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Sonntag, 14. April 2019

Rezension "Niemalswelt"

Titel: Niemalswelt
Autor: Marisha Pessl 
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-551-58400-7
Einbindungsart: Hardcover / ebook 
Preis: 18,00 € / 12,99 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Vor einem Jahr starb Jim. Jim war Bees große Liebe und auch bei seinen Freunden sehr beliebt. Sein Tod als Selbstmord eingestuft, bleibt mysteriös. Da Bee gerne wissen möchte, was damals wirklich geschah, folgt sie einer Einladung ihrer alten Clique. Doch was sie dort erwartet hätte sie niemals für möglich gehalten. Nach einer gemeinsamen Party klopft es plötzlich an ihre Tür. Ein seltsamer Mann steht davor und behauptet, dass sie alle fast tot und in der geheimnisvollen Niemalswelt gefangen sind. Sie müssen sich darauf einigen, wer von ihnen überleben darf, nur so können sie die Zeitschleife verlassen. Doch das ist schwerer als gedacht und so beginnen sie die mysteriösen Umstände, die zu Jims Tod geführt haben, zu erforschen. Was dabei zu Tage tritt, hätte niemand erwartet.

Meine Meinung: 
Auf dieses Buch war ich unfassbar gespannt. Das Cover ist richtig toll, der Klappentext geheimnisvoll. Beides zwang mich förmlich dazu, dieses Buch sofort zur Hand zu nehmen und in der Geschichte abzutauchen. Keine zwei Tage später hatte ich die Geschichte ausgelesen, denn dem Sog der Geschichte, konnte ich mich nur unter Zwang entziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr eingängig und super zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin, die Geschichte, die extrem kurzweilig war, unterhielt mich bestens. Die Spannung ließ zu keinem Zeitpunkt nach und war über die komplette Zeit unterschwellig zu spüren. Ich liebe es ja, wenn ich bei Büchern keine Ahnung habe, in welche Richtung sie gehen werden und auch hier war ich bis zum Schluss recht ratlos. Ich rätselte gemeinsam mit anderen Teilnehmern in einer Leserund und überlegte mir, worauf das ganze hinauslaufen könnte, doch kam ich bis zum Ende nicht drauf.

Stellenweise wurde die Geschichte etwas verworren und ich musste mich ziemlich konzentrieren. Wobei man auf der anderen Seite auch sagen muss, dass die Autorin hier eine beeindruckende Idee aus dem Hut gezaubert hat. Auf diese Geschichte muss man erstmal noch kommen und ich bin auch im Nachhinein immer noch sehr fasziniert von der Welt die Pessl sich ausgedacht hat. 

Auch die Charaktere und die Clique rund um Jim und Bee sind alle extrem faszinierend und klug durchdacht. Pessl hat hier ganz besondere Individuen geschaffen, die mir sicherlich alle sehr lange im Gedächtnis bleiben werden. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Ich muss zugeben, dass ich keinen wirklich gerne mochte, erst gegen Ende werden die Charaktere nahbarer und ich brachte ihnen Verständnis und auch so etwas wie Sympathie entgegen.

Mit dem Ende schaffte es Pessl nochmal micht so richtig außer Atem zu bringen, denn ich sitze hier und weiß immer noch nicht genau, was ich glauben soll. Was ist Wahrheit, was der Fantasie der Charaktere entsprungen. Was ist jetzt wirklich passiert und was ist reine Fiktion in der Fiktion. Die Autorin wählt den extrem klungen Schachzug und überlässt uns Lesern und unserer Fantasie, was wir aus dem Ende machen. Auch wenn das nicht heißt, dass das Ende offen ist. Die Geschichte wird schon aufgelöst, doch bleibt manches etwas schwammig und ich denke noch jetzt darüber nach, was die Autorin sich dabei wohl gedacht hat.

Ich fand das Buch wirklich gut. Die Idee ist toll und neu. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass hier etwas aufgewärmt wird, was es schon ewig oft gab. Sie hat sich mit ihrer Geschichten und ihren Charakteren extrem auseinander gesetzt. Pessl liefert eine runde Geschichte ab, die ohne Widersprüche zu überzeugen weiß. So ein kleiner Haken bleibt, da ich nicht weiß, was ich mit dem Ende machen soll. Irgendwie ist es richtig cool und ich finde es toll, dass die Autorin diesen Weg geht, auf der anderen Seite aber, hätte ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht. Hier bleibe ich ein wenig Zwiegespalten zurück, obwohl die Geschichte sonst der absolute Kracher war.

Fazit:
Eine Geschichte, die zu überzeugen weiß. Spannung, extrem tolle und authentische Charaktere und eine wahnsinnig kreative Geschichte fesselten mich fast pausenlos an das Buch. Lediglich das Ende lässt mich etwas zwiegespalten zurück, da ich mir etwas mehr Klarheit gewünscht hätte, es aber trotzdem toll finde, wie die Geschichte aufgelöst wird.


Sonntag, 10. März 2019

Rezension "Einer wird sterben"

Titel: Einer wird sterben
Autor: Wiebke Lorenz
Verlag: Scherz
Seitenzahl: 349
ISBN:  978-3-651-02541-7
Einbindungsart: Paperback / ebook
aPreis: 14,99 € / 12,99 €

(c) Scherz
Zum Inhalt:
Stella und Paul sind glücklich verheiratet. Eigentlich. Denn eigentlich ist Stella die meiste Zeit alleine Zuhause, da Paul Pilot und so viel unterwegs ist. Stella ist nicht gerne so viel alleine, doch sie hat sich damit arrangiert. Eines Tages jedoch steht plötzlich ein fremdes Auto vor ihrem Haus, darin zwei Personen, die sich nicht von Ort und Stelle bewegen und das über mehrere Tage hinweg. Stella macht sich immer mehr Sorgen, haben Paul und sie doch ein großes Geheimnis, welches niemals ans Licht kommen soll. Die unheimlichen Geschehnisse häufen sich und Stella gerät in Panik.

Meine Meinung:
Dies ist nicht mein erster Thriller von Wiebke Lorenz. Es ist schon einige Jahre her, da habe ich schon mal einen gelesen, den ich ziemlich gut fand. Und so freute ich mich auf dieses neue Buch von ihr, welches zudem auch noch sehr spannend klang.

Der Schreibstil von Wiebke Lorenz ist super. Die Seiten flogen nur so dahin. Der Schreibstil ist recht einfach und so hatte ich keinerlei Schwierigkeiten dem Geschehen zu folgen. Ich mochte es sehr gerne ihre Figuren bei ihren Erlebnissen zu begleiten.

Aufgrund des Klappentextes war ich die komplette Zeit in einer angespannten Grundstimmung weil ich beim jedem Umblättern erwartete, dass etwas grußeliges passierte. Keinem der Personen traute ich und ich wusste überhaupt nicht was Sache ist. Ich liebe es, wenn Autoren so mit uns Lesern spielen. Uns auf falsche Fährten führen, uns verwirren und uns über alles im Unklaren lassen. Ohne das viel passiert, ist die Geschichte so extrem spannend.

Auch die Protagonisten gefallen mir gut, da sie sehr authentisch gezeichnet sind. Allerdings wird Stella nach einer Weile ziemlich anstrengend, da sie extrem panisch (was auch irgendwie verständlich ist) und übertrieben reagiert. Paul bleibt dagegen leider etwas blass, da er recht wenig Raum in der Geschichte bekommt. Dennoch finde ich die Protagonisten authentisch und gut durchdacht. Auch Stellas Nachbarn ergeben ein rundes Bild und schaffen so ein Gesamtpaket einer Nachbarschaft, bei der es Geheimnisse gibt, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Leider muss ich sagen, dass die Spannung mit zunehmendem Lesen doch etwas abnahm. Es passierte nicht mehr besonders viel, auch wenn ich trotzdem auf jeder Seite eine Überraschung erwartete. Leider blieb das aus und die Handlung zog sich in die Länge. Einige Stellen wirkten extrem konstruiert, andere ergaben im Gesamtkonstrukt der Handlung nicht wirklich einen Sinn. Sie brachten das Hauptgeschehen nicht voran und dienten lediglich dazu, die Nachbarschaft besser kennenzulernen. Wo ich einen Zusammhang zum großen Ganzen erwartete, blieb dieser aus.

Und dann kommt das Ende. Und das ist einfach so gar nicht gut gewesen. Ich wartete die ganze Zeit auf den großen Knall, doch blieb dieser einfach aus. Zwar war das Ende auf der einen Seite überraschend und ich hatte einiges von der Auflösung nicht erwartet, doch der WOW-Effekt blieb auf meiner Seite trotzdem aus. Zudem wirkte das Ende völlig übertrieben und nicht sonderlich glaubwürdig. Ich hätte mir einfach eine andere Erklärung gewünscht und zudem wäre etwas weniger doch mehr gewesen. Ich finde es echt schade, denn eigentlich kann die Autorin super schreiben und eigentlich habe ich das Buch auch wirklich gerne und zügig gelesen. Doch mit diesem Ende hat sie sich einfach keinen Gefallen getan.

