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Samstag, 29. Dezember 2018

Rezension "Wasteland - Tag des Neubeginns"

Titel:  Wasteland - Tag des Neubeginns
Autor: Emily Bähr
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 388
ISBN:  978-3-646-60424-5
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,99 €
Alter: ab 14
Band: 1/3

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Lys Mason lebt in einem abgeschotteten Dorf. Seit ihre Mutter starb hat sie dieses kaum noch verlassen. Eines Tages wird ihr Dorf von Zombies angegriffen und Lys entkommt nur knapp. Was mit ihrem Vater ist, weiß sie nicht. Sie ist bereit alles dafür zu tun, um ihn zu finden und kommt dabei durch Zufall in die Gesellschaft des Kopfgeldjägers "Z". Das hinter ihrer Mission viel mehr steckt als nur ihren Vater zu befreien, ahnt Lys nicht 

Meine Meinung:
Dies ist der erste Teil der Wasteland-Reihe. Ich habe ihn recht lange vor mir her geschoben, obwohl ich eigentlich sehr gerne Dystopien lese. Jetzt bin ich jedoch recht froh, dass ich das getan habe, denn inzwischen ist die Reihe komplett erschienen und ich kann alle am Stück lesen. Cliffhänger sind somit nicht so gemein, wie es oft der Fall ist. 

Ich kam sehr gut in die Geschichte rein, auch wenn zu Beginn nicht allzu viel passiert. Dafür hat man als Leser in Ruhe Zeit das Setting kennen zu lernen und sich an die Umgebung und die Zombies zu gewöhnen. Trotzdem waren einige Stellen recht langatmig und ich kam nicht so schnell vorwärts wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. 

Der Schreibstil der Autorin ist recht angenehm zu lesen. Sie beschreibt die Umgebung schön detailliert, benutzt aber nicht zu viele Details, die so eine Beschreibung recht schnell langweilig werden lassen können. 

Den ersten Höhepunkt, erlebt die Geschichte, als das Dorf von Zombies angegriffen wird und man als Leser hautnah dabei ist. Da lief mir an der ein oder anderen Stelle ziemliche Gänsehaut über den Rücken. 

Danach flachte die Geschichte leider etwas ab und es gab viel durch die Gegend gerenne, was ich recht langweilig fand und mich das Buch für eine ganze Weile zur Seite legen ließ.

Nach und nach kommen noch einige Charaktere dazu, die zwar sehr gut ausgearbeitet sind, aber nicht unbedingt mehr Spannung in die Geschichte bringen. Zwar fand ich die verbalen Schlagabtäusche zwischen den Protagonisten ziemlich amüsant, doch fehlte mir trotzdem die Spannung. 

Auf diese musste ich für meinen Geschmack zu lange warten. Denn erst gegen Ende nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf und offenbart Dinge, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Ich war total überrascht und bin sehr gespannt wie das im nächsten Teil weiter gehen wird, denn natürlich endet die Geschichte mit einem Cliffhanger, der mich mit vielen Fragezeichen zurück lässt.

Fazit:
Ein Reihenauftakt, der definitiv noch etwas Luft nach oben hat. Leider fehlte mir an vielen Stellen die Spannung, denn erst gegen Ende nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf. Ich hoffe der nächste Teil kann davon etwas mehr bieten. 
 
 

Freitag, 16. März 2018

Rezension "Wie Schnee so weiß"

Titel: Wie Schnee so weiß
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 848
ISBN: 978-3-551-58289-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,99 €

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler für alle, die die ersten 3 Bände der Luna-Chroniken nicht kennen.

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Prinzessin Winter von Luna ist bei ihrem Volk äußerst beliebt, was ihrer Stiefmutter Königin Levana sehr missfält. Sie tut alles dafür um das lästige Mädchen loszuwerden. Eigentlich hat sie jedoch ganz andere Dinge im Kopf. Ihre Hochzeit und die Krönung stehen bevor und dann wird die Erde endlich ihr gehören. Doch da hat sie die Rechnung ohne Cinder und ihre Freunde gemacht. Die sind nämlich ebenfalls auf dem Weg nach Luna, denn Cinder will mit aller Macht den Thron zurück erobern, der rechtmäßig ihr zusteht.

Meine Meinung:
Hier ist er nun. Der finale Band der Luna-Chroninken. Für diesen Band habe ich deutlich länger gebraucht als für seine Vorgänger.

Dies lag natürlich zum Einen an der Dicke des Buches. Mit fast 900 Seiten hat man hier eine Geschichte, die zumindest ich, nicht innerhalb von 2 Tagen gelesen habe. Zudem muss ich leider zugeben, dass dieser 4. Band mich leider nicht so fesseln konnte wie seine Vorgänger. Zwar habe ich nach wie vor die Geschichte rund um Cinder und ihre Freunde geliebt, doch leider war hier alles etwas langatmig. Natürlich haben so dicke Bücher durchaus ihre Vorteile, man hat sehr lange etwas von der Geschichte und muss das liebgewonnenen Univerusm nicht sofort wieder verlassen. Allerdings finde ich, dass es hier die vielen Seiten gar nicht so unbedingt gebraucht hätte.

Dadruch wurde die Geschichte für mich zu ausführlich, langatmig und kam nicht von der Stelle. Manche Szenen dauerten mir viel zu lange und ich fragte mich immer wieder wie lange es wohl nun dauern würde, bis tatsächlich etwas nennenswertes passiert und die Spannung mich packt. Ich hatte oft das Gefühl, die Protagonsiten würden nur von a nach b laufen, was die Geschichte nicht wirklich vorwärts brachte.

Zudem mochte ich Prinzessin Winter irgendwie gar nicht. Sie ist eine sehr facettenreiche Persönlichkeit, die durchaus gut durchdacht ist. Allerdings fand ich sie sehr anstrengend. Dadurch dass sie ihre Gabe nicht benutzt leidet sie an der sogenannten Lunakrankheit, was sie ziemlich verrückt werden lässt. Sie sieht die Wände bluten und hat auch sonst ständig Halluzinationen. Irgendwie fand ich ihre Art so nervig und wurde auch im Verlauf der Geschichte nicht warm mit ihr. Mir ist natürlich durchaus bewusst, dass das genau so sein soll, dass die Autorin mit Absicht eine so spezielle Persönlichkeit entworfen hat, doch die Szenen in denen sie vorkam las ich am wenigsten gerne.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Kai und Cinder bleibt leider ziemlich auf der Strecke, was ich irgendwie schade fand, aber dem Verlauf der Geschichte geschuldet ist. Ich mochte die beiden zusammen nur so gerne, deswegen habe ich es vermisst ihre zarte Liebe weiter wachsen zu sehen.

