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Sonntag, 29. September 2019

Rezension "Nova & Avon - Avons Rückkehr"

Titel: Nova & Avon - Avons Rückkehr
Autor: Tanja Voosen
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-551-65382-6
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 13,00 € / 7,99 €
Alter: ab 11
Band: 2/2

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Und da dachte Nova sie wäre Avon endgültig los. Weit gefehlt, denn Nova hat ein Problem - ihre Eltern sind weg. Und dabei kann ihr niemand geringeres helfen als Avon. Also wird diese fix wieder hergezaubert, doch was Nova und ihre Freundin Fee sich damit einbrocken, damit hatten sie so gar nicht gerechnet. Ob Nova ihre Eltern unversehrt wieder finden wird?

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Reihe rund um Nova und Avon. So wie ich es verstanden habe, ist dies wohl gleichzeitig auch der letzte Teil.

Den ersten Band fand ich wirklich ganz nett und unterhaltsam zu lesen und auch dieser zweite Band liest sich definitiv gut, denn ich mag einfach den Schreibstil von Tanja Voosen sehr gerne. Sie schreibt so herrlich locker leicht und immer mit einer Prise Humor. Das gefällt mir sehr gut.

Trotzdem hat mir dieser zweite Band nicht ganz so gut gefallen wie der erste. Ich glaube dies lag vor allem an der Handlung, die zwar durchaus spannend war, aber mir leider auch etwas zu übertrieben. Gerade der Showdown ist schon sehr actionreich und hektisch. Es wirkte alles etwas gewollt und das hat mir dann nicht so richtig gefallen.

Ansonsten ist die Handlung ganz okay, aber irgendwie konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht so richtig packen. Ich denke, es fehlte mir einfach auch etwas an Spannung, da ich vieles sehr vorhersehbar fand. Die Grundidee mit Nova und ihrem bösen Zwilling finde ich nach wie vor sehr gut. Ich finde dass die Idee tatsächlich viel Potential hat und man noch viel mehr daraus hätte machen können. Allerdings darf man natürlich auch nicht vergessen, dass dies ein Kinderbuch ab 11 Jahren ist und somit mit dem Spannungsgrad auch etwas vorsichtig umgegangen werden muss.

Ich muss zugeben, dass ich es manchmal echt schwer finde, das zu formulieren, warum mich ein Buch nicht so richtig gekriegt hat. Das ist dann mehr so ein Gefühl beim Lesen, das man nicht so in Worte fassen kann. Ich denke viele Leser von euch kennen das Gefühl. Entweder man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen, muss ständig daran denken und will die ganze Zeit darin lesen, oder eben eher nicht. Und dieses Buch gehörte so leid es mir tut, eher zur zweiten Kategorie.

Ich finde es trotzdem schade, dass kein weiterer Band mehr erscheinen wird, denn wie oben schon erwähnt, mag ich den Schreibstil und die Ideen von Tanja Voosen sehr gerne und freue mich jedes Mal wieder, wenn ich ein neues Buch von ihr in der Hand  haben.

Fazit:
Ein zweiter Band, der nicht ganz an den ersten heranreicht. Trotz des super zu lesenden Schreibstils fehlte mir etwas die Spannung, zudem war das Ende etwas zu übertrieben. Trotzdem schade, dass es keinen weiteren Band geben wird.


Mittwoch, 26. Dezember 2018

Rezension "Vielleicht dürfen wir bleiben"

Titel: Vielleicht dürfen wir bleiben
Autor: Ingeborg Kringeland Hald
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 112
ISBN:978-3-551-55597-7 
Einbindungsart: Hardcover / Taschenbuch / ebook
Preis: 9,99 |€ / 5,99 € / 5,99 €
Alter: ab 11
(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Albin ist elf Jahre alt. Er ist vor fünf Jahren, gemeinsam mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern aus Bosnien geflohen. Jetzt soll die Familie zurückgeschickt werden. Doch Albin hat vor nichts mehr Angst und flieht kurz vor der Abreise in die Wälder. Schnell findet er einen Bus, der ihn weit wegbringt. Als er dann noch als blinder Passagier in einem Auto mitfährt, scheint seine Flucht geglückt. Doch das Leben ganz alleine auf der Flucht, im tiefsten Winter, ist hart und Albin ist kurz davor zu erfrieren. Ganz in der Nähe jedoch, machen zwei Mädchen mit ihren Großeltern Urlaub. Vielleicht können die ihm helfen und ganz vielleicht dürfen Albin und seine Familie ja doch bleiben?

