Sonntag, 6. November 2016

Rezension "Göttertochter"

Titel: Göttertochter
Autor: Jennifer Wolf
Verlag: Carlsen / Impress 
Seitenzahl: 230
ISBN: 978-3-646-60269-2
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

Dies ist eine Geschichte, die zur Jahreszeiten-Reihe von Jennifer Wolf gehört. Falls diese nicht bekannt ist, könnte diese Rezension Spoiler enthalten! 

(c) Impress
Zum Inhalt: 
Liora ist ein Götterkind. Sie ist eine Nachfahrin des Frühlings und des Sommers. Dies gibt ihr die Fähigkeit die Jahreszeiten zu beeinflussen. Gemeinsam mit ihrer Familie, ihren beiden Vätern, ihren Geschwistern und vor allem Niklas und Hannes, mit denen sie die Schule besucht, scheint sie eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein. Alle sind sich sicher, dass sie und ihr bester Freund Niklas irgendwann heiraten werden. Doch Liora liebt schon lange jemand anderen, der dies jedoch nicht zu erwidern scheint. Als dieser junge Mann auch noch heiraten will, bricht für sie eine Welt zusammen.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich selbst die Jahreszeiten-Reihe gar nicht kenne. Trotzdem dachte ich, kann ich diese Geschichte, bei der es sich um ein Spin-off handelt, lesen. Zum Glück wurde ich in dieser Annahme nicht enttäuscht.

Natürlich hatte ich jetzt nicht den Vorteil von anderen, die die Reihe und dadurch vor allem die Personen schon kennen. Zu Beginn hatte ich damit kurz Schwierigkeiten, doch dies ist ja bei jedem neuen Buch so. Doch dann war ich schnell in der Geschichte drin. Aufgrund des fehlenden Vorwissens hatte ich teilweise meine Probleme mit den Zusammenhängen, wer da jetzt das Kind von wem ist und wer mit wem in welcher Verwandtschaftsbeziehung steht. Das kann ich jedoch natürlich nicht der Autorin zur Last legen, da ich selbst Schuld bin, dass diese super Reihe bisher an mir vorbei gegangen ist.

Mir hat der Spin-Off trotz fehlendem Vorwissen sehr gut gefallen. Ich mag den Schreibstil von Jennifer Wolf total gerne. Er ist super flüssig und beschreibt alles richtig schön bildhaft. Die Welt, in der Liora mit ihrer Familie lebt konnte ich mir total gut vorstellen. Ich hatte teilweise das Gefühl ich wäre selbst schon dort gewesen.

Liora selbst war eine extrem sympathische und starke Persönlichkeit. Gerne wäre ich mit so jemandem befreundet. Ihre Herzlichkeit, ihre Kraft und ihr Willen für ihre Familie einzustehen ist so toll, dass ich sie richtig gerne mochte. Auch die anderen Personen sind authentisch und wunderbar sympathisch dargestellt. Ich mochte sie (fast) alle. Kurz musste ich mich zwar an die Götterkonstellationen gewöhnen, doch sobald ich damit vertraut war, fühlte ich mich in der Familie Tagwind extrem wohl.

Die Liebesgeschichte die uns hier geliefert wird, gefiel mir richtig gut. Ich fand es so schön, Liora auf ihrem Weg zu begleiten. Ich habe mit ihr gelitten, mit ihr Liebeskummer gehabt und mit ihr gehofft. Ich bin mit ihr durch alle Höhen und Tiefen gegangen. Die Autorin beschreibt diese Liebe so zart und wunderbar, dass ich so gerne mehr davon lesen würde.

Fazit: 
Ein tolles Spin-Off zur Jahreszeiten-Reihe von Jennifer Wolf, welches man durchaus auch ohne weitere Vorkenntnisse lesen kann. Die Personen gefielen mir sehr gut, die Liebesgeschichte fand ich wunderschön. Ein tolles Buch!

Rezension "Brot backen in Perfektion"

Titel: Brot backen in Perfektion
Autor: Lutz Geißler 
Verlag: Becker Joest Volk Verlag
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-95453-104-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 29,95 €

(c) Becker Joest Volk
Meine Meinung:
Ich wollte schon immer mal selbst Brot backen, bin jedoch immer davor zurück geschreckt, weil ich dachte das wäre total kompliziert.

Als ich dieses Buch entdeckte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich muss nun, nachdem ich das Buch angeschaut und getestet habe, zugeben, dass Brot backen schon ein bisschen an Arbeit erfordert. Hier in diesem Buch wird das jedoch super erklärt.