Letztendlich lässt mich das Buch etwas zwiegespalten zurück. Da ist auf der einen Seite der super Schreibstil, den ich wirklich gerne gelesen habe. Da ist die super Grundidee, die wohl auf einem realen Erlebnis basiert. Und da ist auch die gut durchdachte Nachbarschaft und die recht spannende Handlung. Auf der anderen Seite sind da aber völlig übertriebene Szenen, an den Haaren herbei gezogene und unglaubwürdige Ereignisse und Geschehnisse, die nichts zur Handlung beitragen und so sehr konstruiert und gewollt wirken.

Fazit:
Ein Buch, welches ich recht gerne gelesen habe, welches auch durchaus mit psychologischer Spannung punkten kann - vor allem zu Beginn. Dann lässt diese allerdings stark nach, die Handlung wirkt sehr konstruiert und das Ende ist einfach zu übertrieben. Auf der anderen Seite kann die Autorin toll schreiben und so war das Buch alles in allem okay, konnte mich aber nicht vollständig überzeugen.

Samstag, 22. Dezember 2018

Rezension "Nachts am Fluss"

Titel: Nachts am Fluss
Autor: Trish Doller
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3-551-31500-7
Einbindungsart: broschiert / ebook
Preis: 10,99 € / 9,99 €
Alter: ab 14
(c) Carlsen

Zum Inhalt:
Cadie führt eigentlich ein ganz normales Leben. Doch eines Tages beschließt sie, nicht mehr die verlässliche Cadie zu sein, die immer brav auf ihren Papa hört. Sie beschließt zu rebellieren. Als sie bei einer Grillfeier zwei Jungs kennenlernt, die gerade einen Roadtrip machen, beschließt sie sich ihnen anzuschließen und einfach mal ihrem Alltag zu entfliehen. Gemeinsam mit einer Klassenkameradin beschließen sie nach Disney World zu fahren. Doch am morgen der Abreise taucht ihre Freundin nicht auf und Cadie begibt sich unwissentlich in große Gefahr.

Meine Meinung:
Schon das Cover strahlt absolute Düsternis aus. Umso passender fand ich das Buch für den Herbst. Nachdem ich das Buch gelesen habe kann ich sagen, dass das Cover perfekt zur Geschichte passt und eine der Schlüsselszenen der Geschichte darstellt.

Cadie fand ich zwar recht sympathisch zu Beginn, aber auch sehr sehr mutig. Ich hätte mir das was sie mit den ihr so fremden Jungs macht, niemals gemacht, da hätte ich viel zu arg Angst vor gehabt. Und im Verlauf der Geschichte merkt man auch, dass Cadie vielleicht auch etwas mehr Angst hätte haben sollen. Ich verstehe sie auf der einen Seite sehr gut, dass sie ihrem behüteten Leben entfliehen will, dass sie nicht mehr für ihren Bruder verantwortlich sein will. Auf der anderen Seite bin ich bestürzt, was sie für ein Risiko eingeht nur um zu rebellieren.

Ich fand das Buch richtig klasse. Der Spannungsgrad ist enorm, denn man weiß nie, was einen hinter der nächsten Seite erwartet. Ständig war ich in Hab-Acht-Stellung und lange im Unklaren, von wem die Gefahr eigentlich ausgeht. Allerdings habe ich letztendlich auf die richtige Person getippt. Dies tut der Spannung aber keinen Abbruch, denn bis kurz vor Schluss wusste ich ja nicht, ob ich mit meiner Vermutung recht habe. Zudem ist der Showdown so actiongeladen und fesselnd, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und trug dazu bei, dass ich das Buch in einem Rutsch weggelesen habe. Eigentlich ist es echt schade, dass das Buch nur so dünn ist. Auf der anderen Seite, wäre aber auch etwas Spannung verloren gegangen, wenn es zu dick gewesen wäre. Und so wurde hier ein perfekter Umfang für eine wirklich spannende Geschichte geschaffen.
Für die Zartbesaiteten sei vielleicht noch gesagt, dass diese Geschichte nicht unbedingt was für schwache Nerven ist. Stellenweise ist sie doch recht brutal und spart auch nicht mit blutigen Details.

Fazit:
Ein richtig spannendes und fesselndes Buch, das mich bestens unterhalten hat.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Rezension "Das Skript"

Titel: Das Skript
Autor: Arno Strobel
Verlag: Fischer
Seitenzahl: 382
ISBN: 978-3-596-19103-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Fischer
Zum Inhalt:
Ein erfolgloser Autor, brutale Krimis. Und ein irrer Täter, der die Taten aus den Krimis nachstellt. Die beiden Kommissare stehen vor einem Rätsel, als die Krimis des erfolglosen Autors Jahn erneut Vorlage für eine brutale Mordserie werden. Die Tochter eines stadtbekannten Verlegers gehört zu den Opfern und so ist es nicht verwunderlich, dass der Polizeichef mächtig Druck macht. Doch irgendwie werden die Kommissare immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt und keiner scheint wirklich die Wahrheit zu sagen. Als sie denken, sie haben den Fall gelöst, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse.

Meine Meinung: 
Arno Strobel ist ein inzwischen sehr bekannter und gar nicht erfolgloser Autor. Ich meine ich habe vor vielen Jahren schon einmal einen Thriller von ihm gelesen, den ich echt gut fand. Im Rahmen der Fischerchallenge und der Monatsaufgabe (schwarzes Cover) sei Dank, habe ich nun auch endlich dieses Werk von Strobel von meinem SUB befreien können.

"Das Skript" ist definitiv nichts für schwache Nerven. Der Autor beschreibt die Taten des irren Mörders sehr detailliert und schonungslos, sodass man schon ein recht dickes Fell haben sollte, um diese Szenen zu lesen. Ich selbst habe schon einige blutige Thriller gelesen, doch hier musste ich auch des öfteren schlucken. Die Brutalität, mit der der Mörder vorgeht, sucht ihresgleichen.

Der Schreibstil von Arno Strobel ist sehr angenehm zu lesen. Man merkt, dass er sein Handwerk sehr gut versteht und weiß, wie man einen Leser an die Geschichte fesselt und auch an der Nase herumführt. Und so kam ich auch recht schnell in die Geschichte rein.

Die beiden Hauptkommissare, die hier die Hauptpersonen darstellen fand ich beide richtig klasse. Im Verlauf der Geschichte sind sie mir sehr ans Herz gewachsen und ich würde gerne noch mehr über und mit den beiden lesen. Vor allem würde ich gerne wissen, wie es privat mit den beiden weitergeht, denn irgendwie finde ich persönlich, dass die beiden recht gut zusammen passen würden.

Allerdings muss ich zugeben, dass mir die prickelnde Spannung, die ich bei Psychothrillern so liebe, doch etwas vermisst habe. Natürlich habe ich mitgerätselt, wer der Mörder sein könnte und natürlich wurde ich auch immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt. Doch irgendwie packte mich nicht diese ruhelose Spannung, die mich nicht mehr die Finger von dem Buch nehmen ließen. Ich finde, dass es zwischendurch einfach ein paar langatmige Stellen gibt und die Handlung nicht wirklich vom Fleck kommt. Das Grundgerüst ist nämlich durchaus sehr spannend, nur dauerte mir das alles etwas zu lange, bis die Handlung Fahrt aufnahm.

Das Ende konnte mich dann wieder sehr überraschen und tatsächlich extrem fesseln. Leider kam das für meinen Geschmack etwas zu spät. Dennoch gefiel mir das Ende sehr. Denn keine meiner Verdächtigungen oder Theorien stimmten und sowas mag ich in einem Buch einfach immer sehr gerne. Wenn es ein Autor eines Thrillers schafft, mich bis fast zur letzten Seite an der Nase herum zu führen, dann Hut ab. Das Ende ist rundum gelungen und könnte die Geschichte nicht besser abschließen.

Fazit:
Ein Thriller aus der Feder von Arno Strobel, der toll geschrieben ist und mit zwei extrem charakterstarken und symapthischen Protagonisten zu überzeugen weiß. Leider fehlte mir zwischendurch immer wieder die Spannung, lediglich das Ende konnte mich dann so richtig packen und fesseln. Schade. Ansonsten ein gutes Buch!

Sonntag, 13. August 2017

Rezension "Sie muss sterben"

Titel: Sie muss sterben
Autor: Susan Crawford
Verlag: Diana Verlag
Seitenzahl: 399
ISBN: 978-3-453-29169-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) Diana Verlag
Zum Inhalt: (übernommen von randomhouse.de)
Dana erwacht mit pochenden Kopfschmerzen. Von draußen blitzen Lichter durchs Fenster. Polizei und Notärzte blockieren die Straße. Ihre Nachbarin Celia ist tot – ermordet. Und Dana war kurz vorher bei ihr. Die beiden Frauen hatten ein paar Gläser Wein getrunken – und sich gestritten, so berichten die Anwohner. Doch daran kann Dana sich nicht erinnern. Auch nicht, wie sie zurück nach Hause gekommen ist. Panisch versucht sie, die Ereignisse zu rekonstruieren. Als dann Drohbriefe in ihrer eigenen Handschrift auftauchen, beginnt selbst ihr Mann an ihrer Unschuld zu zweifeln. Was ist an jenem Nachmittag geschehen? Und musste Celia deshalb sterben?

