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Donnerstag, 31. Mai 2018

Rezension "Die Märchenjägerin"

Titel: Die Märchenjägerin
Autor: Marlene May
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60437-5
Seitenzahl: 259
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Eve lebt im Märchenwald. Sie ist eine Jägerin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bösen Hexen zu jagen und zur Strecke zu bringen. Seit sie und ihre Zwillingsschwester von eben so einer gefangen genommen und gefoltert worden sind, befindet sie sich auf einem persönlichen Rachefeldzug. Zudem rettet und befreit sie die verschiedensten Märchenfiguren auf Auftrag. Eines Tages erfährt sie, dass sie anscheinend nicht mehr die einzige Jägerin ist. Ein weitere Jäger treibt sich im Märchenwald herum. Doch damit nicht genug. Eve bekommt mit, dass eine dunkle Bedrohung aufzieht und der Märchenwald vor dem Aus steht.

Meine Meinung:
Hin und wieder lese ich gerne Märchenadaptionen. Hier haben wir zwar keine Märchenadaption im klassischen Sinn, doch trotzdem wurden die Märchen in gewisser Form verändert, bzw. es gibt die Märchenfiguren einfach und sie leben gemeinsam im Märchenwald. Ob Frau Holle, Schneewittchen, Dornrösen, Rapunzel, Hänsel und Gretel und und und. Alle leben hier gemeinsam.

Die junge Eve war mir sofort sympathisch. Sie ist eine junge, starke Persönlichkeit, die sich von nichts aufhalten lässt und ihren Weg äußerst entschlossen und willensstark geht. Sie ist sogar so stark, dass selbst die stärksten Hexen Angst vor ihr haben. Die Idee einer Märchenjägerin finde ich klasse. Sie sorgt für Recht und Ordnung im Märchenwald - jedoch nur auf Auftrag. Gemeinsam mit ihrem Partner jagt sie verloren gegangene Märchenfiguren und tötet gefährliche Hexen.

Die Geschichte habe ich richtig gerne gelesen, denn sie ist toll geschrieben und fesselt. Ich mochte es Eve auf ihrem Weg durch den Märchenwald zu begleiten und war gespannt, welchen Märchen ich auf dem Weg noch alles begegnen würde. Ich fand die Idee so witzig, dass die Märchenfiguren da einfach frei herumlaufen und ihr eigenes Leben führen, fernab von jeder Geschichte. Zudem ist die Geschichte auch echt spannend. Der Kampf gegen die bösen Hexen und vor allem das sehr spannenden Finale packten und fesselten mich.

Als dann eine kleine Liebegeschichte dazu kam, freute ich mich umso mehr, denn sowas habe ich immer sehr gerne in Geschichten. Sie sticht zwar nicht sehr heraus, aber ist doch immer präsent und führt zu einem wunderbaren Ende.

Und da wäre ich auch schon beim nächsten Punkt meiner Rezension angekommen. Ich finde das Ende wirklich total schön und gelungen, allerdings auch recht offen. Zwar werden die wichtigsten Dinge geklärt, doch war ich sehr überrascht, als ich auf der Carlsen-Seite entdeckte, dass es sich um einen abgeschlossenen Einzelband handelt. Denn für mich ist die Geschichte irgendwie noch nicht beendet und könnte ruhig noch in einem zweiten Band weitergehen. Für mich endet die Geschichte eigentlich mit einem neuen Auftrag, weswegen ich ganz traurig bin, dass dieser wohl nicht erzählt werden wird. Schade, hier hätte ich mir einen zweiten Band sehr gewünscht. 

Fazit:
Eine tolle Märchengeschichte, bei der es mich sehr traurig macht, dass es wohl keine Fortsetzung geben wird, denn für mich endet die Geschichte mit viel Potenzial für weitere Abenteuer. Ich mochte das Setting, die Spannung und auch die Charaktere sehr.

Freitag, 16. März 2018

Rezension "Wie Schnee so weiß"

Titel: Wie Schnee so weiß
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 848
ISBN: 978-3-551-58289-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,99 €

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler für alle, die die ersten 3 Bände der Luna-Chroniken nicht kennen.

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Prinzessin Winter von Luna ist bei ihrem Volk äußerst beliebt, was ihrer Stiefmutter Königin Levana sehr missfält. Sie tut alles dafür um das lästige Mädchen loszuwerden. Eigentlich hat sie jedoch ganz andere Dinge im Kopf. Ihre Hochzeit und die Krönung stehen bevor und dann wird die Erde endlich ihr gehören. Doch da hat sie die Rechnung ohne Cinder und ihre Freunde gemacht. Die sind nämlich ebenfalls auf dem Weg nach Luna, denn Cinder will mit aller Macht den Thron zurück erobern, der rechtmäßig ihr zusteht.

Meine Meinung:
Hier ist er nun. Der finale Band der Luna-Chroninken. Für diesen Band habe ich deutlich länger gebraucht als für seine Vorgänger.