Von den verschiedenen Mehlarten, Zubereitungsarten, über das Werkzeug das man dafür braucht, bis hin zu den Rezepten selbst, findet man hier alles. Ich habe mich hier als Anfänger im Brotbacken super aufgehoben gefühlt. Was mir besonders gut gefällt, sind die vielen Fotos die die Rezepte unterstreichen. Das beginnt schon mit einer schönen Übersicht aller Rezepte zu Beginn des Buches. Und auch die Erklärungen wie man den Teig wann falten muss sind mit super Fotos unterlegt. Betrachtet man diese schmackhaften Fotos, hat man sofort Lust mit dem Brotbacken anzufangen.

Jedes Brot wird grundsätzlich erstmal nach dem gleichen Prinzip hergestellt. Diese Grundanleitung gibt es zu Beginn der Rezepte. Dies finde ich einerseits gut, allerdings fand ich es beim Backen auch recht anstrengend immer zwischen dem Rezept und der Grundanleitung hin und her zu blättern. Im Rezept wird nämlich lediglich auf die Grundanleitung hingewiesen. Und so muss man immer wieder schauen, welche Zutaten man braucht und wie man diese verarbeiten muss. Allerdings denke ich, dass man dies nicht mehr braucht, sobald man ein paar dieser Brote gebacken hat. Da die Anleitung wirklich einfach ist, geht sie einem schnell in Fleisch und Blut über.

Wie oben schon erwähnt, braucht man einiges an Zeit um die Brote bzw Brötchen zu backen. Denn in diesem Buch gibt es nicht nur Brote, sondern auch Brötchen und sogar einige Rezepte für Süßwaren. Bezüglich der Zeit braucht man einfach nur das richtige Timing, dann lässt sich das Brot quasi wie nebenbei machen. Denn die meiste Zeit braucht das Brot beim Ruhen. Nachdem ich gebacken habe, muss ich sagen, dieser Zeitaufwand lohnt sich absolut. Das Brot schmeckt tatsächlich super, hat genau die Kruste die es braucht und innen auch genau die Konsistenz, die man von einem Brot erwartet. Und das fast ohne Hefe.

Fazit:
Ich finde dieses Buch wirklich total klasse. Sowohl Anfänger, als auch Fortgeschrittene werden an diesem Buch ihre Freude haben. Durch die schönen Bildanleitungen und einfach Erklärungen und der sehr ausführlichen Einführung zu Beginn, kommen alle auf ihre Kosten.

Rezensionsexemplar "Wernauer Adventskalender 2016"

Titel: Wernauer Adventskale
Autor: Schmid/Löhr/Oberlader/Kurz/Holik/Taxis
Verlag: Patmos
Seitenzahl: 64
ISBN: 978-3-8436-0812-1
Einbindungsart: geheftet 
Preis: 7,99 €

(c) Patmos
Meine Meinung:
Es ist wieder Zeit für einen Adventskalender. Weihnachten rückt immer näher und so ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt euch wieder einen vorzustellen.

Auch hier kann man bereits am Verlag erkennen, dass es sich um einen Adventskalender mit christlichem Hintergrund handelt. Was hier besonders ist, ist dass der Adventskalender nicht am 1. Dezember anfängt, sondern am 1. Advent und dann auch bis zum 6. Januar geht. Das finde ich richtig klasse, denn so haben wir hier einen Kalender, der uns komplett durch diese besondere und besinnliche Zeit begleitet. Bei uns in der Familie beginnt der Adventskalender sowieso immer am 1. Advent und deswegen passt dieser hier einfach perfekt dazu.

Der Wernauer Adventskalender wurde von ganz jungen Menschen gestaltet, was man ihm auch auf jeden Fall anmerkt. Mir gefällt das erfrischende Gesamtbild sehr gut. Der Kalender selbst wird vorgestellt mit den Worten, dass sich die Autoren auf die Suche nach den Spuren Gottes gemacht haben. Hierbei stellen sie verschiedene Alltagsgegenstände vor. Sei es eine Büroklammer, einen Schraubverschluss oder ein Brillenputztuch. Die Autoren möchten damit zeigen, dass Gott in vielen kleinen Dingen in unserem Leben steckt.

Dieser Kalender eignet sich tatsächlich nur für Leute mit christlichem Hintergrund. Denn hier steckt der Glauben auf jeder Seite, hier findet man Jesus überall. Für mich ist das völlig in Ordnung, da ich mit dem christlichen Glauben groß geworden bin. Doch wer diesem Thema eher fern ist, sollte vielleicht besser die Finger von diesem Kalender lassen.

