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Mittwoch, 3. April 2019

Rezension "Läuft bei uns"

Titel: Läuft bei uns
Autor: Steffen Weinert 
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-499-27426-8
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 10,00 €


(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Sebastian ist Vater einer Teenagertochter und alleinerziehend. Eigentlich läuft alles gut, doch plötzlich fängt Mathilda an schlechte Noten mit nach Hause zu bringen. Sebastian macht sich Gedanken und große Sorgen und kommt eines Tages auf die Idee, dass Mathilda vielleicht hochbegabt sein könnte und sich deswegen in der Schule langweilt. Doch das Problem ist ein ganz anderes und liegt viel tiefer, als Sebastian eigentlich glaubt. 

Meine Meinung: 
Dieses Buch bietet deutlich mehr als ich zu Beginn dachte. Erwartet habe ich eine lustige Geschichte eines etwas überforderten Vaters und seiner Teenagertochter. Das habe ich stellenweise auch bekommen, doch an anderer Stelle ist die Geschichte viel tiefsinniger als ich gedacht hätte.

Zunächst beginnt die Geschichte sehr humorvoll. Ich musste total oft schmunzeln. Vieles kam mir bekannt vor, vor vielem graute es mir, wenn meine Töchter mal in dieses Alter kommen. Man lernt Mathilda und ihren Vater Sebastian kennen. Schnell merkte ich jedoch, dass da viel mehr dahinter steckt. Als die Sprache auf Mathildas Mutter kommt, wird die Geschichte sogar unerwartet ernst und tiefgründig und man lernt Seiten an Sebastian kennen, die zunächst verborgen blieben.

Der Schreibstil von Steffen Weinert ist super zu lesen und ließ mich nur so durch die Seiten fliegen. Er hat mit Sebastian und Mathilda zwei extrem starke Charaktere geschaffen. Sebastian ist durchaus als schwerer Charakter zu bezeichnen. Er macht es Mathilda wirklich nicht leicht und ist oftmals sehr anstrengend. Gerne wäre ich stellenweise in das Buch gesprungen und hätte ihn geschüttelt. Er merkt gar nicht, wie er seine Tochter immer mehr einengt und sich damit immer mehr von ihr entfernt. Mathilda ist richtig sympathisch. Obwohl ihr Vater so anstrengend ist, liebt sie ihn und möchte ihn nicht enttäuschen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die durch die Schicksalsschläge in ihrem Leben eher gewachsen ist.

Die Mischung des Buches ist toll. Die humorvollen Abschnitte, die alle ihre Berechtigung haben, wechseln sich mit ernsten Passagen ab und verhindern so, dass die Geschichte ins lächerliche und übertriebene abgleitet, was ich vor dem Lesen etwas befürchtet hatte. Lediglich eine Szene gegen Ende wirkt etwas übertrieben, trägt damit aber zum Verlauf der Geschichte bei und passt an dieser Stelle auch.

Das Ende gefällt mir ebenfalls sehr gut. Es ist kein rosarotes Happy End, doch alles geht in eine Richtung die genau richtig ist und Hoffnung macht. Allein durch das Ende merkt man nochmal, wie die Charaktere sich im Verlauf der Geschichte entwickelt haben und über sich hinaus gewachsen sind. Ich finde der Autor hat hier einer schönen Geschichte ein rundes Ende verpasst, was perfekt zum Verlauf passt.

Fazit:
Eine Geschichte, die viel mehr Tiefgang hat, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Hier bekommt man eine humorvolle Geschichte, die aber stellenweise so viel Ernsthaftigkeit besitzt und so tolle Charaktere hat, dass sie mir wirklich gut gefallen hat.



