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Mittwoch, 1. Januar 2020

Rezension "Die kleine Eule - Fädelspiel"

Titel: Die kleine Eule - Fädelspiel
Autor: Susanne Weber (Autor) / Tanja Jacobs (Illustr.)
Verlag: Loewe
ISBN: 4260512180935  
Preis: 9,99 €
Alter: ab 3

(c) Oetinger
Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder ein Spiel für euch. Als meine große Tochter zwei wurde, war ich sehr auf der Suche nach einem geeigneten Fädelspiel für sie. Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich das gefunden, was ich wollte.

Nachdem ich dieses Fädelspiel gemeinsam mit meinen Kindern ausprobiert habe, kann ich sagen, dass es echt schade ist, dass es das damals noch nicht gegeben hat. Angefangen bei den wunderbar niedlichen Illustrationen ist dieses Fädelspiel rund um gelungen. Auch meinen Töchtern gefällt es gut. Kaum ausgepackt haben sie sich darauf gestürzt. Und ich finde es total klasse, wenn mit verschiedenen Spielen das einfädeln geübt wird. Denn das braucht man noch so oft im Leben und wenn es den Kindern dann noch Spaß macht, weil das Spiel so liebevoll gemacht ist, dann ist es rundum gelungen.

Einige von euch kennen sicherlich die Bilderbücher mit der kleinen Eule. Passend dazu gibt es eine ganze Serie von Produkten, unter anderem das Fädelspiel. Das Spiel enthält fünf Fädelkarten, die alle die verschiedensten Tiere - unter anderem auch die kleine Eule - darstellen. Jede Karte hat auch die Form des Tieres, was es auch haptisch zu einem Erlebnis macht.

Zudem enthält das Spiel zwei Fäden. Auch das finde ich super, senkt es doch das Streitpotenial bei Geschwistern. Die Kinder haben verschiedene Möglichkeiten das Fädelspiel zu spielen. Zum einen können sie die Fäden beliebig durch die Öffnungen fädeln. Zum anderen gibt es auf der Rückseite eine vorgedruckte Linie, nach deren Vorgaben die Fäden ebenfalls durch die Löcher gefädelt werden können.

Die Box in der die Tiere und die Fäden aufbewahrt werden ist ebenfalls wirklich schön gestaltet. Es befindet sich eine kleine Lasche daran mit der der Inhalt problemlos herausgezogen werden kann. Zudem ist sie schön handlich und lässt sich gut aufbewahren. Außerdem ist alles aus sehr stabiler und robuster Pappe, das heißt, auch kleine Kinderhände können das Spiel nicht so schnell kaputt machen. Ein weiterer Pluspunkt.

Fazit:
Ein ganz tolles Fädelspiel, sowohl optisch, als auch haptisch ein absolutes Highlight. Gefällt uns wirklich sehr gut.

Sonntag, 27. Oktober 2019

[Produkttest] "Bamuslupe - Peter & Piet"

Titel: Peter & Piet - Bambuslupe
Autor: Peter Wohlleben
Verlag: Oetinger
Artikelnummer: 4260512180959
Preis:14,99 €


Meine Meinung:
Heute habe ich mal kein Buch, sondern einen Produkttest für euch. Eure Kinder gehen doch bestimmt auch so gerne raus und entdecken die Natur? Und da habe ich genau das richtige für die kleinen Entdecker. Ob Käfer oder Gras, ob Blatt oder Insekt. Alles muss genau unter die Lupe genommen werden.

Und das geht mit dieser Lupe nun im wahrsten Sinne des Wortes. Perfekt für den Außeneinsatz geeignet, bietet sie den Kinder den besten Blick auf alles, was sie gerne entdecken möchten. 

Die Lupe ist sehr hochwertig gearbeitet und zudem umweltfreundlich, da sie aus Bambus ist, was ja bekanntlich schnell nachwächst. Und auch die Linse selbst ist super, denn sie ist aus splitterfreiem Acrylglas. Gerade bei Kindern ist das super wichtig, denn jeder weiß, wie schnell mal etwas runterfällt und auch kaputt geht. Bisher kann ich aber sagen, dass die Lupe tatsächlich sehr robust ist. Meine kleine Tochter (2) hat sie schon gefühlt überall mit hingeschleppt und sie ist ihr bestimmt auch schon das ein oder andere Mal runtergefallen und bisher ist alles ganz geblieben.

Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist dass die Lupe so schön naturbelassen ist und sich auch richtig gut in der Hand anfühlt. Zuden hat sie eine Schlaufe, an der auch kleine Kinderhände sie sehr gut festhalten können. Und natürlich vergrößert sie auch wunderbar die gefundenen Schätze und zwar 400%.

Ich finde die Lupe wirklich super für kleine Entdecker. Der Preis mit fast 15 € ist natürlich nicht ganz niedrig, aber dafür bekommt man tatsächlich auch ein sehr hochwertiges und haptisch wunderschönes Produkt. Meine Töchter und ich werden damit sicherlich noch viele Regenwürmer, Käfer und Co. anschauen.

Passend zur Lupe gibt es bei Oetinger auch ein Buch von Peter Wohlleben "Hörst du wie die Bäume sprechen", in welchem man weitere Lupenexperimente findet. Das Buch wird sicherlich auch noch irgendwann bei uns einziehen, denn gemeinsam mit den Kindern die Natur zu entdecken ist doch einfach klasse.

