einen Teeladen in der Valeria Lane. Einer kleinen gemütlichen Gasse, in der es ausschließlich kleine Läden gibt. Alle werden von Frauen geführt und alle sind miteinander befreundet. Einmal in der Woche treffen sie sich abends auf eine Tasse Tee bei Laurie im Laden und erzählen sich gegenseitig, was sie bewegt. Davon hat Laurie zur Zeit eine ganze Menge, denn ihr geht ihr Teehändler Barry einfach nicht mehr aus dem Kopf. Jede Woche, wenn er mit seiner Lieferung vor ihrer Türe steht, bekommt sie weiche Knie und kaum ein Wort heraus. Ihre Freundinnen können das nicht mehr mit anschauen und beschließen Laurie zu helfen und endlich Schwung in ihr Liebesleben zu bringen. Doch das wird chaotischer als alle gedacht haben.

Meine Meinung:
Ich liebe Tee und trinke, vor allem im Winter, fast täglich welchen. Und so war dieses Buch natürlich perfekt für mich. Alleine das Cover und der Klappentext strahlen eine Gemütlichkeit aus, die ihresgleichen sucht. Und so empfehle ich euch allen, schnappt euch eine Tasse Tee und dieses Buch und macht es euch auf dem Sofa gemütlich.

Laurie ist eine wunderbar warmherzige Frau, mit der ich gerne selbst befreundet wäre. Ich wünschte mir ihr, ihren kleinen Laden und die Valerie Lane gäbe es bei mir um die Ecke. Nach dem Lesen war ich noch viel wehmütiger, als ich an das Sterben der kleinen Läden dachte, denn diese Geschichte beweist einmal mehr, wie wertvoll und schön solch kleine Läden für ein Stadtbild sind. Auch ihre Freundinnen mochte ich gerne, selbst wenn man in diesem Buch noch nicht wahnsinnig viel über sie erfährt. Das liegt aber vermutlich daran, dass jeder der Damen eine eigene Geschichte gewidmet wird. Und so liegt der Fokus in diesem Buch doch sehr deutlich auf Laurie ... und natürlich Barry.

Das Zusammenspiel der beiden war einfach nur total niedlich zu beoachten. Die beiden tanzen umeinander herum, doch keiner wagt es den ersten Schritt zu machen und den anderen anzusprechen. Keiner traut sich offen zu seinen Gefühlen zu stehen und so vergehen geschlagene sechs Monate bis die Beziehung der beiden endlich die geschäftliche Ebene verlässt.

"Der kleine Teeladen zum Glück" ist ein absolutes Wohlfühlbuch. Während dem Lesen hatte ich glaube ich die komplette Zeit über ein fettes Grinsen im Gesicht. Natürlich erfindet die Autorin hier nicht das Rad neu, doch schreibt sie ihre Geschichte mit so viel Charme und Wortgewandtheit, dass es jedes Mal eine wahre Freude war, in die Valeria Lane zurück zu kehren. Ich brauchte nur wenige Seiten um von der Geschichte und vor allem der dort herrschenden gemütlichen Atmosphäre gefangen genommen zu werden. Ich freue mich so unglaublich auf Band 2 und wünschte ich hätte ihn schon hier. Da geht es dann um die Chocolaterie aus der Valeria Lane und ich befürchte irgendwie, dass mein Schokoladenkonsum beim Lesen etwas steigen wird.

Das Ende der Geschichte ist wunderbar und lässt alle, nach einigen Missverständnissen, glücklich zurück. Ich freue mich schon jetzt darauf in die Valeria Lane zurück zu kehren, denn schon auf der letzten Seiten begann ich Laurie und Barry und natürlich Lauries Freundinnen zu vermissen.

Fazit:
Ein absolutes Wohlfühlbuch. Schnappt euch eine Tasse Tee, dieses Buch und dann ab aufs Sofa und genießt die Zeit in der Valeria Lane. Ich habe es getan und freue mich schon jetzt sehr auf Band 2.

Donnerstag, 17. August 2017

Rezension "Männer Grillschule"

Titel: Männer Grillschule
Autor: Thomas Krause
Verlag: Südwest
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-517-09575-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Südwest
Meine Meinung:
Da mein Mann gerne grillt, dachte ich sofort, dass dies das richtige Buch für uns sein könnte, als ich es gesehen habe. Die Optik vom Cover finde ich recht rustikal, was aber sehr gut zum Titel und zum Thema passt.

Das Buch beginnt mit einer sehr langen Einleitung. Hier findet man allgemeine Texte übers Grillen, aber auch viele andere wertvolle Tipps und Tricks. Der Autor beschreibt z.B. verschiedenste Brennmaterialien, welches Handwerkszeug man braucht, was es für Möglichkeiten gibt zu grillen, was für Marinaden, Grillbutter, Dips usw.

Danach folgen die Kapitel mit den Grillrezepten, aufgeteilt nach der Fleischart. Also Kuhfleisch, Schwein, Geflügel & Wild, Meeresfrüchte. Auch Vegetarierer kommen hier nicht zu kurz, denn den vegetarischen Gerichten und den Salaten und Beilagen wird ebenfalls ein ganzes Kapitel gewidmet. Auch die Desserts finden ihre Beachtung. Ich bin immer wieder überrascht, was man für süße Dinge auf dem Grill machen kann.

Die Fotos, die einige Rezepte umrahmen sind ebenfalls schön gemacht. Das Fleisch wird hier toll in Szene gesetzt. Allerdings gibt es nicht zu jedem Rezept ein Foto. Normalerweise stört mich das ja bei Kochbüchern, hier finde ich es aber weniger schlimm, dass es ja eigentlich "nur" um Fleisch grillen geht.

Ebenfalls erwähnt sei noch, dass sich dieses Buch wirklich explizit an Männer richtet, was ja völlig in Ordnung ist, da der Titel das ja schon verrät. Dies wird in dem Buch weiter aufgegriffen, da die Männer immer direkt angesprochen werden. Man sollte es also als Geschenk für eine Frau vielleicht nicht unbedingt in Betracht ziehen.

Aufgemacht sind die Rezepte schön klar struktruriert, was mir gut gefällt. Es ist klar ersichtlich, wie viel Zeit und welche Zutaten man braucht. Zudem ist auch die Zubereitung selbst klar erklärt und gut verständlich. Der Autor hat bei jedem Rezept noch einen persönlichen Tipp, der dieses dann abrundet.

Fazit:
Ein schönes Buch zum Thema Grillen, welches sich allerdings ausschließlich an Männer richtet. Die Fotos sind toll und die Rezepte klar strukturiert. 

Mittwoch, 16. August 2017

Rezension "Gewürze"

Titel: Gewürze - Auswählen - Kombinieren - Schmecken
Autor: Lior Lev Sercarz
Verlag: DVA
Seitenzahl: 303
ISBN: 978-3-421-04066-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 29,95 €

(c) RandomHouse
Meine Meinung:
Da wir inzwischen recht viele Koch- und Backbücher, bzw. Bücher für die Küche haben sind wir immer wieder auf der Suche nach einem besonderen Exemplar. Denn mittlerweile hat man einfach ziemlich viel gesehen und viele Bücher gleichen sich dann doch sehr.