Samstag, 15. Oktober 2016

Rezension "Für dich soll's tausend Tode regnen"

Titel: Für dich soll's tausend Tode regnen
Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Seitenzahl: 319
ISBN:  978-3-570-17155-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) cbj
Zum Inhalt:
Emi ist anders als ihre Klassenkameraden. Sie trägt mit Vorliebe schwarz und verpasst jedem, der sie ärgert in Gedanken eine Todesart. Das ist ihr Hobby und so vertreibt sie sich auch schon mal langweilige Busfahrten damit. Und gerade nerven sie besonders viele Menschen. Ihr Vater hat eine Neue, die nervt so richtig. Ihr Bruder ist einfach nett zu allen, was sie auch überhaupt nicht verstehen kann und dann ist da auch noch ihre neue Schule. Dort trifft sie auf Erik. Erik der total verschlossen ist und mit dem sie schon am ersten Tag aneinander gerät. Gemeinsam müssen sie daraufhin einen Strafdienst verrichten, schlimmer könnte es wirklich nicht mehr kommen. Doch dann merkt Emi, das hinter Eriks düsterer Fassade mehr steckt, als es auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Meine Meinung:
"Für dich soll's tausend Tode regnen" ist schon optisch ein absoluter Hingucker. Das schwarze Cover und vor allem das Innenleben, lassen sofort innehalten, wenn man das Buch sieht. Jede Seite ist von einem schwarzen Rahmen umgeben, sodass sie aussieht wie eine Todesanzeige.

Dies passt natürlich zum Inhalt dieses Buches. Zwar geht es nicht wirklich um den Tod, aber natürlich spielt Emis doch sehr besonders Hobby eine große Rolle. Nun könnte man annehmen, dass das Thema "Tod" doch ein sehr düsteres ist und das Buch deswegen traurig sein müsste. Doch weit gefehlt. Das Buch ist alles anderes als das. Es ist einfach super witzig und sprüht nur so vor Charme.

Zwar hat die Protagonistin Emi durchaus eine düstere Ausstrahlung, doch diese legt sich im Verlauf der Geschichte immer mehr, zudem hat sie dafür auch einen guten Grund. Ich muss zugeben, dass mich Emis Hobby zunächst etwas irritierte und ich ganz zu Beginn etwas gebraucht habe, bis ich mich mit den ausgedachten Todesarten angefreundet habe, doch nachdem sich das gelegt hat, habe ich das Buch einfach nur genossen. Nicht nur einmal habe ich mich aufgrund der sehr kreativen Ideen der Autorinnen extrem amüsiert.

Emi und Erik sind einfach ein genials Duo, das ihresgleichen sucht. Ich fand die beiden so klasse. Sowohl alleine, als auch gemeinsam sind die beiden extrem starke Charaktere die großen Spaß machen. Sie harmonieren perfekt miteinander, auch wenn sie sich zu Beginn überhaupt nicht leiden können. Das Zusammenspiel, die Gespräche der beiden sind klasse und ich bin immer noch hin und weg von ihnen. Ich wünschte wirklich, das Buch wäre noch nicht aus und ich könnte die beiden noch weiter auf ihrem Weg begleiten.

Die kreativen Ideen der Autorinnen und die immer wieder überraschenden Momente sind richtig toll. Das Buch macht so viel Spaß, das hätte ich zu Beginn überhaupt nicht erwartet. Jede Seite habe ich genossen jede witzige Idee in mich aufgesaugt. Die Autorinnen haben hier definitiv ein Buch geschrieben, das auf keinen Fall ein typisches Jugendbuch ist. Es sticht heraus, macht unglaubliche Freude und ist so herrlich negativ, das man einfach nur darüber lachen kann.

Fazit:
Ein SUPER Jugendbuch. Die kreativen Ideen der beiden Autorinnen und die beiden Protagonisten, haben mich so begeistert, das ich immer noch hin und weg bin!

Donnerstag, 8. September 2016

Rezension "Das wahrscheinlich schönste Kind der Welt"

Titel: Das wahrscheinlich schönste Kind der Welt
Autor: Joachim Brandl
Verlag: Kösel 
Seitenzahl: 128
ISBN:  978-3-466-31072-2  
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) Kösel
Meine Meinung:
Vielleicht kennen einige von euch den Autor schon aus der Zeitschrift "Eltern". Dort schreibt er unterhaltsame Kolumnen für Mütter und Väter über das Elternsein.

