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Samstag, 14. April 2018

Rezension "Der kleine Teeladen zum Glück"

Titel: Der kleine Teeladen zum Glück
Autor: Manuela Inusa
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0500-5
Seitenzahl: 288
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Band 1 / 5

(c) blanvalet
Zum Inhalt:
Laurie besitzt einen Teeladen in der Valeria Lane. Einer kleinen gemütlichen Gasse, in der es ausschließlich kleine Läden gibt. Alle werden von Frauen geführt und alle sind miteinander befreundet. Einmal in der Woche treffen sie sich abends auf eine Tasse Tee bei Laurie im Laden und erzählen sich gegenseitig, was sie bewegt. Davon hat Laurie zur Zeit eine ganze Menge, denn ihr geht ihr Teehändler Barry einfach nicht mehr aus dem Kopf. Jede Woche, wenn er mit seiner Lieferung vor ihrer Türe steht, bekommt sie weiche Knie und kaum ein Wort heraus. Ihre Freundinnen können das nicht mehr mit anschauen und beschließen Laurie zu helfen und endlich Schwung in ihr Liebesleben zu bringen. Doch das wird chaotischer als alle gedacht haben.

Meine Meinung:
Ich liebe Tee und trinke, vor allem im Winter, fast täglich welchen. Und so war dieses Buch natürlich perfekt für mich. Alleine das Cover und der Klappentext strahlen eine Gemütlichkeit aus, die ihresgleichen sucht. Und so empfehle ich euch allen, schnappt euch eine Tasse Tee und dieses Buch und macht es euch auf dem Sofa gemütlich.

Laurie ist eine wunderbar warmherzige Frau, mit der ich gerne selbst befreundet wäre. Ich wünschte mir ihr, ihren kleinen Laden und die Valerie Lane gäbe es bei mir um die Ecke. Nach dem Lesen war ich noch viel wehmütiger, als ich an das Sterben der kleinen Läden dachte, denn diese Geschichte beweist einmal mehr, wie wertvoll und schön solch kleine Läden für ein Stadtbild sind. Auch ihre Freundinnen mochte ich gerne, selbst wenn man in diesem Buch noch nicht wahnsinnig viel über sie erfährt. Das liegt aber vermutlich daran, dass jeder der Damen eine eigene Geschichte gewidmet wird. Und so liegt der Fokus in diesem Buch doch sehr deutlich auf Laurie ... und natürlich Barry.

Das Zusammenspiel der beiden war einfach nur total niedlich zu beoachten. Die beiden tanzen umeinander herum, doch keiner wagt es den ersten Schritt zu machen und den anderen anzusprechen. Keiner traut sich offen zu seinen Gefühlen zu stehen und so vergehen geschlagene sechs Monate bis die Beziehung der beiden endlich die geschäftliche Ebene verlässt.

"Der kleine Teeladen zum Glück" ist ein absolutes Wohlfühlbuch. Während dem Lesen hatte ich glaube ich die komplette Zeit über ein fettes Grinsen im Gesicht. Natürlich erfindet die Autorin hier nicht das Rad neu, doch schreibt sie ihre Geschichte mit so viel Charme und Wortgewandtheit, dass es jedes Mal eine wahre Freude war, in die Valeria Lane zurück zu kehren. Ich brauchte nur wenige Seiten um von der Geschichte und vor allem der dort herrschenden gemütlichen Atmosphäre gefangen genommen zu werden. Ich freue mich so unglaublich auf Band 2 und wünschte ich hätte ihn schon hier. Da geht es dann um die Chocolaterie aus der Valeria Lane und ich befürchte irgendwie, dass mein Schokoladenkonsum beim Lesen etwas steigen wird.

Das Ende der Geschichte ist wunderbar und lässt alle, nach einigen Missverständnissen, glücklich zurück. Ich freue mich schon jetzt darauf in die Valeria Lane zurück zu kehren, denn schon auf der letzten Seiten begann ich Laurie und Barry und natürlich Lauries Freundinnen zu vermissen.

Fazit:
Ein absolutes Wohlfühlbuch. Schnappt euch eine Tasse Tee, dieses Buch und dann ab aufs Sofa und genießt die Zeit in der Valeria Lane. Ich habe es getan und freue mich schon jetzt sehr auf Band 2.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Rezension "Die Bücherfreundinnen"

Titel: Die Bücherfreundinnen
Autor: Jo Platt
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 380
ISBN: 978-3-499-26886-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Hier bestellen *KLICK*


(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Alice, Miriam, Sophie und Abigail haben zusammen einen Bücherclub. Sie lesen Bücher und sprechen danach darüber. Eigentlich gehörte auch Lydia zu ihnen, doch diese starb drei Jahre zuvor an Krebs. Seitdem ist ihr Witwer Mitglied im Bücherclub. Gemeinsam verarbeiten sie den Schmerz um Lydias Verlust und mit der Zeit geht es allen besser. Doch Alice fehlt immer noch der eine Mann in ihrem Leben und ihre Freundinnen versuchen alles, damit auch sie ihr Glück findet. Und manchmal muss man dafür ja gar nicht so weit weg zum Suchen, wie man denkt.