Dieses Gewürzebuch jedoch, ist mal wieder ein richtiges Schmuckstück fürs Regal und zum Durchblättern. Für alle, die sich für Gewürze interessieren, ist das das perfekte Geschenk. Schon das Cover ist ein echter Hingucker. Ich mag es, wenn man ein Buch so schlicht gestaltet. hier hat man einfach ein weißes Cover gewählt und darauf einzelne Gewürze platziert. So kommen diese perfekt zur Geltung.

Das Buch beginnt mit einem kurzen Vorwort, einer Einleitung und noch einigen weiteren längeren Texten zum Thema Gewürze, bspw. dem Gewürzkauf, was es für Mischungen gibt, wie man Gewürze am besten aufbewahrt.

Danach folgt der größte Teil des Buches die "Gewürze von A-Z". Hierbei widmet sich jeweils eine Doppelseite einem Gewürz. Aufgebaut sind die Seiten immer gleich. Hier bleiben wirklich keine Wünsche offen und man erfährt ganz viel wissenswertes und weiß nach dem Lesen richtig gut über die verschiedenen Gewürze Bescheid. Die Gewürze werden in ihren verschiedenen Erscheinungsformen dargestellt. Gezeichnet, im Ganzen und gemahlen. Rezepte selbst gibt es keine, jedoch Anleitungen für Gewürzmischungen.

Im Vergleich zu z.B. "Meine Küche der Gewürze" von Alfons Schuhbeck gibt es hier weniger Hinweise wofür man die Gewürze auf gesundheitlicher Ebene benutzen kann, viel mehr ist das Buch fast ausschließlich auf die Küche ausgelegt.

Mich haben wirklich vor allem die tollen Zeichnungen und Fotografien beeindruckt. Teilweise gibt es ganze Seiten mit wirklich tollen Fotos. Auch meinem Mann gefällt das Buch wirklich gut und eigentlich ist er derjenige von uns beiden der sich super in der Küche auskennt. Da er von dem Buch überzeugt ist und es als super Ergänzung zu unseren anderen Gewürzbüchern sieht, kann es einfach nur gut bewertet werden. Ein wirklich schönes Schmuckstück für unser Kochbuchregal.

Dienstag, 15. August 2017

Rezension "Wir sind schwanger"

Titel: Wir sind schwanger
Autor: Marina Fogle/Dr. Chiara Hunt
Verlag: Mosaik
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-442-39314-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 20,00 €

(c) Mosaik
Meine Meinung:
Ich habe zwar schon ein Kind, trotzdem hatte ich in meiner zweiten Schwangerschaft Lust, ein Buch zu eben jenem Thema zu lesen. Und so stieß ich auf "Wir sind schwanger", welches mir optisch sofort sehr gut gefiel. Im Untertitel heißt es "Ihr Begleiter durch Schwangerschaft, Geburt und das erste Jahr danach". Somit hat man also nicht nur in der Schwangerschaft etwas von diesem Buch, sondern auch eine ganze Weile danach noch.

Das Buch beginnt natürlich ganz klassisch mit der Schwangerschaft. Zunächst ein kurzer Überblick, wie lange diese dauert und wie groß das Baby zum jeweiligen Zeitpunkt ist. Danach bekommt jeder Monat sein eigenes Kapitel. Es wird jeweils die Entwicklung beschrieben. Zusätzlich gibt es aber noch viele andere wertvolle Tipps und Hinweise. Wie man sich fühlt, was man gegen Beschwerden machen kann, welche Beschwerdenn normal sind, was man essen kann usw. Das einzige was mich etwas irritiert hat, ist das dass dieses Buch immer von 9 Monaten spricht, dabei weiß jeder, der schon mal schwanger war, dass eine Schwangerschaft 10 Monate geht und die Woche 37-40 im 10. Monat sind.

Das Buch ist schön illustriert, immer wieder gibt es nette Bilder von Schwangeren und ihren Bäuchen, von Kindern, von den Papas usw. Hier wurde sich wirklich Mühe gegeben und viel Wert auf die Gestaltung gelegt. Auch die Gestaltung der einzelnen Kapitel gefällt mir gut. Es ist alles wunderbar übersichtlich gestaltet und so eignet sich das Buch bestens um mal etwas nachzuschlagen, was einen gerade interessiert. Ich selbst habe das Buch zwar einfach an einem Stück gelesen aber die Kapitel sind so gestaltet, dass man ganz einfach auch nur das lesen kann, was einen gerade interessiert.

Auch auf das Kapitel "Geburt" wird hier viel Wert gelegt. Es wird keine Möglichkeit ausgelassen und so wird die Leserin auf alle Eventualtiäten vorbereitet und weiß somit zumindest so ungefähr, was bei einer Einleitung oder auch einem Kaiserschnitt auf sie zukommt.

Manche Abschnitte fand ich zwar etwas merkwürdig und entsprachen nicht ganz meiner Vorstellung, aber ansonsten fand ich das Buch wirklich sehr schön und hilfreich. Ich denke gerade für Frauen bzw. Paare (es gibt auch ein extra Kapitel für werdende Papas), die ihr erstes Kind bekommen, ist dieses Buch wirklich toll. Es erklärt auf schöne Weise alles, was man zum Thema Schwangerschaft und Geburt wissen muss und ist so ein toller Begleiter für eine aufregende Zeit.

Fazit:
Ein optisch wirklich schön gestaltetes Buch, welches alles abdeckt, was man über Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach wissen muss. Gerade für Paare, die das erste Mal Eltern werden, empfehlenswert.

Rezension "Das Schmuse-Trost-Buch"

Titel: Das Schmuse-Trost-Buch
Autor: Antje Drössel
Verlag: Kösel
Seitenzahl: 168
ISBN: 978-3-466-34606-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €

(c) Kösel-Verlag
Meine Meinung:
Vom Titel her klang dieses Buch echt super und auch auf den ersten Blick fand ich es optisch echt schön. Es ist wunderbar liebevoll gestaltet. Alle Kapitel sind mit schönen Fotoaufnahmen von Babys und Illustrationen, die mir allerdings nicht so gefallen haben, untermalt.

Das Buch basiert auf dem so genannten Wellkin-Konzept, welches ich vorher so nicht kannte. Dies ist die Abkürzung für Wellness für Windelkinder. Und somit verrät ja dieses Konzept auch schon viel darüber, worum es in dem Buch geht.

Wie eben schon erwähnt sind die Illustrationen nicht so mein Fall. Die Bilder sind mir etwas zu abstrakt gezeichnet. Zudem hätte ich sie gar nicht gebraucht, da ich finde, dass die Fotos völlig ausreichen. Hier werden Baby und Mama liebevoll in Szene gesetzt. Zudem werden die Fotos dafür benutzt verschiedene Übungen zu zeigen, die man mit seinem Baby machen kann. So hat man nicht nur die schriftliche Erklärung, sondern auch eine bildliche dazu, was ich auch echt gut finde.

Manche Kapitel finde ich wirklich klasse, anderes ist mir etwas zu abgehoben. Ich finde es schön, dass verschiedene Massage-Techniken z.B. gegen Koliken aufgezeigt werden. Zudem wird viel Wert auf Rituale gelegt, die die Bindung fördern. Allerdings trifftet mir manches etwas zu sehr in die esoterische Richtung ab, was nicht so ganz mein Fall ist.