Trotz allem fand ich die Geschichte alles in allem sehr spannend, packend und habe sie gerne gelesen. Ich fieberte mit Cinder und ihren Freunden mit und fand es zudem richtig interessant zu entdecken wie es auf Luna aussieht. Die Beschreibungen der Zustände dort in den Randbezirken und auch das Verhalten gegenüber den Bürgern dort fand ich extrem erschreckend. Die Autorin schürt so den Hass gegen Levana, an der ich einfach keine positive Seite finden konnte.

Als der Kampf um Cinders Thron dann in seinem finale gipfelt, wird es recht brutal und blutig, aber auch sehr spannend. Ich konnte unmöglich vorhersehen, wie alles enden wird und welche Steine Cinder zwischendurch noch in den Weg gelegt werden. Das letzte Drittel des Buches flog so recht schnell an mir vorbei. Und auch das Ende fand ich sehr gelungen. Ich finde, dass es sogar ein wenig offen ist, aber nicht in dem Sinn, dass Fragen ungeklärt sind. Viel  mehr so, dass man als Leser einen Ausblick in die Zukunft bekommt und sich super vorstellen kann, wie die Geschichte nun weitergeht. Gerne hätte ich hier noch ein wenig weitergelesen, hatte ich doch auf eine Hochzeit zwischen Cinder und Kai gehofft.

Fazit:
Ein Reihenabschluss, der mir gut gefallen hat, leider jedoch nicht ganz so gut wie seine Vorgänger. Manches war etwas zu ausführlich und langatmig, anderes blieb auf der Strecke. Doch im Großen und Ganzen schließt die Autorin hier ihre Reihe gelungen ab und lässt mich sehr zufrieden zurück. Das realistische Ende lässt einen Ausblick auf die Zukunft da und in mir als Leser den Wunsch nach noch einem Band entstehen.

Donnerstag, 22. Februar 2018

Rezension "Soulsystems - Suche, was dich rettet"

Titel: Soulsystems - Suche, was dich rettet
Autor: Vivien Summer
Seitenzahl: 444
ISBN: 978-3-646-60378-1 
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 2/5

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die den ersten Band nicht kennen!

(c) Impress
Zum Inhalt:
Ella weiß nun über die Rebellen Bescheid und steht vor der schweren Aufgabe, ob sie sich ihnen anschließen will oder nicht. Gleichzeitig ist sie mit ihren Gefühlen für River beschäftigt, die sie von Grund auf verwirren. Einerseits ist er charmant und anziehend und dann doch wieder so abweisend. Und dann ist da noch das dunkle Geheimnis das ihn zu umgeben scheint. Außerdem verheimlicht ihr Vater ihr einige Dinge und Ella steht vor der Entscheidung wem sie letztendlich vertrauen soll.

Meine Meinung: 
Obwohl mich der erste Band nicht so überzeugen konnte, fing dich trotzdem direkt mit dem zweiten Band an, in der Hoffnung, dass ich hier mehr Action bekommen würde.

Was mir jedoch im ersten Teil fehlte - die Spannung - lässt auch hier leider auf sich warten. Und so schob ich auch dieses Mal wieder Bücher dazwischen, bevor ich mich dazu durchringen konnte, das Buch an einem Stück fertig zu lesen.

Normalerweise mag ich Liebesgeschichten wirklich total gerne. Vor allem wenn zwei Protagonisten langsam zueinander finden. Die zarten, prickelden Entwicklungen finde ich meistens einfach klasse. Leider geht mir die Liebesgeschichte in diesem Buch ziemlich auf die Nerven. Zwar mag ich sowohl Alex als auch Ella, doch das ewige Hin und Her zwischen den beiden ist extrem anstrengend. Am einen Tag küssen sie sich noch, am nächsten reden sie quasi nicht mehr miteinander. Dies nimmt so viele Seiten in Anspruch, dass ich das Buch öfters genervt unterbrechen musste. Ich wollte eigentlich viel mehr von Soulsystems erfahren und von der Welt in der Alex und Ella leben.

Neu hinzu kommen in diesem Band zwei weitere Hauptcharaktere Rhea und Caden, die auf der Erde in einem Gefängnis leben. Die Zustände dort sind erschreckend und mir drehte sich nicht nur einmal förmlich der Magen um, als ich lesen musste, was die Gefangenen dort mitmachen müssen. Die Idee zwei neue Protagonisten dazu zu bringen und so den Bogen zur Erde zu schlagen, fand ich klasse. Rhea ist ziemlich undurchschaubar und kalt, Caden auf den ersten Blick recht unsympathisch. Jedoch habe ich auch hier meine Vermutungen, wer Caden in Wahrheit sein könnte. Die Geschichte der beiden endet jedoch recht plötzlich und so stand ich mit einem Mal vor dem Problem, dass der nächste Teil noch nicht erschienen ist.

Denn das was in der Geschichte an Spannung fehlt macht die Autorin urplötzlich durch das Ende wett. Ich bin immer noch fassungslos mit was für einem Cliffhanger sie daher kommt. Das ist richtig böse und gemein. Musste ich mich durch große Teile des Buches quälen, flog das Ende nur so dahin und ich wollte mehr, immer mehr. Doch dann stieß ich auf die Worte "Ende von Band 2" und fiel in ein Loch. Ich MUSS doch jetzt wissen, wie es weitergeht. Die Autorin hat sich zwar wirklich Zeit gelassen ihr Potenial zu entfalten. Doch wer so lange durchhält, der wird mit einem gemeinen Cliffhanger belohnt. Ich freue mich schon auf April, wenn zum Glück schon der nächste Teil erscheint.

Fazit:
Ein Buch, das leider, wie sein Vorgänger auch, viele Schwächen hat. Die Liebesgeschichte nahm mir zu viel Raum ein, die Spannung blieb auf der Strecke. Doch dann kam das Ende, welches für fast alles entschädigt. Die Autorin haut plötzlich einen Hammer nach dem anderen raus und wirft den Leser mit einem fiesen Cliffhanger in ein tiefes Loch. Ich brauche Band 3 - JETZT!

Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension "Soulsystems - Finde was du liebst"

Titel: Soulsystems - Finde was du liebst
Autor: VivienSummer
Seitenzahl: 379
ISBN:  978-3-646-60377-4
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 1/5

(c) Impress
Zum Inhalt:
Ella lebt auf dem Mars, denn die Erde ist durch atomare Zerstörung unbewohnbar geworden - scheinbar. Alex weiß es besser, denn er kommt von der Erde und weiß, dass dort alles in bester Ordnung ist. Nicht in Ordnung ist jedoch das System, das sie alle kontrolliert. Soulsystems schreibt allen vor wie sie zu leben haben. Hält man sich nicht daran, drohen hohe Strafen. Alex ist Mitglied einer Widerstandbewegung, die Soulsystems um jeden Preis vernichten will. Ella weiß nichts davon, ahnt aber, dass er ein Geheimis mit sich herumträgt und fühlt sich sofort zu ihm Hingezogen. Eine Liebesgeschichte, die alles kosten könnte, beginnt.