Meine Meinung:
Nachdem der letzte Frauenroman, den ich besprochen habe, eine absolute Katastrophe war und eher in die Rubrik Zeitverschwendung fällt, kann ich euch heute wieder einen echt schönen Roman vorstellen.

Ich denke hier geht es vielen von euch ähnlich wie mir. Ich mag einfach Bücher, in denen es um Bücher geht. Man fühlt sich irgendwie sofort Zuhause und das Buch strahlt etwas total Vertrautes aus. Deswegen sorgte gleich der Titel dafür, dass ich dieses Buch lesen wollte. Zugegeben, eine Krebserkrankung hätte jetzt nicht unbedingt Thema der Geschichte sein müssen, da ich damit im privaten Umfeld schon zu viel und zu lange konfrontiert wurde. Doch da die Krankheit nicht im Vordergrund steht, man nicht mitbekommt wie Lydia leidet und eher die Gegenwart behandelt wird, war das nun nicht ganz so schlimm.

Aufgrund ihrer Leidenschaft für Bücher waren mir die Protagonisten schnell sympathisch. Gerne wäre ich sofort Mitglied in ihrem Bücherclub geworden, hätte mich mit ihnen über die ein oder andere Geschichte ausgetauscht. Der leicht zu lesenden Schreibstil der Autorin passt hier perfekt zu der Handlung. Zudem trifft sie genau die richtige Mischung aus Büchern, Freundschaft und Liebe.

Ich muss gestehen, dass ich das Ende etwas vorhersehbar fand und schon durch den Klappentext ahnte, wie diese Geschichte wohl ausgehen wird. Doch solche Geschichten leben nun auch nicht unbedingt von der Spannung und dem überhaupt nicht wissen, was passieren könnte. Viel mehr leben sie von ihrer Atmosphäre und den Protagonisten. Dem warmen Gefühl von Geborgenheit, den sie ausstrahlen. Und genau das tut diese Geschichte.

Fazit:
Ein schöner Roman, dessen Ende etwas vorhersehbar ist, aber aufgrund des Themas Bücher eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre ausstrahlt und richtig schön zu lesen ist.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension "Seit ich dich gefunden habe"

Titel: Seit ich dich gefunden habe
Autor: Kat French
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-95649-575-5
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Hier bestellen *Klick*

(c) Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Honey ist schon eine ganze Weile Single. Ihre Freundinnen sind der Meinung, dass sich das dringend ändern muss. Honey selbst ist so gar nicht scharf auf die vielen Dates, die ihre Freundinnen für sie organisieren. Nur widerwillig lässt sie sich darauf ein. Viel besser gefällt Honey jedoch ihr Nachbar Hal. Da gibt es nur ein Problem, dieser ist blind und passt auch sonst nicht wirklich in Honeys Vorstellungen eines Traummannes. Doch wie es der Zufall will, landet sie immer wieder bei ihm und eine prickelnde Geschichte beginnt.

Meine Meinung:
Nach den vielen guten Rezensionen, war es wohl mal wieder Zeit für einen absoluten Reinfall. Und hier ist er nun.

Schon auf den ersten Seiten musste ich die ganze Zeit die Augen verdrehen. Es geht immer und ausschließlich nur um Sex, Selbstbefriedigung und Orgasmen. Ich dachte echt, das hört gar nicht mehr auf. Ich habe inzwischen wirklich den ein oder anderen erotischen Roman gelesen, den ein oder anderen Roman mit erotischen Sexszenen. Und wenn diese gut gemacht sind, habe ich da wirklich auch gar kein Problem damit. Doch wenn es nur darum geht und man das Gefühl hat, man hat Protagonisten vor sich, die nicht mit dem Kopf sondern mit zwei Etagen tiefer denken, dann löst das bei mir einfach nur ein Gefühl von Widerwillen aus und das Buch hat es von Anfang an echt schwer bei mir.

