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Montag, 24. Juli 2017

Rezension "Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt"

Titel:Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt
Autor: Emily Bold
Verlag: Montlake
Seitenzahl: 298
ISBN: 978-1-503-94046-8
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Montlake
Zum Inhalt:
Amy Bishop hat die marode Pralinenfabrik ihres Großvaters geerbt. Sie tut alles dafür um diese zu erhalten, leider ist das schwieriger als gedacht. Denn ihre kleine Fabrik steht kurz vor der Übernahme durch ein großes Unternehmen. Dafür soll der unsymapthische Wirtschaftsberater Ryan sorgen. Amy versucht mit allen Mitteln dagegen zu halten, doch sie merkt auch, dass Ryan sie auf eine Art berührt, wie er es eigentlich nicht sollte. Sie wehrt sich mit aller Kraft und plötzlich steht sie vor der Entscheidung Liebe oder Firma.

Meine Meinung:
Ein Buch dessen Titel mir sehr gut gefällt. Das Cover hingegen finde ich recht belanglos. Im Laden hätte ich wohl kaum zu diesem Buch gegriffen.

Der Klappentext verspricht eine schöne Geschichte, deren Ausgang man schon etwas erahnen kann. Eigentlich mag ich solche vorhersehbaren Bücher ja so gar nicht, aber ich finde manchmal braucht man genauso eine Wohlfühlgeschichte um vom stressigen Alltag abschalten zu können.

Und genau das bietet dieses Buch. Nicht mehr und nicht weniger. Die Vorhersehbarkeit ist nicht nur durch den Klappentext gegeben sondern auch grundsätzlich ein Teil der Geschichte. Bei vielen Szenen war mir einfach klar, wie diese wohl ausgehen werden. Dadurch verliert die Geschichte natürlich in gewisser Form auch an Reiz, wenn man oft schon ahnt, wie eine bestimmte Szene weitergehen wird.

Die Protagonisten waren mir so halbwegs sympathisch. Amy ist recht naiv, dabei aber sehr liebenswert und kampfeslustig. Tut sie doch alles dafür, die Firma ihres Großvaters zu erhalten. Ryan hingegen ist, vor allem zu Beginn, zunächst einmal der Kotzbrocken vor dem Herrn. Er hat wirklich nichts liebenswertes an sich und man möchte im Stellenweise am liebsten an die Gurgel gehen. Doch dies ändert sich im Verlauf der Geschichte, denn natürlich steckt hinter dieser harten Schale auch ein sehr weicher Kern.

Und so ist es als Leser schön zu beobachten, wie sich Amy und Ryan annähern und sich dabei der Charakter der beiden Protagonisten formt. Sie verändern sich und wachsen mit der Geschichte und so etwas finde ich immer gut. Protagonisten die blass und auf der Stelle stehen bleiben, kann ich überhaupt nicht leiden.

Dieses Buch ist definitiv keine hohe Lektüre, von der man sich viel versprechen sollte. Wenn man aber nette Ablenkung für einen Tag im Liegestuhl sucht und dabei vielleicht sogar noch ein Stück Schokolade parat hat, so ist dieses Buch genau das richtige.

Fazit:
Eine nette Geschichte, zweier Protagonisten, die im Verlauf der Geschichte mit- und aneinander wachsen, deren Handlung aber recht vorhersehbar ist.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Rezension "Ziemlich unverbesserlich"

Titel: Ziemlich unverbesserlich
Autor: Frauke Scheunemann
Verlag: Page & Turner
Seitenzahl: 350
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-442-220414-4

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Seit dem Tod ihres Mannes hat Nikola Petersen alle Hände voll zu tun. Ob in ihrer Kanzlei, ihrem kleinen Sohn oder ihrer Teenagertochter. Eigentlich ist sie Anwältin für Zivilrecht, doch um ihren Nachbarn einen Gefallen zu tun übernimmt sie das erste Mal eine Strafverteidigung. Dabei geht es nicht nur darum, die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen, nein sie hat ganz plötzlich zu viele Verehrer, dann ist da noch ihre nervige Schwiegermutter und zu allem Übel verschwindet dann auch noch ihre Tochter, die sich mitten in der Pubertät und natürlich überhaupt nicht von ihrer Mutter verstanden fühlt. Und dann sind da ja noch die Rentner in ihrem Dorf, die gar nicht so harmlos sind, wie sie aussehen.