Und auch in diesem Buch berichtet er auf äußerst humorvolle Art von seinen Erfahrungen, während der Schwangerschaft, Geburt und natürlich mit dem "schönsten Kind der Welt". Ich musste nicht nur einmal herzhaft lachen und sehr oft auch schmunzeln. Wenn man selbst gerade erst ein Kind bekommen hat, kann man sich in vielen Situationen selbst erkennen und muss gerade deswegen lachen. Vieles, was er beschreibt kommt einem so bekannt vor und trotzdem ist das Buch einfach nur unterhaltsam.

Die Kapitel sind jeweils sehr kurz gehalten. Zwei bis drei Seiten machen das Buch zum idealen Begleiter für Zwischendurch. Selbst, wenn man mal nur fünf Minuten Zeit hat, kann man kurz in das Buch reinlesen. Die Kapitel sind unabhängig voneinander sodass man das Buch auch super unterbrechen kann.

Besonders schön finde ich auch, dass es sich sowohl für Mütter als auch Väter eignet. Und so hatten mein Mann und ich gleichermaßen Spaß an dem Buch. Unterhielten uns über die einzelnen Kapitel, lachten gemeinsam. Ich finde hier hat man auch das ideale Geschenk zur Geburt. Das Buch ist weder belehrend noch in sonst einer Form ein Ratgeber. Es ist einfach super erfrischend von jemandem zu lesen, der die selben Erfahrungen gemacht hat, wie man selbst und dies auch noch sehr humorvoll schildert. Jemand, der auch nachts nicht schläft, der auch mal überfordert ist und dies auch zugibt.

Fazit: 
Ein super unterhaltsames Buch für Mütter und Väter, ein tolles Geschenk zur Geburt, in dem der Autor humorvoll über seine Erfahrungen mit "seinem schönsten Kind der Welt" berichtet und mich damit nicht nur einmal zum Lachen brachte. 

Dienstag, 23. August 2016

Rezension "Das muss (kann) Liebe sein"

Titel: Das muss (kann) Liebe sein
Autor: Katja Kessler
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN:  978-3-431-03946-7
Seitenzahl: 352
Einbindungsart: Paperback
Preis: 14,99 €

(c) Lübbe
Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch, bei dem ich mir erhofft hatte, dass es auf humorvolle Weise auf Beziehungen und Ehen eingeht.

Dies tut die Autorin auch durchaus. Doch trifft sie meinen Humor dabei oft nicht. Vieles war mir deutlich zu oberflächlich, viel ging nur um Sex. Besonders ein Beispiel störte mich hier sehr ... man solle doch quasi darüber hinwegsehen wenn der Partner fremdgeht, dass er einen für die Affäre verlässt ist so oder so statistisch eher unwahrscheinlich. Das ist so einer der Punkte, über die ich überhaupt nicht lachen konnte.

Schön fand ich jedoch die grundsätzliche Mischung des Buches. Kessler erzählt aus ihrer eigenen Ehe (zumindest lässt sie das den Leser glauben), zudem berichtet sie aber auch über verschiedene Untersuchungen oder Befragungen von Menschen. Zudem bemüht sie immer wieder Statistiken, was ich durchaus interessant fand. Diese Mischung gefiel mir sehr gut, fand ich eine tolle Idee.

Zwischendurch, meistens am Beginn eines Kapitels, gibt es diverse Cartoons, die sich humorvoll mit dem Thema des Kapitels beschäftigen. Auch diese ließen mich ab und zu schmunzeln.

Die Idee der Autorin verschiedene Phasen einer Beziehung zu beschreiben ist grundsätzlich gut, tut sie dies teilweise sogar recht ernsthaft. Doch ich merkte im Verlauf des Buches, dass einfach das Wenigste auf mich und meinen Mann zutrifft, weswegen ich mich von dem Buch so gut wie gar nicht angesprochen gefühlt habe. Viel mehr hatte ich Mitleid mit den Paaren, bei denen das tatsächlich so ist.