Meine Meinung:
Eine weitere Dystopie hat den Weg auf meinen Reader gefunden. Also falls ich tatsächlich den Eindruck hatte, dass es inzwischen wieder weniger Dystopien gibt, hiermit wäre das widerlegt.

In dieser Geschichte befinden wir uns auf dem Mars, was ich schön abwechslungsreich fand, da ich das bisher noch in keiner meiner Dystopien hatte. Dass die Erde nicht mehr bewohnbar ist, ist jedoch nichts neues. Allerdings spielt dies hier eher eine untergeordnete Rolle, da die Handlung komplett auf dem Mars spielt und die Erde nur in Erzählungen erwähnt wird.

Ella ist ein sympathisches junges Mädchen, welches jedoch auch etwas naiv ist, denn sie glaubt der Regierung alles aufs Wort, obwohl sie selbst merkt, dass die Regeln gar nicht so toll sind. Umso geschockter ist sie, als sie merkt, dass sowohl die Regierung als auch ihre Eltern sie belügen. Ich denke ja da steckt noch mehr dahinter, werde aber meine Vermutung jetzt mal nicht äußern, um euch nicht zu spoilern.

Alex fand ich gleich total super. Bis auf seine häufigen Frauengeschichten vielleicht. Für seine wechselnden Betthäschen hat er jedoch eine gute Erklärung, die zugleich schlüssig und tragisch ist. Ihm fühlte ich mich sofort verbunden und litt mit ihm, denn die Erinnerungen quälen ihn bis zum heutigen Tag.

Von der Spannung her besitzt die Geschichte eindeutig noch Steigerungspotenial. Für meinen Geschmack ging sie etwas zu langsam vorwärts. Es passierte auf vielen Seiten nur wenig und so schob ich immer wieder etwas anderes dazwischen, weil mich die Geschichte nicht so fesseln konnte. Ein spannender Höhepunkt bleibt gleichsam aus, wie auch ein fesselnder Cliffhanger. Den zweiten Teil werde ich auf jeden Fall auch noch lesen, ob es aber wirklich für alle 5 Teile reicht weiß ich noch nicht. Dafür muss sich der Spannungsgrad auf jeden Fall noch steigern.

Fazit:
Der Auftakt einer Dystopie, der mich noch nicht komplett überzeugen konnte. Das Setting gefiel mir, ebenso die Protagonisten. Die Spannung war mir jedoch deutlich zu wenig vorhanden, weswegen mich die Geschichte noch nicht komplett fesseln konnte.

Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension "Sublevel - Zwischen Reue und Revolte"

Titel: Sublevel - Zwischen Reue und Revolte
Autor: Sandra Hörger
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 351
ISBN:  978-3-646-60305-7
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 2/3

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die den ersten Band nicht kennen!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sunrise und Corvin könnten so glücklich sein. Durch einen Zufall haben sie sich gefunden, doch Corvins Eltern billigen diese Beziehung nicht. Sie entspricht nicht seinem Stand und so muss sich Corvin auf einem Kompromiss einlassen um trotzdem glücklich mit Sunrise zu werden. Doch das ist gar nicht das größte Problem. Die Mission die bald zur Erde starten soll ist in großer Gefahr. Immer wieder sterben Besatzungsmitglieder des Raumschiffes. Sunrise beschließt auf eigene Faust zu ermitteln und findet Dinge heraus, die Corvin so gar nicht gefallen.

Meine Meinung:
Nach dem spannenden, sprachgewaltigen ersten Band, musste natürlich sofort der zweite Band her, der mich nun mehr sofort in seinen Bann zog. Ich kannte die Personen und war mit ihnen vertraut.

Gleich zu Beginn lernen wir den Vater von Corvin und seine Machenschaften näher kennen. Sandra Hörger hat hier einen absoluten Gegenpart zu Sunrise geschaffen. Der Präsident ist an abstoßenden Handlungen nicht mehr zu überbieten - er ist ein Monster. Dies beschreibt Hörger so authentisch und detailliert, dass ich anfing ihn zu hassen, obwohl es sich lediglich um einen Buchcharakter handelt.

Ihre faszinierende Sprache findet auch hier ihre Anwendung. Wie Hörger mit Worten spielt und dabei Bilder im Kopf ihrer Leser zaubert ist wirklich toll. Man nimmt ihr alles zu jeder Zeit ab. Ich fühlte mich so, als wäre ich selbst schon auf dem Raumschiff gewesen und würde Sunrise und Corvin persönlich kennen.

Dieser zweite Teil ist anders als viele zweite Teile bei Reihen. Oft ist der zweite Teil ja nur einer der eine Brücke zum dritten finalen Band schlägt. Wie oft hatte ich es schon, dass ich den zweiten Band ziemlich langweilig fand und mir dieser wie ein bloßer Lückenfüller vorkam. Doch dies ist hier nicht der Fall. Band 1 war schon wirklich gut, von der Spannung her finde ich diesen zweiten Band jedoch nochmal deutlich besser. Die Morde die im Umfelt der Erdmission passieren werfen viele Fragezeichen auf. Ich fieberte mit und hoffte immer auf neue Erkenntnisse von Sunrise. Umso schockierter war ich dann, als tatsächlich die Wahrheit herauskommt und man als Leser endlich erfährt, was es mit den Todesfällen auf sich hat.

Man sollte nun meinen, da die Todesfälle aufgeklärt sind könnte die Spannung wegbleiben und Stoff für den letzten Band fehlen. Doch dem ist gar nicht der Fall. Ich hatte das Gefühl, jetzt geht es erst so richtig los und war wiederrum froh, den dritten Teil schon auf meinem Reader zu haben und somit sofort weiter in die Geschichte eintauchen zu können. Und das werde ich nun auch wieder tun, denn ich habe sie lediglich unterbrochen um diese Rezensionen schreiben zu können. Ich bin gespannt, was die Protagonisten nach diesem schockierenden zweiten Band im Finale erwartet.

Fazit:
Ein zweiter Band, der viel mehr ist, als der so oft verschrieene Lückenfüller. An Spannung schlägt er seinen Vorgänger um Welten und dieser war schon wirklich gut. Die bildgewaltige Sprache der Autorin tut auch hier ihr übriges, dass die Seiten nur so dahin fliegen. 

Rezension "Sublevel - Zwischen Liebe und Leid"

Titel: Sublevel - Zwischen Liebe und Leid
Autor: Sandra Hörger
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 318
ISBN:  978-3-646-60304-0
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 1/3

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sunrise Garcia und ihre Familie leben im Sublevel. Sie gehören zur untersten Schicht der Gesellschaft. Sunrise ist eine Hoffnungsträgerin. Sie ist dafür verantwortlich nach einer guten Schulbildung eine gute Arbeit zu bekommen um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch eines Tages lernt Sunrise durch einen Zufall den Präsidentensohn Corvin kennen und ihr Leben wird völlig über den Haufen geworfen. Sie rettet ihm das Leben und er verliebt sich in sie. Und so nimmt ein Drama seinen Lauf und die gesamte Zukunft von Sunrise' Familie steht auf dem Spiel.