Auch hier ist es so, dass die Protagonisten auf mich einfach nur unglaublich dümmlich und sexgesteuert wirken. Es scheint für sie nichts anderes im Leben zu geben, als den richtigen fürs Bett zu finden, was ich echt traurig finde. Denn so hat das Buch für mich einfach kaum Handlung. Es passiert nichts nennenswertes und das Honey schon eine Weile keinen Sex mehr hatte, ist der größte Aufreger, den diese Geschichte zu bieten hat. Gut, ich meine, was will man von einer Protagonistin erwarten, die ernsthaft Honey heißt.

Natürlich gibt es dann auch die schon zu erwartenden Sexszenen. Diese sind noch nicht mal wirklich richtig schlecht geschrieben, aber auch die können es nicht mehr wirklich rausreißen, da der Rest vom Buch einfach gar nichts ist. Keine Handlung, flache, charakterlose Protagonisten und nur das eine Thema reichen definitiv nicht aus, um ein gutes Buch zu schreiben. Ich bin wirklich wahnsinnig enttäuscht und traurig, dass ich mal wieder eine Rezension schreiben muss, die leider kein gutes Haar an einer Geschichte lassen kann. Schade!

Fazit:
Ein flaches, langweiliges Buch, mit Protagonisten, die an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten sind und eigentlich nur das Thema Sex im Kopf haben. Eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

Samstag, 22. April 2017

Rezension "Fast perfekt ist gut genug"

Titel: Fast perfekt ist gut genug
Autor: Kristan Higgins
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783956495342
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Hier bestellen *KLICK*
Bezogen über Blogg dein Buch 

(c) HarperCollins/Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Jenny designt Brautmode. Doch während sie für andere das Kleid für den schönsten Tag ihres Lebens entwirft, ist ihr eigenes Leben alles andere als rosig. Geschieden, der Ex hat eine perfekte neue Frau und selbst immer noch alleinstehend. Zu allem Überfluss scheint die neue Frau ihres Ex Gefallen an ihr gefunden haben. Sie muss zwar zum Glück nicht deren Brautkleid entwerfen, doch um die Babyparty kommt sie nicht herum. Für Jenny gibt es nur eines. Sie muss unbedingt umziehen. Sie sehnt sich selbst nach einer Familie und hofft, diesem Traum mit einem Umzug ein Stückchen näher zu kommen.

Meine Meinung:
Uff, heute muss ich mal wieder eine Rezension schreiben, wie ich es eigentlich so gar nicht mag. Eine Rezension, die kaum ein gutes Haar an einer Geschichte lässt.

Zwischendurch lese ich ja eigentlich wirklich gerne leichte Frauenunterhaltung, doch wenn sie dann so seicht und belanglos wird, wie dieses Buch, dann kann auch ich nur noch mit den Augen rollen. Schon der Beginn, die Babyparty ließ mich einfach nur entnervt die Haare raufen. Ich weiß nicht, ob die Szene in irgendeiner Form lustig gedacht gewesen ist, aber mein Humorzentrum konnte sie definitiv nicht erreichen. Zudem sind die Schilderungen der Geburt, sowas von platt und aus der Luft gegriffen, dass ich aufgrund der riesigen Absurdität herzhaft lachen musste.

Der Schreibstil der Autorin passt sich der Geschichte an. Natürlich ist er locker und leicht zu lesen, alles andere wäre hier auch verschwendete Liebesmüh. Doch ich wurde einfach nicht warm damit. Trotz des leichten Schreibstils kam ich nicht wirklich vom Fleck. Ich quälte mich durch die Seiten, alles ging nur schleppend vorwärts. Die Geschichte kam nie richtig in Fahrt und hielt sich viel zu sehr mit Belanglosigkeiten auf, als dass sie mir in irgendeiner Form im Gedächtnis bleiben wird.

Ich finde es selbst immer schade, wenn ich solch eine Rezension schreiben muss und oftmals fällt es mir auch schwer die richtigen, faire Worte zu finden. Denn wenn ein Buch so sehr nervt, wie dieses, dann ist es nicht leicht wirklich sachlich zu bleiben. Wenn man einfach keine einzige Stelle findet die einem gefällt, dann fällt es schwer, in Worte zu fassen, was man da gelesen hat.

Die Protagonisten, die für mich in Büchern immer eine tragende Rolle spielen und oftmals den Ausschlag geben, ob ich eine Geschichte gut finde oder nicht, können auch hier in keiner Form überzeugen. Vor allem Jenny sorgte wieder einmal für Augenrollen auf meiner Seite. Wie man so naiv und aufopfernd durchs Leben gehen kann, war mir nicht begreiflich. Wie man so selbstzerstörerisch veranlagt sein kann, dass man sich ernsthaft mit der neuen Frau des Ex anfreundet und dabei zusieht, wie dieses Paar alles bekommt, was man selbst gerne hätte, war für mich ein echtes Rätsel.