Meine Meinung:
Frauke Scheunemann hat sich ja inzwischen einen Namen in der Unterhaltungsliteratur gemacht. Seit dem Erscheinen von "Dackelblick" wollte ich ein Buch von ihr lesen und nun habe ich es endlich geschafft.

Frauke Scheunemann versteht ihr Handwerk, keine Frage. Mit ihrem leicht zu lesenden Schreibstil trifft sie genau meinen Geschmack. Zwar habe ich am Anfang kurz gebraucht um mit den Personen und der Geschichte warm zu werden, aber dann habe ich das Buch echt gerne gelesen.

Natürlich darf man hier keine weltbewegende Literatur erwarten, aber gute Unterhaltung ist es allemal. Was mir besonders gefallen hat, ist das Gefühl, welches das Lesen nach einer Weile bei mir ausgelöst hat. Ich habe mich richtig wohl gefühlt, es war so ein bisschen wie nach Hause kommen. Und dieses Gefühl habe ich nicht oft bei Büchern. Scheunemann schafft eine Atmosphäre, in die ich immer wieder gerne eingetaucht und zurück gekehrt bin. Jetzt bin ich echt traurig, dass ich schon fertig bin.

Die Personen wuchsen mir schnell ans Herz. Besonders vor Nikola Petersen entwickelte ich schnell großen Respekt. Sie verlor ihren Mann als ihr Sohn noch klein war und hat nun mit einer pubertierenden Tochter zu kämpfen. Was sie alles allein bzw. mit ein bisschen Hilfe ihrer Schwiegermutter schafft, ist beeindruckend und so mochte ich sie wirklich sehr gerne. Auch ihre Empfindungen dem männlichen Geschlecht gegenüber werden glaubwürdig dargestellt. Einerseits der Wunsch nach Nähe und Liebe, andererseits, das schlechte Gewissen ihrem verstorbenen Mann gegenüber. Scheunemann schafft somit authentische und glaubwürdige Personen, denen ich jedes Wort abnehme und die die Geschichte richtig rund machen.

Im Prinzip ist die Gerichtsverhandlung, obwohl sie das ist, was alle Personen verbindet, doch eher nebensächlich. Natürlich geht es um den Fall, aber viel mehr Spaß hat es mir gemacht, die Personen einfach so bei ihrem Handeln zu beobachten. Zu sehen, wie sich Beziehungen entwickeln und letztendlich auch die Liebe nicht zu kurz kommt.

Ein schönes Buch, das mir Lust darauf gemacht hat, noch mehr von Frauke Scheunemann zu lesen. Ihr Schreibstil ist toll, die Personen authentisch. Die Geschichte hat so viel Spaß gemacht und mir ein so gutes Gefühl gegeben, dass ich sehr traurig bin, mich nun von ihr verabschieden zu müssen. Sie wird mir sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben.

Fazit:
Toller Unterhaltungsroman, mit authentischen Protagonisten, der ein wunderbares Wohlfühlgefühl hinterlässt. 

Montag, 7. Dezember 2015

Rezension "Gefühlsbeben"

Titel: Gefühlsbeben
Autor: Carrie Price
Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 234
ISBN: 978-3-426-51812-0
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 8,99 €
Zur Leseprobe *KLICK*

Zum Inhalt:
Lynn hat keine besonders schöne Vergangenheit hinter sich. Sie tut alles dafür, um diese hinter sich zu lassen, weswegen sie auch so weit wie möglich weg von Oceanside lebt, der Ort, der ihr so viel Schmerz brachte. Am College in Boston kennt keiner ihre Vergangenheit. Sie lebt mit einer Maske und niemand scheint diese zu durchschauen. Bis auf Jared Parker. Jared, der Mädchenschwarm, Jared, über den man ebenfalls kaum etwas zu wissen scheint. Er versucht hinter ihre Fassade zu schauen, doch als es hart auf hart kommt, holen ihn seine eigenen Probleme ein.