Ansonsten ist dieses Buch wirklich schön und sehr liebevoll gestaltet. Man merkt auf jeden Fall, wie viel Mühe und Liebe die Autorin in dieses Buch gesteckt hat. Die teilweise wertvollen Tipps für den Alltag mit Baby, aber auch nur für die Mama selbst, sind toll und sicher werde ich bei meinem zweiten Kind, dass bald geboren wird, einiges davon ausprobieren.

Fazit:
Ein schönes Buch, welches mir an manchen Stellen etwas zu esoterisch war, ansonsten aber schöne Tipps für die verschiedensten Massagen und Problembewältigungen enthält. Untermalt wird das ganze von wunderbaren Fotografien, die Mama und Baby toll in Szene setzen.

Sonntag, 13. August 2017

Rezension "Sie muss sterben"

Titel: Sie muss sterben
Autor: Susan Crawford
Verlag: Diana Verlag
Seitenzahl: 399
ISBN: 978-3-453-29169-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) Diana Verlag
Zum Inhalt: (übernommen von randomhouse.de)
Dana erwacht mit pochenden Kopfschmerzen. Von draußen blitzen Lichter durchs Fenster. Polizei und Notärzte blockieren die Straße. Ihre Nachbarin Celia ist tot – ermordet. Und Dana war kurz vorher bei ihr. Die beiden Frauen hatten ein paar Gläser Wein getrunken – und sich gestritten, so berichten die Anwohner. Doch daran kann Dana sich nicht erinnern. Auch nicht, wie sie zurück nach Hause gekommen ist. Panisch versucht sie, die Ereignisse zu rekonstruieren. Als dann Drohbriefe in ihrer eigenen Handschrift auftauchen, beginnt selbst ihr Mann an ihrer Unschuld zu zweifeln. Was ist an jenem Nachmittag geschehen? Und musste Celia deshalb sterben?

Meine Meinung:
Ab und an lese ich ja echt mal gerne einen guten Thriller. Zwar nicht mehr so häufig wie früher, da ich meistens zu Jugendbüchern greife, doch es kommt immer noch vor.

Hier überzeugte mich der Klappentext sofort, dass dieses Buch etwas für mich sein könnte. Dieser klang spannend, verriet aber nicht zu viel, als dass ich gleich die Lust verlor zu lesen. Auch das Cover ist recht wenig aussagekräftig, sodass man daraus nicht wirklich viel erkennen kann.

Im Gegensatz zu meinem letzten rezensierten Buch, gefiel mir hier der Schreibstil wieder richtig gut. Dieser sorgte dafür, dass ich sofort in der Geschichte drin war und kaum innehalten konnte, weil ich den Fragen aus dem Klappentext so unbedingt auf den Grund gehen wollte. Da sieht man mal wieder wie viel der Schreibstil eines Autors ausmachen kann. Das überrascht mich immer wieder.

Und auch die Protagonistin Dana gefiel mir hier weitaus besser, wie in dem zuletzt rezensierten Buch. Hier merkte ich ebenfalls sofort wieder, was es ausmacht, ob einem ein Protagonist sympathisch ist oder nicht. Ob er einem ans Herz wächst oder nicht. Ich fiebere ganz anders mit Geschichten mit, wenn ich, wie hier wieder der Fall, diesen Bezug zum Protagonisten habe. Dana ist zwar nicht so leicht zu durchschauen und natürlich fragt man sich als Leser auch, ob sie etwas mit dem Tod ihrer Nachbarin zu tun hat. Doch ich bekam trotzdem schnell einen Draht zu ihr.

Die Geschichte ist sehr spannend und als Leser weiß man oft nicht woran man ist. So viele offene Fragen, die es zu klären gibt, so viel was beantwortet werden muss. Lang bleibt man als Leser im Dunkeln. Die Autorin verrät gerade so viel, dass man unbedingt an der Geschichte dran bleiben will, aber nie zu viel. Das macht sie wirklich toll und schafft damit einen spannenden Thriller, den ich gerne gelesen habe.

Fazit:
Ein spanennder Thriller, mit einer gut ausgearbeiteten Protagonistin, der mich von der ersten Seite an fesseln und somit gut unterhalten konnte.

Sonntag, 23. Juli 2017

Rezension "Meloneneis-Sommer"

Titel: Meloneneis-Sommer
Autor: Lucinde Hutzenlaub
Verlag: cbj
Seitenzahl: 223
ISBN: 978-3-570-22589-9
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 7,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Suki muss mit ihren Eltern in den Urlaub fahren und das auch noch drei Wochen lang. Dazu hat sie überhaupt keine Lust. Obwohl es Sardinien ist, würde sie ihre Zeit viel lieber mit ihren Freundinnen verbringen. Zu allem Übel muss sie auch noch ihre Schwester und deren beste Freundin ertragen. Als sie Paolo kennenlernt ist dieser zunächst ziemlich abweisend, doch das ändert sich schnell und plötzlich ist der Urlaub für Suki gar nicht mehr so schlimm, wie zu Beginn.

Meine Meinung:
Dieses Buch klang nach einer netten Sommerlektüre. Der Titel, das Cover, die Handlung, alles klang nach einer perfekten Lektüre für den Sommer. Auch der geringe Umfang des Buches ließ auf kurzweilige Unterhaltung schließen.

Geeignet ist das Buch für Kinder ab 11 Jahren und damit ist die Zielgruppe glaube ich ganz gut getroffen. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin zwar ganz gut, doch die Handlung konnte mich nicht so richtig packen. Ich finde, dass es sich hierbei eher um ein Kinderbuch, als um ein Jugendbuch handelt, was man auch an einigen Stellen deutlich merkt. So ist die Geschichte doch sehr leicht geschrieben, es passiert wenig, sie hat wenig Tiefgang.

Suki bringt die Probleme mit, die für dieses Alter typisch sind, sie ist das ein oder andere Mal zickig und handelt eben typisch für dieses Alter, was ich auch genau richtig finde. Hutzenlaub hat hier eine authentische Persönlichkeit geschaffen, mit der sich Kinder in diesem Alter sicher gut identifizieren können.

Was mich etwas gestört hat ist der gewollt lustige Schreibstil. Ansich ist der Schreibstil der Autorin gar nicht schlecht, doch an manchen Stellen hatte ich das Gefühl sie möchte unbedingt etwas schlagfertiges, etwas lustiges einbauen, sodass ich nur die Augen rollen konnte. Ich denke aber auch, dass Kindern das vermutlich nicht auffallen wird.

Die sommerliche Geschichte ist tatsächlich gut geeignet als Strandlektüre, auch wenn sie mich nicht komplett überzeugen konnte. Ich lese ja eigentlich total gerne Jugendbücher, doch wie oben schon erwähnt, ist dieses Buch einfach sehr deutlich eher für jüngere geeignet und konnte mich somit nicht ganz überzeugen. Als nette Lektüre für Zwischendurch, vor schöner Kulisse allerdings sehr gut geeignet.