Meine Meinung:
Ab und an lese ich ja echt mal gerne einen guten Thriller. Zwar nicht mehr so häufig wie früher, da ich meistens zu Jugendbüchern greife, doch es kommt immer noch vor.

Hier überzeugte mich der Klappentext sofort, dass dieses Buch etwas für mich sein könnte. Dieser klang spannend, verriet aber nicht zu viel, als dass ich gleich die Lust verlor zu lesen. Auch das Cover ist recht wenig aussagekräftig, sodass man daraus nicht wirklich viel erkennen kann.

Im Gegensatz zu meinem letzten rezensierten Buch, gefiel mir hier der Schreibstil wieder richtig gut. Dieser sorgte dafür, dass ich sofort in der Geschichte drin war und kaum innehalten konnte, weil ich den Fragen aus dem Klappentext so unbedingt auf den Grund gehen wollte. Da sieht man mal wieder wie viel der Schreibstil eines Autors ausmachen kann. Das überrascht mich immer wieder.

Und auch die Protagonistin Dana gefiel mir hier weitaus besser, wie in dem zuletzt rezensierten Buch. Hier merkte ich ebenfalls sofort wieder, was es ausmacht, ob einem ein Protagonist sympathisch ist oder nicht. Ob er einem ans Herz wächst oder nicht. Ich fiebere ganz anders mit Geschichten mit, wenn ich, wie hier wieder der Fall, diesen Bezug zum Protagonisten habe. Dana ist zwar nicht so leicht zu durchschauen und natürlich fragt man sich als Leser auch, ob sie etwas mit dem Tod ihrer Nachbarin zu tun hat. Doch ich bekam trotzdem schnell einen Draht zu ihr.

Die Geschichte ist sehr spannend und als Leser weiß man oft nicht woran man ist. So viele offene Fragen, die es zu klären gibt, so viel was beantwortet werden muss. Lang bleibt man als Leser im Dunkeln. Die Autorin verrät gerade so viel, dass man unbedingt an der Geschichte dran bleiben will, aber nie zu viel. Das macht sie wirklich toll und schafft damit einen spannenden Thriller, den ich gerne gelesen habe.

Fazit:
Ein spanennder Thriller, mit einer gut ausgearbeiteten Protagonistin, der mich von der ersten Seite an fesseln und somit gut unterhalten konnte.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension "Scherbenkind"

Titel: Scherbenkind
Autor: Britt Reißmann
Verlag: Diana
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-453-35874-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Verena Sander ermittelt in Stuttgart. Ein mysteriöser Anruf eines Kindes stellt die komplette Polizei vor ein scheinbar unlösbares Rätsel. Das Kind gibt Hinweise auf einen Toten, die aber nichts konkretes beinhalten. Zudem ist das Kind unauffindbar, der Anruf kam von einer öffentlichen Telefonzelle. Die Kommissarin steht vor einem Rätsel. Nachdem auch noch eine junge Frau stirbt und das alles irgendwie zusammenhängt, muss sich Verena Sander beeilen um schlimmeres zu verhindern.

Meine Meinung:
Ein Regionalkrimi. Hin und wieder lese ich so etwas echt gerne. Und da ich selbst aus Stuttgart komme, war dieser hier genau richtig.

Es macht einfach manchmal großen Spaß in Bücher abzutauchen, deren Umgebung man kennt. Es ist toll zu beobachten, wo die Kommissare ermitteln, da ich an den meisten Stellen selbst auch schon war und so ein genaues Bild vor Augen hatte. Dies gibt der ganzen Geschichte einen sehr realistischen Charakter. Man hat das Gefühl, der Fall ist genauso passiert und nicht nur reine Fiktion. Man merkt zudem, dass die Autorin bei der Mordkommission Stuttgart arbeitet. Da ihre Erfahrungen und Erlebnisse in die Geschichte einfließen, verleihen sie dieser eine Form von Authentizität, die man als "normaler" Autor so wohl nicht hinbekommt.

Reißmann schafft es von der ersten Seite an zu fesseln und eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Durch die bekannte Umgebung und Reißmanns packenden Schreibstil, war ich sofort in der Geschichte drin. Ich muss zugeben, dass ich den Beginn zunächst etwas verwirrend fand, doch eigentlich mag ich so etwas ganz gerne. Man weiß einfach zunächst nicht, worauf der Autor hinaus will und das ist ein großartiges Gefühl. Dies vermittelt eine Form von Spannung, die mir total gut gefällt. Ich mag es, wenn ich möglichst lange im Dunkeln gelassen werde, was die Auflösung angeht und auch Reißmann schaffte es hier, mich zu überraschen und nie zu viel zu verraten.

Die Kommissarin Verena Sander mochte ich ebenfalls sehr gerne. Eine bodenständige Frau, die einem als Leser sehr schnell ans Herz wächst und mit der man unglaublich mitfiebert.

Reißmann hat hier eine packende Story geschaffen, die auch im Klappentext kaum etwas verrät. Gerade genug, um neugierig auf die Geschichte zu werden, gerade genug, um das Buch unbedingt lesen zu wollen. Doch nicht so viel, dass man in irgendeiner Form ahnt, worauf das Buch hinauslaufen könnten. Das ist wirklich großartig gemacht.

Fazit:
Dies wird sicher nicht mein letzter Regionalkrimi von Britt Reißmann bleiben. Ihre Beschreibungen von Stuttgart und ihre packenden Handlung sind sicher für jeden, der gerne Thriller liest ein Genuss - egal ob man aus Stuttgart kommt oder nicht.

Montag, 19. Juni 2017

Rezension "Ihr letzter Sommer"

Titel: Ihr letzter Sommer
Autor: Anna Snoekstra
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-95967-035-7
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,99 €
Hier bestellen *KLICK*

(c) HarperCollins
Zum Inhalt:
Vor einigen Jahren verschwand Rebecca Winter, damals 16 Jahre alt, spurlos. 11 Jahre später wird eine junge Frau beim Ladendiebstahl erwischt. Diese behauptet nun, eben jene vermisste Rebecca zu sein. Sie sieht ihr zwar zum Verwechseln ähnlich, doch sie ist nicht Rebecca. Dies alles ist nur ein verzweifelter Versuch einer Strafe zu entgehen und ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Rebeccas Eltern sind natürlich überglücklich ihre Tochter nach so langer Zeit wieder in die Arme schließen zu können. Schnell gewöhnt sich die falsche Rebecca an ihr neues Leben, doch sie kommt auch der Wahrheit immer näher und das wird für sie lebensgefährlich.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang schon sehr spannend und so freute ich mich auf diese doch sehr mysteriös klingende Geschichte.

Als Leser wird man sofort in die Geschichte hineingeworfen und lernt die falsche Rebecca Winter kennen. Es gibt kaum Vorlauf, es geht sofort los. Man kann das junge Mädchen zunächst recht schwer einschätzen und weiß als Leser gar nicht so richtig, was da auf einen zukommt. So ist die Geschichte sofort spannend und erzeugt dieses wohlige Gänsehautgefühl, das Thriller meiner Meinung nach immer auslösen sollten.

Was mich etwas gestört hat war die Zeit in der die Geschichte geschrieben ist. Der Schreibstil selbst gefiel mir gut, doch die Gegenwartsform irritierte mich. Ich habe das schon öfters gemerkt, dass ich einfach viel lieber Bücher lese, die in der Vergangenheit geschrieben sind. Auch hier fiel mir das wieder extrem auf. Interessant finde ich hierbei auch die Tatsache, dass das tatsächlich auch meinen Lesefluss behindert und mir teilweise etwas den Spaß am Lesen nimmt.

Ansonsten ist das Buch aber wirklich sehr spannend. Zu keiner Zeit ist wirklich vorhersehbar, was auf uns als Leser zukommt. Die Spannung bleibt über die komplette Zeit aufrecht erhalten und erst zum Schluss wird einem alles klar.

Schade finde ich ein wenig dass das Cover recht wenig aussagt, was der Geschichte nicht wirklich gerecht wird. Ich denke im Buchladen wäre dieses Buch mal wieder ein Exemplar, an dem ich komplett vorbei gelaufen wäre. Zwar passt das Cover auf der einen Seite durchaus zur Geschichte, doch die dunklen Farben lenken das Augenmerk nicht wirklich auf das Buch.

Fazit:
Bis auf die Erzählform in der Gegenwart, hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Eine spannende Idee, die gut umgesetzt wurde, fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.


Samstag, 17. Juni 2017

Rezension "Das Mona-Lisa-Virus"

Titel: Das Mona-Lisa-Virus
Autor: Tibor Rode
Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 461
ISBN: 978-3-7857-2567-2
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) Lübbe
Zum Inhalt:
Als eine Gruppe Schönheitsköniginnen verschwindet ist die Aufregung selbstverständlich groß. Als diese jedoch völlig entstellt wieder auftauchen, wird diese noch größer. Wer tut so etwas? Und aus welchem Grund? Weitere Ereignisse, die zunächst nicht in einem offensichtlichen Zusammenhang damit stehen, stellen die Wissenschaftlerin Helen vor ein Rätsel. Als zudem ihre Tochter verschwindet, ist es endgültig vorbei mit der Ruhe und die Jagd nach einem uralten Geheimnis beginnt.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Der Autor nimmt auch bei brutalen Szenen kein Blatt vor den Mund und beschreibt alles detailliert.