Meine Meinung: 
Bei "Gefühlsbeben" handelt es sich um den zweiten Band aus der Serie "Make it count". Da es aber um komplett andere Protagonisten, als im ersten Band geht, kann man diesen problemlos ohne Kenntnis des Vorgängers lesen.

Wie schon "Gefühlsgewitter", bietet auch "Gefühlsbeben" perfekte leichte Unterhaltung für ungemütliche Herbsttage. Ok, diese sind gerade etwas rar gesät, trotz allem ist dieses Buch perfekt bei einer Tasse Tee, gemütlich auf dem Sofa zu lesen.

Natürlich erwartet einen keine hochtrabende Literatur mit wahnsinnig viel Tiefgang, aber das habe ich so auch nicht erwartet. Der leicht zu lesende Schreibstil der Autorin, lies mich schnell in die Geschichte hineinkommen. Ich brauchte zwar einen Moment länger als bei "Gefühlsgewitter", aber sobald mir die Protagonisten nicht mehr ganz so fremd waren, hatte ich auch hier keine Probleme mehr.

Beide, sowohl Lynn als auch Parker, wuchsen mir sehr schnell ans Herz. Schnell war klar, dass beide etwas zu verbergen, eine dunkle Vergangenheit haben. Dies machte es umso leichter, das Buch in einem Rutsch zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, was es damit auf sich hat. Zunächst bewegen die beiden sich auf einer sehr dünnen Linie. Es ist klar, dass es eine gewisse Anziehungskraft gibt, doch so wirklich eingestehen, möchte es sich keiner der beiden.

Dieses unterschwellige prickeln gefiel mir sehr gut. Es war nicht zu subtil, sondern wunderbar in die Geschehnisse eingearbeitet. Natürlich kommen auch in diesem Band prickelnde, erotische Szenen nicht zu kurz, weswegen es sich hier auch um KEIN Jugendbuch handelt. Schön finde ich hier, dass die Autorin nicht mit Sexszenen um sich wirft, sondern diese gezielt einsetzt und nur ab und an in die Geschichte einfließen lässt.

Nach und nach lernt man Lynn und Jared besser kennen und kommt auch hinter ihre Geheimnisse. Dadurch schafft die Autorin, trotz der leichten Lektüre, eine gewisse Portion Tiefgang. Mir gefiel es gut, wie nach und nach alles aufgelöst wird und wie schwer sich die beiden damit tun jemandem zu vertrauen. Damit schafft Price ein sehr glaubwürdiges Bild der Protagonisten.

Das Ende gefiel mir ebenfalls gut. Es bleiben keine Frage offen und ich als Leser war sehr zufrieden mit dem Ausgang. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein, aber mit diesem Ende kann ich sehr gut leben. Ich werde auf jeden Fall wieder nach Oceanside zurückkehren. Die beiden deutschen Autorinnen, die die Bände abwechselnd schreiben, verstehen es super eine tolle unterhaltsame Atmosphäre, mit einem Schuss prickelnder Erotik, zu schaffen.

Fazit:
Unterhaltsam, wunderbar zu lesen und mit genau der richtigen Portion prickelnder Erotik. Hat mir wirklich gut gefallen. Ich freue mich sehr auf den nächsten Band, der in Oceanside spielt. 

Montag, 19. Oktober 2015

Rezension "Gefühlsgewitter"

Titel: Gefühlsgewitter
Autor: Ally Taylor
Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 268
ISBN: 978-3-426-51811-3
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 8,99 €
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(c) DroemerKnaur

Zum Inhalt:   
Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters muss Katie zu ihrer ungeliebten Mutter ziehen, zu der sie eigentlich nie ein gutes Verhältnis hatte. Todunglücklich und schon die Tage zählend bis sie aufs College gehen kann,  versucht Katie jeglichen Kontakt zu meiden. Doch dann begegnet ihr in der Schule Dillen. Dillen, der eine düstere Ausstrahlung zu haben scheint und der sie trotzdem wie magisch anzieht. Dieser nimmt jedoch zunächst keine Notiz von ihr und treibt seinen Ruf als Frauenheld weiter voran. Doch plötzlich kommen sie sich näher und Katie ahnt nicht, dass Dillen ein Geheimnis hat und das ihr Herz schneller brechen könnte, als es ihr lieb ist.