Fazit:
Letztendlich ist dieses Buch für mich eher eine Enttäuschung. Besonders die oberflächlichen Themen und Aussagen der Autorin, stießen mir das ein oder andere Mal etwas sauer auf, der Humor traf einfach nicht mein Humorzentrum. Schade!

Donnerstag, 18. August 2016

Rezension "Wir sehen uns gestern"

Titel: Wir sehen uns gestern
Autor: Tanja Voosen
ISBN:  978-3-646-60106-0
Seitenzahl: 72
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mallory hat schon ewig auf ein Auto gespart. Doch plötzlich könnte dieser Traum platzen. Mallory braucht dringend mehr Geld. Ihre Oma verlangt als Gegenleistung jedoch eine riesige Mutprobe von ihr. Sie soll beim Diary-Slam auftreten und ihre größten Geheimnisse aus ihrer Kindheit preisgeben. Als ob das nicht schon peinlich genug wäre schaut ausgerechnet der Neue aus ihrer Schule dabei zu. Eigentlich wäre er ja ganz süß, wenn er nicht, ja was eigentlich...?

Meine Meinung:
So, wie ich den Schreibstil von Amelie Murmann liebe, so geht es mir auch mit Tanja Voosen. Auch sie hat einen Stil, den ich total gerne lese. Leider hatte auch dieses e-short mal wieder viel zu wenig Seiten und so war es schneller vorbei, als ich gucken konnte.

Mallory und ihre Großmutter waren mir schnell sehr sympathisch. Und auch der neue, Xander, traf mich sofort mitten ins Herz. Mit viel Spaß verfolgte ich die Frotzeleien zwischen den beiden, wie sie sich mal mehr, mal weniger nahe kamen. Und irgendwann begann ich zu ahnen worauf dies alles hinauslaufen sollte. Das es dann tatsächlich so kam, macht das Buch in keinem Fall schlechter. Es ist ja oft so, dass man irgendwann ahnt, worauf Geschichten hinauslaufen und bei 70 Seiten gibt es einfach nicht so extrem viel Handlungsspielraum.

Die kurzweilige Geschichte hat mich an einem Abend super unterhalten. Gerade wenn ich müde bin, ist sowas kurzes wirklich super. Eigentlich mag ich ja gar keine Kurzgeschichten, doch hier bin ich eher traurig, dass ich mich schon so früh wieder von Mallory und Xander verabschieden musste. Für die beschriebene Entwicklung reicht die Seitenzahl absolut aus, doch habe ich mich mit den beiden so wohl gefühlt, dass ich sie gerne noch eine Weile auf ihrem Weg begleitet hätte.

Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Tanja Voosen. Ihr lockerer, gut zu lesender Schreibstil, der immer die passende Portion Humor bereithält, ihre sympathischen und gut ausgearbeiteten Charaktere und ihre erfrischenden und wunderbar erzählten Ideen machen ihre Bücher immer zu einem Vergnügen. Ich hoffe sie erfreut uns noch mit vielen weiteren Geschichten.

Fazit:
Tanja Voosen, wie wir sie kennen. Der lockere und leichte Schreibstil, genau die richtige Portion Humor und zwei sehr sympathische Protagonisten machen diese Kurzgeschichte zu einem tollen Erlebnis!

Freitag, 12. August 2016

Rezension "Feinde mit gewissen Vorzügen"

Titel: Feinde mit gewissen Vorzügen
Autor: Amelie Murmann
ISBN:  978-3-646-60108-4
Seitenzahl: 70
Einbindungsart: ebook
Preis: 1,49 €


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sophia und Tobias können sich einfach nicht ausstehen. Schon seit Jahren führen sie einen mehr oder weniger offenen Krieg gegeneinander. Als wäre das nicht schon schlimm genug, erfahren die beiden plötzlich dass sie Tango miteinander tanzen müssen. Denn die Schule bekommt Austauschschüler aus Argentinien und da gehört tanzen nun mal dazu. Sophia fragt sich, was um Himmelswillen, sie dem Universum getan hat, dass es sie so bestraft. Tobias ist einfach superätzend. Doch plötzlich werden Seiten an ihm sichtbar, die Sophia so gar nicht kennt.