Fazit:
Ein nettes Buch für Kinder ab 11, das perfekt für den Sommerurlaub ist, mir aber etwas zu belanglos war. Für die angegebene Zielgruppe jedoch perfekt.

Freitag, 7. Juli 2017

Rezension "Eiszeit"

Titel: Eiszeit
Autor: Shelly Kaldunski
Verlag: Südwest
Seitenzahl: 112
ISBN: 978-3-517-09531-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €

Meine Meinung:
Seit ich eine Eismaschine besitze haben wir schon das ein oder andere Mal selbst Eis gemacht. Dies ist gar nicht immer so einfach. Man muss die richtige Konsistenz und den richtigen Geschmack treffen. Und so bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Rezepten und Büchern, bis ich das perfekte Eis hinbekommen habe.

Auch hier gefällt mir die Optik des Buches sehr gut. Schon das Cover macht, wie ich finde, einiges her. Es ist so ein bisschen auf altmodisch gemacht, was mir sehr gut gefällt.

Beim ersten Durchblättern dachte ich zunächst, dass es nur Rezepte mit rohem Ei gibt, was ich etwas schade finden würde. Da ich gerade schwanger bin, dürfte ich das gar nicht essen und auch sonst finde ich es gut, wenn man eine Alternative zu rohem Ei hat. Allerdings habe ich im weiteren Verlauf festgestellt, dass es auch in diesem Buch durchaus Rezepte ohne rohes Ei gibt. Ein Großteil ist zwar schon mit rohem Ei und hier hätte ich mir dann auch gewünscht, dass explizit auf Alternativen hingewiesen wird, aber da es auch einige Rezepte ohne gibt, finde ich das ganz in Ordnung.

Das Buch enthält nicht nur Rezepte für Eiscreme. Es gibt auch Rezepte für Frozen Yogurts, Sorbets und Toppings. Diese sind alle jeweils mit schönen ansprechenden Bildern untermalt.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung, die einen Überblick über die verschiedenen Eissorten enthält. Zudem gibt es ein Eis-ABC, welches einige nützliche Informationen enthält. Auch das richtige Zubehör bekommt eine eigene Seite. Hier werden vor allem die verschiedenen Eismaschinen vorgestellt, was ich sehr nützlich finde, da es da doch gravierende Unterschiede gibt. Die nächste Seite gibt einen kurzen Überblick wie Eis überhaupt gemacht und gelagert wird. Zudem gibt es Vorschläge was man für pikante und süße Mischungen selbst machen kann. So bekommt man die nötige Inspiration für viele weitere Ideen.

Die Rezepte selbst sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut. Das Rezept befindet sich auf der einen, das passende Foto auf der anderen Seite. Die Zutaten sind schön übersichtlich aufgeführt, zudem erfährt man, was man für eine Menge an Eis enthält. Alle wichtigen Hinweise sind zudem oben oder an der Seite aufgeführt, so kann man sie nicht übersehen.

Fazit:
Ein super schön aufgemachtes Eisbuch, welches verschiedenste Rezepte für Eis und Sorbets aber auch für Hippen und Co. enhält.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension "Scherbenkind"

Titel: Scherbenkind
Autor: Britt Reißmann
Verlag: Diana
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-453-35874-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Verena Sander ermittelt in Stuttgart. Ein mysteriöser Anruf eines Kindes stellt die komplette Polizei vor ein scheinbar unlösbares Rätsel. Das Kind gibt Hinweise auf einen Toten, die aber nichts konkretes beinhalten. Zudem ist das Kind unauffindbar, der Anruf kam von einer öffentlichen Telefonzelle. Die Kommissarin steht vor einem Rätsel. Nachdem auch noch eine junge Frau stirbt und das alles irgendwie zusammenhängt, muss sich Verena Sander beeilen um schlimmeres zu verhindern.

Meine Meinung:
Ein Regionalkrimi. Hin und wieder lese ich so etwas echt gerne. Und da ich selbst aus Stuttgart komme, war dieser hier genau richtig.

Es macht einfach manchmal großen Spaß in Bücher abzutauchen, deren Umgebung man kennt. Es ist toll zu beobachten, wo die Kommissare ermitteln, da ich an den meisten Stellen selbst auch schon war und so ein genaues Bild vor Augen hatte. Dies gibt der ganzen Geschichte einen sehr realistischen Charakter. Man hat das Gefühl, der Fall ist genauso passiert und nicht nur reine Fiktion. Man merkt zudem, dass die Autorin bei der Mordkommission Stuttgart arbeitet. Da ihre Erfahrungen und Erlebnisse in die Geschichte einfließen, verleihen sie dieser eine Form von Authentizität, die man als "normaler" Autor so wohl nicht hinbekommt.

Reißmann schafft es von der ersten Seite an zu fesseln und eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Durch die bekannte Umgebung und Reißmanns packenden Schreibstil, war ich sofort in der Geschichte drin. Ich muss zugeben, dass ich den Beginn zunächst etwas verwirrend fand, doch eigentlich mag ich so etwas ganz gerne. Man weiß einfach zunächst nicht, worauf der Autor hinaus will und das ist ein großartiges Gefühl. Dies vermittelt eine Form von Spannung, die mir total gut gefällt. Ich mag es, wenn ich möglichst lange im Dunkeln gelassen werde, was die Auflösung angeht und auch Reißmann schaffte es hier, mich zu überraschen und nie zu viel zu verraten.

Die Kommissarin Verena Sander mochte ich ebenfalls sehr gerne. Eine bodenständige Frau, die einem als Leser sehr schnell ans Herz wächst und mit der man unglaublich mitfiebert.

Reißmann hat hier eine packende Story geschaffen, die auch im Klappentext kaum etwas verrät. Gerade genug, um neugierig auf die Geschichte zu werden, gerade genug, um das Buch unbedingt lesen zu wollen. Doch nicht so viel, dass man in irgendeiner Form ahnt, worauf das Buch hinauslaufen könnten. Das ist wirklich großartig gemacht.

Fazit:
Dies wird sicher nicht mein letzter Regionalkrimi von Britt Reißmann bleiben. Ihre Beschreibungen von Stuttgart und ihre packenden Handlung sind sicher für jeden, der gerne Thriller liest ein Genuss - egal ob man aus Stuttgart kommt oder nicht.

Freitag, 16. Juni 2017

Rezension "Der Manipulator"

Titel: Der Manipulator
Autor: Mark Billingham
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 462
ISBN: 978-3-453-43832-3
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,99 €

(c) Heyne
Zum Inhalt:
Serienkiller Stuart Nicklin hat unendlich viele Menschen umgebracht. Wie viele? Weiß niemand. Seit er im Gefängnis ist läuft ein Monster weniger frei herum. Doch das perfide Spiel Nicklins ist noch lange nicht vorbei. Er bietet der Polizei einen Deal an. Seine Opfer wurden nie alle gefunden, und so bietet er an sie zu ihren Grabstätten zu führen. Allerdings bestimmt er den Detective, der die Mission leitet  Tom Thorne. Diesem ist klar, dass da mehr dahinter steckt und am Ende geraten alle in große Gefahr.