Dies lag natürlich zum Einen an der Dicke des Buches. Mit fast 900 Seiten hat man hier eine Geschichte, die zumindest ich, nicht innerhalb von 2 Tagen gelesen habe. Zudem muss ich leider zugeben, dass dieser 4. Band mich leider nicht so fesseln konnte wie seine Vorgänger. Zwar habe ich nach wie vor die Geschichte rund um Cinder und ihre Freunde geliebt, doch leider war hier alles etwas langatmig. Natürlich haben so dicke Bücher durchaus ihre Vorteile, man hat sehr lange etwas von der Geschichte und muss das liebgewonnenen Univerusm nicht sofort wieder verlassen. Allerdings finde ich, dass es hier die vielen Seiten gar nicht so unbedingt gebraucht hätte.

Dadruch wurde die Geschichte für mich zu ausführlich, langatmig und kam nicht von der Stelle. Manche Szenen dauerten mir viel zu lange und ich fragte mich immer wieder wie lange es wohl nun dauern würde, bis tatsächlich etwas nennenswertes passiert und die Spannung mich packt. Ich hatte oft das Gefühl, die Protagonsiten würden nur von a nach b laufen, was die Geschichte nicht wirklich vorwärts brachte.

Zudem mochte ich Prinzessin Winter irgendwie gar nicht. Sie ist eine sehr facettenreiche Persönlichkeit, die durchaus gut durchdacht ist. Allerdings fand ich sie sehr anstrengend. Dadurch dass sie ihre Gabe nicht benutzt leidet sie an der sogenannten Lunakrankheit, was sie ziemlich verrückt werden lässt. Sie sieht die Wände bluten und hat auch sonst ständig Halluzinationen. Irgendwie fand ich ihre Art so nervig und wurde auch im Verlauf der Geschichte nicht warm mit ihr. Mir ist natürlich durchaus bewusst, dass das genau so sein soll, dass die Autorin mit Absicht eine so spezielle Persönlichkeit entworfen hat, doch die Szenen in denen sie vorkam las ich am wenigsten gerne.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Kai und Cinder bleibt leider ziemlich auf der Strecke, was ich irgendwie schade fand, aber dem Verlauf der Geschichte geschuldet ist. Ich mochte die beiden zusammen nur so gerne, deswegen habe ich es vermisst ihre zarte Liebe weiter wachsen zu sehen.

Trotz allem fand ich die Geschichte alles in allem sehr spannend, packend und habe sie gerne gelesen. Ich fieberte mit Cinder und ihren Freunden mit und fand es zudem richtig interessant zu entdecken wie es auf Luna aussieht. Die Beschreibungen der Zustände dort in den Randbezirken und auch das Verhalten gegenüber den Bürgern dort fand ich extrem erschreckend. Die Autorin schürt so den Hass gegen Levana, an der ich einfach keine positive Seite finden konnte.

Als der Kampf um Cinders Thron dann in seinem finale gipfelt, wird es recht brutal und blutig, aber auch sehr spannend. Ich konnte unmöglich vorhersehen, wie alles enden wird und welche Steine Cinder zwischendurch noch in den Weg gelegt werden. Das letzte Drittel des Buches flog so recht schnell an mir vorbei. Und auch das Ende fand ich sehr gelungen. Ich finde, dass es sogar ein wenig offen ist, aber nicht in dem Sinn, dass Fragen ungeklärt sind. Viel  mehr so, dass man als Leser einen Ausblick in die Zukunft bekommt und sich super vorstellen kann, wie die Geschichte nun weitergeht. Gerne hätte ich hier noch ein wenig weitergelesen, hatte ich doch auf eine Hochzeit zwischen Cinder und Kai gehofft.

Fazit:
Ein Reihenabschluss, der mir gut gefallen hat, leider jedoch nicht ganz so gut wie seine Vorgänger. Manches war etwas zu ausführlich und langatmig, anderes blieb auf der Strecke. Doch im Großen und Ganzen schließt die Autorin hier ihre Reihe gelungen ab und lässt mich sehr zufrieden zurück. Das realistische Ende lässt einen Ausblick auf die Zukunft da und in mir als Leser den Wunsch nach noch einem Band entstehen.

Samstag, 17. Februar 2018

Rezension "Schneeweiße Rose - Der verwunschene Prinz"

Titel: Schneeweiße Rose - Der verwunschene Prinz
Autor: Jennifer Alice Jager
Seitenzahl: 226
ISBN: 978-3-646-60413-9
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Rose und Snow leben gemeisam neben dem verwunschenen Wald. Dort führen sie den Gasthof ihrer verstorbenen Mutter mit Leib und Seele. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Snow bedroht wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Da der Unbekannte schwer verwundet ist können sie ihn nicht fragen wer er ist und woher er kommt. Und so pflegen sie ihn gesund und behalten ihn bei sich, da er eine Amnesie hat und nichts über seine Vergangenheit weiß. Doch der verwunsche Wald ist alles andere als harmlos und hat etwas mit dem Auftauchen des Fremden zu tun. Und plötzlich gerät die Existenz der beiden Schwestern in große Gefahr.

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist frei nach dem Märchen Schneeweißchen und Rosenrot erzählt, was man schon an den Namen der Protagonisten merkt.