Meine Meinung:
Bei diesem Buch musste ich sehr sehr lange überlegen, ob ich es wirklich lesen soll. Irgendwie sprachen mich weder das Cover, noch der Klappentext besonders an. Auf eine Geschichte, die von einer Flucht vor dem Krieg erzählt, hatte ich auch eigentlich keine Lust. Doch irgendwas brachte mich dazu, doch zu dem Buch zu greifen und ich bin sehr froh darüber.

Denn die Geschichte war richtig gut. Viel besser, als ich von diesem kurzen Buch erwartet hätte, viel berührender als ich angenommen habe.

Der Schreibstil der Autorin bzw. dessen Übersetzung ist richtig super. In letzter Zeit, gab es kaum ein Buch, in dem ich so schnell drin war, wie in diesem. Ich brauchte keine ganze Seite, schon war ich völlig gefangen genommen und gefesselt von der Geschichte und wollte das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Albin. Er erzählt abwechselnd von seiner Flucht in der Gegenwart und von seiner Flucht in der Vergangenheit. Beide Szenerien fand ich sehr spannend und lesenswert. Die Vergangenheit, den Krieg in Bosnien, vor dem er mit sechs Jahren flieht, ist heftig. Die Szenen recht detailliert und erschreckend. Nicht nur einmal musste ich schwer schlucken und ich denke schon, dass diese Thematik für Kinder der Zielgruppe recht heftig ist. Denn es stirbt nicht nur eine Person direkt vor Albins Augen.
Auch die Gegenwart ist super zu lesen und ich fing schnell an mit Albin mit zu fiebern. Denn nichts wünschte ich dem kleinen Jungen mehr, als dass er endlich zur Ruhe kommen und sesshaft werden darf. Sein Mut beeindruckte mich schwer und sein Durchhaltevermögen war einmalig. Mit beeindruckender Willensstärke hält Albin sich in der Wildnis mutterseelenallein über Wasser.
Auch das Ende gefiel mir wirklich gut. Es ist voller Hoffnung und schafft einen positiven Abschluss, zu der doch sonst recht düsteren Geschichte. Es passt perfekt zu dem Buch, ist nicht zu kitschig, lässt den Leser aber mit einem guten Gefühl zurück.

Fazit:
Ein richtig tolles Buch. Viel besser, als ich nach dem Lesen des Klappentextes erwartet hätte. Toller Schreibstil, tolle Charaktere und eine in sich stimmige und runde Handlung mit einem schönen Ende.



Samstag, 22. Dezember 2018

Rezension "Feo und die Wölfe"

Titel: Feo und die Wölfe
Autor: Katherine Rundell 
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3-551-55686-8
Einbindungsart: ebook / Hardcover
Preis: 10,99 € / 14,99 €
Alter: ab 11

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Feo und ihre Mama sind Wildwolfer. Sie leben draußen im Wald und wildern gezähmte Wölfe wieder in die freie Wildbahn aus. Doch eines Tages erlässt der Zar von Russland ein Gesetz, welches genau das verbietet. Feo und ihre Mama sollen fortan alle Wölfe töten, die zu ihnen gebracht werden. Doch die beiden weigern sich und machen so einen brutalen Soldaten des Zaren auf sich aufmerksam. Feos Mutter gerät in Gefangenschaft und Feo ist auf sich allein gestellt. Gemeinsam mit ihren Wölfen will sie alles dafür tun, ihre Mutter zu befreien.