Meine Meinung:
Inzwischen ist der Dystopienhype ja etwas abgeflaut, doch ich lese sie immer noch sehr gerne. Und so freute ich mich, als ich bei Impress eine schon komplett erschienene Reihe entdeckte, denn so wusste ich, dass ich alles am Stück lesen kann.

Dies ist der erste Band in dem wir Leser zunächst Sunrise und ihre Familie, sowie deren Lebensraum kennenlernen. Man erfährt auf erschreckend schonungslose Weise wie schrecklich die Zustände im Sublevel sind. Die Autorin zeichnet hier ein Szenario, welches mir stellenweise den Magen fast umdrehte. Der bildhafte Schreibstil tut sein übriges, dass ich sehr schnell in die Lebensumstände von Sunrise und ihrer Familie eintauchte.

Der Schreibstil der Autorin muss hier sowieso nochmals sehr hervorgehoben werden. Ich finde man merkt dass die Autorin schon etwas "älter" als die übrigen Impress-Autoren ist. Und dies ist hier gar nicht im negativen Sinn gemeint, man merkt ihrer Sprache einfach die Reife und die jahrelange Erfahrung als Drehbuchautorin an. Ihre bildgewalte Sprache ruft Emotionen hervor, die ich so selten erlebt habe. Eine witzige Idee finde ich die verschiedenen Slangs der verschiedenen Wohnbereiche. Die bessere Gesellschaft spricht Latein, welches tatsächlich auch viel in der Geschichte vorkommt, jedoch immer im nächsten Satz gleich nochmal auf deutsch wiederholt wird. Dies war zwar kurz gewöhnungsbedürftig, jedoch hatte ich mich nach kurzer Zeit daran gewöhnt. Die niedere Gesellschaft spricht ein Englischkauderwelsch, welches mich nicht nur einmal zum Lachen brachte. Die Ideen der verschiedenen Slangs ist wirklich super.

Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte zu Beginn sehr an "The 100" erinnert hat. Und auch im weiteren Verlauf gibt es immer wieder Passagen die an die Dystopie von Kass Morgan erinnern. Doch es gibt zum Glück genügend Punkte, die sich von "The 100" unterscheiden. Sandra Hörger hat viele spannende Ideen, die sie brilliant und raffiniert umsetzt, mit einer Sprachgewandtheit, die ihres gleichen sucht.

Das Ende ist zwar offen, jedoch kein absoluter und klassischer fieser Cliffhanger. Trotzdem musste ich gleich zu Band 2 greifen und war froh, dass dieser schon erschienen war.

Fazit:
Eine Dystopie die spannend und raffiniert geschrieben ist. Eine Autorin die schreiben kann und sprachlich so gut ist, dass es ein absoluter Genuss ist, diese Geschichte zu lesen.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Rezension "Wie Sterne so golden"

Titel: Wie Sterne so golden
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 576
ISBN: 978-3-551-58288-1
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €
Band 3/4

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler, für alle die die ersten beiden Bände nicht kennen.

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Cinder und ihrer Freunde haben es geschafft. Kai ist in "ihrer Gewalt" und somit haben sie ihr erstes Ziel erreicht. Doch noch fehlt viel um Levana wirklich und endgültig zu besiegen. Und dann ist da ja auch noch die Sache mit der Letumose. Doch nicht nur Cinder und ihre Freunde stehen vor großen Problemen und Aufgaben. Auch das junge Mädchen Cress, welches als Levanas beste Programmiererin arbeitet, möchte endlich frei sein. Sie wird nämlich auf einem einsamen Satelliten festgehalten und hat keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Doch Levana bemerkt nicht, dass sie dort jemanden hat, der von Tag zu Tag mehr lernt, um sie besiegen zu können. Als Cinder einen Hilferuf von Cress empfängt zögert sie nicht lange, doch das Ganze endet schnell in einer lebensgefährlichen Situation für alle.

Meine Meinung:
Schwupps, hier kommt auch schon die Rezension für den dritten Teil der Luna-Chroniken. In diesem Band beschäftigt sich die Autorin mit dem Märchen Rapunzel. Rapunzel, die hier Cress heißt und nicht in einem Turm gefangen gehalten wird, sondern in einem einsamen Satelliten.

Auch bei diesem Band finde ich das Cover einfach nur meeeega, auch wenn ich zuerst dachte, da wären Schlangen auf dem Cover, bis ich bemerkte dass es Zöpfe sind :D Ich finde es klasse, was für ausdrucksstarke Cover, bei jedem einzelnen Band gewählt wurden, sodass man sofort auf das jeweilige Märchen schließen kann.

Auch finde ich es klasse, dass die Bücher von Band zu Band immer dicker werden. So hat dieser dritte Band mehr als 200 Seiten mehr, als der erste. Bei so tollen Büchern ist es immer besonders schön, wenn man richtig viel zu lesen hat.

Die Geschichte um Cress beginnt relativ schnell mit einem Paukenschlag und endet damit, dass die Gruppe um Cinder und ihre Freunde getrennt wird. Somit hat man wieder, wie auch in den Büchern zuvor zwei Geschichten denen man parallel folgt. Zum Einen sind da Cress und Thorne und auf der anderen Seite sind da Cinder, Wolf und Iko. Scarlets Verbleib bleibt zunächst ungewiss. Von Anfang an fieberte ich daraufhin, dass die beiden Gruppen wieder zusammen geführt werden. Allerdings musste ich auf dem Weg dorthin noch einige Abenteuer mit den beiden Gruppen bestehen und stieß auf Dinge, die ich so nicht erwartet hatte.

Stellenweise erinnert mich die Autorin so ein bisschen an den Autor von Game of Thrones. Nicht von der Geschichte her, sondern im Bezug darauf, wie gerne sie Charaktere umbringt. Das ist mir auch in den vorherigen Bänden immer wieder aufgefallen. Zwar verschont sie ihre Hauptpersonen, doch vor den Nebencharakteren macht sie nicht unbedingt Halt. Es ist also nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, es gibt durchaus auch Szenen, die einen zum Nachdenken bringen und traurig machen. Auch brutale Szenen gibt es immer wieder, sodass die Buchreihe sicher nichts für schwache Nerven ist. Trotzdem kommt auch die Romantik nicht zu kurz und auch Stellen zum Schmunzeln baut die Autorin ab und an ein.

Fazit:
Für diesen dritten Band kann ich ebenfalls eine klare Leseempfehlung aussprechen. Spannend, packend, romantisch, toll zu lesen und einfach faszinierend. Ich weiß jetzt schon, dass ich die Welt aus den Büchern unglaublich vermissen werde, wenn ich mit dem letzten Band fertig bin.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Rezension "Wie Blut so rot"

Titel: Wie Blut so rot
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3-551-58287-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €
Band 2/4

Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler enthalten für alle, die den ersten Band (Wie Monde so silbern) noch nicht gelesen haben.