Das Buch hat ein wunderschönes Cover welches etwas geheimnisvolles ausstrahlt und so super zum verwunschenen Wald passt.

Zur Zeit gibt es ja viele Märchenadaptionen, die alle mehr oder weniger gleich aufgebaut sind und unterschiedlich zu überzeugen wissen. "Schneeweiße Rose" ist hierbei eines welches ich zwar ganz nett zum Lesen fand, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich leider nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Sie beschreibt bildhaft die Umgebung in der die beiden Schwestern wohnen und auch den verwunschenen Wald kann man sich gut vorstellen, da sie ihn super beschreibt. Die Charaktere die im verwunschenen Wald wohnen sind schön unterschiedlich. Ob der bissige Zwerg, die guten Feen oder die böse Fee. Alle haben ihre Berechtigung und sind schön beschrieben.

Die menschlichen Charaktere wirken dagegen fast ein bisschen blass. Da sind die beiden Schwestern Rose und Snow, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die beiden Prinzen. Keiner der vier sticht jedoch groß durch irgendwelche Besonderheiten hervor.

Die Liebesgeschichten sind ansich schön zu lesen, jedoch ging es mir vor allem bei Rose viel zu schnell, was für mich ein wenig unglaubwürdig war. Bei Snow hingegen geht das ganze etwas langsamer vorwärts, was ich deutlich schöner zum Lesen und auch realistischer fand. 

Die Handlung lässt sich gut lesen, allerdings plätschert sie für meinen Geschmack etwas zu sehr vor sich hin. Es passiert schon ab und an etwas aber so richtig fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Aufgrund der geringen Seitenzahl hatte ich die Geschichte zwar schnell durchgelesen, doch wäre es ein dickeres Buch gewesen, hätte ich mit Sicherheit so meine Schwierigkeiten gehabt.

Die Handlung und vor allem das Ende waren für mich recht vorhersehbar. Ich ahnte schon auf was alles hinauslaufen würde und so gab es nur selten in der Geschichte eine große Überrasschung für mich, was ich etwas schade fand. Mir fehlte der Kick und das besondere. Eine Geschichte die nett ist, wird mir leider nicht wirklich lange im Gedächtnis bleiben und vermutlich schnell in der Masse der gelesenen Bücher verschwinden.

Fazit:
Eine Märchenadaption, die zwar nett zu lesen ist, mehr aber leider auch nicht. Die Geschichte ist nicht wirklich spannend und für mich leider zu vorhersehbar, als dass sie lange im Gedächtnis bleiben wird. Der Schreibstil der Autorin ist allerdings schön zu lesen und das Cover ist ebenfalls wunderschön. 

Dienstag, 23. Januar 2018

Rezension "Die Armee der Königin"

Titel: Die Armee der Königin
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 32
ISBN:  978-3-646-92620-0
Einbindungsart: ebook
Preis: 0,99 €

!Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler enthalten, für diejenigen, die die Luna-Chroniken noch nicht gelesen haben!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Diese Kurzgeschichte aus der Welt der Luna-Chroniken erzählt von der Armee der Königin. Wer die Reihe gelesen hat, wird wissen, dass sich die Königin von Luna über die Jahre eine blutige Armee erschaffen hat. Menschen die halb Wolf, halb Mensch sind. Und genau um diese Armee geht es hier.

Meine Meinung:
In dieser Geschichte lernen wir Wolf, der das erste Mal in "Wie Blut so rot" auftritt, besser kennen. Wir erfahren, wie er seinen Weg in die Armee gefunden hat und dort vom schüchternen Neuling zum Alpha aufstieg.

Man erfährt zudem wie blutrünstig diese Monster wirklich sind und wie grausam Königin Levana ist. Auch wenn das natürlich auch in den Büchern sehr deutlich wird. Hier sieht man jedoch nochmal eine andere Form der Grausamkeit.

Wo die Geschichte zeitlich anzusiedeln ist kann ich gar nicht so genau sagen. Ich denke dass sie auch vor den Luna-Chroniken spielt, da die Wolfsarmee ja eine große Rolle in den Büchern spielt. Schön dass es dafür eine extra Geschichte gibt. Sie hätte sogar gerne noch deutlich ausführlicher sein dürfen, damit man wirklich versteht, wie die Wolfsmenschen entstanden sind. Wie die Experimente funktioniert haben und wie es wirklich anfing. Aber auch so ist es wirklich eine gelungene Kurzgeschichte.

Wolf mag ich als Person sehr gerne, deswegen finde ich es schön, dass ihm eine eigene Geschichte gewidmet wird. Man lernt ihn da viel besser kennen und verstehen. Man erfährt wie aus ihm der Mann geworden ist, der er ist und wie sehr die Kinder von Luna unter Levana zu leiden hatten. 

Wegen mir hätte es hier auch noch weitergehen können, denn die Erzählung bricht ziemlich abprubt ab. Aber für eine Kurzgeschichte hat es definitiv die perfekte Länge und ich habe diese Erzählung sehr genossen. 