Und auch Jennys Schwester, in deren Nähe sie dann zieht und von deren Familienglück sie hofft eine Scheibe abzubekommen, ist oberflächlich und nervig. Vom Rest der Protagonisten schreibe ich jetzt einfach mal nichts, denn die machen die ganze Sache nicht besser.

Fazit:
Ein Buch, welches durch seine Belanglosigkeit auf ganzer Linie enttäuscht. Nervige Protagonisten und eine Handlung die mich häufig genervt den Kopf schütteln ließ tun ihr übriges, dass ich dieses Buch wohl ganz schnell wieder vergessen werde.

Montag, 12. Oktober 2015

Rezension "Zornröschen"

Titel: Zornröschen
Autor: Liv Jansen
Verlag: Mira Taschenbuch
Seitenzahl: 300
ISBN: 978-3-95649-210-5
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Bezogen über: Blogg dein Buch
Zur Leseprobe *KLICK*

(c) Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Gerti, Charlotte und Anne verbindet auf den ersten Blick fast nichts, außer, dass sie alle drei obdachlos sind. Auf den zweiten Blick dafür umso mehr. Alle drei sind unverschuldet auf der Straße gelandet. Sei es wegen angeblicher Steuerhinterziehung, dem Weitergeben von Firmeninterna oder sogar Mord. Als die drei sich eines Abends begegnen sind sie alle am Tiefpunkt angelangt. Eigentlich suchen sie nur einen warmen Schlafplatz für die Nacht, doch dabei kommen sie zufällig ins Gespräch und stellen fest, was sie verbindet. Schnell schmieden sie den Plan, sich an denen zu rächen, die dafür verantwortlich sind, was mit ihnen geschah. Was zunächst als Hirngespinst anfängt, wird schnell bitterer Ernst und die Frauen sehen sich mit der Frage konfrontiert, wie weit sie zu gehen bereit sind.

Meine Meinung:
Schon am Klappentext lässt sich erkennen, dass es sich hierbei um einen kurzweilig zu lesenden Roman handelt. Genau mit dieser Erwartung bin ich auch an die Geschichte rangegangen und wurde nicht enttäuscht.

Zunächst lernte ich die drei Frauen und ihre jeweilige Geschichte kennen. Bis auf Gerti fand ich sie sehr sympathisch und hatte großes Mitleid mit ihnen. Gerti jedoch ging mir bereits von Anfang an auf die Nerven. Sie ist sehr speziell und hat eine Art, die es nicht leicht macht, mit ihr klar zu kommen. Sie stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen, was man sehr schnell an ihrer Art und ihrer Ausdrucksform merkt. Dass dies jedoch so in den Vordergrund gestellt wird, gefiel mir nicht so sehr.

Allerdings wird das im Laufe der Geschichte besser, denn Gerti bemüht sich, sich anzupassen und nicht immer nur aufzufallen, was sie mit der Zeit deutlich sympathischer machte.

Was den drei Frauen passiert ist, sind natürlich äußerst krasse Beispiele und ich wage es mal zu bezweifeln, dass so etwas auch in echt passieren könnte. Doch zu lesen ist die Geschichte wirklich klasse. Sie ist genau das richtige, wenn man abends sehr müde ist und nur noch ein paar Seiten lesen möchte. Gut aus den paar Seiten wurden oft auch ein paar mehr, denn das Schicksal der drei fesselte mich an die Geschichte. Ich war gespannt, was sie sich überlegen würden, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die für ihr Unglück verantwortlich sind.

Hier bekommen sie natürlich einige Hilfe von den verschiedensten Personen. Die Autorin hat allen Protagonisten einen unverwechselbaren und starken Charakter gegeben, was ich toll fand. Sie schafft es sie Personen so zu beschreiben, dass man sie direkt vor Augen hat. Sicherlich ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass es alles extrem auffällige und kontroverse Charaktere sind, was aber gut zu der Geschichte passt.

Die Geschichte beginnt langsam und nimmt dann einen rasanten Verlauf. Die Rachepläne nehmen Form an und wurden für meinen Geschmack teilweise etwas zu leicht in die Tat umgesetzt. Es ist schon so, dass den Frauen kaum Steine in den Weg gelegt werden, weswegen man sich fragt, wieso sie nicht schon viel früher auf diese Ideen gekommen sind. Zudem spielen ihnen einige Zufälle in die Hände, die vielleicht etwas zu zufällig sind.