Meine Meinung:
Schon der Klappentext klang extrem spannend und so war es keine Frage für mich, dass mich dieses Buch interessieren würde. Ich lese zwar nicht mehr so viele Thriller wie früher, doch ab und an ist ein guter sehr willkommen.

Und dieser Thriller reiht sich definitiv bei den guten ein. Das perfide Spiel Nicklins ist von Anfang an klar, jedoch zu keinem Zeitpunkt ersichtlich. Und der Detective Tom Thorne wird in dieses Spiel mit einbezogen. Nachdem Nicklin seine Bedingung gestellt hat, ist allen - auch dem Leser - schnell klar, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Man möchte förmlich in das Buch hinein springen und die Polizei vor einem riesigen Fehler bewahren. Da das nicht möglich ist, sitzt man als Leser vor dem Buch und knabbert sich fast die Finger wund und hofft, dass doch alles gut ausgeht.

Der Autor hat einen fesselnden Schreibstil, der genau zu der Geschichte passt. Er versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen und überzeugt mit der gut zu lesenden Geschichte. Zudem schafft er es, tolle gut durchdachte Personen zu präsentieren, die mit ihren Aufgaben wachsen und somit zu keiner Zeit blass wirken.

Ich liebe Thriller die lange undurchsichtig bleiben, bei denen man als Leser bis zum Schluss vor einem Rätsel steht. Und genau das habe ich hier auch bekommen. Die Umgebung der einsamen Insel tat ihr übriges um mir immer wieder Schauer über den Rücken zu jagen und ich immer wieder zu fragen, was hinter der nächsten Ecke lauert.

Dieser Thriller ist ein wahrer Page-Turner und zudem mit einem passenden Ende ausgestattet. Gerne würde ich noch weitere Bücher über Detective Tom Thorne lesen, denn im Verlauf der Geschichte, ist er mir immer mehr ans Herz gewachsen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass daraus eine super Thriller-Reihe entstehen könnte.

Fazit:
Ein äußerst spannender Thriller, der mich bis zum Schluss überzeugen konnte. Detective Tom Thorne bietet definitiv das Potenzial für viele weitere spannenden Thriller rund um seine Person.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Rezension "Wie Himbeeren im Sommer"

Titel: Wie Himbeeren im Sommer
Autor: Cathy Bramley
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 460
ISBN: 978-3-453-41947-6
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Heyne
Zum Inhalt:
Freya hat ein relativ unruhiges Leben. In keinem Job hält sie es wirklich lange aus und ihre Berufung scheint sie noch nicht gefunden zu haben. Zwar mag sie ihren Job in einem kleinen Café, doch für immer möchte sie das auch nicht machen. Als ihr Onkel einen Unfall hat, eilt sie ihm zu Hilfe, denn er besitzt eine Farm und schafft die Aufgaben dort alleine nicht mehr. Schnell merkt sie jedoch, dass dies nicht sein einziges Problem ist. Kurzerhand entschließt sich Freya alles hinter sich zu lassen und die Farm ihres Onkels zu retten.

Meine Meinung:
Als ich das Cover dieses Buches sah, war ich sofort hin und weg. Ich wusste, dies würde die perfekte Sommerlektüre sein. Ohne den Inhalt zu kennen, musste ich es einfach haben. Coverliebe auf den ersten Blick.

Und zum Glück wurde ich vom Inhalt nicht enttäuscht. Ich bekam genau das, was ich erwartet hatte. Eine leichte Sommerlektüre, die zum Träumen einlädt und einen für ein paar Stunden den Alltag vergessen lässt. Der leichte Schreibstil der Autorin, der wunderbar bildhaft ist, ließ schnell ein Bild der Farm von Freyas Onkel vor meinem inneren Auge entstehen. Ich fühlte mich bereits nach wenigen Seiten so, als wäre ich selbst bereits dort gewesen. Die Autorin schaffte es, dass mir zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde, selbst wenn mal nicht so viel geschah. Dies machte sie dann durch wunderbare Landschaftsbeschreibungen und kleine Details wett.

Ich finde ja immer, dass eine Geschichte unglaublich von den Protagonisten lebt. Diese können so viel positives vermitteln oder aber auch eine ganze Geschichte kaputt machen. Hier war zum Glück ersteres der Fall. Freya war mir von der ersten Seite an sympathisch. Ihre chaotische, etwas unorganisierte, aber doch auch wieder sehr frische Art, war herrlich erfrischend und machte wahnsinnig viel Spaß. Ihre Arbeit im Café hätte gut und gerne noch 50 Seiten weitergehen dürfen, so gerne habe ich sie dabei beobachtet.

Natürlich ist die Geschichte auch an der ein oder anderen Stelle vorhersehbar und manche Dinge waren mir schon nach dem Lesen des Klappentextes klar. Doch dies tat dem schönen Leseerlebnis keinerlei Abbruch. Das Buch war trotzdem einfach nur schön zu lesen.

Ich empfehle diese Geschichte jedem, der auf der Suche nach einer leichten Sommergeschichte ist und dabei nicht allzu große Ansprüche hat. Das Buch lässt einen vom Sommer träumen und die Sonne im Liegestuhl genießen. Die perfekte Lektüre für einen Urlaub am Strand.

Fazit:
Ein leicht zu lesender Sommerroman, der mir große Freude gemacht hat. Die Protagonistin Freya ist wunderbar zu beobachten und ich habe sie auf ihrem Weg wirklich gerne begleitet. Der gut zu lesenden, sehr bildhafte und leichte Schreibstil der Autorin macht dieses Buch zur perfekten Sommerlektüre.

Sonntag, 23. April 2017

Rezension "Beerenglück für Genießer"

Titel: Beerenglück für Genießer
Autor: Karl Newedel
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 75
ISBN: 978-3-8094-3632-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 4,99 €

(c) Bassermann
Meine Meinung:
Jetzt kommt ja dann endlich der Sommer wieder. Warme Temperaturen, was könnte besser dazu passen, als leckere süße, oder auch mal saure Beeren. Genau aus diesem Grund, konnte ich mich sofort für dieses Buch begeistern, als ich es zum ersten Mal sah.

Allein das Cover ist schon der absolute Hingucker. Hier hat der Fotograf sich alle Mühe gegeben und die Beeren so superlecker in Szene gesetzt, dass man am liebsten sofort loslegen müsste. Kaum hatte ich das Buch aus der Verpackung geholt, musste ich auch sofort darin blättern.

Der Autor beginnt mit einer kurzen Einführung, zu den wichtigsten Beeren und dann geht es auch schon mit dem Rezepteteil los. Dieser ist, nicht wie ich es kenne, in verschiedene Kategorien unterteilt. Die Rezepte folgen einfach nacheinander, was ich zunächst etwas irritierend fand, da dadurch so ein bisschen der Überblick fehlt.

Jedes Rezept ist gleich aufgebaut. Eine Seite nimmt das Rezept selbst ein, die andere Seite ziert ein schönes Foto, das wirklich sehr ansprechend gemacht ist. Die Zutaten sind oberhalb des Rezeptes wunderbar ersichtlich. Zudem sieht man auf den ersten Blick, wie lange man für die Zubereitung braucht und wie viele Portionen das Rezept ergibt.