Meine Meinung: 
Bei "Feo und die Wölfe" machte mich vor allem der Klappentext sehr neugierig. Ein Buch über gezähmte Wölfe, die ausgewildert werden sollten, klang sehr interessant.

Doch leider muss ich zugeben, dass ich zu Beginn echte Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Ich kam mit der Art zu erzählen überhaupt nicht klar und fand die Geschichte auch nicht besonders spannend oder fesselnd. Eher plätscherte sie so dahin, auch wenn durch die Festnahme von Feos Mutter recht viel Action in der Erzählung war. Doch irgendwie packte mich die Geschichte nicht so recht und ich unterbrach sie einige Male um etwas anderes zu lesen.

Auch Feo selbst fand ich ziemlich anstrengend. Komischerweise berührte mich ihre Geschichte recht wenig. Denn ihre Art machte sie einfach nicht besonders sympathisch, auch wenn das sicher daran lag, dass sie sehr wenig Kontakt mit anderen Menschen hatte. Von daher muss ich der Autorin ein Kompliment machen. Die Charaktere sind auf jeden Fall sehr glaubwürdig geraten. Alle haben einen sehr kantigen und unverwechselbaren Charakter. Man merkt dass die Personen gut durchdacht sind und die Autorin sich viele Gedanken darüber gemacht hat, wie sie aufgrund ihrer Persönlichkeit auf den Leser wirken müssen.

Das Schicksal der Wölfe ging mir tatsächlich deutlich näher, als dass der Menschen in der Geschichte. Denn die Wölfe machen ganz schön etwas mit und überleben auch nicht alle, was ich sehr traurig fand. Hier muss man auch sagen, dass die Geschichte recht brutal ist. Es fließt Blut, wird immer wieder geschossen und auch sonst sind die Soldaten alles andere als zimperlich.

Was Feo dann gemeinsam mit anderen Kindern auf die Beine stellt, fand ich doch recht abenteuerlich und nicht unbedingt 100 % glaubwürdig. Doch muss ich zugeben, dass mich die Geschichte dann doch irgendwann gepackt hatte und ich unbedingt weiterlesen wollte. Ich wollte wissen, ob es Feo schafft, ihre Mutter aus dem Gefängnis zu befreien und ob alle lebend aus der Geschichte rauskommen. Und so flog vor allem das letzte Drittel recht schnell an mir vorbei.

Das Ende finde ich schön und passend zur Geschichte. Es lässt mich zufrieden zurück, wenn mich auch die komplette Geschichte nicht wirklich vollständig überzeugen konnte.

Fazit:
Ein Buch, welches mich recht zwiegespalten zurücklässt. Ich hatte lange Zeit große Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, dafür fand ich die Charaktere gut gemacht. Auch die Spannung ließ etwas zu wünschen übrig und konnte mich erst im letzten Drittel richtig packen. 

Dienstag, 1. Mai 2018

Rezension "Sternschnuppengeflüster"

Titel: Sternschnuppengeflüster
Autor: Sofie Carmer
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-65184-6
Seitenzahl: 288
Einbindungsart: Hardcove
Preis: 11,99 €
Alter: ab 11

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Leni ist in Nick verliebt, doch dieser ist der Schwarm aller Mädchen und Leni glaubt nicht, dass sie eine Chance bei ihm hat. Amelies Eltern streiten sich nur noch und stehen scheinbar kurz vor der Scheidung. Und Paula möchte unbedingt Schauspielerin werden, doch ihre Eltern halten gar nichts davon. Alle drei haben ein Problem, welches sie innerhalb der Sommerferien lösen wollen und alle drei stoßen unabhängig auf eine App, die ihnen genau das verspricht. Doch kann das wirklich stimmen? Alle drei melden sich an und lernen sich durch Zufall kennen. Gemeinsam setzen sie alles daran, ihre Probleme zu lösen. Ob das klappen wird?