(c) Carlsen
Zum Inhalt: 
Cinder konnte aus dem Gefängnis entkommen. Nun schmiedet sie gmeinsam mit Thorne, der mit ihr geflohen ist, Pläne, wie sie am besten unentdeckt entkommen können. Doch nicht nur Cinder und Thorne flüchten vor Levana und ihren Schergen. Auch die junge Scarlet, gerät mehr oder weniger unfreiwillig in Levanas Machenschaften. Ihre Großmutter ist seit einiger Zeit verschollen und Scarlet sucht verzweifelt nach ihr. Plötzlich taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der zwar durchaus etwas unheimliches ausstrahlt, dafür aber auch unverschämt gut aussieht. Er bietet Scarlet an, ihr bei der Suche nach ihrer Großmutter zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt weiß Scarlet noch nicht, was sie bei der Suche erwartet und welches große Geheimis ihre Großmutter über so viele Jahre gehütet hat.

Meine Meinung:
Hier haben wir also den zweiten Band der Luna-Chroniken. Und dieser steht dem ersten definitiv in nichts nach. "Wie Blut so rot" verarbeitet - wie schon am Cover unschwer zu erkennen ist das Märchen Rotkäppchen.

Rotkäppchen ist in diesem Fall das junge Mädchen Scarlet, der Wolf ist der geheimnisvolle Fremde, der ihr seine Hilfe anbietet. Beide Figuren fand ich toll, wenn ich auch etwas länger gebraucht habe mit Scarlet warm zu werden, als mit Cinder in Band 1.

Was die Spannung angeht fand ich den zweiten Band allerdings fast noch ein bisschen besser, als den ersten Band. Es passieren einige unvorhersehbare Dinge, welche mich wie magisch an das Buch fesselten. Ich konnte es kaum erwarten weiter zu lesen und wurde unruhig, wenn ich keine Zeit dafür hatte. Und so verschlang ich auch diesen Band fast innerhalb von einem Tag.

Schön finde ich die Idee, in jedem Band ein neues Märchen zu verarbeiten und dadurch eine neue Figur zur Geschichte zu bringen. Ich fragte mich von Beginn an ob es nun zwei Geschichten sind die parallel nebeneinander herlaufen, also die von Cinder und die von Scarlet, oder ob die beiden jungen Frauen sich irgendwann begegnen und die Geschichten so zusammen geführt werden. Unt tatsächlich ist letzteres der Fall. Zwar laufen die beiden Geschichten eine zeitlang nebeneinander her, doch irgendwann werden sie tatsächlich zusammengeführt. Und das löst die Autorin sehr elegant, sodass es absolut Sinn macht und man nicht das Gefühl bekommt, das macht sie nun weil sie es muss.

Für das Verständnis sollte man in jedem Fall den ersten Band zuerst lesen. Sonst kommt man glaube ich bei "Wie Blut so rot" absolut nicht mit. Es fehlt da zu viel Hintergrundwissen und es passiert im ersten Band einfach so viel, dass man das einfach gelesen haben sollte.

Auch dieser Band endet natürlich offen und man muss einfach sofort weiterlesen. Mit "Wie Blut so rot" für Meyer ihr Epos rund um Cinder, Kai und Levana spannend weiter und lässt einen Höhepunkt auf den nächsten folgen. Als Leser kommt man kaum dazu Atem zu holen und auch dieses Mal war ich so dankbar, dass Band 3 direkt neben mir lag und ich gleich weiterlesen konnte.

Fazit:
"Wie Blut so rot" steht dem ersten Band in nichts nach. Von der Spannung setzt die Autorin hier sogar nochmal einen drauf und sorgt so dafür, dass man neben dem Lesen weder dazu kommt den Haushalt zu machen, noch Rezensionen zu schreiben. Absolut grandios!

Dienstag, 16. Januar 2018

Rezension "Wie Monde so silbern"

Titel: Wie Monde so silbern
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-551-58335-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Cinder ist ein Cyborg. Sprich sie ist kein kompletter Mensch, sondern halb Mensch, halb Maschine. Cyborgs sind in ihrer Welt nicht gerne gesehen. Die Leute behandeln sie wie Müll und halten sich eher von ihnen fern. Cinder hat es also schon so nicht leicht, doch ihre böse Stiefmutter macht es nicht besser. Sie muss für sie arbeiten und hat nur wenig Spaß in ihrem Leben. Als eines Tages der Prinz an ihrem Stand auf dem Markt erscheint, ist er ihr auf Anhieb sympathisch. Sie soll seine Androidin reparieren, was für den Prinz von größter Wichtigkeit ist. Cinder ahnt nicht, was für ein Geheimnis diese birgt. Und auch, dass sie viel mehr als nur ein Cyborg ist, ist ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Als die Königin von Luna auf die Erde kommt, geraten alle in größte Gefahr.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch schon gefühlte Ewigkeiten auf meinem SUB. Genauer gesagt, befindet sich die ganze Reihe schon ewig dort. Diese Bücher waren für mich zunächst ein reiner Coverkauf, da ich diese einfach brilliant finde. Bei "Wie Monde so silbern" erkennt man auf den ersten Blick, dass es sich hier um eine Adaption von Aschenputtel bzw. Cinderella handelt. Spätestens aber wenn man den Namen der Hauptperson liest "Cinder", ist es klar.

Endlich kam ich nun dazu zu dieser Reihe zu greifen. Und schon die ersten Seiten von "Wie Monde so silbern" nahmen mich absolut gefangen. Ich frage mich ernsthaft, wieso ich das Buch so lange habe warten lassen. Ich muss zugeben, dass ich mich schon aufgrund des Klappentextes immer wieder gefragt habe, ob das wirklich etwas für mich ist. Die Vorstellung über Cyborgs zu lesen, war mir irgendwie zu abstrakt. Doch schon nach wenigen Seiten wurde ich eines Besseren belehrt. Ich liebe diese moderne Version von Cinderella einfach.

Cinder wuchs mir sofort ans Herz, genauso wie ihre Androidin Iko und Prinz Kai. Alle Figuren finde ich wunderbar ausgearbeitet. Wie im klassischen Märchen gibt es hier auch gut gegen böse. Die eben genannten stehen auf der Seite des Guten, die Königin von Luna, Levana, steht für das absolut böse. Und so grausam sie ist, so wunderbar durchdacht finde ich sie. Die Autorin hat hier extrem glaubwürdige und unverwechselbare Protagonisten geschaffen.

Ein weiterer Punkt, der absolut für dieses Buch spricht, ist das Setting selbst. Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und vor eurem inneren Auge entsteht ein Film? Ihr könnt euch richtig vorstellen, wie ein Buch verfilmt wird und wie dort alles aussehen wird. Und genauso ist es hier. Der asiatische Staatenbund entstand immer mehr vor meinen Augen, je weiter ich gelesen habe. Ich BETE, dass diese Buchreihe verfilmt wird. Sie eignet sich einfach perfekt dafür.