Meine Meinung:
Schon mein erstes Buch von Amelie Murmann (Wanderer - Sand der Zeit) hat mir super gefallen. Und auch dieses Buch steht diesem in nichts nach.

Zwar handelt es sich bei "Feinde mit gewissen Vorzügen" leider nur um ein eshort, doch trotzdem habe ich die wenigen Seiten sehr genossen. Murmanns Schreibstil ist einfach grandios. Sie schreibt so herrlich humorvoll, dass ich nicht nur einmal sehr schmunzeln musste. Spätestens seit diesem Buch weiß ich, sie gehört zu meinen Lieblingsautoren von Impress/bittersweet.

Natürlich passiert in der Geschichte nicht allzu viel. Denn bei 70 Seiten fehlt einfach die Zeit für eine richtige Entwicklung. Doch manchmal liegt ja bekanntermaßen die Würze in der Kürze und auch hier ist dies der Fall.

Tobias und Sophia sind mir von Anfang an sympathisch gewesen. Zwar ahnte ich relativ schnell worauf das hinauslaufen würde, doch das tatsächliche Geschehen zu verfolgen machte mir trotzdem großen Spaß. Ich genieße solche Geschichten, die einfach schön zum Lesen sind. Sie sind die perfekten Geschichten um Ablenkung vom Alltag zu finden, haben genau die richtige Portion Liebe und immer ein Happy End.

Natürlich werde ich nach diesem Buch noch öfters zu Büchern von Amelie Murmann greifen. Ihr lockerer Schreibstil, ihre tolle Art zu erzählen und ihre authentischen und sympathischen Protagonisten machen die Reise in die Welt ihrer Bücher einfach zu einem einmaligen Erlebnis.

Fazit:
Obwohl es sich hier nur um eine Kurzgeschichte handelt, bin ich restlos überzeugt von diesem Buch. Für eine kurze Zeit bot es genau die richtige Auszeit vom Alltag und punktete vor allem durch den erfrischenden Humor der Autorin und ihre tolle Art zu schreiben.

Dienstag, 26. Juli 2016

Rezension "Typisch italienisch"

Titel: Typisch Italienisch
Autor: Peter Gaymann
Verlag: Belser
ISBN: 978-3-7630-2731-6 
Seitenzahl: 64
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Belser
Zum Inhalt:
Peter Gaymann ist sicherlich vielen ein Begriff. Der bekannte Cartoonist hat schon etliche Bücher veröffentlicht. Vor allem seine Hühneryogabücher sind sehr bekannt.

Mit diesem Buch widmet sich Gaymann dem schönen Land Italien, in dem er selbst lange Zeit gelebt hat. Und so kann er natürlich bestens von den Insidern Italiens und den Eigenarten der Touristen berichten. Als absoluter Italienkenner treffen seine Cartoons mitten ins Schwarze.

Auch die Hühner finden hier natürlich ihren Platz, doch nicht nur. Die Cartoons sind eine tolle Mischung aus Cartoons mit Menschen und Cartoons mit Hühnern. Häufig musste ich so laut und herzlich lachen, dass mein Mann mich ganz irritiert angeschaut hat und ich ihm erzählen musste, warum ich denn gerade lache.

Natürlich sind die witzigen Ideen nur in Kombination mit den Bildern wirklich lustig, weswegen ich meinem Mann schnell geraten habe, das Buch selbst durchzublättern. Wer die Eigenheiten Italiens gut kennt, der wird hier seine helle Freude haben.

