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Dienstag, 17. September 2019

Rezension "Heartbeat - In your arms"

Titel: Heartbeat - In your arms
Autor: Harper Drake
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-8415-0592-7
Einbindungsart: Broschiert / ebook
Preis: 13,00 € / 9,99 €
Alter: ab 15 Jahren
Reihe: 6 / 6

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Spell wohnt alleine in ihrem Trailer. Seit sie vor ihrer alkoholkranken Mutter geflüchtet ist führt sie ein selbstständiges Leben. Um sich über Wasser zu halten arbeitet sie in einer Bar und fertig selbst Schmuck an. Als sie eines Tages den Künstler Arthur kennenlernt gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Eigentlich fühlt sie sich sehr von ihm angezogen, auf der anderen Seite fällt es ihr jedoch schwer zu vertrauen. Als sie beschließt sich voll und ganz auf ihn einzulassen wird sie mit Tatsachen konfrontiert, die sie schneller auf den Boden der Tatsachen zurück bringen, als ihr lieb ist.

Meine Meinung:
Die Reihe "Heartbeat" ist mir schon öfters begegnet und endlich kam ich mal dazu auch einen Band aus dieser Reihe zu lesen. Sie sind alle unabhängig voneinander lesbar, da sie auch von unterschiedlichen Autoren geschrieben sind und natürlich hat so auch jeder Band seine eigenen Protagonisten.

Hier in diesem Band mochte ich Spell sofort recht gerne. Sie ist eine unheimlich starke junge Frau, vor der ich großen Respekt habe, denn sie hat keine ganz einfache Vergangenheit. Ihr Mangel an der Fähigkeit zu vertrauen steht ihr allerdings desöfteren im Weg, was manchmal etwas anstrengend war. Durch ein oder zwei Gespräche hätte sie viele Missverständnisse schon viel früher klären können. Unheimlich gerne mochte ich auch Arthur. Er ist ein toller junger Mann, der auf jeden Fall Schwiegersohnqualitäten hat. Ein Künstler, der sehr erfolgreich und trotz allem auf dem Boden geblieben ist.

Die Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden entspinnt ist total schön und auch das ein oder andere Mal etwas prickelnd. Ich verfolgte total gerne wie die beiden sich näher kamen und war sooo gespannt auf ihren ersten Kuss. Ich fühlte mich so wohl beim Lesen und genoss die wunderbare Stimmung, die von diesem Buch ausging zutiefst. Dass das Buch ab 15 empfohlen wird, hat auch seinen Grund, denn es gibt auch einige heiße Szenen. Diese sind zwar recht selten, aber doch vorhanden. Sie sind auch sehr geschmackvoll und schön beschrieben, sodass sie absolut für Jugendliche geeignet sind.

Der Schreibstil gefiel mir ebenfalls sehr gut. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte das Buch fast in einem Rutsch durchlesen, so locker leicht und gut zu lesen war. Die Autorin trifft in jeder Situation den richtigen Ton und auch dies macht das Buch aus. Es ist gefühlvoll und spannend und ließ mich so richtig mit den Protagonisten mitfiebern.

Ein tolles Buch, das beste Unterhaltung für kuschelige Stunden auf dem Sofa bietet. Ich bin immer noch hin und weg von dieser Geschichte und werde sicherlich auch die anderen Teile der Reihe nach und nach lesen. Eines steht sogar schon meinem Bücherregal.

Fazit:
Eine wunderschöne prickelnde Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die sich erst verlieren müssen, um dann endgültig zueinander zu finden.

Montag, 24. Juli 2017

Rezension "Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt"

Titel:Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt
Autor: Emily Bold
Verlag: Montlake
Seitenzahl: 298
ISBN: 978-1-503-94046-8
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Montlake
Zum Inhalt:
Amy Bishop hat die marode Pralinenfabrik ihres Großvaters geerbt. Sie tut alles dafür um diese zu erhalten, leider ist das schwieriger als gedacht. Denn ihre kleine Fabrik steht kurz vor der Übernahme durch ein großes Unternehmen. Dafür soll der unsymapthische Wirtschaftsberater Ryan sorgen. Amy versucht mit allen Mitteln dagegen zu halten, doch sie merkt auch, dass Ryan sie auf eine Art berührt, wie er es eigentlich nicht sollte. Sie wehrt sich mit aller Kraft und plötzlich steht sie vor der Entscheidung Liebe oder Firma.

Meine Meinung:
Ein Buch dessen Titel mir sehr gut gefällt. Das Cover hingegen finde ich recht belanglos. Im Laden hätte ich wohl kaum zu diesem Buch gegriffen.

Der Klappentext verspricht eine schöne Geschichte, deren Ausgang man schon etwas erahnen kann. Eigentlich mag ich solche vorhersehbaren Bücher ja so gar nicht, aber ich finde manchmal braucht man genauso eine Wohlfühlgeschichte um vom stressigen Alltag abschalten zu können.

Und genau das bietet dieses Buch. Nicht mehr und nicht weniger. Die Vorhersehbarkeit ist nicht nur durch den Klappentext gegeben sondern auch grundsätzlich ein Teil der Geschichte. Bei vielen Szenen war mir einfach klar, wie diese wohl ausgehen werden. Dadurch verliert die Geschichte natürlich in gewisser Form auch an Reiz, wenn man oft schon ahnt, wie eine bestimmte Szene weitergehen wird.

Die Protagonisten waren mir so halbwegs sympathisch. Amy ist recht naiv, dabei aber sehr liebenswert und kampfeslustig. Tut sie doch alles dafür, die Firma ihres Großvaters zu erhalten. Ryan hingegen ist, vor allem zu Beginn, zunächst einmal der Kotzbrocken vor dem Herrn. Er hat wirklich nichts liebenswertes an sich und man möchte im Stellenweise am liebsten an die Gurgel gehen. Doch dies ändert sich im Verlauf der Geschichte, denn natürlich steckt hinter dieser harten Schale auch ein sehr weicher Kern.

Und so ist es als Leser schön zu beobachten, wie sich Amy und Ryan annähern und sich dabei der Charakter der beiden Protagonisten formt. Sie verändern sich und wachsen mit der Geschichte und so etwas finde ich immer gut. Protagonisten die blass und auf der Stelle stehen bleiben, kann ich überhaupt nicht leiden.

Dieses Buch ist definitiv keine hohe Lektüre, von der man sich viel versprechen sollte. Wenn man aber nette Ablenkung für einen Tag im Liegestuhl sucht und dabei vielleicht sogar noch ein Stück Schokolade parat hat, so ist dieses Buch genau das richtige.

Fazit:
Eine nette Geschichte, zweier Protagonisten, die im Verlauf der Geschichte mit- und aneinander wachsen, deren Handlung aber recht vorhersehbar ist.

Montag, 7. November 2016

Rezension "Secret Woods - Die Schleiereule des Prinzen"

Titel: Secrets Woods - Die Schleiereule des Prinzen (Bd. 2/2)
Autor: Jennifer Alice Jager
Seitenzahl: 276
ISBN:  978-3-646-60279-1
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

Achtung: Diese Rezension könnte Spoiler enthalten, für alle die den ersten Band nicht kennen. 

(c) Impress
Zum Inhalt:
Nala und Dale leben schon lange im Wald. Auf der Flucht vor ihrer gefährlichen Stiefmutter müssen sie sich verstecken. Doch als wäre das noch nicht schlimm genug, steht Dale auch noch unter einem Fluch, der ihn hat zum Reh werden lassen. Nala setzt alles daran diesen Fluch zu lösen und endlich das Leben zu führen, was sie beide verdient haben. Doch da hat sie die Rechnung ohne ihre böse Stiefmutter gemacht. Diese würde alles dafür tun, um zu verhindern, dass ans Licht kommt, was sie alles getan hat.

Meine Meinung:
Dies ist der 2. Band nach der Secret Woods - Reihe. Nach dem ersten Band, der mir schon wirklich gut gefallen hat, war ich froh ziemlich bald auch den zweiten lesen zu können.

Ich muss sagen, dass mir diese Fortsetzung noch besser gefallen hat, als der erste Band. Dieses Buch hat einfach alles, was ein tolles Buch haben muss. Liebe, Spannung, tolle Protagonisten, Dramen und ein tolles Ende.

Das Buch setzt nahtlos dort an, wo das erste aufgehört hat. Ich fand das Geschehen allerdings noch deutlich spannender. Ich war gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Stellenweise war ich echt geflasht und auch hell entsetzt aufgrund des Geschehens. Das war mal wieder ganz klar ein Fall für "ich möchte gerne in die Geschichte reinspringen und die Personen wachrütteln". Die Autorin war teilweise echt richtig fies. Manche Sachverhalte stellten sich hinterher ganz anders da, doch erst schockte mich die Geschichte richtig.