Meine Meinung:
Hinter dem Pseudonym "Ally Taylor" verbirgt sich die deutsche Autorin Anne Freytag, die gemeinsam mit Adriana Popescu diese Reihe geschrieben hat, von der "Gefühlsgewitter" der erste Band ist.

Als ich den Klappentext las erwartete ich mir leichte Unterhaltung für Zwischendurch. Und genau diese bekam ich auch. Ich brauchte nicht mal einen Tag da hatte ich das Buch schon wieder ausgelesen, was ich echt schade fand. Die Geschichte von Katie und Dillen ist zwar nichts weltbewegend neues, fesselte mich aber so sehr, dass ich einen ganzen Vormittag im Bett verbrachte um das Buch zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist so schön leicht, dass ich gar nicht merkte wie die Seiten so dahinflogen. Gerne hätte ich noch viel länger von Katie und Dillen gelesen, denn Ally Taylor erschafft hier eine Welt, in die man so leicht versinken kann, dass es schwerfällt wieder in die Realität aufzutauchen.

Katie war mir vom ersten Blick an sympathisch. Sie lässt sich nichts gefallen und zeigt sehr deutlich was sie denkt und fühlt. Ihre Mutter, die ihr Leben lang nichts von ihr wissen wollte, bekommt dies natürlich am meisten zu spüren - für mich absolut zu Recht. Natürlich merkt man auch stellenweise, dass es sich um ein junges Mädchen handelt, denn manche ihrer Gedanken und Handlungen sind schon sehr naiv und hätten mich teilweise fast auf die Palme gebracht. Aber irgendwie passt dieses Verhalten auch absolut zum Rest der Geschichte; es macht diese rund.

Die Liebesgeschichte, die zwischen Dillen und Katie entsteht empfand ich als wirklich schön. Prickelnd und erfrischend schildert Taylor, wie sich die beiden langsam näher kommen und auch Dillens harte Schale so langsam aufweicht. Geprägt von erotischen Vorstellungen ist dieses Buch keinesfalls ein Jugendbuch, auch wenn die Handlung vielleicht zunächst darauf schließen lässt.

Die erotischen Passagen fand ich sehr geschmackvoll und schön geschildert. Zum Glück verzichtet Taylor hier auf billige Phrasen und erzählt das Näherkommen von Dillen und Katie realistisch und gefühlvoll.

Dass Dillen ein Geheimnis mit sich herumträgt macht ihn umso vielschichtiger und lässt verstehen, wieso er nach außen so eine harte Schale zeigt. Es gibt der Geschichte zudem auch die nötige Portion Spannung, weil ich natürlich wissen wollte, was hinter seiner Fassade steckt.

Das Ende ist für die Geschichte absolut passend gewählt. Wie oben erwähnt hätte ich gerne noch mehr von den beiden gelesen, doch das hätte das Ganze vermutlich künstlich in die Länge gezogen und so nicht mehr zu der Geschichte gepasst. Von daher ist der Umfang der Erzählung genau richtig gewählt. Trotz allem freue ich mich auf die weiteren Bände aus der Reihe, auch wenn es dann um andere Protagonisten gehen wird.

Fazit:
Leichte Unterhaltung für Zwischendurch über die erste Liebe gepaart mit prickelnder Erotik. Perfekt für ein stürmisches Herbstwochenende!