Der Aufbau des Kalenders ist erfrischend und toll gemacht. Zwar haben wir hier keine Bilder, doch auch trotzdem nicht zu viel Text. Und so hat man täglich einen kleinen Impuls, der einen ungefähr 2-5 Minuten beschäftigt. Man bekommt ein Exponat vorgestellt, was man im Leben damit macht und wo der Bezug zu Gott herkommt. Man bekommt etwas zum Nachdenken für den Tag, was ich schön finde. Der Kalender gibt genau die richtigen Impulse. Das kleine Format lässt sich bequem in die Tasche stecken und so kann man auch unterwegs mal reinlesen, wenn man es daheim nicht geschafft hat.

Fazit:
Ein schöner Adventskalender. Der christliche Hintergrund ist deutlich zu spüren. Mir gefällt vor allem die erfrischende jugendliche Leichtigkeit, die sicher daher kommt, dass die Autoren selbst noch sehr jung sind. Man bekommt einen schönen Impuls für den Tag und einiges zum Nachdenken mit auf den Weg.

Dienstag, 1. November 2016

Rezension "Thorbeckes Kräuterkalender 2017"

Titel: Thorbeckes Kräuterkalender 2017

Verlag: Thorbecke
Seitenzahl: 56
ISBN: 978-3-7995-0693-9
Einbindungsart: Spiralbindung
Preis: 19,99 €

(c) Thorbecke
Meine Meinung:
Heute stelle ich euch einen Kalender für nächstes Jahr vor. Und zwar handelt es sich um einen Kräuterkalender. Ein Kalender mit Spiralbindung, der sich zum Beispiel perfekt für die Küche eignet.

Jede Seite umfasst eine Woche. Man kann in diesen Kalender zwar nichts eintragen doch bietet er einen schönen Überblick über die Woche. Jedes Blatt ist gleich aufgebaut. Jede Seite besteht aus einem sehr großen Bild eines ganz bestimmten Krautes. Hierbei handelt es sich nicht um ein Foto sondern um eine kunstvolle Zeichnung, die ein bisschen wie aus dem Mittelalter entsprungen wirkt.

Auf der rechten Seite sieht man den Monat und die aktuelle Woche. Darunter findet man einen Textabschnitt mit der Bezeichnung des jeweiligen Krautes, sowohl die uns bekannte auf deutsch, als auch die lateinische. Zusätzlich gibt es einen längeren Text über das Kraut. Wie es zu seinem Namen kommt, wofür es verwendet wird und was man damit in der Küche machen kann.

Der Kalender gefällt mir richtig gut. Zwar mag ich Fotos normalerweise lieber als Zeichnungen, doch zu diesem Kalender passen die Zeichnungen einfach richtig gut. Der Kalender ist stimmig gestaltet, hierbei denke ich jedoch, dass er sich eigentlich an eine etwas ältere Zielgruppe richtet. Wir werden ihn auf jeden Fall in unsere Küche hängen.

Dadurch, dass man keine Termine eintragen kann, ist er dort genau an der richtigen Stelle. Ich freue mich darauf jede Woche ein neues Kraut zu entdecken, denn natürlich habe ich jetzt noch nicht alles angeschaut. Ich hätte es toll gefunden, wenn bei den Kräutern nicht nur die Hinweise wofür man sie verwenden kann stehen würden, sondern auch, die jeweiligen Rezepte für die Küche, für Salben, Tees o.ä.. Das ist aber das Einzige was mir bei diesem Kalender gefehlt hat. Ansonsten handelt es sich hierbei wirklich um ein sehr schönes, informatives Exemplar, was sich nächstes Jahr sehr gut in unserer Küche machen wird.

Fazit:
Ein toller Kalender, bei dem ich mir lediglich auch Rezepte und nicht nur die Hinweise auf die Verwendungszwecke gewünscht hätte. Wunderbare Zeichnungen, tolle Infos über die einzelnen Kräuter, machen diesen Kalender zu einem tollen wöchentlichen Begleiter in der Küche.