Besonders gut gefiel mir hier außerdem die Liebesgeschichte. Die Liebe zwischen Nala und dem Kronprinz ist erst so schön zart und dann explodiert sie förmlich. Zwar geht alles sehr schnell und ruck zuck, doch irgendwie sind die beiden echt süß miteinander. Es hat total Spaß gemacht sie dabei zu beobachten wie sie sich erst umgarnt haben und dann immer näher gekommen sind. Auch diese Liebe geht durch Auf und Abs und genau das empfand ich auch beim Lesen.

Die Autorin findet genau die richtige Mischung zwischen Fantasy und Realität. Die Hexen werden toll in unsere Welt eingebunden. Der Königshof strahlt ein mittelalterliches Flair aus. Auch die restliche Umgebung ist toll beschrieben. Dies trägt dazu bei, dass die Szenen im Wald nie langweilig werden. Auf jeder Seite gibt es was neues zu entdecken und so fieberte ich jedem Kapitel aufs Neue entgegen.

Das Ende ist toll. Es rundet diese beiden Bände einfach perfekt ab. Bis fast zur letzten Seite gibt es Spannung vom Feinsten, welche perfekt und mit einem tollen Happy End abgeschlossen wird.

Fazit:
Ein toller 2. Band, der einfach alles vereint, was ein tolles Buch haben muss. Die tollen Protagonisten, die Spannung, die über die komplette Zeit vorhanden ist und das grandiose Ende tragen dazu bei, dass ich dieses Buch noch mehr liebe, als den ersten Band. 

Montag, 31. Oktober 2016

Rezension "Bitter & Sweet - Mystische Mächte"

Titel: Bitter & Sweet - Mystische Mächte
Autor: Linea Harris
Verlag: Piper
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-492-70421-2
Einbindungsart: Paperback / ebook
Preis: 12,99 € / 9,99 €

(c) Piper
Zum Inhalt:
Jillian ist 17 Jahre alt. Vor kurzem hat sie erfahren, dass sie eine Hexe ist. Jahrelang dachte sie, sie wäre ein ganz normaler Teenager und nun dieser Schock. Fortan soll sie die magische Schule besuchen um unter ihresgleichen zu sein. Dort angekommen lernt sie alles über Vampire, Werwölfe und Dämonen. Schnell findet sie eine Freundin und auch sonst fühlt sie sich dort deutlich wohler, als unter den Menschen. Doch schnell ist es mit der Ruhe vorbei. Nicht nur spielen ihre Hormone aufgrund des männlichen Geschlechts verrückt, nein auch die Dämonen finden plötzlich ihren Weg an Orte, die eigentlich mit Magie geschützt sind. Und plötzlich schweben alle in großer Gefahr.

Meine Meinung:
Früher habe ich sehr gerne Fantasy gelesen. In den letzten Jahren wurde das jedoch immer weniger. Seit kurzer Zeit lese ich jedoch wieder sehr gerne ab und an ein Fantasybuch. Besonders die, die wie Harry Potter in der realen Welt spielen. Und genau so eines haben wir hier auch.

Eine reale Welt, in der fantastische Wesen vorkommen. Eine Schule, wie wir sie von Hogwarts kennen, auf die die fantastischen Wesen gehen. Ich muss zugeben, dass es noch ein paar andere Dinge gab, die mich doch an Harry Potter erinnert haben. Natürlich kann das Rad nicht neu erfunden werden, doch einige Dinge waren sehr deutlich genauso wie in Rowlings Romanen. Dies tut der Geschichte aber nicht wirklich einen Abbruch.

Denn die Autorin hat natürlich auch noch viele eigenen Ideen. Die Dämonen, die Art wie sie in unserer Welt sind. Die Geheimnisse und die teils überraschenden Wendungen fand ich sehr gelungen, spannend zu lesen, toll mitzuverfolgen. Die Umgebung, in der das Buch spielt, ist toll beschrieben. Ich konnte sie mir total gut vorstellen. Gerade die Elfenlichtung, der Wald und die Schule selbst geben ein tolles Bild ab.

Auch die Protagonisten mochte ich sehr gerne. Es ist total schön zu sehen, was für eine Entwicklung Jill durchläuft. Natürlich handelt sie das ein oder andere mal impulsiv und naiv, doch trotzdem wächst sie im Verlauf der Geschichte immer wieder über sich hinaus. Kurzzeitig könnte man vielleicht denken, dass diese Entwicklung zu schnell und unrealistisch von statten geht, doch die Autorin hat hierfür eine tolle Erklärung, wie ich finde. Und auch die restlichen Personen sind super gelungen, authentisch und machen großen Spaß.

Zuletzt muss ich noch kurz auf die Liebesgeschichte eingehen, die ich einfach hinreisend fand. Von der ersten Begegnung an, war mir klar, da kribbelt es, da wird es irgendwann funken. Als es dann soweit war, bin ich nur so dahin geschmolzen. Ein wirklich hinreißendes Paar. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und muss auch unbedingt die anderen beiden Teile lesen.

Fazit:
Ein tolles Fantasybuch, das zeitweise ein wenig an Harry Potter erinnert, doch auch mit vielen eigenen Ideen punkten kann. Vor allem die tollen Protagonisten, die wunderschöne Liebesgeschichte und die extrem spannende Handlung, machen dieses Buch zu einem tollen Erlebnis.

Freitag, 30. September 2016

Rezension "Endlich 15"

Titel: Endlich 15 (Bd. 3)
Autor: Heike Abidi
Seitenzahl: 175
ISBN: 978-3-86430-052-3
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Alter: 12-15

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Endlich ist Henriette 15. Doch das ist plötzlich gar nicht mehr so toll, wie sie eigentlich dachte. Alles dreht sich nur noch um ihren kleinen, neugeborenen Bruder und ihr Freund Nick ist auf einmal total unromantisch. Statt einer Popcorntüte bestellt er zwei und ein romantisches Date findet bei ihm im Billardcafé statt. Henriette ist enttäuscht. Und als Nick dann auch noch über Weihnachten ohne sie wegfährt, ist ihre Laune im Keller. Zum Glück ist da noch ihr Blog und ihr Klassenkamerad Jacob, dem sie bei einem Projekt helfen kann. Und auch ihre Oma fährt dieses Weihnachten nicht weg, also kann es so schlimm schon nicht werden.

Meine Meinung:
Bei "Endlich 15" handelt es sich um einen dritten Band, der aber auch super für sich alleine stehen kann. Natürlich ist es eine Fortsetzung, doch die Autorin gibt uns Lesern genügend Infos, sodass man nicht das Gefühl hat, man hätte schon etwas verpasst. Immer wieder werden Dinge aus den vergangenen Bände erwähnt, sodass man als Leser das Gefühl hat, man hätte die Bücher selbst gelesen.

Die Story rund um Henriette, ihre Freunde und Familie hat mir sehr gut gefallen. Eine herrlich leichte Lektüre für Zwischendurch. Da ich ja selbst Bloggerin bin, sprach mich das Thema direkt an. Immer wieder streut die Autorin die Bloggbeiträge und die dazu gehörenden Kommentare in die Geschichte ein, was ich sehr gelungen fand. Teilweise hätte ich die Beiträge gerne selbst kommentiert. Henriette beschäftigt sich in ihrem Blog mit Themen, die genau auf 11-15-jährige zugeschnitten sind. Dadurch spricht die Autorin die Zielgruppe natürlich perfekt an, was ich richtig klasse finde.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und super zu lesen und durch die Blogbeiträge wird die Geschichte natürlich nochmal aufgelockert. Die Kapitel selbst werden immer wieder aufgelockert durch fettgedruckte Wörter zwischendurch. Zudem gefielen mir die einzelnen Kapitelüberschriften ebenfalls sehr gut und waren total passend.

Heike Abidi hat tolle Charaktere geschaffen. Nicht nur sind sie sehr sympathisch, nein sie wirken von der ersten bis zur letzten Seite extrem authentisch. Ich mochte sowohl Jette, als auch Jill und Jettes Familie sehr gerne. Lediglich Nick mochte ich nicht so gerne, die Gründe liegen hier schon ersichtlich im Klappentext ;) Die unromantische Ader, die Nick an den Tag legt gefiel mir so gar nicht und trotzdem liegt immer wieder Liebe in der Luft, was ich klasse finde.