Montag, 12. Oktober 2015

Rezension "Zornröschen"

Titel: Zornröschen
Autor: Liv Jansen
Verlag: Mira Taschenbuch
Seitenzahl: 300
ISBN: 978-3-95649-210-5
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Bezogen über: Blogg dein Buch
Zur Leseprobe *KLICK*

(c) Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Gerti, Charlotte und Anne verbindet auf den ersten Blick fast nichts, außer, dass sie alle drei obdachlos sind. Auf den zweiten Blick dafür umso mehr. Alle drei sind unverschuldet auf der Straße gelandet. Sei es wegen angeblicher Steuerhinterziehung, dem Weitergeben von Firmeninterna oder sogar Mord. Als die drei sich eines Abends begegnen sind sie alle am Tiefpunkt angelangt. Eigentlich suchen sie nur einen warmen Schlafplatz für die Nacht, doch dabei kommen sie zufällig ins Gespräch und stellen fest, was sie verbindet. Schnell schmieden sie den Plan, sich an denen zu rächen, die dafür verantwortlich sind, was mit ihnen geschah. Was zunächst als Hirngespinst anfängt, wird schnell bitterer Ernst und die Frauen sehen sich mit der Frage konfrontiert, wie weit sie zu gehen bereit sind.

Meine Meinung:
Schon am Klappentext lässt sich erkennen, dass es sich hierbei um einen kurzweilig zu lesenden Roman handelt. Genau mit dieser Erwartung bin ich auch an die Geschichte rangegangen und wurde nicht enttäuscht.

Zunächst lernte ich die drei Frauen und ihre jeweilige Geschichte kennen. Bis auf Gerti fand ich sie sehr sympathisch und hatte großes Mitleid mit ihnen. Gerti jedoch ging mir bereits von Anfang an auf die Nerven. Sie ist sehr speziell und hat eine Art, die es nicht leicht macht, mit ihr klar zu kommen. Sie stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen, was man sehr schnell an ihrer Art und ihrer Ausdrucksform merkt. Dass dies jedoch so in den Vordergrund gestellt wird, gefiel mir nicht so sehr.

Allerdings wird das im Laufe der Geschichte besser, denn Gerti bemüht sich, sich anzupassen und nicht immer nur aufzufallen, was sie mit der Zeit deutlich sympathischer machte.

Was den drei Frauen passiert ist, sind natürlich äußerst krasse Beispiele und ich wage es mal zu bezweifeln, dass so etwas auch in echt passieren könnte. Doch zu lesen ist die Geschichte wirklich klasse. Sie ist genau das richtige, wenn man abends sehr müde ist und nur noch ein paar Seiten lesen möchte. Gut aus den paar Seiten wurden oft auch ein paar mehr, denn das Schicksal der drei fesselte mich an die Geschichte. Ich war gespannt, was sie sich überlegen würden, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die für ihr Unglück verantwortlich sind.

Hier bekommen sie natürlich einige Hilfe von den verschiedensten Personen. Die Autorin hat allen Protagonisten einen unverwechselbaren und starken Charakter gegeben, was ich toll fand. Sie schafft es sie Personen so zu beschreiben, dass man sie direkt vor Augen hat. Sicherlich ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass es alles extrem auffällige und kontroverse Charaktere sind, was aber gut zu der Geschichte passt.

Die Geschichte beginnt langsam und nimmt dann einen rasanten Verlauf. Die Rachepläne nehmen Form an und wurden für meinen Geschmack teilweise etwas zu leicht in die Tat umgesetzt. Es ist schon so, dass den Frauen kaum Steine in den Weg gelegt werden, weswegen man sich fragt, wieso sie nicht schon viel früher auf diese Ideen gekommen sind. Zudem spielen ihnen einige Zufälle in die Hände, die vielleicht etwas zu zufällig sind.

All das schadet dem Unterhaltungswert der Geschichte jedoch nicht wirklich. Da ich genau wusste, worauf ich mich einlasse und keine hohe Literatur erwartet habe, bekam ich genau das, was ich zu dem Zeitpunk brauchte. Das Buch wird sicher all jenen gefallen, die nicht mit allzu hohen Erwartungen an die Geschichte gehen und einfache Unterhaltung für zwischendurch mögen.

Fazit:
"Zornröschen" ist schöne Unterhaltung für zwischendurch. Wer hohe Literatur erwartet, wird sicherlich enttäuscht, doch der gut zu lesende Schreibstil und die toll beschriebenen Charaktere machten "Zornröschen" für mich zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.