Das kurzweilige Buch ist sicherlich auch ein super Geschenk für jeden Italienliebhaber oder auch nur Lesern, die Freude an amüsanten Büchern haben. Die einzelnen Cartoons hängen nicht zusammen. Jede Seite bietet eine neue erfrischende Idee. Manche Cartoons bestehen lediglich aus einem Bild, manche aus Bild und Text. Natürlich fand ich nicht alle Cartoons gleich lustig, über den einen konnte ich mehr lachen, wie über den anderen, aber das ist ja fast immer so.

Unterteilt ist das Buch in verschiedene Themen. Ob "Land und Leute", "Vino, Gelati e Spaghetti", "Arte e cultura", "Typen und Touristen", "Design und Mode" oder "Italienisch für Anfänger", zu jedem Thema liefert Gaymann amüsante Cartoons. Dieses Buch ist genau das richtige um immer wieder darin zu blättern, um mit Freunden darüber zu reden, um zu lachen. Das perfekte Coffeetable-Book.

Fazit:
Erneut ein sehr lustiges Werk aus der Feder von Peter Gaymann. Ob für Italienfans oder auch nur Fans guter Unterhaltung ist dieses kurzweilige Werk genau das Richtige.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Rezension "Wie man seine absurd analogen Eltern updated"

Titel: Wie man seine absurd analogen Eltern updated
Autor: Pete Johnson
Verlag: arsEdition
Seitenzahl:192
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 7,99 €

(c) ArsEdition
Zum Inhalt:
Luis die Lachnummer, hätte ein Star werden können. Hätte, wenn er die Talentshow gewonnen hätte. Doch leider, blieb für ihn nur der zweite Platz und so muss er sich weiterhin mit seinen nervigen Eltern rumschlagen. Die kommen dann auch gleich auf die dümmste Idee des 21.Jahrhunderts. Luis und sein Bruder müssen ihre Handys und Tablets abgeben und sollen - man will es kaum glauben - Brettspiele spielen. Doch damit nicht genug. Ausgerechnet jetzt verkündet Luis Freundin Maggy, dass sie mit ihren Eltern in die USA ziehen muss. Kann es noch schlimmer werden?

Meine Meinung:
Luis die Lachnummer, ist ein Kinderbuch, das mich vom Stil her ein bisschen an Gregs Tagebuch erinnert hat. Zwar gibt es in dem Buch keine Zeichnungen so wie bei Greg, doch auch dieses Buch ist eine Art Tagebuch. Luis erzählt dem Leser aus seinem Leben - und das höchst amüsant.

Obwohl ich erwachsen bin und es sich um ein Kinderbuch handelt, musste ich einige male herzhaft lachen oder schmunzeln und habe mich bestens unterhalten gefühlt. Luis ist ein Clown, wie er im Buche steht. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und haut die schärfsten Sprüche raus. Ich hatte großen Spaß die Konversationen zu verfolgen.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch genau das richtig für die Leser von Gregs Tagebuch ist. Als Kind findet man sich sicher in vielen Situationen wieder und kann verstehen, was Luis so beschäftigt. Hier denke ich, dass das Buch eher etwas für Jungs, als für Mädchen ist, da Luis eben doch ein Junge ist und sich Jungs somit vermutlich etwas besser mit ihm identifizieren können.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Kinderbuch wirklich so gut unterhalten kann. Das Buch war total kurzweilig und unterhaltsam, die Kapitel kurz und knackig. Die Tagebuchform unterteilt die einzelnen Kapitel auch noch in verschiedene Zeitabschnitte und so ist man als Leser ganz nah am Geschehen dran.

Nach dem Lesen konnte ich feststellen, dass es noch mehr Bücher von Luis, der Lachnummer gibt. Ich werde bestimmt nochmal zu einem Greifen, falls ich mal wieder kurzweilige lustige Lektüre brauche. Denn auch Erwachsene werden an den flotten Sprüchen ihren Spaß haben. Daumen hoch!