Meine Meinung:
Dieses Jugendbuch ab 11 Jahren ist eine unheimlich leichte Lektüre, die ich gerne gelesen hab. Perfekt für laue Sommernächte weiß sie auf harmloseste Art gut zu unterhalten.

Bevor ich euch erzähle, was mir alles gut gefallen hat, möchte ich aber zunächst kurz auf die Altersangabe eingehen. Dieses Buch wird vom Verlag ab 11 empfohlen und genau dies merkt man auch an den Protagonisten, wie ich finde. Ich möchte damit gar nicht sagen, dass ich der Altersangabe widerspreche, viel mehr finde ich es schade, dass das Verhalten der Protagonisten so gar nicht zu ihrem Alter passen mag. Denn die drei Mädchen in der Geschichte sind nicht etwa 11, nein sie sind 14/15. Leider verhalten sie sich aber in meinen Augen eher wie 11-jährige, was ich extrem anstrengend fand. Stellenweise musste ich aufgrund ihres kindischen Verhaltens die Augen verdrehen und konnte gar nicht glauben, dass ich eigentlich ausgewachsene Teenager vor mir hatte. Dies führte dazu, dass ich beim Lesen eher Kinder vor Augen hatte, was ich echt schade finde. Zwar passt das Verhalten zur Altersangabe des Buches, doch eben nicht zum angegeben alter der Protagonisten. Ich finde, da ging eindeutig was schief.

Jetzt aber zu den positiven Dingen. Zunächst einmal: Ich LIEBE dieses Cover. Ich könnte es die ganze Zeit anschauen und anfassen. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber die aufgedruckten Sterne, die Schrift, die kleinen Bilder ergeben ein absolut rundes Bild, welches mir richtig gut gefällt. Im Buchladen hätte ich ganz bestimmt zu diesem Buch gegriffen.

Und auch die Geschichte selbst ist toll und macht Spaß. Manchmal genieße ich so harmlose Lektüre einfach. Man kann wunderbar eintauchen, ohne sich groß  Sorgen machen zu müssen, dass etwas schreckliches passiert. Die drei Mädchen, die App, die Wünsche und die doch durchaus recht harmlosen Probleme die sie haben machten die Geschichte zu einem tollen Lesevergnüngen. Es ist jetzt nicht so, als würde man hier eine wahnsinnig neue Idee vorfinden, doch die Autorin erzählt die Geschichte mit einer ganz besonderen Leichtigkeit, die es mir ermöglichte nur so durch die Seiten zu fliegen.

Die drei Mädels mochte ich ebenfalls gerne, wobei mir von allen Paula am liebsten war. Leni hält sich für zu dick, obwohl sie es gar nicht ist und ist recht viel am Jammern. Amelie hört ihre Eltern streiten und interpretiert da Dinge rein, die eigentlich gar nicht da sind. Paula ist einfach nur Paula, die den großen Wunsch hat, Schauspielerin zu werden und dafür alles tut, was mich sehr beeindruckt hat.

Natürlich kommt die Geschichte auch zu einem schönen und runden Ende, sodass ich guten Gewissens sagen kann, dass man dieses Buch einfach nur genießen kann. Es gibt niemanden der tragisch stirbt oder schwer krank ist. Es gibt natürlich die Probleme, die die drei Mädchen haben, doch handelt es sich dabei ganz einfach nur um total normale Teenagerprobleme, was ich einfach mal so unglaublich angenehm zu lesen fand. Man muss nicht trauern, nicht Angst haben, dass gleich jemand an Krebs stirbt und kann sich einfach nur in die Geschichte fallen lassen. Genau so stelle ich mir eine Wohlfühlgeschichte vor. Daumen hoch!

Fazit:
Ein wunderbar zu lesendes Buch, bei dem mir nur stellenweise die kindische Art der Protagonisten etwas auf die Nerven ging. Ansonsten habe ich es richtig gerne gelesen. Ein wunderbares Sommer-Wohlfühl-Buch, welches ich euch allen ans Herz legen möchte.