Fazit:
Eine weitere Kurzgeschichte aus dem Luna-Universum, die mir sehr gut gefallen hat. Bitte mehr davon!

Sonntag, 21. Januar 2018

Rezension "Zwischen Macht und Spiegel"

Titel: Zwischen Macht und Spiegel
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Seitenzahl: 340
ISBN:  978-3-646-60246-3
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 3/3

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler für alle, die Band 1&2 nicht kennen!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Das Finale rückt unaufhaltsam näher. Alex und ihre Freunde tun alles dafür die böse Königin aufzuhalten. Doch dabei werden sie getrennt und vor Aufgaben gestellt, die schier unlösbar scheinen. Die böse Königin scheint übermächtig und beinahe verlieren sie die Hoffnung, etwas gegen sie ausrichten zu können. Erst eine gute Fee gibt ihnen diese zurück. Doch plötzlich scheint Alex nicht mehr zu wissen, wer Freund und wer Feind ist und gerät in Lebensgefahr. 

Meine Meinung:
Hier haben wir nun den letzten Teil der Märchenherz-Trilogie. Obwohl mich die ersten beiden Bände nicht unbedingt vom Hocker gehauen haben wollte ich wissen, wie die Geschichte um Alex und ihre Freunde zu Ende geht. Wird es ein Happy End geben?

Die Zeit auf Grimms Manor ist vorbei und Alex und ihre Freunde stellen sich dem offenen Kampf gegen die böse Königin. So kommt man als Leser endlich auch mal ein bisschen in der Gegend rum. Toll fand ich es, wie man die gute Fee kennenlernt und somit noch mehr Märchenelemente in die Geschichte einfließen. Zudem erfährt man viel über die Hintergründe und Geschichte der bösen Königin, was ich ebenfalls sehr interessant fand.

Jeder, der den ersten und zweiten Teil gelesen hat, wird wissen, dass der Sammler aus dem ersten Teil Alex Vater ist. Lange habe ich auf eine Erklärung gewartet, wie Alex Mutter an diesen geraten ist und wie es dazu kommen konnte, dass sie von ihm schwanger wurde. Ich hoffte auf eine Erklärung in diesem dritten Teil. Leider blieb diese aus, was mich jetzt doch ziemlich enttäuscht zurück lässt. Ich finde gerade das wäre etwas gewesen, was die Autorin unbedingt hätte aufklären müssen und leider versäumt hat.

Zum Showdown hin wird die Geschichte nochmal richtig spannend, auch wenn ich natürlich schon ahnte wie diese ausgehen wird. Der finale Kampf fesselte mich an das Buch und war sehr spannend zu lesen. Die Autorin bringt die Geschichte so zu einem schönen Ende. Auch was nach dem Kampf passiert rundet die Geschichte gut ab und lässt mich zufrieden zurück.

Alles in allem ist diese Trilogie eine schöne Märchenadaption von Schneewittchen, in der auch Charaktere aus Rapunzel und Rotkäppchen ihren Platz finden. Die Idee mit den Blutlininen finde ich schön und gut umgesetzt. Lediglich die Protagonistin Alex fand ich stellenweise etwas anstrengend und die fehlende Auflösung um das Geheimnis von Alex Vater lassen leider auch einen kleinen Wehmutstropfen zurück. Ansonsten eine solide Geschichte. 

Fazit: 
Dieser dritte Teil ist trotz des spannenden Showdowns wieder etwas schwächer als der zweite Teil. Für mich fehlte eine ganz entscheidende Auflösung, was ich wirklich schade finde. Ansonsten ist das Ende aber schön und lässt keine Fragen offen.

Samstag, 20. Januar 2018

Rezension "Zwischen Blut und Krähen"

Titel: Zwischen Blut und Krähen
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Seitenzahl: 328
ISBN:  978-3-646-60174-9
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 2/3

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler für alle, die Band 1 nicht kennen!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Will hat Alex zur Bruderschaft des Schneewittchens in Sicherheit gebraucht - denkt sie. Doch schnell merkt sie, dass sie dort überhaupt nicht willkommen ist. Das Oberhaupt der Bruderschaft scheint etwas gegen sie zu haben, doch sie hat keine Ahnung was sein Problem ist. Und auch Will verhält sich plötzlich seltsam distanziert. Dabei dachte Alex, dass nach dem Vorfall auf der Lichtung alles klar wäre. Als Prinz Ian auftaucht gibt es wenigstens einen Lichtblick für Alex. Denn dieser ist nicht nur nett und zuvorkommend, nein er sieht auch noch super aus. Allerdings ahnt Alex nicht, was alles auf sie zukommt und dass es letztlich an ihr ist, alle zu retten.

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Märchenherz-Reihe. Der erste Teil konnte mich zwar nicht vollständig überzeugen, war aber schön zu lesen. Und im Prinzip ging es mir mit diesem zweiten Teil ähnlich. Ich bin froh, dass es sich hierbei um ein ebook handelt, denn so konnte ich es mir nach dem Lesen des ersten Bandes sofort runterladen und weiterlesen. Denn ich wollte natürlich wissen wie es mit allen weitergeht.

