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Freitag, 6. September 2019

Rezension "Nova & Avon - Mein böser, böser Zwilling"

Titel: Nova & Avon - Mein böser, böser Zwilling
Autor: Tanja Voosen
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-551-65381-9
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 11,99 € / 7,99 €
Alter: ab 11 Jahren
Band: 1/2


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Nova ist unscheinbar und tollpatschig. Sie ist so schüchtern, dass sie vor dem süßesten Jungen der Schule kaum ein Wort heraus bekommt. Ihr Leben ist recht langweilig, sieht man mal von ihren Eltern ab, die sich fast ausschließlich mit dem Übersinnlichen beschäftigen. Als Nova eines Tages auf einem Jahrmarkt von einer Wahrsagerin verflucht wird, ändert sich das jedoch schlagartig. Denn plötzlich gibt es da Avon, sie sieht genauso aus wie Nova ist nur leider sehr böse. Und dieser böse Zwilling bringt Nova überall in Verruf. Nova muss dringend etwas tun, denn sie weiß, dass es nur eine von ihnen beiden geben kann.


Meine Meinung:
Ich mag ja die Bücher von Tanja Voosen sehr gerne. Sie schreibt herrlich leicht und mit einer Prise Humor, was mir ebenfalls sehr gut gefällt. Bisher habe ich jedoch nur Jugendbücher von ihr gelesen und so war ich sehr gespannt darauf, wie dieses Buch, welches ja etwas kindlicher als ihre anderen Bücher ist, so sein würde.


Der Schreibstil ist, wie gewohnt locker leicht und super zu lesen. Ich flog nur so durch die Seiten und brauchte keinen ganzen Tag um das Buch zu lesen. Ich fühle mich einfach immer so wohl, wenn ich ein Buch von Tanja Voosen lese, denn sie kann definitiv gut schreiben.

Auch die Idee der bösen Doppelgängerin fand ich richtig witzig und kreativ. Und so war ich sehr gespannt darauf, Avon kennenzulernen. Doch zunächst einmal lernte ich Novas Eltern kennen, die sehr schrullig sind und mich auch das ein oder anderen mal zum Grinsen brachten. Nova tat mir stellenweise richtig Leid, denn Peinlichkeiten gehen ihre Eltern definitiv nicht aus dem Weg. Als Avon dann auftauchte nahm die Geschichte an Fahrt auf. Ich hätte sie am liebsten gepackt und eigenhändig aus der Geschichte vertrieben. Sie war wirklich richtig böse und schien nur zum Ziel zu haben Novas Leben zu zerstören.

 Vom Spannungsgrad her, war die Geschichte ganz nett, aber nicht überwältigend. Hier darf man aber vielleicht auch nicht vergessen, dass die Altersempfehlung des Verlages "ab 11" lautet. Zu spannend darf die Geschichte dann vielleicht auch nicht sein und so fühlte ich mich trotz fehlender Spannung recht gut unterhalten. Denn der tolle Schreibstil und der Humor machen die wenige Spannung definitiv wett.

Und trotzdem fieberte ich auch mit Nova mit und hoffte, dass sie ihren bösen Zwilling schnell wieder los wird. Gemeinsam mit ihrer neu gewonnenen Freundin, tut sie alles dafür, damit dies auch geschieht. Die Versuche, die die beiden dabei unternehmen waren herrlich komisch mit anzusehen und so hat Tanja Voosen hier definitiv alles richtig gemacht.

Was ich ebenfalls richtig cool finde, ist im Übrigen das Cover. Dast ist ein echter Hingucker und richtig gelungen. Ich werde die Bücher alleine wegen des Covers in meinem Regal stehen lassen. 

Fazit:
Ein Buch, das durch tolle und schrullige Charaktere und eine gut geschriebene Geschichte überzeugen kann, dem zwar etwas die Spannung fehlt, dessen Handlung aber so kreativ ist, dass ich es gerne gelesen habe. 