In diesem Buch findet man wirklich die verschiedensten Dinge, die man mit Beeren machen kann. Ob gebackenes, Getränke oder verschiedene Cremes. Auf den ersten Blick dachte ich erst, dass da gar nicht so viel dabei ist, was meinem Geschmack entspricht, doch beim zweiten Blättern änderte sich dieser Eindruck sehr schnell. Ob Himbeerpavola, Himbeer-Tiramisu-Torte, Schoko-Johannisbeer-Schnitten oder Waffeltorte mit Zitronencreme. Wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen? Ich finde der Sommer kann definitiv kommen und diese erfrischenden Köstlichkeiten werden nicht nur einmal auf unserem Tisch landen.

Fazit: 
Ein Beerenkochbuch zu einem supergünstigen Preis, das superleckere Rezepte und wunderschöne Bilder bereithält. Die wichtigsten Dinge sind in jedem Rezept auf den ersten Blick ersichtlich, lediglich die Gesamtstruktur des Buches könnte etwas besser sein.

Samstag, 22. April 2017

Rezension "Magische Smoothies"

Titel: Magische Smoothies
Autor: Gabriele Redden
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 76
ISBN: 978-3-8094-3777-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 7,99 €

(c) Bassermann
Meine Meinung:
Smoothies sind gerade im Sommer besonders lecker. Und jetzt kommt ja dann endlich wieder die Zeit, in der man entspannt, im Garten in der Sonne sitzt und so ein gekühlter Smoothie nicht nur lecker schmeckt, sondern auch noch gesund ist.

Ich besitze zwar schon das ein oder andere Smoothiebuch, doch natürlich bin ich auch immer wieder auf der Suche nach Inspiration. Und so stieß ich auf dieses neu erschienene Buch aus dem Bassermann-Verlag.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich alleine das Cover schon richtig schön finde. Es macht Lust auf Smoothies, Lust, diese selbst auszuprobieren. Die schönen Fotos setzen sich im Inneren des Buches fort. Die Gestaltung der einzelnen Seiten gefällt mir wirklich gut. Die Bilder sind ansprechend, die darauf abgebildeten Smoothies schön in Szene gesetzt.

Auch die Rezepte selbst klingen schon auf den ersten Blick ansprechend. Die Namen sind wirklich schön gewählt. Ob "Schneewittchen", "Elfensommer", "Walpurgisnacht" oder auch "Prinzessin Papaya". Diese Namen machen einfach Lust darauf, die Smoothies selbst auszuprobieren. Schaut man sich die Zutaten an, läuft einem in den meisten Fällen das Wasser im Mund zusammen. Ich denke jeder wird in diesem Buch etwas finden, was den eigenen Geschmack trifft und das bei dem nur kleinen Preis von 7,99 €.

Zusätzlich zu den Zutaten, die wirklich sehr präzise aufgezählt sind, findet man noch die Nährwertangaben und interessante Infos zu in einem kleinen Kreis. Hier steht, dann entweder, welche Früchte man gegeneinander austauschen kann, oder auch einfach nur interessante Vitamininformationen zu den jeweiligen Smoothies.

Trotz dieser vielen positiven Punkte, konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Dies liegt vor allem am Grundton den die Autorin in diesem Buch auffährt. Man könnte natürlich schon vom Titel "magische" Smoothies daraus schließen, dass hier mehr in die Getränke interpretiert wird, als ich es tun würde. So finde ich die Texte die jeweils unter den Titel stehen häufig sehr merkwürdig und irritierend. Die Eigenschaften wie mehr Schönheit, Selbstvertrauen und und und, die einigen dieser Smoothies zugesprochen werden, halte ich gelinde gesagt für Quatsch.

Nach dem Rezepteteil geht es dann genau in dem Ton weiter. "Die Magie der Früchte, Gemüse und Kräuter" beschreibt genau das, was man nach dieser Überschrift erwartet. Da findet man dann zu jeder Zutat den passenden Planeten, das passende Element und  die passenden magischen Kräfte. Dies ist einfach ein Thema, das mich nicht wirklich erreicht und mit dem ich nichts anfangen kann. Hier will ich gar nicht anzweifeln, dass Obst, Gemüse und Kräuter gewisse "Dinge" können, doch die Formulierungen in diesem Buch finde ich einfach ein bisschen over the top.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Autorin natürlich noch beschreibt, was man für die Zubereitung von Smoothies benötigt und wie diese am besten gelingen. Zudem gibt sie auf den letzten beiden Seiten 10 Tipps rund um die Smoothieszubereitung, die durchaus hilfreich sind.

Bis auf die magische Komponenten in dem Buch, mit der ich einfach nichts anfangen kann, ist dieses Buch von der Optik und den Rezepten her, gelungen und animiert dazu jedes einzelne Rezept selbst auszuprobieren. Ich freue mich schon auf heiße Sommertage und gekühlte Smoothies. 

Fazit:
Ein Smoothiebuch, das vor allem durch die Optik, die schönen Rezeptnamen und die leckeren Kreationen punkten kann. Die magische Komponenten die die Autorin in das Buch mit einbringt, war mir etwas zu übertrieben, aber das muss jeder selbst entscheiden, ob er damit etwas anfangen kann, oder eben auch nicht.


Donnerstag, 20. April 2017

Rezension "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs"

Titel: Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs
Autor: Sina Pousset
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-442-15907-9
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,99 €

(c) Goldmann
Meine Meinung:
Fernbusreisen. Liegt gerade ja voll im Trend. Ich muss gestehen, ich habe selbst noch nie eine gemacht. Zum Einen weil ich nicht mehr so viel unterwegs bin und zu Anderen weil ich mich die Vorstellung und die Erzählungen von anderen doch etwas abgeschreckt haben.

Ich weiß jetzt nicht, ob dieses Buch meine Einstellung besser gemacht hat *haha*. Die Autorin beschreibt ziemlich offen und schonungslos, was ihr alles so während ihrer Fernbusreisen passiert ist und vor allem, jedes Mal aufs Neue passiert. Dabei bleibt sie aber immer humorvoll, sodass man als Leser extrem viel zu lachen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und super zu lesen. Er macht das Buch zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen, auch wenn mich die Erzählungen nicht über die komplette Zeit fesseln konnten. Ich denke, wenn man selbst öfters Fernbus fährt, hat man noch mehr Spaß an dem Buch, da man sich in einige Situationen gut hinein versetzen kann.

Mit ihrem erfrischenden Schreibstil beschreibt die Autorin viele verschiedene Situationen, die einem während einer Reise mit einem Fernbus passieren können. Sei es grundsätzlich die Suche nach dem Bus, die Mitfahrenden mit ihren verschiedenen Macken, die Suche nach dem WLan oder dem Klo. Immer wieder musste ich herzlich lachen und fühlte mich gut unterhalten.

Das Buch eignet sich durch seine Kurzweiligkeit bestens für ebenso eine Fernbusreise. Die 250 Seiten sind schnell verschlungen und man traut der Autorin durchaus zu noch mehr Bücher mit ihrer herrlichen Schreibweise zu schreiben.

Fazit:
Ein kurzweiliges Buch, das unterhaltsam die verschiedenen Probleme und Situationen schildert, die einem bei einer Fernbusreise begegnen können. Gerade für Menschen, die selbst öfters mit Fernbussen unterwegs sind ist dieses Buch ein wahres Vergnügen. Mich selbst hat es auch gut unterhalten, konnte aber nicht über die komplette Zeit fesseln.