Meiner Meinung nach hat dieses Buch einfach alles, was Jugendliche in dem Alter brauchen. Es spricht bekannte Probleme, wie Geschwisterrivalitäten und Liebeskummer an. Der Blog bespricht Themen, die für Jugendliche interessant sind und neben dem Liebeskummer kommt zum Glück auch die Liebe nicht zu kurz. Die Protagonisten eigenen sich super zum Identifizieren und der Schreibstil tut sein übriges, dass wir hier ein tolles Buch für Jugendliche im besten Teenageralter haben.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch für Jugendliche im Alter von 11-15, authentische Protagonisten und eine toller, super zu lesender Schreibstil, machen diese Geschichte zu einer absolut runden Sache.

Montag, 26. September 2016

Rezension "Kein Kuss wie dieser"

Titel: Kein Kuss wie dieser
Autor: Tanja Voosen
Verlag: Impress 
Seitenzahl: 360
ISBN: 978-3-646-60272-2
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Quinn küsst niemals ein Mädchen, dafür tut er aber alles andere, zumindest sagt das sein Ruf. Jessa tut niemals alles andere, dafür sieht sie die Sache mit dem Küssen nicht so eng. Als die beiden sich auf einer Party begegnen, sind sie wie Feuer und Wasser. Sie können sich nicht riechen und als Jessa dann plötzlich auch noch tief in Quinns Schuld steht, ist das Chaos vorprogammiert. Doch Jessa wäre nicht Jessa, wenn sie nicht DIE Idee hätte. Da sie in den Ferien gar nicht da ist, kann Quinn ihre "Schulden" ja gar nicht einfordern. Doch weit gefehlt, Quinn taucht an ihrem Urlaubsort auf und plötzlich fahren ihre Gefühle Achterbahn.

Meine Meinung:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Tanja Voosen. Von ihrem anderen "Emily lives loudly" war ich schlicht und einfach nur begeistert. Natürlich war meine Erwartung und auch meine Hoffnung dementsprechend hoch, hier ebenfalls ein ähnliches Lesevergnügen zu bekommen.

Ich muss leider zugeben, dass ich zu Beginn so ein wenig meine Schwierigkeiten hatte, richtig in die Geschichte einzutauchen. Mir fehlte Tanjas Humor, den ich eigentlich so sehr liebe und irgendwie wurde ich nicht wirklich warm mit der Story.

Doch als ich dann länger an der Geschichte dran blieb, Quinn und Jessa besser kennenlernte, gefiel mir die Geschichte von Seite zu Seite besser. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, war völlig fixiert vom Geschehen. Der Tanz, den die beiden umeinander aufführen, das Hin und Her fand ich hier überraschenderweise überhaupt nicht nervig, sondern sehr gelungen und spritzig erzählt.

Und nach und nach kam dann auch Tanjas Humor wieder durch. Vom Gefühl her, würde ich jetzt zwar sagen, dass er nicht ganz so stark vorhanden ist, wie bei ihrem anderen Buch, doch es gab dann immer mehr stellen bei denen ich schmunzeln oder lachen musste. Tanja hat eine herrlich sarkastische Ader, die mir extrem gut gefällt. Und so stattet sie natürlich auch ihre Protagonisten, hier vor allem Jessa mit eben jenem Humor aus.

Beide Protagonisten sind super durchdacht und toll beschrieben. Mir gefiel vor allem Quinn sehr gut. Der junge Mann hat unglaublich viele Facetten, die man erst nach und nach zu Gesicht bekommt. So denkt man am Anfang wirklich nicht sonderlich positiv über ihn. Doch das ändert sich, je mehr man ihn kennenlernt. Beide, sowohl Jessa, als auch Quinn, haben keine leichte Zeit hinter sich. Und in beiden konnte ich mich aufgrund dessen ein bisschen wiederfinden. Sehr schnell wuchsen mir beide ans Herz und je länger die Geschichte ging, desto klarer wurde, dass mir die beiden unglaublich fehlen würden, wenn die Geschichte rum ist.

Und genau so ist es auch. Ich vermisse Jessas Humor, ich vermisse die Chemie zwischen ihnen beiden und vor allem vermisse ich auch die Umgebung, in der die beiden Urlaub machen. Tanja beschreibt diese so toll, dass ich mich teilweise so gefühlt habe, als wäre ich selbst schon mal dort gewesen.

Fazit:
Letztendlich konnte mich auch dieses Buch von Tanja Voosen überzeugen und begeistern. Ich hatte zwar anfänglich meine Schwierigkeiten, doch als ich mit den Protagonisten warm wurde und immer mehr von Tanjas Humor durchkam, stand dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg.

Sonntag, 11. September 2016

Rezension "To all the boys I loved before"

Titel:To all the boys I loved before
Autor: Jenny Han
Verlag: Hanser
Seitenzahl: 350
ISBN:  978-3-446-25081-9

Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,00 €

Zum Inhalt:
Lara Jean war schon oft verliebt, doch nie stieß dieses Gefühl auf Gegenliebe. Und so beschließt sie Abschiedsbriefe an die Jungen zu schreiben, von denen sie sich dringend entlieben muss. Natürlich nicht mit der Absicht, dass irgendwer diese Briefe jemals zu Gesicht bekommt. Nein viel mehr ist es ihre eigene Therapie, die im Verborgenen bleiben soll. Doch eines Tages werden die Briefe plötzlich an ihre Empfänger zugestellt. Lara Jean hat keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist. Leider steckt sie jetzt in großer Erklärungsnot und es kommen Steine ins Rollen, mit denen sie so nie gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Jenny Han. Ich habe schon oft gehört, dass die Autorin klasse sein und toll schreiben muss. Nun kam ich endlich dazu mich selbst davon zu überzeugen.

Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht. Als erstes fiel mir sehr positiv auf, dass die Autorin extrem authentisch schreibt. Da sie selbst Asiatin ist, lässt sie das natürlich auch in ihre Geschichte einfließen. Ihre Hauptperson ist selbst halbe Asiatin und immer wieder gibt es z.B. Essen aus dieser Gegend. Dies fand ich echt klasse. Vor allem, da ich selten Bücher mit diesem asiatischen Flair lese.

Auch die Idee für die Geschichte finde ich super. Die Abschiedsbriefe, die Lara Jean schreibt sind einfach eine echt witzige Idee. Toll finde ich es auch, dass man als Leser nach und nach tatsächlich Einblick in diese Briefe bekommt. Die Entwicklung, die durch diese Briefe zustande kommt, ist ebenfalls sehr gelungen. Es hat Spaß gemacht, Lara Jean auf ihrem Weg zu begleiten.

Die Personen sind einer der wenigen Kritikpunkte an diesem Buch. Lara Jean, Peter und Josh mochte ich wirklich gerne. Sie waren mir total sympathisch und facettenreich beschrieben. Jedoch fand ich Laras Schwestern ganz übel. Vor allem die fast 10-jährige Kitty fand ich extrem nervig. Wie die sich teilweise Lara gegenüber verhält und dass diese sich das auch noch gefallen lässt, da musste ich echt immer mal wieder den Kopf schütteln. Und auch Lara Jeans große Schwester Margot, die schon ziemlich zu Beginn des Buches nach Schottland geht fand ich alles andere als sympathisch. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass diese Familie nicht so ganz normal ist. Margot wirkte auf mich kalt und berechnend und auf keinen Fall so erwachsen, wie sie gerne sein wollte. Dies alles machte mich stellenweise dann doch etwas aggressiv und nahm mir die Lesefreude ab und an ein wenig.

Das Ende bleibt ein bisschen offen. Allerdings soll nächstes Jahr die Fortsetzung zu diesem Buch erscheinen. Darauf freue ich mich schon sehr, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Lara Jean und vor allem Lara Jean und der Liebe weitergeht. Ich finde es ein bisschen schade, dass die Geschichte nicht in einem Buch zu Ende erzählt wurde, denn natürlich habe ich mich schon sehr auf das Ende gefreut und auch so meine Hoffnung bezüglich diesem gehabt habe.

Fazit:
Eine authentische, gut geschriebene Geschichte, deren Ende ein bisschen offen bleibt (Teil 2 erscheint 2017) und bei der mich lediglich ein Teil der Protagonisten etwas gestört hat. 

Dienstag, 23. August 2016

Rezension "Das muss (kann) Liebe sein"

Titel: Das muss (kann) Liebe sein
Autor: Katja Kessler
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN:  978-3-431-03946-7
Seitenzahl: 352
Einbindungsart: Paperback
Preis: 14,99 €

(c) Lübbe
Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch, bei dem ich mir erhofft hatte, dass es auf humorvolle Weise auf Beziehungen und Ehen eingeht.