Freitag, 23. März 2018

Rezension "Für immer Alaska"

Titel: Für immer Alaska
Autor: Anna Woltz
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-551-55378-2
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,00 € / 7,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Parker ist am Boden zerstört. Ihre geliebte Hündin Alaska musste aus ihrer Familie weg, da ihr kleiner Bruder allergisch gegen Hundehaare ist. Als sie Alaska dann nach Monaten wieder sieht, ist sie schockiert. Er gehört nun Sven, dem Ekelpaket aus ihrer Klasse. Doch Sven ist krank, er hat Epilepsie und Alaska ist sein Assistenzhund. Sie hilft ihm in Gefahrensituationen. Doch Parker will alles dafür tun um Alaska wieder zu bekommen. Denn seit dem Überfall auf das Geschäft ihrer Eltern braucht sie den Hund dringender als je zuvor.

Meine Meinung:
Dieses Cover und diese Geschichte gehen echt ans Herz. Dieses Kinderbuch für Kinder ab 10 Jahren habe ich total gerne gelesen und sehr genossen.

Das Cover strahlt alles aus, was diese Geschichte ist. Man erkennt auf den ersten Blick das Loch, das Alaska in Parkers Herz hinterlassen hat, als sie die Familie verlassen musste. Ein Loch in Hundeform. Zunächst bin ich davon ausgegangen, dass Alaska gestorben ist, doch dem ist nicht so. Sie hat, wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, lediglich einen neuen Besitzer.

Die Beziehung von Parker und Alaska ist einfach wunderschön. Man erkennt schon in den ersten Sätzen wie sehr dieses Mädchen den Hund liebt. Und auch als die beiden wieder aufeinander treffen, merkt man sofort dass auch Alaska Parker unendlich liebt. Mir zerriss es fast das Herz als ich mir vorstellte, dass Parker Alaska ziehen lassen musste. Ich hatte selbst früher eine Katze und für mich war immer die schlimmste Vorstellung, dass sie nicht mehr bei mir sein kann. Kein Wunder tut Parker alles dafür um Alaska zu sehen und zurück zu bekommen.

Parker mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Obwohl sie erst ein junges Mädchen ist (ich glaube 11) besitzt sie eine unglaubliche Stärke. Nicht nur ihre Liebe zu Alaska ist unerschütterlich und macht sie stark. Seit dem Überfall auf ihre Familie muss sie auch für ihre Brüder da sein und sie praktisch alleine groß ziehen. Ihre Mutter ist immer im Laden, ihr Vater sitzt völlig emotionslos und in sich gekehrt daheim, voller Angst, dass sich der Überfall wiederholen könnte. Die Erziehung ihrer Brüder bleibt so an ihr hängen und dies bewältigt sie mit einer unfassbaren Stärke. Ich war von Anfang an fasziniert von ihr, wie sie trotz des schlimmen Erlebnisses versucht, positiv durchs Leben zu gehen.

Sven war mir zu Beginn nicht so ganz sympathisch.  Er hackt von Beginn an auf Parker rum und ist auch nicht besonders nett zu Alaska. Schnell erfährt man jedoch, dass hinter dem - auf den ersten Blick - vorlauten Jungen viel mehr steckt, als zunächst ersichtlich ist. Er leidet an Epilepsie, was sein Leben von grundauf verändert hat. Diese Krankheit, die auch durchaus tödlich enden kann, beeinflusst seine Persönlichkeit aufs Äußerste.

Ich finde es toll, dass eine Autorin dieses doch nicht ganz einfache Thema - Epilepsie - in einem Kinderbuch verarbeitet. Dies alles tut sie auf eine sehr sensible aber doch recht offene Art und Weise. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und man bekommt die Anfälle von Sven recht detailliert mit. Dies schockierte mich ziemlich, da ich bisher nicht genau wusste, wie sich diese Krankheit äußern kann. Allerdings finde ich es gut, dass die Autorin so auch aufklärt und auf diese Krankheit aufmerksam macht.