Die Stimmung auf Grimms Manor bei der Bruderschaft des Schneewittchens ist recht düster und drückend. Alex ist nicht willkommen dort und heult leider wieder am laufenden Band. Natürlich ist ihre Gefühlslage irgendwie zu verstehen, aber als Leser fand ich es dann doch nervig, wenn sie ständig in Tränen ausgebrochen ist.

Lilly spielt in diesem Buch zunächst keine so große Rolle, da sie nicht mit nach Grimms Manor kommen darf. Dies fand ich ziemlich schade, da sie mir echt ans Herz gewachsen ist und ich sie total sympathisch fand. Will hingegen ist auch auf Grimms Manor, zieht sich allerdings deutlich von Alex zurück und verändert sich ziemlich.

Plätschert das Buch zu Beginn nur so vor sich hin, so nimmt es mit der Zeit immer mehr an Spannung zu. Was zunächst so friedlich erscheint, bringt plötzlich alle in Lebensgefahr und fesselte mich förmlich an das Buch. Die Hexen und Wesen die zu diesem Zeitpunkt in die Geschichte eingeführt werden sind toll beschrieben und wirken sehr gut durchdacht. Ich persönlich finde, dass dieser zweite Teil durchaus deutlich spannender, als der erste ist.

Zudem erfährt man in diesem Teil auch noch einiges über die Hintergründe der Bruderschaft und der Blutlinien, was ich sehr spannend und interessant fand. Man begleitet Alex dabei, wie sie selbst immer mehr zu Wissen gelangt und lernt dabei auch als Leser immer mehr dazu.

Die Romantik bleibt in diesem Teil weitesgehend auf der Strecke. Gegen Ende gibt es jedoch ein paar Szenen, die das wieder wettmachen und mich dahin schmelzen lassen haben. Leider bleibt das Ende auch hier sehr offen, allerdings ebenfalls nicht mit fiesem Cliffhanger. Jedoch ist es nicht möglich ohne den dritten Teil zu wissen, wie die Geschichte ausgeht. Man merkt genau, dass die Autorin in diesem Teil auf das Ende hinarbeitet und als Leser wird einem schnell klar, dass man gar nicht drumherum kommt sofort weiterzulesen.

Fazit:
Dieser zweite Teil hat mir ein bisschen besser als der erste Teil gefallen. Vor allem ab der Hälfte wird das Buch ziemlich spannend und auch die Fabelwesen sind gelungen in die Geschichte eingebaut. Teil 3 musste sofort folgen. 

Freitag, 19. Januar 2018

Rezension "Zwischen Schnee und Ebenholz"

Titel: Zwischen Schnee und Ebenholz
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Seitenzahl: 312
ISBN: 978-3-646-60086-5
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 1/3

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Alex ist ein ganz normales Mädchen. Sie hat nicht besonders viele Freunde, sieht - wenn es nach ihr geht - eher durchschnittlich aus, ist bei den Jungs nicht sonderlich beliebt und nicht besonders gut in der Schule. Bis auf ihre Freundin Lilly hat sie nicht viele, mit denen sie reden kann und so ist sie auch niemand der gerne zur Schule geht. Dies ändert sich allerdings schlagartig, als sie einen attraktiven Refrendar bekommt, der William Grimm heißt. Als Alex erfährt, dass er nicht nur ihr Lehrer ist, sondern ihr näher steht, als sie dachte und ihr außerdem offenbart wird, dass die Welt der Märchen existiert, ist nichts mehr so wie es einmal war. Und obwohl Alex die Wahrheit kennt, wird sie unvorsichtig und gerät in Lebensgefahr.

Meine Meinung:
"Zwischen Schnee und Ebenholz" ist der erste Band der dreiteiligen Märchenherz-Reihe. Ich muss zugeben, dass die Reihe es, nachdem ich gerade erst die Luna-Chroniken verschlungen habe, etwas schwer hatte. Zu ähnlich sind sie sich von der Thematik und leider reicht die Märchenherz-Reihe bei weitem nicht an die Luna-Chroniken heran. Nette Unterhaltung ist es aber auf jeden Fall.

Zunächst einmal beginnt alles recht harmlos und etwas schleppend. Die Geschichte nimmt aber schnell an Fahrt auf, als Alex von ihrem Erbe erfährt und mitbekommt, was wirklich hinter den Märchen steckt.
 
Die Protagonisten fand ich alle zwar gut beschrieben, doch sympathisch waren sie mir nicht unbedingt. Zumindest auf den ersten Blick. Wer mir gleich sehr sympathisch war, war Alex beste Freundin, die quirlige Lilly. Alex selbst bleibt etwas blass und ist halt das unscheinbare Mädchen von neben an. Ständig bricht sie hysterisch in Tränen aus oder übergibt sich, was ich etwas nervig fand. Auch der neue Lehrer William Grimm, war mir am Anfang überhaupt nicht sympathisch. Er strahlte eine Arroganz aus, die mir nicht wirklich gefiel. Zudem ist er der absolute Schönling, dem natürlich gleich alle Mädchen verfallen - nun ja.