Dies tut die Autorin auch durchaus. Doch trifft sie meinen Humor dabei oft nicht. Vieles war mir deutlich zu oberflächlich, viel ging nur um Sex. Besonders ein Beispiel störte mich hier sehr ... man solle doch quasi darüber hinwegsehen wenn der Partner fremdgeht, dass er einen für die Affäre verlässt ist so oder so statistisch eher unwahrscheinlich. Das ist so einer der Punkte, über die ich überhaupt nicht lachen konnte.

Schön fand ich jedoch die grundsätzliche Mischung des Buches. Kessler erzählt aus ihrer eigenen Ehe (zumindest lässt sie das den Leser glauben), zudem berichtet sie aber auch über verschiedene Untersuchungen oder Befragungen von Menschen. Zudem bemüht sie immer wieder Statistiken, was ich durchaus interessant fand. Diese Mischung gefiel mir sehr gut, fand ich eine tolle Idee.

Zwischendurch, meistens am Beginn eines Kapitels, gibt es diverse Cartoons, die sich humorvoll mit dem Thema des Kapitels beschäftigen. Auch diese ließen mich ab und zu schmunzeln.

Die Idee der Autorin verschiedene Phasen einer Beziehung zu beschreiben ist grundsätzlich gut, tut sie dies teilweise sogar recht ernsthaft. Doch ich merkte im Verlauf des Buches, dass einfach das Wenigste auf mich und meinen Mann zutrifft, weswegen ich mich von dem Buch so gut wie gar nicht angesprochen gefühlt habe. Viel mehr hatte ich Mitleid mit den Paaren, bei denen das tatsächlich so ist.

Fazit:
Letztendlich ist dieses Buch für mich eher eine Enttäuschung. Besonders die oberflächlichen Themen und Aussagen der Autorin, stießen mir das ein oder andere Mal etwas sauer auf, der Humor traf einfach nicht mein Humorzentrum. Schade!

Freitag, 12. August 2016

Rezension "Feinde mit gewissen Vorzügen"

Titel: Feinde mit gewissen Vorzügen
Autor: Amelie Murmann
ISBN:  978-3-646-60108-4
Seitenzahl: 70
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sophia und Tobias können sich einfach nicht ausstehen. Schon seit Jahren führen sie einen mehr oder weniger offenen Krieg gegeneinander. Als wäre das nicht schon schlimm genug, erfahren die beiden plötzlich dass sie Tango miteinander tanzen müssen. Denn die Schule bekommt Austauschschüler aus Argentinien und da gehört tanzen nun mal dazu. Sophia fragt sich, was um Himmelswillen, sie dem Universum getan hat, dass es sie so bestraft. Tobias ist einfach superätzend. Doch plötzlich werden Seiten an ihm sichtbar, die Sophia so gar nicht kennt.


Meine Meinung:
Schon mein erstes Buch von Amelie Murmann (Wanderer - Sand der Zeit) hat mir super gefallen. Und auch dieses Buch steht diesem in nichts nach.

Zwar handelt es sich bei "Feinde mit gewissen Vorzügen" leider nur um ein eshort, doch trotzdem habe ich die wenigen Seiten sehr genossen. Murmanns Schreibstil ist einfach grandios. Sie schreibt so herrlich humorvoll, dass ich nicht nur einmal sehr schmunzeln musste. Spätestens seit diesem Buch weiß ich, sie gehört zu meinen Lieblingsautoren von Impress/bittersweet.

Natürlich passiert in der Geschichte nicht allzu viel. Denn bei 70 Seiten fehlt einfach die Zeit für eine richtige Entwicklung. Doch manchmal liegt ja bekanntermaßen die Würze in der Kürze und auch hier ist dies der Fall.

Tobias und Sophia sind mir von Anfang an sympathisch gewesen. Zwar ahnte ich relativ schnell worauf das hinauslaufen würde, doch das tatsächliche Geschehen zu verfolgen machte mir trotzdem großen Spaß. Ich genieße solche Geschichten, die einfach schön zum Lesen sind. Sie sind die perfekten Geschichten um Ablenkung vom Alltag zu finden, haben genau die richtige Portion Liebe und immer ein Happy End.

Natürlich werde ich nach diesem Buch noch öfters zu Büchern von Amelie Murmann greifen. Ihr lockerer Schreibstil, ihre tolle Art zu erzählen und ihre authentischen und sympathischen Protagonisten machen die Reise in die Welt ihrer Bücher einfach zu einem einmaligen Erlebnis.

Fazit:
Obwohl es sich hier nur um eine Kurzgeschichte handelt, bin ich restlos überzeugt von diesem Buch. Für eine kurze Zeit bot es genau die richtige Auszeit vom Alltag und punktete vor allem durch den erfrischenden Humor der Autorin und ihre tolle Art zu schreiben.

Mittwoch, 10. August 2016

Rezension "The Choice - Bis zum letzten Tag"

Titel: The Choice - Bis zum letzten Tag
Autor: Nicholas Sparks
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-41979-7
Seitenzahl:415
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) RandomHouse

Zum Inhalt:
Travis Parker ist überzeugter Single. Zwar haben alle seine Freunde Familie, doch für ihn war die richtige einfach noch nicht dabei. An die große Liebe glaubt er sowieso nicht, zudem genießt er seine Freiheit. Als er seine Nachbarin Gabby Holland kennenlernt, ändert sich das jedoch schlagartig. Sie gefällt ihm auf Anhieb und so versucht er immer wieder sich mit ihr zu treffen. Doch Gabby ist in einer festen Beziehung und hat eigentlich nicht vor, diese aufzugeben. Als Travis beginnt um sie zu kämpfen merkt sie jedoch, dass sie auch mehr Gefühle für ihn hat als sie anfangs zugeben wollte. Doch ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt. 

Meine Meinung:
Ich glaube "The Choice" ist mein erstes Buch von Nicholas Sparks. Zwar habe ich schon einige Verfilmungen seiner Geschichten gesehen, doch gelesen habe ich noch keines. Also wollte ich bevor ich diese Verfilmung schaue, endlich auch mal die Buchvorlage lesen.

Sparks Schreibstil ist gut zu lesen. Die Geschichte schön flüssig erzählt. Allerdings weißt sie mir vor allem am Anfang zu viele Längen auf. Die Geschichte kommt nicht so richtig in Schwung, es wird viel um den heißen Brei herum erzählt.

Travis mochte ich von Anfang an. Er ist ein sympathischer Mann, der fest im Leben steht und genau weiß, was er will. Gabby hingegen kam mir immer mal wieder wie ein kleines bockiges Kind vor, dass nicht so genau weiß, was es eigentlich vom Leben erwartet. Im Verlauf der Geschichte wurde sie mir jedoch etwas sympathischer.

Leider fiel es mir oft schwer wirklich lange an der Geschichte dran zu bleiben. Da die Geschichte über sehr lange Zeit einfach nicht vorwärts kommt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Travis. Zunächst trifft man ihn kurz in der Gegenwart an, doch schnell beginnt er zu erzählen, wie er und Gabby sich kennengelernt haben. Das ist zwar durchaus interessant zu verfolgen, doch hätte man das meiner Meinung nach irgendwie kürzer fassen können. Später kehrt Travis wieder in die Gegenwart zurück, was jedoch nur einen sehr kleinen Teil der Geschichte ausmacht.

Hier muss ich jedoch zugeben, dass es recht überraschend wird. Natürlich war von Anfang an klar, dass irgendwelche Schwierigkeiten auftreten werden, irgendwelche Steine ihren Weg kreuzen, doch trotzdem war ich dann überrascht was passierte und fieberte plötzlich sehr mit. Auf einmal flog die Geschichte recht schnell dahin, da ich unbedingt wissen wollte, wie sie ausgeht.

Das Buch ist kein so richtig packendes, doch irgendwas hat der Schreibstil von Nicholas Sparks das gewisse Etwas. Ein schönes Wohlfühlbuch, das zwar nicht immer zu fesseln weiß, aber trotzdem Spaß gemacht hat. Ich werde sicher nochmal etwas von ihm lesen, denn seine Art zu schreiben, mag ich wirklich gerne. 

Fazit:
Ein Buch, das mich nicht ganz überzeugen konnte, da stellenweise die Spannung fehlte und es etwas langatmig wurde. Trotzdem hat es mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen und wird sicher nicht mein letztes Buch von Nicholas Sparks gewesen sein.