Montag, 31. Oktober 2016

Rezension "Bitter & Sweet - Mystische Mächte"

Titel: Bitter & Sweet - Mystische Mächte
Autor: Linea Harris
Verlag: Piper
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-492-70421-2
Einbindungsart: Paperback / ebook
Preis: 12,99 € / 9,99 €

(c) Piper
Zum Inhalt:
Jillian ist 17 Jahre alt. Vor kurzem hat sie erfahren, dass sie eine Hexe ist. Jahrelang dachte sie, sie wäre ein ganz normaler Teenager und nun dieser Schock. Fortan soll sie die magische Schule besuchen um unter ihresgleichen zu sein. Dort angekommen lernt sie alles über Vampire, Werwölfe und Dämonen. Schnell findet sie eine Freundin und auch sonst fühlt sie sich dort deutlich wohler, als unter den Menschen. Doch schnell ist es mit der Ruhe vorbei. Nicht nur spielen ihre Hormone aufgrund des männlichen Geschlechts verrückt, nein auch die Dämonen finden plötzlich ihren Weg an Orte, die eigentlich mit Magie geschützt sind. Und plötzlich schweben alle in großer Gefahr.

Meine Meinung:
Früher habe ich sehr gerne Fantasy gelesen. In den letzten Jahren wurde das jedoch immer weniger. Seit kurzer Zeit lese ich jedoch wieder sehr gerne ab und an ein Fantasybuch. Besonders die, die wie Harry Potter in der realen Welt spielen. Und genau so eines haben wir hier auch.

Eine reale Welt, in der fantastische Wesen vorkommen. Eine Schule, wie wir sie von Hogwarts kennen, auf die die fantastischen Wesen gehen. Ich muss zugeben, dass es noch ein paar andere Dinge gab, die mich doch an Harry Potter erinnert haben. Natürlich kann das Rad nicht neu erfunden werden, doch einige Dinge waren sehr deutlich genauso wie in Rowlings Romanen. Dies tut der Geschichte aber nicht wirklich einen Abbruch.

Denn die Autorin hat natürlich auch noch viele eigenen Ideen. Die Dämonen, die Art wie sie in unserer Welt sind. Die Geheimnisse und die teils überraschenden Wendungen fand ich sehr gelungen, spannend zu lesen, toll mitzuverfolgen. Die Umgebung, in der das Buch spielt, ist toll beschrieben. Ich konnte sie mir total gut vorstellen. Gerade die Elfenlichtung, der Wald und die Schule selbst geben ein tolles Bild ab.

Auch die Protagonisten mochte ich sehr gerne. Es ist total schön zu sehen, was für eine Entwicklung Jill durchläuft. Natürlich handelt sie das ein oder andere mal impulsiv und naiv, doch trotzdem wächst sie im Verlauf der Geschichte immer wieder über sich hinaus. Kurzzeitig könnte man vielleicht denken, dass diese Entwicklung zu schnell und unrealistisch von statten geht, doch die Autorin hat hierfür eine tolle Erklärung, wie ich finde. Und auch die restlichen Personen sind super gelungen, authentisch und machen großen Spaß.

Zuletzt muss ich noch kurz auf die Liebesgeschichte eingehen, die ich einfach hinreisend fand. Von der ersten Begegnung an, war mir klar, da kribbelt es, da wird es irgendwann funken. Als es dann soweit war, bin ich nur so dahin geschmolzen. Ein wirklich hinreißendes Paar. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und muss auch unbedingt die anderen beiden Teile lesen.

Fazit:
Ein tolles Fantasybuch, das zeitweise ein wenig an Harry Potter erinnert, doch auch mit vielen eigenen Ideen punkten kann. Vor allem die tollen Protagonisten, die wunderschöne Liebesgeschichte und die extrem spannende Handlung, machen dieses Buch zu einem tollen Erlebnis.

Samstag, 29. Oktober 2016

Rezension "Vierundzwanzig Stunden"

Titel: Vierundzwanzig Stunden
Autor: Guillaume Musso
Verlag: Piper
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-86612-401-1
Einbindungsart: Paperback / ebook
Preis: 16,99 € / 12,99 €

(c) Piper
Zum Inhalt:
Arthur Costello erbt von seinem Vater einen mysteriösen Leuchtturm. Bereits zwei Menschen, denen der Leuchtturm gehörte, verschwanden auf mysteriöse Weise. Im Keller eine zugemauerte Tür. Arthur erbt den Leuchtturm nur, wenn er seinem Vater verspricht, sich unter allen Umständen von dieser Tür fern zu halten, diese niemals zu öffnen. Doch natürlich übt diese Tür eine magische Anziehungskraft auf Arthur aus und dieser beschließt das Geheimnis zu lüften. Doch als er die Türe tatsächlich öffnet, geschieht etwas, womit er niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist nicht mein erstes Buch des Autors. Was ich bisher von ihm gelesen habe, gefiel mir immer sehr gut. Auch dieses Buch klang wieder toll und so freute ich mich, als ich endlich mit dem Lesen beginnen konnte.