Die Beziehung von Alex und William verändert sich im Verlauf der Geschichte. Sind sie sich zunächst fremd und gehen kühl miteinander um, so entwickelt sich schnell eine gewisse Nähe und die beiden kommen sich schnell sehr nahe. Für meinen Geschmack ging das etwas zu schnell und war deswegen auch nicht ganz logisch. Erst können sie sich überhaupt nicht leiden und dann ist es quasi die große Liebe? Auf der einen Seite hasst Alex William noch, auf der nächsten ist sie mehr oder weniger unsterblich in ihn verliebt. War mir ein bisschen zu viel des guten und keine wirklich realistische Entwicklung.

Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch aber recht gerne gelesen. Die Märchenthematik gefiel mir auch hier, war sie doch so ganz anders verpackt, als bei den Luna-Chroniken. Zudem hat die Autorin einen angenehmen Schreibstil, der sich gut lesen lässt und das Buch zu einer sehr kurzweiligen Lektüre macht.

Gegen Ende wird das Buch zudem richtig spannend. Alex trifft auf den Sammler, der in diesem Band das absolut Böse verkörpert und erfährt Dinge über sich, mit denen weder sie noch der Leser gerechnet hat. Ich war stellenweise tatsächlich sehr überrascht und fand die Ideen der Autorin klasse und spannend.

Das Buch endet zwar offen, jedoch nicht mit einem fiesen Cliffhanger. Die Szene ist zunächst einmal bereinigt, auch wenn man als Leser natürlich wissen möchte wie es mit Alex und Will weitergeht und was es nun wirklich bedeutet, dass Alex die Nachfahrin von Schneewittchen ist.

Fazit:
Ein kurzweiliges Buch, welches mich zwar nicht vom Hocker gehauen hat, jedoch gut zu lesen war und mir auf jeden Fall Lust auf Band 2 gemacht hat.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Rezension "Wie Sterne so golden"

Titel: Wie Sterne so golden
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 576
ISBN: 978-3-551-58288-1
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €
Band 3/4

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler, für alle die die ersten beiden Bände nicht kennen.

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Cinder und ihrer Freunde haben es geschafft. Kai ist in "ihrer Gewalt" und somit haben sie ihr erstes Ziel erreicht. Doch noch fehlt viel um Levana wirklich und endgültig zu besiegen. Und dann ist da ja auch noch die Sache mit der Letumose. Doch nicht nur Cinder und ihre Freunde stehen vor großen Problemen und Aufgaben. Auch das junge Mädchen Cress, welches als Levanas beste Programmiererin arbeitet, möchte endlich frei sein. Sie wird nämlich auf einem einsamen Satelliten festgehalten und hat keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Doch Levana bemerkt nicht, dass sie dort jemanden hat, der von Tag zu Tag mehr lernt, um sie besiegen zu können. Als Cinder einen Hilferuf von Cress empfängt zögert sie nicht lange, doch das Ganze endet schnell in einer lebensgefährlichen Situation für alle.

Meine Meinung:
Schwupps, hier kommt auch schon die Rezension für den dritten Teil der Luna-Chroniken. In diesem Band beschäftigt sich die Autorin mit dem Märchen Rapunzel. Rapunzel, die hier Cress heißt und nicht in einem Turm gefangen gehalten wird, sondern in einem einsamen Satelliten.

Auch bei diesem Band finde ich das Cover einfach nur meeeega, auch wenn ich zuerst dachte, da wären Schlangen auf dem Cover, bis ich bemerkte dass es Zöpfe sind :D Ich finde es klasse, was für ausdrucksstarke Cover, bei jedem einzelnen Band gewählt wurden, sodass man sofort auf das jeweilige Märchen schließen kann.

Auch finde ich es klasse, dass die Bücher von Band zu Band immer dicker werden. So hat dieser dritte Band mehr als 200 Seiten mehr, als der erste. Bei so tollen Büchern ist es immer besonders schön, wenn man richtig viel zu lesen hat.

Die Geschichte um Cress beginnt relativ schnell mit einem Paukenschlag und endet damit, dass die Gruppe um Cinder und ihre Freunde getrennt wird. Somit hat man wieder, wie auch in den Büchern zuvor zwei Geschichten denen man parallel folgt. Zum Einen sind da Cress und Thorne und auf der anderen Seite sind da Cinder, Wolf und Iko. Scarlets Verbleib bleibt zunächst ungewiss. Von Anfang an fieberte ich daraufhin, dass die beiden Gruppen wieder zusammen geführt werden. Allerdings musste ich auf dem Weg dorthin noch einige Abenteuer mit den beiden Gruppen bestehen und stieß auf Dinge, die ich so nicht erwartet hatte.