Sonntag, 31. Juli 2016

Rezension "Wir beide wussten, es war was passiert"

Titel: Wir beide wussten, es war was passiert
Autor: Steven Herrick
Verlag: Thienemann
ISBN: 978-3-522-20219-0
Seitenzahl: 208
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €

(c) Thienemann
Zum Inhalt:
Billy hat die Schnauze voll. Er beschließt die Schule zu schmeißen und von Zuhause abzuhauen. Doch sehr weit kommt er nicht, denn er hat kaum Geld in der Tasche. Er bezieht einen ausrangierten Güterwagon. Er versucht sich durchzuschlagen, isst Reste bei McDonalds und bemerkt ganz schnell, dass das Mädchen, Caitlin, das dort die Tische putzt sehr hübsch und nett ist. Schnell freunden sich die beiden an und treffen sich auch außerhalb ihres Arbeitsplatzes. Doch Billy beschäftigt noch etwas ganz anderes. Sein Nachbar Old Bill scheint tieftraurig und in sich gekehrt zu sein. Billy tut alles um ihm zu helfen und Caitlin zu beeindrucken.

Meine Meinung:
"Wir beide wussten, es war was passiert" ist ein kleines, aber feines Buch, das vom Fallen und wieder Aufstehen erzählt, von den dunkelsten Stunden des Lebens und der Liebe.

Erzählt wird das Buch abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten. Und dies jeweils aus der Ich-Perspektive. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz und knackig, weswegen man superschnell voran kommt. Die Geschichte ist definitiv sehr poetisch, wie es der Verlag selbst auch ankündigt.

Eigentlich passiert in der Geschichte recht wenig. Billy läuft von daheim weg und versucht sich durchzuschlagen. Er lernt Old Billy und Caitlin kennen und schließt Freundschaften. Sowohl er als auch die beiden anderen erzählen vom Entstehen dieser Freunschaft.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Er versteht es die Emotionen mit sehr wenigen Worten zu transportieren und die Stimmung des Buches super rüber zu bringen. Ich konnte mir Billy neue Welt super vorstellen und komplett darin eintauchen.

Auch die Freundschafts- bzw. Liebesgeschichte gefällt mir gut. Zunächst deutet es nicht so richtig an, dass es wirklich um Liebe geht und dann geht alles recht schnell. Für meinen Geschmack mal wieder etwas zu schnell. Ich mag es einfach viel lieber, wenn so etwas langsam vonstatten geht und nicht so schnell. Erst Freundschaft und dann zack liegen sie zusammen im Bett. Da fehlt mir einfach der zarte Mittelteil, das Kennenlernen, das Annähern.

Das Buch ist wirklich ein besonderes kleines Erlebnis. Die poetische Sprache des Autors, die leise Handlung und die einprägsamen Protagonisten, machen das Buch zu einem Erlebnis. Das Ende ist schön und rundet das Buch toll ab. Besonders die Beziehung zwischen Billy und Old Bill und deren Entwicklung gegen Ende hat mich nachhaltig beeindruckt.

Fazit:
Ein poetisches, kleines Buch, das von der Liebe erzählt, von Tiefschlägen und vor allem von der Macht der Freundschaft.

Carlsen-Summer-Reading-Challenge Buchvorstellung






Heute habe ich gleich noch eine Buchvorstellung für euch. Seid ihr noch auf der Such nach einem schönen sommerlichen Jugendbuch? Dann ist "Matilda und die Sommersonneninsel" genau das richtige für euch. Eine schöne leichte Lektüre, mit einer schönen Liebesgeschichte. Gerade zu den jetzigen Temperaturen passt das Buch perfekt. Habt ihr es schon gelesen? Wenn ja, lasst mir doch eure Meinung da ;)


Samstag, 30. Juli 2016

Rezension "Ghetto Bitch"

Titel: Ghetto Bitch
Autor: Gernot Gricksch
Verlag: Dressler
ISBN: 978-3-7915-0006-5
Seitenzahl: 319
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €


(c) Dressler
Zum Inhalt:
Neles Leben könnte besser nicht laufen. Sie wohnt in einem schicken Villenviertel, ihre Eltern haben viel Geld und sie ist mit dem süßesten Jungen der Schule zusammen. Doch von einem auf den anderen Tag bricht diese heile Welt ohne Vorwarnung in sich zusammen. Ihr Vater stirbt überraschend und als dann auch noch rauskommt, dass die Familie pleite ist, ist nichts mehr so, wie es mal war. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem nerdigen Bruder muss sie das schicke Villenviertel gegen eine heruntergekommene Siedlung tauschen. Eigentlich will Nele gar nichts mit ihren neuen Mitschülern zu tun haben, doch plötzlich merkt sie, dass die gar nicht so doof sind, wie sie auf den ersten Blick dachte. Und dann ist da ja auch noch Rick...


Meine Meinung:
"Ghetto Bitch" ist ein Jugendbuch, das sehr deutlich die klaffenden Unterschiede zwischen Reich und weniger Reich aufzeigt. Es zeigt, was passiert wenn die Oberflächlichkeiten plötzlich verschwinden und ganz andere Dinge im Leben wichtig werden.


Der Schreibstil von Gernot Gricksch hat mir wieder mal gut gefallen. Er versteht es die Welt rund um Nele sehr lebendig werden zu lassen. Hierbei bedient er sich natürlich auch beim Slang bzw. der Jugendsprache. Dadurch sind die beiden Welten sehr gut voneinander zu unterscheiden. Das snobistische Villenviertel und die Siedlung in die Nele dann ziehen muss.


Die Charaktere sind sehr ausdrucksstark und facettenreich. Sie haben alle ihre Eigenheiten, angefangen von Neles Bruder bis zu ihrer Freundin Ginny. Manchmal fehlte mir jedoch etwas die Tiefe. Gerade bei Rick merkt man, dass er eigentlich viele Probleme hat und diese durch Kiffen kompensiert. Leider wird auf diese Probleme nie näher eingegangen und so bleibt der schweigsame Junge recht undurchsichtig. Gerade gegen Ende hätte ich mir gewünscht, dass man noch mehr über ihn erfährt.


Auch die Beziehung zwischen Nele und Rick ging mir irgendwie zu schnell. Auf der einen Seite war Nele noch glücklich mit Daniel und furchtbar traurig, dass sie ihn verlassen musste und dann kam auch schon Rick und wurde sehr schnell zur großen Liebe. Hier musste ich mehrfach überlegen, ob ich vielleicht etwas überlesen hatte, da das wirklich sehr schnell ging. Das fand ich nicht so richtig glaubwürdig. Ganz abgesehen davon war Nele recht wankelmütig, denn kaum tritt Daniel wieder auf den Plan, sind ihre Gefühle wieder durcheinander.


An die Ghettosprache musste ich mich erst etwas gewöhnen. Sie erinnert ein bisschen an die aus "Fack ju Goethe". Doch wie oben schon erwähnt, macht genau diese Sprache auch, die Geschichte sehr authentisch, weswegen ich sie sehr gelungen finde.


Ich habe das Buch grundsätzlich gerne gelesen. Ich fand es spannend zu beobachten, wie Nele und ihr Bruder in der neuen Welt zurechtkommen und dabei nicht nur einmal auch eine falsche Entscheidung treffen. Manches hätte ich mir noch näher beleuchtet gewünscht. Gerade auch der Tod von Neles Vater bleibt sehr im Dunkeln. Hier werden zwar Andeutungen gemacht, doch komplett aufgeklärt wird es nicht. Ich vermute, dass der Autor dies ganz bewusst gemacht hat, doch mich hätte einfach noch mehr interessiert, was dahinter steckt. Meiner Meinung nach gibt es sogar recht viel Potential für einen zweiten Band.


Fazit:
Ein Jugendbuch, welches ich gerne gelesen habe, bei dem mir jedoch die Charaktere teilweise etwas zu undurchsichtig geblieben sind und die Liebesgeschichte definitiv zu schnell ging.


Freitag, 15. Juli 2016

Rezension "Lass uns fliegen"

Titel: Lass uns fliegen
Autor: Katrin Bongard
Seitenzahl: 234
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,99 €

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Paulina ist beliebt, klug und hat einen perfekten Freund. Doch hinter dieser scheinbar perfekten Fassade, ist alles gar nicht so toll, wie es eigentlich aussieht. Seit Paulina einige Wochen in der Schule gefehlt hat, besucht sie einen Psychologen und nimmt Tabletten. Der Grund für ihr Fehlen bleibt zunächst im Dunkeln. Für Paulina ist nichts wie es einmal war, alles ist schwer und sie muss sich zwingen jeden Tag in die Schule zu gehen. Ihr Freund Jan ist zwar da, aber keine wirklich große Hilfe. Viel mehr fühlt sie sich immer zu Vincent hingezogen, den sie in ihrem Schreibkurs trifft. Vincent, der Schulversager, der das komplette Gegenteil von Jan ist. Doch Vincent scheint sie zu verstehen und für sie da zu sein, dabei merkt sie jedoch nicht, dass auch bei ihm vieles nur Fassade ist und er ein dunkles Geheimnis hütet.