Der Verlauf der Geschichte ist ziemlich spannend. Ich muss zugeben, dass ich das so gar nicht erwartet hatte. Lediglich die Handlung rund um Alaska und Parker war für mich zu erwarten. Dass es dann jedoch auch viel um den Überfall geht und dadurch richtig spannend wird, hatte ich gar nicht erwartet. Betrachtet man jedoch die Verlagsseite von Carlsen aufmerksam, dann stellt man fest, dass man schon in der Beschreibung des Buches lesen kann, dass es sich auch um einen Krimi handelt. Ich finde dieses Buch wunderbar für 11-jährige zu lesen. Trotz des schweren Themas bekommen Kinder hier eine spannende Geschichte von Tierliebe, Freundschaft und den Dingen, die im Leben wirklich zählen. Zudem lernen sie mit Parker und Sven zwei Charaktere kennen, mit denen sie sich sicher auf die ein oder andere Art identifizieren können.

Fazit:
Ein Kinderbuch, das mir richtig nahe ging. Die berührende Geschichte rund um Parker und Alaska, die tiefe Freundschaft zwischen Mensch und Hund und die spannende Handlung rund um den Überfall auf das Geschäft von Parkers Eltern machen dieses Buch rundum gelungen. Ich kann es absolut empfehlen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Rezension "Meloneneis-Sommer"

Titel: Meloneneis-Sommer
Autor: Lucinde Hutzenlaub
Verlag: cbj
Seitenzahl: 223
ISBN: 978-3-570-22589-9
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 7,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Suki muss mit ihren Eltern in den Urlaub fahren und das auch noch drei Wochen lang. Dazu hat sie überhaupt keine Lust. Obwohl es Sardinien ist, würde sie ihre Zeit viel lieber mit ihren Freundinnen verbringen. Zu allem Übel muss sie auch noch ihre Schwester und deren beste Freundin ertragen. Als sie Paolo kennenlernt ist dieser zunächst ziemlich abweisend, doch das ändert sich schnell und plötzlich ist der Urlaub für Suki gar nicht mehr so schlimm, wie zu Beginn.

Meine Meinung:
Dieses Buch klang nach einer netten Sommerlektüre. Der Titel, das Cover, die Handlung, alles klang nach einer perfekten Lektüre für den Sommer. Auch der geringe Umfang des Buches ließ auf kurzweilige Unterhaltung schließen.

Geeignet ist das Buch für Kinder ab 11 Jahren und damit ist die Zielgruppe glaube ich ganz gut getroffen. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin zwar ganz gut, doch die Handlung konnte mich nicht so richtig packen. Ich finde, dass es sich hierbei eher um ein Kinderbuch, als um ein Jugendbuch handelt, was man auch an einigen Stellen deutlich merkt. So ist die Geschichte doch sehr leicht geschrieben, es passiert wenig, sie hat wenig Tiefgang.

Suki bringt die Probleme mit, die für dieses Alter typisch sind, sie ist das ein oder andere Mal zickig und handelt eben typisch für dieses Alter, was ich auch genau richtig finde. Hutzenlaub hat hier eine authentische Persönlichkeit geschaffen, mit der sich Kinder in diesem Alter sicher gut identifizieren können.

Was mich etwas gestört hat ist der gewollt lustige Schreibstil. Ansich ist der Schreibstil der Autorin gar nicht schlecht, doch an manchen Stellen hatte ich das Gefühl sie möchte unbedingt etwas schlagfertiges, etwas lustiges einbauen, sodass ich nur die Augen rollen konnte. Ich denke aber auch, dass Kindern das vermutlich nicht auffallen wird.

Die sommerliche Geschichte ist tatsächlich gut geeignet als Strandlektüre, auch wenn sie mich nicht komplett überzeugen konnte. Ich lese ja eigentlich total gerne Jugendbücher, doch wie oben schon erwähnt, ist dieses Buch einfach sehr deutlich eher für jüngere geeignet und konnte mich somit nicht ganz überzeugen. Als nette Lektüre für Zwischendurch, vor schöner Kulisse allerdings sehr gut geeignet.