Zudem ist es ein Buch, welches man auf gar keinen Fall einfach so nebenbei runter lesen kann. Denn die ständigen Ortswechsel erfordern schon einiges an Aufmerksamkeit, sodass man nicht raus kommt. Auch wenn man müde ist, ist das Buch deswegen nicht wirklich zu empfehlen.

Leider konnte mich dieser Thriller nicht so ganz überzeugen. Ich wurde mit der Schreibweise des Autors nie so wirklich warm und auch mit dem häufigen Szenenwechsel kam ich nicht so richtig zurecht.

Ich kann eigentlich nicht sagen, dass das Buch nicht spannend war. Das würde nicht stimmen, doch irgendwie zog es mich einfach nicht so richtig in seinen Bann. Manchmal gibt es das ja, dass man nicht wirklich erklären kann, warum einem ein Buch nicht so richtig gefällt, aber hier war das leider der Fall. Es fesselte mich nie so richtig und überzeugte mich nicht wirklich, was ich echt sehr schade finde. Der Klappentext klang nämlich eigentlich sehr gut und die Art mehrere Geschehnisse miteinander zu verknüpfen ist oft eine sehr gute, um Spannung zu erzeugen.

Im Nachhinein denke ich, dass ich es schon aufgrund des Covers hätte ahnen können. Denn dieses gefällt mir irgendwie überhaupt nicht. Ich denke im Laden hätte ich niemals zu diesem Buch gegriffen, da es für mich viel zu nichtssagend ist.

Fazit:
Mir fällt es total schwer in Worte zu fassen, was ich für eine Meinung zu diesem Buch habe. Es war nicht so richtig schlecht, aber auch nicht herausragend gut. Ich finde diese Rezensionen von Büchern, die einfach nur so mittelmäßig sind, sind immer die schwersten. Man hat weder große Kritikpunkte, noch kann man in Begeisterungsstürme ausbrechen. Und genau das ist hier eben auch so. Deswegen bleibt mir auch nicht viel mehr zu sagen, als, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte, es jedoch keinesfalls eines ist, welches wahnsinnig schlecht ist und von dem ich jedem abraten würde.

Montag, 9. Januar 2017

Rezension "Blutige Fesseln"

Titel: Blutige Fesseln - Ein Will Trent-Roman
Autor: Karin Slaughter
Seitenzahl: 554
ISBN: 978-3-95967-051-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 22,00 €

(c) HarperCollins
Zum Inhalt:
Will Trent wird zu einer Leiche in einem leerstehenden Gebäude gerufen. Hierbei handelt es sich weder um irgendeine Leiche noch um ein Gebäude ohne Bedeutung. Der Tote war Polizist und das Gebäude gehört einem Mann, dem Will schon sehr lange versucht eine Vergewaltigung nachzuweisen. Ihm ist sofort klar, dass dort etwas nicht stimmt. Als am Tatort jedoch ein Revolver gefunden wird, der auf seine Ehefrau Angie zugelassen ist, gerät er völlig aus der Fassung. Angie hat ihn schon so viele Male gedemütigt und ihm das Leben schwer gemacht, doch dies setzt dem allen die Krone auf. Er setzt alles daran sie zu finden und den Fall zu lösen.

Meine Meinung:
Nach Ewigkeiten habe ich mal wieder ein Buch von Karin Slaughter in die Hand genommen und bin wieder restlos begeistert.

"Blutige Fesseln" ist ihr neuestes Werk rund um Will Trent und Sara Linton. Natürlich ist es nicht schlecht, wenn man vorher alle Vorgänger gelesen hat, denn sowohl Will als auch Sara haben zunächst ihre eigene Reihe, bis sie bei einem Fall aufeinander treffen. Ich habe zwar schon anderes von Slaughter gelesen, bei weitem jedoch nicht alle Bücher die vor "Blutige Fesseln" erschienen sind. Und somit kann ich guten Gewissens sagen, dass man das für das Verständnis der Geschichte auch wirklich nicht braucht. Natürlich geht das Privatleben der Ermittler in jedem Band weiter und natürlich greift man sich auch etwas vorweg, wenn man das neueste zuerst liest, doch bei mir hat dies nun eher den Wunsch ausgelöst auch die Vorgänger zu lesen um zu erfahren, wie es letztendlich zu dieser Entwicklung kommen konnte.

Slaughter versteht es gut, den Leser mitzunehmen und ihm selbst, wenn es das erste Buch ist, welches man von ihr liest, alles nötige zu erklären, was vorher geschah. Zu keinem Zeitpunkt, konnte ich die privaten Entwicklungen nicht nachvollziehen. Immer wieder lässt Slaughter einen kleinen Rückblick einfließen, was es einem unglaublich leicht macht dem Geschehen zu folgen.

Der Schreibstil Slaughters gefällt mir ebenfalls sehr gut. Sie hat eine wunderbare klare Art sich auszudrücken. Ihre Geschichte zu lesen macht so viel Spaß, dass ich mich kaum davon lösen konnte. Sie schreibt präzise und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Natürlich gibt es auch blutige Szenen. Slaughter wäre nicht Slaughter, wenn es diese nicht gäbe. Allerdings habe ich auch schon deutlich heftigere Szenen gelesen. Tess Gerritsen bspw. schreibt für meinen Geschmack deutlich brutaler.

Was ich bei Slaughter ebenfalls toll finde, sind ihre Personen. Und hiermit meine ich alle Personen. Natürlich mag ich allen voran Will und Sara. Die beiden sind nicht nur für sich wirklich tolle Charaktere, sondern auch ein wirklich wunderbares Team. Auch die anderen Charaktere, die zwar nicht unbedingt sympathisch sind, sind super beschrieben. Jeder hat einen einmaligen unverwechselbaren Charakter. Ob Liebling oder Hassobjekt. Alle haben ihre Berechtigung in der Geschichte.

Slaughter trifft genau die richtige Mischung zwischen spannender Handlung und immer mal wieder privaten Szenen. Die spannende Haupthandlung ist richtig super. Bis zum Ende konnte ich mir nur wenig Reim darauf machen, worauf das ganze nach und nach hinauslaufen würde. Natürlich kam ich immer mehr hinter das Geheimnis. Slaughter lies mich jedoch lange im Dunkeln tappen und dehnte die Spannung so auf ein fast unerträgliches Maß hinaus.

Das Ende finde ich fast ein bisschen gemein. Zwar ist der Hauptfall gelöst, aufgeklärt und abgeschlossen, doch aus dem Privatleben bleibt so einiges offen, was ich wirklich ein bisschen gemein finde. Ich würde so gerne gleich den nächsten Band lesen. Das ist echt das Schlimme, wenn man die neuen Bücher gleich liest. Hoffentlich kommt bald der nächste Band raus.

Fazit:
Ein toller neuer Band von Karin Slaughter. Der geniale Schreibstil, die tollen Charaktere und die unglaublich packende Handlung bescherten mir ein paar richtig tolle Lesestunden.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension "Brennt die Schuld"

Titel: Brennt die Schuld (Bd. 2 von 3)
Autor: Heidrun Wagner / Illustrationen von Miri D'oro
Verlag: Oetinger34  
Seitenzahl: 231
ISBN: 978-3-95882-029-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, für alle die den ersten Band nicht kennen!

(c) Oetinger34
Zum Inhalt:
Zoe hat ihr Gedächtnis zurück. Sie weiß nun, dass sie eine Zwillingsschwester hatte, die nicht mehr lebt. Doch wer ist für ihren Tod verantwortlich? Ausgerechnet an diese Nacht hat Zoe immer noch keinerlei Erinnerungen. Warum wachte sie dort auf, wo ihre Schwester starb? Und was haben Elias und Niklas mit der Sache zu tun. Es wird immer schwerer jemandem zu vertrauen, denn alle scheinen etwas vor ihr zu verheimlichen. Keiner sagt ihr die Wahrheit und so ist Zoe auf sich allein gestellt. Sie macht sie auf die Suche nach der Vergangenheit, denn sie ist sich sicher, dass sie dort auch irgendwo den Grund für den Tod ihrer Schwester finden wird. 

Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich nach "Wenn du vergisst" um den zweiten Band einer Reihe. Den ersten Band fand ich einfach nur genial *KLICK* und absolut lesenswert. Die Kombination aus Bild und Text ist wirklich super.

Nach dem ersten Band war ich ganz hibbelig. Ich musste unbedingt wissen wie es weitergeht. Der erste Band endete so gemein offen, dass ich einfach nur weiterlesen wollte. Und so schnappte ich mir das Buch sofort, nachdem es bei mir angekommen war. Leider findet ich, dass es nicht ganz mit dem ersten Band mithalten kann. Ich stoße oft auf dieses Phänomen, dass der zweite Band eigentlich nur ein Zwischenband, ein typischer Lückenfüller zwischen dem ersten und dem finalen dritten Band ist. Auch hier empfinde ich das leider ähnlich.