Fazit:
Eine tolle Lupe, die optisch und qualitativ wirklich spitze ist. Sie lädt zum Entdecken ein und macht das Sammeln in der Natur zu einem echten Erlebnis. 


Montag, 23. September 2019

Rezension "Leseratte Otilie Wörterwirrwarr"

Titel: Leseratte Otilie Wörterwirrwarr
Autor: Wiebke Rauers
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 304
EAN: 4260512180119
Einbindungsart: Spiel
Preis: 6,99 €
Alter: ab 6 Jahren


(c) Oetinger /buecherohneende
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich mal was ganz anderes für euch und zwar ein Spiel. Ich selbst spiele ja unheimlich gerne Brett- und auch mal Kartenspiele und so hoffe ich das auch mal an meine Kinder weiterzugeben.


Da ich immer wieder auf der Suche nach neuen Spielideen bin, habe ich mich sehr gefreut, als ich "Wörterwirrwarr" zugeschickt bekommen habe. Schon die Verpackung finde ich super. Klein und handlich passt sie in jede Handtasche und ist so perfekt zum Mitnehmen für Unterwegs. Zudem finde ich auch die Gestaltung total gelungen. Ich mag die Zeichnungen der Leseratte Otilie sehr gerne und so finde ich das ganze Äußere sehr ansprechend.


Öffnet man die Packung so findet man zunächst nicht viel mehr als einige Karten, die mit Buchstaben bedruckt sind vor sich. Zudem ein kleines Regelwerk, das kurz und knapp die Regeln erklärt. Ich bin ja ein Fan von Spielen, bei denen man nicht erst zwei Stunden die Anleitung lesen muss oder die Hälfte nicht versteht. Hier ist die Anleitung klar verständlich und ich wusste sofort, wie das Spiel zu spielen ist.


Im Prinzip ist es mit Scrabble vergleichbar, nur in Kartenform. Die Kinder sollten natürlich lesen können, da sie mit den Buchstaben Wörter schreiben und lesen müssen. So finde ich die Altersangabe 6+ passend und würde sie sogar noch etwas weiter oben ansetzen, denn dann können die Kinder auch flüssiger lesen und haben sicherlich mehr Freude an dem Spiel.

Das Prinzip des Spiels ist sehr einfach. Aus aufgedeckten Karten müssen Wörter gebildet werden, deren Karten man dann behalten darf. Wer am Ende die meisten Buchstaben hat, gewinnt. Ich finde das eine schöne Idee, denn es regt die Kinder an auch mal um die Ecke zu denken und kreativ zu werden. Es sind keine Wörter vorgegeben, es liegen lediglich die nackten Buchstaben auf dem Tisch. Und so ist jedes Spiel aufs Neue spannend, denn mit jeder Kombination, die offen auf dem Tisch liegt, können auch neue Wörter gebildet werden.


Fazit:
Ein tolles Spiel für Kinder, die schon etwas besser lesen können. Sehr hübsch gestaltet, regt es die Kinder dazu an, nachzudenken, kreativ zu werden und sich eigene Wörter auszudenken. Durch das handliche Format ist es perfekt für die Handtasche und unterwegs.


Dienstag, 17. September 2019

Rezension "Heartbeat - In your arms"

Titel: Heartbeat - In your arms
Autor: Harper Drake
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-8415-0592-7
Einbindungsart: Broschiert / ebook
Preis: 13,00 € / 9,99 €
Alter: ab 15 Jahren
Reihe: 6 / 6

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Spell wohnt alleine in ihrem Trailer. Seit sie vor ihrer alkoholkranken Mutter geflüchtet ist führt sie ein selbstständiges Leben. Um sich über Wasser zu halten arbeitet sie in einer Bar und fertig selbst Schmuck an. Als sie eines Tages den Künstler Arthur kennenlernt gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Eigentlich fühlt sie sich sehr von ihm angezogen, auf der anderen Seite fällt es ihr jedoch schwer zu vertrauen. Als sie beschließt sich voll und ganz auf ihn einzulassen wird sie mit Tatsachen konfrontiert, die sie schneller auf den Boden der Tatsachen zurück bringen, als ihr lieb ist.

Meine Meinung:
Die Reihe "Heartbeat" ist mir schon öfters begegnet und endlich kam ich mal dazu auch einen Band aus dieser Reihe zu lesen. Sie sind alle unabhängig voneinander lesbar, da sie auch von unterschiedlichen Autoren geschrieben sind und natürlich hat so auch jeder Band seine eigenen Protagonisten.

Hier in diesem Band mochte ich Spell sofort recht gerne. Sie ist eine unheimlich starke junge Frau, vor der ich großen Respekt habe, denn sie hat keine ganz einfache Vergangenheit. Ihr Mangel an der Fähigkeit zu vertrauen steht ihr allerdings desöfteren im Weg, was manchmal etwas anstrengend war. Durch ein oder zwei Gespräche hätte sie viele Missverständnisse schon viel früher klären können. Unheimlich gerne mochte ich auch Arthur. Er ist ein toller junger Mann, der auf jeden Fall Schwiegersohnqualitäten hat. Ein Künstler, der sehr erfolgreich und trotz allem auf dem Boden geblieben ist.