Ich muss zugeben, dass ich hier mal wieder so meine Schwierigkeiten mit dem Beginn hatte. Ich kam nicht richtig in die Geschichte rein, fand es sehr merkwürdig, was geschah nachdem Arthur sich an der Tür zu schaffen gemacht hatte. Nicht nur einmal rollte ich genervt mit den Augen und war drauf und dran das Buch zur Seite zu legen. Ich kann hier nicht mehr verraten, denn das wäre zu viel und würde die Spannung nehmen. Doch ich beschloss weiter zu lesen um zu erfahren, was genau hinter der Idee des Autors steckt. 

Je weiter die Geschichte voran ging, desto besser kam ich mit ihr klar. Ich begann zu verstehen und konnte mich endlich auf das Geschehen einlassen. Auch kam immer mehr Spannung auf, denn ich hatte keine Ahnung worauf das alles hinauslaufen würde.

Die Personen blieben etwas blass. Man erfährt nicht allzu viel über sie und so hatte ich meine Schwierigkeiten wirklich warm mit ihnen zu werden. Auch gibt es immer wieder große Sprünge in der Geschichte, die es teilweise schwer machten, dem Geschehen zu folgen oder auch zu verstehen, in welcher Zeit man sich gerade befindet.

Und trotzdem übte das Buch eine fast magische Faszination auf mich aus. Die Seiten flogen immer schneller dahin und ich konnte es kaum erwarten zum Ende und hinter das Geheimnis zu kommen. Arthur auf seinem Weg zu verfolgen war äußerst faszinierend. Als das Ende immer näher rückte, hatte ich immer noch keine Ahnung, worauf das alles hinauslaufen sollte.

Ich muss zugeben, dass mich die letzten Zeiten zunächst irritierten. Ich dachte echt, ich hätte das Buch nicht verstanden. Kurz war ich versucht nochmal zurück zu blättern um zu verstehen, was der Autor mir sagen will. Doch ich beschloss das Ende erstmal komplett zu lesen, was sich im Nachhinein nicht als Fehler herausstellte. Denn plötzlich begann ich zu verstehen. Ich war gleichermaßen geschockt, wie ich auch Bewunderung für den Autor verspürte. Die Auflösung ist nahezu grandios, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Für mich sind alle Erklärungen schlüssig, auch wenn ich mich am Ende sehr auf die Geschichte konzentrieren musste um die Auflösung in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Ein beeindruckendes Ende.

Fazit:
Eine Geschichte, die mir zunächst etwas Schwierigkeiten machte, die aber im weiteren Verlauf immer besser wurde. Die Protagonisten waren zwar nie so meins, doch das Ende reißt so gut wie alles raus. Es ist schlicht und einfach grandios, überwältigend und etwas womit ich nie gerechnet hätte. Diese Geschichte werde ich sicher so schnell nicht vergessen.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Rezension "Fire Girl - Gefährliche Suche"

Titel: Fire Girl - Gefährliche Suche (Bd. 1)
Autor: Matt Ralphs
Verlag: bloomoon
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-8458-1640-1
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 14,99 € / 12,99 €
Alter: ab 12 Jahren

(c) bloomoon
Zum Inhalt:
Hazel Hooper ist 12 Jahre alt. Ihre Mutter ist eine Hexe mit Heilkräften. Hazel hofft, dass sie auch die Hexenkraft in sich hat, doch noch wartet sie vergeblich darauf. Zusammen mit ihrer Mutter lebt sie abgeschottet von der Welt auf der Hexenlichtung. Als ihre Mutter jedoch eines Tages von einem Dämon entführt wird, erwacht die Hexenkraft in Hazel. Sie merkt dass sie eine Feuerhexe ist und setzt nun alles daran, ihre Mutter zu finden. Hilfe bekommt sie von dem Jungen David und seinem Meister. Diese beiden sind jedoch eigentlich Hexenjäger und Hazel muss nun nicht nur ihre Mutter retten, sondern auch aufpassen, dass ihre wahre Identität nicht aufgedeckt wird. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt.

Meine Meinung:
Diese Fantasy-Geschichte ab 12 Jahren bietet alles, was man von einer Fantasy-Geschichte erwarten darf. Ich habe gemerkt, dass ich schon länger keine so richtige Fantasy-Geschichte gelesen habe, doch hier war ich sofort in der Geschichte drin.