Meine Meinung:
"Lass uns fliegen" ist ein tolles Jugendbuch, das unglaublich viel Tiefgang beweist und auch vor schwerwiegenden Problemen keinen Halt macht.

Ich habe das Buch total gerne gelesen, weshalb ich auch nur einen Tag dafür gebraucht habe. Bongard hat einen tollen Schreibstil, der sich super lesen lässt. Zudem wird die Geschichte interessant erzählt und zwar sowohl aus Paulinas, als auch Vincents Perspektive. Beide wechseln sich ab und erzählen in der Ich-Form vom jeweiligen Geschehen, jedoch nie die gleiche Situation zweimal. Jedes Kapitel beginnt mit einem Schlagwort und wird dann abwechselnd erzählt. Das Einzige was ich manchmal etwas irritierend fand ist, dass die Autorin die Szenen nicht immer komplett zu Ende erzählt. Sie beginnt etwas und man erwartet, dass es auf der nächsten Seite weitergeht, doch da ist der Protagonist dann schon wieder zu Hause oder so. Der Rest ist der Fantasie des Lesers überlassen. Kurzzeitig hat mich das gestört, eigentlich finde ich jedoch, dass das ein total interessantes Stilmittel ist.

Das Buch ist auf gar kein Fall eines, in dem alles eitel Sonnenschein ist. Beide Protagonisten haben Probleme und das nicht zu knapp. Dies sorgt jedoch dafür, dass die Geschichte total viel Tiefgang besitzt. Es ist nicht einfach nur eine simple Liebesgeschichte. Nein, viel mehr zeigt sie, wie hart das Leben wirklich sein kann und dass man, egal wie alt man ist, niemals wirklich unbeschwert sein kann. Jeder hat sein Päckchen zu tragen.

Alle Probleme und die Verläufe der jeweiligen Situationen sind immer sehr authentisch und glaubwürdig beschrieben. Auch die Protagonisten sind facettenreiche Persönlichkeiten, die Tiefgang besitzen. Zudem waren mir beide extrem sympathisch. Ich könnte mir bei beiden vorstellen, mit ihnen befreundet zu sein, so echt waren sie beschrieben.

Die Geschichte selbst ist einfach toll, der Verlauf, die jeweiligen Beschreibungen, die Hochs und Tiefs, die emotionalen Situationen, die kleine Liebesgeschichte, die die ganze Zeit unterschwellig mitspielt. Ein richtig schönes Buch, dessen einziges Manko wohl darin besteht, dass es schlichtweg zu kurz ist. Die heiklen Themen Drogen, Alkoholsucht und Psychotherapie, werden von der Autorin sensibel und jederzeit mit dem nötigen Respekt behandelt. Daumen hoch für diese gelungene Geschichte.

Fazit:
Ein tolles Buch, das schwierige Themen äußerst sensibel verpackt, tolle Protagonisten hat und dessen einziges Manko es ist, dass es einfach zu kurz ist.

Dienstag, 12. Juli 2016

Rezension "Die rote Königin"

Titel: Die rote Königin
Autor:Victoria Aveyard
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 512
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 19,99 € / 14,99 €


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Eine Welt in der die Menschheit aufgeteilt ist in zwei Völker. Auf der einen Seite die Silbernen, die das Sagen haben, die reich sind und in Wohlstand leben und außerdem besondere Fähigkeiten besitzen. Auf der anderen Seite die Roten, die genau diesen Wohlstand durch harte Arbeit ermöglichen und von den Silbernen unterdrückt werden. Mare ist eine der Roten, doch sie ist anders, als alle anderen. Denn sie hat ebenfalls Fähigkeiten, die eigentlich den Silbernen vorbehalten sind. Dass das nicht zu ihrem Vorteil ist, merkt sie sehr schnell. Rasch befindet sie sich in einem Ränkespiel um Macht, Liebe und muss allem widersprechen woran sie jemals geglaubt hat.


Meine Meinung:
ENDLICH! Ich bin so froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich dachte echt schon, dass mich nichts mehr wirklich begeistern kann und ich zu anspruchsvoll geworden bin. Doch hier habe ich endlich mal wieder ein Buch, welches die volle Punktzahl verdient und auch bekommen wird.


"Die rote Königin" ist eine Mischung aus Fantasy in Dystopie. Eine Welt die zweigeteilt ist. Kein unbekanntes Szenario für uns Leser. Doch dann hört es auch schon auf mit schon bekannten Ideen. "Die rote Königin" bringt uns Lesern eine Welt, die ich unglaublich faszinierend und kreativ finde. Die Idee der Roten und der Silbernen fand ich schlichtweg grandios. Ich hatte zwar kurz Angst, dass das Buch für meinen Geschmack etwas zu fantastisch sein könnte, aber dem ist mitnichten so.


Von der ersten Seite an war ich fasziniert von dem Geschehen rund um Mare und ihre Freunde/Familie. Die Autorin überrascht mit tollen Ideen und sehr überraschenden Wendungen. Kaum etwas war für mich so vorher zu sehen und so wartete beinah auf jeder Seite eine neue Überraschung auf mich. Dies setzt sich bis zum Ende fort und so sind auch die letzten 20 Seiten einfach nur unglaublich packend. Mit diesem Ende hätte ich niemals gerechnet, ich bin immer noch schockiert - im positiven Sinn natürlich.


Aveyard hat die Begabung Mares Welt so detailliert zu beschreiben, dass sie wahnsinnig authentisch wirkt und ich mir jeden Fleck, jedes Örtchen bildlich vorstellen konnte. Das trägt natürlich dazu bei, dass ich richtig tief in die Geschichte eintauchen konnte und so geflasht war, dass ich trotz großer Müdigkeit bis nachts um halb zwei gelesen habe.


Auch die Personen sind Aveyard richtig gut gelungen. Sowohl die sympathischen als auch die Bösewichte sind authentisch und facettenreich. Und so kam es mir irgendwann so vor, als würde ich die Personen selbst kennen. Die Fieslinge wollte ich nehmen und schütteln, die anderen in den Arm nehmen und trösten. Gerne würde ich Mare persönlich kennenlernen.


Das Buch ist der Hammer echt. Ich BRAUCHE jetzt den zweiten Teil. Denn das Ende bleibt natürlich mit einem fiesen Cliffhanger offen. Die Geschichte hat so viele Punkte, die auf einen weiteren spannenden Verlauf hindeuten. Die Autorin hat richtig viel Potenzial und kann super schreiben. Ich bin gespannt, wie es mit Mare, Maven und Cal weitergeht.


Fazit:
Unglaublich guter 1. Teil einer Reihe. Ich bin froh, dass ich endlich mal wieder ein Buch erwischt habe, von dem ich einfach nur sagen kann, dass es der Hammer ist. Tolle, erfrischende Ideen, authentische Charaktere und eine kleine Liebesgeschichte lassen das Buch zu meinem bisherigen Highlight in diesem Monat werden! Dieses Buch wäre eigentlich der Grund dafür meine Punkteskala zu erhöhen, denn 5 scheint mir fast zu wenig zu sein! ;)


Donnerstag, 7. Juli 2016

Rezension "Die Dinge deiner Liste"

Titel: Die Dinge deiner Liste
Autor: Mia Hansen
Verlag: Montlake/Amazon
Seitenzahl: 283
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Mia Hansen
Zum Inhalt:
Finn und Vicky kennen sich seit Kindesbeinen an. Einige Jahre war der Kontakt unterbrochen, doch als Vicky erfährt, dass Finn schwer krank ist, nimmt sie diesen sofort wieder auf. Gemeinsam beschließen sie eine Liste von Wünschen abzuarbeiten, die Finn als Jugendlicher erstellt hat. Vicky hofft, dadurch neuen Lebensmut in Finn zu wecken. Eine spannende Reise beginnt, bei der die beiden nicht nur tolle Erfahrungen machen, sondern sich auch näher kommen.

Meine Meinung:
 "Die Dinge deiner Liste" ist ein Buch, das mich emotional sehr berührt hat. Es geht, wie zu erwarten, um das Thema Krebs. Dieses Thema ist für mich im Moment persönlich nicht ganz einfach, da ich erst vor kurzem jemanden an diese Krankheit verloren habe. Trotzdem wähle ich immer wieder ganz gezielt und bewusst Bücher und Filme mit diesen Themen aus, da es zum Leben dazu gehört und ich das schon auch irgendwie ganz gut trennen kann. Natürlich trifft es mich dann vermutlich trotzdem deutlich mehr, als jemanden der noch nie persönlich mit dieser Krankheit in Kontakt gekommen ist.