Die Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden entspinnt ist total schön und auch das ein oder andere Mal etwas prickelnd. Ich verfolgte total gerne wie die beiden sich näher kamen und war sooo gespannt auf ihren ersten Kuss. Ich fühlte mich so wohl beim Lesen und genoss die wunderbare Stimmung, die von diesem Buch ausging zutiefst. Dass das Buch ab 15 empfohlen wird, hat auch seinen Grund, denn es gibt auch einige heiße Szenen. Diese sind zwar recht selten, aber doch vorhanden. Sie sind auch sehr geschmackvoll und schön beschrieben, sodass sie absolut für Jugendliche geeignet sind.

Der Schreibstil gefiel mir ebenfalls sehr gut. Die Seiten flogen nur so dahin und ich konnte das Buch fast in einem Rutsch durchlesen, so locker leicht und gut zu lesen war. Die Autorin trifft in jeder Situation den richtigen Ton und auch dies macht das Buch aus. Es ist gefühlvoll und spannend und ließ mich so richtig mit den Protagonisten mitfiebern.

Ein tolles Buch, das beste Unterhaltung für kuschelige Stunden auf dem Sofa bietet. Ich bin immer noch hin und weg von dieser Geschichte und werde sicherlich auch die anderen Teile der Reihe nach und nach lesen. Eines steht sogar schon meinem Bücherregal.

Fazit:
Eine wunderschöne prickelnde Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die sich erst verlieren müssen, um dann endgültig zueinander zu finden.

Samstag, 7. September 2019

Rezension "The Kingdom"

Titel: The Kingdom - Das Erwachen der Seele
Autor: Jess Rothenberg
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-7891-1407-6
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 20,00 € / 13,99 €
Alter: ab 14 Jahren

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Ana ist eine KI, eine künstliche Intelligenz. Zusammen mit ihren "Schwestern" soll sie den Besuchern von "The Kingdom" jeden Wunsch von den Lippen ablesen und erfüllen. Der moderne Vergnügungspark ist voller biotechnischer Tiere, die mehr als echt wirken. Als Ana beschuldigt wird den Parkangestellten Owen ermordet zu haben, steht plötzlich die Frage im Raum, ob die KIs vielleicht mehr Emotionen besitzen, als alle gedacht haben. Die Frage ob Ana überhaupt schuldfähig ist, bestimmt fortan die Medien und hinterlässt die Tiefe Frage, ab wann ein Lebewesen als solches angesehen werden kann.

Meine Meinung:
Dieses Buch stimmt von vorne bis hinten. Das Cover ist absolut grandios, sodass es sofort meinen Blick auf sich gezogen hat. Der Klappentext klingt ebenfalls extrem spannend und so war ich unfassbar gespannt auf diese Geschichte.

Ich lese ja immer noch sehr gerne Dystopien, dieses Buch ist zwar keine Dystopie, spielt aber ebenfalls in der Zukunft, in der künstliche Intelligenzen keine Seltenheit mehr, sondern an der Tagesordnung sind. Ausgestorbene Tierarten werden künstlich nachgezüchtet, was recht schnell moralische und ethische Fragen aufwirft. Was darf der Mensch? Wann darf der Mensch über Leben und Tod bestimmen ? Ich mag solche Zukunfsszenarien sehr gerne, die vor allem so viel Tiefgang besitzen, dass sie mich nicht nur einmal zum Nachdenken bringen.

Die Geschichte selbst ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend und so hatte ich sie tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen. Kaum mehr als zwei Abende waren nötig, da ich die Geschehnisse förmlich inhaliert habe. Der Schreibstil und die kreativen Ideen der Autorin sind so toll, dass die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langatmig wird, sondern das spannende Niveau durchgehend halten kann.

Was ebenfalls dazu beitrug, dass die Seiten nur so dahin flogen, war auch die Aufmachung des Buches. Hier lernen wir die Geschichte nämlich von zwei Seiten kennen. Zum einen die Gegenwart, in der Ana vor Gericht steht, wegen des Mordes an Owen und zum anderen erfahren wir, wie es dazu gekommen ist. Hierbei wurde nicht nur die reine Erzählform gewählt, nein auch Gerichtsprotokolle, Gesprächsauszüge oder einige vereinzelte Fotos werden herangezogen um uns Leser so tief wie möglich in die Geschichte hinein zu ziehen. 

Ich fand es extrem spannend zu beobachten, dass die KIs definitiv mehr sind als reine Maschinen, auch wenn der Vergnügungspark das nicht so sieht. Für dne Park und die Chefs sind Ana und ihre "Schwestern" einfach nur Puppen, die zu funktionieren haben. Jegliches aus der Reihe tanzen wird bestraft. Die ethische Frage, wann ein Mensch ein Mensch ist und was uns Menschen überhaupt ausmacht, steht über die komplette Zeit im Raum. Dies lässt sich auch bis zum Ende nicht abschließend klären, bringt aber sicherlich jeden, der dieses Buch liest zum Nachdenken. Denn dieses Buch ist so viel mehr als ein Zukunfsszenario, so viel mehr als nur ein Fantasybuch. Es hat so viele Stellen, die zum Nachdenken anregen, über Schuld und Unschuld, über Emotionen und die Gier der Menschen. Und über allem eben die Frage, was einen Menschen ausmacht und inwieweit sich einige wenige Menschen über vermeintlich schwächere erheben dürfen.