Die Kombination aus Bild und Text ist auch hier super gelungen und bringt Schwung in die Geschichte. Doch das Geschehen konnte mich nach dem fulminanten ersten Band nicht richtig fesseln. Es passierte für meinen Geschmack etwas zu wenig. Die vielen Andeutungen, bleiben pure Andeutungen. Nur wenig wird wirklich aufgelöst. Dabei brennt man als Leser doch darauf, des Rätsels Lösung endlich ein bisschen näher zu kommen. Natürlich bleibt man nicht ganz im Dunkeln und manche Dinge gingen tatsächlich in eine interessante Richtung, doch mit einigen Entwicklungen hatte ich auch gerechnet.

Und so brauchte ich verhältnismäßig lange für dieses Buch. Die erste Hälfte konnte ich wirklich noch schnell lesen, doch dann brauchte ich immer länger für eine Seite und schob andere Bücher dazwischen. Als ich mir dann jedoch wieder Zeit für die Geschichte nahm, konnte ich auch das letzte Drittel in einem Rutsch lesen.

Die Entwicklung von Zoe zu beobachten fand ich recht interessant. Wie sie damit umgeht, sich plötzlich an vieles erinnern zu können, wie sie sich auf die Suche nach der Wahrheit macht. Die Sympathie blieb dagegen etwas auf der Strecke. Irgendwie mochte ich in diesem Band keinen der Protagonisten wirklich. Zoe war mir zu besessen und auch ein bisschen "durchgeknallt", Elias zu undurchsichtig und unehrlich und Niklas blieb die gesamte Zeit etwas blass.

Trotz der vielen Dinge, die mich nicht so ganz überzeugen konnten, werde ich auf jeden Fall den dritten Band lesen. Denn meine Hoffnungen auf ein spannendes, überraschendes Ende sind ungetrübt. Ich bin so wahnsinnig gespannt, was die Autorin sich überlegt hat. Ich bin gespannt, wer letztlich für den Tod von Zoes Schwester verantwortlich ist und ob vieles so kommt, wie ich es erwarte. Zudem liebe ich diese Kombination aus Text und Bild, denn sie ist einfach etwas einmaliges.

Fazit:
Ein zweiter Band, der mich leider nicht so ganz überzeugen konnte wie der erste. Einige Längen in der Geschichte, machten es mir stellenweise schwer, am Geschehen dran zu bleiben. Die Kombination aus Text und Bild finde ich jedoch nach wie vor einfach genial und so freue ich mich trotzdem schon sehr auf den finalen Band.

Freitag, 23. September 2016

[Mitternachts-Challenge] "Im dunklen dunklen Wald"

(c) dtv
Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch eine Bloggeraktion von dtv vorstellen. Und zwar die Mitternachtschallenge. Das tolle an dieser Aktion ist, dass alle Teilnehmer das Buch bekommen! Ist das nicht super? Ihr habt heute noch genau bis Mitternacht Zeit, teilzunehmen. Was ihr dafür tun müsst findet ihr hier *KLICK*

Meine Antwort auf die von dtv gestellte Frage:
1.) Der Junggesellinnenabschied soll in Northumberland stattfinden.
2.) Ich bin schon verheiratet. Und hatte gar keinen Junggesellinnenabschied. Ich wollte das auch nicht wirklich. Ich hatte Angst vor peinlichen Spielen, die ich niemals mitgemacht hätte und so kam auch niemand auf die Idee so etwas für mich zu machen. Hätte es aber doch einen gegeben, dann hätte ich einfach ein nettes Zusammensein schön gefunden. Z.B. in einem Restaurant, einer Cocktailbar oder auch bei einem schönen Picknick. Mehr hätte ich gar nicht gebraucht.

Hier habe ich noch einige Infos zum Buch für euch:

(c) dtv
23. September 2016
978-3-423-26123-4
15,90 € [D]
*KLICK*

Sonntag, 24. Juli 2016

[Blogtour] "In einer Sommernacht wie dieser" - Die Protagonisten

 

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch heute zu unserer Blogtour zu "In einer Sommernacht wie dieser" begrüßen. Am Freitag gab es bei mir schon die Rezension zu dem wunderbaren Titel aus Tanja Heitmanns Feder *KLICK*. Gestern konntet ihr schon einiges über "Die Macht der Anziehungskraft" erfahren. Heute geht es bei mir mit den Protagonisten weiter.

Ich habe euch vier Personen rausgesucht, die ich euch näher vorstellen möchte. Und hier sind sie:

Leo Kressberg
DIE Hauptperson, der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie ist 17 Jahre alt und kommt aus gutem, reichem Haus. Ihre Eltern sind geschieden, weswegen sie hauptsächlich im Internat auf Spiekeroog aufwächst. Aufgrund ihrer Familiensituation ist Leo sehr einsam, ihre Mutter verlegt sich mehr aufs Shoppen, ihr Vater versinkt in Arbeit. Um sich abzulenken liest sie viel und gerne. Zudem hat Leo einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und eine soziale Ader, sie kann Ungerechtigkeiten nicht ausstehen und setzt sich vehement für die Gleichberechtigung aller ein. Auf Reisen hat sie gerne ihren kompletten Hausrat um sich und schleppt auch die kleinste Pflanze mit sich rum. Da sie genau weiß, was sie möchte, hat sie mit 17 Jahren schon einen Führerschein. Sie ist gut in Chemie und macht im nächsten Jahr ihr Abitur. Von Alexei fühlt sie sich vom ersten Moment an angezogen, die ständig wechselnden Freundinnen ihres Vaters kann sie jedoch nicht ausstehen. Als sie sich zwischen Alexei und ihrem Vater entscheiden soll, stürzt sie das in einen großen Konflikt.

Alexei Leanca
Die andere Hauptperson der Geschichte "In einer Sommernacht wie dieser" ist Alexei Leanca. Alexei wird als sehr gut aussehend und gut gebaut beschrieben. Sein braun gebranntes Gesicht, seine dunklen Locken und seine leuchtend blauen Augen sorgen dafür, dass Leo ihn sofort anziehend findet. Auch die Narbe in seiner Augenbraue und seine schiefe, mehrfach gebrochene Nase, tun dem keinen Abbruch. Viel mehr lassen sie ihn noch mehr aus der Masse herausstechen. Es ist von Anfang an klar, dass ihn ein dunkles Geheimnis umgibt. Er arbeitet im Garten, der zur Villa von Leos Vater gehört, als Assistent des Gärtners. Darum schläft er auch im Gartenhaus, welches sehr karg eingerichtet ist. Im Verlauf der Geschichte gerät er nicht nur einmal in eine Schlägerei. Er hat sein Temperament oft nicht im Griff und dies bekommt nicht nur der ungeliebte Bauleiter Bender zu spüren. Alexei ist eine sehr stolze Person, die kein Mitleid mag. Er hat eine ausgeprägte Angst vor dem Wald und bis fast zum Schluss weiß man nicht warum. Er träumt häufig schlecht und hat mit Blackouts zu kämpfen, seine dunkle Vergangenheit hält ihn eisern fest. Auch er ist von Leo sofort fasziniert, hat jedoch keinen leichten Stand bei ihrem Vater.

(c) Oetinger
Clemens Kressberg
Er ist Leos Vater. Schwer beschäftigt ist der geschiedene Mann aufgrund seines Berufs als erfolgreicher Architekt. Genau deswegen hat es ihm auch die doch sehr heruntergekommene Villa angetan, die er von Bauleiter Bender und seinem Team herrichten lässt. Er liebt seine Tochter sehr, mit seinem Beschützerinstinkt schießt er jedoch nicht nur einmal übers Ziel hinaus. Besonders der Flirt mit Alexei ist ihm ein großer Dorn im Auge. Neben seiner Tochter ist ihm Luxus sehr wichtig, was man vor allem an seinem teuren Lebensstil und seinen teuren Autos merkt. Mit Gesetzen nimmt er es nicht so genau, beschäftigt er doch Schwarzarbeiter auf seiner Baustelle. Seit der Scheidung von Leos Mutter schmückt er sich gerne mit hübschen Frauen, die deutlich jünger als er sind. Nie ist darunter auch nur eine wirklich ernste Beziehung.

Viktor Kranz
Viktor Kranz ist der Gärtner in "In einer Sommernacht wie dieser". Er beschäftigt Alexei als Hilfskraft, da er viel von ihm hält. Doch ihm ist nicht nur die Arbeit wichtig, nein auch, was hinter der Fassade steckt und wie es dem Jungen geht, lässt ihn nicht kalt. Er wirkt zwar auf den ersten Blick etwas ruppig, hat aber immer ein offenes Ohr für die Sorgen der anderen. Bei seiner Tätigkeit als Gärtner steckt er seinen kompletten Ehrgeiz in die aufwendige Pflege der großen Grünfläche und das schon seit vielen Jahren. Neben seinen Kenntnissen über Pflanzen und Gartenarbeit ist er auch medizinisch bewandert und meistens der erste der bei kleineren und größeren Verletzungen konsultiert wird. Seine 72 Jahre und die harte Arbeit sieht man ihm an seiner hageren Gestalt und seinen vielen Falten durchaus an. Dass er raucht tut sein übriges, dass er nicht mehr wie der Jüngste aussieht.