"Wie Monde so silbern" ist ein perfekter Einstieg in eine Geschichte, in ein Epos, das es wirklich in sich hat. Natürlich gibt es einige Gemeinsamkeiten mit Cinderella - was ja so gewollt und zudem richtig toll gemacht ist - aber es fließen auch viele neue Ideen in die Geschichte ein. Das Buch hat durchaus etwas dystopisches an sich, denn es spielt in unserer Zukunft, nach dem vierten Weltkrieg. Die Medizin hat sich weiter entwickelt, weswegen es auch Cyborgs gibt. Diese sind aber, wie schon im Klappentext beschrieben in der Gesellschaft überhaupt nicht angesehen. Auch Cinder leidet sehr unter ihrer Stiefmutter, die sie als billige Dienerin benutzt. Erst Prinz Kai lässt sie spüren, dass es auch etwas anderes im Leben gibt.

Das Buch beginnt zwar recht leise, wird aber sehr schnell sehr spannend. Die Seiten flogen nur so dahin und ich weiß gar nicht ob ich ein oder zwei Abende dafür gebraucht habe. Auf jeden Fall blieb seit langer Zeit mal wieder der Fernseher aus, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Das Ende bleibt natürlich offen, denn "Wie Monde so silbern" ist der erste von vier Bänden, der Luna-Chroniken. Deswegen war ich extrem froh, dass ich die Reihe schon komplett hier hatte. Ich hätte es nicht ausgehalten, wenn ich mir den zweiten Band erst noch hätte besorgen müssen.

Fazit:
"Wie Monde so silbern" ist eine tolle moderne Version von Cinderella, die in einer dystopischen Zukunft spielt und die Protagonisten rund um Cinder vor große Herausforderungen stellt. Als Cinder erfährt, welches Geheimnis sie umgibt, ist nichts mehr so, wie es mal war. Leider endet das Buch kurz nach der Offenbarung dieses Geheimnisses und ich rate jedem, der den ersten Teil lesen möchte, sie vorsorglich schon mal den zweiten Teil bereit zu legen, denn diese Spannung hält man einfach nicht aus.

Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension "Casting - Spiel ums Leben"

Titel: Casting - Spiel ums Leben
Autor: Yvonne Richter
Seitenzahl: 295
ISBN: 978-3-944788-28-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,95 €
Alter: ab 10

(c) Fabulus-Verlag
Zum Inhalt:
Lovis lebt in einer Welt in der alles durch Castings bestimmt wird. Ob man zu essen hat, wo man wohnt, ob man zur Schule gehen darf. Je besser man ist, je mehr Castings man gewinnt, desto mehr Vorteile hat man in dieser Welt. Bei einem dieser Castings trifft er auf das Mädchen Jo. Sie teilt völlig überraschend ihren Essensgewinn mit ihm und die beiden werden Freunde. Schnell merken sie, dass die Castingwelt alles andere als fair ist und sie beschließen etwas dagegen zu unternehmen. Doch das ist zunächst gar nicht so leicht, wie sie denken.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang spannend. Ich erwartete eine dystopische Welt, wie ich sie so noch nicht bekommen habe. Und so war es auch. Sind viele dystopische Romane geprägt von Gewalt, so geht es in diesem Buch eher harmlos zu. Trotzdem würde ich sagen, dass es sich hierbei um ein dystopisches Szenario handelt.

Denn die Welt ist eine andere, als die die wir kennen. Wohnen in einer Wohnung, Essen, zur Schule gehen, Kleidung oder Geld sind nicht selbstverständlich. Alles muss erspielt werden. An der Spitze die jeweiligen Juroren der Castings. Die Castings selbst sind mal gemein, mal schwer, mal etwas leichter, aber immer geht es ums nackte Überleben.

Die Grundidee gefiel mir gut. Auch Lovis und Jo konnten mich schnell von sich überzeugen. Die beiden sind ein starkes Team, die nicht akzeptieren wollen, dass die Welt so ist, wie sie dort eben ist. Doch schnell fand ich auch Punkte die mich anfingen zu stören. Die beiden Jugendlichen unterhalten sich beispielsweise viel zu gewollt jugendlich. Ich hatte sofort das Gefühl, hier war ein Erwachsener am Werk, der der Jugendsprache unbedingt einen Platz in seiner Geschichte geben wollte. So fallen zu den unpassendsten Momenten Worte wie krass usw. Immer wieder dachte ich mir, kein Mensch redet doch wirklich so.

Wäre es bei dem einen Punkt geblieben, dann hätte ich da aber noch gut drüber hinwegsehen können. Als jedoch die Juroren ins Spiel kamen musste ich ein ums andere Mal den Kopf schütteln. Was für andere vielleicht witzig und originell erscheint, kam bei mir nur ziemlich lächerlich an. Die Namen der Autoren waren für mich echt zum Fußnägelhochrollen. Da haben wir eine Kami Katze, eine Kroko Flanell, eine Folta Kräh oder auch einen Herrn Kon To, der der Finanzier des ganzen ist. Ich kann mir echt nicht helfen, aber das war für mich viel zu übertrieben. Statt darüber zu schmunzeln verdrehte ich darüber nur jedes Mal die Augen. Auch diese Namen wirkten auf mich einfach zu gewollt lustig.

Doch diese beiden Punkte waren für mich zum Glück kein Grund das Buch abzubrechen. Ich las weiter und muss zugeben, dass die Geschichte immer spannender wurde. Ich war gefesselt vom Geschehen und fand es wirklich klasse, dass die Autorin eine Dystopie schaffte, die ohne Blutvergießen und extrem brutale Szenen auskommt. Natürlich gibt es auch hier Unterdrückung und die Benachteiligten aber alles von der Beschreibung her in dem Rahmen, dass ich das Buch auch ohne groß nachzudenken, einem unter 16-jährigen in die Hand drücken würde - und das ist nicht bei vielen Dystopien der Fall. Somit kann ich die Altersangabe, ab 10, des Verlages sofort unterschreiben.

Die Entwicklung von Lovis und seinen Freunden gefiel mir gut. Die Geschichte nahm immer mehr an Fahrt auf und gipfelte in einem Finale, welches ich als sehr befriedigend und schön empfand. Alles in allem habe ich das Buch dann doch gerne gelesen und war nach zwei Abenden damit fertig.

Fazit:
Eine Dystopie, die ohne brutale Szenen auskommt, mir manchmal etwas zu gewollt lustige Szenen einbaut, ansonsten aber spannend ist und sich gut lesen lässt.