Stellenweise erinnert mich die Autorin so ein bisschen an den Autor von Game of Thrones. Nicht von der Geschichte her, sondern im Bezug darauf, wie gerne sie Charaktere umbringt. Das ist mir auch in den vorherigen Bänden immer wieder aufgefallen. Zwar verschont sie ihre Hauptpersonen, doch vor den Nebencharakteren macht sie nicht unbedingt Halt. Es ist also nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, es gibt durchaus auch Szenen, die einen zum Nachdenken bringen und traurig machen. Auch brutale Szenen gibt es immer wieder, sodass die Buchreihe sicher nichts für schwache Nerven ist. Trotzdem kommt auch die Romantik nicht zu kurz und auch Stellen zum Schmunzeln baut die Autorin ab und an ein.

Fazit:
Für diesen dritten Band kann ich ebenfalls eine klare Leseempfehlung aussprechen. Spannend, packend, romantisch, toll zu lesen und einfach faszinierend. Ich weiß jetzt schon, dass ich die Welt aus den Büchern unglaublich vermissen werde, wenn ich mit dem letzten Band fertig bin.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Rezension "Wie Blut so rot"

Titel: Wie Blut so rot
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3-551-58287-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €
Band 2/4

Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler enthalten für alle, die den ersten Band (Wie Monde so silbern) noch nicht gelesen haben.

(c) Carlsen
Zum Inhalt: 
Cinder konnte aus dem Gefängnis entkommen. Nun schmiedet sie gmeinsam mit Thorne, der mit ihr geflohen ist, Pläne, wie sie am besten unentdeckt entkommen können. Doch nicht nur Cinder und Thorne flüchten vor Levana und ihren Schergen. Auch die junge Scarlet, gerät mehr oder weniger unfreiwillig in Levanas Machenschaften. Ihre Großmutter ist seit einiger Zeit verschollen und Scarlet sucht verzweifelt nach ihr. Plötzlich taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der zwar durchaus etwas unheimliches ausstrahlt, dafür aber auch unverschämt gut aussieht. Er bietet Scarlet an, ihr bei der Suche nach ihrer Großmutter zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt weiß Scarlet noch nicht, was sie bei der Suche erwartet und welches große Geheimis ihre Großmutter über so viele Jahre gehütet hat.

Meine Meinung:
Hier haben wir also den zweiten Band der Luna-Chroniken. Und dieser steht dem ersten definitiv in nichts nach. "Wie Blut so rot" verarbeitet - wie schon am Cover unschwer zu erkennen ist das Märchen Rotkäppchen.

Rotkäppchen ist in diesem Fall das junge Mädchen Scarlet, der Wolf ist der geheimnisvolle Fremde, der ihr seine Hilfe anbietet. Beide Figuren fand ich toll, wenn ich auch etwas länger gebraucht habe mit Scarlet warm zu werden, als mit Cinder in Band 1.

Was die Spannung angeht fand ich den zweiten Band allerdings fast noch ein bisschen besser, als den ersten Band. Es passieren einige unvorhersehbare Dinge, welche mich wie magisch an das Buch fesselten. Ich konnte es kaum erwarten weiter zu lesen und wurde unruhig, wenn ich keine Zeit dafür hatte. Und so verschlang ich auch diesen Band fast innerhalb von einem Tag.

Schön finde ich die Idee, in jedem Band ein neues Märchen zu verarbeiten und dadurch eine neue Figur zur Geschichte zu bringen. Ich fragte mich von Beginn an ob es nun zwei Geschichten sind die parallel nebeneinander herlaufen, also die von Cinder und die von Scarlet, oder ob die beiden jungen Frauen sich irgendwann begegnen und die Geschichten so zusammen geführt werden. Unt tatsächlich ist letzteres der Fall. Zwar laufen die beiden Geschichten eine zeitlang nebeneinander her, doch irgendwann werden sie tatsächlich zusammengeführt. Und das löst die Autorin sehr elegant, sodass es absolut Sinn macht und man nicht das Gefühl bekommt, das macht sie nun weil sie es muss.

Für das Verständnis sollte man in jedem Fall den ersten Band zuerst lesen. Sonst kommt man glaube ich bei "Wie Blut so rot" absolut nicht mit. Es fehlt da zu viel Hintergrundwissen und es passiert im ersten Band einfach so viel, dass man das einfach gelesen haben sollte.

Auch dieser Band endet natürlich offen und man muss einfach sofort weiterlesen. Mit "Wie Blut so rot" für Meyer ihr Epos rund um Cinder, Kai und Levana spannend weiter und lässt einen Höhepunkt auf den nächsten folgen. Als Leser kommt man kaum dazu Atem zu holen und auch dieses Mal war ich so dankbar, dass Band 3 direkt neben mir lag und ich gleich weiterlesen konnte.

Fazit:
"Wie Blut so rot" steht dem ersten Band in nichts nach. Von der Spannung setzt die Autorin hier sogar nochmal einen drauf und sorgt so dafür, dass man neben dem Lesen weder dazu kommt den Haushalt zu machen, noch Rezensionen zu schreiben. Absolut grandios!