Fazit:
Eine grandiose Geschichte, die mich von der ersten Seite an gefesselt und mitgenommen hat. Ich liebe dieses Buch, spielt es doch mit großen moralischen Fragen und überzeugt dabei mit Spannung, Schreibstil und einem äußerst faszinierenden Szenario. 



Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension "Die Attentäter"

Titel: Die Attentäter
Autor: Antonia Michaelis
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-7891-0456-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Drei junge Freunde, die im gleichen Haus in Berlin aufgewachsen sind. Ihre komplette Kindheit verbrachten sie zusammen, doch je älter sie werden, desto mehr leben sie sich auseinander. Besonders Cliff scheint seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden zu haben und so konvertiert er zum Islam und verschwindet spurlos. Für Alain und Margarete bricht eine Welt zusammen, hatten sie doch geglaubt, sie wären ewig miteinander befreundet. Als Cliff ein Jahr später wieder auftaucht, scheint alles gut zu werden, doch der Schein trügt, denn Cliff ist nicht mehr der, der er einmal war.

Meine Meinung:
Ich habe bereits vor diesem Buch etwas von Antonia Michaelis gelesen. Besonders "Der Märchenerzähler" blieb mir in sehr eindrücklicher Erinnerung. Leider nicht in durchweg positiver. Das Buch war zwar wahnsinnig packend geschrieben, doch die Erzählung selbst, war so düster, dass mich das Buch komplett runtergezogen und deprimiert zurück gelassen hat.

Trotzdem wagte ich mich an "Die Attentäter", ein hochaktuelles, brisantes und extrem wichtiges Thema. Auch dieses Mal hat Michaelis natürlich ein Thema gewählt, welches extrem düster und negativ ist, doch dieses Mal ging es mir irgendwie anders damit. Ich war sofort gefesselt von Michaelis' eindrücklichem und sehr besonderen Schreibstil, der das Thema Attentäter perfekt umsetzt. Von der ersten Seite an, zog mich Michaelis damit in ihren Bann. Ich war geschockt und gleichzeitig so gefesselt, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte.

Die drei Protagonisten lernt man schon als Jugendliche kennen und die Entwicklung, die diese durchmachen ist teilweise ebenfalls mehr als schockierend. Ich musste sofort meinem Mann davon erzählen, so entsetzt war ich stellenweise. Hier zeichnet sich vor allem schon bei Cliff ab, wie sein weiteres Leben aussehen könnte.

Michaelis hat hier ein - leider - sehr aktuelles Thema gewählt. Hier war vor allem eine gewisse Sensibilität gefragt, denn dieses so umzusetzen, ist sicherlich nicht ganz einfach. Doch sie trifft genau den richtigen Ton, der berührt und zu überzeugen weiß.

Ich bin beeindruckt, wie man ein solch schweres Thema so gut umsetzen kann. Sie schafft es das Thema Terror für Jugendliche und junge Erwachsene aufzubereiten und einem das Thema so nahe zu bringen.

Fazit: 
Ein tolles Jugendbuch, welches unglaublich gut geschrieben ist und ein schwieriges Thema sensibel umsetzt.

Montag, 8. August 2016

[Blogtour] Die Olchis - Gefangen auf der Pirateninsel - Auf hoher See


 Halllooooo ihr Stinkerlinge,

heute habe ich die krötige Aufgabe euch ein muffeliges Piratenschiff vorzustellen. Nachdem ihr gestern schon meine krötige Rezension zu "Die Olchis gefangen auf der Pirateninsel" lesen durftet *KLICK* habt ihr heute die Chance auf krötige Gewinne ohne Ende. Beim ranzigen Läusefurz, ihr müsst nur aufmerksam unsere Beiträge verfolgen und die schmuddeligen Fragen beantworten.

 Das Piratenschiff auf dem die Olchis gelandet sind, beim grätigen Hühnerich, sieht so aus:

(c) Oetinger "Die Olchis - Gefangen auf der Pirateninsel" S.27
Das Blutrote Segel ist so gar nicht olchig und auch schon von Ferne zu entdecken. Käpten Eisenhand, hat wie es sich für einen richtigen Piraten gehört, nur eine Hand, auf der anderen Seite hat er einen Enterhaken. Schuppige Bettwanze, damit sieht er ganz schön gefährlich aus. Verschmutzt und zugenäht, das finden die Olchis gar nicht krötig. Die fauligen Matrosen haben den ganzen Tag nichts besseres zu tun als Karten zu spielen. Die Olchis verstehen natürlich nicht, wie man mit so einer Köstlichkeit spielen kann. Dieses dreckige Festmahl wäre sogar für einen Gefurztag bestens geeignet. Wären die Olchis nicht so sehr damit beschäftigt gewesen lecker schmuddeliges Essen zu suchen und sich vor der ekelhaft sauberen Meeresluft in Acht zu nehmen, hätten sie gleich gemerkt, dass sie unter Piraten gelandet sind. Die Mannschaft des verolchten Piratenschiffs hat gruslige Piratentatoos und trägt scharfe Säbel die verolcht gefährlich sind. Beim Klabautermann, die Olchis merken schneller als ihnen lieb ist, dass so ein Piratenschiff auch immer über die Möglichkeit verfügt Gefangene einzusperren. Und das obwohl der Urlaub so gut los ging. Die gammeligen Küchenabfälle, das ranzige Schiff, schöner hätte es eigentlich nicht sein können. Na, ob sie aus dieser misslichen Lage wieder rauskommen?