3,5 Kerzen

Dienstag, 12. Juli 2016

Rezension "Die rote Königin"

Titel: Die rote Königin
Autor:Victoria Aveyard
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 512
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 19,99 € / 14,99 €


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Eine Welt in der die Menschheit aufgeteilt ist in zwei Völker. Auf der einen Seite die Silbernen, die das Sagen haben, die reich sind und in Wohlstand leben und außerdem besondere Fähigkeiten besitzen. Auf der anderen Seite die Roten, die genau diesen Wohlstand durch harte Arbeit ermöglichen und von den Silbernen unterdrückt werden. Mare ist eine der Roten, doch sie ist anders, als alle anderen. Denn sie hat ebenfalls Fähigkeiten, die eigentlich den Silbernen vorbehalten sind. Dass das nicht zu ihrem Vorteil ist, merkt sie sehr schnell. Rasch befindet sie sich in einem Ränkespiel um Macht, Liebe und muss allem widersprechen woran sie jemals geglaubt hat.


Meine Meinung:
ENDLICH! Ich bin so froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich dachte echt schon, dass mich nichts mehr wirklich begeistern kann und ich zu anspruchsvoll geworden bin. Doch hier habe ich endlich mal wieder ein Buch, welches die volle Punktzahl verdient und auch bekommen wird.


"Die rote Königin" ist eine Mischung aus Fantasy in Dystopie. Eine Welt die zweigeteilt ist. Kein unbekanntes Szenario für uns Leser. Doch dann hört es auch schon auf mit schon bekannten Ideen. "Die rote Königin" bringt uns Lesern eine Welt, die ich unglaublich faszinierend und kreativ finde. Die Idee der Roten und der Silbernen fand ich schlichtweg grandios. Ich hatte zwar kurz Angst, dass das Buch für meinen Geschmack etwas zu fantastisch sein könnte, aber dem ist mitnichten so.


Von der ersten Seite an war ich fasziniert von dem Geschehen rund um Mare und ihre Freunde/Familie. Die Autorin überrascht mit tollen Ideen und sehr überraschenden Wendungen. Kaum etwas war für mich so vorher zu sehen und so wartete beinah auf jeder Seite eine neue Überraschung auf mich. Dies setzt sich bis zum Ende fort und so sind auch die letzten 20 Seiten einfach nur unglaublich packend. Mit diesem Ende hätte ich niemals gerechnet, ich bin immer noch schockiert - im positiven Sinn natürlich.


Aveyard hat die Begabung Mares Welt so detailliert zu beschreiben, dass sie wahnsinnig authentisch wirkt und ich mir jeden Fleck, jedes Örtchen bildlich vorstellen konnte. Das trägt natürlich dazu bei, dass ich richtig tief in die Geschichte eintauchen konnte und so geflasht war, dass ich trotz großer Müdigkeit bis nachts um halb zwei gelesen habe.


Auch die Personen sind Aveyard richtig gut gelungen. Sowohl die sympathischen als auch die Bösewichte sind authentisch und facettenreich. Und so kam es mir irgendwann so vor, als würde ich die Personen selbst kennen. Die Fieslinge wollte ich nehmen und schütteln, die anderen in den Arm nehmen und trösten. Gerne würde ich Mare persönlich kennenlernen.


Das Buch ist der Hammer echt. Ich BRAUCHE jetzt den zweiten Teil. Denn das Ende bleibt natürlich mit einem fiesen Cliffhanger offen. Die Geschichte hat so viele Punkte, die auf einen weiteren spannenden Verlauf hindeuten. Die Autorin hat richtig viel Potenzial und kann super schreiben. Ich bin gespannt, wie es mit Mare, Maven und Cal weitergeht.


Fazit:
Unglaublich guter 1. Teil einer Reihe. Ich bin froh, dass ich endlich mal wieder ein Buch erwischt habe, von dem ich einfach nur sagen kann, dass es der Hammer ist. Tolle, erfrischende Ideen, authentische Charaktere und eine kleine Liebesgeschichte lassen das Buch zu meinem bisherigen Highlight in diesem Monat werden! Dieses Buch wäre eigentlich der Grund dafür meine Punkteskala zu erhöhen, denn 5 scheint mir fast zu wenig zu sein! ;)


Sonntag, 3. April 2016

Rezension "Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden"

Titel: Die Vertriebenen: Flucht aus Camp Eden (Bd.1)
Autor: Kevin Emerson
Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 432
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3453596450
Zur Leseprobe *KLICK*

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Die Erde in der Zukunft. Sie ist durch die Klimaerwärmung kaum noch bewohnbar. Lediglich unter Kuppeln lässt es sich noch leben. Als Owen beim einem Tauchwettbewerb die Tauchlehrerin Lilly beeindrucken will und über seine Grenzen hinausgeht, hat er einen Unfall. Aber statt zu ertrinken, überlebt er. Denn Owen hat eine Gabe, eine Gabe die mächtiger ist, als er sich in diesem Moment bewusst ist. Seine Gabe könnte die komplette Menschheit retten. Doch irgendjemand hat etwas dagegen und Lilly und er geraten in große Gefahr.

Meine Meinung:
Ich stehe ja total auf Dystopien und so dachte ich mir, dass ich mit "Die Vertrieben - Flucht aus Camp Eden" auch nicht viel falsch machen kann.

Leider habe ich mich in dieser Annahme getäuscht. Iclh wurde mit dem Buch überhaupt nicht warm, zu keinem Zeitpunkt. Das ist echt schade, denn der Klappentext klang so vielversprechend und spannend. Als ich dann aber zu lesen angefangen habe, hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte überhaupt nicht in Gang kommt.

Owen entdeckt seine Fähigkeiten und lernt andere Jugendliche mit den gleichen Fähigkeiten kennen. Und mehr passiert gefühlt auch nicht, auf den ersten 100-200 Seiten. Und so schleppte sich die Geschichte nur so dahin und ich musste mich regelrecht zum Lesen zwingen.

Auch den Protagonisten fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form nah. Sie blieben blass und so konnte ich auch keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Es gibt Bücher, da retten die Protagonisten die Geschichte, einfach weil sie so klasse ausgearbeitet sind oder man so mit ihnen mitfühlt. Hier ist das dem Autor leider so gar nicht gelungen, schade.

Auch im weiteren Verlauf, gelingt es der Geschichte nicht, eine wirkliche Spannung aufzubauen. Ich quälte mich mühsam durch die Seiten und wartete darauf, das endlich etwas passiert. Zugegeben, die Idee selbst, ist gar nicht so schlecht, aber die Umsetzung ist für mich nur wenig überzeugend. Die fesselnde Spannung, die ich mir erhofft hatte, blieb leider aus und so kann ich dem Buch nur wenig positives abgewinnen.

Zudem ist dieses Buch der Beginn einer Reihe, weswegen natürlich vieles offen und ungeklärt bleibt. Ich denke jedoch nicht, dass ich zu den weiteren Bänden greifen werde, denn dafür fehlt mir einfach die Motivation. Ich habe überhaupt kein Interesse daran zu erfahren wie die Geschichte weitergeht. Zudem ist mir das Buch schon jetzt überhaupt nicht mehr so richtig präsent, was für mich ein eindeutiges Zeichen ist, dass ich diese Reihe wohl tatsächlich nicht mehr weiter verfolgen werde.