All das schadet dem Unterhaltungswert der Geschichte jedoch nicht wirklich. Da ich genau wusste, worauf ich mich einlasse und keine hohe Literatur erwartet habe, bekam ich genau das, was ich zu dem Zeitpunk brauchte. Das Buch wird sicher all jenen gefallen, die nicht mit allzu hohen Erwartungen an die Geschichte gehen und einfache Unterhaltung für zwischendurch mögen.

Fazit:
"Zornröschen" ist schöne Unterhaltung für zwischendurch. Wer hohe Literatur erwartet, wird sicherlich enttäuscht, doch der gut zu lesende Schreibstil und die toll beschriebenen Charaktere machten "Zornröschen" für mich zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.

Donnerstag, 13. November 2014

Rezension "Eigentlich Liebe"

Titel: Eigentlich Liebe
Autor: Anne Sonntag
Verlag: Piper
Seitenzahl: 281
ISBN: 978-3-492-30586-0
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 8,99 €
Hier kaufen *KLICK*

(c) Piper
Zum Inhalt:
Clara, Hanna und Vero sind beste Freundinnen. Alle drei stecken in einer tiefen Krise. Die eine wurde gerade von ihrem Freund verlassen, der beschlossen hat seine Affäre zu heiraten, die andere lässt sich unbedacht auf ihren verheirateten Nachbarn ein und die dritte ist in ihrer Beziehung zutiefst unglücklich und denkt eher an ihre Karriere und ihren Internetflirt. Als sie zur Hochzeit eines gemeinsamen Freundes eingeladen werden, geht jede von ihnen mit gemischten Gefühlen und unterschiedlichen Beweggründen dorthin. Was keine von ihnen weiß, ist dass sie an diesem Abend eine Begegnung machen wird, die ihr Leben komplett umschmeißt.

Meine Meinung:
Beim Lesen des Klappentextes erwartete ich eine erfrischende, humorvolle Liebesgeschichte, mit Happy End, die sich super nebenbei zum Entspannen lesen lässt.

Teilweise wurde meine Erwartung diesbezüglich erfüllt. Leider nur teilweise. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir total gut. Locker, genauso wie ich es erwartet und mir erhofft hatte. Somit war das Buch die perfekte Lektüre für Abends, wenn ich müde war und nur noch ein paar Seiten lesen wollte. Auch kommt immer wieder die ein oder andere Stelle an der ich schmunzeln musste, insofern habe ich das Buch gerne gelesen.

Nur leider war der Rest einfach so gar nicht meins. Die Handlung wirkte auf mich etwas platt und ohne große Tiefe. Eigentlich ging es nur um ein Thema - mit welchem Mann die Damen ins Bett hüpfen und welche Qualitäten dieser Mann dabei hat. Ständig drehen sich die Gedanken der drei Frauen darum. Kaum sehen sie einen Mann, der ihnen gefällt, kribbelt es in ihrem Unterleib. Das fand ich dann doch sehr klischeehaft und zudem unglaublich pubertär. Ich habe wirklich gar nichts gegen erotischen Szenen in einem Roman und ich muss zugeben, dass diese Szenen von der Autorin sehr gut umgesetzt werden. Sie beschreibt sie gefühlvoll und ohne dass sie platt wirken. Doch wenn sich die Gedanken der Protagonisten die ganze Zeit um das gleiche Thema drehen, ist es für meinen Geschmack irgendwann einfach zu viel und auch nicht mehr interessant oder lustig.

Auch die drei Frauen, die von ihren Handlungen und Gedanken her eher auf der Teenie-Ebene einzuordnen sind, waren mir nicht so richtig sympathisch. Teilweise musste ich bei deren Gedanken wirklich den Kopf schütteln, so unfassbar unreif waren diese.

Es tut mir auch wirklich sehr Leid, dass ich mit diesem Buch so hart ins Gericht gehe. Die Autorin kann wirklich toll schreiben, auch die Kapitelüberschriften und die Idee die Geschichte aus den jeweiligen Perspektiven der drei Frauen zu erzählen, finde ich gelungen, doch der Rest ist für mich einfach gar nichts. Ich wusste letztendlich auch nicht worauf die Geschichte hinauswill. Zwar gibt es ein Happy End für alle, was auch ganz schön ist, aber auch dieses ist doch sehr klischeebelastet und irgendwie auch vorhersehbar. Schade!

Fazit:
Ein gut geschriebener Roman, der inhaltlich für mich einfach nicht genug hergab, denn es drehte sich über die komplette Zeit einfach nur um das Eine. Schade! Hier wurde definitiv Potential verschenkt!