(c) Oetinger
Über Piratenschiffe gibt es natürlich noch so einiges mehr zu wissen. Meistens sind sie erbeutet und gehören rechtmäßig gar nicht dem Käpten. Auf hoher See müssen sie sich in Acht nehmen und aufpassen, dass sie nicht von Kriegsschiffen oder Schiffen der Regierung überrascht werden, denn dann ist es schnell vorbei mit der Freiheit. Oft finden sich auf Piratenschiffen auch diverse Schätze, die natürlich Teil der Beute sind. Und so wie Piratenschiffe immer wieder ihren Käpten wechseln, so geschieht das auch mit der Besatzung. Diese ähnelt natürlich der Besatzung eines normalen Schiffes, denn auch dieses muss bewegt und sauber gehalten, die Mannschaft muss bekocht werden. Der Ton auf so einem Piratenschiff ist sicherlich rauer, als der auf jedem anderem Schiff. Und so hoffe ich selbst, dass ich einem Schiff mit (in der Regel) schwarzer Flagge und Totenkopf auf eben jener, niemals begegnen werde. Denn natürlich gibt es Piraten nicht nur in Geschichten und diese sind sicherlich auch in echt nicht ungefährlich.

Von WarX, edited by Manuel Strehl - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Natürlich gibt es auch etwas krötiges zu gewinnen. Bis einschließlich 11.8 könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen. Ausgelost wird unter allen Kommentierenden.

Ganze 5 mal gibt es ein oberolchigs Furzkrötenpaket zu gewinnen, seht selbst:


Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet mir bitte folgende Frage in den Kommentaren:

Was würdet ihr olchiges anstellen, um euch aus den Fängen der Piraten zu befreien?

Wer an dem Gewinnspiel teilnimmt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden *KLICK*

Noch ist unsere Tour nicht am Ende angekommen und so habt ihr immer noch die Chance alle Stationen zu besuchen. Schaut selbst, was es alles zu entdecken gibt:

6.8. Die Olchis 
7.8. Tattoos
Bianca von www.bibilotta.de 
8.8. Auf hoher See 
Hier bei mir
9.8. Bringe Dein Olchis-Wissen auf den neuen Stand! - Fakten 
10.8. Die Pirateninsel
Ich wünsche euch noch krötiges Vergnügen und verfurzt viel Erfolg beim Gewinnspiel!

Sonntag, 7. August 2016

Rezension "Die Olchis - Gefangen auf der Pirateninsel"

Titel: Die Olchis - Gefangen auf der Pirateninsel
Autor: Erhard Dietl
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-7891-0440-4
Seitenzahl: 159
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab 8

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Die Olchis brauchen eine Auszeit. Die ganzen Touristen, die nur kommen, um sie zu begaffen nerven einfach nur noch. Und so beschließt Olchi-Opa sich beim Bürgermeister zu beschweren, der ihnen daraufhin eine Kreuzfahrt spendiert. Opa, Oma und die Kinder sind sofort Feuer und Flamme. Mama, Papa und das Baby bleiben lieber zu Hause. Schnell kommt der Tag der Abreise und die vier Olchis machen sich auf den Weg. Schon, als sie das Schiff sehen, wundern sie sich, dass es keine anderen Passagiere gibt. Auf hoher See dann die böse Überraschung. Sie sind von Piraten entführt worden, die nun Lösegeld für sie verlangen. Wie kommen sie nur aus diesem Schlamassel wieder raus?

Meine Meinung:
"Die Olchis - Gefangen auf der Pirateninsel" ist mein erstes Olchibuch gewesen. Schon oft hatte ich eines in der Hand, oft habe ich es bestellt und an Kunden verkauft, doch nie selbst eines gelesen.

Doch endlich konnte ich mich selbst davon überzeugen, dass die Olchis klasse sind. Endlich verstehe ich, wieso Kinder einfach nur darauf abfahren. Selbst ich als Erwachsene, musste an so vielen Stellen so herzhaft lachen, dass ich in der Bahn bestimmt komisch angeschaut worden wäre. Die Sprache, die Erhard Dietl für seine Olchis verwendet ist einfach verkrötet klasse. Olchis liebe genau das, was Kindern auch Spaß macht. Dreck, Schmutz, Unordnung. Sie hassen es wenn alles ordentlich und sauber ist und wühlen am liebsten im Matsch. Ich kann voll verstehen, dass die Olchis genau deswegen so gut bei Kindern ankommen. Zudem nehmen sie kein Blatt vor den Mund, sind frech und nie um einen guten Spruch verlegen.

Je nachdem wie gut Kinder in dem Alter (8) schon lesen können, können sie das Buch selbst lesen, oder es sich vorlesen lassen. Ich glaube, ich würde mir den Spaß nicht nehmen lassen und meiner Tochter das Buch selbst vorlesen. Zum größten Teil besteht das Buch aus reinem Text. Nur wenige Bilder, lockern diesen etwas auf, sodass man meiner Meinung nach schon recht gut lesen können muss, um dies zu bewältigen.