Mittwoch, 29. März 2017

Rezension "Die Ungehörigkeit des Glücks"

Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Autor: Jenny Downham
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-570-10292-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) C.Bertelsmann
Zum Inhalt: (übernommen von Randomhouse.de)
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück … (c) Randomhouse.de

Meine Meinung:
Bisher habe ich noch kein Buch von Jenny Downham gelesen, doch immer wieder gehört, dass sie richtig toll schreiben kann.

Dies kann ich nun nach dem Lesen dieses Buches definitiv bestätigen. Die Autorin weiß das Leben der 17-jährigen Katie auf eine berührende Art zu schildern, die wohl niemanden kalt lassen wird. Besonders viele Emotionen erhält die Geschichte durch die Alzheimerkranke Oma von Katie. Das dies kein einfaches Thema ist, weiß wohl jeder von uns. Umso beeindruckender ist es, wie Downham mit dem Thema umgeht. Sie beschönigt nichts und zeigt die nackte Wahrheit. Die Großmutter macht mal peinliche, mal unverständliche Dinge und dann ist sie kurze Zeit wieder sie selbst. Dies schildert Downham auf ihre ganz eigene Art und trifft dabei genau den richtigen Ton.

Von der ersten Seite an nahm mich die Geschichte um die drei Frauen gefangen. Katie und Caroline haben sowieso kein ganz einfaches Leben, da Caroline Katie und ihren etwas zurückgebliebenen Bruder alleine erzieht. Als dann auch noch Mary in ihr Leben platzt passt das vor allem Caroline so gar nicht. Katie ist dem allen gegenüber deutlich mehr aufgeschlossen. Schon durch den Klappentext wird klar, dass es ein Geheimnis gibt. Dieses zu ergründen macht Katie sich zur Aufgabe. Zudem ist sie nicht bereit ihre Großmutter einfach so vor sich hin vegetieren zu lassen, viel mehr möchte sie ihr noch viele Momente des Glücks schenken.

Dies machte Katie von der ersten Seite an zu einer beeindruckenden Persönlichkeit. Natürlich hat auch sie zunächst Schwierigkeiten mit der Alzheimererkrankung umzugehen. Jedoch merkt man als Leser schnell, wie reif Katie für ihr Alter schon ist und wie schnell sie sich zudem entwickelt. Alle drei Frauen haben ganz eigene tiefe Persönlichkeiten, die Downham ebenfalls wunderbar zu schildern weiß.

Dieses Buch hat wahrlich kein leichtes Thema. Doch dem Alzheimer gegenüber steht die Ungehörigkeit des Glücks. Dies ist ein wunderbarer Gegensatz, der das Buch zu einem wunderbaren Erlebnis macht. Dieses Buch wird sicher nicht mein letztes der Autorin bleiben.

Fazit:
Ein gut geschriebenes Buch mit Tiefgang, welches ein nicht ganz einfaches Thema sensibel behandelt. 

Montag, 19. Dezember 2016

Rezension "Mein Babyalbum"

Titel: Mein Babyalbum
Verlag: Kösel
Seitenzahl: 80
ISBN: 978-3-466-31073-9
Einbindungsart: Hardcover mit Schleife zum Zubinden und Einstecktasche
Preis: 14,99 €

(c) Kösel
Meine Meinung:
Wir hatten zwar schon ein Fotoalbum, aber irgendwie hat mir noch ein Buch gefehlt, in das ich die ganzen Daten, die ich sonst nur auf Schmierzetteln notiert habe, eintragen konnte, wie z.B. der erste freie Schritt usw.

Als ich entdeckte dass es ein neues Buch aus dem Köselverlag gibt, welches zwar schlicht aber schön aufgemacht ist, dachte ich mir gleich, das wird das richtige sein. Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist wirklich super und bietet unglaublich viele Möglichkeiten, Daten seines Kindes oder auch Erinnerungen einzutragen, damit man sie nicht vergisst. Teilweise stößt einen das Buch auch auf Dinge, auf die man sonst selbst wohl nie gekommen wäre.

Das Buch ist in verschiedene Rubriken eingeteilt, die jeweils mit einem schönen Spruch beginnen. Da gibt es zunächst das Kapitel "Familienbande", in dem sich die Mutter und der Vater mit ihren Daten verewigen können. Zudem gibt es verschieden Fragen zur Beziehung der Eltern und der restlichen Familie. Als nächstes folgt das Kapitel "Auf dem Weg" mit Fragen zur Schwangerschaft. Man hat bei jeder Frage genug Platz um sie zu beantworten, jedoch auch nicht zu viel, als dass ganz viel frei bleibt, wenn einem nicht genug einfällt. Das finde ich einen schönen Mittelweg.

Das Kapitel "Willkommen" beschäftigt sich natürlich mit dem neuen Erdenbürger selbst und den Daten seiner Geburt. Vieles sollte man wirklich zeitnah ausfüllen, denn man vergisst doch vieles wieder, was doch sehr schade ist beim diesem schönen Erinnerungsbuch. Das Kapitel "Gestatten" lässt Platz für Dinge, die mit der Namenswahl zu tun haben. Immer wieder gibt es auch freie Seiten, auf denen ein Foto platz findet. Sollte man mal zu viele Fotos haben, was wohl bei den meisten Eltern der Fall ist, finden diese in der Einstecktasche ganz am Ende des Buches Platz.

Dann gibt es da noch die Kapitel "Endlich Zuhause" und für mich ganz besonders interessant "Meilensteine". Das Kapitel "Meilensteine" ist sehr umfangreich, was ich klasse finde. War doch genau dieses Thema vor allem der Grund, weswegen ich so ein Buch wollte. Alles zum Thema Schlafen, Essen, Wickeln und wichtige Entwicklungsschritte, findet hier seinen Platz. Auch hier hat man wieder viel Platz um passende Fotos zu jeweiligen Lebensabschnitten einzukleben.

Was ich ebenfalls eine schöne Idee finde, ist dass das Buch auch Platz für einen Fuß- und einen Handabdruck lässt. Zudem gibt es eine Tabelle in die man die verschiedenen Größen nach Alter eintragen kann. Das Buch endet mit dem Kapitel "Geschmackssachen", welches Raum lässt für alle Dinge, die das Kind mag oder auch nicht, sei es Spielzeug, Lieder oder auch Freunde.

Die schöne Schleife mit der das Buch geschlossen wird, macht daraus auch ein super Geschenk zur Geburt. Ich finde es klasse, wenn man für jedes Kind, so ein Buch hat. Denn wie schnell vergisst man Dinge, die in dem Moment eigentlich sehr wichtig waren. Gefühle gehen so schnell verloren, darum finde ich es super, diese schriftlich in einem Buch festzuhalten.

Fazit:
Dieses Buch von Kösel ist rundum gelungen. Es bietet Platz für alle wichtigen Momente, Erinnerungen, Daten und Fakten und wird sicher für das Kind sehr interessant, wenn es mal größer ist. Von mir eine klare Empfehlung!