Fazit:
Ein nettes Buch für Kinder ab 11, das perfekt für den Sommerurlaub ist, mir aber etwas zu belanglos war. Für die angegebene Zielgruppe jedoch perfekt.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezension "Der zauberhafte Wunschbuchladen"

Titel: Der zauberhafte Wunschbuchladen
Autor: Katja Frixe
Verlag: Dressler
Seitenzahl: 174
ISBN: 978-3-7915-0021-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab 11 
(c) Dressler
Zum Inhalt:
Ein sprechender Kater, ein sprechender Spiegel und eine Buchhandlung, wie man sie sich nur wünschen kann. Für Clara könnte alles so toll sein, würde ihre beste Freundin nicht so weit weg ziehen, dass sie sich nicht mehr jeden Tag sehen können. Nicht mehr gemeinsam in die Schule, geschweige denn in den Wunschbuchladen gehen. Eine Katastrophe. Doch auch nachdem Lene weg ist, ist der Wunschbuchladen ein Zufluchtsort für Clara und hilft ihr, ihren Abschiedsschmerz ein bisschen besser zu verkraften.

Meine Meinung:
Ein Kinderbuch, bei dem mir sowohl der Titel, als auch das Cover richtig gut gefallen. Das Cover ist richtig schön einladend, die vielen Bücher die zu sehen sind, machen Lust, sofort nach dem Buch zu greifen.

Als ich anfing zu lesen, musste ich mir kurz daran gewöhnen, dass es tatsächlich einen sprechenden Spiegel und einen sprechenden Kater gibt. Doch schon nach kurzer Zeit war das irgendwie total normal und ich fand das Buch einfach nur schön. Ich glaube, das ist ein richtig schönes Kinderbuch. Nicht nur für Kinder, die sich vielleicht auch von ihrer besten Freundin verabschieden müssen. Nein, für alle Kinder, die Bücher und das Magische lieben, ist dieses Buch genau das richtige.

Ich mag es ja immer total, wenn in Büchern auch Buchhandlungen vorkommen. Und hier ist ja von einer ganz besonderen Buchhandlung die Rede. Dem Wunschbuchladen. Ein wenig merkwürdig, ein bisschen fantastisch, ein bisschen schrullig. Die Beschreibungen des Buchladens sind einfach toll. Ich habe das Gefühl, ich bin selbst schon dort gewesen.

Ich freue mich richtig darauf, wenn meine Tochter mal alt genug ist und ich ihr das Buch vorlesen oder sie es auch selbst lesen kann. "Der zauberhafte Wunschbuchladen" ist einfach ein rund um gelungenes Buch. Es ist nicht zu spannend, sodass manche Kinder vielleicht Angst bekommen könnten, doch trotzdem unterhaltsam von vorne bis hinten. Immer wieder musste ich auch schmunzeln. Gerade der reimende Kater wird sicherlich auch jedem Kind gefallen.

Die Protagonisten Clara und Lene sind Kinder mit denen sich andere sicher super identifizieren können. Sie sind weder besonders hübsch, noch herausragend intelligent. Sie sind einfach ganz normal, so wie du und ich. Sie haben die gleichen Interessen und Probleme wie andere Kinder in diesem Alter und so finde ich auch die Personen wirklich gut gelungen.

Dem Klappentext lässt sich entnehmen, dass dies wohl der Beginn einer Reihe ist. Und so freue ich mich schon wahnsinnig darauf, bald wieder ein Abenteuer von Clara in der Hand zu halten. Ich bin gespannt, wie es mit Frau Eule, der Buchhändlerin und ihrem Buchladen weitergeht. Und natürlich was der Spiegel und der reimende Kater so alles erleben werden.

Fazit:
Ein ganz tolles Kinderbuch, mit schönen Bildern, tollen Protagonisten und einem magischen Buchladen. Perfekt für alle Kinder ab 11 Jahren.