In diesem Band erleben die Olchis ein besonders spannendes Abenteuer. Sie bekommen es mit Piraten zu tun. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube ich hätte mich als 8-jährige durchaus gegruselt. Nicht, dass es jetzt besonders dramatische oder brutale Szenen gibt, doch spannend ist es allemal. Vor allem die Frage, ob und wie sich die Olchis befreien können. Schön finde ich jedoch, dass Dietl dabei nie den gewohnten Humor vermissen lässt, was dem ganzen die düstere Ernsthaftigkeit nimmt.

Natürlich wartet das Buch dann mit einem Happy End auf. Allen geht es gut, niemand kommt zu Schaden. Und so sind die Olchis natürlich schon wieder bereit für ihr nächstes Abenteuer, das hoffentlich in viele Kinderzimmer einziehen darf.

Fazit:
Ich bin voll und ganz überzeugt von den Olchis. Sobald meine Tochter in das Alter kommt, wird sie die Olchis auf ihren krötigen Abenteuern begleiten dürfen. Die witzige Sprache und die wunderbar sympathischen Olchis machen das Buch auch für uns Erwachsene zu einem echten Lesevergnügen.

Sonntag, 24. Juli 2016

[Blogtour] "In einer Sommernacht wie dieser" - Die Protagonisten

 

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch heute zu unserer Blogtour zu "In einer Sommernacht wie dieser" begrüßen. Am Freitag gab es bei mir schon die Rezension zu dem wunderbaren Titel aus Tanja Heitmanns Feder *KLICK*. Gestern konntet ihr schon einiges über "Die Macht der Anziehungskraft" erfahren. Heute geht es bei mir mit den Protagonisten weiter.

Ich habe euch vier Personen rausgesucht, die ich euch näher vorstellen möchte. Und hier sind sie:

Leo Kressberg
DIE Hauptperson, der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie ist 17 Jahre alt und kommt aus gutem, reichem Haus. Ihre Eltern sind geschieden, weswegen sie hauptsächlich im Internat auf Spiekeroog aufwächst. Aufgrund ihrer Familiensituation ist Leo sehr einsam, ihre Mutter verlegt sich mehr aufs Shoppen, ihr Vater versinkt in Arbeit. Um sich abzulenken liest sie viel und gerne. Zudem hat Leo einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und eine soziale Ader, sie kann Ungerechtigkeiten nicht ausstehen und setzt sich vehement für die Gleichberechtigung aller ein. Auf Reisen hat sie gerne ihren kompletten Hausrat um sich und schleppt auch die kleinste Pflanze mit sich rum. Da sie genau weiß, was sie möchte, hat sie mit 17 Jahren schon einen Führerschein. Sie ist gut in Chemie und macht im nächsten Jahr ihr Abitur. Von Alexei fühlt sie sich vom ersten Moment an angezogen, die ständig wechselnden Freundinnen ihres Vaters kann sie jedoch nicht ausstehen. Als sie sich zwischen Alexei und ihrem Vater entscheiden soll, stürzt sie das in einen großen Konflikt.

Alexei Leanca
Die andere Hauptperson der Geschichte "In einer Sommernacht wie dieser" ist Alexei Leanca. Alexei wird als sehr gut aussehend und gut gebaut beschrieben. Sein braun gebranntes Gesicht, seine dunklen Locken und seine leuchtend blauen Augen sorgen dafür, dass Leo ihn sofort anziehend findet. Auch die Narbe in seiner Augenbraue und seine schiefe, mehrfach gebrochene Nase, tun dem keinen Abbruch. Viel mehr lassen sie ihn noch mehr aus der Masse herausstechen. Es ist von Anfang an klar, dass ihn ein dunkles Geheimnis umgibt. Er arbeitet im Garten, der zur Villa von Leos Vater gehört, als Assistent des Gärtners. Darum schläft er auch im Gartenhaus, welches sehr karg eingerichtet ist. Im Verlauf der Geschichte gerät er nicht nur einmal in eine Schlägerei. Er hat sein Temperament oft nicht im Griff und dies bekommt nicht nur der ungeliebte Bauleiter Bender zu spüren. Alexei ist eine sehr stolze Person, die kein Mitleid mag. Er hat eine ausgeprägte Angst vor dem Wald und bis fast zum Schluss weiß man nicht warum. Er träumt häufig schlecht und hat mit Blackouts zu kämpfen, seine dunkle Vergangenheit hält ihn eisern fest. Auch er ist von Leo sofort fasziniert, hat jedoch keinen leichten Stand bei ihrem Vater.

(c) Oetinger
Clemens Kressberg
Er ist Leos Vater. Schwer beschäftigt ist der geschiedene Mann aufgrund seines Berufs als erfolgreicher Architekt. Genau deswegen hat es ihm auch die doch sehr heruntergekommene Villa angetan, die er von Bauleiter Bender und seinem Team herrichten lässt. Er liebt seine Tochter sehr, mit seinem Beschützerinstinkt schießt er jedoch nicht nur einmal übers Ziel hinaus. Besonders der Flirt mit Alexei ist ihm ein großer Dorn im Auge. Neben seiner Tochter ist ihm Luxus sehr wichtig, was man vor allem an seinem teuren Lebensstil und seinen teuren Autos merkt. Mit Gesetzen nimmt er es nicht so genau, beschäftigt er doch Schwarzarbeiter auf seiner Baustelle. Seit der Scheidung von Leos Mutter schmückt er sich gerne mit hübschen Frauen, die deutlich jünger als er sind. Nie ist darunter auch nur eine wirklich ernste Beziehung.