Ich hoffe ich konnte euch die interessanten und vielschichtigen Charaktere des Buches ein wenig näher bringen.

Natürlich könnt ihr auch bei dieser Blogtour etwas tolles gewinnen:


Um bei dem Gewinnspiel mitzumachen beantwortet mir im Kommentar bitte folgende Frage:
Mit welcher der 4 Personen würdet ihr gerne einen Abend verbringen und warum?

Die Gewinne werden unter allen Kommentierenden verlost. Ihr könnt bis einschließlich 28.7 am Gewinnspiel teilnehmen!
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden!


Die weiteren Stationen unserer Blogtour findet ihr hier *KLICK*: 

23.7. „Du bist wie ein Magnet!“ – Die Macht der Anziehungskraft 

 24.7. „Wer bist du eigentlich?“ – Die Protagonisten des Buches vorgestellt

25.7. „Tanja Heitmann packt aus!“ – Interview mit der Autorin

26.7. „Stimmung am See“ – Die Magie der Schauplätze
Bianca von www.bibilotta.de

27.7. „Warum erinnere ich mich nicht?“ – Vom Umgang mit traumatischen Erlebnissen
Jana von www.lunasleseecke.blogspot.de

29.7. Gewinnerbekanntgabe

Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß bei unserer Blogtour! 

Freitag, 22. Juli 2016

Rezension "In einer Sommernacht wie dieser"

Titel: In einer Sommernacht wie dieser
Autor: Tanja Heitmann
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 366
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Leo Kressberg, 17 Jahre alt, stammt aus reichem Haus. Dieser Sommer soll einfach spitze werden. Ihr Vater hat eine alte Villa gekauft, in der sie beide zusammen die Ferien verbringen wollen. Doch schon als Leo bei der Villa ankommt ist es vorbei mit der Ruhe. Der Baustellenleiter, der die Villa renovieren soll ist fies, die Arbeiter unglücklich und der Hilfsgärtner Alexei nicht von schlechten Eltern. Schon nach der ersten Begegnung geht er ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Doch ihn scheint ein dunkles Geheimnis zu umgeben. Warum er wohl Angst vor dem Wald hat? Als sich die Ereignisse überschlagen, muss Leo sich für eine Seite entscheiden.

Meine Meinung:
Zunächst einmal finde ich das Cover von "In einer Sommernacht wie dieser" einfach hammermäßig. Es strahlt eine unglaublich schöne Stimmung aus, die genau die des Buches einfängt. Der still daliegende See, das Pärchen auf dem Steg, all dies macht alleine schon Lust dieses Buch zu lesen.

Und wenn das Cover nicht ausreicht euch zu überzeugen so tut es vielleicht der Inhalt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Das Geschehen wird abwechselnd aus der Sicht von Leo und Alexei - den beiden Hauptpersonen - erzählt. Zudem gibt es zwischendurch immer wieder geheimnisvolle Passagen die mit der Überschrift "Im Wald" betitelt sind. Sie bleiben bis zum Ende eher undurchsichtig und klären sich erst zum Schluss auf. Diese Abschnitte geben der Geschichte das gewisse Etwas, machen sie sehr spannend.

Die Geschichte ist zum Einen Thriller zum Anderen Liebesgeschichte. Die Liebesgeschichte ist durchaus dominant doch auch die Spannung war für mich über die komplette Strecke unterschwellig greifbar. Einmal wegen der Szenen "Im Wald", aber auch weil man einfach nicht weiß, was genau eigentlich passiert ist. Es gibt immer wieder Andeutungen, es gibt Todesfälle, doch bis zum Ende weiß man als Leser nicht, was genau dahinter steckt.

Alexei und Leo sind die beiden Hauptpersonen dieser Geschichte. Sie sind beides starke Persönlichkeiten. Sie könnten gegensätzlicher kaum sein, doch trotzdem ziehen sie sich wie magisch an. Das dunkle Geheimnis welches Alexei umgibt, kommt erst nach und nach ans Licht. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden kommt sehr schnell in Schwung, doch von Schwierigkeiten bleibt sie nicht verschont. Das Tempo ist wirklich rasant, trotzdem gefiel mir die Liebesgeschichte, da die beiden total gut zusammen passen.

Schön fand ich auch die Auflösung am Ende der Geschichte. Erst kurz vor Schluss ahnte ich, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Die Autorin hat hier eine Geschichte geschaffen, die mich als Leser sehr lange im Dunklen gelassen hat. Sie erzählt die spannende Geschichte zweier Jugendlicher, die sich so heftig verlieben, dass sie nicht merken, dass sie in ein perfides Spiel aus Rache und Liebe hineingeraten sind und dabei in große Gefahr geraten.

Fazit:
Wunderschönes Cover! Tolle Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte. Die unterschwellige Spannung ist über die komplette Zeit spürbar, mit ihrer tollen Art zu erzählen, ließ mich die Autorin fast bis zum Ende im Dunkeln und bescherte mir tolles Lesevergnügen!

Donnerstag, 2. Juni 2016

Rezension "Schweig für immer"

Titel: Schweig für immer
Autor: Linwood Barclay
Verlag: Droemer
Seitenzahl: 502
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-426-51791-8

Achtung: Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung des Thrillers "Ohne ein Wort". Die Rezension enthält möglicherweise Spoiler, für alle, die Teil 1 nicht kennen.

(c) Knaur
Zum Inhalt:
Familie Archer hat wahrlich keine leichte Zeit hinter sich. Cynthia hatte bereits eine traumatische Kindheit, ihre komplette Familie verschwand spurlos. Viele Jahre später klärt sich das mysteriöse Verschwinden auf, doch Familie Archer verliert dabei beinahe ihr Leben. Nun scheint es endlich bergauf zu gehen, die Familie darf durchatmen. Doch weit gefehlt. Was als harmloser Ausflug von Tochter Grace beginnt, führt zu einem Einbruch, der das Leben der Familie Archer erneut komplett über den Haufen wirft. Und plötzlich schwebt die ganze Familie erneut in Lebensgefahr.

Meine Meinung:
Es ist schon ziemlich lange her, dass ich "Ohne ein Wort" gelesen habe. An den Inhalt kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern, doch dass ich das Buch damals große Klasse fand, das weiß ich noch. Und so war ich extrem begeistert, als ich sah, dass der Autor die Geschichte um Familie Archer tatsächlich fortsetzt. 

Zum Glück wurden meine hohen Erwartungen nicht enttäuscht. "Schweig für immer" punktet von der ersten Seite an mit Spannung und einem ausgeklügelten Plot. Der Autor versteht es wunderbar Verwirrung zu stiften und den Leser in die Irre zu führen. Immer dann wenn es spannend wird, wechselt er den Handlungsort oder die Protagonisten und man muss viele Seiten warten, bis es mit dem einen Teil der Geschichte weitergeht. Dies trägt natürlich dazu bei, dass man die Seiten immer schneller umblättert um nach und nach die verwirrenden Punkte aufzulösen.

Zudem wirft der Autor immer wieder neue Personen "in die Runde" ohne groß zu erklären, wer genau das ist und was er mit der Geschichte zu tun hat. Man wird einfach mitten ins Geschehen geworfen und hat so viel Gelegenheit mit zu rätseln. Erst nach und nach löst der Autor auf, inwieweit die Personen beteiligt sind. Vieles wird erst kurz vor Schluss aufgelöst. Und so kommt die Spannung hier auf keiner Seite zu kurz. Ich fand das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig, nicht eine Seite lang.

Schön ist es auch, schon bekannte Personen wieder zu treffen. Zwar kann ich mich wirklich nur noch sehr dunkel an "Ohne ein Wort" erinnern, doch eine gewisse Spur von Vertrautheit kam auf jeden Fall auf. Abgesehen von der Vertrautheit sind die Personen auch alle starke Charaktere, die wunderbar beschrieben werden und zu denen ich sehr leicht eine Beziehung aufbauen konnte.

Ein kleiner Punkt hat mich so ein bisschen gestört, bzw. auch ein bisschen schmunzeln lassen. Terry, Grace' Vater ist eigentlich ein total harmloser Lehrer, der im Buch aber so eine Verwandlung durchmacht, die ich ehrlich gesagt recht unglaubwürdig finde. Das war für meinen Geschmack etwas übertrieben und zu viel. Dies ist jedoch der einzige Punkt, der mich tatsächlich gestört hat.

Fazit:
Ein spannender Thriller von Linwood Barclay, der mich erneut überzeugt und über die komplette Lesezeit gefesselt hat. Lediglich eine etwas unglaubwürdige Wandlung eines Charakters störte mich etwas, was aber nicht wesentlich ins Gewicht fällt.