Zunächst lernen wir Hazel und ihre Mutter kennen, doch dann überschlagen sich die Ereignisse auch schon. Hazels Mutter wird entführt und sie selbst macht sich auf die Suche nach ihr. An die Dämonen, die nicht gerade schön beschrieben werden, musste ich mich zunächst etwas gewöhnen. Doch dann brachten sie große Spannung in die Geschichte rein.

Besonders die Gefährten der jeweiligen Hexen, vor allem die kleine Haselmaus, haben mir total gut gefallen. Sie sind so sympathisch, teilweise frech, teilweise auch ein bisschen zickig und geben der Geschichte genau die richtige Würze. Auch Hazel selbst gefiel mir sehr gut. Obwohl sie erst 12 Jahre alt ist, ist sie eine mutige junge Dame, die alles dafür tut ihre Mutter zu retten. Natürlich ist sie hierbei auch ab und an etwas naiv, doch das ist für ihr Alter völlig in Ordnung und lässt sie extrem authentisch wirken.

Der Schreibstil des Autors gefällt mir ebenfalls sehr gut und auch der Aufbau des Buches ist toll gemacht. So beginnt jedes Kapitel mit einem Auszug aus den Hexengesetzen oder irgendwelchen Informationen über die Hexen, was ich sehr interessant und gut gemacht fand. 

Obwohl es sich hierbei eher um ein Kinderbuch handelt war ich extrem gefesselt. Das Buch ist total spannend. Ich konnte nicht immer vorhersehen was passieren würde und war immer wieder überrascht über die tollen Idee, die in dem Buch verarbeitet worden sind. Da es sich hier um einen ersten Band handelt, werden einige Fragen natürlich nicht beantwortet und bleiben offen. Der Kampf Gut gegen Böse hat hier gerade erst begonnen und lässt viel Spielraum für den nächsten Band. Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht, weswegen ich natürlich den nächsten Band auch lesen werde.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch ab 12 Jahren, welches fantastisch und spannend ist und viel Spielraum für den nächsten Band lässt. Hat mich sehr gefesselt!


Montag, 24. Oktober 2016

Rezension "Worst best friends - Liebe ändert alles"

Titel: Worst best friends - Liebe ändert alles
Autor: Dyan Sheldon
Verlag: bloomoon
Seitenzahl: 272
ISBN:  978-3-8458-1429-2
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,99 € / 10,99 €
Alter: ab 14 Jahren

(c) bloomoon
Zum Inhalt:
Savannah und Gracie sind beste Freundinnen. Doch sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Savannah ist ein Hingucker, kaum ein Junge, der ihr nicht verfallen ist. Sie interessiert sich für Mode, Shopping und Klatsch. Gracie ist das genaue Gegenteil. Oberflächliche Dinge sind ihr unwichtig. Sie hatte noch nie einen Freund, engagiert sich für die Umwelt und ist auch sonst eher ein ruhiger Typ Mensch. Gracie ist immer für Savannah da, doch als sie von dieser immer häufiger zum Lügen gezwungen wird, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

Meine Meinung:
Eine Geschichte über Freundschaft und doch auch wieder nicht. Denn ich bin mir nicht sicher, ob ich die Beziehung zwischen Gracie und Savannah wirklich als Freundschaft bezeichnen würde. Viel mehr ist Gracie sehr hörig. Von ihrer Seite ist es definitiv Freundschaft, doch Savannah scheint sie meistens eher auszunutzen.

Dies trug dazu bei, dass ich irgendwann heftige Aggressionen gegen Savannah entwickelte. Eigentlich muss ich der Autorin ein echtes Kompliment aussprechen, denn sie hat hier eine unglaublich ausdrucksstarke Persönlichkeit geschaffen. Für mich alles andere als sympathisch ist sie doch ein Charakter, den ich so schnell nicht vergessen werde. Das Zusammenspiel mit Gracie ist sehr interessant beschrieben und die beiden Gegensätze geben der Geschichte einen ganz besonderen Charakter.