Viktor Kranz
Viktor Kranz ist der Gärtner in "In einer Sommernacht wie dieser". Er beschäftigt Alexei als Hilfskraft, da er viel von ihm hält. Doch ihm ist nicht nur die Arbeit wichtig, nein auch, was hinter der Fassade steckt und wie es dem Jungen geht, lässt ihn nicht kalt. Er wirkt zwar auf den ersten Blick etwas ruppig, hat aber immer ein offenes Ohr für die Sorgen der anderen. Bei seiner Tätigkeit als Gärtner steckt er seinen kompletten Ehrgeiz in die aufwendige Pflege der großen Grünfläche und das schon seit vielen Jahren. Neben seinen Kenntnissen über Pflanzen und Gartenarbeit ist er auch medizinisch bewandert und meistens der erste der bei kleineren und größeren Verletzungen konsultiert wird. Seine 72 Jahre und die harte Arbeit sieht man ihm an seiner hageren Gestalt und seinen vielen Falten durchaus an. Dass er raucht tut sein übriges, dass er nicht mehr wie der Jüngste aussieht.

Ich hoffe ich konnte euch die interessanten und vielschichtigen Charaktere des Buches ein wenig näher bringen.

Natürlich könnt ihr auch bei dieser Blogtour etwas tolles gewinnen:


Um bei dem Gewinnspiel mitzumachen beantwortet mir im Kommentar bitte folgende Frage:
Mit welcher der 4 Personen würdet ihr gerne einen Abend verbringen und warum?

Die Gewinne werden unter allen Kommentierenden verlost. Ihr könnt bis einschließlich 28.7 am Gewinnspiel teilnehmen!
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden!


Die weiteren Stationen unserer Blogtour findet ihr hier *KLICK*: 

23.7. „Du bist wie ein Magnet!“ – Die Macht der Anziehungskraft 

 24.7. „Wer bist du eigentlich?“ – Die Protagonisten des Buches vorgestellt

25.7. „Tanja Heitmann packt aus!“ – Interview mit der Autorin

26.7. „Stimmung am See“ – Die Magie der Schauplätze
Bianca von www.bibilotta.de

27.7. „Warum erinnere ich mich nicht?“ – Vom Umgang mit traumatischen Erlebnissen
Jana von www.lunasleseecke.blogspot.de

29.7. Gewinnerbekanntgabe

Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß bei unserer Blogtour! 

Freitag, 22. Juli 2016

Rezension "In einer Sommernacht wie dieser"

Titel: In einer Sommernacht wie dieser
Autor: Tanja Heitmann
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 366
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Leo Kressberg, 17 Jahre alt, stammt aus reichem Haus. Dieser Sommer soll einfach spitze werden. Ihr Vater hat eine alte Villa gekauft, in der sie beide zusammen die Ferien verbringen wollen. Doch schon als Leo bei der Villa ankommt ist es vorbei mit der Ruhe. Der Baustellenleiter, der die Villa renovieren soll ist fies, die Arbeiter unglücklich und der Hilfsgärtner Alexei nicht von schlechten Eltern. Schon nach der ersten Begegnung geht er ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Doch ihn scheint ein dunkles Geheimnis zu umgeben. Warum er wohl Angst vor dem Wald hat? Als sich die Ereignisse überschlagen, muss Leo sich für eine Seite entscheiden.

Meine Meinung:
Zunächst einmal finde ich das Cover von "In einer Sommernacht wie dieser" einfach hammermäßig. Es strahlt eine unglaublich schöne Stimmung aus, die genau die des Buches einfängt. Der still daliegende See, das Pärchen auf dem Steg, all dies macht alleine schon Lust dieses Buch zu lesen.

Und wenn das Cover nicht ausreicht euch zu überzeugen so tut es vielleicht der Inhalt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Das Geschehen wird abwechselnd aus der Sicht von Leo und Alexei - den beiden Hauptpersonen - erzählt. Zudem gibt es zwischendurch immer wieder geheimnisvolle Passagen die mit der Überschrift "Im Wald" betitelt sind. Sie bleiben bis zum Ende eher undurchsichtig und klären sich erst zum Schluss auf. Diese Abschnitte geben der Geschichte das gewisse Etwas, machen sie sehr spannend.

Die Geschichte ist zum Einen Thriller zum Anderen Liebesgeschichte. Die Liebesgeschichte ist durchaus dominant doch auch die Spannung war für mich über die komplette Strecke unterschwellig greifbar. Einmal wegen der Szenen "Im Wald", aber auch weil man einfach nicht weiß, was genau eigentlich passiert ist. Es gibt immer wieder Andeutungen, es gibt Todesfälle, doch bis zum Ende weiß man als Leser nicht, was genau dahinter steckt.

Alexei und Leo sind die beiden Hauptpersonen dieser Geschichte. Sie sind beides starke Persönlichkeiten. Sie könnten gegensätzlicher kaum sein, doch trotzdem ziehen sie sich wie magisch an. Das dunkle Geheimnis welches Alexei umgibt, kommt erst nach und nach ans Licht. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden kommt sehr schnell in Schwung, doch von Schwierigkeiten bleibt sie nicht verschont. Das Tempo ist wirklich rasant, trotzdem gefiel mir die Liebesgeschichte, da die beiden total gut zusammen passen.