Dienstag, 17. Mai 2016

Rezension "Die Falle"

Titel: Die Falle
Autor: Melanie Raabe
Verlag: btb
Seitenzahl: 352
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3442714179

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Linda Conrads ist eine erfolgreiche Schriftstellerin. Seit sie ihre ermordete Schwester tot aufgefunden hat, lebt sie völlig zurückgezogen, verlässt nie ihr Haus. Obwohl sie den Mörder gesehen hat, konnte er auch mehr als 10 Jahre später nicht gefasst werden. Eines Abends traut Linda ihren Augen kaum, als sie genau diesen Mann in den Nachrichten erkennt. Von einem Moment auf den anderen bleibt ihre Welt stehen und sie will nur noch eines, den Mann zu Verantwortung ziehen, der ihre kleine Schwester so brutal aus dem Leben gerissen hat. Und sie stellt ihm eine Falle, der er nicht entgehen kann.

Meine Meinung:
Schon auf dem Buchcover ist zu erkennen, dass Sebastian Fitzek und Charlotte Link begeistert sind und ich schließe mich ihnen uneingeschränkt und ohne jeden Kritikpunkt an.

Für mich ist "Die Falle" eine psychologische Meisterleistung, die mich nicht nur einmal in tiefe Zweifel gestürzt hat, was den Täter angeht. Melanie Raabe kommt hier so gut wie ohne Blut aus. Lediglich der Mord an Lindas Schwester wird kurz beschrieben, der Rest beruht auf der psychologischen Ebene, was ich unglaublich gut gelungen finde.

Von der ersten Seite an zog mich die Geschichte in ihren Bann und ließ mich nicht mehr los. Jede freie Sekunde nutzt ich, um in "Die Falle" abzutauchen. Linda Conrads ist auf ihre Art recht speziell, hat aber durchaus ihre Gründe dafür, warum sie etwas komisch ist. Da es recht wenige Protagonisten gibt, lassen sich diese sehr gut auseinander halten und zudem kann man schnell eine Beziehung zu ihnen aufbaut. Neben Linda Conrads sind das nur ihr Personal und der Mann, den sie in den Nachrichten erkennt.

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hatte und den Klappentext las begannen die Fragen in meinem Kopf zu wirbeln. Hat Linda Conrads wirklich den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen erkannt oder hat sie sich das alles nur eingebildet? Und wie geht die Sache mit der Falle aus? Wird sie unbeschadet aus dieser Geschichte rausgehen? Fragen über Fragen, die nur beantwortet werden konnten, in dem ich ganz schnell begann das Buch zu lesen.

Die Spannung ließ zu keinem Zeitpunkt nach und auch der Schreibstil von Raabe ist einfach klasse. Ich bin richtig begeistert von diesem Thriller. Ich habe lange nach einem Autor gesucht, der bzw. die Sebastian Fitzek das Wasser reichen kann. Und Melanie Raabe kann es definitv. Die psychologische Spannung, der Schreibstil und dieses unbändige Verlangen meinerseits unbedingt wissen zu müssen, was hinter der Geschichte steckt.

Immer wieder schaffte es Raabe mich in die Irre zu führen. Kaum dachte ich, dass mir der Sachverhalt klar ist, kam sie schon mit einer neuen Überraschung um die Ecke. Natürlich fing ich dann gegen Ende an zu ahnen, wie die Story ausgehen könnte, doch Raabe überraschte mich mit großen Teilen der Auflösung trotz alledem.

Es kommt nicht so oft vor, dass ich wirklich rundum zufrieden mit einer Geschichte bin. Dass ich einfach gar nichts auszusetzen habe. Und hier geht es sogar so weit, dass ich so begeistert von dem Buch bin, dass es mir extrem schwer fiel diese Rezension zu verfassen. Denn meine Begeisterung in Worte zu fassen, scheint mir kaum möglich. Und so verbleibe ich einfach mit einer absoluten Leseempfehlung und hoffe, dass diese Geschichte noch ganz viele Leser finden und begeistern wird.

Fazit:
Toll! Toll! Toll! Eine extrem spannende und richtig gut erzählte Geschichte, die mich komplett umgehauen und gefesselt hat. Sebastian Fitzek muss sich definitiv in Acht nehmen, denn hier kommt eine Autorin, die zu einer ernsthaften Konkurrenz werden könnte.

Sonntag, 3. April 2016

Rezension "Und draußen stirbt ein Vogel"

Titel: Und draußen stirbt ein Vogel
Autor: Sabine Thiesler
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 448
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-453-26968-2

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Rina ist eine erfolgreiche Autorin. Manuel das genaue Gegenteil. Und genau das, ist das Problem. Manuel empfindet tiefen Hass gegenüber Rina. Diese ahnt nicht, was sie in ihm für einen Feind hat. Manuel schleicht sich tief in Rinas Leben ein. Als er sich als Feriengast in ihre Gästevilla einmietet, ahnt sie nicht in was für einer Gefahr sie schwebt. Uns das ganz allein und fern ab von jeglichen Nachbarn. 

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Sabine Thiesler gelesen. Fast alle konnten mich überzeugen. An das letzte Buch erinnere ich mich nicht mehr so gut,  da es schon eine Weile her ist, allerdings weiß ich, dass ich etwas enttäuscht von der Story war. Nun hatte ich aber Lust mal wieder etwas von ihr zu lesen und so kam mir ihr neuestes Werk gerade recht. 

Eines von Thieslers Markenzeichen ist definitiv der Handlungsort ihrer Bücher - die Toskana. Diese beschreibt sie auf so authentische Weise, dass man das Gefühl hat selbst dort gewesen zu sein. Auch dieses Buch spielt wieder in den schönsten Regionen Italiens, unter anderem Rom. Diese Beschreibungen gelingen ihr jedes mal aufs Neue und geben den Büchern ein richtiges Urlaubsfeeling.

Auch der ermittelnde Kommissar ist immer der gleiche. Auch wenn Neri hier eher eine untergeordnete Rolle spielt und mit dem Fall nicht viel zu tun hat, so taucht er doch in jedem ihrer Bücher auf. So ganz sympathisch finde ich ihn zwar nicht, da er sich meistens bei den Ermittlungen ziemlich tollpatschig anstellt, aber auch das scheint ein Markenzeichen von Thiesler zu sein.

Dafür war mir die Hauptperson Rina Kramer sehr sympathisch, wenn ich auch großes Mitleid mit ihr hatte, da ihr Mann ein echter Vollidiot zu sein scheint. Trotz ihres Erfolges als Autorin ist sie eine bodenständige Frau, die ihren Sohn mehr als alles auf der Welt liebt und alles für ihn tun würde. Das konnte ich sehr gut nachempfinden.

Der Fall selbst ist sehr spannend, ohne das wirklich viel passiert. Mit leisen Tönen erschafft Thiesler eine Stimmung, die aufgeladen ist und einen auf jeder Seite den großen Knall vermuten lässt. Und so hatte ich mal wieder eine Lektüre vor mir, bei der die Seiten nur so dahin flogen. Ich wollte unbedingt wissen, wie weit Manuel gehen wird und wie das ganze Drama ausgeht.

Thiesler hat einen Schreibstil der zu fesseln weiß und sich außerdem noch super lesen lässt. Es gab Momente da wollte ich das Buch überhaupt nicht zuklappen so spannend fand ich die Handlung. Besonders beeindruckend finde ich hier eben, dass weder viel Blut vergossen wird noch sonderlich viele actionreiche Szenen zu finden sind. Allein mit ihrer Art zu erzählen, weiß Thiesler zu fesseln und zu überzeugen.

Fazit:
Ein super gelungener Thriller aus der Feder von Sabine Thiesler, der mit leisen Tönen zu fesseln und überzeugen weiß. Die wunderschön beschriebene Umgebung der Toskana tut ihr übriges für ein absolut gelungenes Buch.

Freitag, 30. Oktober 2015

Rezension "Der Giftzeichner"

Titel: Der Giftzeichner (Lincoln Rhyme Bd. 11)
Autor: Jeffery Deaver
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 571
ISBN: 978-3764505387
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €
Zur Leseprobe *KLICK*

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Lincoln Rhyme ist zurück. Mit einem Fall der mal wieder an Grausamkeit kaum zu überbieten ist. Ein Unbekannter überfällt Menschen und tätowiert diese gegen ihren Willen. Und zwar nicht mit der üblichen Tinte sondern mit Gift, was seine Opfer eines qualvollen Todes sterben lässt. Rhyme steht vor einem Rätsel, scheinen die Opfer doch alle Zufallsopfer zu sein. Der Täter scheint keinem besonderen Muster zu folgen. Einziger Hinweis sind rätselhafte Nachrichten, die der Täter auf seinen Opfern hinterlässt. Doch selbst Rhyme mit seinem außerordentlich brillanten Verstand vermag nicht herauszufinden was der Täter ihnen mit diesen Nachrichten sagen will. Als sie dem Täter jedoch zu nahe kommen, geraten die Ermittler selbst in Lebensgefahr.

Meine Meinung:
"Der Knochenjäger" ist bis heute einer der spannendsten und besten Filme, die ich je gesehen habe. Denzel Washington als Lincoln Rhmye ist einfach super. Als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch von Deaver mit dem brillanten wie auch sehr eigenwilligen Ermittler gibt, musste ich es einfach lesen.