Dienstag, 16. Januar 2018

Rezension "Wie Monde so silbern"

Titel: Wie Monde so silbern
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-551-58335-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Cinder ist ein Cyborg. Sprich sie ist kein kompletter Mensch, sondern halb Mensch, halb Maschine. Cyborgs sind in ihrer Welt nicht gerne gesehen. Die Leute behandeln sie wie Müll und halten sich eher von ihnen fern. Cinder hat es also schon so nicht leicht, doch ihre böse Stiefmutter macht es nicht besser. Sie muss für sie arbeiten und hat nur wenig Spaß in ihrem Leben. Als eines Tages der Prinz an ihrem Stand auf dem Markt erscheint, ist er ihr auf Anhieb sympathisch. Sie soll seine Androidin reparieren, was für den Prinz von größter Wichtigkeit ist. Cinder ahnt nicht, was für ein Geheimnis diese birgt. Und auch, dass sie viel mehr als nur ein Cyborg ist, ist ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Als die Königin von Luna auf die Erde kommt, geraten alle in größte Gefahr.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch schon gefühlte Ewigkeiten auf meinem SUB. Genauer gesagt, befindet sich die ganze Reihe schon ewig dort. Diese Bücher waren für mich zunächst ein reiner Coverkauf, da ich diese einfach brilliant finde. Bei "Wie Monde so silbern" erkennt man auf den ersten Blick, dass es sich hier um eine Adaption von Aschenputtel bzw. Cinderella handelt. Spätestens aber wenn man den Namen der Hauptperson liest "Cinder", ist es klar.

Endlich kam ich nun dazu zu dieser Reihe zu greifen. Und schon die ersten Seiten von "Wie Monde so silbern" nahmen mich absolut gefangen. Ich frage mich ernsthaft, wieso ich das Buch so lange habe warten lassen. Ich muss zugeben, dass ich mich schon aufgrund des Klappentextes immer wieder gefragt habe, ob das wirklich etwas für mich ist. Die Vorstellung über Cyborgs zu lesen, war mir irgendwie zu abstrakt. Doch schon nach wenigen Seiten wurde ich eines Besseren belehrt. Ich liebe diese moderne Version von Cinderella einfach.

Cinder wuchs mir sofort ans Herz, genauso wie ihre Androidin Iko und Prinz Kai. Alle Figuren finde ich wunderbar ausgearbeitet. Wie im klassischen Märchen gibt es hier auch gut gegen böse. Die eben genannten stehen auf der Seite des Guten, die Königin von Luna, Levana, steht für das absolut böse. Und so grausam sie ist, so wunderbar durchdacht finde ich sie. Die Autorin hat hier extrem glaubwürdige und unverwechselbare Protagonisten geschaffen.

Ein weiterer Punkt, der absolut für dieses Buch spricht, ist das Setting selbst. Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und vor eurem inneren Auge entsteht ein Film? Ihr könnt euch richtig vorstellen, wie ein Buch verfilmt wird und wie dort alles aussehen wird. Und genauso ist es hier. Der asiatische Staatenbund entstand immer mehr vor meinen Augen, je weiter ich gelesen habe. Ich BETE, dass diese Buchreihe verfilmt wird. Sie eignet sich einfach perfekt dafür.

"Wie Monde so silbern" ist ein perfekter Einstieg in eine Geschichte, in ein Epos, das es wirklich in sich hat. Natürlich gibt es einige Gemeinsamkeiten mit Cinderella - was ja so gewollt und zudem richtig toll gemacht ist - aber es fließen auch viele neue Ideen in die Geschichte ein. Das Buch hat durchaus etwas dystopisches an sich, denn es spielt in unserer Zukunft, nach dem vierten Weltkrieg. Die Medizin hat sich weiter entwickelt, weswegen es auch Cyborgs gibt. Diese sind aber, wie schon im Klappentext beschrieben in der Gesellschaft überhaupt nicht angesehen. Auch Cinder leidet sehr unter ihrer Stiefmutter, die sie als billige Dienerin benutzt. Erst Prinz Kai lässt sie spüren, dass es auch etwas anderes im Leben gibt.

Das Buch beginnt zwar recht leise, wird aber sehr schnell sehr spannend. Die Seiten flogen nur so dahin und ich weiß gar nicht ob ich ein oder zwei Abende dafür gebraucht habe. Auf jeden Fall blieb seit langer Zeit mal wieder der Fernseher aus, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Das Ende bleibt natürlich offen, denn "Wie Monde so silbern" ist der erste von vier Bänden, der Luna-Chroniken. Deswegen war ich extrem froh, dass ich die Reihe schon komplett hier hatte. Ich hätte es nicht ausgehalten, wenn ich mir den zweiten Band erst noch hätte besorgen müssen.

Fazit:
"Wie Monde so silbern" ist eine tolle moderne Version von Cinderella, die in einer dystopischen Zukunft spielt und die Protagonisten rund um Cinder vor große Herausforderungen stellt. Als Cinder erfährt, welches Geheimnis sie umgibt, ist nichts mehr so, wie es mal war. Leider endet das Buch kurz nach der Offenbarung dieses Geheimnisses und ich rate jedem, der den ersten Teil lesen möchte, sie vorsorglich schon mal den zweiten Teil bereit zu legen, denn diese Spannung hält man einfach nicht aus.