Schön fand ich auch die Auflösung am Ende der Geschichte. Erst kurz vor Schluss ahnte ich, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Die Autorin hat hier eine Geschichte geschaffen, die mich als Leser sehr lange im Dunklen gelassen hat. Sie erzählt die spannende Geschichte zweier Jugendlicher, die sich so heftig verlieben, dass sie nicht merken, dass sie in ein perfides Spiel aus Rache und Liebe hineingeraten sind und dabei in große Gefahr geraten.

Fazit:
Wunderschönes Cover! Tolle Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte. Die unterschwellige Spannung ist über die komplette Zeit spürbar, mit ihrer tollen Art zu erzählen, ließ mich die Autorin fast bis zum Ende im Dunkeln und bescherte mir tolles Lesevergnügen!

Sonntag, 20. März 2016

Rezension "All die schönen Dinge"

Titel: All die schönen Dinge
Autor:Ruth Olshan
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 287
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-7891-0371-1

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Tammie weiß nicht wie lange sie noch leben wird. Von heute auf morgen könnte alles vorbei sein. Denn Tammie hat ein Aneurysma, das irgendwann, ganz ohne Vorwarnung, einfach platzen könnte. Und so macht sich Tammie auf einem Friedhof auf die Suche nach dem perfekten Grabspruch für sich selbst.  Denn sie will auf alles vorbereitet sein. Auf dem Friedhof begegnet ihr Fynn. Und schnell ist es um Tammie geschehen. Er bringt sie dazu mehr über das Leben und weniger über den Tod und was wäre wenn nachzudenken. Und so beginnt Tammie endlich ihr Lebe - eben "All die schönen Dinge" in vollen Zügen zu genießen.

Meine Meinung:
Der Klappentext dieses Buches wirkte schon auf den ersten Blick vielversprechend. Vermittelt er doch den Eindruck, dass die Geschichte trotz des heftigen Themas sehr lebensbejahend ist.  

Und genau das ist sie auch. Trotz ihres schweren "Schicksals" lässt sich Tammie nicht unterkriegen. Sie begegnet ihrer Krankheit ganz offen, was jedoch für ihre Umwelt nicht immer ganz einfach ist. Einen Großteil ihrer Freizeit verbringt sie auf dem Friedhof, um einen Grabspruch für sich selbst rauszusuchen. Dies ist besonders für ihre Eltern schwer, denn so zeigt Tammie ihnen immer wieder aufs Neue, dass siSe sich mit ihrem eigenen Tod auseinander setzt. Im Verlauf der Geschichte lernt Tammie jedoch, sich nicht so sehr mit ihrem Tod, sondern mehr mit dem Leben zu beschäftigen.

Sie lernt Fynn kennen und verliebt sich. Sie erlebt eine erste Liebe mit allen berauschenden Gefühlen, die eine erste Liebe haben kann. Stellenweise ging es mir etwas zu viel um Sex, bzw. es wurde so sehr "einfach" mit Sex umgegangen. Tammie, die noch null Erfahrung hat, hat dies plötzlich als größtes Ziel und ist sich schnell sicher, dass sie mit Fynn schlafen möchte, obwohl sie ihn kaum kennt. Das hat mich so ein bisschen gestört, da ich es lieber mag, wenn sich Liebesgeschichten ganz zart und langsam aufbauen. Ansonsten gefiel mir die Beziehung der beiden aber sehr gut.

Beides sind ganz besondere Charaktere, die die Autorin sehr gelungen beschreibt. So bekommen beide Figuren genug Tiefgang, dass man sie sich als Leser super vorstellen kann. Fynn kommt hierbei gut weg. Er ist der lustige, manchmal aber auch sehr nachdenkliche Junge von nebenan, der seinen Hund Okay über alles liebt und alles für ihn tun würde. Seine Gefühle für Tammie sind stürmisch und explosiv und er ist ihr eine wunderbare Stütze dabei, herauszufinden, wie schön das Leben sein kann.

Mit Tammies Krankheit wird in der Geschichte ganz offen umgegangen, auch wenn sie selbst ihrer Umwelt gegenüber eher darüber schweigt. Man erfährt als Leser ein paar medizinische Details zum Thema Aneurysma und lernt, dass das Leben trotzdem lebenswert ist und man jede Sekunde davon genießen sollte. Die Autorin beschreibt außerdem sehr glaubwürdig die Gefühle und Reaktionen von Tammies Familie und Freunde. Trotz der positiven Einstellung, die Tammie im Verlauf der Geschichte, gegenüber dem Leben gewinnt, bleiben Rückschläge und "depressive" Gefühle nicht aus.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Zudem ist sie total originell, was Grabsprüche und Namen angeht. So heißt Fynns Hund "Okay" und auf dem Friedhof findet sich eine "Frau Blumentopf". Viele Ideen der Autorin gefallen mir total gut. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, denn es ist trotz des schweren Themas, tolle Unterhaltung, die einfach Spaß macht.

Fazit:
Toll zu lesendes Jugendbuch, über ein Mädchen, das mit einem Aneurysma leben muss und dabei entdeckt, dass das Leben noch viel mehr für sie bereithält, als nur die Angst vor dem Tod.