Sonntag, 18. Dezember 2016

Rezension "Lieblingstiere zum Häkeln"

Titel: Lieblingstiere zum Häkeln
Autor: Isabelle Kessedjian
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 95
ISBN: 978-3-572-08204-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) RandomHouse
Meine Meinung:
Da ich ja schon eine ganze Weile gerne häkle und mittlerweile auch ein kleines Kind habe, sprang mir dieses Buch sofort ins Auge. Sofort stellte ich mir vor wie mit den kleinen Tieren gespielt wird, was man alles mit ihnen machen kann.

Als das Buch bei mir ankam, schaute ich sofort hinein. Die Aufmachung ist wirklich sehr süß. Zunächst einmal werden alle Tiere, für die es in diesem Buch Anleitungen gibt vorgestellt. Und dabei gibt es nicht nur ein einfaches Bild des Tieres, nein viel mehr wird es total schön in Szene gesetzt. Ob beim Wäscheaufhängen oder im Wald mit anderen Tieren zusammen, im Garten oder am Lagerfeuer. Den Tieren wird so richtig Leben eingehaucht und man will einfach nur sofort mit häkeln loslegen.

Nach den vielen Bildern, die mehr als die Hälfte des Buches einnehmen, kommen einige kurze Grunderklärungen, wie z.B. Maschenarten, Abkürzungen und ein kleiner Leitfaden zu den verschiedenen Häkeltechniken. Danach findet man eine Doppelseite auf der genau erklärt wird, welches Garn man für welches Tier braucht. Hier kommt dann auch mein erster Kritikpunkt ins Spiel. Von den Garnarten die dort genannt werden habe ich noch nie etwas gehört. Dies wäre ja eigentlich nicht so schlimm, wenn wenigstens dabei stehen würde, welche Lauflänge das Garn hat. Dies kenne ich so aus anderen Büchern, denn dann kann man sich die Art der Wolle selbst raussuchen. Ich habe dann einfach mal frei Schnauze losgelegt und Gar genommen, das ich da hatte und mit dem ich schon viele Tiere gemacht habe.

Als nächstes folgen dann die Erklärungen der Grundelemente, wie Kopf, Körper usw. Denn die sind bei fast allen Tieren gleich. An den Erklärungen habe ich nichts auszusetzen, diese sind vergleichbar mit anderen Häkelbüchern und für Häkelerfahrene gut zu verstehen. Auch für Häkelanfänger, die die Erklärungen der Abkürzungen lesen, sollte das keine Schwierigkeit darstellen. Allerdings habe ich relativ schnell einen Fehler in meiner Arbeit entdeckt und so oft ich die Anleitung auch lese, scheint es leider wirklich an ihr zu liegen und nicht an mir. Die Beine des Tieres bleiben in der Mitte offen, was sich zwar im Nachhinein korrigieren lässt, aber doch irgendwie auch sehr ärgerlich ist.

Die Tiere selbst gefallen mir nicht alle. Es gibt jedoch einige, die ich wirklich sehr nett finde. Diese werden sicher nach und nach in unseren Haushalt einziehen. Vor allem die schönen Fotos, die die Tiere lebendig werden lassen, machen Lust aufs Häkeln.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nicht vollständig überzeugen konnte. Zwar gefallen mir einige Tiere sehr gut, doch finde ich die Beschreibungen der Garne nicht wirklich gelungen und auch bei den Anleitungen habe ich einen Fehler entdeckt. Ansonsten wirklich ein schönes Buch, um das Kinderzimmer um einige selbst gemachte Tiere zu bereichern.

3,5 Kerzen

Mittwoch, 10. August 2016

Rezension "The Choice - Bis zum letzten Tag"

Titel: The Choice - Bis zum letzten Tag
Autor: Nicholas Sparks
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-41979-7
Seitenzahl:415
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) RandomHouse

Zum Inhalt:
Travis Parker ist überzeugter Single. Zwar haben alle seine Freunde Familie, doch für ihn war die richtige einfach noch nicht dabei. An die große Liebe glaubt er sowieso nicht, zudem genießt er seine Freiheit. Als er seine Nachbarin Gabby Holland kennenlernt, ändert sich das jedoch schlagartig. Sie gefällt ihm auf Anhieb und so versucht er immer wieder sich mit ihr zu treffen. Doch Gabby ist in einer festen Beziehung und hat eigentlich nicht vor, diese aufzugeben. Als Travis beginnt um sie zu kämpfen merkt sie jedoch, dass sie auch mehr Gefühle für ihn hat als sie anfangs zugeben wollte. Doch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt. 

Meine Meinung:
Ich glaube "The Choice" ist mein erstes Buch von Nicholas Sparks. Zwar habe ich schon einige Verfilmungen seiner Geschichten gesehen, doch gelesen habe ich noch keines. Also wollte ich bevor ich diese Verfilmung schaue, endlich auch mal die Buchvorlage lesen.

Sparks Schreibstil ist gut zu lesen. Die Geschichte schön flüssig erzählt. Allerdings weißt sie mir vor allem am Anfang zu viele Längen auf. Die Geschichte kommt nicht so richtig in Schwung, es wird viel um den heißen Brei herum erzählt.

Travis mochte ich von Anfang an. Er ist ein sympathischer Mann, der fest im Leben steht und genau weiß, was er will. Gabby hingegen kam mir immer mal wieder wie ein kleines bockiges Kind vor, dass nicht so genau weiß, was es eigentlich vom Leben erwartet. Im Verlauf der Geschichte wurde sie mir jedoch etwas sympathischer.

Leider fiel es mir oft schwer wirklich lange an der Geschichte dran zu bleiben. Da die Geschichte über sehr lange Zeit einfach nicht vorwärts kommt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Travis. Zunächst trifft man ihn kurz in der Gegenwart an, doch schnell beginnt er zu erzählen, wie er und Gabby sich kennengelernt haben. Das ist zwar durchaus interessant zu verfolgen, doch hätte man das meiner Meinung nach irgendwie kürzer fassen können. Später kehrt Travis wieder in die Gegenwart zurück, was jedoch nur einen sehr kleinen Teil der Geschichte ausmacht.

Hier muss ich jedoch zugeben, dass es recht überraschend wird. Natürlich war von Anfang an klar, dass irgendwelche Schwierigkeiten auftreten werden, irgendwelche Steine ihren Weg kreuzen, doch trotzdem war ich dann überrascht was passierte und fieberte plötzlich sehr mit. Auf einmal flog die Geschichte recht schnell dahin, da ich unbedingt wissen wollte, wie sie ausgeht.

Das Buch ist kein so richtig packendes, doch irgendwas hat der Schreibstil von Nicholas Sparks das gewisse Etwas. Ein schönes Wohlfühlbuch, das zwar nicht immer zu fesseln weiß, aber trotzdem Spaß gemacht hat. Ich werde sicher nochmal etwas von ihm lesen, denn seine Art zu schreiben, mag ich wirklich gerne. 

Fazit:
Ein Buch, das mich nicht ganz überzeugen konnte, da stellenweise die Spannung fehlte und es etwas langatmig wurde. Trotzdem hat es mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen und wird sicher nicht mein letztes Buch von Nicholas Sparks gewesen sein.