Donnerstag, 22. August 2019

Rezension "Zwei Herzen - Pias Geschichte"

Titel: Zwei Herzen - Pias Geschichte
Autor: Sabrina J. Kirschner
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-407-78998-3
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,00 € / 7,99 €
Alter: ab 11 Jahren

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Pia lebt seit dem Tod ihrer Eltern in einem Pflegeheim. Sie hat nicht viel, doch ihr größter Traum ist es, einmal in ihrem Leben zu reiten. Dieser erfüllt sich, als sie mit ihrer Klasse auf Klassenfahrt fährt. Denn zu ihrer Unterkunft gehört ein Reiterhof. Doch schon bei ihrem ersten Ausritt passiert es. Pia hat einen Unfall, landet im Krankenhaus und wird mit einem reichen Mädchen, das auf der Insel wohnt, verwechselt. Um ein Pferd zu retten und auch um selbst einmal keine Sorgen mehr zu haben, nimmt sie das Leben des anderen Mädchens an. Doch mit der Zeit fällt ihr das Lügen immer schwerer und alles droht aufzufliegen.

Meine Meinung:
Welches junge Mädchen hat nicht mal den Traum auf einem Pferd zu sitzen? Zumindest ich konnte mir als kleines Mädchen und auch im Teenageralter nichts schöneres vorstellen, als auf einem Perderücken zu sitzen. Zwar hat dieser Wunsch in der Zwischenzeit etwas nachgelassen, doch als ich die Buchreihe "Zwei Herzen" entdeckte, kam das Gefühl von damals wieder etwas hoch und ich verspürte den unbedingten Wunsch, diese Reihe zu lesen.

Jeder Band wird aus der Sicht eines Mädchens erzählt. Dieser erste aus der von Pia, dem Waisenmädchen, ohne wirklichen Besitz und Freunde. Ich spürte sofort eine Verbindung zu ihr und mochte sie von der ersten Seite an sehr gerne. Sie muss unheimlich viel einstecken und alleine stemmen, umso mehr freute ich mich für sie, dass ihr Traum, einmal auf einem Pferderücken zu sitzen, endlich in Erfüllung ging. Doch das ist ja nur der Beginn der Geschichte, erst mit dem Unfall geht es so richtig los. Man lernt Pia besser kennen, obwohl sie in die Rolle des anderen Mädchens schlüpft. Man spürt ihre Zweifel und ihr Unwohlsein bei den ganzen Lügen. Und obwohl ich lügen wie die Pest hasse, konnte ich sie auch irgendwie verstehen.

Die Handlung selbst gefiel mir auch unheimlich gut. Kennt ihr Wohlfühlbücher? Für mich ist dieses Buch ein absolutes Wohlfühlbuch. Die Pferde, die schöne Landschaft, die kleine Romanzen, die sich hier und da anbahnen, machen dieses Buch zur perfekten Sommerlektüre. Zudem ist es auch noch richtig spannend. Denn zu der schönen Handlung kommt auch noch ein spannendes Geheimnis dazu, welches gelöst werden will und natürlich fragt man sich auch, wann Pias Spiel auffliegen wird.

Der Schreibstil der Autorin ist unheimlich angenehm zu lesen. Dass das Buch ab 11 Jahren empfohlen ist, merkte ich nicht wirklich. Damit will ich gar nicht sagen, dass das Buch für 11-jährige nicht geeignet ist. Nein, viel mehr ist es oft so, dass diese Bücher mir einfach ein bisschen zu kindlich sind. Das ist hier aber tatsächlich gar nicht der Fall. Die Jugendlichen Protagonisten besitzen schon eine gewisse Reife und auch der Handlung fehlt das kindliche, was vor allem an der Spannung liegt, die das Buch mitbringt.

Natürlich fieberte ich über die komplette Zeit mit und natürlich genoss ich vor allem die Beschreibungen der Pferde und des Reitens sehr. Ich war total gespannt in welche Richtung die Geschichte laufen wird und hatte stellenweise wirklich keine Ahnung, wer denn nun der Böse in der Geschichte ist oder was hinter den unheimlichen Vorkommnissen steckt.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Wohlfühlbuch für den Sommer, das mich bestens unterhalten hat und mit einem guten Gefühl zurücklässt.