Fazit:
Ein super witziges Kinderbuch, dass ich allen Lesern von Gregs Tagebuch ans Herz legen möchte. Der lockere Schreibstil und die kurzen Kapitel, bieten kurzweilige Unterhaltung für Jung und Alt.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Rezension "Cinderella Undercover"

Titel: Cinderella undercover
Autor: Gabriella Engelmann
Verlag: Arena
Seitenzahl: 284
ISBN: 978-3-401-06685-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 13,99 €

(c) Arena
Zum Inhalt:
Aschenputtel mal ganz modern. Gabriella Engelmann erzählt hier die Geschichte von Cynthia, deren Vater kurz nach dem Tod ihrer Mutter schon eine neue Frau mit nach Hause bringt. Und die hat zu allem Übel auch noch zwei Töchter. Zwei Stiefschwestern für Cynthia, das war das letzte, was sie sich gewünscht hatte. Zudem beide wirklich unerträglich sind und die eine auch noch versucht Cynthia ihren Schwarm abspenstig zu machen. Was ist, wenn Daniel tatsächlich Interesse an Felicia entwickelt? Das wäre die absolute Katastrophe für Cynthia und so versucht sie erst einmal "undercover" herauszufinden, in welche Richtung Daniels Interessen gehen. Nichts ist dafür besser geeignet, als das Kulturfestival. Da geht der Künstlerin Cynthia nicht nur wegen Daniel das Herz auf. Ob sie ihn am Ende für sich gewinnen wird?

Meine Meinung:
Mit "Cinderella Undercover" hat Garbiella Engelmann einen Märchenklassiker neu interpretiert und das äußerst gelungen. Für mich war diese Erzählung die perfekte Urlaubslektüre, die mir bei schlechtem Wetter auf dem Sofa, den Tag verschönerte.

"Cinderella Undercover" hat genau die richtige Mischung aus Romantik, Witz und Spannung. Engelmann kann wirklich toll schreiben, was sie hier nicht zum ersten Mal unter Beweis stellt. "Cinderella Undercover" hat mir deutlich besser gefallen, als die erste Märchenadaption, die ich von Engelmann gelesen habe. Die Geschichte hat einfach genau die perfekte Mischung, die ich bei einem Jugendbuch brauche. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz, was für mich als Romantikerin natürlich besonders wichtig ist.

Was besonders hervorzuheben ist, ist der spritzige Schreibstil von Engelmann. Nicht selten führte dieser zu einem Lacher meinerseits. Sie trifft genau den richtigen Ton und schafft es dabei eine tolle Geschichte wunderbar zu erzählen. Somit habe ich für mich beschlossen, bald mal wieder zu einem Märchenbuch von Engelmann zu greifen, wenn ich leichte Unterhaltung in Form eines Jugendbuches brauche. Denn die neue Interpretation von Märchen finde ich wirklich toll.

Zudem schafft es Engelmann, die Protagonisten absolut sympathisch zu beschreiben, weswegen mir vor allem Cynthia sofort ans Herz wuchs. Natürlich sind ihre Stiefschwestern erstmal die absoluten Oberzicken, doch auch hier steckt mehr dahinter, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Natrülich war ich trotzdem die komplette Zeit über dafür, dass die Liebesgeschichte zwischen Cynthia und Daniel ins Rollen kommt. Ob ich bekommen habe, was ich wollte, lasse ich hier mal offen...

In der Geschichte geht es immer mal wieder um Kunst. Und obwohl ich damit eigentlich nicht so viel anfangen kann, passt das Thema hier perfekt in die Geschichte rein und taucht genau in der richtigen Menge auf, sodass ich es sogar spannend fand, vor allem etwas über Street Art zu lesen.

Das Ende rundet die Geschichte natürlich perfekt ab. Engelmann findet hier einen gelungenen Abschluss für alle Personen, was natürlich wunderbar ist.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch mit der perfekten Mischung, aus Spannung, Humor und Romantik, was mir wirklich gut gefallen hat. Es wird sicher nicht das letzte Jugendbuch sein, dass ich von Engelmann gelesen habe.