Zu Beginn hatte ich ganz kurz etwas Schwierigkeiten in die Geschichten hineinzukommen. Lincoln Rhyme macht es einem teilweise wirklich nicht leicht ihn zu mögen, was er selbst aber auch gar nicht zu wollen scheint. Sein wacher Geist, gefesselt in einen Körper, der sich kaum bewegen kann ist sicher eine tägliche Herausforderung. Und trotzdem ist er ein Ermittler auf den die Behörden nicht verzichten können. Nicht zuletzt wegen seiner unglaublichen Gabe Schlüsse zu ziehen, auf die andere nie gekommen wären. Als ich mich wieder an seine verschrobene Art gewöhnt hatte, wuchs er mir, wie auch Amelia Sachs, schnell sehr ans Herz.

Eine weitere Schwierigkeit stellten für mich zu Beginn die vielen Handlungsstränge dar. Ich brauchte einfach eine Weile um richtig in das Buch hineinzukommen, da die Handlungsorte und die Geschehnisse oft hin und her sprangen. Nach wenigen Seiten legten sich diese Schwierigkeiten aber und ich konnte mich voll und ganz auf Rhymes neuen Fall einlassen, der von Seite zu Seite spannender wurde.

Schnell schaffte der Thriller es, mich an die Geschichte zu fesseln. Ich wollte unbedingt hinter das Rätsel des Giftzeichners kommen. Es ließ sich nicht voraus ahnen, hinter welcher Seite nun die nächste Leiche, der nächste Anschlag kommt. Sobald ich jedoch  merkte, dass es wieder spannend werden könnte, flogen die Seiten nur umso schneller dahin.

Da Deaver nicht mit Grausamkeiten spart und für die Taten extrem grußelige Orte gewählt hat, konnte ich das Buch nur lesen, wenn mein Mann auch da war. Ja, ich gebe es zu. Ich bin ein extremer Angsthase, obwohl ich Thriller liebe. Gerade solche wie "Der Giftzeichner" finde ich einfach klasse. Lange, sehr lange tappte ich komplett im Dunkeln was die Hintergründe der Morde angeht. Ich hatte keinerlei Vermutungen und so konnte Deaver mich ohne Probleme nicht nur einmal überraschen.

Als er dann noch die ein oder andere Wendung einbaut, die selbst Rhyme nicht hatte kommen sehen, fesselte mich das Buch noch mehr, sofern das überhaupt möglich war. Ich war überrascht, wie schnell man doch knappe 600 Seiten lesen kann, wenn man die Möglichkeit hat, mal an einer Geschichte dran zu bleiben.

Deavers Stil, die meist nicht so langen Kapitel und die Ermittler, die mir schnell ans Herz gewachsen sind taten ihr übriges, dass ich von dem Buch einfach nur begeistert bin. Meistens ist es ja so, dass man die Auflösung solch einer Geschichte eigentlich kaum erwarten kann. Sobald es aber dem Ende zugeht, ist man doch irgendwie enttäuscht, dass es schon vorbei ist. Auch hier ist das der Fall. Natürlich konnte ich es kaum erwarten, zu wissen was hinter den ganzen Morden steckt, doch vermisse ich das Ermittlerduo Rhyme/Sachs jetzt schon, weswegen ich bestimmt auch noch zu einem der älteren Thriller von Deaver greifen werde. Bis dann der nächste Fall mit den beiden in der Hauptrolle erscheint.

Denn dass es einen nächsten Fall geben wird, daran lässt Deaver am Ende keine Zweifel. Zugegeben, das Ende war auch für meinen Geschmack vielleicht etwas zu überladen. Ich hatte stellenweise das Gefühl, er hat plötzlich so viele Ideen, dass er sie unbedingt alle noch auf die letzten 50 Seiten packen muss, was dann eben etwas zu viel ist. Trotz allem schadet das dem extrem spannenden Thriller nicht wirklich. Zudem gefällt mir der Ausblick in die Zukunft sehr gut, auch wenn das Ende dadurch leicht offen gestaltet ist. Nämlich mit dem Beginn eines neuen Falls. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, was Rhyme und Sachs dann erwartet.

Fazit:
Auch Lincoln Rhymes 11. Fall ist wieder eine Wucht. Extrem spannend, brillante Ermittler und ein Täter, der einem die Haare zu Berge stehen lässt.

Freitag, 29. Mai 2015

Rezension "Dunkler Donnerstag"

Titel: Dunkler Donnerstag
Autor: Nicci French
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 445
ISBN: 978-3570-10165-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Die Therapeutin Frieda Klein wird in diesem Fall gnadenlos von ihrer Vergangenheit eingeholt. Dinge, die sie seit Jahren verdrängt hat kommen nun mit aller Macht an die Oberfläche. Alles beginnt damit, dass Frieda Besuch von einer alten Schulfreundin erhält, die Probleme mit ihrer Tochter hat. Sie bittet Frieda sich einmal mit ihrer Tochter zu unterhalten, um herauszufinden, was los ist. Nur widerwillig lässt sich das junge Mädchen, Becky, auf ein Gespräch mit der Therapeutin ein. Doch schnell kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht. Becky wurde vergewaltigt und hat bisher niemandem davon erzählt. Sie weiß nichts über den Täter und ihre eigene Mutter glaubt ihr nicht. Frieda stellt mit Entsetzen fest, welche Parallelen es zu ihrem eigenen Teenagerleben gibt. Und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich auf Spurensuche in die Vergangenheit zu begeben. Nicht nur um Becky zu helfen, sondern auch sich selbst. Noch ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich damit begibt.

Meine Meinung:
Schon lange wollte ich einen Fall von Frieda Klein lesen, habe ich doch bisher nur gutes über das Autorenpaar Nicci French gehört. Zwar ist "Dunkler Donnerstag" nicht der erste Fall, doch machte mir dies keinerlei Probleme.

Als Leser wird man sofort in die Geschichte hineingeworfen, sie beginnt nicht langsam sondern sofort mit der eigentlichen Handlung. Natürlich werden immer wieder Geschehnisse aus alten Fällen aufgegriffen, doch hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlen würde.

Der Schreibstil der beiden Autoren gefällt mir sehr gut. Und so flogen die Seiten relativ schnell dahin. Ich liebe Thriller, die vor allem aus der psychologischen Sicht erzählt werden, das gibt ihnen meist eine ganz andere Sicht auf die Dinge und erklärt viele Taten besser, als "normale" Krimis & Thriller es tun. Auch hier war ich sofort fasziniert von Frieda Kleins Gesprächen und ihrem psychologischen Vorgehen.

Die Geschichte und die Verwicklungen von Friedas Vergangenheit in selbige sind sehr gelungen miteinander verwoben und ließen mich zu keinem Zeitpunkt ahnen, wie die Lösung des Falles aussehen könnte und wohin das Ganze geht. Für mich als Leser war es spannend, Frieda auf ihrer gefährlichen Reise in die Vergangenheit zu begleiten. Natürlich hoffte ich von Anfang an, dass eine Lösung für den Fall gefunden wird und alles gut ausgeht.

Leider gibt es trotz aller positiven Punkte, die das Buch für mich zu einem echten Vergnügen machten, auch einen sehr goßen negativen Punkt, der mir ein Großteil dieses Vergnügens immer wieder nahm. Und zwar hatte ich echte Probleme mit der Person Frieda Klein. Keine Frage, sie ist toll und facettenreich beschrieben und mitnichten eine Protagonistin, die man als 0815 bezeichnen könnte. Doch ging sie mir mit ihrer Art schlicht und einfach auf die Nerven. Ich fand es extrem anstrengend mitzuerleben wie sie mir ihrem Umfeld und ihrem Leben umgeht. Sie ist eine extrem starke und taffe Persönlichkeit, doch genau das gefiel mir leider so gar nicht. Angefangen dabei wie sie ihren Freund oder auch ihre Ehemalige Schulkameradin behandelt bis zu ihrer Sicht auf das Leben selbst. Das alles war mir einfach zu forsch zu "Anti". Natürlich hat Frieda Klein kein leichtes Leben hinter sich, doch leider wurde ich mit ihr zu keinem Zeitpunkt wirklich warm. Ich musste stellenweise sogar etwas anderes lesen, weil ich so genervt war.

Ich finde das wirklich sehr schade. Der Fall ist sehr gelungen und spannend aufgebaut und vermag es zu fesseln. Doch die Person Frieda Klein machte für mich vieles wieder zunichte. Vielleicht werde ich irgendwann mal mit dem ersten Band anfangen um zu schauen, wie Frieda so geworden ist, denn sicher spielen einige ihrer früheren Fälle eine große Rolle bei ihrem Verhalten. Und da das Paar Nicci French toll schreiben kann, kann ich damit eigentlich nicht so viel falsch machen. Zumal ich dann ja weiß auf was ich mich einlasse.

Fazit:
Ein spannender Psychothriller, der zu fesseln vermag und die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit toll hinbekommt. Leider fand ich die Hauptperson extrem anstrengend und nicht wirklich sympathisch, weswegen ich leider zwei Punkte in der Wertung abziehen muss.