Und auch Gracie ist toll zu beobachten. Sie macht die wohl größte Entwicklung in diesem Buch durch. Fängt an eine eigene Meinung zu entwickeln und diese auch zu äußern. Lange Zeit hätte ich sie gerne schütteln wollen, so hörig war sie Savannah. Doch nach und nach wird aus dieser grauen Maus eine echte Persönlichkeit. Leider nimmt diese Zeit nur einen kleinen Teil des Buches ein. Gerne hätte ich Gracie noch länger auf ihrem ganz eigenen Weg begleitet.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und toll zu lesen. Savannah ist nicht unbedingt der hellste Stern unter der Sonne und so verspricht Gracie, die sehr intelligent ist verbessert sie hierbei immer wieder, was ich recht amüsant fand, auch wenn es irgendwann vielleicht ein bisschen zu viel wurde, da Savannah dadurch schon wirklich sehr doof wirkte.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Zwar ist es durchaus eines mit hohem Aggressionspotential doch trotzdem auch sehr unterhaltsam. Die Beziehung zwischen Gracie und Savannah ist interessant zu verfolgen und der Verlauf der Geschichte war für mich sehr passend gewählt. Das Ende gefällt mir sehr gut und lässt mich ziemlich zufrieden zurück. Hätte die Autorin ein anderes gewählt, wäre ich wohl eher enttäuscht gewesen.

Fazit:
Ein Buch über Freundschaft, bzw. die heftigen Ausmaße die eine Freundschaft annehmen kann. Ein Buch übers Loslösen und Erwachsenwerden, ein Buch über Liebe, Schmerz und allem, was ein Teenagerleben sonst noch so mitbringt.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezension "Der zauberhafte Wunschbuchladen"

Titel: Der zauberhafte Wunschbuchladen
Autor: Katja Frixe
Verlag: Dressler
Seitenzahl: 174
ISBN: 978-3-7915-0021-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €
Alter: ab 11 
(c) Dressler
Zum Inhalt:
Ein sprechender Kater, ein sprechender Spiegel und eine Buchhandlung, wie man sie sich nur wünschen kann. Für Clara könnte alles so toll sein, würde ihre beste Freundin nicht so weit weg ziehen, dass sie sich nicht mehr jeden Tag sehen können. Nicht mehr gemeinsam in die Schule, geschweige denn in den Wunschbuchladen gehen. Eine Katastrophe. Doch auch nachdem Lene weg ist, ist der Wunschbuchladen ein Zufluchtsort für Clara und hilft ihr, ihren Abschiedsschmerz ein bisschen besser zu verkraften.

Meine Meinung:
Ein Kinderbuch, bei dem mir sowohl der Titel, als auch das Cover richtig gut gefallen. Das Cover ist richtig schön einladend, die vielen Bücher die zu sehen sind, machen Lust, sofort nach dem Buch zu greifen.

Als ich anfing zu lesen, musste ich mir kurz daran gewöhnen, dass es tatsächlich einen sprechenden Spiegel und einen sprechenden Kater gibt. Doch schon nach kurzer Zeit war das irgendwie total normal und ich fand das Buch einfach nur schön. Ich glaube, das ist ein richtig schönes Kinderbuch. Nicht nur für Kinder, die sich vielleicht auch von ihrer besten Freundin verabschieden müssen. Nein, für alle Kinder, die Bücher und das Magische lieben, ist dieses Buch genau das richtige.

Ich mag es ja immer total, wenn in Büchern auch Buchhandlungen vorkommen. Und hier ist ja von einer ganz besonderen Buchhandlung die Rede. Dem Wunschbuchladen. Ein wenig merkwürdig, ein bisschen fantastisch, ein bisschen schrullig. Die Beschreibungen des Buchladens sind einfach toll. Ich habe das Gefühl, ich bin selbst schon dort gewesen.

Ich freue mich richtig darauf, wenn meine Tochter mal alt genug ist und ich ihr das Buch vorlesen oder sie es auch selbst lesen kann. "Der zauberhafte Wunschbuchladen" ist einfach ein rund um gelungenes Buch. Es ist nicht zu spannend, sodass manche Kinder vielleicht Angst bekommen könnten, doch trotzdem unterhaltsam von vorne bis hinten. Immer wieder musste ich auch schmunzeln. Gerade der reimende Kater wird sicherlich auch jedem Kind gefallen.

Die Protagonisten Clara und Lene sind Kinder mit denen sich andere sicher super identifizieren können. Sie sind weder besonders hübsch, noch herausragend intelligent. Sie sind einfach ganz normal, so wie du und ich. Sie haben die gleichen Interessen und Probleme wie andere Kinder in diesem Alter und so finde ich auch die Personen wirklich gut gelungen.

Dem Klappentext lässt sich entnehmen, dass dies wohl der Beginn einer Reihe ist. Und so freue ich mich schon wahnsinnig darauf, bald wieder ein Abenteuer von Clara in der Hand zu halten. Ich bin gespannt, wie es mit Frau Eule, der Buchhändlerin und ihrem Buchladen weitergeht. Und natürlich was der Spiegel und der reimende Kater so alles erleben werden.