Mia Hansen hat einen tollen Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Sie drückt sich super aus, bleibt dabei aber immer locker leicht und schafft es dieses schwere Thema sensibel an uns Leser zu bringen. Besonders schön fand ich, dass das Buch nie hoffnungslos ist. Das Thema ist natürlich unglaublich hart und das merkt man der Geschichte auch an. Die Protagonisten haben des öfteren ihre Tiefpunkte, diese rissen mich jedes mal mit sich. Aber trotz dieses schweren Themas schafft es Mia Hansen eine positive Botschaft mit der Geschichte zu vermitteln. Das Leben ist wertvoll, jeder einzelne Tag lohnt gelebt zu werden. Auch wenn die Zeit begrenzt ist, kann man noch so viel erleben. Dies alles vermitteln die beiden Protagonisten auf unnachahmliche Weise.

Zudem leben die beiden eine Liebesgeschichte die ihres gleichen sucht. Hier wird eine so reine, aufrichtige und selbstlose Liebe beschrieben, dass man die beiden fast nur beneiden kann. Obwohl Vicky weiß dass die Zeit begrenzt ist, lässt sie sich mit Haut und Haaren auf Finn ein. Und Finn schöpft mit jedem Tag neuen Lebensmut. Vicky gibt Finn das wertvollste, was man einem kranken Menschen geben kann - Hoffnung.

Ich gebe es zu, dass mir dieses Buch, eben aus jenen genannten persönlichen Gründen, sehr nahe ging. Doch das ist für mich ein ausschließlich positiver Punkt. Mia Hansen versteht es wunderbar das Innerste im Leser anzusprechen und ihn bis ins Mark zu erschüttern. Ich denke keiner kann sich vor der Sensibilität dieses Themas schützen und genau deswegen braucht man einen Autor der dem Thema genau diese Sensibilität und den nötigen Respekt entgegen bringt.

Ich muss fast sagen, dass trotz dem Thema Krankheit die schönen Moment fast überwiegen. Vicky und Finn erleben so viel schönes und haben dabei so überraschende Begegnungen, dass ich ihren Roadtrip mit viel Spannung und sehr gerne verfolgt habe. Es war total interessant zu beobachten wie die beiden während dieser Reise einander näher kamen und selbst an der Situation gewachsen sind.

Fazit:
Ein hoch emotionales Buch, dessen Autorin ein sensibles Thema wunderbar verpackt und dabei nie hoffnungslos wird, sondern zeigt, wie viel wert das Leben jeden einzelnen Tag ist. 

Mittwoch, 6. Juli 2016

Rezension "Summer Girls - Matilda und die Sommersonneninsel"

Titel: Summer Girls - Matilda und die Sommersonneninsel
Autor: Martina Sahler/Heiko Wolz
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 244
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Matilda und ihre Freundinnen leben auf einer Insel. Es sind Sommerferien und die vier haben sich vorgenommen, dass dies der beste Sommer ihres Lebens wird. Matilda gibt in der Surfschule ihres Vaters Unterricht. Schon zu Beginn der Sommerferien läuft ihr hier Lasse über den Weg. Lasse, der wirklich süß und unglaublich nett, aber auf gar keinen Fall etwas für sie ist. Denn Lasse kommt aus Frankfurt, was wirklich ewig weit weg ist. Und so schließt Matilda eine Romanze kategorisch aus. Ob sie dabei bleibt?

Meine Meinung:
"Summer Girls - Matilda..." ist der erste Band einer Reihe. Schon das Cover lässt bei mir Sommerstimmung aufkommen und lädt dazu ein das Buch aufzuschlagen.

Die Geschichte hält, was das Cover verspricht. Ich bekam eine locker-leichte Sommergeschichte, bei der ich nicht viel nachdenken, aber komplett darin eintauchen konnte. Und so hatte ich das Buch an nur einem Tag fertig gelesen.

Man merkt natürlich von der ersten Seite an, dass die Protagonisten Teenager sind und darum auch die schwierigen Phasen eines Teenagers durchlaufen oder aber ein manchmal etwas "unreifes" Verhalten an den Tag legen. Da aber Teenager genau die Zielgruppe dieses Buches sind, denke ich dass das genau richtig so ist. Hier treffen sie auf Gleichgesinnte, hier werden Probleme angesprochen, die sie selbst nur zu gut kennen.

Matilda war mir sehr sympathisch, auch wenn ich sie gerne das ein oder andere Mal gepackt und durchgeschüttelt hätte. Das junge Mädchen, das bei seinem Vater aufwächst, immer für sich selbst einsteht, keinen großen Wert auf Schminken und Styling legt und das Herz am richtigen Fleck hat. Sie mochte ich echt gerne. Ein bisschen habe ich mich selbst auch in ihr wiedererkannt. Ich finde die beiden Autoren haben tolle Charaktere geschaffen. Sowohl sympathische, als auch unsympathische.

Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt wahnsinnig weltbewegend, aber ich habe sie total gerne gelesen. Sie vermittelt ein wunderbares Sommerfeeling und hinterlässt bei mir ein richtig schönes Wohlfühlgefühl. Ich bin im Moment echt traurig, dass der nächste Band erst nächstes Jahr erscheint. Ich habe die vier Mädels gerne bei ihren Erlebnissen auf der Insel begleitet. Die Autoren beschreiben die Gegend so bildhaft, dass ich mir alles wunderbar vorstellen konnte und genau vor Augen hatte.

Die beiden Autoren haben wirklich eine schöne Geschichte geschaffen, die richtig super zum Sommer passt. Toll geschrieben, locker leicht erzählt, ist sie genau das richtige für warme Sommertage, zum Abschalten, zum Genießen, zum vom Sommer träumen, sollte das Wetter gerade mal nicht passen. Und die passende Portion Liebe gibt es natürlich auch noch, sodass es an nichts fehlt.

Fazit:
Schönes, leichtes Sommerbuch, das genau die richtig Mischung findet. Liebe, Freundschaft, Probleme, Sommerstimmung und eine wunderbare Umgebung, laden ein, die Mädchen bei ihren Erlebnissen zu begleiten und selbst vom Sommer zu träumen. 

Dienstag, 5. Juli 2016

Rezension "Luca & Allegra - Liebe keinen Montague"

Titel: Luca & Allegra - Liebe keinen Montague
Autor: Stefanie Hasse
Verlag: Impress
Seitenzahl: 280
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress
Zum Inhalt:
Allegra macht mit ihrer besten Freundin Jen einen Kurztrip an den Gardasee. Eigentlich rechnet sie nur mit ein paar Tagen Erholung vom stressigen Alltag, doch was sie wirklich erwartet, übersteigt ihr Vorstellungsvermögen. Schon kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf Alessandro, der mit Nachnamen Capulet heißt. Sofort fühlt sie sich merkwürdig zu ihm hingezogen, kann sich aber zunächst gar nicht erklären warum. Als sie dann auch noch auf Luca trifft ist das Chaos perfekt. Alessandro und Luca scheinen sich zu hassen und nur langsam kommt Allegra hinter das ganze Geheimnis. Und plötzlich geht es nicht nur darum einen schönen Sommerurlaub zu haben, sondern die Liebe ihres Lebens zu finden und diese vor dem Tod zu bewahren.

Meine Meinung:
"Luca und Allegra - Liebe keinen Montague" ist eine moderne Adaption des Shakespear-Dramas "Romeo und Julia". Es handelt sich hierbei um den ersten von zwei Teilen. Der zweite Teil erscheint im August.

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht. Ich mochte Allegra und auch Alessandro wuchs mir schnell ans Herz. Der Schreibstil von Stefanie Hasse ist locker leicht zu lesen und ich freute mich auf ihre moderne Umsetzung von Romeo und Julia.

Zunächst konnte sie mich damit auch vollständig packen und überzeugen. Die Seiten flogen nur so dahin und ich wartete gespannt darauf, endlich hinter das große Geheimnis zu kommen. Dies wird jedoch recht schnell aufgeklärt, dass zumindest dieser Punkt nicht mehr wirklich für Spannung sorgte.