Fazit:
Leider eine sehr enttäuschendes Jugendbuch, das weder durch seine Charaktere noch durch eine spannende Handlung überzeugen kann. Schade :(

Dienstag, 25. August 2015

Rezension "Die Stadt der verschwundenen Kinder"

Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Autor: Caragh O'Brien
Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 462
ISBN: 978-3-453-52800-0
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 16,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Gaia lebt in einer Welt, in der jeden Monat die ersten drei Neugeborenen sofort nach der Geburt an der Stadtmauer abgegeben werden müssen. Für Gaia und ihre Mutter - beides Hebammen - ist das völlig normal, sodass sie dies noch nie in Frage gestellt haben. Doch als Gaias Eltern urplötzlich verschwinden, ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr, wie es einmal war. Gaia beschließt sich hinter die Stadtmauern zu schleichen um rauszubekommen, was dort vor sich geht und was mit ihren Eltern geschehen ist. Dabei begibt sie sich in höchste Gefahr und entdeckt Dinge, mit denen sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Lange, sehr lange lag "Die Stadt der verschwundenen Kinder" auf meinem SUB. Und das völlig zu unrecht, wie ich jetzt feststellen musste.

Von der ersten Seite an packte mich die spannende, aber auch erschreckende Geschichte rund um die junge Gaia. Fasziniert von der Welt, die die Autorin geschaffen hat, flogen die Seiten nur so dahin. Ich begleitete Gaia auf ihrem gefährlichen Weg hinter die Stadttore und konnte kaum glauben, was ich von dort zu lesen bekam.

Gaia erscheint zunächst als etwas naives 16-jähriges junges Mädchen, das alles tut, was die Regierung von ihr will, ohne dies jemals in Frage zu stellen. Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie natürlich damit aufgewachsen und es somit für sie normal ist. Man merkt jedoch recht schnell, dass ihr das alles gar nicht so egal ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Und so konnte ich recht schnell den Wandel von einer kindlichen in eine sehr reife Persönlichkeit, die für das kämpft, was ihr wichtig ist, beobachten.

Die Spannung machte es mir leicht, an der Geschichte dran zu bleiben und schwer das Buch ab und an für Schlaf zu unterbrechen. Denn natürlich wollte ich von Beginn an wissen, was hinter diesem merkwürdigen Gesetz steckt und ob Gaia ihre Eltern wiederfindet. Dass dieser Weg hinein in das innerste der Stadtgrenzen mit einem gewissen Risiko verbunden ist, ist klar. Und so gab es nicht nur eine Situation, in der ich mit Gaia zitterte und mir große Sorgen machte, ob sie das alles heil überstehen würde.

Die unterschiedlichen Personen, die mir auf diesem Weg begegnet sind, sind alle toll dargestellt und jede für sich einzigartig. Viele wuchsen mir schnell ans Herz, einige riefen tiefe Abscheu in mir hervor. Sobald ich mit Protagonisten Emotionen verbinden kann, macht der Autor alles richtig.

Dass es nebenbei auch noch eine kleine, wirklich zarte Liebesgeschichte gib, die sich nur sehr langsam entwickelt, rundet das Buch perfekt ab und lässt mich schnell darüber hinwegsehen, dass es in der Geschichte die ein oder andere Szene gab, die für mich doch recht vorhersehbar war. Ich bin gespannt, wie sich diese Liebe im nächsten Teil weiterentwickelt.

Fazit:
Eine spannende Dystopie, die von einer erschreckenden Welt erzählt, in der man auf keinen Fall leben möchte. Ein toller Schreibstil und die Spannung, die über die komplette Zeit hochgehalten wird, machen die Geschichte zu einem tollen Leseerlebnis.  

Dienstag, 14. Oktober 2014

Rezension "Legend - Fallender Himmel" Hörbuch

Titel: Legend - Fallender Himmel
Autor: Marie Lu
Verlag: Hörcompany
Seitenzahl: 6 CDs = 7 Std. 43 Minuten
ISBN: 978-3-942587-37-2
Einbindungsart: Hörbuch
Preis: 14,95 €
Alter: ab 13


(c) Loewe
Zum Inhalt:
Junes Bruder wurde ermordet. Und nun ist June verzweifelt auf der Suche nach dem Täter. Im Verdacht steht der weltbekannte Rebell Day, der immer wieder versucht die Regierung zu sabotieren. June begibt sich auf eine gefährliche Suche in den Untergrund, um Day ausfindig zu machen und seiner gerechten Strafe zuzuführen.
Davon ahnt Day natürlich nichts, der seit Jahren gemeinsam mit dem Straßenmädchen Tess die Gegend unsicher macht und alles dafür tut, dass sie überleben. Als er auf June trifft, ahnt er nicht, dass sein Schicksal damit besiegelt ist.

Meine Meinung:
Seit kurzem habe ich ziemlichen Gefallen an Hörbüchern gefunden und dieses Hörbuch ist ein Grund dafür.

Zunächst einmal lasse ich die Geschichte außen vor und gehe einfach nur auf das Hörbuch ein. Die Idee, die Geschichte von zwei Sprechern lesen zu lassen, finde ich ziemlich genial. Einem männlichen für Day und einem weiblichen für June. So hat man ein richtig authentisches Gefühl, viel mehr, wie wenn es nur einen Sprecher gäbe.

Die beiden Sprecher selbst empfand ich als sehr angenehm zum Hören. Beide lesen sehr klar und deutlich und können auch die Spannung toll rüberbringen. Hat mir so gut gefallen, dass ich jetzt sofort den zweiten Teil angefangen habe zu hören.

Doch die Sprecher könnten noch so gut sein, wenn es die Geschichte nicht wäre. Und das ist zum Glück nicht der Fall. "Legend" hat mir richtig gut gefallen. Ich fand die Story vom ersten Moment an unfassbar spannend und packend und konnte mich teilweise gar nicht richtig aufs Häkeln konzentrieren so gebannt war ich davon.

Dass die Geschichte zunächst sowohl aus der Sicht von Day, als auch aus der von June erzählt wird, fand ich sehr gelungen und toll. Die beiden Charaktere gefielen mir gleichermaßen. Und so fieberte ich mit beiden Seiten mit und konnte mich nur schwer für eine entscheiden.

Bis zum Ende hielt mich die Geschichte gefangen. Einiges wird aufgeklärt, anderes bleibt offen, sodass ich extrem froh war, den zweiten Teil schon hier zu haben und gleich weiter hören zu können. Ich bin sowieso ein Dystopienfan, aber hier ist mir zudem auch mal wieder eine richtig gelungene untergekommen. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht und freue mich, dass ich gerade diese als Hörbuch höre, denn das passt einfach richtig gut.

Fazit:
Toll gesprochenes Hörbuch, zweier genialer Sprecher, die eine packende Geschichte, super erzählen.