Fazit:
Ein ganz tolles Kinderbuch, mit schönen Bildern, tollen Protagonisten und einem magischen Buchladen. Perfekt für alle Kinder ab 11 Jahren.

Montag, 17. Oktober 2016

"Rezension" Fangirl auf Umwegen

Titel: Fangirl auf Umwegen
Autor: Amelie Murmann
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 280
ISBN: 978-3-646-92887-7
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress/Carlsen
Zum Inhalt:
Luna ist so ziemlich der größte Harry-Potter-Fan der Welt. Als sie eine Reise in die Universal Studios in Orlando gewinnt, ist das für sie, als würden alle Weihnachtsfeste und alle Geburtstage auf einen Tag fallen. Der Höhepunkt ihres Gewinns ist eine Challenge, an der sie und viele weitere Teilnehmer aus vielen verschiedenen Ländern teilnehmen. Zu gewinnen gibt es 100.000€. Nichts leichter als das. Niemand kann so viel über Harry Potter wissen, wie sie. Denkt Luna und wird schnell eines besseren belehrt. Besonders Leo stellt sich als sehr hartnäckig raus. Dabei ist er eigentlich ganz niedlich, mit seinen ockerfarbenen Augen.

Meine Meinung:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Amelie Murmann und bisher war ich eigentlich auch von all ihren Werken begeistert. Hier bin ich es leider nicht ganz so, wie von ihren anderen Titeln.

Zunächst muss ich einmal sagen, dass ich selbst auch ein riesiger Harry-Potter-Fan bin und die Story alleine deswegen schon eine magische Anziehungskraft auf mich ausübte. Die Universal Studios in Orlando (in die ich übrigens spätestens seit dieser Geschichte unbedingt mal will) beschreibt Murmann toll. Richtig bildhaft konnte ich mir die Umgebung, in der sich die Kandidaten bewegen super vorstellen. Ich fühlte mich so, als würde ich mit Luna und Leo durch den Park wandeln. Und die vielen Anspielungen auf Harry Potter sind einfach nur genial. Für mich war das fast wie eine Rückkehr ins Potter-Universum.

Allerdings fehlte mir so ein bisschen Murmanns Witz. Ich bin es gewöhnt, dass ich bei ihren Büchern herzhaft lachen und oft schmunzeln muss. Dies blieb hier zum größten Teil aus. Ich denke, wenn ich noch nie ein Buch von ihr gelesen hätte, dann würde ich das nicht so kritisch sehen, da sie sonst einen sehr schönen Schreibstil hat. Aber da ich weiß, dass sie es auch anders kann, machte sich bei mir eine leise Enttäuschung breit.

Leo gefiel mir richtig gut. Er ist von Anfang an schwer zu durchschauen und lässt Luna und uns Leser erst ganz zum Schluss hinter seine Fassade blicken. Ein sehr ausdrucksstarker Charaktere, der Tiefgang besitzt und wirklich schön gestaltet ist. Mein Verhältnis zu Luna hingegen, war etwas schwierig. Sie ist für meinen Geschmack ein bisschen zu zickig und anstrengend. Zwar kann ich viele ihrer Beweggründe, z.B. ihr Verhältnis zu Geld, sehr gut verstehen, trotzdem fand ich einige ihrer Reaktionen nicht so richtig nachvollziehbar und ziemlich kindisch. Zusammen sind die beiden allerdings sehr süß, auch wenn es da auch die ein oder andere Szene gegeben hat, die mich die Augen rollen ließ.

Die Idee der Chocolate Challenge, die Murmann hatte, finde ich super. Die einzelnen Aufgaben sind kreativ und machen das Wandern durch den Park zu einem besonderen Erlebnis. Nicht nur einmal ertappte ich mich dabei, wie ich etwas neidisch auf die Teilnehmer wurde, die drei volle Wochen in diesen grandiosen Parks verbringen durften.

Fazit:
Das Buch bringt auf jeden Fall ein magisches Feeling mit sich. Es macht Lust, selbst mal die Universal Studios in Orlando zu besuchen und auf Harrys Spuren zu wandeln. Der Schreibstil von Murmann ist schön zu lesen, allerdings lässt sie ihren Humor und ihre Spritzigkeit vermissen, was ich ein wenig schade finde. Auch mit Luna konnte ich nie wirklich warm werden, sodass mich das Buch zwar sehr gut unterhalten hat, mich jedoch nicht in wahre Begeisterungsstürme ausbrechen lässt.

3,5 Punkte