Auch weiterhin las ich das Buch recht gerne, da ich den Schreibstil wirklich angenehm finde. Stefanie Hasse kann sich auf jeden Fall toll ausdrücken und das merkt man in dieser Geschichte auf jeder Seite. Allerdings ging mir alles etwas zu schnell. Die Auflösung des Geheimnisses, die große Liebesgeschichte. Einiges ging so schnell, dass ich zurückblättern musste, um nachzulesen, wie es denn dazu gekommen ist, nur um festzustellen, dass es dafür gar keine richtige Erklärung gibt. Ich finde ein paar Seiten mehr hätten dem Buch gar nicht geschadet. Es ist ja recht dünn und so hätte ich es gut gefunden, wenn auf manche Dinge einfach etwas ausführlicher eingegangen worden wäre.

Auch die Personen blieben dadurch etwas blass. Und das obwohl Hasse gerade mit Allegra, Luca und Alessandro sehr charakterstarke Persönlichkeiten geschaffen hat. Auch hier hätten ein paar Seiten mehr, den Charakteren noch etwas mehr Tiefe verliehen. Gerade Allegra habe ich in ihren Handlungen nicht immer so ganz verstanden.

Ich muss zugeben, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass die Geschichte so fantastisch wird, wie sie es dann geworden ist. Viel mehr bin ich von einer realen Story ausgegangen, mit etwas mysteriösem Hintergrund vielleicht. Und so war ich etwas überrascht, als die Geschichte nach etwa der Hälfte ziemlich ins fantastische abdriftete. Ich hätte mir da etwas mehr Realität gewünscht.

Allerdings finde ich die Ideen der Autorin wirklich spitze. Was sie für Erklärungen für den Mythos rund um Romeo und Julia gefunden hat gefällt mir gut. Wie sie es in die heutige Zeit transportiert ist glaubwürdig und gut gemacht. Ihre neuen, erfrischenden Ideen überzeugen, sodass ich sicher noch mehr Bücher von Stefanie Hasse lesen werde. 

Das Ende bzw. der Showdown war spannend. Das Ende bleibt ziemlich offen, wobei ich auch mit diesem Ende irgendwie leben könnte. Es ist jetzt nicht so, dass ich unbedingt eine Fortsetzung brauche. Trotzdem werde ich sie lesen, weil es mich natürlich interessiert, wie es mit Allegra, Luca und Alessandro weitergeht.


Fazit:
Moderne Umsetzung des Shakespeare-Dramas "Romeo&Julia". Der Schreibstil ist klasse, die Ideen erfrischend neu. Allerdings war mir das Buch etwas zu kurz, sodass alles etwas zu schnell ging, zudem hätte ich mir für manche Dinge ein paar weniger fantastische Erklärungen gewünscht. 

Donnerstag, 30. Juni 2016

Rezension "Sternschnuppenschauer"

Titel: Sternschnuppenschauer
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Verlag: Impress
Seitenzahl: 346
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress
Zum Inhalt:
Cassie ist am Boden zerstört. Ihr Paps starb vor einem halben Jahr und seitdem ist nichts mehr wie es mal war. Ihre Mutter ist kaum noch für sie da, zu sehr versinkt sie in ihrer eigenen Trauer. Als es Sommer wird beschließt Cassies Mum, dass Cassie die Ferien bei einer guten Freundin zu verbringen, sie selbst begibt sich in Therapie. Und für Cassie beginnt ein Sommer voller unerwarteter Momente, sowohl tragisch als auch lustig, sowohl traurig als auch kribbelnd romantisch. Cassie beginnt den Tod ihres Paps zu verarbeiten doch dafür braucht sie mehr Kraft als sie eigentlich hat.

Meine Meinung:
Achje, es fällt mir echt unglaublich schwer eine Meinung zu diesem Buch zu formulieren, es tut mir eigentlich schon fast Leid, das zu schreiben, was ich gleich schreiben werde. So wie ich es an anderen Rezensionen gesehen habe, bin ich wohl eine der wenigen, deren Meinung so gar nicht positiv ausfällt, so Leid es mir tut.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker, sofort hatte ich Lust in das Buch einzutauchen. Ich muss zugeben, dass ich eine andere Geschichte erwartete, als die, die ich letztendlich bekommen habe. Doch das ist noch nicht mal ein negativer Punkt. Eigentlich rechnete ich mit einer sommerlichen Liebesgeschichte, in der Cassie den Tod ihres Vaters verarbeitet. Bekommen habe ich genau das Gegenteil. Eine Geschichte über Trauerbewältigung, bei der die Liebe eher eine nebensächliche Rolle spielt. Das kam für mich sehr unerwartet, ist aber gar nicht negativ. Mir fiel es zwar schwer mit Cassies Trauer umzugehen, da ich selbst gerade dabei bin einen Todesfall zu verarbeiten, doch dafür kann die Autorin natürlich nichts. Und so ist der Grundgedanke der Geschichte, die Trauerbewältigung, eine echt gute Idee.

Leider kann ich jetzt nur noch Dinge aufzählen, die mich wirklich gestört haben. Es gab zwei Dinge die meinen Lesefluss unglaublich gebremst haben, sodass ich für die Geschichte ziemlich lange gebraucht habe. Zum einen war der Schreibstil einfach nicht so richtig meiner. Es gibt ständig Wiederholungen bspw. bei der Beschreibung von Cassies Gefühlen (Herz wie ein Klumpen Eis) oder aber auch der Challenge, die Cassie mit ihrer Freundin macht. Damit hätte ich noch halbwegs leben können, wenn es nicht zusätzlich dermaßen viele Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler gegeben hätte. Mir tut das für die Autorin total Leid, da ich mich frage, wie das passieren konnte. Es sind nur so kleine Dinge wie "den" statt "dem" oder ähnlich. Aber leider einfach viel zu häufig.

Mit der Protagonistin Cassie wurde ich zu keinem Zeitpunkt richtig warm. Ihre Trauer wird schon sehr krass beschrieben. Mir ist klar, dass jeder Mensch auf seine eigene Art trauert, aber wenn ich mir überlege, dass Cassie gefühlt jedes Mal in Tränen ausbricht, wenn sie auch nur eine Kleinigkeit an ihren Vater erinnert, finde ich das ein bisschen überzogen. Es fing auch irgendwann ein bisschen an zu nerven, dass sie ständig am Weinen war. Zudem spielt sie einfach dauernd an ihren Zöpfen rum. Ich weiß nicht warum, aber nach einer Weile hat mich das schier wahnsinnig gemacht.

Und auch das Hin und Her zwischen Logan und Cassie fand ich irgendwann zu viel des Guten. Ich mochte Logan, und auch seine Schwester Summer und ich finde es schade, dass er so lange so schlecht wegkommt, was er im Übrigen gar nicht verdient hat. Sein Geheimnis, hat mich zwar überrascht, war jetzt aber auch nicht wahnsinnig weltbewegend. Ich fand es eher ein bisschen anstrengend wie er mit Cassie heiß und kalt gespielt hat. Mal war er total lieb und dann wieder ganz komisch. Zum Ende hin hat er mir immer besser gefallen.

Und auch das Ende selbst bringt die Geschichte dann letztendlich zu einem versöhnlichen Abschluss. Ich hatte das Gefühl, Cassie kommt endlich aus ihrem Hamsterrad raus und es geht ein bisschen vorwärts. Auch für Logan und Summer endet die Geschichte zufriedenstellend, sodass ich die Geschichte gut zu Ende gebracht finde.

Fazit:
"Sternschnuppenschauer" konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Das Cover ist wunderschön, doch besonders die vielen Schreibfehler und die für mich sehr anstrengende Protagonistin machten es mir schwer der Geschichte an einem Stück zu folgen. Schade, denn die Idee, Trauerbewältigung in ein sommerliches Setting zu packen finde ich alleine schon wegen diesen krassen Gegensätzen gut.

Dienstag, 28. Juni 2016

Carlsen-Summer-Reading-Challenge Buch Nr. 4 Kurzvorstellung


Aktuell lese ich für die Carlsen-Summer-Reading-Challenge einen weiteren Titel aus dem Hause Impress. "Sternschnuppenschauer" von Ann-Kathrin Wolf. Das Cover lässt zunächst den Eindruck entstehen, dass es sich dabei um eine nette Sommer-Liebesgeschichte handelt. Doch weit gefehlt. Ja, die Geschichte spielt im Sommer und ja Liebe gibt es auch, aber viel mehr ist es ein Buch, das vom Tod eines geliebten Menschen handelt und wie die Protagonistin diesen verarbeitet. Ich habe selbst vor kurzem einen mir sehr nahestehenden Menschen verloren, weswegen mir die Geschichte bisher vielleicht näher geht, als anderen. Cassie, die Protagonistin muss den Tod ihres Vaters verarbeiten. Wie sie dies, an der Seite von Summer, einer sehr langjährigen Freundin tut, erzählt Ann-Kathrin Wolf in "Sternschnuppenschauer".